DE102004002056A1 - System sowie ein Verfahren zur Erkennung von durch Personen gebildete Warteschlangen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein System (1) zur Erkennung von durch Personen gebildete Warteschlangen, die sich an Durchgängen (4) bilden können, an welchen sich jeweils eine Kasse (3) befindet. DOLLAR A Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass DOLLAR A - jedem Durchgang (4) wenigstens ein auf Bewegungen reagierender Sensor (8) zugeordnet ist; DOLLAR A - vor jedem Durchgang (4) mindestens ein weiterer, auf Bewegungen reagierender Sensor (9) angeordnet ist; DOLLAR A - wenigstens eine Meldeeinrichtung (10) vorgesehen ist; DOLLAR A - eine Rechnereinheit (11) vorgesehen ist, die mit den Sensoren (8, 9), den Kassen (3) und der wenigstens einen Meldeeinrichtung (10) elektrisch geschaltet ist.
Description
- Die Erfindung betrifft ein System sowie ein Verfahren zur Erkennung von durch Personen gebildete Warteschlangen, die sich an Durchgängen bilden können, an welchen sich jeweils eine Kasse befindet.
- Es ist bekannt, dass sich durch Personen gebildete Warteschlangen in den Kassenzonen von Selbstbedienungsgeschäften bilden können. Gleiches stellt man auch an Eingängen fest, die, mit jeweils einer Kasse ausgestattet, Bestandteil von öffentlichen Einrichtungen, beispielsweise von Fußballarenen sind. Insbesondere in Selbstbedienungsgeschäften wird es von den Kunden als ärgerlich empfunden, wenn nur ein Teil der vorhandenen Kassen von Kassierpersonen besetzt ist und sich deshalb Warteschlangen bilden, obwohl zumindest eine weitere Person eine Kasse besetzen könnte. Meist ist es so, dass Kassierpersonen sich bildende Warteschlangen entweder gar nicht oder nur relativ spät erkennen, um besagte weitere Person rufen zu können. Allerdings ist es auch nicht unbedingt die Aufgabe von Kassierpersonen, das Bilden von Warteschlangen zu beobachten und für Abhilfe zu sorgen.
- Durch die vorliegende Erfindung soll ein System sowie ein Verfahren zur Erkennung von Warteschlangen entwickelt werden, die sich an mit Kassen ausgestatteten Durchgängen bilden können. Das System soll so ausgebildet und das Verfahren so gewählt sein, dass keine Mithilfe von Kassierpersonen, die an den Kassen tätig sind, erforderlich ist.
- Als Lösung wird ein System mit folgenden Merkmalen vorgeschlagen:
- – jedem Durchgang ist wenigstens ein auf Bewegungen reagierender Sensor zugeordnet;
- – vor jedem Durchgang ist mindestens ein weiterer, auf Bewegungen reagierender Sensor angeordnet;
- – es ist wenigstens eine Meldeeinrichtung vorgesehen;
- – es ist eine Rechnereinheit vorgesehen, die mit den Sensoren, den Kassen und der wenigstens einen Meldeeinrichtung elektrisch geschaltet ist.
- Ausgehend von diesem System wird zusätzlich ein Verfahren vorgeschlagen, bei dem die wenigstens eine Meldeeinrichtung durch die Rechnereinheit zur Abgabe eines Alarms dann veranlasst wird, wenn mindestens eine Kasse unbesetzt, also nicht aktiviert ist, wenn alle an den aktivierten Kassen gebildeten Warteschlangen eine vorbestimmte Länge erreicht haben und wenn sich in allen Durchgängen, bei denen die Kasse aktiviert ist, Personen befinden.
- Beide vorgeschlagenen Lösungen verhindern in vorteilhafter Weise das Bilden übermäßig langer und damit unerwünschter Warteschlangen. Kunden von Selbstbedienungsgeschäften oder Besucher öffentlicher Einrichtungen brauchen deshalb nicht mehr so lange wie bisher zu warten. Die Meldung, dass eine weitere Kassierperson bereitzustellen ist, erfolgt automatisch. Bereits im Einsatz befindliche Kassierpersonen brauchen deshalb das Entstehen von Warteschlangen nicht mehr beobachten. Diese Personen können sich ganz auf die Kassiervorgänge konzentrieren.
- Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispieles, das hier auf die Kassenzone eines Selbstbedienungsgeschäftes bezogen ist, näher beschrieben. In einer Draufsicht zeigt die Zeichnung schematisch eine derartige Kassenzone mit den dazu notwendigen Geräten und Einrichtungen.
- Die Zeichnung zeigt ein System
1 zur Erkennung von durch Personen gebildete Warteschlangen. Das System1 ist beispielhaft in die Kassenzone2 eines Selbstbedienungsgeschäftes eingebunden. Die Kassenzone2 weist wenigstens zwei Kassen3 auf. Im Beispiel sind vier Kassen3 dargestellt. Zwischen den Kassen3 befinden sich in bekannter Weise Durchgänge4 , die von Personen in Richtung Ausgang durchschritten werden. Die Kassen3 befinden sich an oder nahe der Enden der Durchgänge4 . Pfeile zeigen die erlaubte Durchgangsrichtung an. Vor den Durchgängen4 befinden sich beispielsweise durch Ladenmöbel5 begrenzte Bereiche6 , in welchen sich Per sonen aufhalten können, die anschließend die Durchgänge4 zum Zwecke des Bezahlens eingekaufter Ware durchschreiten möchten. Im Beispiel ist auch eine Wand7 eingezeichnet, die einen der Durchgänge4 begrenzt. Jedem Durchgang4 ist wenigstens ein bekannter, auf Bewegungen von Personen oder Gegenständen reagierender Sensor8 zugeordnet. Die Sensoren8 sind zur Überwachung einer vorbestimmten Zone eines jeden Durchganges4 vorgesehen. Die Sensoren8 befinden sich bevorzugt über diesen Zonen. Sie sind also höher angeordnet als die denkbare Größe eines Menschen. Vor jedem Durchgang4 , also innerhalb der Kassenzone2 , ist jeweils wenigstens ein weiterer bekannter, auf Bewegungen von Personen oder Gegenständen reagierender Sensor9 angeordnet. Die Sensoren9 sind zur Überwachung einer vorbestimmten Zone eines jeden Bereiches6 bestimmt. Die Sensoren9 befinden sich bevorzugt über diesen Zonen. Sie sind ebenfalls höher angeordnet als die denkbare Größe eines Menschen. Es ist wenigstens eine Meldeeinrichtung10 vorgesehen, die zur Abgabe eines von einer Person wahrnehmbaren oder erkennbaren Alarmes geeignet ist. Es ist ferner eine Rechnereinheit11 vorgesehen, die mit den Sensoren8 ,9 den Kassen3 und der wenigstens einen Meldeeinrichtung10 elektrisch geschaltet ist. Die Zeichnung beinhaltet deshalb auch einen schematisch dargestellten Übersichtsschaltplan, siehe strichpunktierte Linien. - Das eben beschriebene System
1 wird nun zur Erkennung von Warteschlangen eingesetzt, um die Kassenbesetzung in Abhängigkeit vom Kundenauskommen mit dem Ziel so zu steuern, dass die Wartezeiten von Kunden minimiert und der Personaleinsatz optimiert werden kann. Zur Steuerung des Systems1 sind folgende Signale erforderlich: - 1. Signal „Kassenstatus": Das entsprechende
Signal wird durch die jeweilige Kasse
3 angezeigt, sobald diese Kasse3 oder Kassen3 durch die Kassierpersonen) aktiviert worden ist oder sind. - 2. Signal „Maximale
Länge der
Warteschlange": Jeder
Sensor
9 erkennt pro Bereich6 die Länge der maximal geduldeten Warteschlange. Wird die vorbestimmte Länge überschritten, erfolgt ein entsprechendes Signal. - 3. Sicherheitssignal: Die für
die Durchgänge
4 zuständigen Sensoren8 stellen fest, ob sich in den Durchgängen4 auch tatsächlich Personen befinden. - Alle Signale werden zur Rechnereinheit
11 weitergeleitet und dort ausgewertet bzw. umgesetzt. - Ein Alarm „Kasse besetzen" wird von der Meldeeinrichtung
10 unter folgenden Voraussetzungen ausgelöst: - a) Mindestens eine Kasse
3 ist nicht durch eine Kassierperson besetzt, also nicht aktiviert, (Signal „Kassenstatus"). - b) Alle Warteschlangen, die sich zu den aktiven Kassen
3 hin orientieren, haben die maximale, also geduldete Länge erreicht (Signal „Maximale Warteschlangenlänge"). - c) Alle Durchgänge
4 , die zu aktivierten Kassen führen, sind auch mit Personen belegt („Sicherheitssignal"). - Sind die Voraussetzungen a) bis c) erfüllt, wird in der Rechnereinheit
11 ein vorbestimmter Zeitabschnitt (1 bis n Sekunden) gestartet. Innerhalb dieses Zeitabschnittes oder dieser Zeit wird verhindert, dass die Meldeeinrichtung10 bei nur kurzzeitigem Erreichen der maximalen Warteschlangenlänge sofort einen Alarm auslöst. Sind hingegen während des vorbestimmten Zeitabschnittes die Voraussetzungen a) bis c) dauerhaft erfüllt, ist nach Ablauf dieses Zeitabschnittes sichergestellt, dass es sich um einen unerwünschten Personenstau an den Kassen3 handelt. Jetzt wird ein in der Rechnereinheit11 befindliches, die Meldeeinrichtung10 beeinflussendes Relais für einen vorbestimmten Zeitabschnitt geschaltet (1 bis n Sekunden) und fällt nach Ablauf dieses Zeitabschnittes wieder ab. Für die Dauer dieses Zeitabschnittes wird der Alarm ausgelöst. - Damit kurzzeitige Signalwechsel der Sensoren
8 ,9 nicht störend wirken, können in der Rechnereinheit11 die jeweiligen Signale über eine vorbestimmte Zeit (Signalverlängerungszeit) verlängert werden. Schaltet bei spielsweise einer der Sensoren8 ,9 auf das Signal „Bewegung erkannt" und wechselt hernach auf das Signal „Keine Bewegung", wird in der Rechnereinheit11 die vorbestimmte Signalverlängerungszeit getriggert, also gestartet und das Signal „Bewegung erkannt" wird für die Dauer dieser Signalverlängerungszeit von der Rechnereinheit11 weiterhin als solches Signal behandelt und gespeichert. Erfolgt hingegen während der Signalverlängerungszeit ein Signalwechsel eines Sensors8 ,9 von „Keine Bewegung" auf „Bewegung erkannt", wird die Signalverlängerungszeit auf Null zurückgesetzt. Die Wartezeit bis zur Auslösung eines Alarms läuft, falls gestartet, weiter. Erfolgt während der Signalverlängerungszeit kein Signalwechsel eines Sensors8 ,9 von „Keine Bewegung" auf „Bewegung erkannt", wird die Signalverlängerungszeit ebenfalls auf Null zurückgesetzt und in der Rechnereinheit11 bis zum nächsten Wechsel auf „Bewegung erkannt" als Signal „Keine Bewegung" behandelt. Das System1 verliert dadurch entweder die Voraussetzung b) oder die Voraussetzung c) und die Wartezeit bis zu einer Alarmauslösung wird auf Null zurückgesetzt. - Bleiben nach Abgabe eines Alarms „Kasse besetzen" die Voraussetzungen a) bis c) bestehen und wird trotzdem keine weitere Kasse
3 besetzt, erfolgt nach einem vorbestimmten Zeitabschnitt mindestens ein weiterer Alarm. Sind alle Kassen3 mit einer Kassierperson besetzt, wird auch bei Erfüllung der Voraussetzungen a) bis c) kein Alarm ausgelöst. - Es kann eine Schnittstelle
12 vorgesehen sein, die in den beschriebenen Stromkreis eingebunden ist und die zur Weiterleitung von Daten für statistische Auswertungen bestimmt ist. - Das System
1 kann auch an Eingängen, die mit Kassen3 besetzt sind, Anwendung finden, beispielsweise bei Fußballarenen und dergleichen. In diesen Fällen sind die Eingänge als Durchgänge4 zu betrachten.
Claims (6)
- System (
1 ) zur Erkennung von durch Personen gebildete Warteschlangen, die sich an Durchgängen (4 ) bilden können, an welchen sich jeweils eine Kasse (3 ) befindet, gekennzeichnet durch folgende Merkmale: – jedem Durchgang (4 ) ist wenigstens ein auf Bewegungen reagierender Sensor (8 ) zugeordnet; – vor jedem Durchgang (4 ) ist mindestens ein weiterer, auf Bewegungen reagierender Sensor (9 ) angeordnet; – es ist wenigstens eine Meldeeinrichtung (10 ) vorgesehen; – es ist eine Rechnereinheit (11 ) vorgesehen, die mit den Sensoren (8 ,9 ), den Kassen (3 ) und der wenigstens einen Meldeeinrichtung (10 ) elektrisch geschaltet ist. - System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in den zwischen der Rechnereinheit (
11 ), den Sensoren (8 ,9 ), den Kassen (3 ) sowie der wenigstens einen Meldeeinrichtung (3 ) bestehenden Stromkreis eine Schnittstelle (12 ) eingebunden ist, die zur Weiterleitung von Daten für statistische Zwecke bestimmt ist. - Verfahren zur Erkennung von durch Personen gebildete Warteschlangen, die sich an Durchgängen (
4 ) bilden können, an welchen sich jeweils eine Kasse (3 ) befindet, wobei jedem Durchgang (4 ) wenigstens ein auf Bewegungen reagierender Sensor (8 ) zugeordnet und vor jedem Durchgang (4 ) mindestens ein weiterer, auf Bewegungen reagierender Sensor (9 ) angeordnet ist und wobei wenigstens eine Meldeeinrichtung (10 ) und eine Rechnereinheit (11 ) vorgesehen sind, die mit den Sensoren (8 ,9 ), den Kassen (3 ) und der wenigstens einen Meldeeinrichtung (10 ) elektrisch geschaltet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Meldeeinrichtung (10 ) durch die Rechnereinheit (11 ) zur Abgabe eines Alarms dann veranlasst wird, wenn mindestens eine Kasse (3 ) nicht aktiviert ist, wenn ferner alle an Kassen (3 ) gebildeten Warteschlangen eine vorbestimmte Länge erreicht haben und wenn sich in allen Durchgängen (4 ), bei denen die Kasse (3 ) aktiviert ist, Personen befinden. - Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in der Rechnereinheit (
11 ) ein vorbestimmter Zeitabschnitt gestartet wird, welcher verhindert, dass die wenigstens eine Meldeeinrichtung (10 ) bei nur kurzzeitigem Erreichen einer maximalen Warteschlangenlänge sofort den Alarm auslöst. - Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die von den Sensoren (
8 ,9 ) stammenden und bei der Rechnereinheit (11 ) eingehenden Signale von der Rechnereinheit (11 ) zum Zwecke einer zeitlichen Verlängerung speicherbar sind. - Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass dann, wenn alle Kassen (
3 ) aktiviert sind, bei Überschreiten einer vorbestimmten Warteschlangenlänge, von der Meldeeinrichtung (10 ) kein Alarm abgegeben wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE200410002056 DE102004002056A1 (de) | 2004-01-15 | 2004-01-15 | System sowie ein Verfahren zur Erkennung von durch Personen gebildete Warteschlangen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE200410002056 DE102004002056A1 (de) | 2004-01-15 | 2004-01-15 | System sowie ein Verfahren zur Erkennung von durch Personen gebildete Warteschlangen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE102004002056A1 true DE102004002056A1 (de) | 2005-08-04 |
Family
ID=34716554
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE200410002056 Ceased DE102004002056A1 (de) | 2004-01-15 | 2004-01-15 | System sowie ein Verfahren zur Erkennung von durch Personen gebildete Warteschlangen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE102004002056A1 (de) |
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