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Die
Erfindung betrifft einen Windabweiser für eine mittels eines beweglichen
Dachteils verschließbare
und wenigstens teilweise freigebbare Dachöffnung in einem Fahrzeug mit
einem zwischen einem in einem Dachöffnungsrahmen integrierbaren,
bügelförmigen Basiselement
und einem darüber
angeordneten bügelförmigen Ausstellelement
aufspannbaren Netz, wobei das Ausstellelement mittels mindestens einer
in seitlichen Bügelendbereichen
des bügelförmigen Ausstellelements
angeordneten Kurvenbahn ausstellbar ist, gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches
1.
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Windabweiser
mit einem bügelförmigen Basiselement
und einem darüber
angeordneten bügelförmigen Ausstellelement,
zwischen welchen ein Netz aufspannbar ist, sind aus
DE 102 10 142 A1 bekannt.
Derartige Netzwindabweiser sind herkömmlicherweise in nicht wasserführenden
Bereichen des Dachöffnungsrahmens
untergebracht, um ein Einfrieren des Netzes im Winter und ein Verschmutzen
desselbigen durch Regenwasser oder dergleichen zu vermeiden. Bei
dem nicht wasserführenden
Bereichen handelt es sich um denjenigen Anteil des Dachöffnungsrahmens,
der zu der Dachöffnung
hin – also bei
einer Draufsicht auf den Dachöffnungsrahmen
innenliegend – angeordnet
ist.
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Solche
Windabweiser zeichnen sich dadurch aus, dass sie insbesondere in
Dachöffnungen
mit sich nach außen öffnenden
Schiebedeckeln oder so genannten Spoilerdächern aufgrund der anfänglich stattfindenden
Nachobenbewegung des Schiebedeckels während des Öffnungsvorganges vorteilhaft
angeordnet werden können.
Zeitgleich mit der Nachobenbewegung des Schiebedeckels stellt sich
ein derartiger Windabweiser zur Unterdrückung von in einen Fahrgastinnenraum
einströmender
Zugluft ansatzweise auf.
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Häufig werden
solche Windabweiser mittels eines in seitlichen Endbereichen des
bügelförmigen Ausstellelementes
und am Dachöffnungsrahmen
angebrachten aktiven Steuerungsmechanismus mit Hilfe einer vorgegebenen
Kurvenbahn selbsttätig
und zeitgleich mit der Öffnungsbewegung
des Schiebedeckels bewegt. Während
des Öffnungsvorganges findet
nach der anfänglichen
Nachobenbewegung und der nach vorne gerichteten leichten Schwenkbewegung
des Deckels ein Nachhintenverschieben des Schiebedeckels entlang
einer relativ langen Wegstrecke der seitlichen Bereiche des bügelförmigen Windabweisers
statt. Das Ausstellelement kann erst dann vollständig ausgestellt werden beziehungsweise
vollständig
nach oben verschwenkt werden, wenn es von einer fahrzeugvorderseitigen
Kante des Schiebedeckels während
des Öffnungsvorganges überfahren wurde.
Dieser Steuerungsmechanismus hat zur Folge, dass während dieses Öffnungsvorganges
ein spaltartiger Zwischenraum zwischen der Unterseite des Schiebedeckels
und einem in Fahrzeugquerrichtung verlaufenden Teil des Windabweisers,
der eine Spaltbreite von ca. 5 mm aufweist, entsteht. Hierdurch
werden weiterhin unerwünschte
Windgeräusche
und Zugluft im Fahrzeuginnenraum verursacht.
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Demzufolge
liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Windabweiser
mit einem aktiven Steuerungsmechanismus zum Ausstellen des Windabweisers
für ein
Fahrzeugdach mit beweglichen Dach zur Verfügung zu stellen, bei dem unerwünschte Windgeräusche und
Zugluft während des Öffnungs-
und Schließvorganges
des Fahrzeugdaches vermieden werden.
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Diese
Aufgabe wird gemäß den Merkmalen des
Patentanspruches 1 gelöst.
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Ein
wesentlicher Punkt der Erfindung liegt darin, dass bei einem Windabweiser
für ein
mittels eines beweglichen Dachteils verschließbare und wenigstens teilweise
freigebbare Dachöffnung
in einem Fahrzeugdach mit einem zwischen einem in einem Dachöffnungsrahmen
integrierbaren bügelförmigen Basiselement
und einem darüber
angeordneten bügelförmigen Ausstellelement
aufspannbaren Netz und mit einem aktiven Steuermechanismus in seitlichen
Bügelendbereichen
des Ausstellelementes zusätzlich
ein linienförmiges,
flexibles Element zur Abdichtung eines während des Öffnungs- und/oder Schließvorganges
des Dachteils bestehenden spaltartigen Zwischenraumes zwischen einer
Unterseite des Dachteils und dem Ausstellelement auf diesem angeordnet
ist. Dieses linienförmige
flexible Element ist an einer Oberseite des Ausstellelementes, vorzugsweise
im Fahrzeugquenichtung verlaufenden Bereich des Ausstellelementes
angeordnet. Auf diese Weise wird vorteilhaft eine bezüglich der
einströmenden
Zugluft und der Windgeräusche
wirkungsvolle Abdichtung zwischen Windabweiser und dem Dachteil,
der als Schiebedeckel ausgebildet sein kann, erhalten.
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Da
das Ausstellelement mittels mindestens einer in seitlichen Bügelendbereichen
des bügelförmigen Ausstellelementes
angeordneten Kurvenbahn selbsttätig
und zeitgleich mit dem Verschieben des Schiebedeckels ausstellbar
ist, kann während
eines Öffnungs-
oder Schließvorganges
des Schiebedeckels ein gleichmäßiger Druck
auf die Unterseite des Schiebedeckels durch das linienförmige flexible
Element derart ausgeübt
werden, dass der Druck auf der einen Seite hoch genug ist, um eine
zufrieden stellende Abdichtung zwischen dem Ausstellelement und der
Unterseite des Schiebedeckels zu erhalten und auf der anderen Seite
gering genug ist, um störende Gleitgeräusche während des
Verschiebens des Schiebedeckels in Fahrzeuglängsrichtung zu vermeiden.
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Fahrzeugdächer von
Kraftfahrzeugen weisen häufig
eine in Fahrzeugquerrichtung verlaufende Wölbung auf, die eine entsprechende
Wölbung
des Windabweisers im in Richtung der Fahrzeugquerrichtung verlaufenden
Anteil erfordert. Aufgrund dieser gewölbten Ausbildung des Windabweisers
in seinem vorderen Teil, der sich nach einem Nachhintenschieben
des Deckels vor einer vorderseitigen Kante des Deckels aufstellt,
ist zwingend ein aktiver Steuerungsmechanismus erforderlich, der
den Abstand zwischen der Oberseite des Windabweisers und der Unterseite
des Schiebedeckels während
des Öffnungs-
und Schließungsvorganges
regelt. Der Steuerungsvorgang des aktiven Steuerungsmechanismuses
kann nun mittels des Erfindungsgegenstandes vorteilhaft diesen Abstand
derart regeln, dass einerseits kein Geräusch und Schleifspuren erzeugendes Anliegen
des flexiblen Elementes an der Unterseite des Schiebedeckels und
andererseits eine wind- und geräuschabdichtende
Wirkung erreicht wird. Hinzu kommt, dass bei einer anfänglichen
Schwenkbewegung des Schiebedeckels während des Öffnungsvorganges derart, dass
der Schiebedeckel in seinem hinteren Bereich mehr als in seinem
vorderen Bereich nach oben ausgefahren wird, ein nahezu reibungsloses
Entlanggleiten der Schiebedeckelunterseite auf dem flexiblen Element
während
dieser Schwenkbewegung ermöglicht
wird.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform kann
das linienförmige,
flexible Element als Hohlkammerdichtelement ausgebildet sein. Alternativ kann
ein weichelastisches Vollmaterial, beispielsweise aus Gummi oder
gummiartigen Stoffen, verwendet werden.
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Das
flexible Element kann zudem als elastisches Material lippenartig
ausgebildet sein, sodass durch ein selbsttätiges sichaufstellen einer
Lippe eine zuverlässige
Abdichtung zur Unterseite des Schiebedeckels erfolgt.
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Stattdessen
oder zusätzlich
kann das linienförmige,
flexible Element als schwenkbares klappenartiges Element, wahlweise
mit Federbeaufschlagung ausgebildet sein.
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Weitere
vorteilhafte Ausführungsformen
ergeben sich aus den Unteransprüchen.
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Vorteile
und Zweckmäßigkeiten
sind der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung
zu entnehmen. Hierbei zeigen:
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1 in
einer seitlichen Querschnittsansicht einen Ausschnitt eines Fahrzeugdaches
mit einem Windabweiser gemäß dem Stand
der Technik;
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2 in
einer seitlichen Querschnittsansicht einen Ausschnitt eines Fahrzeugdaches
im geschlossenen Zustand mit einem Windabweiser gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung;
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3 in
einer seitlichen Querschnittsansicht einen Ausschnitt eines Fahrzeugdaches
im geöffneten
Zustand mit einem Windabweiser gemäß der Ausführungsform der Erfindung und
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4 in
einer perspektivischen Ausschnittsansicht einen Windabweiser gemäß der Ausführungsform
der Erfindung mit einem Schiebedeckel.
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In 1 ist
in einer seitlichen Querschnittsansicht ausschnittsweise ein Fahrzeugdach
mit einem Windabweiser gemäß dem Stand
der Technik dargestellt. Das Fahrzeugdach 1 weist eine
Dachöffnung 2 auf,
die mittels eines Schiebedeckels 3, der als Glasdeckel
ausgebildet sein kann, verschließbar und freigebbar ist. Sofern
sich der Schiebedeckel 3 im geschlossenen Zustand befindet,
dienen dachöffnungsvorderseitig
angebrachte Dichtelemente 4 und 5 zur Abdichtung
eines vorderen Randbereiches der Dachöffnung 2. Das Dichtelement 5 kann
an einem Dachöffnungsrahmen
oder Karosserieteil 6 befestigt sein.
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Ein
ausschnittsweise dargestellter bügelförmiger Windabweiser 7,
der sich in diesem Fall in Fahrzeugquerrichtung erstreckt, ist unterhalb
einer Unterseite 3a des Schiebedeckels 3 angeordnet
und bildet während
des hier dargestellten Öffnungsvorganges
des Schiebedeckels im Zusammenspiel mit der Unterseite 3a des
Schiebedeckels einen spaltartigen Zwischenraum 8, der sich
nachteilhaft auf Windgeräusche
und Zugluft im Fahrzeuginnenraum auswirkt.
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In 2 wird
in einer schematischen seitlichen Querschnittsansicht ein Ausschnitt
eines Fahrzeugdaches mit einem Windabweiser gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung gezeigt. Gleiche und gleichwirkende Bauteile sind
mit gleichen Bezugszeichen wie in 1 versehen.
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Der
Schiebedeckel 3 liegt mit seiner Unterseite 3a in
dem hier dargestellten geschlossenen Zustand des Fahrzeugdaches
an einem abdichtenden Element 9 an, welches auf einer Oberseite
eines Ausstellarmes 7b eines Windabweisers angeordnet ist.
Der Darstellung ist deutlich zu entnehmen, dass bereits im geschlossenen
Zustand aufgrund der Anordnung des flexiblen Elementes 9,
welches als Hohlkammerdichtelement 9a ausgebildet ist,
kein Spalt zwischen der Unterseite 3a des Deckels 3 und
dem Ausstellelement 7b besteht.
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In 3 ist
in einer schematischen seitlichen Querschnittsansicht ein Ausschnitt
des in 2 dargestellten Fahrzeugdaches mit dem Windabweiser gemäß der Ausführungsform
dargestellt, wobei die in 3 wiedergegebene
Darstellung das Fahrzeugdach in teilweise geöffneten Zustand zeigt. Dieser Darstellung
ist deutlich zu entnehmen, dass selbst während eines Öffnungsvorganges
des Schiebedeckels 3, während
dem sich der Schiebedeckel 3 zunächst nach oben und anschließend nach
hinten – in Bildebene
gesehen nach rechts – bewegt,
eine zuverlässige
Abdichtung gegenüber
Zugluft und Windgeräuschen
zwischen der Unterseite 3a des Schiebedeckels 3 und
dem Hohlkammerdichtelement 9a vorhanden ist.
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In 4 wird
in einer perspektivischen Darstellung ein Ausschnitt des Windabweisers
gemäß der Ausführungsform
der Erfindung mit dem Schiebedeckel 3 dargestellt. Der
Windabweiser weist zwischen seinem ausstellbaren Ausstellelement 7b und einem
ebenso bügelförmig ausgebildeten
Basiselement 10, welches mit einem Dachöffnungsrahmen 13 verbunden
ist, ein aufspannbares Netz 11 auf, das sich bei Absenken
des Ausstellelementes 7b zusammenfaltet.
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Das
Ausstellelement 7b wird mittels eines aktiven Steuerungsmechanismus,
dessen Funktion durch eine in Endbereichen 7a des Ausstellarmes 7b angeordneten
Kurvenbahn 12 bestimmt und in seinem Bewegungsablauf vorgegeben
ist, ausgestellt. Durch eine entsprechende Ausbildung dieser Kurvenbahn 12 kann
ein gleichmäßiger Druck
des Hohlkammerdichtelementes 9a auf die Unterseite 3a des Schiebedeckels 3 während dessen Öftnungs- und/oder Schließablaufes
ausgeübt
werden, ohne dass hierdurch störende
Gleitgeräusche
aufgrund von Reibung oder dergleichen entstehen.
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Sämtliche
in den Anmeldungsunterlagen offenbarten Merkmale werden als erfindungswesentlich
beansprucht, sofern sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem
Stand der Technik neu sind.
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- 1
- Fahrzeugdach
- 2
- Dachöffnung
- 3
- Schiebedeckel
- 3a
- Unterseite
des Schiebedeckels
- 4,
5
- Dichtungen
- 6
- Karosserieteil
- 7
- Windabweiser
- 7a
- Seitliche
Bügelenden
des bügelförmigen Ausstellelementes
- 7b
- Ausstellelement
des Windabweisers
- 8
- Spaltförmiger Zwischenraum
- 9
- Linienförmiges,
flexibles Element
- 9a
- Hohlkammerdichtelement
- 10
- Bügelförmiges Basiselement
- 11
- Netz
- 12
- Kurvenbahn
- 13
- Dachöftnungsrahmen