DE102004001757B4 - Flanschartige Vorrichtung zur mechanischen Verbindung eines ersten Gehäuses mit einem zweiten Gehäuse - Google Patents
Flanschartige Vorrichtung zur mechanischen Verbindung eines ersten Gehäuses mit einem zweiten Gehäuse Download PDFInfo
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Abstract
Flanschartige
Vorrichtung zur mechanischen Verbindung eines ersten Gehäuses (1)
mit einem zweiten Gehäuse
(2), wobei ein erster Flansch (4) mit dem ersten Gehäuse (1)
verschraubt und der zweite Flansch (5) mit dem zweiten Gehäuse (2)
verschraubt ist und die beiden Flansche (4, 5) durch eine elastische
Scheibe (3) oder einen elastischen Ring miteinander gekoppelt sind
und Bohrungen (6, 7) zur Aufnahme von Befestigungsschrauben (15,
17) aufweisen, wobei die Befestigungsschrauben (17) zur Befestigung
des ersten Gehäuses
(1) ausschließlich
im ersten Flansch (4) und die Befestigungsschrauben (15) zum Befestigen
des zweiten Gehäuses
(2) ausschließlich
in den zweiten Flansch (5) ragen.
Description
- Die Erfindung betrifft eine flanschartige Vorrichtung zur mechanischen Verbindung eines ersten Gehäuses mit einem zweiten Gehäuse.
- Eine derartige Vorrichtung dient z.B. dazu, das Gehäuse eines Motors mit dem Gehäuse eines Getriebes zu verbinden. Beispielswiese ist das Motorgehäuses mittels eines Flansches an das Getriebe angeflanscht.
- Über den Flansch werden Schwingungen sowohl vom Motor auf das Getriebe als auch vom Getriebe auf den Motor übertragen, was häufig unangenehme und laute Geräusche verursacht.
- Bekannt für die Lagerung von Motoren sind Lagen in Elastomer-Metall-Bauweise.
- So offenbart die DE-OS 2 325 286 ein Lager in Elastomer-Metall-Bauweise mit Drehmomentabstützung, das zur undrehbahren, jedoch dreh- und schwingelastischen Lagerung beispielsweise des Ständerteils eines Elektromotors, dessen Läuferteil als riemenzugbeaufschlagter ringförmiger Körper ausgebildet ist. Dieses Lager ist jedoch nicht im Hinblick auf Geräuschentwicklung und/oder Schwingungsarmut der Verbindung optimiert.
- Ein anderes Lager in Elastomer-Metall-Bauweise lehrt die
US 4,469,316 . Das in dieser Druckschrift offenbarte Gummilager dämpft Schwingungen jedoch frequenzselektiv: Hochfrequente Schwingungen kleiner Amplitude sind weitgehend dämpfungsfrei, während niederfrequente Schwingungen mit großer Amplitude gut gedämpft werden. Auch mit einer solchen Anordnung kann also die Schwingungsarmut und Geräuschbelastung nicht optimiert gestaltet werden. - Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zur mechanischen Verbindung zweier Gehäuse möglichst schwingungsarm und leise zu gestalten.
- Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen dadurch, dass die beiden Gehäuse mindestens mittels eines zwischen ihnen angeordneten elastischen Gliedes miteinander gekoppelt sind.
- Durch die erfindungsgemäße Maßnahme, mindestens ein elastisches Glied vorzusehen, werden sowohl Schwingungen als auch Geräusche erheblich gedämpft, weil es zwischen den beiden Gehäusen keine absolut starre mechanische Verbindung gibt.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung sieht einen ersten Flansch am Ende des ersten Gehäuses und einen zweiten Flansch am Ende des zweiten Gehäuses vor. Diese beiden Flansche, die vorzugsweise aus Metall hergestellt sind, sind mittels des elastischen Gliedes, das zum Beispiel aus Gummi oder Elastomer gefertigt ist, mechanisch miteinander gekoppelt. Das elastische Glied ist zum Beispiel als Scheibe oder Ring ausgebildet und mit den Gehäusen bzw. den Flanschen verklebt.
- Die Flansche sind vorzugsweise mit den Gehäusen verschraubt. Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung sieht zur Aufnahme von Schrauben mehrere fluchtende Bohrungen durch die Flansche und das elastische Glied vor, so dass die Flansche von einer Seite her verschraubt werden können. Außerdem sind in einem Flansch Gewindebohrungen vorgesehen.
- Die Erfindung wird anhand der Figuren näher beschrieben und erläutert.
- In der Zeichnung zeigen:
-
1 eine Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispieles der Erfindung, -
2 eine Seitenansicht eines zweiten Ausführungs-Beispieles der Erfindung, -
3 eine perspektivische Ansicht der Flansche und des elastischen Gliedes des zweiten Aus-Führungsbeispieles der Erfindung, -
4 eine Stirnseite der Flansche und des elastischen Gliedes des zweiten Ausführungsbeispieles und -
5 einen Längsschnitt durch die Flansche und das elastische Glied des zweiten Ausführungsbeispieles. - In
1 ist eine Seitenansicht des ersten Ausführungsbeispieles der Erfindung gezeigt. - Ein erstes Gehäuse
1 , z.B. das Gehäuse eines Motors, ist über ein z.B. scheibenförmig oder ringförmig ausgebildetes elastisches Glied3 mit einem zweiten Gehäuse2 , z.B. dem Gehäuse eines Getriebes, verbunden. Vorzugsweise sind die beiden Gehäuse1 und2 mit dem elastischen Glied3 verklebt. Das elastische Glied3 dämpft Geräusche und Schwingungen, indem es gewissermaßen beides schluckt und in Wärmeenergie umwandelt. - In
2 ist ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung in Seitenansicht dargestellt. - An einem ersten Gehäuse
1 ist ein erster Flansch4 befestigt, der beispielsweise mit dem ersten Gehäuse1 verschraubt ist. Ebenso ist am zweiten Gehäuse2 ein zweiter Flansch5 befestigt, der ebenfalls vorzugsweise mit dem zweiten Gehäuse2 verschraubt ist. Zwischen den beiden Flanschen4 und5 ist ein elastisches Glied3 vorgesehen, das wie beim ersten Ausführungsbeispiel als Scheibe oder Ring ausgebildet sein kann. Die Flansche4 und5 sind mit dem elastischen Glied3 vorzugsweise verklebt. Auch beim zweiten Ausführungsbeispiel schluckt das elastische Glied3 Schwingungen, um somit den Geräuschpegel zu dämpfen. -
3 zeigt in perspektivischer Ansicht den Block aus den beiden Flanschen4 und5 sowie dem elastischen Glied3 . - In die beiden Flansche
4 und5 sowie in das elastische Glied3 sind durchgehende achsparallele fluchtende Bohrungen7 zur Aufnahme von Schrauben15 ,16 eingearbeitet. Im einzelnen ist hierfür der in der perspektivischen Ansicht von3 gezeigte breitere Flansch4 mit einer Bohrung7 versehen, die sich vollständig über die gesamte Breite bzw. Höhe des Flansches4 erstreckt. Der Druckmesser der Bohrung7 ist dabei so gewählt, dass sich der Schaft einer Befestigungsschraube16 durch diese Bohrung7 erstrecken kann und das vordere Ende der Schraube16 in ein entsprechendes Befestigungsloche17 des Gehäuses1 eingedreht werden kann. Wie aus5 ersichtlich, ist die Bohrung7 im Flansch4 zur Aufnahme des Schraubenkopfes der Schraube16 zur Oberfläche des Flansches4 hin aufgeweitet. Im Flansch5 setzt sich diese Bohrung7 mit vergrößerten Druckmessern fort, so dass die Schraube16 durch die Bohrung7 im Flansch5 und durch ein entsprechendes Loch in den das höhere Glied3 in die Bohrung7 des Flansches3 eingeführt werden kann. Beim Eindrehen der Schraube16 schlägt der Schraubenkopf der Schraube16 an der Schulter der Bohrung7 an, die durch die Durchmesseraufweitung gebildet ist. Damit befindet sich die Schraube16 – bis auf ihre Spitze, das im Gehäuse1 festgeschraubt ist – innerhalb des Flansches4 . Das Gehäuse2 ist mit dem Flansch5 verschraubt, indem der Flansch5 z. B.5 gleichmäßig verteilte Bohrungen15 aufweist, die sich nicht vollständig durch den Flansch5 erstrecken, sondern nur bis zur Hälfte. Zur Befestigung des Gehäuses2 werden durch deren Gehäusewand die Schrauben15 gesteckt und in den Bohrungen6 festgeschraubt. Durch diese konstruktive Maßnahme lässt sich der erste Flansch4 von der Seite des zweiten Flansches5 her mit dem ersten Gehäuse1 verschrauben. - Zusätzlich zu den durchgehenden fluchtenden Bohrungen
7 sind im zweiten Flansch5 Gewindebohrungen6 vorgesehen, um das zweite Gehäuse2 mit dem zweiten Flansch5 verschrauben zu können. - In
4 ist die Stirnseite des zweiten Flansches5 mit den Gewindebohrungen6 und den fluchtenden Bohrungen7 gezeigt. - In
5 ist ein Längsschnitt durch den Block aus den beiden Flanschen4 und5 und dem zwischen ihnen angeordneten elastischen Glied3 gezeigt. - In den zweiten Flansch
5 sind die Gewindebohrungen6 eingearbeitet. Vom zweiten Flansch5 führen die durchgehenden fluchtenden Bohrungen7 zur Aufnahme der Schrauben zum ersten Gehäuse1 , an der fluchtend Gewindebohrungen zum Verschrauben sitzen. - Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist z.B. besonders gut für den Einsatz in industriellen Kaffeemaschinen oder in Ventilansteuerungen geeignet, jedoch keineswegs auf diese Einsatzbereiche beschränkt. Vielmehr kann sie überall dort eingesetzt werden, wo möglichst schwingungsarm zwei Gehäuse, z.B. ein Motorgehäuse und ein Getriebegehäuse mechanisch miteinander zu verbinden sind. Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung liegt darin, dass die erfindungsgemäße Vorrichtung sich nicht auf die Zentrierung der Motor- und der Getriebewelle auswirkt.
-
- 1
- Erstes Gehäuse
- 2
- Zweites Gehäuse
- 3
- Elastisches Glied
- 4
- Erster Flansch
- 5
- Zweiter Flansch
- 6
- Gewindebohrung
- 7
- Durchgehende fluchtende Bohrung
Claims (5)
- Flanschartige Vorrichtung zur mechanischen Verbindung eines ersten Gehäuses (
1 ) mit einem zweiten Gehäuse (2 ), wobei ein erster Flansch (4 ) mit dem ersten Gehäuse (1 ) verschraubt und der zweite Flansch (5 ) mit dem zweiten Gehäuse (2 ) verschraubt ist und die beiden Flansche (4 ,5 ) durch eine elastische Scheibe (3 ) oder einen elastischen Ring miteinander gekoppelt sind und Bohrungen (6 ,7 ) zur Aufnahme von Befestigungsschrauben (15 ,17 ) aufweisen, wobei die Befestigungsschrauben (17 ) zur Befestigung des ersten Gehäuses (1 ) ausschließlich im ersten Flansch (4 ) und die Befestigungsschrauben (15 ) zum Befestigen des zweiten Gehäuses (2 ) ausschließlich in den zweiten Flansch (5 ) ragen. - Flanschartige Vorrichtung nach Anspruch 1; dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Glied (
3 ) mit den beiden Flanschen (4 ,5 ) verklebt ist. - Flanschartige Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in mindestens einem der beiden Flansche (
5 ) Gewindebohrungen (6 ) zum Verschrauben mit dem zugehörenden Gehäuse (2 ) eingearbeitet sind. - Flanschartige Vorrichtung nach einem der vorranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Glied (
3 ) eine Elastomer-Scheibe, ein Elastomer-Ring eine Gummischeibe oder ein Gummiring ist. - Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Gehäuse (
1 ) ein Motorgehäuse und das zweite Gehäuse (2 ) ein Getriebegehäuse ist.
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| DE102004001757A DE102004001757B4 (de) | 2003-01-21 | 2004-01-12 | Flanschartige Vorrichtung zur mechanischen Verbindung eines ersten Gehäuses mit einem zweiten Gehäuse |
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- 2004-01-12 DE DE102004001757A patent/DE102004001757B4/de not_active Expired - Fee Related
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