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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Kommissionieren
von Artikeln aus einer ersten Mehrzahl von Bereitstellungsabschnitten
in eine entsprechende Mehrzahl von Auftragsablageabschnitten mittels
einer zweiten Mehrzahl von Kommissionierern,
- – wobei
ein Bereitstellungsabschnitt, in dem ein bestimmtes Artikelsortiment
bereitgestellt ist, und ein Auftragsablageabschnitt, an dem aus
dem Artikelsortiment für
einen Auftrag zusammengestellte Artikel abgelegt werden, jeweils
eine Kommissionierzone bilden, so dass eine erste Mehrzahl von Kommissionierzonen
gebildet ist, die gemeinsam einen Kommissionierbereich bilden, und
- – wobei
ein Kommissionierrechner (auch Kommissionier-Leitrechner genannt)
für die
Kommissionierzonen jeweils Zonenaufträge erzeugt und diese den Kommissionierern übermittelt.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ferner eine entsprechende Kommissioniervorrichtung,
die insbesondere zur Durchführung
des Verfahrens geeignet ist.
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Ein
derartiges Kommissionierverfahren ist bekannt aus der
EP 0 839 113 B1 .
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Das
Kommissionieren von Artikeln ist eine komplexe Aufgabe, insbesondere
dann, wenn das Gesamtsortiment der zu kommissionierenden Artikel heterogen
ist, sei es hinsichtlich der Form der Artikel, der Gängigkeit
der Artikel (Schnellläufer,
Langsamläufer
etc.) und/oder anderer Kriterien.
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Die
möglichen
technischen Alternativen für die
Bereitstellung der Zugriffsmengen, für die Fortbewegung des Kommissionierers,
für die
Entnahme der Ware sowie für
die Abgabe der Auftragsmengen sind beschrieben in "Logistik-Grundlagen,
Strategien, Anwendungen",
Dr. Timm Gudehus, 2. Auflage, Springer Verlag, 2004.
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Diese
grundlegenden Prinzipien äußern sich in
verschiedenen Ausgestaltungen von Kommissioniersystemen. So gibt
es beispielsweise die klassischen Kommissionierautomaten. Diese
sind für schnelllaufende
Artikel geeignet, die automatisiert handhabbar sind, beispielsweise
quaderförmige Schachteln
oder ähnliches.
Die Artikel werden dabei automatisiert, gesteuert von einem Kommissionierrechner,
aus Schächten
auf ein Förderband
abgeworfen und so zu Kundenaufträgen
zusammengestellt.
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Wenn
das Artikelsortiment auch langsam laufende Artikel beinhaltet und/oder
Artikel, die nur schwer automatisiert handhabbar sind, oder wenn das
Artikelsortiment insgesamt heterogen ist, werden gewöhnlich Personen
zum Kommissionieren eingesetzt. Neben herkömmlichen rein manuellen Kommissioniersystemen
gibt es Kommissioniersysteme, bei denen die Kommissionierer von
einem Kommissionierrechner geführt
werden. Dies kann im einfachsten Fall durch Anzeigeelemente erfolgen.
Es ist jedoch auch möglich,
dass der Kommissionierer ein Terminal, insbesondere ein drahtloses
Terminal wie ein Funkterminal besitzt, auf dem er Anweisungen von
dem Kommissionierrechner entgegennimmt.
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Aus
der eingangs genannten
EP
0 839 113 B1 ist ein Kommissioniersystem mit zumindest
einem solchen Zentralband zur Aufnahme von gemäß einem Auftrag zusammenzustellenden,
von Kommissionierern aus einem Lager zu entnehmenden Artikeln bekannt.
Die zu dem Auftrag zusammengestellten Artikel werden von dem Zentralband
(Bandförderer) an
einer Übergabestelle
in Auftragsbehälter übergeben.
Die Auftragsbehälter
werden mittels einer Förderanlage
abtransportiert.
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Über dem
Zentralband ist eine Vielzahl von nebeneinander angeordneten Zwischenspeicherbehältern angeordnet.
Die Zwischenspeicherbehälter sind
zur vorübergehenden
Aufnahme von jeweils zu einem Auftrag gehörenden Artikeln eingerichtet
und mittels eines Kommissionierrechners gesteuert automatisiert
auf den Zentralförderer
entleerbar.
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Das
Kommissioniersystem ist ferner dazu ausgelegt, eine Mehrzahl von
Kommissionierern zu beschäftigen.
Durch eine vorbestimmte Anzahl von nebeneinander angeordneten Zwischenspeicherbehältern ist
jeweils eine Kommissionierzone festgelegt (dort Kommissionierbereich
genannt). Der Kommissionierer wird mittels eines Funkterminals geführt, und zwar
in das Lager. Dabei ist jeder Kommissionierzone eine vorbestimmte
Anzahl von Produktarten in dem Lager zugeordnet.
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Ein ähnliches
System ist beschrieben in der WO 96/36547. In diesem Dokument wird
vorgeschlagen, dass ein Kommissionierer von einem zentralen Kommissionierrechner
so gesteuert wird, dass er sich fortschreitend entlang der Zwischenspeicherbehälter (bzw.
entlang des Bereichsförderers)
bewegt.
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In
der
EP 0 839 113 B1 wird
hingegen vorgeschlagen, dass der Steuerrechner dazu eingerichtet ist,
jeden der Kommissionierer über
das Funkterminal außer
in eine zugeordnete eigene Kommissionierzone auch in zumindest eine
der zugeordneten Kommissionierzone benachbarte Ergänzungs-Kommissionierzone
zu führen.
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Hierdurch
soll erreicht werden, dass die Effizienz des Systems von Unterschieden
in der individuellen Leistung der einzelnen Kommissionierer und/oder
ihrer Arbeitsbelastung praktisch unbe einflusst bleibt. Als besonders
bevorzugt wird dabei angesehen, wenn ein Kommissionierer dann, wenn sein
Nachbar überfordert
ist, in dessen Bereitstellungsabschnitt (Lagerbereich) gehen kann,
um sozusagen "auszuhelfen". Hierdurch soll
das System in der Lage sein, Unterschiede in den persönlichen
Verteilzeiten eines Kommissionierers aufzunehmen, indem es die Arbeit
automatisch auf benachbarte Kommissionierer aufteilen kann.
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Mit
anderen Worten wird dann, wenn ein Kommissionierer überlastet
ist, ein Kommissionierer aus einer Nachbarzone in die Kommissionierzone des überlasteten
Kommissionierers geführt,
um dort diese Überlastung
abzubauen.
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Dabei
wird alternativ auch vorgeschlagen, den "aushelfenden Kommissionierer" zu den Auftragsablageabschnitten
des überlasteten
Kommissionierers zu führen,
oder sowohl zu den Bereitstellungsabschnitten und den Auftragsablageabschnitten
des überlasteten
Kommissionierers. Als besonders bevorzugt wird jedoch herausgestellt,
dass der aushelfende Kommissionierer in den Bereitstellungsabschnitt
(Lagerbereich) des überlasteten
Kommissionierers geführt
wird.
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Die
Bedeutung dieser Strategie wird anhand einer Simulation in der
EP 0 839 113 B1 erläutert. Aus der
Simulation geht hervor, dass, bezogen auf eine simulierte Gesamtarbeitszeit
von 5 Stunden × 20 Kommissionierern
= 100 Stunden, sich eine Einsparung gegenüber einer vereinfachten Strategie
von 1,09 Stunden ergibt. Dies bedeutet, dass die dort vorgeschlagene
Kommissionierstrategie eine Verbesserung von 1 % gegenüber einem
Kommissioniersystem erreicht, bei dem jeder Kommissionierer in seinem Kommissionierbereich
(Kommissionierzone im Sprachgebrauch der vorliegenden Anmeldung)
verbleibt.
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Vor
diesem Hintergrund ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
ein deutlich effizienteres Kommissionierverfahren bzw. eine deutlich
effizientere Kommissioniervorrichtung anzugeben.
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Diese
Aufgabe wird bei dem eingangs genannten Kommissionierverfahren dadurch
gelöst, dass
- – in
einer Kommissionierzone jeweils nur ein Kommissionierer kommissioniert,
so dass die erste Mehrzahl von Kommissionierzonen gleich der zweiten
Mehrzahl von Kommissionierern ist, und dadurch, dass
- – der
Kommissionierrechner die Grenzen zwischen benachbarten Kommissionierzonen
mittels einer Zonenzuweisungsstrategie variabel einstellt, um die
Größe der Kommissionierzonen
in dem Kommissionierbereich und/oder die Anzahl der Kommissionierzonen
in dem Kommissionierbereich an variable Kommissioniereinflussfaktoren
wie z.B. Kommissionieranforderungen anzupassen.
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Bei
der eingangs genannten Kommissioniervorrichtung wird die obige Aufgabe
dadurch gelöst, dass
in einer Kommissionierzone jeweils nur ein Kommissionierer angeordnet
ist, so dass die erste Mehrzahl von Kommissionierzonen gleich der
zweiten Mehrzahl von Kommissionierern ist, und dadurch, dass der
Kommissionierrechner dazu ausgelegt ist, die Grenzen zwischen benachbarten
Kommissionierzonen mittels einer Zonenzuweisungsstrategie variabel
einzustellen, um die Größe der Kommissionierzonen
in dem Kommissionierbereich und/oder die Anzahl der Kommissionierzonen
in dem Kommissionierbereich an variable Kommissioniereinflussfaktoren anzupassen.
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Das
erfindungsgemäße Kommissionierverfahren
ist deutlich effizienter als das Kommissionierverfahren, das in
der
EP 0 839 113 B1 vorgeschlagen wird.
Denn das erfindungsgemäße Kommissionierverfahren
geht von einer Strategie aus, bei der innerhalb einer Kommissionierzone
jeweils nur ein einziger Kommissionierer tätig ist. Hierdurch werden Wartezeiten
und längere
Wege vermieden. Außerdem wird,
im Gegensatz zum Stand der Technik, verhindert, dass sich zwei Kommissionierer
gegenseitig behindern. Durch den Ausschluss solcher wechselseitigen
Behinderungen verringert sich zudem die Fehlerhäufigkeit.
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Ferner
ist es im Stand der Technik so, dass die Notwendigkeit des "Aushelfens" in fremden Kommissionierzonen
in der Regel dann auftreten wird, wenn bei den sogenannten Schnellläufern ein "Engpass" auftritt. Hierdurch
wird die Wahrscheinlichkeit der wechselseitigen Behinderung sowie
der damit verbundenen Fehlerhäufigkeit
noch gesteigert.
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Dies
wird durch das Konzept, dass ein Kommissionierer jeweils nur in
einer Kommissionierzone tätig
ist, vollständig
verhindert.
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Ferner
ist der Kommissionierrechner dazu ausgelegt, die Grenzen zwischen
benachbarten Kommissionierzonen mittels einer Zonenzuweisungsstrategie
variabel einzustellen.
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Der
Grundgedanke hierfür
liegt darin, dass die Kommissionierauslastung der Kommissionierer
in der Regel über
den Tag verteilt relativ stark variiert. Es gibt bei fast allen
Kommissionierzentren kurze Phasen relativ starker Auslastung und
längere
Phasen, in denen die Kommissionieranlage eher unterlastet ist.
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Gemäß der vorliegenden
Zonenzuweisungsstrategie ist es nun möglich, die Grenzen zwischen benachbarten
Kommissionierzonen so zu verschieben, dass entweder deren Größe verändert wird. Dies
kann beispielsweise dann erfolgen, wenn ein Kommissionierer überlastet
ist und sein benachbarter Kommissionierer unterlastet. In diesem
Fall würde die
Kommissionierzone des unterlasteten Kommissionierers, gesteuert
durch den Kommissionierrechner, vergrößert werden, und die Kommissionierzone
des überlasteten
Kommissionierers verkleinert.
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Das
Prinzip, dass jeder Kommissionierer nur in seiner Zone tätig ist,
bleibt dabei jedoch aufrechterhalten.
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Wenn
aufgrund einer stärkeren
Unterlastung des Gesamtsystems nur eine geringere Anzahl an Kommissionierern
erforderlich ist, kann die Zonenzuweisungsstrategie durch Verschieben
der Grenzen zwischen den Zonen auch die Anzahl der Zonen verändern.
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Falls
in einem Kommissionierbereich, der beispielsweise zehn Kommissionierzonen
aufweist, eine deutlichere Unterlastung auftritt, können beispielsweise
nur neun, acht, sieben, sechs, ... Kommissionierer tätig werden,
wobei eine entsprechende Anzahl von Kommissionierzonen gebildet
wird. In diesem Fall könnte
beispielsweise der gesamte Kommissionierbereich in nur fünf Kommissionierzonen aufgeteilt
werden. Das Prinzip, dass jeder Kommissionierer in seiner eigenen
Zone bleibt und nicht über die
Grenze zu einer benachbarten Kommissionierzone übertritt, bleibt jedoch hierbei
erhalten.
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Aus
dem obigen Beispiel wird leicht ersichtlich, dass sich die Effizienz
des Kommissionierverfahrens bzw. des erfindungsgemäßen Kommissioniersystems
erheblich steigern lassen. Jedenfalls kann eine deutlich höhere Effizienz
erzielt werden als die einprozentige Effizienzsteigerung, die in
der
EP 0 831 113 B1 erzielt
wird.
- • Die
Anzahl der Kommissionierer wird von der Systemsteuerung selbstregelnd
dem aktuellen Leistungsbedarf angepasst.
- • Die
Kommissionierer arbeiten jeder in einem gesonderten Bereich mit
kürzesten
Wegen ohne gegenseitige Behinderung mit gleichmäßig hoher Auslastung.
- • Auch
in Spitzenzeiten sind kurze Auftragsdurchlaufzeiten erzielbar.
- • Durch
die Verantwortung für
eine eindeutig zugewiesene Kommissionierzone, die fehlende gegenseitige
Behinderung und die reduzierte Verwechslungsgefahr sind eine minimale
Fehlerquote und eine maximale Kommissionierqualität erreichbar.
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Die
Aufgabe wird somit vollkommen gelöst.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Verfahrens
beinhalten die Kommissioniereinflussfaktoren die Kommissionierleistung
der einzelnen Kommissionierer.
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Hierdurch
wird die Aufteilung des Kommissionierbereiches in die Kommissionierzonen
variabler Größe anhand
der Kommissioniererleistung erfolgen. Diese kann beispielsweise
gemessen werden durch die Anzahl der "Picks" pro Zeiteinheit und Person, durch die
Anzahl der erledigten Aufträge,
oder ähnliches.
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Ferner
ist es vorteilhaft, wenn die Kommissioniereinflussfaktoren die Anzahl
der verfügbaren Kommissionierer
beinhalten.
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Wie
oben erwähnt,
sofern das System beispielsweise im Normalfall (maximal) zehn Kommissionierzonen
beinhaltet, würde
die Anzahl der Kommissionierzonen dann, wenn nur acht Kommissionierer
zur Verfügung
stehen, ebenfalls auf acht verringert werden. Dabei werden naturgemäß die Kommissionierzonen
etwas größer, so
dass die einzelnen Kommissionierer größere Strecken zu absolvieren haben.
Nichtsdestotrotz passt sich das Kommissionierverfahren damit automatisch
an die Kommissioniereinflussfaktoren an.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform
sind die Artikelsortimente der Kommissionierzonen unterschiedlich
und ergänzen
sich zu einem Gesamtsortiment.
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Bei
dieser Ausführungsform
wird davon ausgegangen, dass das Artikelsortiment einer Kommissionierzone
nicht identisch ist mit dem Artikelsortiment einer anderen Kommissionierzone.
Hierdurch kann die Zahl der Artikel in dem Gesamtsortiment deutlich erhöht werden.
Dabei kann es jedoch sein, dass manche Artikel (z.B. Schnellläufer) in
nicht nur einer Kommissionierzone sondern in mehreren Kommissionierzonen
vorhanden sind, um den Durchsatz gleichmäßig auf die Zonen zu verteilen.
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Dabei
ist es besonders bevorzugt, wenn die Kommissioniereinflussfaktoren
die Anzahl der Zonenaufträge
pro Zeiteinheit beinhalten.
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Sofern
mit anderen Worten aufgrund einer aktuellen Nachfrage nach bestimmten
Artikeln aus beispielsweise einer bestimmten Kommissionierzone die
Anzahl der Zonenaufträge
für diese
Kommissionierzone pro Zeiteinheit ansteigt, kann durch die variable
Zonenzuweisungsstrategie die betreffende Kommissionierzone verkleinert
werden. Mit anderen Worten wird dann ein Teil dieser Kommissionierzone einer
benachbarten Kommissionierzone zugeschlagen.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform
erhält
der Kommissionierrechner Kundenaufträge (also externe Aufträge) und
teilt diese in eine dritte Mehrzahl von Zonenaufträgen (auch
Teilaufträge
genannt) auf. Dabei priorisiert der Kommissionierrechner durch eine
Auftragszuweisungsstrategie diejenigen Kundenaufträge, deren
Zonenaufträge
solche Kommissionierzonen betreffen, deren Auftragsablageabschnitte
unterdurchschnittlich ausgelastet sind.
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Sofern
mit anderen Worten ein Auftragsablageabschnitt einer Kommissionierzone
ausgelastet ist, so dass der Kommissionierer in dieser Zone die bestehenden
Zonenaufträge
zunächst
abarbeiten muss, wird kein Kundenauftrag auf die Kommissionierzonen verteilt,
der einen Zonenauftrag für
diese eine Kommissionierzone beinhaltet, deren Auftragsablageabschnitt
vollständig
oder nahezu ausgelastet ist.
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Hierdurch
wird der Durchsatz erhöht,
da nur solche Kundenaufträge
abgearbeitet werden, die mit hoher Wahrscheinlichkeit auch von den
betreffenden Kommissionierern sofort bearbeitet werden können.
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Wenn
hingegen ein solcher Kundenauftrag einen Artikel aus einer Kommissionierzone
betrifft, deren Auftragsablageabschnitt vollständig oder weitgehend ausgelastet
ist, wird ein solcher Kundenauftrag gegenüber anderen Kundenaufträgen zurückgestellt.
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Von
besonderem Vorzug ist es dabei, wenn die Auftragszuweisungsstrategie
der Zonenzuweisungsstrategie nach der Art einer Kaskade untergeordnet
ist.
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Unter "Unterordnung" wird in der Regel
eine zeitliche Unterordnung verstanden. Dies bedeutet, dass die
Auftragszuweisungsstrategie eine kurzfristige Strategie ist, die
einer mittelfristigen Zonenzuweisungsstrategie untergeordnet wird.
Mit anderen Worten erfolgt die Neuzuweisung von Kommissionierzonen
gemäß der Zonenzuweisungsstrategie
dann, wenn die Auftragszuweisungsstrategie nicht hinreichend ist,
um einen hohen Durchsatz durch das Kommissioniersystem hindurch
zu gewährleisten. Man
könnte
auch sagen, dass die Zonenzuweisungsstrategie eine langsamere "Regelung" ist als die Auftragszuweisungsstrategie.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform
bewertet der Kommissionierrechner mittels einer Belegungsstrategie
die Gän gigkeit
der Artikel des Gesamtsortimentes und stellt die Artikelsortimente
der einzelnen Kommissionierzonen in Abhängigkeit von dem Ergebnis dieser
Bewertung so zusammen, dass die Kommissionierer im Wesentlichen gleichmäßig ausgelastet
werden.
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Die
Gängigkeit
von Artikeln ändert
sich mit der Zeit. Ein heute sehr populärer Artikel kann morgen oder
in einer Woche bereits ein "Ladenhüter" sein.
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Demzufolge
erfolgt regelmäßig eine
Bewertung der Gängigkeit
der Artikel, um die Artikel des Gesamtsortimentes so auf die Kommissionierzonen aufzuteilen,
dass eine möglichst
gleichmäßige Auslastung
und ein hoher Durchsatz des Kommissioniersystems erreicht werden.
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Von
besonderem Vorteil ist es dabei, wenn der Kommissionierrechner einen
Artikel, dessen Gängigkeit
sich so verändert,
dass die Auslastung des Kommissionierers, in dessen Kommissionierzone
der Artikel fällt,
sich gegenüber
der mittleren Auslastung der Kommissionierer um mehr als ein bestimmter
Schwellenwert verändert,
einer anderen Kommissionierzone zuordnet.
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In
diesem Fall würde
der Restbestand dieses Artikels in dieser Kommissionierzone abgearbeitet werden
und neue Artikel dieses Typs würden
in der anderen Kommissionierzone (einer möglicherweise bis dahin unterlasteten
Zone) zugewiesen und dort bereitgestellt werden.
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Dabei
ist es von besonderem Vorteil, wenn die Zonenzuweisungsstrategie
der Belegungsstrategie nach der Art einer Kaskade untergeordnet
ist.
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Dabei
geht die Belegungsstrategie generell von einem Normalfall, also
einer bestimmten Normalbelegung des Kommissioniersystems aus. Falls
man beispielsweise das System auf eine Belegung mit acht Zonen,
d.h. acht Kommissionierern optimiert hat, würde man im Rahmen der übergeordneten
Belegungsstrategie zunächst
versuchen, diese Zonen durch Verteilung der Artikel nach ihrer Gängigkeit möglichst
gleichmäßig auszulasten.
Wenn im Betrieb ein Artikel kurzfristig sehr stark nachgefragt wird, kann
eine solche Spitze möglicherweise
mittels der Zonenzuweisungsstrategie "ausgeregelt" werden. Sofern sich herausstellt, dass
dieser Artikel dauerhaft populärer
ist, würde
dies zu einer ständigen Überlastung
des betroffenen Kommissionierers führen. Demzufolge würde dieser
Artikel dann aufgrund der Belegungsstrategie entweder dem Bereitstellungsabschnitt
einer anderen Kommissionierzone zugewiesen werden. Wenn es sich
dauerhaft um einen Schnellläufer
handelt, kann der Artikel auch innerhalb der Zone in einen Bereich
mit kürzeren
Zugriffswegen bereitgestellt werden, vorzugsweise einem Durchrollkanal,
der unmittelbar über
der Ablagestelle angeordnet ist. Der Artikel kann auch zusätzlich in
einer weiteren Kommissionierzone bereitgestellt werden, um eine
gleichmäßige Verteilung
zu erreichen.
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Ingesamt
ist es vorteilhaft, wenn wenigstens ein Bereitstellungsabschnitt
einen Durchlaufkanal aufweist, dessen vorderes Bereitstell-Ende
in einem Ablagearbeitsbereich des Kommissionierers angeordnet ist.
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Hierdurch
werden die bereitgestellten Artikel dem Kommissionierer in der Kommissionierzone
in dem Arbeitsbereich bereitgestellt, in dem er auch die Auftragsablage
vollzieht.
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Beispielsweise
kann ein solcher Durchlaufkanal oberhalb oder unterhalb, oder auch
neben einem Auftragsablageabschnitt angeordnet sein.
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Dabei
ist es von besonderem Vorteil, wenn in den Bereitstellungsabschnitten
eine vierte Mehrzahl von Durchlaufkanälen vorgesehen ist, an deren
hinterem Einlager-Ende eine Einlagergasse angeordnet ist.
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Auf
diese Weise wird erreicht, dass das Einlagern von bereitzustellenden
Artikeln erfolgen kann, während
auf der anderen Seite der Durchlaufkanäle die Kommissionierung ununterbrochen
fortgesetzt wird.
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Die
Einlagerung von Artikeln in die Bereitstellungsabschnitte und das
Entnehmen von Artikeln hieraus zum Zwecke des Kommissionierens werden hierdurch
entkoppelt.
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Dabei
ist es von besonderem Vorteil, wenn in der Einlagergasse ein Regalbediengerät von dem Kommissionierrechner
gesteuert wird, um wenigstens einen Teil der Artikel des Gesamtsortimentes
automatisiert einzulagern.
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Auf
diese Weise erfolgt die Einlagerung der Artikel in die Bereitstellbereiche
vollständig
oder weitgehend automatisiert. Dabei ist davon auszugehen, dass
die Artikel aus einem größeren Lager
zunächst geholt
werden, beispielsweise auch mittels einer FTS-Anlage oder ähnliches,
dann an das Regalbediengerät übergeben
werden. Dieses übernimmt dann
die automatisierte "Neubefüllung" der Bereitstellabschnitte.
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Gemäß einer
weiteren, insgesamt besonders bevorzugten Ausführungsform weist wenigstens ein
Auftragsablageabschnitt eine fünfte
Mehrzahl von Ablagebehältern
(im Folgenden auch Zwischenspeicherbehälter genannt) auf, die jeweils
zur Aufnahme von wenigstens einem Artikel aus dem Artikelsortiment
ausgelegt sind.
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Durch
das Bereitstellen von Zwischenspeicherbehältern kann ein Zonenauftrag
sukzessiv von dem Kommissionierer erfüllt werden, auch dann, wenn
er hierzu mehrfach in den Bereitstellungsabschnitt greifen bzw.
laufen muss. Durch diese Maßnahme
kann ferner erreicht werden, dass eine Mehrzahl von Zonenaufträgen anschließend auf
vergleichsweise einfache Weise zu einem Kundenauftrag zusammengeführt werden.
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So
ist es besonders bevorzugt, wenn unter- oder oberhalb der Zwischenspeicherbehälter ein
Bereichsförderer
angeordnet ist.
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Der
Bereichsförderer
dient dabei zum Abfördern
von Zonenaufträgen
oder zum Zusammenführen
von Zonenaufträgen
zu einem Kundenauftrag oder Kundenteilauftrag. Der Bereichsförderer,
beispielsweise in Form eines Bandes, kann sowohl ein virtuelles
Fenster aufweisen, in welches die Teilaufträge aus den Zonen konsolidiert
werden, als auch eine mechanische Teilung durch Trennstege, oder kann
auch direkt den Auftragsbehälter
befördern.
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Hierbei
wiederum ist es von besonderem Vorzug, wenn der Kommissionierrechner
Zwischenspeicherbehälter
auswählen
und automatisiert nach unten öffnen
kann, um die darin zwischengespeicherten Artikel auf den Bereichsförderer abzugeben.
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Hierdurch
kann beispielsweise eine synchronisierte Öffnung von Zwischenbehältern aus
mehreren Kommissionierzonen erfolgen, um die Zonenaufträge eines
Kundenauftrages synchron auf den Bereichsförderer abzugeben. Dieser kann
den Kundenauftrag dann auf einfache Weise zusammenführen.
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Es
versteht sich, dass der Bereichsförderer hierbei unterhalb der
Zwischenspeicherbehälter
angeordnet sein muss. Dabei kann der Bereichsförderer auch schräg unterhalb
der Zwischenspeicherbehälter
angeordnet sein, so dass die Artikel über eine Rutsche oder einen
sonstigen schrägen
Kanal zu dem Bereichsförderer übergeben
werden.
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Vorteilhaft
ist es, wenn der Bereichsförderer ein
Förderband
aufweist. Dieses kann auf einfache Weise verschiedene Zonenaufträge zu einem
Kundenauftrag zusammenführen.
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So
ist es besonders bevorzugt, wenn der Bereichsförderer parallel zu einer Achse
ausgerichtet ist, die durch die Ablagearbeitsbereiche der Kommissionierer
in den Kommissionierzonen gebildet ist.
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Der
Bereichsförderer
kann dann für
einen Kommissionierbereich (der aus mehreren Kommissionierzonen
besteht) einheitlich ausgeführt
werden, beispielsweise mittels eines einzigen Förderbandes.
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Ferner
ist es vorteilhaft, wenn der Kommissionierrechner den Bereichsförderer so
ansteuert, dass die darauf abgelegten Artikel zu einem Kundenauftrag
oder einem Teil eines Kundenauftrages zusammengefasst werden.
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Es
versteht sich, dass die Zonenaufträge eines Kommissionierbereiches
möglicherweise
nur einen Teil eines Kundenauftrages betreffen. Möglicherweise
kann eine Kommissionieranlage noch eine weitere Kommissionierzone
mit einem weiteren Kommissionierbereich aufweisen. Ferner ist es
möglich, in
der Kommissionieranlage weitere Kommissioniervorrichtungen zu integrieren,
die auf einer anderen Technik beruhen, beispielsweise Kommissionierautomaten
oder ähnliches.
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Dabei
ist es von besonderem Vorteil, wenn quer zu dem Bereichsförderer ein
Auftragsbehälterförderer ausgerichtet
ist und wenn der Kommissionierrechner den Bereichsförderer und
den Auftragsbehälterförderer so
ansteuert, dass die auf dem Bereichsförderer abgelegten Artikel in
einen auf dem Auftragsbehälterförderer bereitstehenden
Auftragsbehälter übergeben
werden.
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Insgesamt
lassen sich folgende Vorteile erzielen.
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Durch
die Zonenzuweisungsstrategie kann eine optimale Anpassung eines
vorgegebenen Kommissionierbereiches aus mehreren Kommissionierzonen
an den Kommissionierleistungsbedarf bzw. die Anzahl und die Leistungsfähigkeit
der Kommissionierer angepasst werden.
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Durch
die Belegungsstrategie können
die einzelnen Artikel gemäß ihrer
Gängigkeit
so über
die Kommissionierzonen verteilt werden, dass der Stückdurchsatz
und damit der Arbeitsanfall annähernd gleich
ist. Wenn sich die Gängigkeit
eines Artikels so stark verändert,
dass die Durchsatzverteilung um mehr als ein Schwellenwert (z.B. ± 5 %)
aus dem Gleichgewicht gebracht wird, wird dessen Bereitstellungsabschnitt
in eine andere Kommissio nierzone verlegt. Dies kann ohne Umlagern
nach der Entnahme der letzten Einheit des Artikelbestands am bisherigen
Bereitstellungsabschnitt erfolgen.
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Durch
die Auftragszuweisungsstrategie kann nach Abziehen der Teilmengen
eines fertig kommissionierten Auftrags von dem Kommissionierrechner aus
einem nach Prioritäten
geordneten Kundenauftragsstapel von den dringendsten Kundenaufträgen der
Kundenauftrag ausgewählt
werden, dessen Positionen (Zeilen) keine Kommissionierzone betreffen,
in der weniger als X der Zwischenspeicherbehälter frei sind. Der Anteil
X, der z.B. 20 % betragen kann, ist ein Strategieparameter, mit
dem sich eine angestrebte Auslastung bei minimaler Behälterzahl
erreichen lässt.
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Durch
die Belegungsstrategie wird erreicht, dass sich in einer Kommissionierzone
nur selten mehr Zonenaufträge
ansammeln als Zwischenspeicherbehälter verfügbar sind. Sollte dies doch
der Fall sein, so kann durch die Zonenzuweisungsstrategie zunächst versucht
werden, eine gleichmäßigere Auslastung
zu erreichen. Für
den seltenen Fall, dass auch dies nicht reicht, sorgt die Auftragszuweisungsstrategie
dafür,
dass die Kommissionierer in den überlasteten
Kommissionierzonen ohne Wartezeit weiterarbeiten können.
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Durch
die Gesamtstrategie wird ein besonders effizientes "Kommissionierverfahren
bzw. Kommissioniersystem geschaffen, dass herkömmlichen Systemen weit überlegen
ist.
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Es
versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend
noch zu erläuternden Merkmale
nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in
anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne
den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden in der
nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert.
Es zeigen:
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1 eine
schematische Draufsicht auf eine Kommissioniervorrichtung gemäß einer
ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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2 eine
schematische Seitenansicht der Kommissioniervorrichtung der 1;
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3 eine
der 1 vergleichbare Ansicht der Kommissioniervorrichtung,
wobei Grenzen zwischen benachbarten Kommissionierzonen verschoben
sind;
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4 eine
schematische Darstellung eines Kommissioniersystems zur Erläuterung
des erfindungsgemäßen Kommissionierverfahrens;
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5 eine
der 4 vergleichbare Ansicht, bei einer Verringerung
der Kommissionierzonen um die Hälfte;
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6 eine
der 4 vergleichbare Ansicht, wobei die Anzahl der
Kommissionierzonen gleich geblieben ist, sich jedoch die Größe der Kommissionierzonen
verändert
hat;
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7 eine
schematische Darstellung einer Strategiekaskade gemäß einer
Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Kommissionierverfahrens;
und
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8 eine
schematische Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kommissioniervorrichtung.
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In
den 1 und 2 ist eine erste Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Kommissioniervorrichtung
generell mit 10 bezeichnet.
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Die
Kommissioniervorrichtung 10 weist einen Kommissionierbereich 12 auf,
in dem eine teilautomatisierte Kommissionierung stattfindet.
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Der
Kommissionierbereich 12 ist in einer Mehrzahl von Kommissionierzonen 14 unterteilt,
bei der vorliegenden Ausführungsform
fünf Kommissionierzonen 14A–14E.
Die Kommissionierzonen 14A-14E sind voneinander
durch Grenzen 15 abgegrenzt.
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Jede
Kommissionierzone 14 weist einen Bereitstellungsabschnitt 16 auf,
in dem zu kommissionierende Artikel bereitgestellt werden.
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Ferner
weist jede Kommissionierzone 14 einen Auftragsablageabschnitt 18 auf,
an dem ein Auftrag, der aus einer Mehrzahl von kommissionierten Artikeln
zusammengestellt ist, zur weiteren Bearbeitung abgelegt wird.
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Jeder
Kommissionierzone 14A–14E ist
ein einzelner Kommissionierer 20A–20E zugeordnet. Die Kommissioniervorrichtung 10 sieht
nicht vor, dass ein Kommissionierer 20 während seiner
Kommissioniertätigkeit
die Grenze 15 zu einer benachbarten Kommissionierzone 14 überschreitet,
falls der benachbarte Kommissionierer beispielsweise überlastet
ist. Hierdurch wird vermieden, dass zwei oder mehr Kommissionierer
sich in einer Kommissionierzone 14 befinden, was zweifellos
zu wechselseitigen Behinderungen, Konflikten und letztendlich zu
einem Anstieg der Fehlerrate führen
würde.
Stattdessen erhält jeder
Kommissionierer 20 ausschließlich Aufträge (sogenannte Zonenaufträge), die
das Holen von einem oder mehreren Artikeln aus dem Bereitstellungsabschnitt 16 seiner
Kommissionierzone 14 sowie das Ablegen des Artikels bzw.
der Artikel des Zonenauftrages an dem Auftragsablageabschnitt 18 seiner
Kommissionierzone 14 beinhaltet.
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Es
ist in diesem Zusammenhang anzumerken, dass die Darstellung der 1 von
den Größenverhältnissen
her verzerrt ist, um eine bessere Übersichtlichkeit zu erhalten.
Zwar ist die relative Größe von Kommissionierer 20 und
Bereitstellungsabschnitt 16 etwa in der richtigen Relation
zueinander dargestellt. Der Auftragsablageabschnitt 18 ist
jedoch deutlich vergrößert dargestellt,
um die erfindungsgemäße Kommissioniervorrichtung
besser erläutern
zu können.
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Die
Kommissionierer 20 sind in ihren Kommissionierzonen 16 jeweils
an einem Ablagearbeitsplatz gezeigt, also vor dem Auftragsablageabschnitt 18 stehend.
Dabei bilden die Kommissionierer 20 eine Achse 21.
Es versteht sich, dass diese Achse im Regelfall geradlinig verläuft. Es
ist jedoch auch durchaus denkbar, andere topographische Strukturen,
wie gekrümmte
oder Ringstrukturen vorzusehen.
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In
jedem Bereitstellungsabschnitt 16 ist in der Regel eine
Mehrzahl von Bereitstellplätzen 22 vorgesehen,
in denen jeweils Artikel zum Kommissionieren bereitgestellt sind.
In jedem Bereitstellungsabschnitt 16 ist folglich ein Artikelsortiment
vorhanden, aus dem der Kommissionierer 20 Zonenaufträge zusammenstellen
kann.
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Die
Artikelsortimente der Kommissionierzonen 14 können im
einfachsten Fall identisch sein. In der Regel sind die Artikelsortimente
der Kommissionierzonen jedoch unterschiedlich und setzen sich zu einem
Gesamtsortiment zusammen.
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Kundenaufträge können sich
aus Artikeln aus dem Gesamtsortiment zusammensetzen.
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Dabei
kann es durchaus sein, dass manche Artikel nicht nur in einer Kommissionierzone 14 verfügbar sind,
sondern in mehreren. Hierbei wird es sich in der Regel um sogenannte "Schnellläufer" handeln. Langsamläufer hingegen
sind in der Regel nur in einer der Kommissionierzonen 14 vorhanden.
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Jeder
Auftragsablageabschnitt 18 weist eine Mehrzahl (im vorliegenden
Fall neun) Zwischenspeicherbehälter 24 auf.
In den Zwischenspeicherbehältern 24 können jeweils
ein oder mehrere Artikel 26 aus dem jeweiligen Artikelsortiment
der Kommissionierzone 14 zwischengespeichert werden. In
der Regel sind die Zwischenspeicherbehälter 24 dazu ausgelegt,
die Artikel eines gesamten Zonenauftrags von Artikeln aus dem Artikelsortiment
aufzunehmen.
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In 2 ist
dargestellt, dass die Zwischenspeicherbehälter 24 nach unten
hin geöffnet
werden können.
Geschlossene Zwischenspeicherbehälter sind
mit 24a bezeichnet. Ein nach unten oder mit Rutsch nach
unten oder mit Übergabeband
seitlich geöffneter
Zwischenspeicherbehälter
ist mit 24b bezeichnet.
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Unterhalb
der Zwischenspeicherbehälter 24 der
Auftragsablageabschnitte 18A–18E ist ein Bereichsförderer 30 angeordnet.
Die Zwischenspeicherbehälter 24 sind
in Bezug auf den Bereichsförderer 30 so
angeordnet, dass die Artikel 26 aus einem geöffneten
Zwischenspeicherbehälter 24 auf dem
Bereichsförderer 30 abgelegt
werden.
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Der
Bereichsförderer 30 weist
im vorliegenden Fall ein Förderband 32 auf.
Die Förderrichtung des
Förderbandes 32 ist
in 2 durch Pfeile dargestellt (in der Zeichnungsdarstellung
der 2 nach rechts). Auf dieser Seite des Bereichsförderers 30 ist ein
Auftragsbehälter 34 angeordnet.
Der Auftragsbehälter 34 kann
bei der vorliegenden Ausführungsform mittels
eines Auftragsbehälterförderers 36 (beispielsweise
ebenfalls in Form eines Förderbandes)
nach Erhalt eines Kundenauftrages aus dem Kommissionierbereich 12 weitertransportiert
werden, entweder zum Versand oder zur Fertigkommissionierung in weiteren
Kommissionierbereichen oder aus sogenannten Kommissionierautomaten.
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Der
Bereichsförderer 30 ist
quer zu dem Auftragsbehälterförderer 36 angeordnet.
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Hieraus
ergibt sich, dass entlang der Achse des Auftragsbehälterförderers 36 noch
weitere Kommissionierbereiche 12 vorgesehen sein können und/oder
Kommissionierautomaten oder andere Typen von Kommissioniervorrichtungen
bzw. -systemen.
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Mit
anderen Worten wird in dem Kommissionierbereich 12 der
Kommissioniervorrichtung 20 ein Kundenauftrag oder nur
ein Teil eines Kundenauftrages kommissioniert, aufgeteilt in Zonenaufträge.
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Wie
bereits erläutert,
erfolgt die Kommissionierung teilautomatisiert. Zu diesem Zweck
ist ein Kommissionierrechner 28 vorgesehen.
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Der
Kommissionierrechner 28 steht zum einen mit den Kommissionierern 20A–20E in
Verbindung. Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass an den
Bereitstellplätzen 22 Signalvorrichtungen
wie Lampen, Anzeigen oder ähnliches
vorgesehen sind. Auch können
bei den Zwischenspeicherbehältern 24 geeignete
Anzeigen vorgesehen sein, um den Kommissionierer 20 zu
unterstützen.
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Als
weitere Option ist es möglich,
dass jeder Kommissionierer 20 Anweisungen über ein
Terminal, beispielsweise ein Monitor im Bereich der Kommissionierzone
erhält.
Das Terminal kann beispielsweise auch ein Funkterminal sein, das
nach der Art einer Armbanduhr um den Arm getragen wird und auf dem die
Weisungen zum Führen
des Kommissionierer erscheinen. Auch eine andere Drahtlosverbindung
ist denkbar.
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Ferner
ist auch eine sprachgesteuerte Kommunikation möglich. Es kann im einfachsten
Fall ein Lautsprecher sein, der in allen Kommissionierzonen vorgesehen
ist und Anweisungen gibt, wie die "Kommissionierer A zu Bereitstellungsplatz 22–1'' oder ähnliches. Es ist jedoch auch
möglich,
entsprechende Weisungen beispielsweise über Funk und eine Kopfhörergarnitur
zu übermitteln,
und zwar spezifisch für
jeden Kommissionierer.
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Der
Kommissionierrechner 28 steuert ferner das Öffnen und
Schließen
der einzelnen Zwischenspeicherbehälter. Ferner steuert der Kommissionierrechner 28 den
Bereichsförderer 30.
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In
der Darstellung der 2 ist ein Kundenauftrag in dem
Kommissionierbereich 12 abgeschlossen worden. Das heißt, dass
sämtliche
Kommissionierer 20, deren Kommissionierzonen 14 bei
der Zusammenstellung des Kundenauftrages involviert waren, den jeweiligen
Zonenauftrag abgearbeitet und quittiert haben. Entsprechende Quittiertasten
können an
den Auftragsablageabschnitten bzw. unmittelbar an den Zwischenspeicherbehältern 24 vorgesehen sein.
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Sobald
alle involvierten Kommissionierer 20 quittiert haben, wird
ein Auftragsbehälter 34,
der auf dem Auftragsbehälterförderer 36 bereitsteht,
für den kommissionierten
Kundenauftrag zugewiesen. Der Kommissionierrechner 28 öffnet dann
die Zwischenspeicherbehälter 24,
in die die Kommissionierer 20 die jeweiligen Zonenaufträge hineinkommissioniert haben
(angewiesen durch den Kommissionierrechner 28).
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Die
in den geöffneten
Zwischenspeicherbehältern 24b enthaltenen
Artikel 26 gelangen auf den Bereichsförderer 30. Dieser
wird von dem Kommissionierrechner 28 angesteuert, so dass
die darauf enthaltenen Artikel 26 in einem virtuellen oder
mechanisch abgegrenztem Bandabschnitt, oder auch mit einem unter
den Zwischenbehältern
laufenden Sorter in den Auftragsbehälter 34 überführt werden.
Damit ist der Kundenauftrag für
den dargestellten Kommissionierbereich 12 abgeschlossen.
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Durch
die Mehrzahl von Zwischenspeicherbehältern 24 pro Auftragsablageabschnitt 18 kann ein
Kommissionierer 20 mehrere Zonenaufträge gleichzeitig bearbeiten.
Hierdurch können
die Wege deutlich verkürzt
werden. Ferner kann ein Zwischenspeicherbehälter 24 nach Fertigstellung
des Zonenauftrages noch solange belegt bleiben, trotz Quittierung
durch den jeweiligen Kommissionierer, bis die anderen Zonenaufträge, die
zu dem angesprochenen Kundenauftrag gehören, ebenfalls quittiert haben.
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Im
Betrieb erhält
der Kommissionierrechner 28 demzufolge Kundenaufträge für den Kommissionierbereich 12 oder
weist den Teil eines Kundenauftrages dem Kommissionierbereich 12 zu.
Der Kundenauftrag (bzw. der Teil hiervon) wird dann in Abhängigkeit
von den gewünschten
Artikeln 26 in Zonenaufträge für die einzelnen Kommissionierzonen 14 aufgeteilt.
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Die
Zonenaufträge
werden dann an die Kommissionierer 20 übermittelt und die Kommissionierer arbeiten
die Zonenaufträge
ab.
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Dabei
kann es sein, dass ein involvierter Kommissionierer beispielsweise
nur einen Artikel zu einem Zonenauftrag holen muss. Es kann auch
sein, dass ein anderer Kommissionierer aufgrund seines Artikelsortimentes
bei einem gegebenen Kundenauftrag mehrere Artikel zur Kommissionierung "seines" Zonenauftrages heranholen
muss. Ferner ist es möglich,
dass ein Kommissionie rer nicht so leistungsstark ist wie ein anderer.
Zudem variiert die Gängigkeit
der Artikel des Gesamtsortimentes mit der Zeit. Es kommen auch neue
Artikel hinzu. Andere werden aus dem Gesamtsortiment gestrichen.
Zudem gibt es beispielsweise im Verlauf eines Tages häufig Phasen,
in denen sehr viele Kundenaufträge
kurzfristig abgearbeitet werden müssen. Während anderer Phasen ist die
Kommissioniervorrichtung eher unterfordert. Auch kann es sein, dass
Kommissionierer eine Pause machen, krank sind oder aus einem sonstigen Grund
ausfallen.
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Um
wenigstens einer dieser und weitere Kommissioniereinflussfaktoren
zu berücksichtigen, beinhaltet
das erfindungsgemäße Kommissionierverfahren
eine Zonenzuweisungsstrategie.
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Diese
ist in 3 anhand des Beispiels der Kommissioniervorrichtung
der 1 und 2 sowie in den 4 bis 6 schematisch
dargestellt.
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Die
Zonenzuweisungsstrategie ist generell mit Z bezeichnet und ermöglicht es,
die Grenzen 15 zwischen benachbarten Kommissionierzonen 14 variabel
einzustellen, um die Größe der Kommissionierzonen 14 und/oder
die Anzahl der Kommissionierzonen 14 an die variablen Kommissioniereinflussfaktoren
anzupassen.
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Im
Beispiel der 3 ist einer der Kommissionierer 20D, 20E der 1 und 2 nicht
anwesend. Der andere Kommissionierer, in 3 20D' bezeichnet,
ist nun einer neuen Kommissionierzone 14D' zugeordnet, die die Kommissionierzonen 14D und 14E der 1 beinhaltet.
Der Kommissionierer 20D' erhält dabei
Zonenaufträge,
die das Holen von Artikeln aus dem Artikelsortiment der nun deutlich größeren Kommissionierzone 14D' beinhaltet
und legt die kommissionierten Artikel in einem nunmehr deutlich
vergrößerten Auftragsablageabschnitt 18D' mit insgesamt
achtzehn Zwischenspeicherbehältern 24 ab.
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Die
Kommissionierzone 14C' ist
identisch zu der Kommissionierzone 14C der 1 und 2.
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Alternativ
hätte man
den Kommissionierern 20C' und 20D' auch jeweils
die Hälfte
der Kommissionierzone 14D der 1 zuschlagen
können.
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In 3 ist
ferner gezeigt, dass die Kommissionierzone 20A sich zur
Kommissionierzone 20A' vergrößert hat,
wohingegen die Kommissionierzone 20B' entsprechend kleiner geworden
ist.
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Die
Grenze 15 zwischen diesen beiden Kommissionierzonen hat
sich demzufolge verschoben.
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Um
einen weitgehend konfliktfreien Kommissionierablauf zu ermöglichen,
erfolgt diese Verschiebung bei der Kommissioniervorrichtung 10 folgendermaßen.
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Die
Bereitstellungsabschnitte 16 sind in Teilabschnitte I bis
VIII etc. unterteilt. Bei der Zonenaufteilung der 1 waren
der Zone 14A Teilabschnitte I bis IV zugeordnet, der Zone 14B Teilabschnitte
V bis VIII.
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Aufgrund
der Verschiebung der Grenze 15 beinhaltet die Zone 14A' nunmehr die
Teilabschnitte I bis VI. Die Zone 14B' beinhaltet lediglich noch die Teilabschnitte
VII, VIII.
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Auch
die Grenze zwischen den Auftragsablageabschnitten 18A', 18B' hat sich verschoben,
wie es in 3 deutlich dargestellt ist.
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Um
dies näher
zu verdeutlichen, ist den einzelnen Zwischenspeicherbehälter 24 der
Zonen 14A', 14B' jeweils ein
Teil der Bereitstellungsabschnitte 16A', 16B' zugeordnet worden. Man erkennt hieraus,
dass trotz der ungünstigen
Anordnung von neun Zwischenspeicherbehältern 24 (in der Praxis würde sicherlich
eine gerade Anzahl gewählt
werden) eine Trennung der Kommissionierzonen 14A', 14B' möglich ist,
derart, dass sich die Kommissionierer 20A', 20B' nicht gegenseitig behindern.
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In
den 4 bis 6 ist schematisch einer derartige
Zonenzuweisungsstrategie Z dargestellt.
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In
einer ersten Konstellation sind N Bereitstellungsabschnitte 16 und
N Auftragsablageabschnitte 18 vorgesehen, somit N Kommissionierzonen 14.
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Ferner
sind N Kommissionierer 20 vorgesehen, jeweils ein Kommissionierer 20 für eine Kommissionierzone 14.
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In 5 ist
die Anzahl der Zonen auf N/2 reduziert worden. Demzufolge sind die
Bereitstellungsabschnitte 16 und 18 jeweils doppelt
so groß.
Ferner ist nur die halbe Anzahl Kommissionierer 20 (N/2 Kommissionierer)
vorgesehen. Durch Verschieben der Grenzen 15 ist es folglich
möglich,
die Anzahl der Kommissionierzonen 14 zu variieren. In 5 ist eine
Halbierung der Anzahl der Kommissionierzonen gezeigt. Es ist jedoch
auch jeder andere Bruchteil möglich.
Ferner ist es nicht notwendig, dass die Kommissionierzonen 14 jeweils
gleich groß sind.
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Dies
ist in 6 dargestellt. In 6 ist die Anzahl
der Kommissionierzonen gleich der Anzahl der Kommissionierzonen
in 4, nämlich
N Kommissionierzonen. Die Größenverhältnisse
der Kommissionierzonen haben sich jedoch geändert. Beispielsweise ist die
Kommissionierzone 141 kleiner, wohingegen
die Kommissionierzone 142 größer ist. Entsprechend
ist die Kommissionierzone 14N größer, und
die benachbarte Kommissionierzone 14N–1 ist entsprechend
kleiner.
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Somit
wird durch Verschieben der Grenzen 15 zwischen Kommissionierzonen
die Größe dieser Zonen 14 variabel
eingestellt.
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In
allen Fällen
ist jedoch jeweils nur ein Kommissionierer 20 in einer
Kommissionierzone 14 tätig.
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7 zeigt
in schematischer Form eine Strategiekaskade 38, die in
dem Kommissionierrechner 28 implementiert sein kann.
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Die
unter Bezugnahme auf die 4 bis 6 beschriebene
Zonenzuweisungsstrategie Z ist Teil der Gesamtstrategie.
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Oberstes
Ziel der Kommissioniervorrichtung 10 ist ein hoher Durchsatz
D.
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Die
Strategiekaskade 38 ist nach der Art eines mehrschleifigen
Regelkreises dargestellt. Der Solldurchsatz ist mit Dsoll bezeichnet,
der Istdurchsatz mit Dist. In einer innersten „Regelschleife" wird die Auftragszuweisung
beeinflusst. Dies kann beispielsweise so erfolgen, dass in dem Kommissionierrechner 28 eine
Auftragszuweisungsstrategie A implementiert ist, die solche Kundenaufträge priorisiert, deren
Zonenaufträge
solche Kommissionierzonen 14 betreffen, deren Auftragsablageabschnitte 18 unterdurchschnittlich
besetzt sind.
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Bei
der Kommissioniervorrichtung 10 wird ein Kundenauftrag
dann in Zonenaufträge
aufgeteilt und an die Kommissionierer 20 vergeben, wenn
gewährleistet
ist, dass in jeder der angesprochenen Zonen ein freier Zwischenspeicherbehälter 24 zur
Abarbeitung des Zonenauftrages frei ist. Hierdurch soll vermieden
werden, dass Kommissionierzonen durch Kundenaufträge angesprochen
werden, die ohnehin bereits ganz oder weitgehend blockiert sind,
indem ihre Zwischenspeicherbehälter
ganz oder nahezu vollständig
durch bereits erteilte Zonenaufträge besetzt sind.
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Ferner
wird in der Strategiekaskade 38 die Zonenzuweisung durch
eine Zonenzuweisungsstrategie Z in dem Kommissionierrechner 28 realisiert. Die
Auftragszuweisungsstrategie A ist dabei der Zonenzuweisungsstrategie
Z untergeordnet, und zwar in dem Sinne, dass die Auftragszuweisungsstrategie A
vergleichsweise schnell auf Veränderungen
in dem Zonenauftragsbestand der Kommissionierzonen reagieren kann.
Die Zonenzuweisungsstrategie Z wird angewandt, wenn sich über einen
mittleren Zeitraum ein Ungleichgewicht zwischen Kommissionierzonen einstellt
oder die Anzahl der Kommissionierer sich aufgrund eines Ausfalles
oder ähnliches
verringert. Natürlich
wird die Zonenzuweisungsstrategie Z auch dann aktiv, wenn aufgrund
einer generell geringeren Auslastung weniger Kommissionierer eingesetzt
werden.
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Die
Zonenzuweisungsstrategie Z ist dabei einer Belegungsstrategie B
zum Belegen der Bereitstellungsabschnitte 16 mit Artikeln
untergeordnet.
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Die
Strategie B hängt
von der Gängigkeit
G der Artikel des Gesamtsortimentes ab. In größeren zeitlichen Abständen, wie
z.B. Tagen oder Wochen, wird diese Gängigkeit der Artikel neu bewertet
und die Artikelsortimente der einzelnen Kommissionierzonen 14 werden
in Abhängigkeit
hiervon so zusammengestellt, dass die Kommissionierer 20 im
Wesentlichen gleichmäßig ausgelastet
werden.
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Die
Gängigkeit
G ist in der Strategiestruktur 38 als "Störgröße" für die Belegungsstrategie
B dargestellt. In ähnlicher
Weise stellt L eine Störgröße in Form
einer Kommissioniererleistung bzw. der Anzahl der Kommissionierer 20 dar.
Für die
Auftragszuweisungsstrategie A ist eine "Störgröße" M in Form des momentanen
Bedarfes dargestellt.
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Durch
eine Überlagerung
der drei genannten Strategien A, Z und B lässt sich für eine gegebene Kommissioniervorrichtung
C ein hoher Durchsatz D erreichen.
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8 zeigt
eine alternative Ausführungsform
einer Kommissioniervorrichtung 10' gemäß der vorliegenden Erfindung.
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Die
Kommissioniervorrichtung 10' entspricht hinsichtlich
Aufbau und Funktion generell der Kommissioniervorrichtung 10 der 1 bis 3.
Gleiche Elemente sind daher durch gleiche Bezugsziffern angegeben.
Im Folgenden wird lediglich auf die Unterschiede eingegangen.
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Während bei
der Kommissioniervorrichtung 10 der 1 bis 3 die
Bereitstellungsabschnitte 16 als Fachbodenregale oder ähnliches
dargestellt sind, die räumlich
von den jeweiligen Auftragsablageabschnitten 18 beabstandet
sind, beinhaltet bei der Kommissioniervorrichtung 10 ein
Bereitstellungsabschnitt 16 eine Mehrzahl von Durchlaufkanälen 40. Die
Durchlaufkanäle 40 weisen
jeweils ein Bereitstell-Ende 42 auf, das im Ablagearbeitsbereich
des Kommissionierers 20 angeordnet ist. Ein entgegengesetztes
Einlager-Ende 44 der Durchlaufkanäle 40 endet jeweils
im Bereich einer Einlagergasse 46. In der Einlagergasse 46 können Einlagerpersonen
die Durchlaufkanäle 40 nach
Bedarf füllen,
und zwar aus einem in der Regel deutlich größeren Lager.
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Es
ist jedoch auch möglich,
dass innerhalb der Einlagergasse 46 ein Regalbediengerät 48 verfahrbar
ist, das Artikel 26 automatisiert in den Bereitstellungsabschnitt 16 bzw.
die nebeneinander angeordneten Bereitstellungsabschnitte 16 einlagert.
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Bei
der Kommissioniervorrichtung 10' kann der Kommissionierer im Wesentlichen
stationär
arbeiten. Es kann jedoch vorgesehen sein, dass beispielsweise der
Bereitstellungsabschnitt 16' breiter ist
als ein zugeordneter Auftragsablageabschnitt 18'. Jedenfalls
wird sich der Kommissionierer 20 bei der Kommissioniervorrichtung 10 im
Wesentlichen vor der Anordnung aus dem Bereitstellungsabschnitt 16 und
dem Auftragsablageabschnitt 18 bewegen und muss insbesondere
keine Wege in ein separates Bereitstelllager vollziehen.