DE102004008796B4 - Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung eines Hydraulikventils eines hydraulischen Systems sowie Steuergerät für ein hydraulisches System - Google Patents
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Abstract
Verfahren zur Steuerung eines Hydraulikventils (6) mit einem zwischen zwei Lagen (L1, L2) bewegbaren Stößel (8) für ein elektrohydraulisches System (1) insbesondere für ein elektronisch gesteuertes Bremssystem eines Fahrzeugs, bei dem das Hydraulikventil (6) mittels einer stromerregten Ventilspule (10) anhand einer den Stößel (8) bewegenden Kraft geschaltet wird wobei der Stößel (8) zumindest zeitweise durch Anlegen eines Spulenstroms an die Ventilspule mit einer Gegenkraft beaufschlagt wird, wobei die Gegenkraft mit einer Frequenz erzeugt wird, die ungleich der Frequenz einer unerwünschten Schwingung des Stößels (8), eines ganzzahligen Vielfachen und eines Bruchteils der Frequenz der unerwünschten Schwingung des Stößels (8) ist, und die Gegenkraft durch Anlegen einer Dämpfungsschwingung (D) an die Ventilspule (10) erzeugt wird.
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Steuerung eines Hydraulikventils eines hydraulischen Systems, z.B. eines elektrohydraulischen Bremssystems eines Fahrzeugs. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Steuergerät für ein solches hydraulisches System zur Durchführung des Verfahrens.
- Ein elektrohydraulisches System, wie z.B. ein elektronisch gesteuertes Bremssystem eines Fahrzeugs, umfasst einen elektromagnetisch betätigbaren Antrieb, wie ein Magnet- oder Hydraulikventil, das aus einer stromerregten Spule (auch Ventilspule genannt), und einem zwischen zwei Lagen oder Positionen bewegbaren Stößel (= Ventilstößel mit Ventilmimik) gebildet ist. Des Weiteren umfasst das elektrohydraulische System im Allgemeinen ein Steuergerät zur Steuerung des Hydraulikventils. Beispielsweise sind Steuergeräte bekannt, die die zum Schalten geeigneten Hydraulikventile derart betreiben, dass eine analoge Regelung der Druckbeeinflussung durchgeführt werden kann (= so genannte analogisierte Ventile).
- Beispielsweise beschreibt die
DE 101 31 125 A1 ein Magnetventil zur Steuerung eines Einspritzventils einer Kraftstoffeinspritzeinrichtung mit einer Düsennadel/ Stößel-Anordnung, deren Öffnen und Schließen durch eine Druckbeaufschlagung/Druckentlastung eines Steuerraums herbeigeführt wird und das Magnetventil einen Elektromagneten und einen Anker umfasst, der von einer Ventilfeder in Schließrichtung auf einen Ventilsitz beaufschlagt ist, der von einem den Steuerraum druckentlastenden Schließkörper (10 ) freigegeben oder verschlossen wird. - Ferner beschreibt die
DE 199 07 732 A1 einen proportionalen Betätigungsmagnet für ein hydraulisches Magnetventil mit einem Pol mit einer Ventilkegelaufnahmebohrung zur Aufnahme eines Ventilkegels sowie ein Polrohr zur Aufnahme eines Ankers. - Weiter beschreibt die
DE 100 31 237 C2 einen elektromagnetischen Aktuator, insbesondere zur Betätigung eines Gaswechselventils einer Brennkraftmaschine. - Schließlich beschreibt die
DE 100 03 896 A1 ein Verfahren zur Steuerung eines Proportional-Magneten mit einem Magnetkern, einem Magnetanker, einer Magnetspule, zur Betätigung eines Steuerelementes in einem Schaltventil oder einem Proportional-Druckregelventil, insbesondere einem Druckregelventil für die Kupplungsbetätigung in einem automatischen Kraftfahrzeug-Getriebe, und mit einer elektronischen Steuervorrichtung, wobei der Magnetanker zwischen einem Regelbereich und einem Haltebereich mit einer magnetischen Halteposition des Magnetankers hin- und her bewegbar ist und ein definierter Übergang vom Regelbereich in die Halteposition ausführbar ist, wobei Mittel vorgesehen sind, welche die Bewegungen des Magnetankers erkennen. - Beim Betreiben des Hydraulikventils, insbesondere eines analogisierten Ventils, zum Beispiel im Rahmen einer ABS-Bremsregelung (ABS = Antiblockiersystem), kann es in Randbereichen von Betriebspunkten des Hydraulikventils zu unerwünschten Schwingungen, insbesondere zu Resonanzschwingungen des Stößels kommen. Resonanzschwingungen treten insbesondere dann auf, wenn das Kräftegleichgewicht zwischen Strömung und magnetischer Kraft am Stößel gestört ist. Mit anderen Worten: Das Kräftegleichgewicht zwischen beispielsweise durch Strömung der Hydraulikflüssigkeit im Ventil bedingten Bernoulli-Kräften und der magnetischen Kraft am Stößel kann in bestimmten ABS- bzw. ESP-Regelsituationen (ESP = Elektronisches Stabilitätsprogramm) zu einem Schwingen des Ventils, insbesondere des Stößels führen. Die Auswirkungen solcher Resonanzschwingungen können erhöhter Geräuschpegel oder Gradientenverfälschung bei der Druckmodulation oder unerwünschte Druckschwingungen im Hydrauliksystem sein.
- Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung der oben genannten Art anzugeben, welche diesen Effekt von Resonanzschwingungen deutlich verringern bzw. sogar nahezu ganz beseitigen kann. Des Weiteren ist ein besonders geeignetes Steuergerät anzugeben.
- Die Aufgabe bezüglich des genannten Verfahrens wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Die Aufgabe bezüglich der genannten Vorrichtung und des genannten Steuergeräts wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 13 bzw. 15 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
- Die Erfindung geht dabei von der Überlegung aus, dass durch periodische Kräfte verursacht bei einem Hydraulikventil mit einem mittels einer stromerregten Ventilspule zwischen zwei Lagen bewegbaren Stößel dieser zu Schwingungen erregt wird, die im Resonanzfall zu Schwingungsamplituden und daraus resultierend im ungünstigen Fall zu einer Beschädigung des Hydraulikventils führen können. Um die im Resonanzfall auftretenden Resonanzschwingungen zu vermeiden, müssen diese hinreichend groß gedämpft werden, indem die periodischen Kräfte umgangen werden oder die Differenz zwischen Erreger- und Resonanzfrequenz groß genug ist. Hierzu ist bei einem Verfahren zur Steuerung des Hydraulikventils, insbesondere für ein elektronisch gesteuertes Bremssystem eines Fahrzeugs, vorgesehen, der auf den Stößel mittels der stromerregten Ventilspule wirkenden Kraft zumindest zeitweise durch Anlegen eines Spulenstroms an die Ventilspule eine Gegenkraft aufzuprägen, so dass eine unerwünschte Schwingung, insbesondere eine Resonanzschwingung am Stößel, gedämpft wird. Um eine hinreichend große Gegenkraft mit einer möglichst großen Dämpfung der unerwünschten Schwingung zu erzielen, wird dabei die Gegenkraft mit einer Frequenz erzeugt, die ungleich der Frequenz der unerwünschten Schwingung, ungleich einem ganzzahligen Vielfachen oder einem Bruchteil der Frequenz der unerwünschten Schwingung des Stößels, ist. Dabei wird die Gegenkraft durch Anlegen einer Dämpfungsschwingung an die Ventilspule erzeugt.
- Für eine möglichst geringe mechanische Beanspruchung des Hydraulikventils wird der Stößel vorzugsweise nur im Randbereich eines Betriebspunktes des Hydraulikventils mit der Gegenkraft beaufschlagt. Insbesondere wird die Gegenkraft am Beginn einer jeden Regelschleife des elektrohydraulischen Systems erzeugt. Unter Betriebspunkt des Hydraulikventils wird hierbei ein Schaltbereich des Hydraulikventils verstanden, in welchem das Hydraulikventil aufgrund von Strömungsgeschwindigkeit, Strömungsvolumen und Ablösen der Strömung sowie der am Stößel anliegenden magnetischen Kraft und eines daraus resultierenden möglichen Kräfteungleichgewichts zu Eigen- oder Selbsterregung neigt.
- Um lediglich eine Gegenkraft, aber keine Bewegung des Ankers oder Stößels und somit auch keinen hydraulischen Einfluss im elektrohydraulischen System zu bewirken, wird die Gegenkraft vorzugsweise in einem vorgegebenen Zeitraum mehrfach wiederholend, insbesondere periodisch erzeugt. Vorzugsweise wird die Ventilspule im Randbereich eines Betriebspunktes des Hydraulikventils, z.B. eines kritischen Gradientenbereichs, mit der Dämpfungsschwingung beaufschlagt.
- Zweckmäßigerweise wird die Dämpfungsschwingung mit einer von der Resonanzfrequenz des Stößels verschiedenen Frequenz erzeugt. Insbesondere wird die Dämpfungsschwingung mit einer Frequenz erzeugt, die ungleich einem ganzzahligen Vielfachen oder einer ganzzahligen Teilfrequenz der Resonanzfrequenz ist. In einer möglichen Ausgestaltung wird die Dämpfungsschwingung als Rechteck-Schwingung, insbesondere als Stromimpuls-Funktion, erzeugt. Der Stromimpuls (auch Schließimpuls genannt) weist eine Dauer von 1 ms bis 3 ms auf. Dieser über das Magnetfeld der Ventilspule in eine mechanische Kraft des Stößels umgesetzte Stromimpuls bewirkt eine Kraftanregung im Anker der Ventilspule, aber noch keine unmittelbar ersichtliche Bewegung des Ankers. Dies hat den Vorteil, dass ein solch kurzer Stromimpuls somit auch keinen störenden Einfluss auf die Hydraulik hat. Vielmehr stört der Strom- und Kraftimpuls die unerwünschte Schwingung und wirkt daher dämpfend.
- Das Beeinflussen des Stößels zur Verhinderung der Resonanzen erfolgt dabei vorzugsweise derart, dass die Dämpfungsschwingung in Abhängigkeit vom an der Ventilspule angelegten Spulenstrom erzeugt wird. Beispielsweise wird die Dämpfungsschwingung bei einem Spulenstrom mit einer Impulslänge von größer 5 ms, insbesondere von größer 10 ms bis ca. 70 ms, erzeugt. In diesen aus dem jeweiligen Spulenstrom resultierenden Betriebspunkten oder Arbeitsbereichen des Hydraulikventils kann es zu einer Erregung des Stößels aufgrund eines Kräfteungleichgewichts kommen, welche durch Aufprägung der Gegenkraft oder der Dämpfungsschwingung gestört wird. Insbesondere wird die Dämpfungsschwingung bei einem Spulenstrom von 200 bis 500 mA erzeugt.
- Die Vorrichtung zur Steuerung des Hydraulikventils mit dem beispielsweise zwischen zwei Lagen bewegbaren Stößel umfasst eine stromerregte Ventilspule zum Schalten einer den Stößel bewegenden Kraft sowie ein elektronisches Steuergerät zum zeitweise Beaufschlagen des Stößels mit einer Gegenkraft. Dazu weist das Steuergerät einen Schwingungsgenerator zum Erzeugen einer die Gegenkraft bewirkenden Dämpfungsschwingung. Der Schwingungsgenerator kann dabei als ein Schwingkreis oder Impulsgenerator in analoger oder digitaler Schaltungstechnik ausgebildet sein. Des Weiteren kann das elektronische Steuergerät mit einem Computerprogrammprodukt zur Durchführung des oben beschriebenen Verfahrens ausgestattet sein.
- Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass durch Aufprägen einer Gegenkraft, insbesondere eines Kraftimpulses, oder einer Dämpfungsschwingung in Form eines Stromimpulses auf das Hydraulikventil eine Kraftschwingung am Anker bewirkt wird, die noch keine Bewegung auslöst und somit auch keinen hydraulischen Einfluss hat. Durch den Strom- oder Kraftimpuls wird die unerwünschte Schwingung in einfacher Art und Weise gestört und daher entsprechend gedämpft.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand einer Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen:
-
1 schematisch ein elektrohydraulisches System mit einer Vorrichtung zur Steuerung eines Hydraulikventils mittels einer stromerregten Ventilspule, und -
2 ein Diagramm für einen an die Ventilspule angelegten Spulenstrom mit überlagerter Dämpfungsschwingung. - Einander entsprechende Teile sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
-
1 zeigt ein elektrohydraulisches System1 , z.B. ein elektronisch gesteuertes Bremssystem für ein Fahrzeug. Unter elektronisch gesteuertem Bremssystem wird beispielsweise ein Antiblockiersystem (= ABS) oder ein Elektronisches Stabilitäts-Programm (= ESP) verstanden. - Das elektrohydraulische System
1 umfasst beispielsweise bei einer Bremsregelung eines Antiblockiersystems als Steuer- und Regeleinrichtung ein Steuergerät2 zur Signalverarbeitung von Messwerten eines Drehzahlsensors4 als RegelgrößeR für eine Ansteuerung eines Hydraulikventils6 anhand eines SpulenstromsI . Als FührungsgrößeF wird bei der Bremsregelung der Hauptzylinderdruck zur Einstellung einer StellgrößeU - dem Radzylinderdruck - verwendet. Je nach Aufbau des Fahrzeugs können mittels des Steuergeräts2 mehrere Hydraulikventile6 gesteuert werden, z.B. je Rad ein Hydraulikventil6 . - Das Hydraulikventil
6 umfasst einen zwischen zwei LagenL1 undL2 bewegbaren Stößel8 und eine stromerregte Ventilspule10 zum Schalten einer den Stößel8 bewegenden Kraft mittels des Spulenstroms I. - Im Betrieb des elektrohydraulischen Systems
1 kann es in Randbereichen von Betriebspunkten des Hydraulikventils6 , insbesondere in dem Fall, dass das Kräftegleichgewicht zwischen Strömungskraft und magnetischer Kraft am Stößel8 gestört ist, zu unerwünschten Resonanzschwingungen kommen. Zum Vermeiden dieser Resonanzschwingungen wird mittels des Steuergeräts2 der Stößel8 zumindest zeitweise mit einer Gegenkraft beaufschlagt. Dazu umfasst das Steuergerät2 beispielsweise einen Schwingungsgenerator12 zum Erzeugen einer die Gegenkraft bewirkenden DämpfungsschwingungD , die eine pulsierende Kraft am Stößel8 bewirkt. Je nach Art und Ausführung des Steuergeräts2 kann der Schwingungsgenerator12 in analoger oder digitaler Schaltungstechnik ausgeführt sein. - Die Dämpfungsschwingung
D wird in einer möglichen Ausführungsform als Gegenkraft jeweils am Beginn einer jeden Regelschleife des elektrohydraulischen Systems1 erzeugt. In2 ist beispielhaft die Aufprägung der DämpfungsschwingungD dargestellt. Beim Aufbaupuls(= Änderung des Raddrucks, insbesondere Druckerhöhung) wird mittels des Steuergeräts2 am Hydraulikventil2 der SpulenstromI vom StromniveauI1 auf das Stromniveau12 gesenkt. Der Erreger- oder SpulenstromI kann beispielsweise zur Ansteuerung des Hydraulikventils6 eine ImpulslängeTI von größer 5 ms, insbesondere von größer 10 ms bis ca. 70 ms, aufweisen. - Zur Beeinflussung der beim Schalten des Hydraulikventils
6 ggf. auftretenden Resonanzschwingungen am Stößel8 wird die DämpfungsschwingungD mit einer von der Resonanzfrequenz des Stößels8 verschiedenen Frequenz an der Ventilspule10 angelegt. Insbesondere wird die DämpfungsschwingungD in Abhängigkeit vom SpulenstromI zusätzlich aufgeprägt. Beispielsweise wird die DämpfungsschwingungD aufgeprägt, wenn die ImpulslängeTI des SpulenstromsI größer als 10 ms andauert. Je nach Auslegung des Hydraulikventils6 kann bereits ab einer ImpulslängeTI von größer 5 ms oder am Beginn einer jeden Regelschleife die DämpfungsschwingungD zur Erzeugung einer Gegenkraft am Stößel8 aufgeprägt werden. - Die mittels des Schwingungsgenerators
12 erzeugte DämpfungsschwingungD ist eine Rechteck-Schwingung, die als Stromimpuls-Funktion mit einer ImpulsdauerTD von 1 ms bis 3 ms auf das Hydraulikventil6 gegeben wird. Mit anderen Worten: - Diese Stör- oder Dämpfungsschwingung
D bzw. Gegenkraft wird zum Beispiel in einem ABS-/ESP-Bremssteuergerät eines Fahrzeugs in der Weise implementiert, dass bei einem SpulenstromI mit einer ImpulslängeTI von größer 10 ms (auch Bremsregelimpuls des Bremssteuergeräts genannt) ein kurzer, vorzugsweise eine ImpulsdauerTD von etwa 1 ms bis 3 ms aufweisender Stromimpuls (= Schließimpuls) als DämpfungsschwingungD auf das Hydraulikventil6 gegeben wird. Dieser über das Magnetfeld der Ventilspule10 in eine mechanische Kraft (= Gegenkraft) umgesetzte Stromimpuls bewirkt eine Kraftanregung am Anker der Ventilspule10 , aber noch keine unmittelbar ersichtliche Bewegung des Ankers. Daher hat ein solcher Stromimpuls auch keinen störenden Einfluss auf die Hydraulik der Bremse und somit auf das elektrohydraulische System.
Claims (15)
- Verfahren zur Steuerung eines Hydraulikventils (6) mit einem zwischen zwei Lagen (L1, L2) bewegbaren Stößel (8) für ein elektrohydraulisches System (1) insbesondere für ein elektronisch gesteuertes Bremssystem eines Fahrzeugs, bei dem das Hydraulikventil (6) mittels einer stromerregten Ventilspule (10) anhand einer den Stößel (8) bewegenden Kraft geschaltet wird wobei der Stößel (8) zumindest zeitweise durch Anlegen eines Spulenstroms an die Ventilspule mit einer Gegenkraft beaufschlagt wird, wobei die Gegenkraft mit einer Frequenz erzeugt wird, die ungleich der Frequenz einer unerwünschten Schwingung des Stößels (8), eines ganzzahligen Vielfachen und eines Bruchteils der Frequenz der unerwünschten Schwingung des Stößels (8) ist, und die Gegenkraft durch Anlegen einer Dämpfungsschwingung (D) an die Ventilspule (10) erzeugt wird.
- Verfahren nach
Anspruch 1 , bei dem der Stößel (8) im Randbereich eines Betriebspunktes des Hydraulikventils (6) mit der Gegenkraft beaufschlagt wird. - Verfahren nach
Anspruch 1 oder2 , bei dem die Gegenkraft am Beginn einer jeden Regelschleife des elektrohydraulischen Systems (1) erzeugt wird. - Verfahren nach einem der
Ansprüche 1 bis3 , bei dem die Gegenkraft in einem vorgegebenen Zeitraum mehrfach wiederholend erzeugt wird so dass die unerwünschte Schwingung des Stößels (8), gedämpft wird. - Verfahren nach
Anspruch 4 , wobei die Gegenkraft in einem vorgegebenen Zeitraum periodisch erzeugt wird. - Verfahren nach
Anspruch 1 , bei dem die Ventilspule (10) im Randbereich eines Betriebspunktes des Hydraulikventils (6) mit der Dämpfungsschwingung (D) beaufschlagt wird. - Verfahren nach einem der
Ansprüche 1 bis6 , bei dem die Dämpfungsschwingung (D) mit einer von der Resonanzfrequenz des Stößels (8) verschiedenen Frequenz erzeugt wird. - Verfahren nach
Anspruch 7 , bei dem die Dämpfungsschwingung (D) mit einer Frequenz erzeugt wird, die ungleich einem ganzzahligen Vielfachen oder einer ganzzahligen Teilfrequenz der Resonanzfrequenz ist. - Verfahren nach einem der
Ansprüche 1 bis8 , bei dem die Dämpfungsschwingung (D) als Rechteck-Schwingung erzeugt wird. - Verfahren nach einem der
Ansprüche 1 bis9 , bei dem die Dämpfungsschwingung (D) in Abhängigkeit vom an der Ventilspule (10) angelegten Spulenstrom (I) erzeugt wird. - Verfahren nach
Anspruch 10 , bei dem die Dämpfungsschwingung (D) bei einem Spulenstrom (I) mit einer Impulslänge (TI) von größer 5 ms erzeugt wird. - Verfahren nach
Anspruch 10 oder11 , bei dem die Dämpfungsschwingung (D) bei einem Spulenstrom (I) von 200 bis 500 mA erzeugt wird. - Vorrichtung zur Steuerung eines Hydraulikventils (6) mit einem zwischen zwei Lagen (L1, L2) bewegbaren Stößel (8) für ein elektrohydraulisches System (1), insbesondere für ein elektronisch gesteuertes Bremssystem eines Fahrzeugs bei dem das Hydraulikventil (6) eine stromerregte Ventilspule (10) zum Schalten einer den Stößel (8) bewegenden Kraft sowie ein elektronisches Steuergerät (2) zum zeitweise Beaufschlagen des Stößels (8) mit einer Gegenkraft durch Anlagen eines Spulenstroms an die Ventilspule umfasst, wobei die Gegenkraft mit einer Frequenz erzeugt wird, die ungleich der Frequenz der unerwünschten Schwingung, eines ganzzahligen Vielfachen und eines Bruchteils der Frequenz der unerwünschten Schwingung des Stößels (8), ist und die Gegenkraft durch Anlegen einer Dämpfungsschwingung (D) an die Ventilspule (10) erzeugt wird.
- Vorrichtung nach
Anspruch 13 , bei dem das Steuergerät (2) einen Schwingungsgenerator (12) zum Erzeugen einer die Gegenkraft bewirkenden Dämpfungsschwingung (D) umfasst. - Computerprogrammprodukt zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der
Ansprüche 1 bis12 .
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