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Die
Erfindung beschreibt und umfasst ein Verfahren und Vorrichtung zur
Laserperforation in bis zu 600 m/min bewegten und bis zu 2000 mm
breiten Warenbahnen, wobei die erzeugten Laserlochreihen oder Lochreihengruppen
im wesentlichen parallel zur Transportrichtung der Bahn angeordnet
sind.
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Unter
bewegtem Warenbahnen sind im Zusammenhang dieser Erfindung insbesondere
Papier- oder anderweitig veredelte Bahnen zu verstehen, wie z.B.
Zigaretten-, Mundstückbelag-
und Kaffeefilterpapiere, Filterumhüllungspapiere so genannte Plug-Wrap,
Sicherheitspapiere, holografisch bedruckte, foliengepresste, beschichtete
oder metallisierte Papier- oder Verpackungs- oder auch bestimmte
Kunststoffbahnen wie BOPP, LDPE, HDPE, Spinvliese usw. die zumindest
im Bereich der Perforationen ein gewisses Maß an Gas- oder Wasserdurchlässigkeit
aufweisen. Diese Materialien werden für verschiedene Weiterverarbeitungsprozesse
im Format von 400–2000
mm als Großrollen,
oder auch Jumbo Rollen genannt, in Längen bis zu 25.000 Metern und
Rollendurchmessern bis 1500 mm ab- und aufgerollt. Daher sind in dieser
Erfindung mit Breitbahnen Materialbreiten von mindestens 200 mm, was
für Mundstückbelagpapiere
auf mindestens 3 Bobbienen übertragbar
ist, anzusehen.
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Im
gleichen Zusammenhang wird die Laserperforation als Offline Perforation
bezeichnet, und grenzt sich damit eindeutig zur Online Laserperforation
an Zigarettenherstellungs- bzw. Filteransetzmaschinen oder auch
Verpackungsmaschinen ab. Die mit dem menschlichen Auge normalerweise
nicht sichtbaren, oder wenn gewünscht
sichtbaren, Perforationen sind mit fokussierbaren Einzellaserstrahlen sehr
präzise
in der Lochgröße und Lochposition
erzeugbar. Aufgrund der physikalischen Bedingungen und thermischen
Eigenschaften und damit verbundenen Absorptionen der vorzugsweise
verwendeten Warenbahnen kommen CO2-Leistungslaser im Wellenbereich
von 10.4–10.8 μm zum Einsatz.
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Hierzu
lassen sich die wesentlichen Fakten und Anforderungen der Offline
Laserperforation für die
eingangs genannten Warenbahnen wie folgt zusammen fassen:
- • Materialflächengewichte:
16–100
g/m2
- • Materialbahndicken:
30–80 μm
- • Materialbedruckungen:
unterschiedlichster Art und Positionen – meist außerhalb der Perforationsbereiche
- • Bahnbreiten:
400–2000
mm
- • Bahngeschwindigkeiten:
bis zu 600 m/min
- • statische
Porositätsmessung:
Luftdurchsatzmeßsysteme,
z.B. Borgwaldt oder Sodimat
- • physikalische
Messeinheit der Gasdurchlässigkeit,
hier als Porosität
genannt für
diese Meßsysteme:
Coresta Units – ml/min/cm
- • Porositätsbereiche:
80–4000
C.U.
- • Porositätsvariationen: < 3 % bei Porositätsbereichen
von > 400 C.U.
- • Lochgrößen: 60–300 μm, als Mikro-
oder Makrolöcher
- • Lochdichten:
5–40 Löcher pro
cm in Bahnlaufrichtung
- • Lochformen:
optimal rund bis leicht oval, ohne Außengrad
- • Porosität pro Perforationsloch:
8–80 C.U.
- • Anzahl
der Laserlochreihen pro Bobienenseite und Bobiene: 2–6 auf jeder
Seite – somit
4–12 für jede einzelne
Bobiene
- • minimale
Abstände
zwischen zwei nebeneinander liegenden Lochreihen: 1.0 mm
- • Lochreihen-
oder Lochreihengruppenabstand untereinander: 10–40 mm
- • Anzahl
der Einzellochreihen über
die Bahnbreite verteilt: 8–120
und mehr
- • Positionierung
jeder Laserlochreihe über
die Bahnbreite: +/– 0.1
mm
- • Lochanzahl
für alle
Lochreihen zusammen: 100.000–2.000.000
Löcher
pro Sekunde
- • Kinetische
Energie pro erzeugtes Laserloch – je nach Materialart: 2.0–4.0 mJ
- • Zeitfenster
des Laserstrahles pro Perforationsloch: 20–50 μs
- • CO-2
Laser 10.6 μm
Wellenlänge
und optische Leistungen von 500–4000
Watt
- • CW-
oder Puls-Betrieb bis 10.000 Hz, einstellbares Impuls-Pausen-Verhältnis
- • Schwankungen
der optischen Laserleistung: 2–4 %
max.
- • Lasermoden:
TEM00 Grundmode oder höhere Moden
- • Strahlqualitätsfaktor:
M = 0.6–1.0
mrad
- • Energiedichten
bei Fokussierungen des Hauptstrahles in Größenordnungen von 100–200 μm: 1–10·10E8 Watt/cm2
- • Durchmesser
des zugeführten
Laserstrahles: 8–12
mm
- • sehr
präzise
und gleich bleibende Materialbahnführung im Fokusbereich mit Bahnschwankungen < 100 μm
- • Rotation
von Drehspiegeln oder anderen optischen Elementen: 10.000–50.000
U/min
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Unter
diesem physikalisch, technischen Hintergrund und den hohen Produktanforderungen
ist die nachstehende Erfindung der Offline Laserperforation zu sehen
und sind deren vorteilhaften Lösungen
erarbeitet.
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Der
Stand der Technik für
das Auslenken, Umlenken, Weiterführen
und Pulsen von CO2 Laserstrahlen ist in einer Vielzahl von internationalen
und nationalen Patenten beschrieben, so dass an dieser Stelle die
Schutzrechte mit dem Stand der Technik angegeben werden, die unmittel-
oder mittelbar mit dem Perforieren der Warenbahnen aus den o.g.
Anwendungsbereichen im Zusammenhang stehen.
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In
den Patenten
DE 29.18.283
C2 ,
DE 195.11.393A1 ,
FR 21.30.698 A1 und
US 41.18.619 A sind
grundlegende Verfahrensweisen und Vorrichtungen angegeben und ausführlich beschrieben,
mit denen Laserstrahlen durch Drehspiegel, Polygone oder diffraktive,
optische Elemente auch DOE's
genannt, in einem Winkel meist unter 90 Grad ausgelenkt und/oder
verdoppelt auf durchlaufende Papierbahnen zur Perforation benutzt
werden.
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Diese
Verfahrens- und Vorrichtungstechniken sind in den Jahren danach
für viele
Offline Laserperforationsmaschinen, als mehrfach Bobienenperforationsanlagen
mit bis zu vier gleichzeitig bearbeiteten Bobienen, Bobienenlängen bis
4000 Metern, bis zu 32 Einzelstrahlkanälen, Bahnbreiten bis zu 400 mm,
Bahngeschwindigkeiten bis 600 m/min und Lochsequenzen bis zu 500.000
L/Sek. erfolgreich konvertiert worden.
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Aus
Patenten zur Online Perforation Zigarettenherstellungs- oder Filteransetzmaschinen,
z.B. der
US 5.404.889
A ,
US 5.746.229
A ,
JP 100.34.365A ,
US 6.229.115 B1 ,
US 6.064.032 A ,
US 200.100.38.068 A1 ,
US 200.301.31.856 A1 ,
und
US 200.201.580.50
A1 sind technologisch hochwertige Lösungen zur Laserstrahlum- und
Auslenkung mit oszillierenden Spiegeln und speziellen, optischen Teilungselementen
vertieft beschrieben. Diese beziehen sich ausschließlich auf
maximal zwei Bobienen- bzw. zwei Bobienenstreifen, wobei die Laserperforation
häufig
durch die Mundstückbelagpapiere
hindurch in den Filter eintritt, um die Nikotin- und Schadstoffanteile
der unmittelbar danach hergestellten Zigaretten gesteuert abzusenken.
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In
der PCT WO-99/58006 A1 und
EP 0.624.424
B1 sind ON-LINE Laserperforationsverfahren und Vorrichtungen
beschrieben, welche optische Elemente, z.B. akusto-optische Wandler,
Prismenstrahlumlenkungen bei spezieller Papierbahnführung benutzen,
um maximal zwei Bobienenstreifen direkt vor der Herstellung der
Zigaretten zu perforieren. Dies gilt auch für die Offenlegungsschrift
DE 43.28.894 A1 ,
in der zur Mehrfachstrahlteilung Prismenelemente sowie Strahlumlenkungs-
und Linsen zur Perforationen von Substratbahnen verwandt werden.
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Wie
aus diesen Dokumenten zu ersehen ist, werden in der Regel zwei Bobienenstreifen
Online perforiert sowie bei den Offline Laserperforationen bis maximal
4 Bobienen und 32 Einzelstrahlkanälen bei 90 Grad zur Bahnlaufrichtung
mechanisch sehr aufwendigen, optischen Strahlführungen und Fokussierungen,
um so die Positionierung jeder Laserperforationslinie auf die durchlaufende
Materialbahn zu erzielen.
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In
der Anmeldung
DE 28.28.754
A1 werden zur Laserperforation schräg gestellte, rotierende, optische
Zerhackerscheiben verwendet, durch deren Öffnungen und Reflektionselemente
der Laserstrahl zur Perforationsstelle gelangt. Verständlicherweise sind
hiermit eine Reihe von Nachteile hinsichtlich der Laserleistungsverluste,
Strahlqualitätseinbußen an den
optischen Kanten, der relativ schwierigen Positionierung der einzelnen
Laserstrahlen, deren geometrischen Flexibilität und eine Limitierung der
optischen Einzelkanäle
von deutlich kleiner als 40 und damit verbundenen Bobienenanzahl
und Materialbahnbreite verbunden.
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Aus
der Anmeldung
DE 37.42.553
A1 ist bekannt, dass pendelnde Galvanometer einen Laserstrahl
im Winkelbereich von z.B. +/– 30
Grad auslenken und auf Sammellinsen treffen, durch denen dann der
aus gelenkte Laserstrahl in angekoppelte Einzelfasern eintreten
und weitergeführt
werden kann. Hierbei handelt es sich nicht um eine rotierende Umlaufbewegung
im Vollkreis von 360 Grad, was bei diesem Verfahren und deren Vorrichtung
nicht vorgesehen und auch nicht praktisch machbar ist.
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In
der Anmeldeschrift
DE
199.29.426 A1 wird der Laserstrahl mittels einer Lochblende
in drei Teilstrahlen aufgeteilt und einem vierkantigen Prisma Stumpf
zugeführt.
Damit findet die Laserstrahlteilung bereits an der Lochblende statt,
was bekannte Nachteile in der Einbuße der Strahlqualität an diesem
Element und in weiteren an den optischen Kanten des Prisma Stumpfes
beinhaltet.
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Dem
Stand der Technik bekanntes Verfahren und deren Vorrichtung zum
Multiplexen eines Laserstrahles ist in der Anmeldung
DE 40.08.605 A1 beschrieben,
mit denen der Laserstrahl durch schwenkbare und halbdurchlässige Umlenkspiegel
in Einzelfasern einmündet.
Diese Methode ist nicht zum Laserperforieren geeignet, da sie im
optischen Leistungsbereich von 500 Watt–4000 Watt enorme Verluste
beim Strahlblocken auslöst,
die Anzahl der optischen Einzelkanäle aufgrund des festen Aufbaues gering
und die Bearbeitungsstelle des Lasers fest eingestellt ist.
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Ein
Verfahren und Vorrichtung zur OFF-LINE Laserperforation von breiten
Mundstückbelagpapierenbahnen
ist in der Patentschrift
EP
0.909.606 A1 angegeben. Hier werden mit fest um 90 Grad
zur Bahnlaufrichtung ausgerichteten, mechanisch sehr aufwendigen
Laserstrahlführungen
bis zu 40 Einzelstrahlkanäle über die
Bahnbreite generiert und mit automatisierten Bobienenwechseleinrichtungen
ganze Produktionsrollen, und dies auch mit Online Porositätseinrichtungen,
welche direkt nach der Perforationssektion angeordnet sind, perforationstechnisch veredelt.
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Zum
Stand der Technik und dieser Erfindung nahe stehenden Patentschrift
EP.0.909.606 A1 zeigt eine
erste Betrachtung, dass die Gesamtzahl der optischen Strahlkanäle auf 40
und die daraus resultierenden Laserperforationslinien auf eine pro
Bobienenseite bei 20 Bobienen limitiert ist. Dies resultiert aus
den geometrischen und räumlichen
Ausdehnungen sowie des technologisch immensen Aufwandes der starren
und präzisen
Laserstrahlführungen
sowie deren Umlenkungen und Fokussierungen auf die Materialbahn.
Dies ist ein großer
Nachteil bei der Breitbahn Laserperforationen mit bis zu 20 gleichzeitig verarbeiteten
Bobienen, da produktionstechnisch auch zwei oder drei Laserperforationslochreihen
pro Bobienenseite und somit bis zu 120 optische Einzelkanäle benötigt werden.
Dies lässt
sich selbstredend mit festen Laserstrahlführungen nicht realisieren.
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Als
Ergänzung
und im Zusammenhang mit dieser Erfindung stehenden Informationen
als Zukaufteile oder Systeme für
flexible Laserstrahlführungen
sowie zu Mehrfach-Strahlteilern
finden sich in den nachstehenden Publikationen.
- • Standardisierte,
flexible Strahlführungssysteme für die Lasermaterialbearbeitung,
Photonik 5/2002, Dieter Frank, Firma GMS Frank Optic Products GmbH
Berlin.
- • Flexible
Hohlwellenleiter für
Laseranwendungen, Prof. Dr. K. Behler, Fachhochschule Gießen-Friedberg,
Fachbereich Elektrotechnik II, Hannover-Messe 2002.
- • Flexible
hollow-Core-Waveguides for CO2-Lasers, potential and limitation
as beam guiding system for material processing, Prof. Dr. Behler
2003, Second International WLT-Conference on Lasers in Manufacturing
June 2003, Munich.
- • Hollow
Silica Waveguides from Polymicro Products; high-power laser fibres,
CeramOptec GmbH 2003, data sheet PT-HSW/12-02, http://www.Polymicro.com.
- • Lincoln
Laser high-speed scanner Laser products: Firma Lincoln Laser, Phönix USA
- • Ligo
Laboratory G030270-00-D: suspension with quadruple beam splitters.
Edmund Optics: multiple beam splitters, http://www.edmundoptics.de
- • Laserline
GmbH: Strahlweichen/Strahlteiler für Diodenlaser, http://www.laserline.de
- • Omicron
Laserage: Lasereffekte mit Mehrfachstrahlteilern, http://www.laserage.de
- • Spekle-Messtechnik
am Lehrstuhl für
Messsystem/Sensortechnik, http://zeus.eikon.de
- • Ein
neues Slablaser-Konzept ermöglicht
verbesserte Strahleigenschaften, Keming Du, Edge Wave GmbH 2003,
IPL-Aachen.
- • Weg
des Laserstrahles vom Lasergerät
zum Werkstück
2003, Firma Trumpf GmbH.
- • Press-release
Perfolite, high-end-Perfolas, 2001–2003, Rofin Baasel Lasertech
GmbH.
- • Laserperforation
mit MLP-10 und MLP-50, MLT-Micro Laser Technology GmbH.
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Ein
wesentlicher Aspekt der Laserperforation ist in der Limitierung
der Lochsequenzen bei 100.000 bis ca. 400.000 Löcher pro Sekunde, der zugeführten, optischen
Strahlleistung eines Laserstrahles von derzeit ca. 2000 Watt bei
Offline und ca. 300 Watt bei Online Laser-Perforationssystemen mit hoch rotierenden
Polygon- oder Drehspiegeln zu sehen, da ansonsten die Einzelenergien
für jedes
erzeugte Laserloch in der Materialbahn nicht mehr ausreichen. Dies lässt sich
nach der angegebenen Auflistung leicht ermitteln.
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Des
weiteren ist aus den Patentschrift
DE 29.18.282 A1 ,
DE 195.11.393 A1 ,
FR 21.30.698 A1 ,
US 41.18.619 A und
der PCT WO-99/58006 A1 sowie aus den praktischen Verfahrensweisen
von im Markt befindlichen Laserperforationsanlagen bekannt, dass
eine automatisierte und völlig
selbsttätige
Einstellung der Laserlinienpositionierung und Fokussierung auf die
Materialbahn gänzlich
unmöglich ist,
weil zum einen die optischen Einzelstrahlkanäle nicht motorisch verstellbar
und/oder keine geometrische Perforations- und optische Porositätserfassung nach
der Perforationssektion, und andererseits optische Online Positions-Porositätsmesssysteme,
wie z.B. wie in der auf die gleiche Anmelderin zurückgehende
DE 102.51.610 A1 beschrieben,
nicht vorhanden sind. Und dies bei Anlagen mit bis zu 32 optischen
Einzelkanälen.
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Daher
ist daher leicht einzusehen, dass eine manuelle Einstellung der
Geometrien aller Einzelstrahlkanäle
außerordentlich
mühevoll,
zeitintensiv und im weiteren eine spätere Kontrolle während der laufenden
Perforation fast gänzlich
unmöglich
ist, so dass Abweichungen in der Laserlinienposition wie auch in
der Lochqualität
einzelner Lochreihen und damit verbundener Porositätsabweichung,
z.B. ausgelöst
durch Verschmutzungen an den Laserköpfen, Einflüsse der Absaugluft und Verschmutzungen
der Umlenkwalzen auf die Fokussierung, geringer Bahnkantenversatz
und der gleichen mehr, erst zum Ende der produzierten Bobiene und
zum Stillstand der Maschine erkennbar sind.
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Auch
sind in der Produktionspraxis die mit Änderungen der Lochqualitäten verbundene
Porositätsabweichungen
während
der laufenden Perforation nicht direkt kompensierbar, da fast ausschließlich alle
Verfahren die optische Laserleistung als Strahlquelle sehr konstant
halten, aber nach der Strahlaufteilung und Fokussierung keine Einwirkungsmöglichkeiten
auf die Änderung
der Intensität
der optischen Einzelstrahlkanäle
bestehen.
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Somit
sind Lochqualitäts-
und Perforationsprofilkontrollen und dem sich anschließenden Regelkreis
zu Trendnachführungen
für das
Perforationssystem simultan nicht möglich, was beim hohen Automatisierungsgrad
der Produktionsanlagen äußert nachteilig
ist. Dies gilt im besonderen Maße
für ein automatisiertes,
schnelles Rüsten
und Einstellen der Perforationsköpfe über die
Bahnbreite hinsichtlich der Positionierung und Anfangsporosität, wie dies z.B.
zur motorischen Unter/Obermesserpositionierung von Rollenschneidanlagen
bekannt ist.
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Abschließend sei
noch erwähnt,
dass fast alle Offline Laserperforationsverfahren und im Markt erhältlich Laserperforationsanlagen
Bobiene für
Bobiene veredeln, was praktisch bedeutet, dass nach jedem Bobienenschnitt
von 3000 oder 4000 Metern Länge
die Maschine angehalten wird, Bobienen ausgetauscht und dann die
Maschine wieder in den Produktionsbetrieb versetzt wird. Dieser
Start-Stopp-Betrieb reduziert nicht nur die Gesamteffizienz der
Anlage sondern erzeugt durch die Beschleunigungs- und Bremsphasen
auch einen nicht unerheblichen Anteil von Ausschussmaterial in der
Größenordnung
von 4–8
%.
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Daher
ist leicht einzusehen, dass bei sehr hohen Bahngeschwindigkeiten
bis zu 600 m/min und hochgerüsteten
Laser- und Perforationsleistungen die Stoppphasen zum Austausch
der fertigen und zur Vorbereitung der neuen Bobienen bis zu 5 Minuten betragen
kann, was dazu führt,
das bei 3000 Meter langen Bobienen die Stillstandzeit zwischen 30–50 % betragen
kann.
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Daher
liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die aufgezeigten Nachteile
der dem Stand der Technik entsprechenden Verfahren und Vorrichtungen
auszugleichen und hiermit eine technische Lösung anzugeben, mit der eine
deutlich höhere
Anzahl von Laserstrahlkanälen,
und dies von 40 bis zu 120 Einzelkanälen und mehr bei Bahnbreiten
bis zu 2000 mm, möglich
sind.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
und Vorrichtung zur Laserperforation von breiten Warenbahnen wird
durch die Merkmale des Verfahrens nach Anspruch 1 bzw. durch die
Merkmale der Vorrichtung nach Anspruch 16 gelöst.
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Die
Lösung
besteht darin, dass mit einem Hochleistungslasermultiplexer, in
deren Zentrum sich ein rotierender, kubischer Strahlteiler befindet,
der zugeführte
Laserstrahl in einem 360 Grad Vollwinkel in zwei oder vier Einzelstrahlen
an deren Seitenflächen
geteilt austritt und auf eine hohe Zahl von optischen Eintrittskanälen mit
angekoppelten Fasern gelenkt wird. Die Enden aller Fasern sind mit
Kollimator- und Fokussieroptiken als Mikroperforationsköpfe versehen
und können
durch deren Flexibilität
und räumlichen
Freiheitsgrad auf ideale Weise und mit den im Markt befindlichen
motorischen Positionierungssystemen, wie z.B. an Rollenschneidern
verwandt, in die durchlaufende Materialbahn mit den Laserperforation an
beliebigen Stellen und nach Maßgabe
der Perforationsraster, versehen. Somit werden in dieser Erfindung
die in der bisherigen Technik sehr aufwendig eingesetzten, optischen
Umlenkungs- und mechanisch hochwertigen Führungselemente gänzlich vermieden.
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Ein
weiterer Erfindungsvorteil ergibt sich dadurch, dass mit dem kubischen
Strahlteiler durch die Zweifach oder Vierfach Laserstrahlteilung
deren Rotationsfrequenz sich um den Faktor 2 bzw. um Faktor 4, gegenüber nur
einem umlaufenden und zuvor abgelenkten Laserstrahl reduziert, was
die Belichtungszeit, also die Laserverweilzeit auf jeden einzelnen
optischen Kanal, verlängert
und so die eingangs genannten Energierelationen bei zu 120 und mehr
optischen Einzelkanälen
einhält.
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Erfindungsgemäß ist erkannt
und durch eine Vielzahl von Untersuchungen und praktischen Tests bestätigt worden,
dass nur mit einer kreisförmigen Anordnung
eines Hochleistungslasermultiplexer die hohe Zahl von optischen
Einzelkanälen
von z.B. 80, 120 oder mehr, möglich
sind, als dies bisher mit der Polygonstrahlauffächerungs- und Wellenbogentechnik
bis maximal 32 Einzelkanälen
mit Strahlauslenkungen eines Laserleistungsstrahles von kleiner
90 Grad praktiziert wird.
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Des
weiteren ist es technologisch und produktionstechnisch ein großer Vorteil,
das mit dem zweifach oder vierfach Strahlteiler die kreisförmig umlaufenden
Laserstrahlen mit sehr hohen optischen Leistungen betrieben werden
können,
was eine elementare Vorrausetzung für die notwendige Laserenergie
pro Perforationsloch von 2.0–4
mJ in der Materialbahn ist.
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Darüber hinaus
sind Zweifach-Laserstrahlausgänge
als Laserquellen, mit jeweils 2·500 Watt oder 2·2000 Watt
optischer Leistung, verfügbar,
was die Zuführung
auf die erfinderische Vorrichtung mit bis zu 120 oder auch mehr
optischen Einzelkanälen deutlich
vereinfacht.
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Eine
Alternative für
den Einsatz von speziellen optischen Fasern und deren Laserstrahlweiterführung vom
Hochleistungslasermultiplexer zum Perforationsort der Warenbahn
besteht aus motorisch verstellbaren Umlenkspiegeln und den sich
in senkrechter Ebene anschließenden
Fokussiereinheiten und Mikroperforationsköpfen. Hierbei ist die kreisförmige Laserstrahlauffächerung
des Hochleistungslasermultiplexer konstruktiv so gestaltet, dass
deren Gesamtdurchmesser kleiner oder auch größer ist als die Bahnbreite
und die Einrichtung ober- oder unterhalb der durchlaufenden Materialbahn
zur Anordnung kommt. Mit der geometrischen Verstellung der Umlenkspiegel
aller Einzelstrahlkanäle
gegenüber dem
Zentrum der Strahlzuführung,
und der dabei entstehenden Schrägverstellung
gegenüber
der quer durchlaufenden Materialbahn, lassen sich die Laserperforationslinien
an den gewünschten
Positionen erzeugen. Da sich die Strahlführungen eines jeden Einzelkanals
nur in der Länge ändern, bleiben
die Fokussierungs- oder Strahldivergenzeigenschaften in erster Nährung unberührt, so
dass der zuvor angegebene Strahlqualitätsfaktor erhalten bleibt. Und
dies unter Beachtung der sehr nah und oder weiter voneinander positionierten
Laserlochlinien, von z.B. 1.0 mm und 40 mm, je nach Bobienenbreite
und Rasterung. Durch eine leichte Schrägstellung der Gesamtanordnung
gegenüber
der Materialbahn werden Überlappungen
im 90 und 180 Grad Bereich der Einzelkanäle vermieden.
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Weitere
Alternativen zum rotierenden, kubischen Strahlteiler im Zentrum
des Hochleistungslasermultiplexers lassen sich durch die Verwendung von
rotierenden Umlenkelementen oder auch Polygone mit geneigten Facetten
angeben, welche dann den oder die beiden zugeführten Laserstrahlen in 360 Grad
Vollkreis mit hoher Geschwindigkeit umlaufen lassen. Im Innenkreis
des Hochleistungslasermultiplexers wird dann in gleicher Weise der
umlaufende Laserstrahl in jeden optischen Einzelkanal eingekoppelt.
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Eine
Besonderheit stellt hierbei die Alternative mit dem hoch rotierenden
Polygonrad und geneigten Facetten, z.B. sechs Facetten, dar. Die
vierfach und nicht gepulste Laserstrahlzuführung und damit verbundene
Strahlauffächerung
im Bereich von jeweils 4·2·45 Grad
der zugeordneten Kreisabschnitte von z.B. 4·30 Einzelkanälen bietet
eine gute verfahrenstechnische und technologische Realisierung der eingangs
genannten Basisvoraussetzung.
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Durch
die Neigung der Polygonflächen
lassen sich z.B. vier Laserstrahlen von oben schräg einfallend
zuführen,
ohne dass eine Lückung
zur Stahlabdeckung der zuvor genannten Teilkreisabschnitte von z.B.
4·2·45 Grad
im Vollkreis des Hochleistungsmultiplexers in horizontaler und gleicher
Ebene zu den optischen Einzelkanälen
entsteht.
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Weitere
Verfahrens- und Vorrichtungsvorteile dieser Erfindung ergeben sich
aus der relativ einfachen Laserstrahlführung mit konventionellen,
optischen Komponenten, der absoluten Baugleichheit aller Einzelkanäle, der
kompakten Ausführung
aller Umlenk- und Perforationsköpfe,
deren mechanisch-motorischen Lineareinheiten sehr preiswert, zu erwerben
sind.
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Des
weiteren ist hervor zu heben, dass der technologische und mechanische
Aufwand zur Strahlführung
und Erzeugung von hoher Anzahl optischer Einzelkanäle mit dem
erfinderischen, kreisförmigen
Hochleistungslasermultiplexer deutlich geringer ist, als dies mit
konventionellen festen Strahlführungen
bei deutlich geringeren, optischen Einzelkanälen machbar wäre. Damit
sind die technologische Realisierung und der investive Aufwand für bis zu 120
oder mehr optischen Einzelkanälen
und Breitbahnen bis zu 2000 mm praktisch erst machbar geworden.
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Ein
weiterer nicht zu unterschätzender
Vorteil der erfinderischen Lösung
besteht darin, dass die eingangs genannte geometrische Perforations-
und optische Porositätserfassung,
z.B. wie in der
DE 102.51.610
A1 beschrieben, eingesetzt werden kann und durch deren
funktionalen Rückführung alle
Laserstrahlführungen
und damit verbundene Perforationslochlinien quer zur Materialbahn
automatisiert und exakt positionierbar sind. Sowie deren Porositäten und
Lochqualitäten
einer jeden Lochreihe oder Lochreihengruppe zu erfassen und über die
motorischen Fokussierungen der erfinderischen Vorrichtungen in bestimmten
Bereichen, ohne dass sich deren Lochqualitäten verschlechtern, nachzustellen,
um so die wesentlichen Produktgrößen bei
dem Laserperforieren weitgehend konstant zu halten.
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Nachstehend
einige Berechnungen, welche beispielhaft für Mundstückbelagpapierbahnen ausgeführt sind,
was eine Vergleichbarkeit mit den eingangs aufgestellten Anforderungen
erlaubt. Wie aus den Ergebnissen zu ersehen ist, wird dies in vorteilhafter
Weise erfüllt,
was praktische Tests der ersten technologischen Industrieausführungen
bestätigt
haben. Gleichermaßen
lassen sich weitere Berechnungsbeispiele mit anderen physikalischen
Bedingungen für
andere Materialbahnarten daraus ableiten.
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Für die Lochwiederholungsrate
einer jeden Lochreihe und insgesamt für alle gilt:
- • bei A =
20 Löcher
pro cm perforierter Lochlinie und Bahngeschwindigkeiten von 120
m/min: (120 m/min/60Sek./min)·100
cm·20
Löcher/cm
= 4000 Löcher
pro Sekunde pro cm – pro
Einzellochreihe
- • bei
120 Einzelkanälen:
120·4000
Löcher/Sekunde
= 480.000 Löcher
pro Sekunde
- • bei
B = 20 Löcher
pro cm perforierter Lochlinie und Bahngeschwindigkeiten von 300
m/min: (300 m/min/60Sek./min)·100
cm·20
Löcher/cm
= 10.000 Löcher
pro Sekunde pro cm – pro
Einzellochreihe
- • bei
120 Einzelkanälen:
120·10.000
Löcher/Sekunde
= 1.200.000 Löcher
pro Sekunde
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Zur
Rotation des Strahlteiles oder geneigten Polygons gilt:
Für den Vierfachsstrahlteiler
errechnet sich eine Rotation von:
- • bei A =
4000 L/Sek/4 = 1000 U/Sek.
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Für das Polygon
mit 6 Facetten und vier Laserstrahlen:
- • bei A =
4.000 L/Sek./6/4 = 166.66 U/Sek.
- • bei
B = 10.000 L/Sek./6/4 = 416.66 U/Sek.
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Kalkulation
der Zeitdauer und Laserenergie pro zugeführtem oder geteiltem Strahl:
Für den Vierfachsstrahlteiler
errechnet sich theoretisch:
- • bei A =
1000 U/Sek. und 120 Einzelkanälen: 1/1000
Sek./(120/4) = 33.2 μs
abzüglich
der Zeit für
das Ein- und Austauchen des Laserstrahles in die volle optische Öffnungsweite
des Eintrittkanals mit ca. 40 % = ca. 20 μs
- • bei
A = 4000 Löcher/Sek.
und 3.5 mJ/Loch = 4000·3.5
mJ·30
= 420 Watt
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Für geneigte
Polygon mit 6 Facetten errechnet sich theoretisch:
- • bei
A = 1000 U/Sek. und 120 Einzelkanälen: 1/1000 Sek./(120/4/6)
= 200 μs
abzüglich
der Zeit für
das Ein- und Austauchen des Laserstrahles in die volle optische Öffnungsweite
des Eintrittkanals mit ca. 40 % = ca. 120 μs
- • bei
A = 4.000 Löcher/Sek.
und 3.5 mJ/Loch = 4000·3.5
mJ·30
= 420 Watt pro Laserleistungsstrahl – bei 4 Strahlen = 1680 gesamte
Laserleistung
- • bei
B = 10.000 Löcher/Sek.
und 3.5 mJ/Loch = 10.000·3.5
mJ·30
= 1050 Watt pro Laserleistungsstrahl – bei 4 Strahlen = 4200 Watt
gesamte Laserleistung
-
Wie
aus den einfachen, theoretischen Berechnungsbeispielen zu ersehen
ist, bewegen sich die wesentlichen physikalischen Größen in den
eingangs aufgelisteten Größenordnungen,
was sich in der Praxis weiter bestätigt hat.
-
Es
gibt nun verschiedene Möglichkeiten,
die Lehre der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter Weise auszugestalten,
weiterzubilden und anzugeben. Dazu ist einerseits auf die in den
Patentansprüchen
1–20 beschriebenen
Ausführungen,
und andererseits auf die nachfolgenden Erläuterungen mehrerer Ausführungsbeispiele
der Erfindung anhand der Zeichnungen 1–15 zu verweisen.
-
In
Verbindung mit der Erläuterung
der bevorzugten Ausführungsbeispiele
der Erfindung und mittels der Zeichnungen werden auch im allgemein
bevorzugten Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Lehre erläutert. Dies
insbesondere für
Materialbahnen wie Mundstückbelagpapiere
wie aber auch Verpackungsbahnen jeglicher Art und Ausführung.
-
Hierbei
zeigen die Zeichnungen im einzelnen:
-
1:
die schematische Draufsicht des Hochleistungslasermultiplexers mit
der Zuführung
eines Laserstrahles und rotierendem Umlenkelement für 80 optische
Einzelkanäle
und Faserauskopplung auf die darunter befindliche Materialbahn
-
2:
die schematische Seitenansicht des in 1 dargestellten,
erfinderischen Hochleistungslasermultiplexers mit Laserstrahlzuführung und
Einzelfaserauskopplung
-
3:
die Seitenansicht der Faserauskopplung mit dem Perforationskopf über die
Materialbahn
-
4:
Draufsicht auf die Materialbahn mit den Laserlochreihen nach 1
-
5:
die schematische Draufsicht auf den Hochleistungslasermultiplexer
mit der Zuführung
eines Laserstrahles, dem rotierenden Umlenkelement, 80 optische
Einzelkanäle
sowie die motorisch verstellbaren Strahlumlenkungs- und Fokussiereinrichtungen
auf die darunter befindliche Materialbahn
-
6:
eine Seitenansicht zu 5
-
7:
eine Seitenansicht der 5 mit Laserstrahlzuführung, dem
rotierenden kubischen Strahlteiler sowie die motorisch verstellbaren
Strahlumlenkungs- und Fokussiereinrichtungen auf die darunter befindliche
Materialbahn
-
8:
eine schematische Draufsicht auf den Hochleistungslasermultiplexer,
der Rotation von vier Laserstrahlen nach deren Teilung durch den
rotierenden kubischen Strahlteiler, 80 optischen Einzelkanäle, motorisch
verstellbaren Strahlumlenkungs- und Fokussiereinrichtungen
und die darunter befindliche Materialbahn
-
9:
eine Seitenansicht der 8, allerdings mit vierfach Laserstrahlzuführung, einem
rotierenden Polygonrad mit geneigten Facetten, der Einzelstrahlumlenkung
durch die motorisch verstellbaren Strahlumlenkungs- und Fokussiereinrichtungen und
die darunter befindliche Materialbahn
-
10:
eine Draufsicht auf die Materialbahn mit den Laserlochreihen nach 8
-
11:
eine Draufsicht auf die Materialbahn mit den Laserlochreihen nach 8 und
weiteren Lochreihendetails
-
12:
eine Draufsicht auf die Materialbahn mit den Laserlochreihen nach 8 und
weiteren Lochreihendetails
-
13:
die Gesamtansicht der Breitbahn-Laserperforationsmaschine
-
14:
die Seitenansicht der Breitbahn-Laserperforationsmaschine
-
15:
die Gesamtansicht der Faser gekoppelten Perforationssektion
-
1 zeigt
die schematische Draufsicht der 360 Grad-Vorrichtung als optischer
Hochleistungslasermultiplexer (2) mit der Laserstrahlzuführung (3)
für den
Laserhauptstrahl und rotierendem Umlenkelement (4), welcher
vom High-Speed Motor (9) betrieben ist. Der umlaufende
Laserstrahl (5) mit Richtungsangabe (6) überstreicht
zu jedem 360 Grad Vollwinkelumlauf die 80 hier dargestellten optischen
Einzelkanäle
(7, 8) mit deren optischen Einlassöffnung mit vorgesetzter
Zylinderlinse (10). Die Eintrittslinsen (10),
deren Angabe (7, 8) gleichzeitig den ersten und letzten
optischen Kanal definieren, fokussieren den jeweils eintretenden
Laserstrahl auf die Faserankopplung (12). Die Auskopplungen
erfolgen über
die CO2-Hohlleiterfaser (13). Unterhalb
der Hochleistungslasermultiplexers ist die durchlaufende Materialbahn
(1), mit der Vorschubsrichtung (14), eingezeichnet.
-
Durchmesser
und räumliche
Anordnung des optischen Hochleistungslasermultiplexers (2)
sind völlig
unabhängig
von der Materialbahnbreite und nur bestimmt durch die geometrischen
Dimensionen und optischen Elementanordnungen. In diesem Beispiel erfolgt
die Anordnung direkt über
die Materialbahn (1), in der 13 z.B.
direkt am CO-2 Laserquellenausgang.
-
In
Weiterführung
dieser Ansicht zeigt 2 die Seitenansicht mit der
Laserstrahlzuführung
(3) und der Laserstrahlzuführungsrichtung (15). Über den
festen Strahlumlenkspiegel (16) gelangt der Laserhauptstrahl
auf die Fokussierlinse (17), welche aufgrund der hohen
Energiedichte meist wassergekühlt
ist, mit der ein Strahldurchmesser von bis zu einer Größe von ca.
200 μm Durchmesser
auf dem hoch rotierendem Umlenkelement (4) projektiert
ist, und so um 90 Grad umgelenkt und im Vollkreiswinkel von 360
Grad durch die Rotationsrichtung (6) auf die Zylinderlinsen
(10) zur jeweiligen Fokussierlinse (11) dann zur
Fasereinkopplung (12) gelangt. Das hoch rotierende Umlenkelement
(4) kann als Planspiegel oder als Parabolspiegel ausgebildet
sein, und beinhaltet in seiner Halterung eine mechanisch präzise Auswuchtung
zum Ausgleich der hohen Fliehkräfte.
-
Weitere
optische Details bedürfen
an dieser Stelle keiner weiteren Erläuterung, da sie in den eingangs
genannten Patentschriften ausführlich
erklärt sind.
-
Jede
mit dem Laserstrahl (3) beaufschlagte CO-2 Hohlleiterfaser
(13), mit z.B. 50 oder 200 μm Innenkerndurchmesser, ist
der Weise nach 3 ausgeführt. An deren Ende ist die
Kollimatoroptik (19) und mit der motorisch verstellbaren
Fokussieroptik (20) angeordnet und als Mikroperforationskopf
ausgebildet, so dass eine sehr feine Fokussierung für Lochgrößen von
50–200 μm Durchmesser
auf der in Vorschubrichtung (14) durchlaufenden Materialbahn (1)
stattfinden kann. Diese Fokussieroptiken (20) sind auch
als Mikroperforationsköpfe
bezeichnet, und werden, wie eingangs detailliert beschrieben, über die
Bahnbreite in zwei Reihen verteilt, motorisch und automatisiert
positioniert und erzeugen so die jeweiligen Laserlochreihen.
-
Unter 4 ist
eine Draufsicht auf die Materialbahn (1) und deren (14)
dargestellt. Zur exakten Materialbahnführung dienen die beiden Umlenkwalzen
(22). Des weiteren ist anzugeben, dass die Kollimatoroptik
(19) und damit ausgebildeten Perforationsköpfe, deren
mechanischen Halterungen und motorischen Querverstellungen der Einfachheit
an dieser Stelle nicht weiter dargestellt sind, da die Perforationsentstehung
auf der Materialbahn (1) in den weiteren 10, 11 und 12 erfolgt.
-
Diese
können
in der Y-Ebene zweireihig aufgeteilt oder auch in der Y-Ebene zweireihig
versetzt angeordnet sein. Als Beispiel der in dieser Verfahrensweise
und Reihenfolge erzeugten Lochreihen sind mit (23, 24, 25, 26, 27, 28)
gekennzeichnet. Die nicht weiter bezeichneten Kollimatoroptik und
damit ausgebildeten Perforationstöpfe für die Lochreihen (24, 25, 26, 27, 28)
sind mit dem unter (19) gleichwertig.
-
In 5 bildet
der Hochleistungslasermultiplexer (2) die Ausgangsbasis
mit der darunter durchlaufenden Materialbahn (1) und deren
Vorschubsrichtung (14). Mit dem vom High-Speed Motor (9)
angetriebenen, optischen Umlenkelement (4) wird der Laserstrahl
(5) umgelenkt und belichtet bei jedem Vollkreisumlauf alle
hier dargestellten 80 optischen Einzelkanäle. Im Unterschied zu den zuvor
genannten Ausführungen
sind hier motorisch verstellbare Strahlumlenkungs- und Fokussiereinrichtungen
(30) für
jeden optischen Einzelkanal verwandt, mit denen durch die Bewegungsrichtung
und Schrägverstellung (32)
und dem sich daraus ergebenen Verstellwinkel (33) gegenüber der
X- und Y-Achse auftritt und somit die Positionen jeder einzelnen
Laserlochreihe, und dies völlig
unabhängig
voneinander, in bestimmten Abstandsbereichen möglich sind. Ein jeder Perforationskopf
(31) ist direkt in senkrechter Richtung zur Materialbahn
(1) angeordnet, was in 6 veranschaulicht
ist.
-
Die
Kennzeichnung für
den ersten optischen Kanal (7) und der im Vollkreis umlaufend
letzte optische Kanal (8) sind hier eingetragen. Die erzeugten Laserlochlinien
unterliegen der gleichen Bezeichnung (23, 24, 25, 26, 27, 28),
wobei der notwendige räumliche
Versatz der einzelnen Perforationsköpfe zu eng benachbarten Laserlochreihen
sich deutlich hervorhebt.
-
Grundsätzlich ist
die Vollkreisanordnung des Hochleistungslasermultiplexers (2)
und den Einzel- oder auch Mehrfachstrahlumlenkungen, welche in den
Zeichnungsbeispielen nicht weiter angegeben sind, konstruktiv so
gewählt,
dass sowohl deren Gesamtdurchmesser kleiner aber auch größer als
die Materialbahnbreite sowie ober- und unterhalb der Materialbahn
(1) angeordnet sein kann, um auf diese Weise optimale Positionsverschiebungen
und Geometrien für
die Laserlochreihen zu erhalten.
-
Im
weiteren sind die Ausführungsmöglichkeiten
des Hochleistungslaserstrahlmultiplexers (2) auch so zu
verstehen, dass durch mehrfache Einzelstrahlumlenkungen, ausgehend
vom Strahlablenkungszentrum und auch außerhalb der Bahnbreite, die
Einzelstrahlen optisch auf die Bahnbreite wieder zurückgeführt sind
was letztlich eine direkte Parallelverschiebung in X-Richtung gegenüber der
in Y-Richtung durchlaufenden Materialbahn (1) erlaubt.
-
Dies
hat den großen
Vorteil, dass keine langen Verschiebebewegungen, wie dies bei der Schrägverstellung
und Veränderungen
des Winkels in der X-Achse der Fall ist, ergeben, und so eine direkte.
Vergleichbarkeit in der Positionierung der Perforationslochreihen
auf beliebigen Stellen der Materialbahn bei extrem kurzen Verschiebewegen
gegeben ist, wie dies bei bisherigen Offline Laserperformationsanlagen
für schmale
Bahnbreiten mit bis zu vier Bobienen praktiziert wird.
-
Darüber hinaus
soll noch erwähnt
werden, dass der konstruktive Einheit des Hochleistungslaserstrahlmultiplexers
(2) eine extrem hohe mechanische Stabilität aufweist
und in der Präzision
derart ausgeführt
ist, wie dies von konventionellen CO2 Leistungsstrahlführungen
bekannt ist.
-
Im
Anschluss an 5 ist deren Seitenansicht mit
Details unter 6 veranschaulicht. In der schon
mehrfach beschriebenen Weise führt
der von oben zugeführte
Laserstrahl die Umlaufbewegung über
das rotierende, optische Umlenkelement (4) und dem High-Speed
Motor (9) in Rotationsrichtung (6) aus. Die Zylinderlinse
(29) und die motorisch verstellbare Strahlumlenkungs- und
Fokussiereinheit (30) mit dem festen Strahlumlenkspiegel
(16) führt
den umlaufenden Laserstrahl (34) umgelenkt vertikal nach
unten (35) auf die motorisch verstellbare Fokussieroptik
(20) zu, mit der im Fokus die Laserlochlinie auf die Materialbahn
(1), mit Vorschubsrichtung (14), entsteht.
-
In
der Ausführung
unter 7 ist ein rotierender kubischer Strahlteiler (36)
mit der Strahlzuführungsrichtung
(15) von oben, anstelle des rotierenden optischen Umlenkelements
(4), eingesetzt. Auch hier erfolgt der Antrieb über den
High-Speed Motor (9). Der hoch rotierende Strahlteiler
(36) hat die Grundform eines Kubus mit dem Strahleintritt
(38) von unten und/oder oben und somit einem vierfachen Teilstrahlaustritt
(39) an deren Seitenkanten bei unten und oben, bzw. zweifachen
bei nur einer Zuführungsweise,
bei fast identischen Leistungs- und Strahlqualitätsmerkmalen. Die Ausführungsvarianten sind
an dieser Stelle nicht weiter angegeben, wobei auch anstelle der
kubischen Zweifach- und Vierfachstrahlteiler (36) Vierfachparabolspiegel
möglich
sind.
-
Wie
in 6 erläutert,
folgen die zwei oder vier umlaufenden Teilstrahlen (37)
in jedem optischen Einzelkanal dem Weg zu den Zylinderlinsen (29),
verschiebbaren (32) Strahlumlenkungsspiegeln (6)
und als umgelenkter Teilstrahl (35) in vertikaler Richtung
zu jedem Perforationskopf (31) und der adaptierten, motorischen
Fokussieroptik (20). Mit dem fokussierten Laserstrahl (21)
entstehen die gewünschten
Laserlochreihen in der Materialbahn (1) bei deren (14).
-
Zum
besseren Verständnis
der rotierenden, vierfach Laserteilstrahlen (37, 40, 41, 42)
nach 7 ist hierzu in 8 eine Draufsicht
des Hochleistungslaserstrahlmultiplexers (2) dargestellt.
Der rotierende kubische Strahlteiler (36) erzeugt die vier
Teilstrahlen A-1 (37) und A-2 (41) aus dem Laserhauptstrahl
A analog hierzu B-1 (40) und B-2 (42) aus dem
Laserhauptstrahl B zeitlich simultan, so dass sich die optischen
Strahlengänge
(7, 8) mit den Zylinderlinsen (29) am
Strahleintritt zu jedem 360 Grad Umlauf in Rotationsrichtung (6)
und sich zeitlich um den Faktor vier schneller gegenüber dem
rotierenden optischen Umlenkelement (4) belichten lassen.
Dies hat die schon zuvor beschriebenen Vorteile hinsichtlich der gewünschten
hohen Lochfolgefrequenz für
jeden optischen Einzelkanal, vom ersten (7) bis zum letzten (8),
und die daraus resultierenden Laserlochlinien (23, 24, 25, 26, 27, 28).
Die Materialbahn (1) wird auch hierbei in Vorschubsrichtung
(14) transportiert. Zur Positionierung der Strahlumlenk-
und Fokussiereinrichtung 30 und dem Durchmesser der Hochleistungslaserstrahlmultiplexers
(2) wird auf die Ausführungen
der 5 verwiesen.
-
Eine
andere Ausführungsform
ist in 9 als Seitenansicht zur Strahlrotation mit einem
Polygonrad und geneigten Facetten (43) zu sehen, welches ebenfalls
vom High-Speed Motor (9) angetrieben wird.
-
Das
Polygonrad (43) hat vorzugsweise 6 Facetten mit der z.B.
bei vier gleichzeitig einfallenden Laserstrahlen auch vier Strahlauslenkungen über einen
Auffächerungsbereich
von viermal 90 Grad zum Vollwinkel von 360 Grad zur Versorgung aller
optischen Einzelkanäle
(7, 8) entstehen.
-
Der
schräg
von oben, z.B. in einem Winkel von 30 Grad, einfallende und vorfokussierte
Laserstrahl (44) wird vorzugsweise mit einer wassergekühlten Fokussierlinse
(17) auf einen sehr kleinen Durchmesser, z.B. im Bereich
von 50 bis 200 μm,
auf das rotierende Polygon (43) fokussiert, und trifft
im definierten Winkelbereich mit dem ungelenkten rotierende Laserstrahl
(45) die optischen Einzelkanäle mit deren Zylinderlinsen
(29) am optischen Einlass. Die Strahlweiterführung innerhalb
eines jeden optischen Einzelkanals erfolgt in der mehrfach beschriebenen Weise über feste
Strahlumlenkspiegel (16) motorisch verstellbaren Strahlumlenk-
und Fokussiereinrichtung (30), deren Bewegungsrichtung
(32) dargestellt ist. Damit wird der um gelenkte Laserstrahl
(35) auf die motorische verstellbare Fokussieroptik (20)
und dem Perforationskopf (31) zugeführt.
-
Die
Schrägzuführung, dies
kann von oben oder unten erfolgen, des vorfokussierten Laserstrahles
(44) auf das rotierende Polygon mit geneigten Facetten
(43), welches im Zentrum des Hochleistungslaserstrahlmultiplexers
(2) angeordnet ist, hat den schon zuvor genannten Vorteil,
dass keine räumlichen
Aussparrungen oder Auslassungen im Hochleistungslaserstrahlmultiplexers
(2) notwendig sind, und dieser Innenkreis und vollständig in
sich geschlossen, umlaufend mit den optischen Einzelkanälen (7, 8)
bestückt
werden kann.
-
Über den
Auffächerungsbereich
von z.B. vier mal 90 Grad oder anderen Konstellationen zum Vollwinkel
von 360 Grad und zur Versorgung aller optischen Einzelkanäle (7, 8)
sind optische Laserleistungen von 4·500 Watt oder auch 4·1000 Watt
einsetzbar, was mit aktuellen CO2 Laserquellen problemlos realisierbar
ist. Mit dieser Lösung
lassen sich selbst extrem hohe Perforationsleistungen und damit
verbundene Porositäten
bis zu 1000 C.U. pro Lochreihengruppe, Vorschubgeschwindigkeiten
der Materialbahnen (1) bis 300 m/min und Lochfrequenzen
bis 2.000.000 Löcher
pro Sekunde generieren.
-
Sich
daran anschließend
erklärt 10 eine entsprechende
Aufteilung der einzelnen Laserlochreihen über die Bahnbreite, wie dies
schon in 4 erstmalig ausgeführt ist.
Die Materialbahn (1) ist über zwei Umlenkwalzen (22)
sehr präzise
in Vorschubsrichtung (14) geführt und beinhaltet die beispielhaft von
der Kollimatoroptik (19) generierte Laserlochreihe (23).
Die anderen in der Y-Achse jeweils versetzten Kollimatoroptiken
(19) und damit verbundenen Perforationsköpfe (31)
erzeugen die Laserlochreihen (24, 47, 48, 49, 50).
Dieses Beispiel ist gut auf die Laserperforation von Verpackungsbahnen übertragbar.
-
Eine
vergrößere Darstellung
der Laserlochreihenanordnung auf der Materialbahn (1),
wie dies beispielhaft für
Mundstückbelagpapiere
in 11 angegeben ist. Deutlich sind hier die zuvor
angegebenen Laserlochreihen (23, 24, 25, 26, 27, 28)
sowie im weiteren die Laserlochreihen (51, 52, 53, 54)
im jeweiligen Abschnitt über
die Bahnbreite verteilt zu erkennen. Die vorgesehenen Bobbienenabschnitte (55, 56, 57)
sind entsprechend gekennzeichnet und werden im späteren Rollenschneidprozess
dort geteilt. Für
sich selbstredend sind die in Vorschubsrichtung (14) der
Materialbahn (1) ausgeprägten Laserlochreihen bei diesem
Beispiel eine gewählte
Doppelperforationslochreihengruppe pro Bobienenseite.
-
In
der weiteren Vergrößerung der 12 findet
sich diese Anordnung wieder, wobei zusätzlich noch zwei Bedruckungsstreifen
(61) und die spätere Schnittkanten
(62) einer jeden Einzelbobbiene, auf jeden Bobienenabschnitt
(55, 56) widerspiegeln. Zur Veranschaulichung
der Durchmesser eines jeden Laserperforationsloches (59),
die sich im Größenbereich
von 50–200 μm bewegen
aber nur geringfügig während der
Laserperforation sich verändern,
sind deren Abstände
(60) einer jeden Lochreihe in (14) angegeben.
-
Die
abschließenden
Zeichnungen der 13–15 vermitteln
einen Gesamtüberblick und
praktische Ausführungsbeispiele
zur erfinderischen Breitbahn Laserperforationsanlage.
-
Danach
zeigt 13 die Gesamtansicht der Breitbahnlaserperforationsanlage
mit der Abrolleinrichtung (63), mittig eingefügter Perforationssektion und
mechanischer Einrichtung (69), dem sich anschließenden optischen
Online Porositätsmesssystem
(68) und der Aufrolleinrichtung (64). Die Materialbahn
(1) rollt sich in der angegebenen Vorschubsrichtung (14)
ab. Die gemeinsame oder auch einzelnen CO-2 Laserquellen (66)
führen
in diesem Beispiel über
zwei Strahlzuführungen
(3) den beiden Hochleistungslaserstrahlmultiplexern (2)
den Laserstrahl zu, der hier beispielhaft und aus Strahlführungsgründen nicht über die
Materialbahn (1) sondern direkt nach der Laserquelle (66)
positioniert sind. Alle Einzelfasern (13) sind in einfach
zu installierender Weise den motorisch verstellbaren Fokussieroptiken
(20) zuführbar.
-
Der
räumliche
Abstand zwischen beiden Hochleistungslaserstrahlmultiplexern (2)
und der Perforationssektion kann bis zu fünf Meter betragen, wie dies
z.B. von industriellen CO2 Leistungslaseranlagen zum Schweißen, Fügen, Trennen,
Veredeln und anderer Materialbearbeitungen bekannt ist, was die
weiteren Vorteile, insbesondere auch die der hohen Flexibilität und Integration
der Laserstrahlfasern (13) auf beiden motorisch verstellbaren
Einrichtungen zur Positionierung (67) eines jeden Perforationskopfes
(31) innerhalb der Perforationssektion (69), in den
erfinderischen Ausführungen
besonders hervorhebt.
-
14 vermittelt
einen Eindruck der gesamten Breitbahnlaserperforationsmaschine in
der Seitenansicht. Deutlich sind hierbei die beiden Umlenkwalzen
(22) und die motorisch verstellbaren Fokussieroptiken (20)
zu erkennen.
-
Einen
weiteren Ausschnitt zeigt die abschließende 15 die
gesamte Perforationssektion (69) und (14) der
Materialbahn (1). In dieser Ansicht sind die beiden motorisch
verstellbaren Einrichtungen zur Positionierung (69), mit
Aufnahme der einzelnen Perforationsköpfe (31), deren Faserzuführung (13)
vergrößert dargestellt.
Alle weiteren Details bedürfen keiner
weiteren Erläuterung.
-
Grundsätzlich ist
noch anzufügen,
dass bei allen hier beispielhaft beschriebenen Ausführungen die
zugeführten
Laserleistungsstrahlen im Dauerbetrieb, also nicht gepulst, aber
auch zeitlich und in Abhängigkeit
von den Rotationen der Strahlumlenkungs- oder Strahlteilungskomponenten
und Strahlpositionen vor den Einlassöffnungen der Einzelkanäle getriggert,
gepulst werden können.
-
Zum
Abschluss sei hervorgehoben, daß die erfinderische
Lehre durch die vielen Ausführungsbeispiele
lediglich erläutert,
jedoch keinesfalls eingeschränkt
ist. Vielmehr lässt
die erfindungsgemäße Lehre
auch weitere Verfahrensschritte und Vorrichtungsvarianten zur Laserperforation
von breiten Warenbahnen zu, die andere bzw. weitere konstruktive Merkmale
aufweisen.
-
- 1
- durchlaufende,
breite Warenbahn
- 2
- Hochleistungslasermultiplexer
- 3
- Laserstrahlzuführung
- 4
- rotierendes
optisches Umlenkelement
- 5
- umgelenkter
und rotierender Laserstrahl
- 6
- Rotationsrichtung
- 7
- erster
optischer Kanal
- 8
- letzter
optischer Kanal
- 9
- high-speed
Motoreinrichtung für
hohe Drehzahlen
- 10
- Zylinderlinse
für den
Strahleintritt
- 11
- Fokussierlinse
- 12
- Fasereinkopplung
- 13
- CO2-Hohlleiterfaser
- 14
- Bahnlaufrichtung
- 15
- Zuführungsrichtung
des Laserstrahles
- 16
- fester
Strahlumlenkspiegel
- 17
- Fokussierlinse
Null
- 18
- fokussierter
Laserstrahl
- 19
- Kollimatoroptik
am Hohlfaserende
- 20
- motorisch
verstellbare Fokussieroptik
- 21
- fokusierter
Laserstrahl auf der Warenbahn (1)
- 22
- Umlenkwalzen
- 23
- erzeugte
Laserperforationsreihe 1
- 24
- erzeugte
Laserperforationsreihe 2
- 25
- erzeugte
Laserperforationsreihe 3
- 26
- erzeugte
Laserperforationsreihe 4
- 27
- erzeugte
Laserperforationsreihe 5
- 28
- erzeugte
Laserperforationsreihe 6
- 29
- Zylinderlinse
für den
Strahleintritt
- 30
- motorisch
verstellbare Strahlumlenkung- und Fokussiereinrichtung
- 31
- Perforationskopf – bezeichnet
nach der Strahlendfokussierung zur Warenbahn (1)
- 32
- Bewegungsrichtung
und Schrägverstellung der
Strahlumlenkungseinheit 30
- 33
- Verstellwinkel
der Strahlumlenkungseinheit zur Bahnlaufrichtung (14)
- 34
- der
Strahlumlenkungseinheit zugeführter
Laserstrahl
- 35
- um
gelenkter Laserstrahl
- 36
- rotierender
kubischer Strahlteiler für
zwei- oder vierfach Laserstrahlteilung
- 37
- umlaufender
Teilstrahl A-1 von Strahlzuführung
A – hier
aus Zuführungsrichtung
(15)
- 38
- Laserstrahleintritt – von oben
als A bezeichnet – in
den rotierenden kubischen
-
- Strahlteiler
(36)
- 39
- Teilstrahlaustritt – hier nur
als A-1 gezeichnet
- 40
- rotierender
Teilstrahl B-1 aus der Laserstrahlzuführung B
- 41
- rotierender
Teilstrahl A-2 aus der Laserstrahlzuführung A
- 42
- rotierender
Teilstrahl B-2 aus der Laserstrahlzuführung B
- 43
- rotierendes
Polygon mit geneigten Facetten
- 44
- vorfokussierter
Laserstrahl
- 45
- vom
Polygon um gelenkter und rotierender Laserstrahl
- 46
- Schrägeinfallsrichtung
des Laserstrahles
- 47
- über einen
optischen Kanal und zugehörigen Perforationskopf
(31) erzeugte
-
- Laserperforationslochreihe
3 auf der Warenbahn (1)
- 48
- über einen
optischen Kanal und zugehörigen Perforationskopf
(31) erzeugte
-
- Laserperforationslochreihe
4 auf der Warenbahn (1)
- 49
- über einen
optischen Kanal und zugehörigen Perforationskopf
(31) erzeugte
-
- Laserperforationslochreihe
5 auf der Warenbahn (1)
- 50
- über einen
optischen Kanal und zugehörigen Perforationskopf
(31) erzeugte
-
- Laserperforationslochreihe
6 auf der Warenbahn (1)
- 51
- über einen
optischen Kanal und zugehörigen Perforationskopf
(31) erzeugte
-
- Laserperforationslochreihe
7 auf der Warenbahn (1)
- 52
- über einen
optischen Kanal und zugehörigen Perforationskopf
(31) erzeugte
-
- Laserperforationslochreihe
8 auf der Warenbahn (1)
- 53
- über einen
optischen Kanal und zugehörigen Perforationskopf
(31) erzeugte
-
- Laserperforationslochreihe
9 auf der Warenbahn (1)
- 54
- über einen
optischen Kanal und zugehörigen Perforationskopf
(31) erzeugte
-
- Laserperforationslochreihe
10 auf der Warenbahn (1)
- 55
- späterer Bobienenabschnitt
1
- 56
- späterer Bobienenabschnitt
2
- 57
- späterer Bobienenabschnitt
3
- 58
- nicht
benannt
- 59
- mit
dem Laserstrahl erzeugtes Einzelperforationsloch
- 60
- Abstand
der Einzelperforationslöcher
in Bahnlaufrichtung (14)
- 61
- Bedruckungsstreifen
auf der Warenbahn (1)
- 62
- spätere Schnittkante
zur Aufsplittung der breiten Warenbahn (1) in einzelne
Bobienen
- 63
- Abrolleinrichtung
- 64
- Aufrolleinrichtung
- 65
- Warenbahnrolle
- 66
- CO-2
Laserquellen
- 67
- motorisch
verstellbare Einrichtung zur Positionierung eines jeden einzelnen
-
- Perforationskopfes
(31) über
die gesamte Breite der Warenbahn (1)
- 68
- optisches
online Porositätsmesssystem
- 69
- Perforationssektion
und deren mechanischen Einrichtung