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DE102004028688B4 - Verfahren zur Anreicherung von zum unmittelbaren Verzehr oder zur Lebensmittelherstellung bestimmten Flüssigkeiten mit Sauerstoff, Kohlendioxid und/oder anderen Gasen - Google Patents

Verfahren zur Anreicherung von zum unmittelbaren Verzehr oder zur Lebensmittelherstellung bestimmten Flüssigkeiten mit Sauerstoff, Kohlendioxid und/oder anderen Gasen Download PDF

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Abstract

Verfahren zur Anreicherung von zum unmittelbaren Verzehr oder zur Lebensmittelherstellung bestimmten Flüssigkeiten mit Sauerstoff, Kohlendioxid und/oder anderen Gasen mittels Hohlfaser-Membranreaktoren, mindestens einer Gasquelle sowie Steuer- und Regelventilen, wobei ein Erfassen von Eingangstemperatur und -druck der zu behandelnden Flüssigkeit und mengengeregeltes Zuführen auf ein oder mehrere, parallel angeordnete Hohlfaser-Membranreaktoren und weiterhin ein Beaufschlagen der Hohlfaser-Membranreaktoren mit einer Massendurchfluss-geregelten Menge eines Anreicherungsgases oder -gasgemisches sowie ein Entlüften erfolgt, gekennzeichnet durch zeitgesteuertes Entfernen von Abgas aus den Reaktoren als geringe Gasmenge über längere Zeitabschnitte mittels Feindosier-Nadelventil, wobei der Anreicherungsprozess kontinuierlich unter laufender Messung des Anreicherungsgasgehalts ausgangsseitig der Hohlfaser-Membranreaktoren mit der Zielstellung erfolgt, eine größere als die in der Flüssigkeit lösbare Gasmenge zur Verfügung zu stellen, welche in einer angeschlossenen Abfüllanlage als Spülgas im Kopfraum der Gebinde, Luftstickstoff ersetzend, vorliegt.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Anreicherung von zum unmittelbaren Verzehr oder zur Lebensmittelherstellung bestimmten Flüssigkeiten mit Sauerstoff, Kohlendioxid und/oder anderen Gasen mittels Hohlfaser-Membranreaktoren, mindestens einer Gasquelle sowie Steuer- und Regelventilen gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
  • Die Anreicherung von z. B. karbonisiertem Wasser mit Sauerstoff unter Zuhilfenahme von Druckreaktoren gehört zum Stand der Technik. Beispielsweise sei auf die Vorrichtung zur Herstellung von mit Gas angereichertem Wasser gemäß DE 197 42 301 A1 verwiesen. Dort wird von einem Gasvorrat ausgegangen, welcher über eine Leitungsverbindung zu einer Mischkammer führt. In der Mischkammer wird eine Gasatmosphäre erzeugt, die z. B. aus Sauerstoff oder Kohlensäure besteht. In diese Gasatmosphäre wird dann Trinkwasser mit Überdruck eingesprüht.
  • Das Trinkwasser kann sich mit dem Gas zu einem kohlensohlensäure- oder sauerstoffhaltigen Wasser vermengen und über einen Produktauslass aus der Mischkammer entnommen werden. Der apparative Aufwand einer derartigen Aufbereitungsanlage ist sehr groß und darüber hinaus ist das Anreicherungspotential begrenzt.
  • Aus dem deutschen Gebrauchsmuster DE 202 11 723 U1 ist eine Vorrichtung zur Anreicherung von Wasser mit einem Gas bekannt, wobei dort insbesondere Trinkwasser mit vorzugsweise Sauerstoff und/oder Kohlensäure versetzt werden soll. Hierfür ist gemäß dem vorstehend bezeichneten Stand der Technik eine Wasserzuleitung, eine Wasserableitung und eine Gaszuführung vorhanden. Die dortige Vorrichtung weist ein rohrförmiges Gehäuse und ein aus einer Vielzahl von Hohlfasern bestehendes Faserbündel auf, wobei das Faserbündel in dem rohrförmigen Gehäuse angeordnet ist. Diese Vorrichtung soll an jede Wasserleitung anschließbar sein, um das Wasser dann durch das Gasanreicherungsmoduls zu führen und mit Gas anzureichern. Über ein vorgesehenes Rückschlagventil wird vermieden, dass Flüssigkeit aus dem Faserbündel in die Gaszuleitung fließen kann. Ein weiteres Rückschlagventil verhindert, dass Gas in die Wasserzuleitung strömt. Die vorgestellte Lösung soll sich auch dazu eignen, eine konventionelle Kohlensäure-Tafelwasser-Anlage durch Einbau eines Sauerstoff-Anreicherungsmoduls zu erweitern.
  • Es hat sich jedoch gezeigt, dass die vorbekannte Vorrichtung zur Anreicherung von Wasser mit Hilfe von Hohlfaser-Membranreaktoren bei dem Erreichen bestimmter Sättigungsverhältnisse keine ausreichende Funktion mehr gewährleistet. Darüber hinaus sind die erreichbaren Sauerstoff- und/oder Kohlendioxid-Anreicherungsmengen weder reproduzierbar noch kontrollierbar mit der Folge, dass eine Anwendung im großtechnischen Sinne für z. B. Flaschenabfüllanlagen nicht in Betracht kommt.
  • Zum Stand der Technik gehören weiterhin Membranreaktoren mit Hohlfasern, die zur An- oder Abreicherung von Flüssigkeiten mit Gasen oder aber auch zur Befeuchtung von Gasen Verwendung finden.
  • Bezüglich der vorteilhaften Wirkungen beim Verzehr von sauerstoffangereicherten Wässern sei noch auf die DE 102 01 825 A1 im Sinne einer beispielhaften Schilderung verwiesen.
  • Zum Stand der Technik sei noch auf die DE 34 31 906 A1 aufmerksam gemacht, welche ein System zum Begasen von Flüssigkeiten, insbesondere zur Karbonisierung und/oder Nitrierung von Fertiggetränken zeigt, wobei ein Kapillarmembranaustauscher eingesetzt wird.
  • Bei der gattungsbildenden Lehre nach DE 202 14 972 U1 handelt es sich um eine Vorrichtung zum Anreichern von Wasser mit einem Gas, insbesondere zur Karbonisierung von Trinkwasser, wobei Hohlfaser-Membranreaktoren zum Einsatz kommen. Gemäß der dortigen Offenbarung wird vorgeschlagen, zum Vermeiden eines Überdrucks auf der Seite des Membrankontaktors, auf der das Gas geführt wird, ein Überdruck- bzw. Entlüftungsventil vorzusehen. Um die Konzentration des Gases im anzureichernden Wasser insgesamt zu erhöhen, ist weiterhin beschrieben, dass zweckmäßigerweise zwischen dem Wasserauslass eines Membrankontaktors und seinem Wasserzulauf ein Rücklauf vorgesehen ist, so dass zumindest ein Teil des angereicherten Wassers den Anreicherungsprozess im Membrankontaktor erneut durchlaufen kann. Anregungen, ein zeitgesteuertes Entfernen von Abgas aus den Reaktoren als geringe Gasmenge über längere Zeitabschnitte vorzunehmen, sind in diesem Stand der Technik nicht aufgezeigt.
  • Aus dem Vorgenannten ist es daher Aufgabe der Erfindung, ein weiterentwickeltes Verfahren zur Anreicherung von zum unmittelbaren Verzehr oder zur Lebensmittelherstellung bestimmten Flüssigkeiten mit Sauerstoff, Kohlendioxid und/oder anderen Gasen anzugeben, welches bzw. welche auf den Einsatz an sich bekannter Hohlfaser-Membranreaktoren zurückgeht, in Weiterbildung des Standes der Technik jedoch eine zeitlich längere, kontinuierliche Prozessführung ermöglicht, so dass eine großtechnische Anwendung z. B. für Abfüllanlagen möglich wird und hierbei die Kosten zum Betreiben einer solchen Anordnung in vertretbaren Grenzen bleiben.
  • Darüber hinaus gilt es, mit dem zu schaffenden Verfahren sicherzustellen, dass mit Hilfe ein und derselben Anordnung ganz unterschiedliche Anreicherungsgase, aber auch Gasgemische verwendet werden können ohne ansonsten anfallende Umrüst- und damit Ausfallzeiten, die zu einer Verringerung der Produktivität führen.
  • Die Lösung der Aufgabe der Erfindung erfolgt mit einer Lehre gemäß Definition nach Patentanspruch 1, wobei die Unteransprüche mindestens zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbildungen darstellen.
  • Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es möglich, einen kontinuierlichen Anreicherungsprozess von Wasser bzw. Trinkwasser, aber auch von z. B. Bierwürze unter Zuhilfenahme von mindestens einem Hohlfaser-Membranreaktor für die gleichzeitige Anreicherung von Wasser nur mit Sauerstoff oder nur mit Kohlendioxid oder aber auch mit einem beliebigen Gasgemisch daraus anzugeben. Das Fertigprodukt ist demnach angereichertes Wasser mit bis zu 100 ml Sauerstoff je Liter und bis zu 8 g Kohlendioxid je Liter Wasser oder eine beliebige Mischung daraus. Dieses Produkt kann ohne Unterbrechung hergestellt werden und es sind die Anreicherungs- und Mischungsverhältnisse stufenlos und während des Anlagenbetriebs einstellbar.
  • Es besteht erfindungsgemäß die Möglichkeit, einen kontrollierten Gasüberschuss, z. B. von Sauerstoffgas, im Kopfraum der zu befüllenden Flaschen zu erzeugen. Für diesen Zweck wird Gas kontrolliert im Hohlfaser-Membranreaktor überdosiert, d. h. es wird mehr Gas erzeugt, als in der Flüssigkeit gelöst werden kann. Dieses Gas gelangt dann als Spülgas in den Kopfraum der Gebinde. Es wird also Luftstickstoff durch das Spülgas ersetzt, so dass ein Sättigungsverlust während der Lagerung der Getränke vermindert ist.
  • Die Reproduzierbarkeit der Qualität des erhaltenen Endprodukts ist durch eine Massendurchflussmessung und Regelung der Gase gewährleistet, wobei die entsprechenden Parameter von einem Zentralrechner den jeweiligen Eingangs- und Ausgangsparametern der zu behandelnden Flüssigkeit angepasst werden. Weiterhin findet eine Endkontrolle statt nebst Ergebnisdokumentation.
  • Die auf dem Verfahren basierende Anordnung ermöglicht darüber hinaus die Verwendung von bereits vorkarbonisiertem Wasser, bereitgestellt aus einer separaten Erzeugungsanlage. Mittels integrierbarer Druckwechsel-Adsorptionsanlage besteht die Möglichkeit einer unabhängigen, kostengünstigen Sauerstofferzeugung am Produktionsort.
  • Ausgangsseitig der Hohlfaser-Membranreaktoren besteht die Möglichkeit der ergänzenden Einspeisung oder Beigabe von Flüssigkeiten, z. B. Flüssighefe in einen mit Sauerstoff angereicherten Bierwürzestrom.
  • Gemäß dem Verfahren wird in einem ersten Schritt eine Erfassung von Eingangstemperatur und Druck der zu behandelnden Flüssigkeit vorgenommen, wobei die Flüssigkeit selbst mengengeregelt auf ein oder mehrere, parallel angeordnete Hohlfaser-Membranreaktoren geführt wird.
  • Weiterhin werden die Hohlfaser-Membranreaktoren mit einer Massendurchfluss-geregelten Menge eines Anreicherungsgases oder Gasgemisches beaufschlagt.
  • Zur Sicherung des kontinuierlichen Betriebs erfolgt ein zeitgesteuertes Entfernen von Abgas aus den Hohlfaser-Membranreaktoren, bevorzugt als gering gehaltene Gasmenge, jedoch über längere Zeitabschnitte, wobei darüber hinaus eine laufende Messung des Anreicherungsgasgehalts ausgangsseitig der Hohlfaser-Membranreaktoren vorgenommen wird. Hierdurch verlängert sich die Einsatzzeit der Hohlfaser-Membranreaktoren bis zur Komplettspülung, und es ist die Abhängigkeit von im zu behandelnden Wasser bereits enthaltenen, gelösten Gasen reduziert.
  • Die Anreicherungsgas-Versorgung kann über Gasflaschen, Gastanks oder aber auch die vorerwähnte Druckwechsel-Adsorptionsanlage vorgenommen werden.
  • In vorgegebenen Zeitabschnitten erfolgt je nach den Hygieneerfordernissen ein anlageinternes Spülen der Hohlfaser-Membranreaktoren. Dies bedeutet, dass eine Demontage der Hohlfaser-Membranreaktoren zu Spül- und Reinigungszwecken nicht notwendig ist.
  • Ausgangsseitig der Hohlfaser-Membranreaktoren kann über eine Anspeisung und eine nachgeordnete statische Mischeinrichtung dem angereicherten Flüssigkeitsstrom ein weiterer Stoff, aber auch ein Stoffgemisch beigegeben werden.
  • Ausgangsseitig der statischen Mischeinrichtung wird eine weitere Kontrolle der Gasgehalte zum Zweck der geregelten Zuführung der aufbereiteten Flüssigkeit zu einer z. B. Abfüllanlage vorgenommen.
  • Der weitere Stoff kann, wie bereits oben dargelegt, karbonsiertes Wasser sein oder aber aus Flüssighefe bestehen, der einer sauerstoffangereicherten Bierwürze beigemengt wird.
  • Beim Einsatz mehrerer flüssigkeitsseitig parallel geschalteter Hohlfaser-Membranreaktoren kann mindestens ein erster Hohlfaser-Membranreaktor mit einem ersten Anreicherungsgas und mindestens ein zweiter Hohlfaser-Membranreaktor mit einem zweiten Anreicherungsgas beaufschlagt werden. Das erste Anreicherungsgas kann beispielsweise Sauerstoff und das zweite Anreicherungsgas Kohlendioxid sein.
  • Bei der auf dem Verfahren basierenden Anordnung zur Anreicherung von zum unmittelbaren Verzehr oder zur Lebensmittelherstellung bestimmten Flüssigkeiten mit Sauerstoff, Kohlendioxid und/oder anderen Gasen mittels Hohlfaser-Membranreaktoren sowie Gasquelle und Steuer- und Regelventilen ist aufgabeseitig eine Druck-, Temperatur- und Durchflussmengen-Messeinrichtung vorgesehen, wobei im Falle mehrerer Hohlfaser-Membranreaktoren diese flüssigkeitsseitig parallel geschaltet sind.
  • Eine Gasaufbereitungs- und Zuführeinrichtung steht mit einer Massendurchfluss-Messeinrichtung in Verbindung und führt auf die Hohlfaser-Membranreaktoren.
  • An den Hohlfaser-Membranreaktoren ist jeweils gasausgangsseitig ein Dosierventil und diesem nachgeordnet ein zeitgesteuertes Abgas- oder Spülgasventil vorgesehen, wobei die Abgas- oder Spülgasventile eine Verbindung zur freien Atmosphäre aufweisen.
  • Flüssigkeitsabgabeseitig der Hohlfaser-Membranreaktoren sind jeweils gasselektive Messeinrichtungen befindlich, wobei bei dem Vorsehen mehrerer Hohlfaser-Membranreaktoren diese auf einen ersten Mischer führen. Dem ersten Mischer nachgeordnet ist eine Anspeisung mit einem zweiten Mischer, wobei weitere gasselektive Messeinrichtungen zur Feststellung der Eigenschaften des erhaltenen Mischprodukts angeschlossen sind.
  • Alle Messeinrichtungen und Mischer stehen mit einer übergeordneten Steuerung einschließlich Displayeinheit in Verbindung, um eine kontinuierliche Produktfertigung und -kontrolle zu gewährleisten.
  • Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels sowie unter Zuhilfenahme eines Blockschemas einer Anordnung zur Anreicherung von Flüssigkeiten mit Gasen näher erläutert werden.
  • Bei der Blockschema-Darstellung wird von zwei frischwasserseitig parallel geschalteten Hohlfaser-Membranreaktoren 1 ausgegangen.
  • Frischwasseraufgabeseitig ist über ein erstes Ventil 2 ein Reinigungsanschluss geschaffen. Mit Hilfe eines zweiten Ventils 3 lässt sich dann die Frischwasser-Aufgabemenge den parallel geschalteten Hohlfaser-Membranreaktoren 1 zuführen.
  • Die zugeführte Frischwassermenge wird mit einer Druckmesseinrichtung 4, einer Temperaturmesseinrichtung 5 und einer Durchflussmengen-Messeinrichtung 6 überwacht. Die entsprechenden Messgrößen gelangen zu einer übergeordneten Steuerung 7 mit Displayeinheit.
  • Eine Gasaufbereitungs- und -zuführeinrichtung 8 umfasst eine Massendurchfluss-Messeinrichtung 9, eine oder mehrere Gasquellen 10 bis 12 oder aber auch gaserzeugende Druckwechseladsorptions-Anlagen 13.
  • Soll ein Gasgemisch zur Anreicherung verwendet werden, ist ein Mischer 14 mit den jeweiligen Gasquellen 10 bis 12 bzw. einer vorgesehenen Druckwechseladsorptions-Anlage 13 verbunden.
  • An den Hohlfaser-Membranreaktoren 1 ist ausgangsseitig jeweils ein Dosierventil 15, insbesondere ein Feindosier-Nadelventil vorgesehen, welchem jeweils nachgeordnet ein zeitgesteuertes Abgas- oder Spülgasventil 16 ist. Ausgangsseitig führt das jeweilige Abgas- oder Spülgasventil 16 in die freie Atmosphäre.
  • Flüssigkeitsabgabeseitig der Hohlfaser-Membranreaktoren 1 sind jeweils gasselektive Messeinrichtungen 17 befindlich, wobei beim Vorsehen mehrerer Hohlfaser-Membranreaktoren 1 selbige auf einen Ausgangsmischer 18 führen.
  • Diesem Ausgangsmischer 18 nachgeordnet ist eine Anspeisung 19 mit einem statischen Mischer 20. Auch in diesem Zweig sind Sensoren 21 zur Erfassung von z. B. Druck und Temperatur des Zugabestoffes vorgesehen und es ist ein Steuerventil 22 zur Regelung der Zugabemenge bezogen auf die bereits behandelte Flüssigkeit vorhanden.
  • Ausgangsseitig des statischen Mischers 20 sind nochmals gasselektive Messeinrichtungen 23 vorgesehen, um die Eigenschaften des erhaltenen Mischprodukts feststellen und durch geeignete Steuer- und Regelungsmaßnahmen beeinflussen zu können.
  • Wie erwähnt, stehen alle Messeinrichtungen und Mischer mit der übergeordneten Steuerung 7 in Verbindung, um eine kontinuierliche Produktfertigung und -kontrolle zu gewährleisten. Über die ersten Ventile 2, die aufgabe- und abgabeseitig der Anreicherungsanlage vorgesehen sind, lässt sich die gewünschte Reinigung und Spülung der Gesamtanlage einschließlich der Hohlfaser-Membranreaktoren 1 in einfacher Weise durchführen.
  • Die Arbeitsweise der Anordnung gemäß Ausführungsbeispiel gestaltet sich wie folgt.
  • Trinkwasser oder andere Flüssigkeiten zur Lebensmittelherstellung, z. B. Bierwürze entsprechender Qualität wird nach einer Druck- und Temperaturkontrolle der Anlage über eine Mengenregelung zugeführt. Im Anschluss wird der Wasserstrom je nach Erfordernis auf einen oder mehrere der Hohlfaser-Membranreaktoren mengengeregelt aufgeteilt. Es können dann verschiedene Produktionsvarianten mit derselben Anlage gefahren werden. Zum einen lassen sich die Hohlfaser-Membranreaktoren mit Sauerstoff betreiben, wobei eine Anreicherung je nach Wassertemperatur und Wasserdruck mit bis zu 100 ml Sauerstoff pro Liter erreichbar ist. Der Anreicherungsgrad wird hier über eine kontinuierliche Sauerstoffmessung kontrolliert und geregelt. Die zugegebene Menge an Sauerstoff wird mit der Massendurchfluss- und -regeleinheit eingestellt.
  • In einer weiteren Variante lassen sich die Hohlfaser-Membranreaktoren mit Kohlendioxid betreiben, wobei eine Anreicherung je nach Wassertemperatur und Wasserdruck mit bis zu 8 g Kohlendioxid pro Liter Wasser erfolgen kann. Der Anreicherungsgrad wird wiederum über eine kontinuierliche Kohlendioxidmessung geregelt. Die zugegebene Menge an Kohlendioxid wird mit der Massendurchfluss- und -regeleinheit eingestellt.
  • Es lassen sich auch ein oder mehrere Hohlfaser-Membranreaktoren mit Sauerstoff betreiben und ein oder mehrere andere Hohlfaser-Membranreaktoren mit Kohlendioxid beaufschlagen. Die zwei mit jeweils Sauerstoff und Kohlendioxid angereichteren Volumenströme werden dann mittels statischer Mischeinheit homogen gemischt und zur Abfüllanlage geleitet.
  • Auch lassen sich beide Hohlfaser-Membranreaktoren mit Sauerstoff betreiben, wobei der sauerstoffangereicherte z. B. Trinkwasserstrom mit bereits aufkarbonisiertem Wasser aus einer bestehenden Karbonisierungsanlage stufenlos über eine entsprechende Mengen-Sauerstoff- und Kohlendioxid-Messung zum gewünschten Endprodukt vermischt und dann abgefüllt wird.
  • Der besondere Vorteil der vorgestellten Anordnung besteht in der quasi Inline-Ausführungsform, die zur kontinuierlichen Behandlung geeignet ist, ohne dass Zwischenbehälter notwendig werden oder Reaktionszeiten abzuwarten sind.
  • 1
    Hohlfaser-Membranreaktor
    2
    erstes Ventil
    3
    zweites Ventil
    4
    Druckmesseinrichtung
    5
    Temperaturmesseinrichtung
    6
    Durchflussmengen-Messeinrichtung
    7
    Steuerung
    8
    Gasaufbereitungs- und -zuführeinrichtung
    9
    Massendurchfluss-Messeinrichtung
    10 bis 12
    Gasquellen
    13
    Druckwechseladsorptions-Anlage
    14
    Mischer
    15
    Dosierventil
    16
    Abgas- oder Spülgasventil
    17
    gasselektive Messeinrichtung
    18
    Ausgangsmischer
    19
    Anspeisung
    20
    statischer Mischer
    21
    Sensoren
    22
    Steuerventil
    23
    weitere gasselektive Messeinrichtung

Claims (9)

  1. Verfahren zur Anreicherung von zum unmittelbaren Verzehr oder zur Lebensmittelherstellung bestimmten Flüssigkeiten mit Sauerstoff, Kohlendioxid und/oder anderen Gasen mittels Hohlfaser-Membranreaktoren, mindestens einer Gasquelle sowie Steuer- und Regelventilen, wobei ein Erfassen von Eingangstemperatur und -druck der zu behandelnden Flüssigkeit und mengengeregeltes Zuführen auf ein oder mehrere, parallel angeordnete Hohlfaser-Membranreaktoren und weiterhin ein Beaufschlagen der Hohlfaser-Membranreaktoren mit einer Massendurchfluss-geregelten Menge eines Anreicherungsgases oder -gasgemisches sowie ein Entlüften erfolgt, gekennzeichnet durch zeitgesteuertes Entfernen von Abgas aus den Reaktoren als geringe Gasmenge über längere Zeitabschnitte mittels Feindosier-Nadelventil, wobei der Anreicherungsprozess kontinuierlich unter laufender Messung des Anreicherungsgasgehalts ausgangsseitig der Hohlfaser-Membranreaktoren mit der Zielstellung erfolgt, eine größere als die in der Flüssigkeit lösbare Gasmenge zur Verfügung zu stellen, welche in einer angeschlossenen Abfüllanlage als Spülgas im Kopfraum der Gebinde, Luftstickstoff ersetzend, vorliegt.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anreicherungsgas-Versorgung über Gasflaschen, Gastanks oder Druckwechseladsorptions-Anlagen vorgenommen wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in vorgegebenen Zeitabschnitten anlagenintern eine Spülung der Hohlfaser-Membranreaktoren durchgeführt wird.
  4. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ausgangsseitig der Hohlfaser-Membranreaktoren über eine Einspeisung und statische Mischeinrichtung dem angereicherten Flüssigkeitsstrom weitere Stoffe beigegeben werden.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass ausgangsseitig der statischen Mischeinrichtung eine weitere Kontrolle der Gasgehalte zum Zweck der geregelten Zuführung der aufbereiteten Flüssigkeit zur Abfüllanlage erfolgt.
  6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass als weiterer Stoff karbonisiertes Wasser zugegeben wird.
  7. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass als weiterer Stoff Flüssighefe zugegeben wird.
  8. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beim Einsatz mehrerer flüssigkeitsseitig parallel geschalteter Hohlfaser-Membranreaktoren mindestens ein erster Reaktor mit einem ersten Anreicherungsgas und mindestens ein zweiter Reaktor mit einem zweiten Anreicherungsgas beaufschlagt wird.
  9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Anreicherungsgas O2 und das zweite Anreicherungsgas CO2 ist.
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