-
Die
Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Langzeit-Lecküberwachung
von doppelwandigen Gefäßsystemen,
insbesondere Flachtankbauwerken mit doppeltem Tankboden, umfassend
eine Überwachung
des Tankmantels, wobei hierfür
im unteren, bodennahen Tankmantelbereich eine umfangsseitig verlaufende
Ableitschürze
vorgesehen ist, um mögliche
Tankmantel-Leckageflüssigkeit
zu einer Sensoranordnung zu führen,
und wobei weiterhin die Ableitschürze in einen Auffangraum für Leckageflüssigkeit übergeht
oder einen Teil eines derartigen Auffangraums bildet, sowie einer
im tiefsten Punkt des Auffangraums vorgesehenen steuerbaren Absperrung, gemäß Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
-
Aus
der europäischen
Patentanmeldung
EP 0
633 460 A2 ist eine Einrichtung zur Langzeit-Lecküberwachung
an doppelwandigen Gefäßsystemen, insbesondere
Tankböden
vorbekannt. Diese Anordnung gestattet es, mit geringem Aufwand eine
Vielzahl von doppelwandigen Tankböden zyklisch oder gleichzeitig
hinsichtlich des Auftretens von Leckagen zu überwachen. Mittels der Einrichtung
ist feststellbar, ob ein Leck im äußeren Boden oder im Zwischenboden
aufgetreten ist, wobei zusätzlich
die Leckagegröße und der
Leckageort bestimmt werden kann. Hierfür ist an der Innenseite eines äußeren Bodens
eine Zwischenlage aufgebracht, welche zur Abstützung des inneren Bodens dient.
In die Zwischenlage ist ein Sensorkabel mit veränderbarer Dielektrizitätskontanten
weitgehend geschützt
verlegt. Mit der speziellen Zwischenlage gelingt es, zum einen die einwirkenden
Kräfte
auf die Tankböden
abzuleiten und zum anderen das Sensorkabel an definierten Orten,
die im einzelnen bekannt sind, zu verlegen. Die Zwischenlagen weisen
spezielle Aussparungen auf oder sind so verlegt, dass die Flüssigkeitsströmung nicht
behindert wird. In den Überwachungsraum
eindringende Flüssigkeit
kann sich im wesentlichen entlang einer vorgesehenen Gefällerichtung
ausbreiten, und zwar hin zum Sensorkabel, so dass eine rechtzeitige
und schnelle Detektion einer Leckage möglich wird. Die Zwischenlage
nach
EP 0 633 460 A2 ist
so angeordnet, dass bei einer ersten Ausführungsform ein mäanderförmiges Verlegen
des Sensorkabels möglich
ist. Bei einer zweiten Ausführungsform
wird das Sensorkabel spiralförmig
auf der Innenseite des äußeren Bodens
verlegt. Auch besteht die Möglichkeit,
das Sensorkabel auf konzentrischen Kreisen auf der Innenseite des äußeren Bodens
mit unterschiedlichen Radien zu verlegen, wobei mehrere Sensorkabelein-
und Sensorkabelausführungen
zum Verbinden und Anschließen
des Sensorkabels an eine Auswertevorrichtung außerhalb des Tanks vorgesehen sind.
-
Es
hat sich jedoch gezeigt, dass aufgrund der erforderlichen Zwischenlage,
die beispielsweise aus Winkelstahl ausgeführt ist, dennoch eine Behinderung
einer Leckageströmung
gegeben ist, insbesondere dann, wenn nur geringe Leckagemengen auftreten.
Dies wiederum verzögert
das Inkontaktkommen der Leckage mit dem Sensorkabel.
-
Weiterhin
ist das Einbringen oder nachträgliche
Einfädeln
des Sensorkabels in den Überwachungsraum
technologisch schwierig sowie zeit- und kostenaufwendig. Eine optische
Sichtkontrolle des verlegten Kabels ist nicht möglich. Bei Beschädigungen
des Kabels ist es außerdem
problematisch, das beschädigte
Kabel zu entfernen.
-
Bei
der Einrichtung zur Langzeit-Tankmantel-Lecküberwachung nach
DE 196 00 970 C1 soll insbesondere
für Flachtankbauwerke
eine Überprüfung der
Dichtheit des Tankmantels durch ein außenseitig angeordnetes Sensorkabel
möglich
werden. Hierfür
ist ein höhenmäßig mindestens
teilweise unterhalb des Bodens des Flachtankbauwerks angeordneter
und diesen außenumfangsmäßig umgebender
ringförmiger
Auffangraum über
eine ein Gefälle aufweisende
Kragung mit dem unteren Ende des Außenmantels des Tanks verbunden.
Das Sensorkabel befindet sich in diesem Falle auf der Kragung oder
ist im Bodenbereich des Auffangraums, z.B. im Rinnenboden angeordnet.
-
In
dem Falle, wo aufgrund einer Leckage Flüssigkeit aus dem Flachtankbauwerk
austritt, läuft diese
entweder am Tankmantel entlang und gelangt seitlich in den Auffangraum,
der aus Kragung und Rinne gebildet wird. Durch einen entsprechenden Kontakt
mit dem Sensorkabel ist dann ein Leckagealarm auslösbar. Hierdurch
kann zum einen frühzeitig Leckagealarm
ausgelöst
werden und es verbleibt zum anderen genügend Zeit zur Beseitigung der
Havarie, ohne dass eine Umweltgefährdung eintritt. Die Kragung
und das ringförmige
Rohr bilden den vorerwähnten
Auffangraum, der in der Lage ist, auch bei größeren Lecks bis zum Entleeren
des Tanks und/oder dem Beseitigen des Lecks austretende, umweltgefährdende
Flüssigkeiten
zu sammeln. Die Kragung und der Auffangraum besitzen einen ausreichenden
Abstand vom Tankmantel, wodurch erreicht wird, dass bei einem größeren Leck
auch größere Mengen
Flüssigkeiten,
die seitwärts
gerichtet austreten, aufgefangen werden und mit dem Sensorkabel
in Berührung
kommen können.
Das Sensorkabel ist auch in diesem Falle im Bereich der Kragung
oder im Bodenbereich des Auffangraums, z.B. im Boden der Rinne angeordnet.
Dadurch, dass das Sensorkabel flüssigkeitsselektiv
ausgebildet ist, führt
z.B. eindringendes Niederschlagswasser nicht zum irrtümlichen Auslösen eines
Leckagealarms. Die Kragung und das ringförmige Rohr, die beide den Auffangraum
bilden, können
nachträglich
im unteren Bodenabschnitt, den Tankmantel umgebend, angebracht werden,
so dass sich ohne aufwendige Baumaßnahmen eine höhere Sicherheit
gegen Umweltrisiken erzielen lässt.
Das Sensorkabel nach
DE
196 00 970 C1 steht mit einer Auswerteeinrichtung in Verbindung,
die das Entstehen und die Ausbildung eines Leckageflusskontakts
erkennt und den gewünschten
Alarm in diesem Falle auslöst.
Spätestens
zu diesem Zeitpunkt wird eine Absperrung, die am Auffangraum vorgesehen
ist und die ansonsten der Niederschlagsentwässerung dient, geschlossen.
-
Bei
der Umsetzung der Lösung
nach
DE 196 00 970
C1 hat es sich gezeigt, dass mit baulicherseits vertretbarem
Aufwand ein Auffangraum ausreichender Größe je zu überwachendem Flachtankbauwerk ausgebildet
werden. Die Lage des Sensorkabels auf der Kragung ist optisch kontrollierbar
und es können gezielt
Manipulationen zur Prüfung
der Funktionsfähigkeit
des Leckagesystems dadurch vorgenommen werden, indem eine Testmenge
kohlen wasserstoffhaltiger Flüssigkeit
auf einen Kabelabschnitt aufgebracht wird, die dann zur Alarmauslösung führt.
-
Eine
komplette Leckageerkennung sowohl für den Zwischenboden doppelwandiger
Flachtankbauwerke als auch die Überprüfung der
Dichtheit des Tankmantels führt
unter Beachtung der vorstehend geschilderten Lösungen des Standes der Technik zwangsläufig zu
einer aufwendigen Sensorverkabelung mit entsprechend höheren Auswerteerfordernissen.
-
Aus
dem Vorstehenden ist es daher Aufgabe der Erfindung, eine weiterentwickelte
Einrichtung zur Langzeit-Lecküberwachung
von doppelwandigen Gefäßsystemen,
insbesondere Flachtankbauwerken mit doppeltem Tankboden anzugeben,
welche einerseits eine Überwachung
des Tankmantels ermöglicht und
die andererseits eine Überwachung
der Dichtheit der Tankbodenanordnung ermöglicht, und zwar ohne dass
diskrete Sensoranordnungen oder Sensorsysteme für die Zwischenbodenüberwachung
und die Kontrolle des Tankmantels erforderlich werden. Die anzugebende
Einrichtung soll eine Mehrfachfehlerortung ermöglichen und andererseits auch
den Zulassungserfordernissen für
explosionsgeschützte
Anwendungen genügen.
-
Weiterhin
ist es Aufgabe der Erfindung, dass die Einrichtung zur Langzeit-Lecküberwachung
bei bestehenden Flachboden-Tankbauwerken beliebiger Größe sowie
bei Auffangräumen,
die den heutigen Anforderungen nicht mehr entsprechen, in einfacher Weise
und mit überschaubaren
Kosten nachrüstbar sein
soll.
-
Die
Lösung
der Aufgabe der Erfindung erfolgt mit einer Einrichtung zur Langzeit-Lecküberwachung
von doppelwandigen Gefäßsystemen,
insbesondere Flachtankbauwerken mit doppeltem Tankboden gemäß der Merkmalskombination
nach Patentanspruch 1, wobei die Unteransprüche mindestens zweckmäßige Ausgestaltungen
und Weiterbildungen darstellen.
-
Demnach
besteht der Grundgedanke der Erfindung darin, ein bewährtes Tankmantel-Überwachungsystem
mit einer Doppelbodenkonstruktion für Flachtankbauwerke zu kombinieren,
wobei die Dichtheit des Behälterbodens durch
die Sensoranordnung des Tankmantel-Überwachungssystems gleichzeitig mit überwacht
wird.
-
Erfindungsgemäß ist hierfür im Bereich
des Doppelwandungs- oder Doppelboden-Zwischenraums, den Gefäß- oder
Tankmantel durchdringend, über
den Umfang beabstandet verteilt die Ausbildung mehreren Leckstutzen
vorgesehen, wobei am jeweiligen Leckstutzen ausgehend vom Gefäß- oder
Tankmantel eine Flammensperre und ein Sperrventil angeschlossen
sind.
-
Der
Austritt des Sperrventils ist zur vorhandenen Ableitschürze des
Tankmantel-Überwachungssystems
gerichtet, so dass Leckageflüssigkeit aus
dem Doppelwandungs- oder Doppelboden-Zwischenraum zu derselben Sensoranordnung,
angeordnet auf oder in der Nähe
der Ableitschürze,
geführt
wird, welche in der Lage ist, dann nicht nur austretende Mantel-Leckageflüssigkeit
zu detektieren, sondern auch diejenige Leckageflüssigkeit, die aus dem Doppelboden-Zwischenraum
im Falle einer Leckage des inneren Bodens herrührt.
-
In
einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist auf der Ableitschürze eine
Vielzahl von jeweils beabstandeten, streifenförmigen Blechen oder Winkeln
angeordnet, wobei diese einerseits eine Anstaufläche für Leckageflüssigkeit bilden und andererseits
einen Schutz für
die im jeweiligen Anstaubereich befindliche Sensoranordnung schaffen.
-
Der
Austritt oder der Auslauf des jeweiligen Sperrventils ist vor einer
jeweiligen der Anstauflächen
liegend.
-
Bevorzugt
ist der Austritt oder der Auslauf des jeweiligen Sperrventils zur
Mitte des jeweiligen streifenförmigen
Bleches oder des Winkels orientiert.
-
Die
Anzahl der Leckstutzen bei einem Tankdurchmesser von bis zu 20 m
beträgt
vier. Bei einem Tankdurchmesser zwischen 20 m und 50 m sind sechs
Leckstutzen und bei einem Tankdurchmesser über 50 m acht Leckstutzen vorgesehen,
wobei die Stutzen bevorzugt am Tank umfangsmäßig gleichverteilt angeordnet
ist.
-
Bei
einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind gefäß- oder
tankinnenseitig zwischen dem inneren Tankboden und der Tankinnenwandung stoffschlüssig und
dicht umlaufende Ringwinkel angeordnet, wobei die Leckstutzen in
den vom Ringwinkel umschlossenen Raum hinein führen. Die Verbindung zwischen
dem gegebenenfalls nachträglich
eingebrachten Tankboden und der Tankinnenwand erfolgt ausschließlich über den
vorerwähnten
Ringwinkel.
-
Die
Flammensperre als Voraussetzung der Zulassung für die Anwendung der erfindungsgemäßen Einrichtung
in explosionsgefährdeten
Bereichen ist beispielsweise eine sogenannte Detonationsrohrsicherung.
Das Sperrventil kann bevorzugt als Kugelventil oder Absperrkugelhahn
ausgeführt
sein.
-
Die
Ableitschürze
der Tanküberwachungseinrichtung
führt zu
einem Sammelrohr, welches mehrere Einlaufschlitze aufweist, wobei
die steuerbare Absperrung am Boden des Sammelrohrs angeschlossen
ist.
-
Bevorzugt
in der sogenannten 12-Uhr-Position kann am Sammelrohr eine Aufkantung
zur Erhöhung
des Rückhaltevolumens
des Auffangraums angeordnet sein.
-
Der
innere, nachgerüstete
oder nachrüstbare
Tankboden besteht z.B. aus einer verschweißten Tränenblechanordnung.
-
Auch
kann der innere Tankboden eine Glattblechanordnung sein, wobei als
Abstandshalter zum äußeren Tankboden
eine Stahlmatte oder ein Stahlmattengeflecht, insbesondere Baustahlgeflecht
vorgesehen ist.
-
Als
Sensoranordnung kann ein Kohlenwasserstoff-sensitives Kabel mit
zugeordneter Auswerte- und Protokolleinrichtung Verwendung finden.
-
Das
Kohlenwasserstoff-sensitive Kabel ist dann bevorzugt als Strang
auf der Ableitschürze
verlegt.
-
Aus
der bekannten, nach Kabelmontage ermittelbaren Koordinatenzuordnung
des jeweiligen Sperrventils zum jeweiligen Kabelabschnitt ist im
Leckagefall der Leckageort bestimmbar.
-
Ausgestaltend
kann jeder Leckstutzen mit Sperrventil einem innenbodenquadranten
zugeordnet sein und es können
die jeweiligen Quadranten ein Gefälle aufweisen, so dass Leckagen
im betreffenden Quadranten bevorzugt zum zugeordneten Leckstutzen
gelangen.
-
Diese
Maßnahme
verbessert die schnelle Leckageortung auch für den Fall auszuführender
Reparaturen bei Flachtankbauwerken mit großem Durchmesser und Fassungsvermögen.
-
Die
Sperrventile, welche an den jeweiligen Leckstutzen angeordnet sind,
können
bei einer Leckage des Doppelbodens von Hand geschlossen werden.
Auch besteht in Ausgestaltung der Erfindung die Möglichkeit,
diese Sperrventile, nachdem eine Leckage erkannt wurde, elektronisch
bzw. elektromotorisch zu schließen.
-
Die
außenumfangsseitige
Verlegung der Sensoranordnung, insbesondere in Form eines Sensorkabels,
auf der Ableitschürze
ermöglicht
die optische Kontrolle, z.B. auf mögliche Beschädigungen, und
einen leichten Austausch, wenn notwendig.
-
Das
Sensorkabel wird so verlegt, dass Leckagen, die durch eine Undichtigkeit
der Tankwand über
die Ableitschürze
das Sensorkabel erreichen, Alarm an der angeschlossenen Überwachungseinheit
auslösen.
-
Bei
Undichtheiten des oberen bzw. inneren Bodens im Tank sammeln sich
Leckagen im Zwischenraum zwischen unterem und oberem, d.h. zwischen äußerem und
innerem Boden und gelangen über
die Lecktutzen nach außen
auf die Ableitschürze.
Dort wird die Leckage vom Tankmantel-Überwachungssystem detektiert
und ebenso ein Alarm ausgelöst.
Die Auswahl der Leckageerkennungssysteme entspricht den jeweiligen
Anforderungen auf Selektivität.
Neben dem aus dem Stand der Technik bekannten Leckageerkennungs-
und -ortungssystem mit unter Flüssigkeitseinwirkung
veränderbarem
Dielektrikum besteht auch die Möglichkeit,
ein faseroptisches Sensorkabel einzusetzen, welches, Raman-Rückstreuungseffekte
ausnutzend, beim Inkontaktkommen mit einem Medium anderer Temperatur bezogen
auf die Umgebungstemperatur in der Lage ist, ortsaufgelöst Alarmsignale
bereit zu stellen.
-
Die
Sensoranordnung bzw. das auf der Ableitschürze angeordnete Sensorkabel
wird bei Regenwasseranfall überspült. Das
Niederschlagswasser kann dann über
das Sammelrohr in die vorhandene Niederschlagswasser-Ableitung abfließen. Die Niederschlagswasser-Ableitung
und die dort vorgesehene Absperrarmatur werden erst dann geschlossen,
wenn eine Leckage detektiert wurde.
-
Die
Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels sowie unter
Zuhilfenahme von Figuren näher
erläutert
werden.
-
Hierbei
zeigen:
-
1 eine
Prinzipdarstellung der Gesamtanordnung;
-
2 eine
Draufsicht auf ein Flachtankbauwerk mit Ableitschürze und
Sammelrohr;
-
3 eine
Detaildarstellung längs
der Linie A-A gemäß 2;
-
4 eine
Querschnittsdarstellung des Sammelrohrs und eines Teiles der Ableitschürze sowie
eine Detaildarstellung X bezüglich
der Ausführungsform
der Öffnungsschlitze
im Sammelrohr und
-
5 Varianten
A bis D von Ausführungsformen
eines nachzurüstenden
Doppelbodens.
-
Gemäß der Prinzipdarstellung
nach 1 weist ein Flachtankbauwerk einen Tankmantel 1 und einen
Doppelboden 2 auf.
-
Am
Tankboden 1 ist eine Ableitschürze 3 z.B. durch Schweißen verbunden.
Die Breite der Ableitschürze
wird in Abhängigkeit
vom gewünschten Rückhaltevolumen
ausgelegt und liegt beispielsweise im Bereich zwischen 500 mm und
1000 mm.
-
Die
Ableitschürze 3 geht
in ein Sammelrohr 4 über,
welches schlitzförmige Öffnungen 5 aufweist.
-
Diese Öffnungen
besitzen Abmessungen von etwa 20 × 200 mm und sind alle 2000
mm Rohrlänge
vorgesehen.
-
Auf
der Ableitschürze 3 ist
ein streifenförmiges
Blech bzw. ein L-Stahlwinkel 6 angeheftet, welcher für möglicherweise
austretende Leckage eine Anstaufläche bildet und der gleichzeitig
das als Sensoranordnung vorgesehene Sensorkabel 7 schützt.
-
Außenumfangsseitig
des Tankmantels 1 sind mehrere Leckstutzen 8 vorgesehen,
die eine Verbindung zum Doppelboden 2 herstellen (siehe
auch 3).
-
Das
Sensorkabel 7 führt
zu einem Überwachungsgerät 9,
das wiederum mit einer PC-Leitwarte 10 nebst Datendrucker
zum Protokollieren der Überwachungsergebnisse
in Verbindung steht. Am Überwachungsgerät 9 ist
ein potentialfreier Kontakt zur Schaltung einer steuerbaren Absperrung 11 vorgesehen,
die in der Lage ist, die Niederschlagswasser-Ableitung 12 beim
Erkennen einer Leckage zu schließen.
-
Zur
Erhöhung
des Auffangvolumens kann bevorzugt an der sogenannten 12-Uhr-Position
des Sammelrohrs 4 eine Aufkantung 13, wiederum
insbesondere durch Verschweißen,
angebracht werden.
-
Der
Durchmesser des Sammelrohrs weist eine Nennweite DN 100 bis DN 200
oder größer auf und
wird auch in Abhängigkeit
vom gewünschten Rückhaltevolumen
ausgelegt.
-
Die
Draufsicht auf ein Flachtankbauwerk gemäß Ausführungsbeispiel der Erfindung
nach 2 lässt
insgesamt vier Leckstutzen 8 erkennen, die gleichmäßig über den
Umfang des Tanks beabstandet vorgesehen sind. Ebenso sind in der 2 die streifenförmigen L-Stahlwinkel 6 erkennbar,
die der führenden
Aufnahme des Sensorkabels dienen und welche die erwähnte Anstaufläche bilden.
-
Der
Aufbau des Leckstutzen-Anschlusses am Tankmantel wird mit Hilfe
der 3 deutlich.
-
Im
Inneren des Tanks ist zwischen der Innenseite des Tankmantels 1 und
einem z.B. nachträglich eingebrachten
inneren, neuen Tankboden ein Ringwinkel 15 durch Verschweißen verbunden.
Im Anschlussbereich des Stutzens weist die vorhandene Tankwand ein
Verstärkungsblech 16 auf.
-
Am
rohrförmigen
Stutzen ist als Flammensperre eine Detonationsrohrsicherung 17 angeschlossen,
welche auslaufseitig mit einem Sperrventil 18 in Verbindung
steht.
-
Der
Auslauf 19 des Sperrventils 18 liegt vor dem Sensorkabel 7 im
Bereich des L-Stahlwinkels 6. Die Ableitschürze 3 weist
zum Flüssigkeitstransport ein
Gefälle
auf, das im Bereich von 1,5% bis 15% liegen kann.
-
Anhand
der Querschnittsdarstellung des Sammelrohrs und eines Teiles der
Ableitschürze nach 4 wird
auch die Ausführung
der Aufkantung 13 und die Lage der schlitzförmigen Öffnungen 5 im Sammelrohr 4 erkennbar.
-
Die
Varianten A bis D möglicher
Ausführungsformen
eines nachgerüsteten
Doppelbodens sind in der 5 gezeigt.
-
Bei
der Variante A werden Tränenbleche
auf dem vorhandenen Tankboden stumpfverschweißt, wobei als Schweißbadsicherung
ein Unterlegstreifen mit Träne
vorgesehen ist.
-
Gemäß Variante
B werden die Tränenbleche überlappt
verschweißt.
Variante C geht von einer Glattblech-Anordnung aus, welche stumpfverschweißt wird.
Auch dort ist eine Schweißbadsicherung
in Form eines Unterlegstreifens vorgesehen.
-
Sowohl
bei der Glattblech-Variante nach C als auch D wird als Abstandshalter
zum vorhandenen Tankboden eine Baustahlmatte in besonders kostengünstiger
und einfach zu handhabender Weise eingesetzt.
-
Zusammenfassend
ermöglicht
die Tanküberwachungseinrichtung
gemäß Ausführungsbeispiel mit
einer einzigen, einfach zu verlegenden Sensoranordnung, die bevorzugt
aus einem Sensorkabel besteht, die Überwachung sowohl des Doppelboden-Zwischenraums
als auch eines Tankmantels. Durch diese Möglichkeit der quasi externen
Sensoranordnung ist es nicht mehr notwendig, größere Abstände im Doppelbodenbereich zu
schaffen, die eine Kabelaufnahme und Kabelführung zur Detektion einer Leckage
gewährleisten.
-
Die
Anordnung und Ausbildung von mehreren, tankaußenumfangsseitig verteilten
Leckstutzen stellt sicher, dass auch kleine Leckagemengen relativ schnell über das
jeweilige Sperrventil und dessen Austritt oder Auslauf zur Sensoranordnung
gelangen. Auch bei einer denkbaren großflächigeren Zerstörung des
Tankinnenbodens ist die maximale Leckflussrate durch die Anordnung
aus Leckstutzen und Sperrventil begrenzt, so dass genügend Zeit
verbleibt, um nach Detektion der Leckage die Ventile zu schließen und
geeignete Havariebekämpfungsmaßnahmen
einzuleiten und durchzuführen.
-
Hier
ist insbesondere der konstruktiv geschaffene große Auffangraum von Vorteil.
-
- 1
- Tankmantel
- 2
- Doppelboden
- 3
- Ableitschürze
- 4
- Sammelrohr
- 5
- schlitzförmige Öffnung im
Sammelrohr
- 6
- L-Stahlwinkel
- 7
- Sensorkabel
- 8
- Leckstutzen
- 9
- Überwachungsgerät
- 10
- PC-Leitwarte
- 11
- steuerbare
Absperrung der Niederschlagswasser-Ableitung
- 12
- Niederschlags-Abwasserleitung
- 13
- Aufkantung
- 14
- neuer,
innerer Tankboden
- 15
- Ringwinkel
- 16
- Verstärkungsblech
- 17
- Flammensperre/Detonationsrohrsicherung
- 18
- Sperrventil
- 19
- Auslauf
oder Austritt des Sperrventils