DE102004011036B4 - Garofentür mit wenigstens einer Verbundscheibe - Google Patents
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Abstract
Garofentür mit wenigstens einer Verbundscheibe (16) mit zwei zueinander parallelen Scheiben (20, 22), die unter Bildung eines Schwergas enthaltenden Hohlraums (26) mittels Beabstandungsmitteln voneinander beabstandet und an ihrem Umfang mittels einer umlaufenden Verbindung gasdicht miteinander verbunden sind, wobei wenigstens eine der beiden Scheiben (20, 22) derart elastisch ausgebildet ist, dass sie bei einer aus dem Garraum (2') herrührenden Erwärmung des Schwergases dessen Ausdehnung innerhalb des sich elastisch ausdehnenden gasdichten Hohlraums (26) ermöglicht, wobei wenigstens zwei Verbundscheiben vorgesehen sind, die – jeweils wenigstens eine elastische Scheibe aufweisen, die der elastischen Scheibe der jeweils anderen Verbundscheibe zugewandt ist, und – jeweils wenigstens eine Scheibe aus Glas oder Glaskeramik aufweisen, wobei die wenigstens eine Scheibe aus Glas oder Glaskeramik einer Verbundscheibe mittelbar oder unmittelbar dem Garraum und die wenigstens eine Scheibe aus Glas oder Glaskeramik der anderen Verbundscheibe mittelbar oder unmittelbar dem Nutzer zugewandt ist.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Garofentür mit wenigstens einer Verbundscheibe.
- Garofentüren weisen üblicherweise mehrere zueinander parallele Glas- oder Glaskeramikscheiben auf, deren innere dem Garraum und deren äußere dem Nutzer zugewandt ist. Zwischen der inneren und der äußeren Scheibe können eine oder mehrere Zwischenscheiben angeordnet sein. In den Zwischenräumen zwischen den Scheiben wird Luft gehalten oder geführt.
- Aus der Patentschrift
DE 43 33 033 C1 ist ein temperaturdämmendes Sichtfenster oder -türe, insbesondere für Gar- oder Backöfen mit im Abstand positionierten Scheiben aus durchsichtigem, temperaturbeständigem Material, zwischen denen eine weitere Scheibe angeordnet ist, die randlich mit einer der äußeren Scheiben mittels eines gasdicht geklebten kompressiblen Schlauchs aus Silikon als Abstandshalter verbunden ist, wobei der gasdicht verschlossene Raum zwischen den Scheiben mit einem schlecht wärmeleitenden Gas, z. B. Argon, Krypton oder Kohlendioxid gefüllt sein kann, bekannt. - Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Energieübertragung durch die Garofentür bei einfachem Aufbau zu reduzieren.
- Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
- Die Verbundscheibe für eine einen Garraum verschließende Garofentür besitzt zwei zueinander parallele Scheiben, die unter Bildung eines Schwergas enthaltenden Hohlraums mittels Beabstandungsmitteln voneinander beabstandet und an ihrem Umfang mittels einer umlaufenden Verbindung gasdicht miteinander verbunden sind, wobei wenigstens eine der beiden Scheiben derart elastisch ausgebildet ist, dass sie bei einer aus dem Garraum herrührenden Erwärmung des Schwergases dessen Ausdehnung innerhalb des sich elastisch ausdehnenden gasdichten Hohlraums ermöglicht.
- Die wenigstens eine elastische Scheibe ist insbesondere aus Kunststoff, vorzugsweise aus Polycarbonat. Sie ist vorzugsweise auf der vom Garraum abgewandten Rückseite der dem Garraum zugewandten Scheibe angeordnet. Die dem Garraum zugewandte Scheibe ist insbesondere aus Glas oder Glaskeramik.
- Vorzugsweise sind die Beabstandungsmittel elastisch. Sie sind insbesondere als umlaufende Kröpfung wenigstens einer der beiden Scheiben ausgebildet, vorzugsweise der elastischen. Sie können aber auch als umlaufende Verbindung ausgebildet sein.
- Vorzugsweise ist die umlaufende Verbindung elastisch. Sie ist insbesondere eine Dichtung, die vorzugsweise mit den Scheiben verklebt ist. Sie kann aber auch als Klebespur ausgebildet sein. Die umlaufende Verbindung ist insbesondere aus Silikon.
- Die Scheiben, Abstandsmittel und Verbindungsmittel sind insbesondere temperaturbeständig und gasdicht, insbesondere gasdiffusionsdicht.
- Erfindungsgemäß ist eine Garofentür mit zweien der vorbeschriebenen Verbundscheibe vorgesehen. Die beiden Verbundscheiben weisen jeweils wenigstens eine elastische Scheibe auf, die der elastischen Scheibe der jeweils anderen Verbundscheibe zugewandt ist. Sie weisen jeweils wenigstens eine Scheibe aus Glas oder Glaskeramik auf, wobei die wenigstens eine Scheibe aus Glas oder Glaskeramik einer Verbundscheibe mittelbar oder unmittelbar dem Garraum und die wenigstens eine Scheibe aus Gas oder Glaskeramik der anderen Verbundscheibe mittelbar oder unmittelbar dem Nutzer zugewandt ist. Der jeweils letzten Verbundscheibe ist in Richtung des Nutzers insbesondere eine Zwischenscheibe und/oder eine Frontscheibe vorgelagert.
- Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Die zugehörige schematische Zeichnung zeigt eine verschlossene Garofenmuffel im Schnitt.
- Die im wesentlichen kubische Garofenmuffel
2 weist zwei einander gegenüberliegende Seitenwände4 , eine Decke6 , einen Boden8 , eine Rückwand10 und eine der Rückwand gegenüberliegende Beschickungsöffnung12 auf, die durch eine Garofentür14 verschließbar ist. Die Garofenmuffel2 umschließt einen Garraum2' . - Die Garofentür
14 besitzt eine Verbundscheibe16 , der nutzerseitig eine Frontscheibe18 aus Glas oder Glaskeramik vorgelagert ist. Alle Scheiben können in einem nichtdargestellten Rahmen aufgenommen sein. Es ist aber auch möglich, auf nichtdargestellte Weise Träger beispielsweise an der Frontscheibe18 anzukleben und an den Trägern die übrigen Scheiben aufzunehmen. - Die Verbundscheibe
16 weist eine dem Garraum2' zugewandte Innenscheibe20 aus temperaturbeständigem Glas oder Glaskeramik und eine dazu parallele Zwischenscheibe22 aus temperaturbeständigem Kunststoff, beispielsweise Polycarbonat, auf, die dem Nutzer zugewandt ist. Zwischen beiden Scheiben20 und22 ist in deren Randbereich eine umlaufende Dichtung24 aus Silikon aufgenommen. Ihr Querschnitt ist rechteckig, insbesondere quadratisch. Sie ist an gegenüberliegenden Seiten an den Scheiben20 und22 angeklebt. Ihre Dicke liegt zwischen 4 und 8 mm, ihre Breite entsprechend in derselben Größenordnung. - Die einander im Abstand von 4 bis 8 mm gegenüberliegenden Scheiben
20 und22 und die dazwischen umlaufende Dichtung24 begrenzen einen Verbundhohlraum26 , der mit Schwergas, insbesondere Xenon oder Krypton, gefüllt ist. - Zwischen der Kunststoffscheibe
22 der Verbundscheibe16 und der Frontscheibe18 befindet sich Luft, die mit der Atmosphärenluft der Umgebung in Verbindung steht, so dass freier Druckaustausch gegeben ist. Der Abstand zwischen der Kunststoffscheibe22 der Verbundscheibe16 und der Frontscheibe18 ist derart bemessen, dass sich die Kunststoffscheibe22 unter dem Einfluss der Ausdehnung erwärmten Schwergases ausreichend in Richtung der Frontscheibe18 wölben kann. - Die Wirkungsweise ist folgende:
Die während des Garofenbetriebs im Garraum2' vorhandene Wärme erhitzt zunächst die dem Garraum2' zugewandte Glasscheibe20 . Diese leitet daraufhin ihre Wärme zumindest anteilig an das im Hohlraum26 aufgenommene Schwergas weiter, das sich dadurch ausdehnt und den Hohlraum26 vergrößert, indem es die Kunststoffscheibe22 in Richtung der Frontscheibe18 wölbt. Damit ist es ohne zusätzliche Expansionsgefäße möglich, Schwergas zur Reduzierung der Energieübertragung durch die Garofentür und zur Verringerung der Oberflächentemperatur der Frontscheibe einzusetzen. Die Vorteile dieser Lösung resultieren aus der Verringerung des Energieverbrauchs des Garofens in der Weise, dass der Übertragungsverlust in schwergasgefüllten Räumen deutlich reduziert ist.
Claims (13)
- Garofentür mit wenigstens einer Verbundscheibe (
16 ) mit zwei zueinander parallelen Scheiben (20 ,22 ), die unter Bildung eines Schwergas enthaltenden Hohlraums (26 ) mittels Beabstandungsmitteln voneinander beabstandet und an ihrem Umfang mittels einer umlaufenden Verbindung gasdicht miteinander verbunden sind, wobei wenigstens eine der beiden Scheiben (20 ,22 ) derart elastisch ausgebildet ist, dass sie bei einer aus dem Garraum (2' ) herrührenden Erwärmung des Schwergases dessen Ausdehnung innerhalb des sich elastisch ausdehnenden gasdichten Hohlraums (26 ) ermöglicht, wobei wenigstens zwei Verbundscheiben vorgesehen sind, die – jeweils wenigstens eine elastische Scheibe aufweisen, die der elastischen Scheibe der jeweils anderen Verbundscheibe zugewandt ist, und – jeweils wenigstens eine Scheibe aus Glas oder Glaskeramik aufweisen, wobei die wenigstens eine Scheibe aus Glas oder Glaskeramik einer Verbundscheibe mittelbar oder unmittelbar dem Garraum und die wenigstens eine Scheibe aus Glas oder Glaskeramik der anderen Verbundscheibe mittelbar oder unmittelbar dem Nutzer zugewandt ist. - Garofentür nach Anspruch 1, bei der die Beabstandungsmittel und/oder die umlaufende Verbindung derart elastisch ausgebildet sind, dass sie bei einer aus dem Garraum (
2' ) herrührenden Erwärmung des Schwergases dessen Ausdehnung innerhalb des sich elastisch ausdehnenden gasdichten Hohlraums ermöglichen. - Garofentür nach Anspruch 1 oder 2, bei der die wenigstens eine elastische Scheibe (
22 ) aus Kunststoff ist. - Garofentür nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der die wenigstens eine elastische Scheibe (
22 ) aus Polycarbonat ist. - Garofentür nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der die Beabstandungsmittel elastisch sind.
- Garofentür nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei der die Beabstandungsmittel als umlaufende Kröpfung wenigstens einer der beiden Scheiben (
20 ,22 ) ausgebildet sind. - Garofentür nach Anspruch 6, bei der die Kröpfung an der elastisch ausgebildeten Scheibe (
22 ) ausgebildet ist. - Garofentür nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei der die Beabstandungsmittel als umlaufende Verbindung ausgebildet sind.
- Garofentür nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei der die umlaufende Verbindung (
24 ) elastisch ist. - Garofentür nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei der die umlaufende Verbindung (
24 ) eine Dichtung ist, die insbesondere mit den Scheiben (20 ,22 ) verklebt ist. - Garofentür nach einem der Ansprüche 1 bis 10, bei der die umlaufende Verbindung (
24 ) eine Klebespur ist. - Garofentür nach einem der Ansprüche 1 bis 11, bei der die umlaufende Verbindung (
24 ) aus Silikon ist. - Garofentür nach einem der Ansprüche 1 bis 12, bei der die Scheiben (
20 ,22 ), Beabstandungsmittel und Verbindungsmittel (24 ) temperaturbeständig und gasdicht, insbesondere gasdiffusionsdicht, sind.
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