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Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Umwälzen von in einem Behältnis befindlichem
Wasser gemäß der im
Oberbegriff des Patentanspruches 1 näher definierten Art sowie eine
Vorrichtung zum Einlassen von Wasser in ein Schwimmbecken gemäß der im
Oberbegriff des Patentanspruches 22 näher definierten Art.
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Aus
der Praxis bekannte Schwimmbecken sind üblicherweise mit Anlagen zum
Umwälzen
des im Schwimmbecken befindlichen Wassers ausgeführt. Dazu wird das Wasser beispielsweise
aus dem Schwimmbecken über
eine an sich bekannte Oberflächenabsaugung
bzw. einen Skimmer von einer Pumpeneinrichtung abgesaugt und anschließend einer
Filtereinrichtung zugeführt,
in der Schmutzpartikel und dergleichen aus dem im Kreislauf geführten Wasser
ausgefiltert werden. Nach der Filtereinrichtung wird das Wasser üblicherweise über einen
unterhalb der Wasseroberfläche
des Schwimmbeckens angeordneten Zulauf wieder in das Schwimmbecken eingeleitet.
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Zusätzlich sind
derartige Umwälzanlagen meist
mit einer Dosiereinrichtung bzw. mit einer Zuführvorrichtung ausgebildet,
mittels der das im Kreislauf geführte
Wasser mit Zusatzstoffen, beispielsweise mit Chlor, Sauerstoff oder
dergleichen, versetzt wird, um ein so genanntes Kippen des Wassers
im Schwimmbecken zu vermeiden und aus bekannten Gründen eine
Keimbildung zu verringern.
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Dabei
ist jedoch von Nachteil, dass die vorbeschriebenen und aus der Praxis
bekannten Schwimmbadsysteme durch einen hohen Bedarf an den zur
Behandlung des im Schwimmbecken vorhandenen Wassers vorgesehenen
Zusatzstoffen gekennzeichnet sind, was einerseits zu einer unerwünschten
Erhöhung
der Betriebskosten führt
und andererseits eine Umweltbelastung darstellt, da das mit den
Zusatzstoffen versetzte Wasser beim Wechseln in die Kanalisation
eingeleitet und in einem Klärwerk
wieder aufbereitet werden muss, bevor es wieder in den natürlichen
Wasserkreislauf einleitbar ist.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
zur Verfügung zu
stellen, durch deren Einsatz die Menge von dem Wasser eines Schwimmbeckens
zuzusetzenden Zusatzstoffen zum Aufbereiten des Wassers auf einfache
Art und Weise reduziert wird.
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Erfindungsgemäß wird diese
Aufgabe mit einer Vorrichtung zum Umwälzen von in einem Behältnis befindlichem
Wasser, insbesondere von Wasser eines Schwimmbeckens gemäß den Merkmalen
des Patentanspruches 1 bzw. mit einer Vorrichtung zum Einlassen
von Wasser in ein Schwimmbecken gemäß den Merkmalen des Patentanspruches
22 gelöst.
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Mit
der erfindungsgemäßen Vorrichtung
zum Umwälzen
von in einem Behältnis
befindlichem Wasser, insbesondere von Wasser eines Schwimmbeckens,
mit einer zwischen einem Ablauf des Behältnisses und einem unterhalb
des Wasserstandes im Behältnis
positionierten Zulauf des Behältnisses
angeordneten Pumpeneinrichtung, ist der Bedarf an Zusatzstoffen
bzw. Chemikalien zum Reinigen bzw. Aufbereiten des in dem Behältnis bzw.
Schwimmbecken befindlichen Wassers auf einfache und kostengünstige Art
und Weise reduziert.
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Dies
wird dadurch erreicht, dass parallel zum Zulauf des Behältnisses
eine oberhalb des Wasserstandes des Schwimmbeckens endende Bypassleitung
vorgesehen ist, über
die wenigstens ein Teil der von der Pumpeneinrichtung geförderten
Wassermenge mit einer definierte Fallhöhe in das Behältnis führbar ist.
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Das
bedeutet, dass die über
die Bypassleitung geführte
Wassermenge im Bereich zwischen dem Austritt aus der Bypassleitung
und dem Auftreffen auf die Wasseroberfläche des in dem Schwimmbecken
befindlichen Wassers mit einer großen Austauschfläche mit
der Atmosphäre
in Kontakt steht und somit ein eventuell vorliegendes Sauerstoffdefizit
in der über
die Bypassleitung umgewälzten
Wassermenge in diesem Bereich zumindest teilweise ausgleichbar ist,
wodurch eine Behandlung und Aufbereitung des Wassers des Schwimmbeckens
mit an sich bekannten Zusatzstoffen, wie Chlor, Sauerstoff oder
dergleichen, im Vergleich zu herkömmlichen Systemen reduzierbar
ist.
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Des
Weiteren liegt der erfindungsgemäßen Vorrichtung
zum Umwälzen
von in einem Behältnis befindlichem
Wasser der Vorteil zugrunde, dass sie in an sich bekannte und auch
bereits bestehende Umwälzsysteme
von Schwimmbädern
auf einfache Art und Weise implementierbar ist, wodurch die Herstellkosten
einer erfindungsgemäß ausgeführten Umwälzanlage
im Vergleich zu einer aus der Praxis bekannten Vorrichtung zum Umwälzen von
Wasser nur unwesentlich höher
ist.
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Der
Einsatz der erfindungsgemäßen Vorrichtung
zum Einlassen von Wasser in ein Schwimmbecken, deren Auslassöffnung oberhalb
eines maximalen Wasserstandes des Schwimmbeckens angeordnet ist,
führt ebenfalls
zu einem reduzierten Bedarf an Zusatzstoffen, welche dem Wasser üblicherweise
zur Aufbereitung zugegeben werden.
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Dies
wird dadurch erreicht, dass ein erster mit der Auslassöffnung und
einer Wasserzuführung der
Vorrichtung verbundener Bereich vorgesehen ist, in dem ein definiertes
Wasservolumen angeordnet ist, wobei bei Überschreiten eines vordefinierten Wasserstandes
in dem ersten Bereich Wasser aus dem ersten Bereich über die
Auslassöffnung
in das Schwimmbecken abfließt.
Das bedeutet, dass das über
die Wasserzuführung
in die Vorrichtung eintretende Wasser zunächst in den eine Beruhigungszone darstellenden
ersten Bereich eintritt und das Wasser erst bei Überschreiten des vordefinierten
Wasserstandes in das Schwimmbecken abfließt. Mit dieser Vorgehensweise
ist gewährleistet,
dass sich das Wasser gleichmäßig und
wenigstens annähernd wasserfallartig
mit einer großen
Austauschfläche
gegenüber
der Atmosphäre
in das Schwimmbecken über
eine definierte Fallhöhe
ergießt.
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Damit
ist in diesem Bereich zwischen dem Wasser und der Atmosphäre ein hoher
Sauerstoffaustausch gewährleistet,
der im Vergleich zu herkömmlich
betriebenen Schwimmbecken bzw. Schwimmbädern vorteilhafterweise zu
einer Reduzierung der Zugabemenge an Zusatzstoffen zur Wasseraufbereitung
führt.
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Besonders
vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Umwälzen von Wasser
eines Schwimm beckens gemäß den Merkmalen
des Patentanspruches 1 bzw. der Vorrichtung zum Einlassen von Wasser
in ein Schwimmbecken gemäß den Merkmalen
des Patentanspruches 22 liegen dann vor, wenn das Wasser über einen
diffusorartigen Bereich in das Schwimmbecken abfließt, da das
in das Schwimmbecken einfließende
Wasser dann eine besonders große
Stoffaustauschfläche
gegenüber
der Atmosphäre
aufweist, wodurch ein Sauerstoffaustausch zwischen dem Wasser und
der Atmosphäre
weiter verbessert wird.
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Weitere
Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung
zum Umwälzen
von Wasser bzw. zum Einfüllen
von Wasser sind der Beschreibung, der Zeichnung und den Patentansprüchen entnehmbar.
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In
der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele
des Gegenstandes nach der Erfindung schematisch vereinfacht dargestellt,
welche in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert werden, wobei in der
Beschreibung der verschiedenen Ausführungsbeispiele der Übersichtlichkeit
halber für bau-
und funktionsgleiche Bauteile dieselben Bezugszeichen verwendet
werden.
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Es
zeigen:
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1 ein
stark schematisiertes Anlagenschema einer erfindungsgemäß ausgebildeten
Vorrichtung zum Umwälzen
von Wasser eines Schwimmbeckens;
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2 einen
in 1 näher
gekennzeichneten Bereich II in vergrößerter Darstellung;
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3 eine
Weiterbildung eines in 1 und 2 dargestellten
Auslaufbereiches, der mit einer Dosiereinrichtung ausgeführt ist;
und
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4 die
in 3 gezeigte Dosiereinrichtung in vergrößerter Einzeldarstellung.
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In 1 ist
ein Anlagenschema einer Vorrichtung 1 zum Umwälzen einer
in einem Behältnis bzw.
in einem Schwimmbecken 2 angeordneten Wassermenge dargestellt.
Die Vorrichtung 1 zum Umwälzen von Wasser weist eine
zwischen einem als Oberflächenabsaugung
ausgebildeten Ablauf 3 des Schwimmbeckens 2 und
einem unterhalb des Wasserstandes 4 im Schwimmbecken 2 positionierten
Zulauf 5 des Schwimmbeckens 2 angeordnete Pumpeneinrichtung 6 auf,
mittels der das im Schwimmbecken 2 im Bereich des Wasserstandes 4 über den
Ablauf 3 abgepumpt, einer Filtereinrichtung 7 zugeführt und
anschließend über einen
Zulauf 5 wieder in das Schwimmbecken 2 eingeleitet
wird. Dabei ist die Pumpeneinrichtung 6 derart dimensioniert, dass
die komplette Wassermenge des Schwimmbeckens 2 zwei- bis
dreimal pro Tag umgewälzt
wird.
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Die
Filtereinrichtung 7 ist vorliegend als eine an sich bekannte
Sandfilteranlage ausgeführt,
die als Filtermedium Quarzsand in verschiedenen Körnungen
aufweist, durch welches das von der Pumpeneinrichtung geförderte Wasser
geführt
bzw. gedrückt wird.
Dabei wird das Wasser beim Durchströmen des Filtermediums von im
Wasser vorhandenen feinen Schwebeteilchen oder auch Mücken gereinigt
und anschließend
wieder in das Schwimmbecken 2 eingeleitet.
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Zwischen
der Pumpeneinrichtung 6 und der Filtereinrichtung 7 ist
ein so genanntes Mehrwegventil 8 angeordnet, mittels dem
eine Strömungsrichtung des
Wassers in der Filtereinrichtung 7 einstellbar ist. Das
bedeutet, dass die im normalen Betrieb der Vorrichtung 1 zum
Umwälzen
von Wasser über
das Mehrwegventil 8 eingestellte Strömungsrichtung in der Filtereinrichtung 7 derart
ist, dass das über
die Filtereinrichtung 7 geführte Wasser in der vorbeschriebenen
Art und Weise in der Filtereinrichtung 7 gereinigt wird.
Bei der zweiten über
das Mehrwegventil 8 einstellbaren Strömungsrichtung des Wassers in
der Filtereinrichtung 7 wird die Filtereinrichtung durch
das über
die Pumpeneinrichtung 6 in die Filtereinrichtung 7 eingeführte Wasser
gespült,
wobei diese gereinigt bzw. regeneriert wird.
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Parallel
zu dem Zulauf 5 des Schwimmbeckens 2 ist eine
oberhalb des Wasserstandes 4 des Schwimmbeckens 2 endende
Bypassleitung 9 vorgesehen, über die wenigstens ein Teil
der von der Pumpeneinrichtung 6 geförderten Wassermenge mit einer definierten
Fallhöhe
H und mit einem Strahl mit definierter Breite in das Schwimmbecken 2 führbar ist. Die
Bypassleitung 9 ist vorliegend mit einem bereichsweise
wenigstens annähernd
diffusorartigen Auslaufbereich 10 ausgebildet, der einen
Hohlraum 11 begrenzt, der bei zugeschalteter Bypassleitung 9 wenigstens
teilweise mit Wasser befüllt
ist.
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Der
Auslaufbereich 10 der Bypassleitung 9 weist im
Wesentlichen drei Bereiche 10A, 10B und 10C auf,
wobei ein erster Bereich 10A einen abgeflachten Standabschnitt 30 aufweist
und derart mit einem zweiten, mit einem gegenüber dem ersten Bereich 10A reduzierten
Durchmesser ausgeführten Bereich 10B korrespondiert,
dass in dem ersten Bereich 10A das definierte Wasservolumen
vorhanden ist.
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Das
bedeutet, dass bei einer ersten Inbetriebnahme der Vorrichtung 1 zum
Umwälzen
von Wasser über
die Bypassleitung 9 in Richtung des Schwimmbeckens 2 strömendes Wasser
vor einem Abfließen
in das Schwimmbecken 2 in dem ersten Bereich 10A des
Auslaufbereichs 10 aufgestaut wird, bis der in 1 näher dargestellte
Wasserstand 12 in dem Auslaufbereich 10 erreicht
wird und eine weitere Wasserzuführung
in den Auslaufbereich 10 ein Abfließen des Wassers aus dem Auslaufbereich 10 in das
Schwimmbecken 2 stattfindet.
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An
den zweiten Bereich 10B schließt sich ein dritter Bereich 10C an,
der die Auslauföffnung 13 der Bypassleitung 9 ausbildet
und dessen Querschnittsöffnung
sich ausgehend von dem zweiten Bereich 10B in Richtung
der Auslassöffnung 13 derart
stetig vergrößert, dass
das von dem ersten Bereich 10A in Richtung des Schwimmbeckens 2 fließende Wasser sich über eine
möglichst
große
Breite und dadurch auch mit einer großen Stoffaustauschfläche gegenüber der
Atmosphäre
in das Schwimmbecken 2 ergießt.
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Damit
wird über
die Fallhöhe
H ein möglichst großer Sauerstoffaustausch
zwischen dem über
die Bypassleitung 9 in Richtung des Schwimmbeckens 2 geführten Wasservolumenstromes
und der Atmosphäre
erreicht, der vorteilhafterweise zu einem geringeren Bedarf an Zusatzstoffen
zur Aufbereitung des Wassers im Schwimmbeckens 2 führt.
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Um
die über
die Bypassleitung 9 geführte Wassermenge
steuern- und/oder regeln zu können, ist
stromab der Ver zweigungsstelle ein Bypassventil 14 vorgesehen,
mittels dem der Strömungsquerschnitt
der Bypassleitung 9 einstellbar ist. Zusätzlich ist
im Zulauf 5 des Schwimmbeckens 2 ein Zulaufventil 15 vorgesehen,
mittels welchem die über
den Zulauf 5 in Richtung des Schwimmbeckens 2 geführte Wassermenge
steuer- und/oder regelbar ist.
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Das
Bypassventil 14 und auch das Zulaufventil 15 können jeweils
in Abhängigkeit
des jeweiligen Anwendungsfalles als einfache und manuell betätigbare
Absperrventile ausgeführt
sein, so dass die jeweils über
die Bypassleitung 9 bzw. über den Zulauf 5 geführte Wassermenge
auf einfache Art und Weise von einer Bedienperson einstellbar bzw.
steuerbar sind. Darüber
hinaus besteht auch die Möglichkeit, das
Bypassventil bzw. das Zulaufventil als elektronisch ansteuerbares
Steuer- und/oder Regelventil auszuführen, über welche die über die
Bypassleitung 9 bzw. über
den Zulauf 5 geführte
Wassermenge in Abhängigkeit
von Steuer- und Regelsignalen einstellbar ist.
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So
besteht beispielsweise die Möglichkeit, die über die
Bypassleitung 9 zu führende
Wassermenge in Abhängigkeit
eines von einer Bedienperson generierten Funksignals einzustellen
oder in Abhängigkeit
eines von einer in die Vorrichtung 1 integrierten – vorzugsweise
online ermittelnden – Messeinrichtung 16 zur
Bestimmung einer Wassergüte ausgehenden
Steuer- und/oder Regelsignals einzustellen, so dass der über die
Bypassleitung 9 strömende
Wasservolumenstrom in Abhängigkeit
einer aktuellen Wassergüte
variiert. Das führt
bei letztgenanntem Anwendungsfall dazu, dass der über die
Bypassleitung 9 geführte
Wasservolumenstrom bei einer schlechten Wassergüte größer ist als bei einer besse ren
Wassergüte.
Die Messeinrichtung 16 ist vorliegend stromab des Mehrwegventils 8 im
Abzweigungsbereich zwischen dem Zulauf 5 und der Bypassleitung 9 stark
schematisiert dargestellt und über Steuerleitungen 14A und 15A jeweils
mit dem Bypassventil 14 bzw. dem Zulaufventil 15 signaltechnisch
verbunden.
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2 zeigt
den in 1 näher
gekennzeichneten Bereich II in vergrößerter Ansicht mit einem aus
Metall gefertigten Revisionsschacht 17, der vorliegend
aus V2A-Stahlblech
hergestellt ist. Der Revisionsschacht 17 ist mit einer
zweiteiligen, vorzugsweise klappbaren, mobilen und öffenbaren
Abdeckung 18 ausgeführt,
die vorliegend bepflastert ist. Damit ist der das Schwimmbecken 2 umgebende
Bodenbereich oberhalb des Revisionsschachtes 17 auf einfache
Art und Weise mit der gleichen Oberfläche wie das restliche das Schwimmbecken 2 umgebende Areal
ausgeführt.
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Die
Ausgestaltung der Vorrichtung 1 zum Umwälzen von Wasser mit der durch
den Revisionsschacht 17 geführten Bypassleitung 9 bietet
die Möglichkeit,
die Bypassleitung 9 unterhalb der Oberfläche des
das Schwimmbecken 2 umgebenden Areals anzuordnen, wodurch
sowohl das Risiko einer Beschädigung
der Bypassleitung 9 als auch eine Verletzungsgefahr für Personen
auf einfache Art und Weise herabgesetzt wird.
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Die
Bypassleitung 9 ist im Bereich des Revisionsschachtes 17 mit
einem Entleerungsventil 19 ausgeführt, um das in dem Auslaufbereich 10 befindliche
Wasservolumen auf einfache Art und Weise ablassen zu können und
zusätzlich
bedarfsweise auch die Bypassleitung 9 wenigstens bereichsweise
leer laufen lassen zu können.
Damit kann die Vorrich tung 1 zum Umwälzen von Wasser auf einfache
Art und Weise winterfest gemacht werden, wobei im Bereich der Auslauföffnung 13 des
Auslaufbereiches 10 lediglich eine Schutzabdeckung, beispielsweise
eine mit einem Gummizug ausgeführte
Planenabdeckung, gegen einen Eintritt von Regen, Schnee und Schmutz
vorzusehen ist. Darüber
hinaus ist die Bypassleitung 9 im Bereich des Revisionsschachtes 17 mit
einem Flansch 20 ausgeführt,
mittels dem der rohrförmige
Bereich 9A der Bypassleitung 9 mit dem Auslaufbereich 10 dicht
verbunden ist.
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In 3 ist
der in 1 und 2 dargestellte Auslaufbereich 10 der
Vorrichtung 1 zum Umwälzen
von Wasser in einer vorteilhaften Ausführungsform dargestellt, die
mit einer im Hohlraum 11 des Auslaufbereiches 10 angeordneten
und in 4 in einer vergrößerten Einzeldarstellung gezeigten Dosiereinrichtung 21,
ausgebildet ist.
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Die
Bypassleitung 9 ist bei dem in 3 dargestellten
Ausführungsbeispiel
der Vorrichtung 1 zum Umwälzen von Wasser im Übergangsbereich zwischen
dem rohrförmigen
Abschnitt der Bypassleitung 9 und dem Auslaufbereich 10,
d. h. im Bereich des Flansches 20, mit einem Rückschlagventil 31 ausgeführt, so
dass eine erwünschte
Rückströmung ausgehend
von dem Hohlraum 11 des Auslaufbereiches 10 in
Richtung der Filtereinrichtung 7 bzw. der Pumpeneinrichtung 5 auf
einfache Art und Weise vermieden ist. Diese Maßnahme ist dann von Vorteil, wenn
der Auslaufbereich 10 und die Pumpeneinrichtung 6 bzw.
die Filtereinrichtung 7 nur durch eine geringe Weg- bzw.
Rohrstrecke voneinander getrennt sind und eine unter Umständen in
dem Auslaufbereich 10 vorliegende hohe Konzentration eines
korrosiv wirkenden Zu satzstoffes eventuell eine Beschädigung im
Bereich der Pumpeneinrichtung 6 und/oder der Filtereinrichtung 7 verursacht.
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Die
Dosiereinrichtung 21 umfasst zwei konzentrisch zueinander
angeordnete Rohrelemente 22 und 23, wobei das äußere Rohrelement 22 als
Halterung für
das innere Rohrelement 23 vorgesehen ist. Des Weiteren
ist das äußere Rohrelement 22 in
einem vorliegend aus Keramik hergestellten Sockelelement 24 drehfest,
vorzugsweise mittels Verklebung, befestigt, wobei das Sockelelement 24 wiederum
drehfest mit dem mit einer wenigstens annähernd amphorenartig ausgeführten äußeren Form
vorliegenden Auslaufbereich 10 verbunden ist. An dem dem
Sockelelement 24 abgewandten Ende ist das äußere Rohrelement 22 in
einer vorliegend einstückig
mit dem Auslaufbereich 10 ausgeführten Haltemanschette 25 gehalten,
so dass die Dosiereinrichtung 21 in einer vordefinierten
Lage im Hohlraum 11 des Auslaufbereiches 10 positioniert
und fixiert ist.
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Im
Bereich der Haltemanschette 25 weist der Auslaufbereich 10 eine
Befüllöffnung 26 auf, über die die
Zusatzstoffe, die der durch den Auslaufbereich 10 geführten Wassermenge
zum Aufbereiten zuzuführen
sind, in die Dosiereinrichtung einbringbar sind. Um ein Eindringen
von Verunreinigungen in die Dosiereinrichtung zu vermeiden, ist
im Bereich der Befüllöffnung 26 ein
die Befüllöffnung 26 verschließendes Deckelelement 27 vorgesehen,
das an die äußere Kontur
des Auslaufbereiches 10 angepasst ist und derart versenkt
in der Befüllöffnung 26 angeordnet ist,
dass das Deckelelement 27 ohne über die äußere Kontur des Auslaufbereiches 10 überzustehen
in den Auslaufbereich 10 integriert ist. Damit ist einerseits eine
einfache Reinigung des Auslaufbereiches 10 gewährleistet
und andererseits eine Verletzungsgefahr reduziert.
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Sowohl
das äußere Rohrelement 22 als
auch das innere Rohrelement 23 sind im Bereich zwischen dem
Sockelelement 24 und dem Wasserstand 12 im Auslaufbereich 10 mit
mehreren Bohrungen 22A bzw. 23A ausgeführt, die
in Abhängigkeit
einer Anordnung der beiden Rohrelemente 22 und 23 zueinander
mehr oder weniger stark in Deckung bringbar sind, so dass der Stoffaustausch
zwischen dem im ersten Bereich 10A des Auslaufbereiches 10 angeordneten
Wasser und dem in dem inneren Rohrelement 23 angeordneten
Zusatzstoff variierbar ist.
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Das
innere Rohrelement 23 ist vorliegend mit einem sich von
der Rohrwand radial nach außen
erstreckenden Rastbolzen 28 ausgebildet, der vorliegend
in einer von mehreren an dem der Haltemanschette 25 zugewandten
Ende des äußeren Rohrelementes 22 ausgeführten Rastnuten 29 eingerastet ist,
wobei jeder der Rastnuten 29 ein definierter Überdeckungsgrad
zwischen den Bohrungen 22A bzw. 23A des äußeren Rohrelementes 22 und
des inneren Rohrelementes 23 zugeordnet ist.
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Damit
der Überdeckungsgrad
der Bohrungen 22A und 23A der Rohrelemente 22 und 23 von einer
Bedienperson auf einfache Art und Weise verändert werden kann, ist das
innere Rohrelement 23 in Bezug auf das äußere Rohrelement 22 auch
in axialer Richtung verschiebbar angeordnet. Damit kann das innere
Rohrelement 23 beim Verändern
des Überdeckungsgrades
zwischen den Bohrungen 22A und 23A der Rohrelemente 22 und 23 auf
einfache Art und Weise gemeinsam mit dem Rastbolzen 28 aus
der Rastnut 29 gehoben, anschließend in Umfangsrichtung gegenüber dem äußeren Rohrelement 22 verdreht
werden und danach in die mit dem gewünschten Überdeckungsgrad korrespondierende weitere
Rastnut 29 eingehängt
bzw. eingerastet werden.
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Die
Rohrelemente 22 und 23 sind vorliegend aus PVC
hergestellt, wobei es selbstverständlich im Ermessen des Fachmannes
liegt, die Dosiereinrichtung 21 in Abhängigkeit des jeweils vorliegenden
Anwendungsfalles aus einem anderen geeigneten Material, welches
gegenüber
einem unter Umständen korrosiv
wirkenden Zusatzstoff beständig
ist, auszuführen.
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Der
Auslaufbereich 10 ist bei den in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsformen
jeweils aus Ton gefertigt und ist im ersten Bereich 10A im Übergangsbereich
zwischen dem Rohrabschnitt 9A der Bypassleitung 9 und
dem Auslaufbereich 10 mit dem abgeflachten Standabschnitt 30 ausgebildet,
so dass der Auslaufbereich 10 stabil auf einem Untergrund
positionierbar ist und im Wesentlichen ohne weitere Befestigungen
am Rand des Schwimmbeckens 2 oder auf einem am Rand des
Schwimmbeckens 2 aufgebauten Podest platziert werden kann, wobei
die Anordnung des Auslaufbereiches 10 auf einem Podest
zu einer günstigen
Vergrößerung der Fallhöhe H führt. Denn
bei der letztgenannten Positionierung des Auslaufbereiches 10 findet
der gewünschte
Sauerstoffausgleich zwischen dem über die Bypassleitung 9 in
das Schwimmbecken geführten
Wasservolumenstrom und der Atmosphäre vorteilhafterweise über eine
größere Strecke
statt.
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Bei
einem aus Ton gefertigten Auslaufbereich 10 wird zunächst die
amphorenartige Grundform des Auslaufbereiches 10 hergestellt.
Nach dem Brennen des Rohlings wird der abgeflachte Standabschnitt 30 des
ersten Bereichs 10A hergestellt, indem der Auslaufbereich 10 an
einer Seite flach aufgeschnitten wird. In die dann vorliegende kreisförmige Öffnung wird
ein plattenartiges Gebilde eingesetzt, das mit der Öffnung für den Flansch 20 ausgeführt ist.
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Dabei
ist von Vorteil, dass der Flansch 20 vor dem Einsetzen
des plattenartigen Gebildes in den amphorenförmigen Grundkörper des
Zulaufbereichs 10 in das plattenartige Gebilde vormontierbar
ist und der Auslaufbereich 10 der Bypassleitung 9 bei
der Installation der Vorrichtung 1 zum Umwälzen von
Wasser lediglich mit dem rohrförmigen
Bereich der Bypassleitung 9 zu verbinden ist, wodurch eine
Montage der Vorrichtung vereinfacht ist.
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Abweichend
von der vorbeschriebenen Herstellung des Auslaufbereiches aus Ton,
ist es bei weiteren vorteilhaften Ausführungsformen des Gegenstandes
nach der Erfindung vorgesehen, dass der Auslaufbereich aus glasfaserverstärkten Kunststoffen
oder aus mit Polyesterfasern verstärkten Kunststoffen hergestellt
wird, auf welchen zur Herstellung einer wertigen und auch wetterbeständigen Oberfläche eine
zusätzliche
Schicht auflaminierbar ist.
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Die
in der Zeichnung beispielhaft dargestellte amphorenartige Ausführung des
Auslaufbereiches 10 führt
dazu, dass der Bodenbereich bzw. Standabschnitt 30 des
ersten Bereiches 10A gegenüber dem Bodenbereich des zweiten
Bereichs 10B versetzt angeordnet ist, wobei der Wasserstand 12 im ersten
Bereich 10A den maximalen Versatz zwischen dem Bodenbereich
bzw. dem Standabschnitt 30 des ersten Bereiches 10A und
dem zweiten Bereich 10B entspricht. Damit der sich aus
dem Auslaufbereich 10 ergießende Strahl bzw. Schwall eine
möglichst
große Stoffaustauschfläche zwischen
dem Wasser und der Atmosphäre
einstellt, ist der Auslaufbereich 10 bzw. die Auslauföffnung 13 vorliegend
mit einem Durchmesser von ca. 30 cm ausgeführt, wobei es selbstverständlich im
Ermessen des Fachmannes liegt, die Ausströmöffnung mit einem hiervon abweichenden Durchmesser,
vorzugsweise 20 bis 50 cm, auszuführen, um die gewünschte Anreicherung
des Wassers an Sauerstoff zu erhöhen
bzw. zu verbessern.
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Der
Zulaufbereich stellt vorliegend eine Vorrichtung zum Einfüllen von
Wasser in ein Schwimmbecken dar, welche auch mit einem eigenen Wasserkreislauf,
der eine weitere Pumpe sowie eine von dem Ablauf 3 getrennte
Wasserentnahme aus dem Schwimmbecken aufweist, betreibbar ist, wobei
die Integration der Vorrichtung zum Einfüllen von Wasser in einen herkömmlichen
Wasserumwälzkreislauf
eine kostengünstiger
Ausführung
darstellt.
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- 1
- Vorrichtung
zum Umwälzen
von Wasser
- 2
- Schwimmbecken
- 3
- Ablauf
des Schwimmbeckens
- 4
- Wasserstand
des Schwimmbeckens
- 5
- Zulauf
des Schwimmbeckens
- 6
- Pumpeneinrichtung
- 7
- Filtereinrichtung
- 8
- Mehrwegventil
- 9
- Bypassleitung
- 9A
- Rohrabschnitt
der Bypassleitung
- 10
- Auslaufbereich
- 10A
- erster
Bereich des Auslaufbereiches
- 10B
- zweiter
Bereich des Auslaufbereiches
- 10C
- dritter
Bereich des Auslaufbereiches
- 11
- Hohlraum
des Auslaufbereiches
- 12
- Wasserstand
des Auslaufbereiches
- 13
- Auslauföffnung
- 14
- Bypassventil
- 14a
- Steuerleitung
- 15
- Zulaufventil
- 15A
- Steuerleitung
- 16
- Messeinrichtung
- 17
- Revisionsschacht
- 18
- Abdeckung
des Revisionsschachtes
- 19
- Entleerungsventil
- 20
- Flansch
- 21
- Dosiereinrichtung
- 22
- äußeres Rohrelement
- 22A
- Bohrungen
des äußeren Rohrelementes
- 23
- inneres
Rohrelement
- 23A
- Bohrungen
des inneren Rohrelementes
- 24
- Sockelelement
- 25
- Haltemanschette
- 26
- Befüllöffnung
- 27
- Deckelelement
- 28
- Rastbolzen
- 29
- Rastnut
- 30
- abgeflachter
Standbereich
- 31
- Rückschlagventil
- H
- Fallhöhe