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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Sequenzierungssystem
und insbesondere auf ein Sequenzierungssystem zum Sequenzieren einer
ersten Knotenspannung und einer zweiten Knotenspannung.
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Integrierte
Schaltungen (ICs) können
bei zwei Leistungsversorgungsspannungen arbeiten, um einen Leistungsverbrauch
zu minimieren, während ein
Verhalten verbessert wird. Die integrierten Schaltungen, die in
Dualspannungsversorgungsanwendungen verwendet werden, sind üblicherweise
entworfen, um eine interne oder Kernlogik, die bei einem Spannungspegel
arbeitet, und Eingangs/Ausgangs-(I/O-)Schaltungen aufzuweisen, die
bei einem weiteren Spannungspegel arbeiten. Der Leistungsversorgungsspannungspegel,
der durch die Kernlogik verwendet wird, ist üblicherweise ausgewählt, um innerhalb
Spannungsgrenzen zu liegen, die durch IC-Prozeß-Entwurfsregeln vorgegeben werden, die eine
Logikdichte maximieren. Die höheren
Leistungsversorgungsspannungen, die durch die I/O-Schaltungen verwendet
werden, maximieren eine IC-Treiber-Fähigkeit oder Schaltgeschwindigkeit.
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ICs,
die Dualleistungsversorgungen verwenden, machen es oft erforderlich,
daß eine
bestimmte Sequenz während
einer Aktivierung der Versorgungen eingehalten wird. Dies ist so,
da ein zufälliges Anlegen
der Versorgungsspannungen an die I/O-Schaltungen und die Kernlogik
dazu führen
kann, daß unbeabsichtigte
Logikzustände
zwischen der Kernlogik und den I/O-Schaltungen weitergeleitet werden.
Was noch schlimmer ist, katastrophale Ausfälle der ICs können resultieren,
wenn ein Latch-up durch das zufällige
Anlegen der Versorgungsspannungen ausgelöst wird.
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Ein
Problem, das aus unbeabsichtigten Logikzuständen auftreten kann, ist eine
Buskonkurrenz. Eine Buskonkurrenz tritt auf einer Systemebene auf, wenn
die Kernlogik eingeschaltet wird, nachdem die I/O-Schaltungen eingeschaltet
werden, und die bidirektionalen I/O-Anschlußstifte, die durch die I/O-Schaltungen
getrieben werden, unbeabsichtigt als Ausgänge konfiguriert sind. Üblicherweise
befindet sich die Steuerungslogik, die die Konfiguration der I/O-Schaltungen als entweder
Eingänge
oder Ausgänge
auswählt,
in der Kernlogik. Wenn der I/O-Schaltungsaufbau vor der Kernlogik
eingeschaltet wird, ist die Eingangs- oder Ausgangskonfiguration
der I/O-Schaltung unbekannt und eine Buskonkurrenz kann resultieren.
Wenn die I/O-Anschlußstifte der
IC versuchen, andere I/O-Anschlußstifte anderer externer Vorrichtungen
zu treiben, die ebenso als Ausgänge
konfiguriert sind, kann eine Hochstrombedingung auftreten, die zu
einem physischen Schaden der IC führt.
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Ein
weiteres Problem, das aus einem zufälligen Anlegen der Versorgungsspannungen
an die I/O-Schaltungen und die Kernlogik auftreten kann, ist die
Korruption von innerhalb der IC gespeicherten Daten. Dies tritt
auf, wenn gespeicherte Logikzustände
innerhalb der Kernlogik unbeabsichtigt verändert werden.
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Ein
zufälliges
Anlegen der Versorgungsspannungen kann zu reduzierten Pegeln eines
Verhaltens führen,
wenn die Leistungsversorgungen Versorgungsspannungen zu unterschiedlichen
Zeitpunkten liefern. Dies ist so, da ICs, die bei zwei Versorgungsspannungen
arbeiten, üblicherweise
nicht betrieben werden, bis die Möglichkeit, daß unbeabsichtigte
Logikzustände
auftreten, minimiert ist, was nach dem Zeitpunkt ist, zu dem beide
Versorgungsspannungen gültig
sind.
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Angesichts
des Vorangegangenen besteht ein Bedarf nach einem Sequenzierungssystem,
das ein Verhalten verbessert und die Möglichkeit eines Datenverlustes
oder Schadens an der IC resultiert, was aus einer zufälligen Anwendung
der Versorgungsspannungen auf die IC resultiert.
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Es
ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Sequenzierungssystem,
eine Stromführungsschaltung,
eine Sequenzierungsschaltung oder ein Verfahren zu schaffen, mit
deren Hilfe ein Betreiben von ICs mit wechselnden Spannungsbedingungen
ohne Schaden bzw. Datenverlust ausgeführt, werden kann.
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Diese
Aufgabe wird durch ein Sequenzierungssystem gemäß Anspruch 1, eine Stromführungsschaltung
gemäß Anspruch
11, eine Sequenzierungsschaltung gemäß Anspruch 21 oder ein Verfahren
gemäß Anspruch
22 oder 23 gelöst.
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Ein
Aspekt der vorliegenden Erfindung liefert ein Sequenzierungssystem
zum Sequenzieren einer ersten Knotenspannung an einem ersten Knoten
und einer zweiten Knotenspannung an einem zweiten Knoten, die kleiner
als die erste Knotenspannung ist. Das Sequenzierungssystem umfaßt eine
Vorspannungsschaltung, die konfiguriert ist, um einen Vorspannungsstrom
ansprechend darauf bereitzustellen, daß die erste Knotenspannung
beginnt, sich auf eine erste Versorgungsspannung zu ändern. Das
Sequenzierungssystem umfaßt
einen Schalter, der konfiguriert ist, um einen niederohmigen Pfad
zwischen dem ersten Knoten und dem zweiten Knoten bereitzustellen,
wenn die Vorspannungsschaltung den Vorspannungsstrom liefert. Der
Schalter ist konfiguriert, um einen hochohmigen Pfad bereitzustellen,
wenn die zweite Knotenspannung innerhalb eines Bereichs einer zweiten
Versorgungsspannung ist, die kleiner als die erste Versorgungsspannung
ist.
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Bevorzugte
Ausführungsbeispiele
der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend Bezug nehmend auf
die beigefügten
Zeichnungen näher
erläutert.
Es zeigen:
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1 ein Diagramm, das ein
exemplarisches Ausführungsbeispiel
eines Sequenzierungssystems, das mit einer ersten Leistungsversorgung und
einer zweiten Leistungsversorgung gekoppelt ist, darstellt;
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2 ein Diagramm, das ein
exemplarisches Ausführungsbeispiel
einer ersten Knotenspannung und einer zweiten Knotenspannung gegenüber der
Zeit für
einen ersten und einen zweiten Knoten, die nicht sequenziert werden,
darstellt;
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3 ein schematisches Diagramm,
das ein exemplarisches Ausführungsbeispiel
eines Sequenzierungssystems darstellt, das eine Vorspannungsschaltung
und einen Schalter umfaßt;
und
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4 ein Diagramm, das ein
exemplarisches Ausführungsbeispiel
einer ersten Knotenspannung und einer zweiten Knotenspannung gegenüber der
Zeit für
einen ersten und einen zweiten Knoten, die sequenziert werden, darstellt.
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1 ist ein Diagramm, das
ein exemplarisches Ausführungsbeispiel,
bei 10, eines Sequenzierungssystems 12, das mit
einer ersten Leistungsversorgung 24 und einer zweiten Leistungsversorgung 26 gekoppelt
ist, darstellt. Das Sequenzierungssystem 12 ist mit einem
ersten Knoten 14 und einem zweiten Knoten 16 gekoppelt.
Die erste Leistungsversorgung 24 liefert eine erste Versorgungsspannung
an den ersten Knoten 14. Die zweite Leistungsversorgung 26 liefert
eine zweite Versorgungsspannung an den zweiten Knoten 16.
Wenn die erste Leistungsversorgung 24 aktiviert oder eingeschaltet
ist, verändert
die erste Knotenspannung sich auf die erste Versorgungsspannung.
Wenn die zweite Leistungsversorgung 26 aktiviert oder eingeschaltet
ist, verändert
sich die zweite Knotenspannung auf die zweite Versorgungsspannung.
Bei verschiedenen Ausführungsbeispielen
ist die zweite Versorgungsspannung kleiner als die erste Versor gungsspannung.
Bei einem Ausführungsbeispiel
z. B. ist die erste Versorgungsspannung, die durch die erste Leistungsversorgung 24 bereitgestellt
wird, gleich 3.3 Volt und die zweite Versorgungsspannung, die durch die
zweite Leistungsversorgung 26 bereitgestellt wird, ist
gleich 1.5 Volt. Bei weiteren Ausführungsbeispielen können die
erste Versorgungsspannung und die zweite Versorgungsspannung andere
geeignete Werte sein. Bei den exemplarischen bei 10 dargestellten
Ausführungsbeispielen
ist die zweite Knotenspannung an dem zweiten Knoten 16 kleiner
als die erste Knotenspannung an dem ersten Knoten 14, wenn
die erste Leistungsversorgung 24 und die zweite Leistungsversorgung 26 aktiviert
oder eingeschaltet sind.
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Bei
dem exemplarischen Ausführungsbeispiel
umfaßt
das Sequenzierungssystem 12 eine Vorspannungsschaltung 18,
die konfiguriert ist, um einen Vorspannungsstrom bereitzustellen,
sobald die erste Knotenspannung an dem Knoten 14 beginnt, sich
auf die erste Versorgungsspannung zu ändern. Bei einem Ausführungsbeispiel
beginnt die erste Knotenspannung sich zu verändern, wenn die erste Leistungsversorgung 24 aktiviert
ist. Das Sequenzierungssystem 12 umfaßt außerdem einen Schalter 20, der
konfiguriert ist, um einen niederohmigen Pfad zwischen dem ersten
Knoten 14 und dem zweiten Knoten 16 bereitzustellen.
Der niederohmige Pfad ist vorgesehen, wenn die Vorspannungsschaltung 18 den
Vorspannungsstrom über
eine Leitung 22 an den Schalter 20 liefert. Bei
dem exemplarischen Ausführungsbeispiel
sequenziert das Sequenzierungssystem 12 die erste Knotenspannung
oder die erste Versorgungsspannung und die zweite Knotenspannung oder
die zweite Versorgungsspannung durch ein Bereitstellen eines niederohmigen
Pfades zwischen dem ersten Knoten 14 und dem zweiten Knoten 16. Der
niederohmige Pfad ermöglicht
es, daß die
zweite Knotenspannung hochgezogen wird, um in etwa gleich der zweiten
Versorgungsspannung zu sein, obwohl die zweite Leistungsversorgung 26 die
zweite Knotenspannung noch nicht auf die zweite Versorgungsspannung
verändert
hat.
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Bei
dem exemplarischen Ausführungsbeispiel
ist, nachdem die zweite Knotenspannung angestiegen ist, um innerhalb
eines Bereichs der zweiten Versorgungsspannung zu sein, der Schalter 20 konfiguriert,
um einen hochohmigen Pfad bereitzustellen, da die zweite Knotenspannung
durch die zweite Leistungsversorgung 26 und nicht durch
die erste Leistungsversorgung 24 geliefert wird (siehe
auch 4).
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Bei
dem exemplarischen Ausführungsbeispiel
werden die erste Versorgungsspannung und die zweite Versorgungsspannung
durch die erste Leistungsversorgung 24 und die zweite Leistungsversorgung 26 geliefert,
bei anderen Ausführungsbeispielen
können
eine oder mehrere der Leistungsversorgungen oder andere Spannungsquellen
mit dem ersten Knoten 14 und dem zweiten Knoten 16 gekoppelt sein,
um die erste Versorgungsspannung an den ersten Knoten 14 und
die zweite Versorgungsspannung an den zweiten Knoten 16 zu
liefern. Bei dem exemplarischen Ausführungsbeispiel verändert sich,
wenn die erste Leistungsversorgung 24 aktiviert oder eingeschaltet
ist, die erste Knotenspannung von einem Massepotential zu der ersten
Versorgungsspannung. Wenn die zweite Leistungsversorgung 26 aktiviert oder
eingeschaltet ist, verändert
sich die zweite Knotenspannung von dem Massepotential auf die zweite Versorgungsspannung.
Bei anderen Ausführungsbeispielen
kann sich die erste Knotenspannung von anderen geeigneten Spannungspegeln
auf die erste Versorgungsspannung ändern und die zweite Knotenspannung
kann sich von anderen geeigneten Spannungspegeln auf die zweite
Versorgungsspannung ändern.
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2 ist ein Diagramm, das
ein exemplarisches Ausführungsbeispiel
einer ersten Knotenspannung und einer zweiten Knotenspannung gegenüber der
Zeit für
den ersten und den zweiten Knoten 14 und 16, die
nicht sequenziert werden, darstellt. Die erste Leistungsversorgung 24 verändert die
erste Knotenspannung an dem Knoten 14 auf die erste Versorgungsspannung,
dargestellt als V1. Die zweite Leistungsver sorgung 26 ändert die
zweite Knotenspannung an dem Knoten 16 auf die zweite Versorgungsspannung,
dargestellt als V2. Bei dem exemplarischen
Ausführungsbeispiel
ist die zweite Versorgungsspannung V2 kleiner
als die erste Versorgungsspannung V1.
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In
verschiedenen Ausführungsbeispielen können integrierte
Schaltungen (ICs) bei zwei Leistungsversorgungsspannungen arbeiten,
um einen Leistungsverbrauch zu minimieren und ein Verhalten zu verbessern.
Die erste Versorgungsspannung V1 und die
zweite Versorgungsspannung V2 können jeder
geeigneter Spannungspegel für
Dualspannungsversorgungsanwendungen sein. Bei einem Ausführungsbeispiel
weist eine integrierte Schaltung Eingangs/Ausgangs-(I/O-)Schaltungen
auf, die bei der ersten Versorgungsspannung V1 arbeiten,
und weist eine interne Kernlogik auf, die bei der zweiten Versorgungsspannung
V2 arbeitet. Bei weiteren Ausführungsbeispielen
arbeiten die I/O-Schaltungen bei der zweiten Versorgungsspannung
V2 und die interne Kernlogik arbeitet bei
der ersten Versorgungsspannung V1.
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Bei
dem exemplarischen Ausführungsbeispiel
beginnt die erste Knotenspannung zu einer Zeit T1 A, sich von einem anfänglichen Spannungswert zu der
ersten Versorgungsspannung V1 zu verändern, und
ist zu einer Zeit T1B gleich V1.
Die zweite Knotenspannung beginnt zu einer Zeit T2A,
sich von einem anfänglichen
Spannungswert auf die erste Versorgungsspannung V2 zu
verändern
und ist zu einer Zeit T2B gleich V2. Die erste Knotenspannung beginnt zur Zeit
T1 A, sich von dem
anfänglichen
Spannungswert zu verändern,
bevor die zweite Knotenspannung zur Zeit T2A beginnt,
sich von dem anfänglichen
Spannungswert zu verändern.
Bei einem Ausführungsbeispiel
ist der anfängliche
Spannungswert zu den Zeiten T1 A und
T2A für
die erste Knotenspannung und die zweite Knotenspannung gleich dem
Massepotential oder Null Volt. Bei anderen Ausführungsbeispielen kann der anfängliche
Spannungswert für
die erste Knotenspannung zur Zeit T1 A und für
die zweite Knotenspannung zur Zeit T2A andere
geeig nete Werte sein, die entweder gleich oder nicht gleich sind.
Bei dem exemplarischen Ausführungsbeispiel
sind, bevor die erste Leistungsversorgung 24 und die zweite Leistungsversorgung 26 aktiviert
sind, ihre jeweiligen Ausgänge
an dem ersten Knoten 14 und dem zweiten Knoten 16 gleich
dem anfänglichen
Spannungswert.
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3 ist ein schematisches
Diagramm, das ein exemplarisches Ausführungsbeispiel eines Sequenzierungssystems 12 darstellt,
das eine Vorspannungsschaltung 18 und einen Schalter 20 umfaßt. In dem
exemplarischen Ausführungsbeispiel
fungiert die Vorspannungsschaltung 18 als eine Eingangsschaltung
für den
Schalter 20 und umfaßt
eine Spannungsreferenzschaltung 28. Die Spannungsreferenzschaltung 28 umfaßt eine
Diode 28a und eine Diode 28b, die in Serie miteinander
zwischen Leitungen 22 und 30 bzw. 30 und 32 geschaltet
sind. Die Leitung 32 befindet sich auf dem Massepotential.
Die Dioden 28 sind konfiguriert, um vorwärts vorgespannt
zu sein, wenn die erste Knotenspannung an dem Knoten 14 größer oder
gleich einer Summe der Vorwärtsvorspannungsabfälle der
Dioden 28a und 28b ist. Die Referenzspannung ist
gleich der Summe der Vorwärtsvorspannungsabfälle der
Dioden 28a und 28b. Während zwei Dioden 28a und 28b in 2 dargestellt sind, kann
in anderen Ausführungsbeispielen jede
geeignete Anzahl einer oder mehrerer Dioden verwendet werden.
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Bei
einem Ausführungsbeispiel
sind die Dioden 28 Siliziumdioden. Bei verschiedenen Ausführungsbeispielen
weisen Siliziumdioden einen Vorwärtsvorspannungsabfall
auf, der zwischen 0.9 Volt und 1.1 Volt liegt. Die Referenzspannung
wird durch ein Bestimmen der Anzahl von Dioden 28, die
in Serie miteinander geschaltet sind, eingestellt, so daß die Vorwärtsvorspannungsabfälle der
Dioden 28 sich zu der erwünschten Referenzspannung summieren.
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Bei
einem Ausführungsbeispiel
sind die Dioden 28 Schottky-Dioden. Bei verschiedenen Ausführungsbeispielen
weisen die Schottky-Dioden einen Vorwärtsvorspannungsabfall auf,
der zwischen 0.12 Volt und 0.8 Volt liegt. Die Referenzspannung
wird durch ein Bestimmen der Anzahl von Dioden 28, die in
Serie miteinander geschaltet sein sollen, eingestellt, so daß die Vorwärtsvorspannungsabfälle der Dioden 28 sich
zu der erwünschten
Referenzspannung summieren.
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Bei
dem exemplarischen Ausführungsbeispiel
ist der Schalter 20 ein Bipolartransistor. Der Bipolartransistor 20 weist
eine Basis, die mit der Leitung 22 gekoppelt ist, einen
Kollektor, der mit dem ersten Knoten 14 gekoppelt ist,
und einen Emitter auf, der mit dem zweiten Knoten 16 gekoppelt
ist. Bei weiteren Ausführungsbeispielen
kann der Schalter 20 jede geeignete Vorrichtung sein, die
ausgewählt werden
kann, um entweder einen niederohmigen Pfad oder einen hochohmigen
Pfad zwischen dem ersten Knoten 14 und dem zweiten Knoten 16 bereitzustellen,
oder die ausgewählt
werden kann, um entweder einen Strom zwischen dem ersten Knoten 14 und
dem zweiten Knoten 16 zu leiten oder nicht zu leiten. Während der
in 3 dargestellte Bipolartransistor
ein NPN-Bipolartransistor ist, kann der Bipolartransistor in weiteren
Ausführungsbeispielen
ein PNP-Bipolartransistor sein. Bei weiteren Ausführungsbeispielen
kann der Schalter 20 weitere geeignete Transistortypen
sein. Bei einem Ausführungsbeispiel
ist der Schalter 20 ein Komplementär-Metalloxyd-Halbleiter-(CMOS-)Transistor.
Bei einem Ausführungsbeispiel
ist der Schalter 20 ein pseudomorpher Transistor mit hoher
Elektronenbeweglichkeit im Anreicherungsmodus (E-pHEMT-Transistor).
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Bei
dem exemplarischen Ausführungsbeispiel
umfaßt
die Vorspannungsschaltung 18 eine leitende Schaltung 34,
die konfiguriert ist, um den Vorspannungsstrom an den Eingang 22 des
Bipolartransistors 20 zu liefern. Bei dem exemplarischen
Ausführungsbeispiel
ist die leitende Schaltung 34 ein Widerstand 34.
Bei weiteren Ausführungsbeispielen kann
die leitende Schaltung 34 andere geeignete Vorrichtungen
sein, die den Vorspannungsstrom leiten. Bei dem exemplarischen Ausführungsbeispiel sequenziert
das Sequenzierungssystem 12 die erste Knotenspannung an
dem ersten Knoten 14 und die zweite Knotenspannung an dem
zweiten Knoten 16 durch ein Leiten eines Stroms zwischen
dem ersten Knoten 14 und dem zweiten Knoten 16.
Bei dem exemplarischen Ausführungsbeispiel
ist die erste Knotenspannung größer als
die zweite Knotenspannung und die erste Versorgungsspannung V1 ist größer als die
zweite Versorgungsspannung V2. Der Bipolartransistor 20 ist
konfiguriert, um während
der Sequenzierung (oder während
einer Sequenzierungsperiode) in einem Vorwärts-Aktiv-Betriebsbereich zu
sein und einen Strom zwischen dem ersten Knoten 14 und dem
zweiten Knoten 16 zu leiten. Die Sequenzierungsperiode
entspricht der Zeitperiode, in der das Sequenzierungssystem 12 die
erste Knotenspannung und die zweite Knotenspannung (oder alternativ
die erste Leistungsversorgung 24 und die zweite Leistungsversorgung 26)
sequenziert. Die Sequenzierungsperiode beginnt, wenn die erste Knotenspannung
ausreichend größer als
die zweite Knotenspannung ist, um den Basis-Emitter-Übergang
des Bipolartransistors 20 (zwischen der Leitung 22 und dem
zweiten Knoten 16) vorwärts
vorzuspannen. Der Bipolartransistor 20 liefert einen niederohmigen
Pfad zwischen dem ersten Knoten 14 und dem zweiten Knoten 16,
wenn er in dem Vorwärts-Aktiv-Modus vorgespannt
ist. Bei einem Ausführungsbeispiel
leitet der Bipolartransistor 20 einen Strom zwischen dem ersten
Knoten 14 und dem zweiten Knoten 16, wenn er in
dem Vorwärts-Aktiv-Modus vorgespannt
ist.
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Bei
dem exemplarischen Ausführungsbeispiel
hat die zweite Leistungsversorgung 26 an dem Ende der Sequenzierungsperiode
die zweite Knotenspannung an dem zweiten Knoten 16 derart
erhöht, daß die zweite
Knotenspannung nicht mehr von der ersten Knotenspannung an dem ersten
Knoten 14 hergeleitet wird. An dem Ende der Sequenzierungsperiode
ist die zweite Knotenspannung innerhalb des Bereichs der zweiten
Versorgungsspannung und der Bipolartransistor 20 ist in
den Abschalt-Betriebsbereich aus-vorgespannt (siehe auch 4). Der Bipolartransistor 20 liefert
einen hochohmigen Pfad zwischen dem ersten Knoten 14 und
dem zweiten Knoten 16, wenn er in dem Abschaltmodus vorgespannt ist.
Bei einem Ausführungsbeispiel
leitet der Bipolartransistor 20 keinen Strom zwischen dem
ersten Knoten 14 und dem zweiten Knoten 16, wenn
er in dem Abschaltmodus vorgespannt ist.
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Bei
dem exemplarischen Ausführungsbeispiel
steuert die Vorspannungsschaltung 18 die Dauer der Sequenzierungsperiode
durch ein Steuern des Vorspannungsstroms und der Referenzspannung. Der
Vorspannungsstrom, der durch die Vorspannungsschaltung 18 bereitgestellt
wird, spannt den Bipolartransistor 20 in den Vorwärts-Aktiv-Modus
vor, um die Sequenzierungsperiode einzuleiten. Die Referenzspannung
definiert das Ende der Sequenzierungsperiode durch ein Einstellen
einer minimalen zweiten Knotenspannung, bei der der Bipolartransistor 20 in
den Abschaltmodus aus-vorgespannt wird.
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4 ist ein Diagramm, das
ein exemplarisches Ausführungsbeispiel
einer ersten Knotenspannung und einer zweiten Knotenspannung gegenüber der
Zeit für
einen ersten Knoten 14 und einen zweiten Knoten 16,
die sequenziert werden, darstellt. Wenn die erste Knotenspannung
und die zweite Knotenspannung gemäß dem exemplarischen Ausführungsbeispiel
sequenziert werden, weist die erste Knotenspannung als eine Funktion
der Zeit, in 4 dargestellt,
die gleichen Charakteristika wie die erste Knotenspannung als eine
Funktion der Zeit, in 2 dargestellt,
auf. Die Charakteristik der zweiten Knotenspannung als eine Funktion
der Zeit hat sich als ein Ergebnis der Sequenzierung durch das Sequenzierungssystem 12 verändert. Bei
dem exemplarischen Ausführungsbeispiel
verändert
sich die erste Knotenspannung von einem Massepotential zu der ersten Versorgungsspannung
bei V1 und die zweite Knotenspannung verändert sich
von dem Massepotential zu der zweiten Versorgungsspannung bei V2.
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Bei
dem exemplarischen Ausführungsbeispiel
beginnt sich die erste Knotenspannung von einem anfänglichen
Spannungswert zu einer Zeit T1A auf die
erste Versorgungsspannung V1 zu verändern und
ist zu einer Zeit T1B gleich V1.
Die zweite Knotenspannung wird sequenziert und beginnt zu einer
Zeit T2 A, sich von
einem anfänglichen
Spannungswert zu verändern.
Eine Differenz zwischen der Zeit T1A und der
Zeit T2A ist in 4 kleiner als in 2, da bei dem exemplarischen in 4 dargestellten Ausführungsbeispiel
die erste Knotenspannung und die zweite Knotenspannung sequenziert
werden.
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Zwischen
der Zeit T2A und der Zeit T2 B steigt die zweite Knotenspannung in Proportion
zu der ersten Knotenspannung an. Die Zeit T2A ist
der Beginn der Sequenzierungsperiode, die die Zeitperiode ist, in
der das Sequenzierungssystem 12 die erste Knotenspannung
und die zweite Knotenspannung sequenziert. Zwischen den Zeiten T2A und T2 B ist die Differenz zwischen der ersten Knotenspannung
und der zweiten Knotenspannung bei 40 dargestellt. Während dieser
Periode liefert die Vorspannungsschaltung 18 den Vorspannungsstrom,
der Bipolartransistor 20 liefert einen niederohmigen Pfad
zwischen dem ersten Knoten 14 und dem zweiten Knoten 16 und
der zweite Spannungsknoten wird von der ersten Knotenspannung hergeleitet.
Der Bipolartransistor 20 arbeitet in dem Vorwärts-Aktiv-Bereich
und leitet einen Strom zwischen dem ersten Knoten 14 und dem
zweiten Knoten 16. Die Spannungsdifferenz bei 40 ist
gleich dem Basis-Emitter-Spannungsabfall des Bipolartransistors 20 zwischen
der Leitung 22 und dem Knoten 16.
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Zwischen
einer Zeit T2 B und
T2C arbeitet der Bipolartransistor 20 in
dem Vorwärts-Aktiv-Bereich und
die Referenzspannung an der Basis des Bipolartransistors 20 schränkt die
zweite Knotenspannung an dem zweiten Knoten 16 ein. Ein
Bereich 42 zwischen den Zeiten T2B und
T2 C ist gleich einer
Summe eines Basis-Emitter-Spannungsabfalls des Bipolartransistors 20 und
einer Differenz zwischen der zweiten Versor gungsspannung V2 und der Referenzspannung. Die Referenzspannung
wird durch Dioden 28 geliefert, wenn die Dioden 28 vorwärts vorgespannt sind.
Die Referenzspannung ist gleich der Summe der Vorwärtsvorspannungsabfälle der
Dioden 28.
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Die
Zeit T2 C stellt
das Ende der Sequenzierungsperiode dar. Für größere Zeiten als T2 C ist die zweite Knotenspannung innerhalb
eines Bereichs 42 der zweiten Versorgungsspannung V2 und der Bipolartransistor 20 ist
in dem Abschaltbereich vorgespannt. Wenn der Bipolartransistor 20 in
dem Abschaltbereich vorgespannt ist, liefert er einen hochohmigen
Pfad zwischen dem ersten Knoten 14 und dem zweiten Knoten 16.
Die zweite Knotenspannung ist innerhalb des Bereichs 42,
wenn die zweite Knotenspannung größer als eine Differenz zwischen
der zweiten Versorgungsspannung V2 und dem
Bereich 42 ist.
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Während der
Sequenzierungsperiode, die zwischen den Zeiten T2A und
T2 C ist, arbeitet
der Bipolartransistor 20 in einem Vorwärts-Aktiv-Modus und leitet
einen Strom zwischen dem ersten Knoten 14 und dem zweiten
Knoten 16. Die Vorspannungsschaltung 18 liefert
den Vorspannungsstrom an den Bipolartransistor 20 und spannt
den Bipolartransistor 20 in den Vorwärts-Aktiv-Modus vor, wenn die
zweite Knotenspannung kleiner als die Referenzspannung ist. Nachdem
die Sequenzierungsperiode endet (z. B. für größere Zeiten als T2 C), arbeitet der Bipolartransistor 20 in
einem Abschaltmodus und leitet keinen Strom zwischen dem ersten
Knoten 14 und dem zweiten Knoten 16. Der Bipolartransistor 20 ist
in dem Abschaltmodus vorgespannt, wenn die zweite Knotenspannung
größer oder
gleich der Referenzspannung ist.