-
Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zur kontinuierlichen Trocknung
von Kunststoff-Granulat im Anschluss an eine hydraulische Förderung
nach dem Anspruch 1 und eine Anlage zur Durchführung dieses Verfahrens nach
Anspruch 10.
-
Aus
der
DE 39 41 392 C1 ist
es bekannt, einem Extruder mit einer nachgeschalteten Unterwasser-Granulier-Vorrichtung
eine Entwässerungseinrichtung
nachzuordnen.
-
Weiterhin
ist es aus der Praxis bekannt, zum Entfernen des Wassers aus einem
Granulat-Wasserstrom sogenannte Zentrifugal-Trockner einzusetzen, die
ein Gehäuse,
ein in diesem angeordnetes im Wesentlichen zylindrisches, ortsfestes
Sieb und einen im Sieb angeordneten Rotor aufweisen, der mit geringem
Spiel gegenüber
dem Sieb hochtourig antreibbar ist. Das dem Rotor zugeführte Granulat-Wasser-Gemisch
wird hochtourig beschleunigt und damit einer Zentrifugalbeschleunigung
unterworfen, wobei es durch den Zentrifugal-Trockner von unten nach oben
gefördert
und gleichzeitig entwässert
wird. Das Wasser wird durch das Sieb abgeschleudert. Es verbleibt
eine Oberflächen-Restfeuchtigkeit
auf dem Granulat, die durch Abkühltrocknung
im Zentrifugal-Trockner entfernt wird. Die Abkühltrocknung im Zentrifugal-Trockner
wird unterstützt
durch einen Luftstrom, der zum Teil von oben und zum Teil durch die
Granulats-Austritts-Öffnung des
Zentrifugal-Trockners angesaugt wird. Durch ein Abluft-Gebläse wird üblicherweise
ein leichtes Vakuum erzeugt, so dass keine feuchte Luft aus der
Granulats-Austritts-Öffnung
des Zentrifugal-Trockners
in die nachgeschalteten Anlagenbereiche gelangen und dort kondensieren
kann.
-
Die
Zentrifugal-Trocknung mit Hilfe eines überlagerten Trocknungs-Luft-Stromes zur Oberflächen-Trocknung
der Kunststoff-Granulate im Zentrifugal-Trockner ist aus zweierlei
Gründen
ineffizient. Zum einen ist die Verweilzeit des Kunststoff-Granulates
im Zentrifugal-Trockner relativ kurz, nämlich nur einige Sekunden,
zum anderen wird im Zentrifugal-Trockner
bereits an den Wänden,
dem Sieb und dem Rotor mechanisch abgeschiedenes Wasser von der
Trocknungs-Luft aufgenommen und sättigt diese, so dass ein Teil
der zugeführten
Trocknungs-Luft für die
gewünschte
Trocknung des Granulates nicht zur Verfügung steht. Weiterhin steigt
Wasserdampf im Zentrifugal-Trockner auf, der die Trocknungs-Luft ebenfalls
sättigt
und somit die Effizienz der Trocknung weiter beeinträchtigt.
-
Bei
Granulat-Temperaturen unter 60°C
wird die Trocknung im beschriebenen Zentrifugal-Trockner besonders
ineffizient, da die kurzen Verweilzeiten und geringen Temperaturdifferenzen
zwischen der Trocknungs-Luft und dem Granulat nicht mehr zur Trocknung
der Oberflächen-Feuchte
des Granulats ausreichen. Häufig
sind aber niedrige Granulat-Temperaturen aus mehreren Gründen wünschenswert, und
zwar insbesondere, wenn das Kunststoff-Granulat nach der hydraulischen
Förderung
pneumatisch weitertransportiert wird. Der Druckverlust der pneumatischen
Förderung
steigt mit zunehmender Temperatur der Granulate. Mit steigender
Temperatur wird der Kunststoff nämlich
immer weicher, wodurch die Stossverluste des Granulates an der pneumatischen
Förder-Leitung
mit zunehmender Temperatur zunehmen. Weiterhin steigt der Abrieb
der Kunststoff-Granulate während
der pneumatischen Förderung überproportional
mit der Granulat-Temperatur. Ein
anderer Grund dafür,
dass das Granulat mit niedriger Granulat-Temperatur in den Zentrifugal-Trockner
eingegeben wird, kann die Granulierung sein. So können bestimmte
Kunststofftypen nur in kaltem Wasser bei Temperaturen von ca. 30°C granuliert werden.
Hierbei werden wegen der schlechten Effizienz eines Zentrifugal-Trockners
Fliessbett-Trockner eingesetzt,
die einen hohen Investitionsaufwand und im Betrieb einen hohen Energieaufwand
zur Trocknung erfordern.
-
Da
in der Regel für
die Trocknung im Zentrifugal-Trockner Luft aus der Umgebung angesaugt wird,
kann ein weiteres Problem der Aufstellungs-Ort sein. Liegt der Aufstellungs-Ort
z. B. in Regionen mit feucht-warmem Klima, so ist die Temperaturdifferenz zwischen
Kunststoff-Granulat und Trocknungs-Luft gering, so dass eine Abkühl-Trocknung
im Zentrifugal-Trockner
schlecht funktioniert. Die Abkühl-Trocknung
basiert auf der Abkühlung
des Kunststoff-Granulates, dessen Wärme an den Wasserfilm auf der Oberfläche des
Granulates abgegeben wird und zu dessen Verdunstung führt.
-
Die
mit einem Zentrifugal-Trockner zu erzielende Restfeuchte hängt somit
von dem Granulat-Massen-Strom und den Ansaugbedingungen der zugeführten Trocknungs-Luft,
der Zentrifugalbeschleunigung des Granulats, der zur Verfügung stehenden
Siebfläche,
der Verweilzeit des Granulats im Trockner und von der Wasser- bzw.
Granulat-Temperatur am Eintritt in den Trockner ab. Für praxisübliche Zentrifugal-Trockner
werden bei westeuropäischen durchschnittlichen
Ansaugbedingungen (20°C
und 60–70
% relative Luftfeuchte) üblicherweise
0,05 % bzw. 500 ppm Oberflächen-Restfeuchte bezogen
auf die Granulat-Masse erzielt.
-
Insbesondere
wenn große
Granulat-Massen-Ströme
von bis zu 75 t/h entwässert
und getrocknet werden sollen, die gleichzeitig auch noch in der zwei-
bis zwanzigfachen Menge Wasser herangefördert werden, dann sind die
zu treffenden Gesamtaufwendungen unbefriedigend.
-
Der
Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine
Anlage der allgemeinen Gattung zu schaffen, bei der der Konstruktions- und Kostenaufwand
für die
Trocknung des Granulats minimiert wird.
-
Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein
Verfahren nach dem Anspruch 1 und eine Anlage nach dem Anspruch
10 gelöst.
-
Der
Kern der Erfindung liegt darin, dass die eigentliche Entwässerung
in einem bekannten Zentrifugal-Entwässerer erfolgt und dass eine
hiervon systematisch und räumlich
getrennte Oberflächen-Trocknung
des Granulats im Trocknungs-Luft-Strom erfolgt. Da im zweiten Schritt
eine besonders intensive Trocknung erfolgt, muss die Entwässerung
im Zentrifugal-Entwässerer nicht
bis zu extrem niedrigen Werten von unter 0,5 Prozent und unter besonders
günstigen
Umständen
von unter 0,3 Prozent Oberflächen-Restfeuchte
erfolgen, so dass die Zentrifugal-Entwässerer – bezogen auf den Granulat-Durchsatz
in t/h – verhältnismäßig klein
ausgelegt werden können,
während
der Aufwand für
die Oberflächen-Nachtrocknung
verhältnismäßig gering ist,
da die Trocknungs-Luft nur zur Trocknung des Granulates verwendet
wird.
-
Selbstverständlich kann
der Zentrifugal-Entwässerung
in der üblichen
Weise eine statische Vorentwässerung
gemäß Anspruch
2 vorgeschaltet sein. Nach den Ansprüchen 3 und 4 findet nach der
Zentrifugal-Entwässerung
eine Klassierung des Granulats statt, wobei diese vor oder nach
der Oberflächen-Trocknung
erfolgen kann.
-
Besonders
vorteilhaft ist die Weiterbildung nach Anspruch 5, wonach die Oberflächen-Trocknung
während
einer Pufferung des Granulat-Stroms stattfindet. Alternativ kann
nach Anspruch 6 die Oberflächen-Trocknung
des Granulats während
der Klassierung stattfinden, und zwar in besonders vorteilhafter
Ausgestaltung durch die Weiterbildung nach Anspruch 7.
-
Der
Einsatz eines kleinen Zentrifugal-Entwässerers zur mechanischen Entwässerung
des Kunststoff-Granulates hat noch weitere Vorteile. Aufgrund des
relativ geringen Rotor-Radius können
in konstruktiv einfacher Weise hohe Schleuderziffern erreicht werden,
die die mechanische Entwässerung begünstigen.
Eine optimale Verfahrensführung
hierfür
wird durch die Weiterbildung nach Anspruch 8 erreicht, die für Granulat-Durchsätze von
mehr als 10.000 kg/h und insbesondere für Durchsätze von mehr als 25.000 kg/h
günstig
sind. Die Schleuderziffer ist definiert als das Verhältnis von
Zentrifugal-Beschleunigung am Außenumfang des Rotors und Erdbeschleunigung.
-
Anspruch
9 gibt wieder, dass die erfindungsgemäßen Maßnahmen sehr hohe Siebflächen-Belastungen
zulassen und dennoch unerwartet niedrige Restfeuchten beim Austritt
aus dem Zentrifugal-Entwässerer
erzielt werden.
-
Die
Ansprüche
10 bis 18 geben die Anlagen-Merkmale zur Durchführung der Verfahrensschritte
wieder.
-
Weitere
Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung von sieben Ausführungsbeispielen anhand der
Zeichnung. Es zeigt
-
1 eine
schematische Darstellung einer Anlage nach der Erfindung mit einer
Fliehkraft-Entwässerung
und einer Oberflächen-Nachtrocknung
in einem Nachtrocknungs-Behälter,
-
2 ein
gegenüber 1 abgewandeltes Anlagen-Schema
mit einer Oberflächen-Nachtrocknung
in einem Nachtrocknungs-Behälter und
einem diesem zusätzlich
nachgeordneten Puffer-Behälter,
-
3 ein
gegenüber 2 leicht
abgewandeltes Anlagen-Schema,
-
4 ein
Anlagen-Schema mit einer Oberflächen-Nachtrocknung
in einer Siebmaschine,
-
5 ein
gegenüber 4 leicht
abgewandeltes Anlagen-Schema,
-
6 ein
gegenüber 3 leicht
abgewandeltes Anlagen-Schema und
-
7 ein
weiteres gegenüber 3 leicht abgewandeltes
Anlagen-Schema.
-
Die
in 1 dargestellte Anlage zur Entwässerung und Trocknung von Granulat
weist als Quelle für
ein Kunststoff-Granulat, insbesondere ein Polyolefin-Granulat, im
Wasserstrom eine Hydraulik-Förderleitung 1 auf,
durch die das von einem nur angedeuteten Extruder 1a mit
nachgeordneter Granulier-Vorrichtung 1b kommende Granulat
im Wasserstrom einer statischen Vorentwässerungs-Einrichtung 2 mit
einem vorgeschalteten Agglomerat-Abscheider 2a zugeführt wird.
In der Einrichtung 2 wird ein großer Teil des Wassers abgezogen
und über eine
Leitung 3 einer Wasseraufbereitungsanlage zugeführt. Über eine
weitere Leitung 4 werden die Agglomerate in einen Auffang-Behälter 5 abgeführt.
-
Das
vorentwässerte
Granulat wird einem Zentrifugal-Entwässerer 6 als Entwässerungs-Einrichtung
zugeführt.
Der Zentrifugal-Entwässerer 6 besteht
aus einem im Wesentlichen zylindrischen Gehäuse 7, in dem ein
ortsfestes, zylindrisches Sieb 8 unter Freilassung eines
Wasser-Ablauf-Spaltes 9 angeordnet ist. Das Sieb 8 hat
einen Durchmesser D [m] und eine Höhe H [m], so dass für die Gesamtfläche F des
Siebes 8 gilt:
F = D × H × π [m2],
wobei die Flächen
der Granulat-Zuführ-Öffnung der
Granulat-Austritts-Öffnung vernachlässigt werden.
Im Inneren des Siebes 8 ist mit geringem Spiel gegenüber dem
Sieb 8 ein Rotor 10 mit vertikaler Achse gelagert,
der von einem Motor 11 hochtourig drehantreibbar ist. Der
Rotor hat einen Radius R. Es gilt also 2R ≈ D. Das in den unteren Bereich
des Rotors 10 eingetragene nasse Granulat wird von dem
Rotor 10 an die Innenseite des Siebes 8 geschleudert
und verwirbelt. Das Wasser tritt durch das Sieb 8 hindurch
und läuft
durch den Wasser-Ablauf-Spalt 9 nach unten ab und wird
durch eine Ablauf-Leitung 12 abgeführt.
-
Der
Einsatz eines im Vergleich zu einem Granulat-Massen-Ströme erforderlichen
praxisüblichen
kleinen Zentrifugal-Entwässerers 6 ist
deshalb möglich
und vorteilhaft, weil bei einem relativ geringen Radius R des Rotors 10 in
konstruktiv einfacher Weise hohe Schleuderziffern C erreicht werden
können.
Solche hohen Schleuderziffern begünstigen die mechanische Entwässerung.
Dies ist besonders bedeutsam, wenn ein kleiner effizienter mechanischer Zentrifugal-Entwässerer 6 für Granulat-Massen-Ströme von mehr
als 10 t/h, also mehr als 104 kg/h, eingesetzt
werden soll.
-
Die
Schleuderziffer C ist definiert als das Verhältnis aus der Zentrifugalbeschleunigung
am Außenumfang
des Rotors
10 im Verhältnis
zur Erdbeschleunigung g. Es gilt also:
-
Hierbei
ist n die Drehzah [1/sec] des Rotors 10, R der Radius des
Rotors 10 [m] und g die Erdbeschleunigung [m/sec2]. Der Granulat-Massen-Strom ṀG hat als Dimension [kg/h]. Die Schleuderziffer
C ist weiterhin vom Granulat-Massen-Strom ṀG abhängig, wobei überraschenderweise
festgestellt wurde, dass der Zentrifugal-Entwässerer 6 für Granulat-Massenströme ṀG > 104 kg/h so klein ausgebildet werden kann,
dass für
die Schleuderziffer C gilt: C > 100 – 0.0005
h/kg × ṀG.
-
Die
vorstehend angegebene Abhängigkeit der
Schleuderziffer C vom Granulat-Massen-Strom ṀG berücksichtigt,
dass mit zunehmendem Granulat-Massen-Strom ṀG der konstruktive Aufwand für hohe Zentrifugalbeschleunigungen
im Zentrifugal-Entwässerer 6 steigt,
weshalb geringere Zentrifugalbeschleunigungen bei großen Granulat-Massen-Strömen angestrebt
werden, um wirtschaftlich konstruieren zu können.
-
Weiterhin
kann ein nach den vorstehenden Grundsätzen konstruierter Zentrifugal-Entwässerer 6 mit
einer hohen Siebflächen-Belastung
betrieben werden. Diese Siebflächen-Belastung
wird definiert als Quotient des Granulat-Massen-Stroms ṀG in kg/h und der im Bereich des Rotors 10 für die Zentrifugal-Entwässerung
zur Verfügung
gestellten Fläche
F des Siebes 8 in m2.
-
Dies
sei an einem Beispiel erläutert:
Ein Zentrifugal-Eniwässerer 6 benötigt für einen
Granulat-Massen-Strom ṀG von 75.000
kg/h bei einer Siebflächen-Belastung
von 7.500 kg/h × m2 eine Fläche des
Siebes 8 im Bereich des Rotors 10 von 10 m2. Damit der Zentrifugal-Entwässerer 6 kompakt
und wirtschaftlich gebaut werden kann, werden Siebflächen-Belastungen von mehr
als 7.500 kg/h × m2 Granulat-Massen-Strom ṀG vorgesehen, wobei die freie Siebfläche, d.
h. der Anteil der Sieb-Öffnungen, üblicherweise
30% bis 50% beträgt.
-
Durch
die Rotation des Rotors 10 wird das Granulat in üblicher
Weise nach oben gefördert
und über
eine Überführungs-Leitung 13 einer
als Klassier-Vorrichtung
dienenden Siebmaschine 14 zugeführt, in deren Gehäuse 15 übereinander
zwei Schwing-Siebe 16, 17 angeordnet sind, die
von Schwing-Antrieben 18, 19 antreibbar sind.
Auf dem oberen Schwing-Sieb 16 wird das sogenannte Über-Korn
nicht abgetrennt, sondern gleitet über das Schwing-Sieb 16 hinweg
und wird über
eine Abführ-Leitung 20 einem
Auffang-Behälter 21 zugeführt. Durch
das obere Schwing-Sieb 16 fallen das Normal-Korn, also
das Granulat mit der gewünschten Korngröße und das
Unter-Korn, also das Granulat mit zu geringer Korngröße hindurch.
Das Normal-Korn fällt
wiederum nicht durch das untere Schwing-Sieb 17 hindurch,
sondern wird über
eine Überführungs-Leitung 22 einem
Oberflächen-Nachtrocknungs-Behälter 23 von
oben zugeführt.
Das Unter-Korn tritt auch durch das untere Schwing-Sieb 17 hindurch
und wird aus dem Gehäuse 15 nach
unten über
eine Abführ-Leitung 24 einem
Auffang-Behälter 25 zugeführt.
-
In
den nach Art eines Puffer-Behälters
aufgebauten Nachtrocknungs-Behälter 23 mündet von
unten eine Trocknungs-Luft-Leitung 26 ein. Dem Nachtrocknungs-Behälter 23 wird
Trocknungs-Luft mittels eines Gebläses 27 von unten zugeführt. Da
in der Regel das Granulat noch warm ist, kann kalte Luft, also Luft
mit Umgebungstemperatur, eingesetzt werden. Die Luft wird von unten
dem Nachtrocknungs-Behälter 23 über mindestens
eine Einblasstelle zugeführt,
so dass eine Trocknung im Gegenstrom stattfindet. Der Nachtrocknungs-Behälter 23,
das Gehäuse 15 der
Siebmaschine 14 und die Überführungs-Leitungen 13 und 22 sind
mit Isolierungen 23a bzw. 15a bzw. 13a bzw. 22a ummantelt,
um im Betrieb eine Kondensation von Wasser an den Wänden zu
vermeiden. Die Verweilzeit des Granulats im Nachtrocknungs-Behälter 23 wird über eine
dem Behälter 23 nachgeordnete
Zellrad-Schleuse 28 als Austrags-Organ geregelt, die als
Austrags-Einrichtung
für den
Nachtrocknungs-Behälter 23 dient.
Sie ist mittels eines drehzahlregelbaren Motors 29 antreibbar.
Die Ansteuerung, d. h. die Drehzahlsteuerung des Motors 29 und
damit der Zellrad-Schleuse 28 erfolgt über eine Füllstands-Erfassungs-Einrichtung 30 im
Nachtrocknungs-Behälter 23.
-
Die
Größe des Nachtrocknungs-Behälters 23 wird
so dimensioniert, dass die Mindestverweilzeit des Granulates bei
maximaler Durchsatzleistung an Granulat in der zugeführten Trocknungs-Luft
wenigstens 20–30
Sekunden beträgt,
wobei eine längere Verweilzeit
im Bereich von Minuten die Effizienz der thermischen Trocknung verbessert.
Die Verweilzeit im Nachtrocknungs-Behälter 23 ist auf jeden
Fall länger
als die durchschnittliche Verweilzeit eines Granulatkornes in einem
handelsüblichen
Zentrifugal-Trockner.
-
Der
Zellrad-Schleuse 28 ist eine weitere Ausschleus-Weiche 31 nachgeordnet,
durch die Anfahr-Material ausgeschleust werden kann. Das getrocknete
Granulat wird über
eine Fall-Leitung 32 einer Luft-Förder- Leitung 33 zugeführt, durch
die es einem Zielort, beispielsweise einem Silo, zugeführt wird.
-
Das
Ausführungsbeispiel
nach 2 unterscheidet sich von dem nach 1 dadurch,
dass das im Zentrifugal-Entwässerer 6 entwässerte Granulat direkt
dem Oberflächen-Nachtrocknungs-Behälter 23 zugeführt wird.
Damit nicht auch Anfahr-Material dem Nachtrocknungs-Behälter 23 zugeführt wird,
ist dem Zentrifugal-Entwässerer 6 eine
Austrags-Weiche 34 nachgeordnet, durch die das ausgeschleuste
Anfahr-Material einem Auffang-Behälter 35 zugeführt wird.
Das Granulat wird direkt über
die Überführungs-Leitung 13 dem
Nachtrocknungs-Behälter 23 zugeführt und
dort in der bereits geschilderten Weise im Luft-Gegenstrom getrocknet.
Auch dort erfolgt die Regelung der Verweilzeit des zu trocknenden
Granulats im Nachtrocknungs-Behälter 23 über die
Drehzahlregelung der Zellrad-Schleuse 28.
-
Die
Siebmaschine 14 ist der Zellrad-Schleuse 28 nachgeordnet,
wobei das Normal-Korn einem Puffer-Behälter 36 zugeführt wird.
Die Abführung
des Über-Korns
und des Unter-Korns erfolgt wie beim Ausführungsbeispiel nach 1.
-
Dem
Puffer-Behälter 36 ist
wiederum eine Zellrad-Schleuse 37 als Austrags-Organ nachgeordnet,
die von einem drehzahlregelbaren Motor 38 antreibbar ist.
Aus dieser Zellrad-Schleuse 37 wird das getrocknete und
klassierte Granulat der Luft-Förder-Leitung 33 zugeführt.
-
Das
Ausführungsbeispiel
nach 3 entspricht dem nach 2 mit einem
geringen Unterschied. Während
bei den Ausführungsbeispielen nach
den 1 und 2 die aus dem Oberflächen-Nachtrocknungs-Behälter 23 austre tende
Abluft über
einen Abluft-Austritt 39 in die Atmosphäre abgeblasen wird, wird bei
dem Ausführungsbeispiel nach 3 ein
Teil der Abluft entgegengesetzt zum aus dem Zentrifugal-Entwässerer 6 austretenden Granulat-Strom
in die Überführungsleitung 13 geleitet.
Aus dem Zentrifugal-Entwässerer wird
sie durch einen Abluft-Austritt 40 an die Atmosphäre abgegeben.
-
Die über den
Abluft-Austritt 39 des Nachtrocknungs-Behälters 23 in
die Atmosphäre
abgeblasene Menge an Abluft wird mit Hilfe eines verstellbaren Drosselorgans 41 so
eingestellt, dass der aus dem Zentrifugal-Entwässerer 6 in
die Überführungs-Leitung 13 austretende
Granulat-Strom durch die entgegenströmende Abluft nicht behindert
wird, so dass auch eine Verstopfung des Zentrifugal-Entwässerers 6 nicht
eintreten kann.
-
Durch
die dem Granulat am Ausgang des Zentrifugal-Entwässerers 6 und in Teilen
der Überführungs-Leitung 13 entgegenströmende Abluft
wird vermieden, dass feuchte Luft oder Wasserdampf aus dem Zentrifugal-Entwässerer 6 in
den Nachtrocknungs-Behälter 23 strömt. Eine
derartige feuchte Luft oder Wasserdampf könnten an den Wänden auskondensieren,
was naturgemäß nicht
erwünscht
ist.
-
Das
Ausführungsbeispiel
nach 4 unterscheidet sich von dem nach 1 dadurch,
dass die Nachtrocknung bereits in der Siebmaschine 14' stattfindet.
Dieser wird über
zwei Trocknungs-Luft-Zuführ-Stutzen 42, 43 Trocknungs-Luft
von oben zugeführt,
die von oben durch die Schwing-Siebe 16, 17 und
damit auch durch die verschiedenen Granulat-Fraktionen hindurchtritt.
Die Oberflächen-Trocknung
des Granulats erfolgt also primär
im Kreuzstrom. Die Trocknungs-Luft wird mit dem Unter-Korn durch
die Abführ-Leitung 24 nach
unten abgezogen. Aus dieser Leitung 24 wird die Luft über eine
Abluft-Saug-Leitung 44 abgezogen, in der ein Saug-Gebläse 45 angeordnet
ist. Von hier wird die Abluft in die Atmosphäre abgegeben. Durch die Trocknungs-Luft-Zuführ-Stutzen 42, 43 wird
die Luft also mit Atmosphären-Druck
angesaugt.
-
Das
Ausführungsbeispiel
nach 5 unterscheidet sich von dem nach 4 dadurch,
dass die Trocknungs-Luft mittels eines Gebläses 46 in die Sieb-Maschine 14' eingeblasen
wird. Hierdurch wird eine zuverlässige
Luftführung
in der Siebmaschine 14' erreicht.
Bei den Ausführungsbeispielen
nach 4 und 5 dient die Siebmaschine 14' also als Nachtrocknungs-
und Klassier-Einrichtung.
-
Bei
dem Ausführungsbeispiel
nach 6 ist an die Oberseite des Zentrifugal-Entwässeres 6 ein Saug-Gebläse 47 angeschlossen,
das zwei Teil-Luftströme ansaugt
und abbläst.
Zum einen handelt es sich hierbei um den Luftstrom, der vom Gebläse 27 durch
den Oberflächen-Nachtrocknungs-Behälter 23 und
die Überführungs-Leitung 13 in
den Zentrifugal-Entwässerer 6 gelangt.
Zum anderen handelt es sich um einen Teil-Luftstrom, der über einen Ansaug-Filter 48 und
ein Drosselorgan 49 direkt in den Zentrifugal-Entwässerer 6 gesaugt
wird. Hierdurch wird der Wasser-Verdampfungs-Prozess
in dem Zentrifugal-Entwässerer 6 unterstützt.
-
Bei
dem Ausführungsbeispiel
nach 7 erfolgt der Transport der Trocknungs-Luft nur
durch das Saug-Gebläse 47.
In diesem Fall wird der durch die Überführungs-Leitung 13 dem
Zentrifugal-Entwässerer 6 zugeführte Teil-Luftstrom
lediglich angesaugt. Er wird über
einen Ansaug-Filter 50 und
die Trocknungs-Luft-Leitung 26 dem Oberflächen-Nachtrocknungs-Behälter 23 in
der beschriebenen Weise von unten und über einen Ansaug-Filter 51 und
das Drosselorgan 41 dem Behälter 23 zu geführt. In
allen Fällen
kann eine Beeinflussung der über
die Leitung 26 dem Behälter 23 zugeführten Luftmenge über ein
in der Leitung 26 befindliches Drosselorgan 52 erfolgen.