-
Die
Erfindung betrifft eine Blende für
einen Belichtungsapparat zur Projektion eines Musters in eine photoempfindliche
Schicht, die in einer Bildebene des Belichtungsapparates eingebracht
ist, sowie ein Verfahren zum Steuern der Blende bei einer Belichtung
zur Durchführung
einer Belichtung der photoempfindlichen Schicht in dem Belichtungsapparat. Die
Erfindung betrifft insbesondere auch die Belichtung eines mit einer
photoempfindlichen Schicht bedeckten Halbleitersubstrats zur Herstellung
integrierter Schaltungen.
-
Zur
Strukturierung einzelner Ebenen einer integrierten Schaltung werden
in der Halbleiterfertigung Belichtungsapparate eingesetzt. Mit ihnen
werden jeweils Photomasken bestrahlt, auf denen das auf das Halbleitersubstrat
zu übertragende
Muster gebildet ist. Das Halbleitersubstrat ist üblicherweise mit einer photoempfindlichen
Schicht bedeckt, die im Bereich der in dem Muster gebildeten Öffnungen
belichtet wird und im Bereich der in dem Muster auf der Maske gebildeten
opaken Flächen
unbelichtet bleibt. Die photoempfindliche Schicht wird anschließend entwickelt
und dabei in Abhängigkeit
von der Belichtung entfernt. Die in der nun entwickelten Schicht
gebildeten Öffnungen
werden in eine unterliegende Schicht beispielsweise in einem Ätzvorgang übertragen.
Die auf dem Halbleitersubstrat gebildeten Schicht- oder Lackmasken
können
auch zur lokalen Implantation, chemischen Umwandlung der Oberfläche etc.
genutzt werden.
-
Der
Aufbau eines solchen Belichtungsapparates kann grundsätzlich unterteilt
werden in: eine Strahlungsquelle, eine Illuminatoroptik, die Photomaske,
eine Projektionsoptik und die Bildebene, welche das Halbleitersubstrat
aufnimmt. Dabei wird das von der Strahlungsquelle erzeugte Licht
monochromatisiert und in Richtung auf die Illuminatoroptik gebündelt. Die
Strahlungsquelle ist in der Regel innerhalb eines Ellipsoidalspiegels
angeordnet.
-
Die
Illuminatoroptik umfasst eine Anzahl von Kondenserlinsen, Umlenkspiegeln
und Blenden, die den Strahlengang in dem Belichtungsapparat definieren.
Zur Homogenisierung der Lichtverteilung über das Bildfeld ist darin
oftmals auch eine sogenannte Fly-Eye-Lens, eine facettenartige Linse
mit einer Vielzahl von fokussierenden Linsenelementen, vorgesehen.
-
Der
den Strahlengang in der Illuminatoroptik durchlaufende Lichtstrahl
fällt nach
dem Passieren einer letzten Kondenserlinse als paralleles Strahlenbündel auf
die Photomaske und wird dort an den darauf das Muster bildenden
Strukturen in verschiedene Ordnungen gebeugt. Der Ablenkwinkel der
die verschiedenen Beugungsordnungen repräsentierenden Teilstrahlen hängt von
der Dichte der Strukturen auf der Maske ab.
-
Die
Teilstrahlen durchlaufen nun weiter die Projektionsoptik, die ein
kontrastreiches und hochaufgelöstes
Abbild des Musters in der Bildebene erzeugt, in welcher die photoempfindliche
Schicht des Halbleitersubstrats positioniert ist. In der Projektionsoptik
ist eine Aperturblende vorgesehen, mit welcher die Numerische Apertur
eingestellt und somit die Auflösung
variiert werden kann.
-
Aus
der Druckschrift
US
6,704,092 B2 ist ein Belichtungsapparat bekannt, der auf
der oben beschriebenen Grundstruktur basiert. Eine der Blenden ist
dabei an einer definierten Position in dem Strahlengang relativ
zu den Kondenserlinsen angeordnet. In dieser Position ist die Intensitätsverteilung
des von der Strahlungsquelle erzeugten Lichtes innerhalb einer Ebene
senkrecht zur optischen Achse des Strahlengangs mit derjenigen Intensitätsverteilung,
die in der entsprechenden Ebene am Ort des Musters auf der Photomaske
entsteht, gerade durch eine Fourier-Transformation verknüpft. Im
trivialen Fall einer homogenen Verteilung des Lichts am Ort der
Maske entspricht dieser eine Fourier-Transformierte mit einer nahezu
punktförmigen
Verteilung am Ortes der Blende. Im folgenden wird der Ort dieser
Blende auch als Fourier-Ebene bezeichnet.
-
Eine
Optimierung des Abbildungsverhaltens wird erreicht, indem bestimmte
Ausformungen der Blende bereitgestellt und in den Belichtungsapparat eingesetzt
werden. Bekannt ist z.B. eine Dipolblende, die zwei runde Öffnungen
vorsieht, die symmetrisch in einem Abstand von der optischen Achse
angeordnet sind. In der genannten Druckschrift
US 6,704,092 B2 wird eine
Modifikation der in der Fourier-Ebene erhaltenen Intensitätsverteilung
erzielt, indem ein speziell dieser Blende zugeordnetes Beugungsgitter
(diffraction grating) in den Strahlengang eingebracht wird. Das
Beugungsgitter spaltet den von der Strahlungsquelle stammenden Strahl
in zwei Teilstrahlen auf, die von der optischen Achse abgelenkt
werden. Sie werden von einer der Kondenserlinsen in die Fourier-Ebene
fokussiert, wo sie abseits der optischen Achse auf die Dipol-Lochblende
fallen.
-
Auf
das Muster der Photomaske fallen dann unter unterschiedlichen, schrägen Winkeln
zwei Teilstrahlen ein. Der schräge Einfall
bietet den Vorteil, dass bei geringer Numerischer Apertur die 0-te
und die +1-te Beugungsordnung zum Luftbild, das in der Bildebene
der Projektionsoptik entsteht, beitragen, während die –1-te Beugungsordnung durch
einen hohen Ablenkwinkel in der Aperturblende ausgefiltert wird.
Dies führt
zu einem schärferen
Intensitätskontrast.
-
Auf
diese Weise lassen sich verschiedene Blendentypen realisieren, die
jede für
sich ein bestimmtes Abbildungsverhalten in Abhängigkeit von dem auf der Photomaske
gebildeten Muster erzielen sollen. Bei der Dipol- oder der gleichfalls
bekannten Quadrupolbeuchtung sind z.B. die Winkel, mit denen die Öffnungen
innerhalb der Blenden- bzw. Fourier-Ebene angeordnet sind, mit den
entsprechenden Winkeln von Strukturen, z.B. Orientierungen von Linien-Spalten-Mustern,
auf der Maske abgestimmt. So können
in durch das Muster vorgegebenen Vorzugsrichtungen erhöhte Auflösungen erzielt
werden.
-
Herkömmlich verwendete
Blenden sind als Plättchen
realisiert, in denen Öffnungen
vorgesehen sind, die Licht einer gewünschten Intensitätsverteilung
in der Fourier-Ebene passieren lassen. Geringe Variationen sind
möglich,
wenn einzelne Teile der Plättchen
beweglich zueinander eingerichtet sind, so dass die Größe und Form
der jeweiligen Öffnung
angepasst werden kann. Solche Lösungen
sind jedoch sehr umständlich
und können
Ursachen weiterer Störungen
wie z.B. Kontamination aufgrund reibender Teile in den Belichtungsapparaten
darstellen.
-
Eine
geeignete Blende wird für
ein vorgegebenes Muster, das mittels einer Photomaske auf ein Halbleitersubstrat
zu übertragen
ist, ausgewählt,
indem beispielsweise eine numerische Simulation der optischen Projektion
ausgeführt
wird. Bei einer solchen Simulation werden für jede Einstellung von opti schen
Parametern (Fokus, Dosis, Numerische Apertur, Vergrößerung,
Linsenabstände,
etc.) in dem Strahlengang Lichtbeiträge von einzelnen Flächen in der
Fourier-Ebene zu dem in der Bildebene entstehenden Luftbild bestimmt.
Durch eine Optimierung des Luftbildes unter Variation der Lichtbeiträge einzelner
Flächen
erhält
man eine „optimale
Verteilungsfunktion" von
Lichtbeiträgen
in der Fourier-Ebene.
-
Es
ist das Ziel, mit einer derart bestimmten optimalen Verteilungsfunktion
möglichst
nahe an ein kommerziell erhältliches
Blendenplättchen
mit Öffnungen
heranzukommen. Das heißt,
die Auswahl der in ein Belichtungsapparat in der Illuminatoroptik
verwendbaren Blenden ist beschränkt
und geht infolge dessen als einschränkende Nebenbedingung in die Simulation
ein. Es können
somit nicht immer die optimalen Einstellungen für ein abzubildendes Muster gefunden
werden im Vergleich zu dem, was theoretisch unter einer freien Wahl
der Blendenöffnungen möglich wäre.
-
Es
ist daher die Aufgabe der Erfindung, die Flexibilität bei der
Auswahl von Blenden für
die Übertragung
eines Musters von einer Maske in eine photoempfindliche Schicht
zu erhöhen.
Es ist vor allem eine Aufgabe der Erfindung, die Qualität der Abbildung
zu verbessern und die Auflösung
zu erhöhen. Es
ist weiter eine Aufgabe der Erfindung, die Handhabung der Umstellung
von Blenden für
nachfolgend zu belichtende Photomasken zu vereinfachen und so den
Durchsatz zu erhöhen.
-
Die
Aufgabe wird gelöst
durch eine Blende für
einen Belichtungsapparat zur Projektion eines Musters in eine photoempfindliche
Schicht, die in einer Bildebene des Belichtungsapparates eingebracht ist,
umfassend:
- – ein Substrat mit einer Oberfläche für die Reflexion
eines einfallenden Lichtstrahls, in welcher wenigstens ein Element
angeordnet ist, das eine Reflektionseigenschaft aufweist, die über eine
elektrische Verbindung mit dem Element von außen veränderbar ist,
- – eine
Steuereinheit zum Einstellen der Reflexionseigenschaft des Elementes
von außen,
wobei die Steuereinheit mit dem Element in der Oberfläche des
Substrates der Blende elektrisch verbunden ist.
-
Die
Aufgabe wird des Weiteren gelöst
durch einen Belichtungsapparat mit den Merkmalen des Anspruchs 6
und durch ein Verfahren zum Steuern der Blende in dem Belichtungsapparat
mit den Merkmalen des Anspruchs 12.
-
Die
Auswahl herkömmlich
erhältlicher
Blendenplättchen
mit transparenten Öffnungen
stellt grundsätzlich
immer nur einen Kompromiss zwischen dem Aufwand, eine neue, noch
besser zur simulierten Verteilungsfunktion passendere Blende anzufordern
und herzustellen, und dem hinzunehmenden Verlust and Qualität der Abbildung
dar.
-
Die
Erfindung sieht hingegen vor, ein Substrat in den Strahlengang zu
bringen, dessen Reflexionseigenschaften mittels einer Steuereinheit
lokal unterschiedlich eingestellt werden können. Das Substrat weist Elemente
auf, die jeweils unabhängig
voneinander steuerbar sind. Gesteuert werden können deren Reflexionseigenschaften
in bezug auf die Richtung des Strahlengangs, insbesondere deren Reflexionsgrad.
-
Im
Unterschied zu den herkömmlichen
Blendenplättchen,
bei denen Flächen
mit einer gewünschten
hohen Intensitätsverteilung
in der Fourier-Ebene durch transparente Öffnungen repräsen tiert
werden, werden bei der Erfindung diese Flächen durch Einstellen eines
hohen Reflexionsgrades bei den betreffenden Elementen gebildet.
Es handelt sich demnach bei der erfindungsgemäßen Blende primär um ein
reflektierendes Substrat, wobei nicht ausgeschlossen ist, dass aktuell
nicht reflektierende Elemente das einfallende Licht – anstatt
es zu absorbieren – einfach
transmittieren lassen.
-
Gemäß einer
Ausgestaltung sind die Elemente in der Oberfläche des Substrates der Blende matrixförmig angeordnet,
wobei es lediglich darauf ankommt, dass einzelne Elemente aufgrund
ihrer Koordinatenposition durch die Steuereinheit ansteuerbar sind.
So kann etwa eine gewünschte
Intensitätsverteilung,
die in einer Simulation durch Optimierung bestimmt wurde, in eine
Karte der Reflexionseigenschaften über der Elementmatrix umgewandelt
werden. Auf diese Weise lassen sich ohne großen Aufwand beliebige Reflexionsmuster
in der Oberfläche des
Substrates bilden. Die softwaremäßige Aufgabe der
Umrechnung aus dem Simulationsergebnis und der hardwaremäßigen Ansteuerung
der Elemente in dem Substrat können
getrennt von zwei Teilvorrichtungen der Steuereinheit oder gemeinsam
erledigt werden.
-
Limitiert
wird die Übereinstimmung
von optimierten Simulationsergebnis, d.h. der gewünschten Intensitätsverteilung,
und der von der Steuereinheit einstellbaren Reflexionskarte durch
das Kontrastverhältnis
und die durch die maximale Elementdichte begrenzte Auflösung.
-
Von
der Firma Sony wurde in völlig
anderem Zusammenhang, nämlich
im Bereich der Videoanwendungen, eine Technologie vorgeschlagen,
die eine Anzeigevorrichtung mit einem Kontrastverhältnis von
3000 : 1 (hell/reflektierend : dunkel/absorbie rend) und einem Pixelabstand
von 0.35 μm
aufweist (Pressemitteilung Sony: „Sony Develops Silicon Crystal
Display Technology for Full HD Video Applications", datiert vom 27.02.2003,
im Internet am 21.03.2004 einsehbar unter http://www.lcdprojectorbulbs.com/lcdprojectorbulbspressrelease.asp_Q_prid_E_57).
-
Bei
dieser Technologie handelt es sich um eine Siliziumkristall-Reflektionsanzeigevorrichtung. Es
wird dabei eine anorganische Justierschicht anstatt eines organischen
Polyimidfilms, wie er etwa in LCD-Anzeigevorrichtungen eingesetzt
wird, verwendet. LCD-Anzeigevorrichtungen degradieren bei hochenergetischer
Strahlung, welches bei den Siliziumkristall-Reflektionsanzeigevorrichtungen
nicht der Fall ist. Es wurde von den Erfindern herausgefunden, dass
sich die Technologie insofern auch für den Einsatz in Belichtungsapparaten
bei der Halbleiterherstellung eignet.
-
Insbesondere
ist das mit dieser Technologie erzielbare Kontrastverhältnis und
die Auflösung
kompatibel mit den Anforderungen an eine Blende im Belichtungsapparat.
-
Besonders
vorteilhafte Ausgestaltungen sind den abhängigen Ansprüchen zu
entnehmen.
-
Die
Erfindung soll nun anhand eines Ausführungsbeispiels mit Hilfe einer
Zeichnung näher
erläutert
werden. Darin zeigen:
-
1 eine Auswahl von Blenden mit Blendenplättchen nach
dem Stand der Technik: a) konventionelle Rundblende, b) annulare
Blende, c) Quadrupolblende, d) Dipolblende;
-
2 die
Funktionsweise einer herkömmlichen
Blende anhand des Beispiels aus 1b);
-
3 die
Funktionsweise eines Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemäßen Blende;
-
4 ein
Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Belichtungsapparates.
-
In 1 ist eine Anzahl von Blenden 11–14 verschiedenen
Typs gezeigt, so wie sie herkömmlich verwendet
werden. 1a zeigt eine konventionelle Rundblende
mit einem Blendplättchen 30,
in dem eine runde Öffnung 20 gebildet
ist. Aufgrund eines vergleichsweise höher erzielbaren Schärfekontrast wird
zum Zweck der Schrägbelichtung
oftmals auch eine in 1b gezeigte annulare Blende 12 eingesetzt.
Sie umfasst zwei Teilplättchen,
ein Rundblendenplättchen 31 und
ein zentrales kreisförmiges Plättchen 32,
dessen Befestigung an dem äußeren Plättchen der Übersichtlichkeit
halber nicht dargestellt ist. Durch die Teilplättchen wird eine ringförmige transparente Öffnung 21 gebildet.
-
Die 1c und 1d zeigen
eine Quadrupolblende 13 bzw. eine Dipolblende 14.
Sie umfassen Blendplättchen 33 bzw. 34 und
von der optischen Achse beabstandete Öffnungen 22 – 27.
Die optischen Achsen entsprechen in den 1c und 1d den
Mittelpunkten der runden Blendplättchen.
-
Die
in 1 gezeigten Blenden 11 – 14 werden
je nach Anwendung durch gegenseitigen Austausch unter Öffnung des
Belichtungsapparates oder etwa durch Drehung einer Scheibe, auf
welcher sie gemeinsam angeordnet sind, ausgewechselt.
-
2 zeigt
die Funktionsweise einer herkömmlichen
Blende. Die annulare Blende 12 ist in der Ebene 50 angeordnet,
die dadurch definiert ist, dass eine in dieser Ebene 50 vorhandene
Intensitätsverteilung
aufgrund der Linsenanordnung gerade eine Fourier-Transformierte
der am Ort der Photomaske 96 entstehenden Intensitätsverteilung
darstellt.
-
Ein
Lichtstrahl 100 der Strahlungsquelle 70 wird auf
die Blende 12 gelenkt. Nur das in der Fourier-Ebene 50 auf
die ringförmige Öffnung 21 der Blende 12 treffende
Licht 21' kann
die Blende 12 passieren und als Lichtstrahl 101 weiter
in Richtung auf die Photomaske 96 kondensiert werden. Durch
die Blendplättchen 31, 32 werden
Lichtanteile 31', 32' ausgefiltert.
Die auf der rechten Seite der 2 und 3 dargestellten
Ebenen bezeichnen keinen Gegenstand des Belichtungsapparates sondern
besitzen nur illustrativen Charakter.
-
In 3 ist
die Funktionsweise eines Ausführungsbeispiels
der Erfindung aufgezeigt. Die erfindungsgemäße Blende 1 umfasst
eine Steuereinheit 48, hier nur vereinfacht als Laptop
dargestellt, und ein reflektierendes Substrat 40. Das Substrat 40 besitzt
eine Oberfläche 44,
in dem Elemente 41, 42 angeordnet sind.
-
Vorzugsweise
ist das Substrat eine Siliziumkristall-Reflektionsanzeigevorrichtung (Silicon
Crystal Reflective Device, Abkürzung:
SXRD). Die Elemente 41, 42 entsprechen einer matrixförmigen Anordnung
von Pixeln in der Oberfläche
der Vorrichtung. Das Substrat ist in Größe und Form angepasst und mit
einer Halterung (nicht gezeigt) versehen worden, so dass es in einem
Belichtungsapparat installiert werden kann.
-
Die
Steuereinheit 48 ist über
eine Steuerleitung mit dem Substrat verbunden, so dass jedes der Elemente 41, 42 einzeln
und unabhängig
voneinander angesteuert werden kann. Es ist natürlich auch möglich, Gruppen
von Elementen gemeinsam anzusteuern, jedoch so, dass ein Reflexionsmuster
mit einer hinreichenden Auflösung
auf dem Substrat erzeugt werden kann.
-
In
der Steuereinheit 48 ist eine aus einer Simulation erhaltene
Intensitätsverteilung 91 geladen worden.
Sie ist schematisch auf dem Bildschirm des Laptops der Steuereinheit 48 dargestellt.
Diese kann mehr oder weniger kontinuierliche Intensitätswerte oder
auch nur binäre
Werte je Bildfeldpunkt aufweisen. Beispielsweise mit einem Softwareprogramm wird
die Verteilung in eine Reflexionsverteilung für die Elemente 41, 42 in
der Oberfläche 44 des
Substrates 40 der Blende 1 umgerechnet.
-
Die
Elemente 41 bekommen einen niedrigen Reflexionsgrad, die
Elemente 42 bekommen einen hohen Reflexionsgrad von der
Steuereinheit 48 zugewiesen. Über die Steuerleitung werden
sie elektronisch eingestellt. Der gewünschte Blendentyp ist als Blendenmuster
auf der Oberfläche 44 in
Form einer Reflexionsverteilung 51 (hell, reflektierend), 61, 62 (dunkel,
absorbierend) eingestellt.
-
Eine
Strahlungsquelle erzeugt einen Lichtstrahl 100, der auf
die Oberfläche 44 vorzugsweise senkrecht
oder wenigstens unter einem großen
Winkel einfällt.
Nur ein Teil 51',
der auf den ringförmig ausgebildeten
Abschnitt 51 mit reflektierenden Elementen 42 fällt, verbleibt
als Lichtstrahl 101 im Strahlengang.
-
4 zeigt
den Aufbau eines erfindungsgemäßen Belichtungsapparates 2.
Die Strahlungsquelle 70 erzeugt einen monochromatischen
Lichtstrahl 100, der durch einen Ellipsoidalspiegel 72 in
die Illuminatoroptik des Apparates 2 eingespeist wird.
Die Illuminatoroptik wird durch die Teile mit den Bezugszeichen 72 bis 94 ohne
Anspruch auf vollständige Darstellung
zusammengesetzt.
-
Der
Lichtstrahl passiert eine erste Kondenserlinse 74 und eine
Fly-Eye-Lens 76. Deren Eingangsebene ist konjugiert zu
der Ebene, in welcher sich das Muster der Photomaske befindet. Deren Ausgangsebene
bzw. diejenige ihrer Facetten stellt dagegen eine Fourier-transformierte
zu der Maskenebene dar. In dieser Ebene ist ein erster Aperturstop 78 der
Illuminatoroptik vorgesehen. Nach dem Durchstrahlen einer zweiten 80 und
einer dritten 82 Kondenserlinse trifft der Lichtstrahl 100 auf
einen halbdurchlässigen
Umlenkspiegel 84. Von diesem wird der Lichtstrahl fokussiert
auf das Substrat 40 der Blende 1 geworfen. Die
Blende 1 ist in der Fourier-Ebene 50 angeordnet,
die über
eine Fourier-Transformation mit einer Intensitätsverteilung am Ort des Musters 98 der
Photomaske 96 in Beziehung steht.
-
Nach
dem in 3 beschriebenen Verfahren ist dort ein Reflexionsmuster,
das einen Blendentyp repräsentiert,
in der Oberfläche
gebildet worden. Ein um die absorbierten Teile gefilteter Lichtstrahl 101 wird
von Elementen 42 der Oberfläche zu dem halbdurchlässigen Spiegel 84 zurückreflektiert
und passiert diesen. Über
eine vierte Kondenserlinse 86, eine Reticle-Blende 88,
eine fünfte
Kondenserlinse 90, einen Umlenkspiegel 92 und
eine sechste Kondenserlinse 94 trifft der Lichtstrahl auf
die Photomaske 96.
-
Durch
die Bildung eines annularen Reflexionsmusters müssen weitere Massnahmen im
gezeigten Strahlengang getroffen werden, etwa die Einbeziehung eines
aufweitenden oder aufspaltenden Beugungsgitters. Der Übersichtlichkeit
halber sind diese in 4 nicht dargestellt. Der auf
dem Gebiet der lithographischen Projektion kundige Fachmann ist
mit seinem Fachmann durchaus in der Lage, die entsprechenden Details
beim Nachbau des in 4 dargestellten Apparates einzufügen. Desgleichen
ist der Gang des Lichtstrahls 100, 101 vereinfacht
dargestellt, insbesondere ist der schräge Lichteinfall in der Darstellung
zur Übersichtlichkeit
in 4 ausgelassen.
-
Durch
eine Projektionsoptik 112 wird die somit bestrahlte Photomaske 96 bzw.
das aus Strukturen 110 gebildete Muster 98 auf
einem Halbleitersubstrat 116, das auf einer Substrathalterung 118 abgelegt
ist, abgebildet. Abhängig
von abzubildenden Muster 98 kann dabei auch die Numerische
Apertur mittels einer Aperturblende 114, die in einer Fourier-Ebene
des Musters 98 in der Projektionsoptik angeordnet ist,
eingestellt werden.
-
Eine
Steuereinheit 122 des Belichtungsapparates 2 kontrolliert
in Abhängigkeit
von der Anforderung eines fabrikweiten Fertigungsplanungssystems
den Ladevorgang der Photomaske 96 mit dem Muster 98 durch
eine Reticle-Ladevorrichtung 120. In einer Bibliothek 124 ist
eine aus einer Simulation 126 der Abbildung des Musters 98 hervorgegangene,
optimierte Intensitätsverteilung 91 für die Fourier-Ebene 50 abgelegt
worden. Mit dem Laden der Photomaske wird die Verteilung 91 aus
der Bibliothek 124 gelesen und in den Speicher 128 der
Steuereinheit 48 geladen. Die Steuereinheit berechnet daraus
das Reflexionsmuster, nach dem die Reflexionseigenschaften der Ele mente
in Abhängigkeit
von ihrer Position auf der Oberfläche 44 des Substrates
einzustellen sind. Erst wenn dieses Reflexionsmuster in der Blende 1 eingestellt
ist, wird die Belichtung vollzogen.
-
Es
wird somit ein aufwendiger Blendenwechsel vermieden und es kann
ein sehr genau an die gewünschte
Intensitätsverteilung
in der Fourier-Ebene angepasster Blendentyp softwaregesteuert eingestellt
werden, ohne dass dabei Kompromisse einzugehen sind.
-
- 1
- Blende
- 2
- Belichtungsapparat
- 11–14
- konventionelle
Blenden
- 21–27
- Öffnungen
in konventionellen Blenden
- 31–34
- Blendenplättchen (starr)
- 40
- Substrat
(SXRD)
- 41
- Element
(aktuell absorbierend)
- 42
- Element
(aktuell reflektierend)
- 44
- Oberfläche des
Substrates
- 46
- Steuerleitung
- 48
- Steuereinheit
(Blende)
- 50
- Fourier-Ebene
(zu Ebene mit Muster auf der Maske)
- 51
- reflektierende
Flächen
- 61,62
- absorbierende
Flächen
- 70
- Strahlungsquelle
- 72–94
- Illuminatoroptik
- 91
- Intensitätsverteilung,
optimiert in Simulation
- 96
- Photomaske
- 98
- Muster
auf Photomaske
- 100,101
- Lichtstrahl
- 112
- Projektionsoptik
- 114
- Aperturblende
in Projektionsoptik
- 116
- Halbleitersubstrat
mit photoempfindlicher Schicht
- 118
- Substrathalterung
- 120
- Ladevorrichtung
- 122
- Steuereinheit
(Belichtungsapparat)
- 124
- Bibliothek
optimierter Verteilungen
- 126
- numerische
Simulation
- 128
- Speicher