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Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Steuereinheit zum Steuern eines elektrofotografischen Mehrfarbendruckers oder Mehrfarbenkopierers. Tonerbilder mit nur einer Tonerfarbe werden kontinuierlich erzeugt und auf das Trägermaterial übertragen. Mehrfarbige Tonerbilder werden mit Hilfe mehrerer übereinander gedruckter einfarbiger Tonerbilder erzeugt, gesammelt und anschließend als Gesamttonerbild auf das Trägermaterial übertragen. Das Sammeln und Übertragen findet im sogenannten Start-Stopp-Betrieb start. Ferner betrifft die Erfindung einen elektrofotografischen Mehrfarbendrucker oder Mehrfarbenkopierer mit einer Steuereinheit.
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Bekannte Hochleistungs-Mehrfarbendrucker mit Druckgeschwindigkeiten von größer 50 Blatt DIN A4 Farbe oder 150 Blatt DIN A4 einfarbig pro Minute haben ein Fotoleiterband mit einer Umfangslänge von mehreren DIN A4-Seiten. Ein solcher Drucker ist aus dem Dokument
WO 00/34831 A1 bekannt. Dieser Drucker enthält ein Transfermedium, vorzugsweise ein Transferband, das ebenfalls einen Umfang von einer Länge mehrerer DIN A4-Seiten hat. Beispielsweise haben das Fotoleiterband und das Transferband jeweils einen Umfang von 1388 mm, das einer Länge von 4 DIN A4-Seiten mit einer Kantenlänge von jeweils 297 mm mit einer prozessbedingten Zusatzlänge zum Umschalten der Farben von 200 mm. Diese prozessbedingte Zusatzlänge wird auch als Gap bezeichnet. Die Länge des Tonerbildes von 1188 mm entspricht exakt der Gesamtlänge von vier in Längsrichtung hintereinander angeordneten DIN A4-Seiten. Zum Erzeugen eines mehrfarbigen Druckbildes, insbesondere eines Vollfarbenbildes mit den Mischfarben Gelb, Magenta und Cyan werden jeweils ein Druckbild in jeder Farbe in einem sogenannten Sammelmodus übereinander gedruckt und dadurch auf dem Transferband gesammelt. Zuerst wird ein Tonerbild in der Farbe Gelb abhängig von den Druckdaten mit einer Gesamtlänge von 1188 mm erzeugt und vom Fotoleiterband auf das Transferband übertragen. Nachfolgend wird ein den Druckdaten entsprechendes Tonerbild der Farbe Magenta mit einer Länge von 1188 mm erzeugt und derart auf das Transferband übertragen, dass die zwei Tonerbilder passergenau übereinander liegen. Ein solches Tonerbild wird auch als Farbauszug bezeichnet. Nachfolgend wird ein Druckbild entsprechend der Druckdaten in der Farbe Cyan erzeugt, das als dritter Farbauszug über die bereits auf das Transferband übertragenen Tonerbilder passergenau gedruckt wird. Das Gesamttonerbild, bestehend aus den drei Farbauszügen Gelb, Magenta und Cyan, wird dann auf ein Trägermaterial, vorzugsweise Papier, übertragen. Für jede Tonerfarbe ist eine separate Entwicklerstation vorgesehen, die zum Erzeugen eines Farbauszugs in der Farbe des in der jeweiligen Entwicklerstation enthaltenen Tonermaterials aktiviert wird.
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Bekannte Farbdrucker enthalten zwei Druckwerke, wobei eines zum Bedrucken der Vorderseite und eines zum Bedrucken der Rückseite vorgesehen ist. Jedes dieser Druckwerke enthält insbesondere fünf Entwicklerstationen, wobei drei, wie bereits beschrieben, für die Farben Gelb, Magenta und Cyan vorgesehen sind und eine weitere für die Tonerfarbe Schwarz sowie für eine kundenspezifische Tonerfarbe, beispielsweise Rot. Durch die zusätzlichen Farben Schwarz und Rot können die Druckkosten für Druckbilder mit Anteilen dieser Farben erheblich gesenkt werden. Ferner kann die Performance des Druckers zum Erzeugen von schwarzen Druckbildern oder von Graustufen-Druckbildern ein kontiniuerlicher Druckbetrieb erzeugt werden, bei dem Tonerbilder fortlaufend in der Farbe Schwarz auf dem Fotoleiter erzeugt, auf das Transferband und anschließend auf das Trägermaterial übertragen werden, ohne dass ein Start-Stopp-Betrieb mit Sammelmodus erforderlich ist. Dadurch kann die Performance des Druckers gegenüber dem Sammelbetrieb erheblich erhöht werden.
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Gemäß dem internen Stand der Technik der Anmelderin wird dabei ein Drucker derart gesteuert, dass überprüft wird, ob die nächsten vier Seiten insgesamt nur eine Tonerfarbe enthalten, die als Grundfarbe des Tonermaterials in einer Entwicklerstation des Druckers verbunden ist. Ist das der Fall, so werden zumindest diese vier Seiten im kontinuierlichen Druckbetrieb erzeugt. Ist das nicht der Fall, so wird der Sammelmodus für diese vier Seiten aktiviert, wobei ein Gesamttonerbild von vier Seiten Länge mit den auf den nachfolgenden vier Seiten vorhandenen Druckfarben erzeugt wird. Somit wird ein solcher bekannter Drucker in zwei Betriebsarten, nämlich dem kontinuierlichen Druckbetrieb und dem Start-Stopp-Druckbetrieb betrieben. Bei dem bekannten Drucker richtet sich die Anzahl der zu betrachtenden Seiten nach der Länge des zum Sammeln genutzten Transferbands, das wie bereits erwähnt, einen Umfang von 1188 mm hat und der Länge von vier A4-Seiten entspricht. Durch den bereits erwähnten Druckgeschwindigkeitsunterschied in den beiden Betriebsarten, ist das Erzeugen von Druckbildern im Sammelmodus insbesondere dann ineffizient, wenn nur ein Teil der nächsten vier Druckseiten mehrere Tonerfarben enthält.
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Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und eine Steuereinheit zum Steuern eines Mehrfarbendruckers oder Mehrfarbenkopierers anzugeben, durch die eine hohe Gesamtdruckleistung des Druckers oder Kopierers ermöglicht ist. Ferner ist ein elektrofotografischer Drucker oder Kopierer mit einer hohen Gesamtdruckleistung anzugeben.
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Die Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen angegeben.
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Durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1, einer Steuereinheit mit den Merkmalen des Patentanspruchs 12 und einem elektrofotografischen Mehrfarbendrucker oder Mehrfarbenkopierer mit den Merkmalen des Patentanspruchs 14 wird jeweils erreicht, dass erst dann von der ersten in die zweite Betriebsart umgeschaltet wird, bevor ein Druckbild mit mindestens zwei Farbauszügen erzeugt werden muß. Durch den flexiblen Start des sogenannten Sammelmodus wird zumindest bei einer Vielzahl von Druckaufträgen eine erhebliche Steigerung der Gesamtdruckleistung erreicht.
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Zum besseren Verständnis der vorliegenden Erfindung wird im folgenden auf die in den Zeichnungen dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiele Bezug genommen, die anhand spezifischer Terminologie beschrieben sind. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass der Schutzumfang der Erfindung dadurch nicht eingeschränkt werden soll, da derartige Veränderungen und weitere Modifizierungen an den gezeigten Vorrichtungen und/oder den Verfahren sowie derartige weitere Anwendungen der Erfindung, wie sie darin aufgezeigt sind, als übliches derzeitiges und künftiges Fachwissen eines zuständigen Fachmannes angesehen werden. Die Figuren zeigen Ausführungsbeispiele der Erfindung, nämlich:
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1 eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Druckers;
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2 einen Ablaufplan zum Steuern eines elektrofotografischen Druckers gemäß dem Stand der Technik;
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3 einen Ablaufplan zum Steuern eines elektrofotografischen Druckers;
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4 einen Ablaufplan zum Steuern eines elektrofotografischen Druckers;
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5 eine Tabelle mit einer Gegenüberstellung der Verfahren nach den 2 und 3 für einen ersten Druckauftrag; und
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6 eine Tabelle mit einer Gegenüberstellung der Verfahren nach den 2 und 3 für einen zweiten Druckauftrag.
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In 1 ist ein Hochleistungsdrucker schematisch dargestellt, der modulartig aufgebaut ist. Der Drucker umfasst ein Zuführmodul M1, ein Druckmodul M2 und ein Fixiermodul M3. Jedes Modul enthält eine Vielzahl von Baueinheiten, von denen zumindest ein Teil für Service- und Wartungsarbeiten sowie für Reinigungsarbeiten auf einfache Art und Weise aus dem Drucker herausgenommen und/oder herausgezogen werden können.
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Das Zuführmodul M1 enthält einen Schlaufzieher 30, der den aus Papier bestehenden endlosen Aufzeichnungsträger 10 sowohl im kontinuierlichen Betrieb als auch im Start-Stopp-Betrieb unter einer konstanten Spannung hält, so dass dieser in den unterschiedlichen Betriebszuständen sowie beim Wechsel zwischen den Betriebszuständen nicht reißt und dem Druckmodul M2 kontinuierlich zugeführt werden kann. Der Schlaufenzieher 30 fungiert somit als Bandspeicher und Puffer von einer Stapeleinrichtung 31 kontinuierlich abgezogenen Aufzeichnungsträger 10.
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Das Druckmodul M2 enthält für das Bedrucken eines bandförmigen Aufzeichnungsträgers 10 mit Tonerbildern erforderliche Aggregate. Das vom Zuführmodul M1 bereitgestellte Trägermaterial 10 wird durch einen Transportkanal 11 durch das Druckmodul M2 hin zum Fixiermodul M3 gefördert. Ein erstes Elektrofotografiemodul E1 ist oberhalb und ein zweites Elektrofotografiemodul E2 ist unterhalb des Transportkanals 11 bzw. des bandförmigen Aufzeichnungsträgers 10 angeordnet. Den Elektrofotografiemodulen E1, E2 sind jeweils Transfermodule T1, T2 zugeordnet. Das erste Elektrofotografiemodul E1 und das erste Transfermodul T1 bilden ein erstes oberes Druckwerk und das zweite Elektrofotografiemodul E2 und das zweite Transfermodul T2 bilden ein zweites unteres Druckwerk. Das obere Druckwerk mit den Modulen E1 und T1 ist zum Erzeugen von Tonerbildern auf der Vorderseite des Aufzeichnungsträgers 10 vorgesehen und das untere Druckwerk mit den Modulen E2 und T2 ist zum Erzeugen von Tonerbildern auf der Rückseite des Trägermaterials 10 vorgesehen. Die Elektrofotografiemodule E1 und E2 sowie die Transfermodule T1 und T2 sind jeweils im wesentlichen identisch und zum Aufzeichnungsträger 10 spiegelsymmetrisch aufgebaut. Die Elektrofotografiemodule enthalten jeweils ein über Umlenkwalzen 12 geführtes und elektromotorisch angetriebenes Fotoleiterband 13, insbesondere einen organischen Fotoleiter (OPC).
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Die Elektrofotografiemodule E1 und E2 enthalten jeweils eine Korotroneinheit 14 zum Laden des Fotoleiterbands 13, einen Zeichengenerator 15, Entwicklerstationen 16/1, 16/2, 16/3, 16/4, 16/5, ein Entladekorotron 21 sowie eine Reinigungsstation 22. Das Elektrofotografiemodul E1 enthält zusätzlich ein Umladekorotron 17, das die auf dem Fotoleiterband 13 befindlichen Tonerteilchen das Tonerbild vor dem Übertragen auf ein Transferband 19 des Transfermoduls T1 umlädt, so dass die Tonerteilchen beim Übertragen einen gewünschten Ladungszustand haben. Im Bereich einer Umdruckwalze 18 wird das auf dem Fotoleiterband 13 befindliche Tonerbild vom Fotoleiterband 13 auf das Transferband 19 übertragen. Die Übertragung des Tonerbilds vom Fotoleiterband 13 auf das Transferband 19 wird durch ein der Transferwalze 18 gegenüberliegendes Korotron 20 begünstigt.
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Das Transferband 19 ist über mehrere Walzen 25, 27, 28 geführt, von denen zumindest eine Walze elektromotorisch angetrieben ist und als Antriebswalze für das Transferband 19 dient. Die Walzenanordnung 25, 27, 28 ist dabei derart ausgebildet, dass das Transferband 19 in einem Umdruckbereich an das Trägermaterial 10 angeschwenkt und von diesem wieder abgeschwenkt werden kann. Diese Schwenkfunktion dient insbesondere im Start-Stopp-Betrieb dazu, ein mit Hilfe einer der Entwicklerstationen 16/1 bis 16/5 mit einer in der Entwicklerstation 16/1 bis 16/5 enthaltenen Tonerfarbe durch Einfärben eines mit Hilfe des Zeichengenerators 15 erzeugten Ladungsbildes erzeugt wird, das dann auf das Transferband 19 übertragen wird.
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Anschließend wird ein weiteres Ladungsbild mit Hilfe des Zeichengenerators 15 auf dem Fotoleiterband 13 erzeugt und mit einer zweiten Farbe, d. h. mit einer zweiten Entwicklerstation 16/2 eingefärbt. Der Drucker nach 1 hat pro Elektrofotografiemodul E1 und E2 jeweils fünf Entwicklerstationen 16/1 bis 16/5, wobei die Entwicklerstation 16/1 vorzugsweise Tonermaterial der Farbe Gelb, die Entwicklerstation 16/2 Tonermaterial der Farbe Magenta, die Entwicklerstation 16/3 Tonermaterial der Farbe Cyan, die Entwicklerstation 16/4 eine kundenspezifische Farbe, z. B. die Farbe Rot, und die Entwicklerstation 16/5) Tonermaterial der Farbe Schwarz enthält. Wird eine dieser Farben zum Drucken nicht benötigt, kann die Entwicklerstation mit dieser Farbe aus dem Drucker nach 1 entfernt werden. Die Farben des in den Entwicklerstationen 16/1 bis 16/5 enthaltenen Tonermaterials bilden die Grundtonerfarben des Druckers.
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Ferner ist es möglich, eine Entwicklerstation 16/1 bis 16/5 gegen eine Entwicklerstation mit Toner einer weiteren Farbe auszutauschen, um einen kostengünstigen Druck auch in dieser Farbe zu ermöglichen. Mit Hilfe der Entwicklerstationen 16/1, 16/2 und 16/3 kann ein Vollfarbendruck durch Erzeugen von Mischfarben mit Hilfe überlagerter Tonerbilder erzeugt werden. Jedoch ist es kostengünstiger und zum Teil auch schneller, bei hohen Farbanteilen einer speziellen Farbe eine Entwicklerstation mit Tonermaterial dieser Farbe vorzusehen. Ein mit einer Tonerfarbe erzeugtes Tonerbild wird auch als Farbauszug bezeichnet.
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Die Tonerbilder unterschiedlicher Tonerfarbe werden, wie bereits beschrieben, nacheinander auf das Transferband 19 passergenau gedruckt, so dass auf dem Transferband 19 ein Gesamttonerbild mit den einzelnen Farbauszügen gesammelt wird. Sind alle zum Erzeugen des kompletten Druckbilds erforderlichen Farbauszüge auf das Transferband 19 übertragen, wird das Transferband 19 im Umdruckbereich an das Trägermaterial 10 angeschwenkt, wobei die Übertragung der Tonerbilder vom oberen Druckwerk und unteren Druckwerk gleichzeitig auf das Trägermaterial 10 erfolgt und durch jeweils ein Korotron 29 im Umdruckbereich begünstigt wird.
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Das Trägermaterial 10 wird mit Hilfe von Transportwalzen 38 durch den Transportkanal 11 transportiert und mit Hilfe einer Korotronanordnung 39 geladen, bevor es in den Umdruckbereich gelangt. Die Umdruckstationen, mit denen das Transferband 19 an das Trägermaterial 10 angeschwenkt und von diesem weggeschwenkt wird, sind in 1 mit 24 bezeichnet. Zum Reinigen des Transferbands 19 nach dem Umdruck der Tonerbilder ist jeweils eine Reinigungsstation 26 vorgesehen, die nach dem Umdrucken an das Transferband 19 angeschwenkt wird, um noch auf dem Transferband 19 befindliche Tonerreste vom Transferband 19 zu entfernen. Nach dem Umdrucken der Tonerbilder auf den Aufzeichnungsträger 10 werden diese weiter zum Fixiermodul M3 geführt, das jeweils eine Infrarotfixiereinheit 32 zum Fixieren der Vorderseite und der Rückseite des Trägermaterials 10 enthält. Mit Hilfe einer Umlenkwalze 33 sowie weiteren Umlenkwalzen wird das Trägermaterial 19 an Kühlelementen 34 vorbeigeführt, bevor es mit Hilfe des Walzenpaars 35 aus dem Modul M3 zur nicht dargestellten Weiterverarbeitung gefördert wird. Durch das Vorsehen geeigneter Entwicklerstationen 16/1 bis 16/5 kann somit ein performance-angepaßtes Drucken des Trägermaterials 10 ermöglicht werden.
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Die Steuereinheiten der einzelnen Module M1, M2 und M3 sind jeweils mit einer zentralen Steuereinrichtung ST des Druckers verbunden. Die zentrale Steuereinheit ST ist mit einer Gerätesteuerung des Druckers verbunden, die insbesondere Druckaufträge verwaltet und ein Bedienfeld B ansteuert. Einzelne Baugruppen des Druckers sind in der internationalen Patentanmeldung
WO 98/39691 A1 ausführlich beschrieben. Der Inhalt dieser Patentanmeldung wird hiermit durch Bezugnahme in die vorliegende Beschreibung aufgenommen.
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In 2 ist ein Ablaufplan dargestellt, in dem die Steuerung eines Druckwerks eines elektrofotografischen Druckers gemäß dem Stand der Technik dargestellt ist. Der Ablauf wird im Schritt S10 gestartet. Anschließend wird im Schritt S12 geprüft, ob die nächsten n Seiten mehr als eine im Drucker vorhandene Grundtonerfarbe enthalten. Ist das der Fall, wird anschließend im Schritt S14 die Betriebsart Start-Stopp-Betrieb aktiviert und nachfolgend im Schritt S16 die n Seiten im Vollfarbmodus gedruckt und ausgegeben.
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Wird im Schritt S12 festgestellt, dass die nächsten n Seiten nicht mindestens zwei Farben enthalten, d. h. wird festgestellt, dass die Druckbilder der nächsten n Seiten nur eine Grundfarbe des Druckers enthalten, so wird im Schritt S18 die Betriebsart kontinuierlicher Betrieb eingestellt und im Schritt S20 die n Seiten kontinuierlich erzeugt und fortlaufend auf das Trägermaterial umgedruckt. Nach dem Drucken der n Seiten im Schritt S20 oder im Schritt S16 wird im Schritt S22 überprüft, ob weitere Seiten zu drucken sind. Ist das der Fall, so wird der Ablauf im Schritt S12 fortgesetzt. Wird im Schritt S22 jedoch festgestellt, dass keine weiteren Seiten zu drucken sind, so ist der Ablauf im Schritt S24 beendet.
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Die Seitenanzahl n der jeweils als Block betrachteten Druckseiten ist dabei vorzugsweise die Anzahl von Druckseiten einer vorbestimmten Länge, z. B. der Länge von 297 mm des DIN A4 Papierformats, die nacheinander vollständig auf der Umfangsfläche des Fotoleiters oder eines Transfermediums, insbesondere dem Fotoleiterband 13 und dem Transferband 19, angeordnet werden können.
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In 3 ist ein Ablaufplan eines ersten Verfahrens zum Steuern eines elektrofotografischen Mehrfarbendruckers dargestellt. Der Ablauf wird im Schritt S30 gestartet. Anschließend wird im Schritt S31 überprüft, ob sich der Drucker im kontinuierlichen Betrieb befindet. Ist dies der Fall so wird im Schritt S32 überprüft, ob das Druckbild der nächsten Seite nur die eine Grundfarbe enthält, mit der im kontinuierlichen Betrieb gedruckt wird. Ist das der Fall, so wird im Schritt S34 die Betriebsart kontinuierlicher Betrieb beibehalten und im Schritt S36 wird diese Seite nachfolgend in der einen Grundfarbe gedruckt. Der Drucker nach 1 hat wie bereits in Zusammenhang mit 1 beschrieben, fünf Grundfarben, nämlich Gelb, Magenta, Cyan, Schwarz und eine kundenspezifische Farbe, z. B. Rot. Kontinuierlicher Druckbetrieb ist somit nur möglich, wenn das Druckbild einer Seite in nur einer dieser Grundfarben erzeugt werden soll.
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Wird im Schritt S32 ermittelt, dass die nächste Seite nicht dieselbe Grundfarbe enthält, die bereits im kontinuierlichen Druckbetrieb verwendet wird, sondern eine andere Grundfarbe oder mehr als eine Farbe bzw. eine Mischfarbe, die aus mindestens zwei Grundfarben zusammengesetzt ist, so wird anschließend im Schritt S33 überprüft, ob die nächsten x Seiten nur eine Farbe enthalten. Die Seitenanzahl x ist ein empirisch ermittelter Wert, ab dem es vorteilhaft ist, vom Start-Stopp-Betrieb in den kontinuierlichen Betrieb zu wechseln, d. h. ab dem ein Performancegewinn beim Wechsel der Betriebsart erreicht wird. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel stimmt der Wert x mit dem Wert n überein, so dass die nächsten n Seiten überprüft werden. Vorzugsweise stimmt der Wert x mit dem Wert n überein oder ist ein ganzzahliges Vielfaches vom Wert n.
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Wird im Schritt S33 festgestellt, dass die nächsten x Seiten nur eine Farbe enthalten, so wird anschließend im Schritt S34 in die Betriebsart kontinuierlicher Betrieb gewechselt und die nächste Seite wird im Schritt S36 im kontinuierlichen Betrieb erzeugt. Wird im Schritt S33 jedoch festgestellt, dass die nächsten x Seiten mehr als eine Farbe enthalten, so wird im Schritt S42 der Start-Stopp-Betrieb mit einer festen Farbreihenfolge für diese x Seiten beibehalten, da ein Wechsel in den kontinuierlichen Betrieb für weniger als x Seiten keinen Performancegewinn sondern einen Performanceverlust zur Folge hätte. Anschließend werden die nächsten x Seiten gedruckt.
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Vorzugsweise wird beim Erzeugen eines aus mehreren Farbauszügen bestehenden Gesamttonerbilds mit dem Farbauszug einer hellen Farbe begonnen und die Farbauszüge in den dunkleren Farben werden anschließend über das Tonerbild des hellen Farbauszugs gedruckt. Für den in 1 beschriebenen Drucker wird sich somit eine Vorzugsfarbreihenfolge von Gelb, Magenta, Cyan, Rot und Schwarz ergeben. Anschließend werden im Schritt S44 n Druckseiten im Start-Stopp-Betrieb bedruckt. Wird im Schritt S31 festgestellt, dass sich der Drucker nicht im kontinuierlichen Betrieb befindet, so wird der Ablauf im Schritt S33 fortgesetzt, durch den überprüft wird, ob die nächsten x Seiten nur eine Farbe enthalten. Der Ablauf wird nach dem Schritt S33 wie bereits beschrieben fortgesetzt.
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Nach dem Schritt S44 und nach dem Schritt S36 wird im Schritt S38 überprüft, ob weitere Seiten zu bedrucken sind. Ist das der Fall, so wird der Ablauf im Schritt S31 fortgesetzt. Wird im Schritt S38 ermittelt, dass keine weiteren Druckseiten zu bedrucken sind, so ist der Ablauf im Schritt S40 beendet.
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In 4 ist ein Ablaufplan für ein zweites Verfahren zum Steuern eines elektrofotografischen Mehrfarbendruckers dargestellt. Der Ablauf wird im Schritt S50 gestartet. Anschließend wird im Schritt S52 überprüft, ob die nächsten n Druckseiten mindestens zwei verschiedene Grundfarben enthalten. Ist das nicht der Fall, so wird im Schritt S54 die Betriebsart kontinuierlicher Betrieb aktiviert und die n Druckseiten in der einen Grundfarbe im Schritt S56 gedruckt. Wird im Schritt S52 festgestellt, dass die nächsten n Seiten mindestens zwei Grundfarben enthalten, so wird anschließend im Schritt S62 überprüft, ob die auf die nächsten n Seiten folgende Seite n + 1 nur eine Grundfarbe des Druckers enthält.
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Ist das der Fall, so wird anschließend im Schritt S68 die eine Grundfarbe der Seiten n + 1 ermittelt. Im Schritt S70 wird dann die Farbreihenfolge zum Erzeugen der Druckbilder für die nächsten n Seiten festgelegt, wobei die im Schritt S68 ermittelte Grundfarbe in der Farbreihenfolge an die letzte Stelle tritt. Der Farbauszug in dieser Grundfarbe wird somit nach allen anderen zum Erzeugen des Gesamttonerbildes erforderlichen Farbauszügen erzeugt. Wird z. B. im Schritt S68 ermittelt, dass die auf die nächsten n Seiten folgende Seite n + 1 in der Farbe Gelb zu bedrucken ist, so wird im Schritt S70 die Farbreihenfolge bei einem aus den fünf Grundfarben zusammengesetzten Druckbild beispielsweise in der Reihenfolge Magenta, Cyan, Rot, Schwarz und Gelb festgelegt.
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Im Schritt S72 werden nachfolgend die nächsten n Seiten im Start-Stopp-Betrieb erzeugt. Wird im Schritt S62 festgestellt, dass die Seite n + 1 mehr als eine Grundfarbe enthält, so wird anschließend im Schritt S64 der Start-Stopp-Betrieb mit einer fest voreingestellten Farbreihenfolge, insbesondere Farbreihenfolge Gelb, Magenta, Cyan, Rot und Schwarz, aktiviert und im Schritt S66 die übernächsten n Seiten gedruckt.
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Nach dem Drucken der n Seiten im Schritt S72, S66 und S56 wird im Schritt S58 jeweils überprüft, ob weitere Seiten zu drucken sind. Ist das der Fall, so wird der Ablauf im Schritt S52 fortgesetzt. Wird im Schritt S58 festgestellt, dass keine weiteren Druckseiten zu drucken sind, so ist der Ablauf im Schritt S60 beendet.
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In 5 ist eine Tabelle mit einer Gegenüberstellung der in Zusammenhang mit den 2 und 3 beschriebenen Verfahren zum Steuern des elektrofotografischen Mehrfarbendruckers für einen ersten Druckauftrag dargestellt. Der Druckauftrag umfasst 15 Seiten, von denen nur die Druckbilder der Druckseiten 8 und 9 die Grundfarben 1, 2 und 3 und die übrigen Druckseiten 1 bis 7 und 10 bis 15 nur die Grundfarbe 3 enthalten. Die Druckfarbe 1 ist die Farbe Gelb, die Farbe 2 ist die Farbe Magenta und die Farbe 3 ist die Farbe Cyan. Bei dem Verfahren 1 nach 2 werden die ersten vier Seiten in der ersten Betriebsart, d. h. im kontinuierlichen Betriebsmodus erzeugt. Anschließend wird überprüft, ob eine der nächsten vier Seiten mehr als eine Grundfarbe enthält. Dies ist der Fall, da die Druckseite 8 die Grundfarben 1, 2 und 3 enthält. Somit wird vor dem Erzeugen der Druckseite 5 in die Betriebsart 2, d. h. in den Start-Stopp-Betrieb, geschaltet, indem die Farbauszüge, die für die nächsten vier Druckseiten benötigt werden, nacheinander auf dem Fotoleiterband 13 erzeugt und auf dem Transferband 19 gesammelt werden.
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Bei den Druckseiten 5, 6 und 7 wird beim Durchlauf des ersten Farbauszugs im Bereich dieser Druckseiten ein sogenanntes „Leertonerbild” erzeugt, bei dem ein nicht eingefärbtes Tonerbild, d. h. ein Leertonerbild, erzeugt wird, wodurch in dem Bereich der ersten drei Seiten des zweiten Durchgangs kein Tonermaterial vom Fotoleiterband 13 auf das Transferband 19 übertragen wird. Lediglich für die Druckseite 8 wird ein Tonerbild in der Farbe 1 beim Erzeugen des ersten Farbauszugs erzeugt. In gleicher Weise, wie bei Farbauszug 1 wird auch bei Farbauszug 2 für die Druckseiten 5 bis 8 verfahren, wodurch im Bereich der Druckseiten 5 bis 7 kein Tonermaterial vom Fotoleiterband 13 auf das Transferband 19 übertragen wird. Lediglich im Bereich der Druckseite 8 wird ein Tonerbild in der Farbe Magenta über das Tonerbild der Farbe Gelb passergenau vom Fotoleiterband 13 auf das Transferband 19 übertragen. Jede der Druckseiten 5 bis 8 enthält ein Tonerbild des dritten Farbauszugs der Farbe Cyan. Somit wird ein Farbauszug in der Farbe Cyan im Bereich der Druckseiten 5 bis 8 erzeugt, wobei im Bereich der Druckseite 8 der Farbauszug der Farbe Cyan passergenau über die Farbauszüge der Farben Gelb und Magenta vom Fotoleiterband 13 auf das Transferband 19 übertragen wird. Anschließend wird das Gesamttonerbild für die Seiten 5 bis 8 auf das Trägermaterial 10 übertragen.
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Im kontinuierlichen Betrieb zum Erzeugen der Tonerbilder der Seiten 1 bis 4 wird für jedes der Tonerbilder eine Zeitdauer T benötigt. Beim Mehrfarbendruck, d. h. im Sammelmodus, zum Bedrucken der Druckseiten 5 bis 8 werden aufgrund einer betriebsbedingten Lücke pro Farbauszug eine Gesamtzeitdauer von 5 T benötigt. Die Leerseiten sind in der Tabelle nach 5 mit SL und einer laufenden Nummer des Umlaufs des Transferbands 19 bezeichnet, in dem der jeweilige Farbauszug vom Fotoleiterband 13 auf das Transferband 19 übertragen wird. Die laufenden Nummern geben somit die Reihenfolge der Farbauszüge an. Beim Erzeugen eines eingefärbten Tonerbilds sind die Seiten mit S und einer fortlaufenden Nummer der Reihenfolge des Farbauszugs bezeichnet. Zum Erzeugen der Tonerbilder für die Druckseiten 5 bis 8 wird für jeden Farbauszug fünf mal die Zeitdauer T benötigt, wodurch sich bei drei Farbauszügen eine Gesamtzeit der Dauer von 15 T zum Erzeugen der Druckseiten 5 bis 8 ergibt. Bei den nachfolgenden Druckseiten 9 bis 12 enthält die Druckseite 9 alle drei Tonerfarben, wodurch die Seiten 9 bis 12 im Sammelmodus, d. h. im Start-Stopp-Betrieb erzeugt werden müssen und der Drucker in der Betriebsart Start-Stopp-Betrieb verbleibt. Der erste Farbauszug enthält für die Seite 9 ein Tonerbild und für die Seiten 10 bis 12 ein Leerbild. Der zweite Farbauszug enthält für die Seite 9 ein Tonerbild und für die Seiten 10 bis 12 ein Leerbild. Der Farbauszug 3 enthält für die Seiten 9 bis 12 ein Tonerbild. Auch für die Druckseiten 9 bis 12 wird eine Gesamtzeitdauer von 15 T benötigt.
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Die Druckseiten 13 bis 15 enthalten nur die Druckfarbe 3, wodurch der Drucker zum Erzeugen der Druckseiten 13 bis 15 wieder in die Betriebsart 1 zum kontinuierlichen Druckbetrieb umgeschaltet wird, wodurch zum Erzeugen der Druckseiten 13 bis 15 jeweils die Zeitdauer T benötigt wird. Zum Erzeugen der Druckseiten 1 bis 15 wird somit beim Verfahren nach 2 eine Gesamtzeitdauer von 37 T benötigt.
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Beim Verfahren 2 nach 3 wird zum Erzeugen der Druckseiten 1 bis 7 der Drucker in der Betriebsart 1 betrieben, wodurch die Tonerbilder für die Druckseiten 1 bis 7 kontinuierlich erzeugt wird und für jede dieser Druckseiten die Zeitdauer T benötigt wird. Die Seiten 8 bis 11 werden nachfolgend im Sammelmodus erzeugt, wobei im Bereich der Druckseiten 8 und 9 sowohl ein Tonerbild in den Farben 1, 2 und 3 erzeugt wird. Im Bereich der Druckseiten 10 und 11 werden Leertonerbilder beim Erzeugen der Farbauszüge 1 und 2 erzeugt und beim Farbauszug 3 wird ein mit Tonermaterial eingefärbtes Tonerbild in der Farbe Cyan erzeugt, wodurch die Druckseiten 8 und 9 ein Gesamttonerbild mit den Druckfarben Gelb, Magenta und Cyan und die Druckseiten 10 und 11 jeweils ein Tonerbild mit der Farbe Cyan enthalten.
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Für das Erzeugen der Druckseiten 8 bis 11 wird eine Zeitdauer von 15 T benötigt. Anschließend wird von der Betriebsart Start-Stopp-Betrieb in die Betriebsart kontinuierlicher Betrieb umgeschaltet und die nachfolgenden Druckseiten 12 bis 15 werden im kontinuierlichen Betrieb erzeugt, wodurch zum Erzeugen des Druckbildes für jede dieser Druckseiten 1 T benötigt wird. Die Gesamtzeitdauer zum Abarbeiten des Druckauftrags mit Hilfe des Verfahrens 2 beträgt 26 T. Im Unterschied zum Verfahren 1 nach 2 konnte derselbe Druckauftrag in einer um 11 T kürzeren Zeitdauer im Vergleich zum Stand der Technik ausgeführt werden.
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In 6 ist eine Tabelle mit einer Gegenüberstellung der Verfahren nach 2 und 3 für einen zweiten Druckauftrag mit 21 Druckseiten dargestellt. Die Farbe 1 ist bei dem Ausführungsbeispiel nach 7 Rot, die Farbe 2 Blau und die Farbe 3 Schwarz. Das Druckbild der Seite 1 enthält nur die Farbe Schwarz und die Druckbilder der Seite 2 bis 4 jeweils die Farben Blau und Schwarz. Somit werden zum Erzeugen der Druckseiten 1 bis 4 nach dem Verfahren 1 die Farbauszüge Blau und Schwarz benötigt, wobei beim Farbauszug 2 der Druckseite 1 eine Leerseite erzeugt wird. Zum Erzeugen der Druckseiten 1 bis 4 werden für die beiden Farbauszüge 2 und 3 jeweils 5 T, also insgesamt 10 T benötigt. Die Druckseite 5 enthält ein Druckbild mit den Farben Blau und Schwarz, die Druckseite 6 ein Druckbild mit der Farbe Blau, die Seite 7 ein Druckbild mit den Farben Blau und Schwarz und die Seite 8 ein Druckbild mit den Farben Rot und Blau. Somit werden bei den Druckseiten, die wie bereits im Zusammenhang mit den 2 und 6 beschrieben, jeweils in Blöcken mit jeweils vier Druckseiten erzeugt. Somit bilden die Druckseiten 5 bis 8 den zweiten Block des Druckauftrags nach 7. Diese Druckseiten 5 bis 8 enthalten die Farben Rot, Blau und Schwarz, so dass alle drei möglichen Farbauszüge zum Erzeugen der Druckbilder erforderlich sind.
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Für die Seiten 5 bis 7 wird beim Farbauszug 1 eine Leerseite erzeugt. Bei den Druckseiten 6 und 8 wird beim Farbauszug 3 eine Leerseite erzeugt. Die Farbauszüge 1 bis 3 der übrigen Druckseiten enthalten ein Tonerbild für diese Druckseiten. Zum Erzeugen der Druckseiten 5 bis 8 wird somit insgesamt für die drei Farbauszüge eine Zeitdauer von 15 T benötigt. In gleicher Weise wird zum Erzeugen der Druckseiten 9 bis 12 eine Gesamtzeitdauer von 15 T benötigt, da zum Erzeugen dieser Druckseiten 9 bis 12 alle Grundfarben benötigt werden, wobei für die Druckseiten 11 und 12 des ersten Farbauszugs eine Leerseite und für die Druckseiten 9, 11 und 12 des dritten Farbauszugs ebenfalls eine Leerseite erzeugt wird.
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Der nachfolgende Block der Druckseiten 13 bis 16 enthält Druckbilder der Farben Blau und Schwarz, wobei die Seiten 13 bis 15 nur die Farbe Blau und die Seite 16 die Farbe Blau und Schwarz enthält. Somit wird zum Erzeugen der Druckbilder des Blocks der Seiten 13 bis 16 eine Gesamtzeitdauer von 10 T benötigt. Die folgenden Druckseiten 17 bis 21 enthalten nur Druckbilder der Farbe Schwarz, so dass die Seiten 17 bis 21 in der ersten Betriebsart mit kontinuierlichem Druck erzeugt werden. Die Zeitdauer zum Erzeugen der Druckseiten 17 bis 21 beträgt jeweils 1 T. Die Gesamtzeit zum Abarbeiten des Druckauftrags nach 6 mit Hilfe des Verfahrens 1 nach 2 beträgt somit 55 T.
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Mit Hilfe des Verfahrens 2 nach 3 wird beim Abarbeiten desselben Druckauftrags die Seite 1 kontinuierlich erzeugt, wodurch zum Erzeugen des Druckbilds für die Druckseite 1 eine Zeitdauer von T benötigt wird. Die anschließend zu erzeugenden Druckseiten 2 bis 5 enthalten jeweils die Farben Blau und Schwarz, wodurch zum Erzeugen der Druckseiten 2 bis 5 eine Zeitdauer von 10 T benötigt wird.
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Die Druckseite 6 enthält ein Druckbild in der Tonerfarbe Blau, die Druckseite 7 ein Druckbild in den Farben Blau und Schwarz, die Seiten 8 und 9 jeweils ein Druckbild in den Farben Rot und Blau. Somit sind in dem zweiten Block von vier Druckseiten, d. h. in dem Block der Druckseiten 6 bis 9, alle drei Grundfarben Rot, Blau und Schwarz des Druckers zum Erzeugen der Druckbilder erforderlich, so dass zum Erzeugen dieser drei Druckseiten drei Farbauszüge erforderlich sind.
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Das Erzeugen der Druckseiten 6 bis 9 erfordert somit eine Zeitdauer von 15 T.
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Die nachfolgende Druckseite 10 enthält drei Farben, wodurch der nächste Block von vier Druckseiten, d. h. die Druckseiten 10 bis 13, im Start-Stopp-Betrieb erzeugt werden. Die folgenden Druckseiten 11 bis 13 des Viererblocks enthalten nur die Druckfarbe Blau. Die Farbauszüge der Farben Rot und Schwarz enthalten im Bereich der Druckseiten 11, 12 und 13 jeweils ein Leerbild. Zum Erzeugen der Druckseiten 10 bis 13 ist somit ebenfalls eine Zeitdauer von insgesamt 15 T erforderlich. Der nächste Block von vier Druckseiten enthält die Druckfarben Blau und Schwarz, wobei die Druckseiten 14 und 15 jeweils ein Tonerbild der Farbe Blau, die Seite 16 ein Gesamttonerbild der Farben Blau und Schwarz und die Seite 17 ein Tonerbild in der Farbe Schwarz enthält. Somit sind zum Erzeugen der Druckbilder der Druckseiten 14 bis 17 jeweils ein Farbauszug der Farbe Blau und Schwarz erforderlich, wobei für die Seiten 14 und 15 ein Leerbild der Farbe Schwarz und für die Seite 17 ein Leerbild der Farbe Blau erzeugt wird. Die Gesamtdauer zum Erzeugen der Druckbilder der Seiten 14 bis 17 beträgt 10 T.
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Anschließend werden die Druckseiten 18 bis 21, die lediglich jeweils ein Tonerbild der Farbe Schwarz enthalten, im kontinuierlichen Betriebsmodus, d. h. in der ersten Betriebsart, erzeugt. Dadurch wird zum Erzeugen der Druckbilder der Druckseiten 20 und 21 jeweils eine Zeitdauer von T benötigt. Die Gesamtzeitdauer zum Erzeugen der Druckseiten 1 bis 21 mit Hilfe des Verfahrens 2 nach 3 beträgt somit 55 T. Bei dem Druckauftrag nach 6 führt somit die Anwendung des Verfahrens 2 nach 3 nicht zu einer Verbesserung, d. h. zu einer Verkürzung, der Gesamtdauer zum Erzeugen der Druckseiten 1 bis 21 gegenüber dem Verfahren 1 nach 2.
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Durch eine Kombination und einer alternativen Auswahl der Verfahren 2 nach 3 und dem Verfahren 3 nach 4 läßt sich die erforderliche Zeitdauer zum Abarbeiten von sogenannten gemischten Druckaufträgen, die sowohl Druckseiten mit Tonerbildern nur einer Grundfarbe als auch mit Druckseiten mit Tonerbildern mehrerer Grundfarben optimieren, wodurch die Performance des Druckers weiter gesteigert wird.
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Der Drucker nach 1 ist sowohl für endloses Trägermaterial als auch für Einzelblätter geeignet. Die Verfahren 2 und 3 lassen sich sowohl für das Bedrucken von endlosem Trägermaterial als auch zum Bedrucken von Einzelblättern nutzen. Die Anzahl von vier Druckseiten, die im Sinne der Erfindung auch als Abschnitte betrachtet werden, ist wie bereits ausführlich dargelegt, von dem konstruktiven Aufbau des Druckers, insbesondre von der Länge des Transferbands 19, abhängig. Zum Erläutern des Ablaufs im Drucker wurde Bezug auf DIN A4 Seiten genommen. Die DIN A4 Seiten dienen aber nur zur Verdeutlichung der Verfahrensabläufe. Die DIN A4 Seiten definieren nur die Längen von zu betrachtenden Abschnitten. Insbesondere können andere Abschnittslängen gewählt werden, die länger und kürzer als eine DIN A4 Seitenlänge von 297 mm ist. Bei einer Gesamtlänge des Transferbands von 1388 mm ist bei einer Verkürzung der Abschnitte auf jeweils 11 Zoll Länge somit für die vier Abschnitte nur eine Gesamtlänge von 1117,6 mm und um 200 mm für die bereits erwähnte prozessbedingte Lücke zum Umschalten der Farben erforderlich. Somit bleibt ein Abschnitt des Transferbands 19 beim Erzeugen der einzelnen Farbauszüge von 70,4 mm frei. Jedoch kann beim Anwenden des Verfahrens 3 nach 4 das nach einem Block von vier Seiten in nur einer Druckfarbe zu erzeugende Druckbild unmittelbar anschließend an das letzte Tonerbild des Blocks erzeugt werden, ohne dass eine Lücke von 270,4 mm gelassen werden muß, die aus der kürzeren Gesamtlänge der Druckseiten von 70,4 mm und der prozeßbedingten Lücke von 200 mm ergibt.
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Sollen jedoch Druckseiten von 12 Zoll Länge erzeugt werden, so passen nur drei Druckseiten mit 12 Zoll Länge auf das Transferband 19, ohne dass sich das Druckbild der ersten Seite und das Druckbild der letzten Seite zumindest in einem Teilbereich überlappen. Somit können nur drei Druckseiten mit 12 Zoll Länge in einem Durchgang erzeugt werden. Der Differenzbereich zwischen 36 Zoll und 1188 mm bleibt somit beim Erzeugen von Abschnitten mit 12 Zoll Länge zusätzlich zur Länge der prozessbedingten Lücke bei dem Drucker nach 1 ungenutzt. Beim Erzeugen von drei Tonerbildern mit 12 Zoll Länge im Start-Stopp-Betrieb kann jedoch ebenso, wie bereits in Zusammenhang mit den vier 11 Zoll Druckseiten beschrieben, unmittelbar im Anschluß an das Tonerbild der dritten Druckseite mit 12 Zoll Länge das einfarbige Tonerbild der nachfolgenden Druckseite mit 12 Zoll Länge in der gleichen Farbe wie der letzte Farbausdruck im Start-Stopp-Betrieb erzeugt und kontinuierlich auf das Transferband 19 sowie nachfolgend auf das Trägermaterial 10 übertragen werden.
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Der Übergang vom Start-Stopp-Betrieb in den kontinuierlichen Betrieb kann ohne Verzögerung, insbesondere ohne Stoppen der Papierbahn erfolgen. Dies kann je nach Konstellation des Druckauftrags zu einer erheblichen Performance-Steigerung des Mehrfarbendruckers nach 1 führen.
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Obgleich in den Zeichnungen und in der vorhergehenden Beschreibung bevorzugte Ausführungsbeispiele aufgezeigt und detailliert beschrieben sind, sollte dies als rein beispielhaft und die Erfindung nicht einschränkend angesehen werden. Es wird darauf hingewiesen, dass nur die bevorzugten Ausführungsbeispiele dargestellt und beschrieben sind und sämtliche Veränderungen und Modifizierungen, die derzeit und künftig im Schutzumfang der Erfindung liegen, geschützt werden sollen.
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Bezugszeichenliste
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- M1
- Zuführmodul
- M2
- Druckmodul
- M3
- Fixiermodul
- 10
- Aufzeichnungsträger, Endlospapier
- 11
- Transportkanal
- E1, E2
- Elektrofotografiemodul
- T1, T2
- Transfermodul
- 12
- Umlenkwalzen
- 13
- Fotoleiter
- 14
- Ladeeinrichtung
- 15
- Zeichengenerator
- 16/1 bis 16/5, 52
- Entwicklerstation
- 17
- Umladekorotron
- 18
- Umdruckeinrichtung, Transferbereich
- 19
- Transferband
- 20
- Übertragungskorotron
- 21
- Entladekorotron
- 22
- Reinigungsstation
- 23
- Entladekorotron
- 24
- Umdruckstation
- 25
- Umlenkwalze
- 26
- Reinigungsstation
- 27, 28
- Walzen
- 29
- Umdruckkorotron
- 30
- Schlaufenzieher
- 31
- Stapeleinrichtung
- 32
- Infrarotstrahlung
- 33
- Umlenkwalze
- 34
- Kühlelement
- 35
- Walzenpaar
- ST
- Steuereinheit
- GS
- Gerätesteuerung
- B
- Bedieneinheit
- S10 bis S60
- Verfahrensschritte
- SL1 bis SL3
- Leerseiten
- S1 bis S3
- mit Toner eingefärbte Abschnitte
- T
- konstante Zeitdauer
- k
- kontinuierliche Erzeugung der Druckbilder
- n
- Anzahl von Abschnitten/Seiten
- x
- Anzahl von Abschnitten/Seiten