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Die
Erfindung betrifft eine Abgassensorvorrichtung mit einem sauerstoffionenleitenden
Festelektrolyten, der Abgas von einer Referenzatmosphäre trennt
und der mit einer ersten abgasseitigen Elektrode und einer Referenzatmosphären-seitigen
Elektrode eine Nernstzelle bildet, und mit einer Schutzschicht,
die die erste abgasseitige Elektrode im eingebauten Zustand vom
Abgas trennt.
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Ferner
betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betreiben einer solchen
Abgassensorvorrichtung mit einer Betriebs- und Auswerteschaltung, die eine zwischen
den Elektroden der Nernstzelle bestehende Nernstspannung misst.
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Eine
solche Abgassensorvorrichtung und ein solches Verfahren sind bekannt,
zum Beispiel aus dem Kraftfahrtechnischen Taschenbuch, 23. Auflage (ISBN
3-528-03876-4),
Seite 523.
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Unterschiedliche
Sauerstoffkonzentrationen im Abgas und in der Referenzatmosphäre rufen
einen Sauerstoffionenstrom durch den Festelektrolyten hervor, der
zu einer Potentialdifferenz zwischen einer abgasseitigen Elektrode
und der Referenzelektrode führt.
Diese Potentialdifferenz wird als Nernstspannung bezeichnet.
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Nach
dem Nernstprinzip arbeitende Abgassensoren zeichnen sich durch eine
sehr hohe Empfindlichkeit in der Nähe von Lambda = 1 aus. Dabei bezeichnet
die Luftzahl Lambda das Verhältnis
von zwei jeweils auf eine gleiche Kraftstoffmasse bezogenen Luftmassen.
Im Zähler
steht die tatsächlich
für die
Verbrennung der Kraftstoffmasse benötigte Luftmasse und im Nenner
steht die für
eine stöchiometrische
Verbrennung der Kraftstoffmasse erforderliche Luftmasse.
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Katalytisch
aktive abgasseitige Elektroden sorgen für eine chemische Gleichgewichtseinstellung der
Abgasbestandteile an den Elektroden. Bei Lambda gleich 1 zeigt die
Nernstspannung einen sehr steilen Gradienten. Der steile Gradient
rührt von
der chemischen Gleichgewichtseinstellung her, weil sich der Gleichgewichts-Sauerstoff-Partialdruck
in einer engen Umgebung des stöchiometrischen
Punkt um mehrere Größenordnungen ändert.
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Der
Einsatz dieses Sensortyps im Abgas von Verbrennungsmaschinen kann
prinzipiell verschiedenen Zwecken dienen.
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Ein
erster Zweck besteht darin, als schneller Regelsensor für einen
Regelkreis das Kraftstoff/Luft-Verhältnis in Brennräumen von
Verbrennungsmotoren zu dienen. Als Maß für das Kraftstoff/-Luft-Verhältnis erfasst
ein erster Abgassensor eine Sauerstoffkonzentration vor einem Katalysator. Die
aus unterschiedlichen Sauerstoffkonzentrationen im Abgas und in
der Referenzatmosphäre
resultierende Nernstspannung wird hochohmig erfasst und als Eingangsignal
für den
ersten Regelkreis benutzt.
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Ein
Rückschluss
von der Potentialdifferenz/Nernstspannung auf das Kraftstoff/Luft-Verhältnis ist
nur dann möglich,
wenn sich im Abgas ein thermodynamisches Gasgleichgeweicht einstellt.
Diese Bedingung wird mit Hilfe katalytisch aktiver Elektroden erfüllt, die
lokal an der dem Abgas zugewandten Elektrode eine vollständige Umsetzung
zu Stickstoff, Kohlendioxid und Wasser herbeiführen. In diesem Fall zeigt
die Sondenkennlinie den genannten steilen Gradienten. Wenn hohe
Konzentrationen von Abgaskomponenten, die nicht im thermischen Gleichgewicht
sind, nur unvollständig
umgesetzt werden, zeigt die Kennlinie der Sonde Verschiebungen der
Lage des Sprungs.
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Ein
zweiter Zweck besteht darin, als Führungssonde für einen
zweiten Regelkreis zu dienen, der dem ersten Regelkreis überlagert
ist. Für
diesen Zweck wird der Abgassensor hinter einem Katalysatorvolumen
angeordnet. Das Katalysatorvolumen bringt das Abgas weitgehend in
das thermische Gleichgewicht, so dass der zweite Abgassensor die Sauerstoffkonzentration
im Abgas mit erhöhter
Genauigkeit erfassen kann. Neben diesem Vorteil hat die Anordnung
des zweiten Abgassensors hinter dem katalytischen Volumen jedoch
den Nachteil, dass Änderungen
der Sauerstoffkonzentration im verbrennungsmotorischen Rohabgas
gewissermaßen
durch Speichereffekte des Katalysatorvolumens gedämpft werden,
so dass der zweite Abgassensor nur vergleichsweise langsam auf solche Änderungen reagiert.
Aus diesem Grunde verwendet man für die Regelung des Kraftstoff/Luft-Gemisches
primär
den ersten Abgassensor und benutzt den zweiten Regelkreis zur überlagerten
Korrektur, beispielsweise zu einer korrigierenden Sollwertverschiebung
für den ersten
Regelkreis.
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Weiter
sind Konzepte für
den Betrieb eines Verbrennungsmotors bekannt, bei denen der Verbrennungsmotor
nur bei mittlerer und hoher Last mit stöchiometrischem Kraftstoff/Luftgemisch
betrieben wird und bei denen bei niedriger Last ein Betrieb mit Luftüberschuss
bevorzugt wird. Bei einem solchen Magerbetrieb entstehen in größerem Umfang
Stickoxide, die bei gleichzeitig hohen Sauerstoffkonzentrationen
nur schwer zu konvertieren sind. Zur Konvertierung großer Stickoxidmengen
ist das kontinuierliche SCR-Verfahren (selective catalytic reduction)
bekannt, für
dessen Betrieb und Überwachung
wohl ein NOx-Sensor oder NH3-Sensor
benötigt
wird. Ein anderes, jedoch diskontinuierliches Verfahren, nutzt einen
NOx-Speicherkatalysator,
der im mageren Abgas Stickoxide einspeichert und diese in konvertierter Form
in kurzen Regenerierungsphasen abgibt, die sich durch eine reduzierende
Abgasatmosphäre
auszeichnen.
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Man
kann die Phase, in der Stickoxide eingespeichert werden, durch einen
NOx-Sensor überwachen. Alternativ oder
ergänzend
kann die Regenerierungsphase durch einen sauerstoffempfindlichen
Abgassensor überwacht
werden. Ein dritter Zweck besteht daher darin, als Überwachungssonde
für die Regenerierung
des NOx-Speicherkatalysators zu dienen.
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Es
hat sich jedoch gezeigt, dass beim Einsatz herkömmlicher Abgassensoren mit
Sprungcharakteristik zur Überwachung
der Regenerierungsphasen überempfindliche
Reaktionen in den Sondensignalverläufen auftreten können, die
eine genaue Steuerung der Regenerierungsphase erschweren. Der Vorteil
einer extrem hohen Empfindlichkeit bei der Verwendung als Führungssonde
ist daher für
die Verwendung zur Überwachung
der Regenerierung eines Speicherkatalysators eher hinderlich.
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Vor
diesem Hintergrund besteht die Aufgabe der Erfindung in der Angabe
einer Abgassensorvorichtung und eines Verfahrens zum Betreiben einer Abgassensorvorrichtung,
die für
die drei genannten Zwecke geeignet ist, ohne die genannten Nachteile aufzuweisen.
Dabei soll die Empfindlichkeit im Betrieb als Überwachungssonde so reduziert
werden, dass die genannten Überempfindlichkeitsreaktionen zumindest
verringert werden. Dabei soll aber insbesondere die Eignung als
Führungssonde
erhalten bleiben.
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Diese
Aufgabe wird bei einer Abgassensorvorichtung der eingangs genannten
Art durch eine zweite abgasseitige Elektrode gelöst, die mit der ersten abgasseitigen
Elektrode eine Pumpzelle bildet.
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Ferner
wird diese Aufgabe bei einem Verfahren der eingangs genannten Art
dadurch gelöst,
dass die Betriebs- und Auswerteschaltung einen Potentialunterschied
zwischen der ersten und der zweiten abgasseitigen Elektrode erzeugt
und ein Ausmaß des Potentialunterschiedes
zwischen wenigstens zwei Werten umsteuert.
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Durch
diese Merkmale wird die Aufgabe der Erfindung vollkommen gelöst. Die
Pumpzelle erlaubt das Pumpen von Sauerstoff zwischen den beiden
abgasseitigen Elektroden. Dadurch kann gezielt eine Sauerstoffkonzentrationsdifferenz
zwischen den beiden abgasseitigen Elektroden eingestellt werden.
Als Folge ergibt sich bei einer Erfassung der Nernstspannung zwischen
der Referenzelektrode und einer der beiden abgasseitigen Elektroden
eine definierte Verschiebung des Verlaufs der Nernstspannung sowohl im
Vergleich zu einer Messung zwischen der Referenzelektrode und der
anderen abgasseitigen Elektrode als auch im Vergleich zu einer Messung
ohne Pumpstrom. Die Verschiebung erfolgt bevorzugt so, dass an der
abgasseitigen Elektrode, die zur Messung verwendet wird, eine erhöhte Sauerstoffkonzentration
eingestellt wird. Dadurch wird die Empfindlichkeit, mit der die
Messung auf kurzzeitige Störungen
der Sauerstoffkonzentrationen an der beteiligten abgasseitigen Elektrode
reagiert, verringert.
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Der
im Zusammenhang mit dem Verfahren genannte Potentialunterschied
treibt den Pumpstrom. Dadurch, dass der Potentialunterschied umgesteuert
werden kann, ergibt sich die Möglichkeit,
die Abgassensorvorrichtung zeitweise mit jeweils angepasster Empfindlichkeit
zur Führung
eines Regelkreises und zeitweise zur Überwachung der Regenerierung
eines Speicherkatalysators zu verwenden. Dadurch kann bei Abgasreinigungskonzepten,
bei denen der Sensorteil der Abgassensorvorrichtung hinter einem
Speicherkatalysator angeordnet ist, sowohl eine Führungsaufgabe,
als auch eine Überwachungsaufgabe
erfüllt
werden. Zur Führung und Überwachung
werden in diesem Fall verschiedene Potentialunterschiede eingestellt.
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Mit
anderen Worten: Durch einen bedarfsweise einzustellenden Pumpstrom
wird die Gasatmosphäre
an der abgasseitigen Elektrode etwas verändert. Dieser Pumpstrom wird
zum Beispiel nur im Speicher- und Regenerierbetrieb eingeschaltet
und bei Lambda=1-Betrieb bleibt er abgeschaltet. Dadurch benötigt man
keinen teuren NOx-Sensor. Durch
die mehrfache Verwendungsmöglichkeit
der Abgassensorvorrichtung können
die drei Aufgaben mit gleichen Sensoren erfüllt werden. Diese Sensoren
können
daher in erhöhten
Stückzahlen
gefertigt werden. Außerdem
wird die Vorratshaltung für
den Ersatzteilmarkt vereinfacht.
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Es
ist bevorzugt, dass die erste abgasseitige Elektrode neben der zweiten
abgasseitigen Elektrode auf dem Festelektrolyten angeordnet ist.
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Diese
Anordnung ist leicht herstellbar, da die zusätzliche zweite abgasseitige
Elektrode im gleichen Prozessschritt wie die erste abgasseitige
Elektrode auf dem Festelektrolyten angeordnet werden kann.
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Bevorzugt
ist auch, dass die zweite abgasseitige Elektrode von einer porösen Schutzschicht bedeckt
ist.
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Die
Schutzschicht schützt
die darunterliegende Elektrode vor dem Aufprall von Partikeln, die mit
dem Abgasstrom transportiert werden. Darüber behindert sie den Gaszutritt
aus dem Abgas zur Elektrode durch einen erwünschten Diffusionswiderstand. Durch
Variation des Diffusionswiderstandes, zum Beispiel durch unterschiedliche
Porengrößen der Schutzschicht
der ersten abgasseitigen Elektrode und der zweiten abgasseitigen
Elektrode kann die Einstellung der gewünschten Sauerstoffkonzentrationsdifferenz
zwischen beiden abgasseitigen Elektroden gegebenenfalls unterstützt werden.
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Eine
weitere bevorzugte Ausgestaltung zeichnet sich durch eine Betriebs-
und Auswerteschaltung aus, die eine zwischen den Elektroden der Nernstzelle
bestehende Nernstspannung misst.
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Durch
diese Ausgestaltung kann der steile Signalgradient, der eine sehr
genaue Messung von Sauerstoffkonzentrationsunterschieden zwischen der
Referenzelektrode und der zur Messung verwendeten abgasseitigen
Elektrode ermöglicht,
für die Auswertung
verwendet werden.
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Bevorzugt
ist auch, dass die Betriebs- und Auswerteschaltung einen Potentialunterschied
zwischen der ersten und der zweiten abgasseitigen Elektrode erzeugt.
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Dieser
aufgezwungene oder eingeprägte
Potentialunterschied sorgt für
eine definierte Sauerstoffkonzentrationsdifferenz zwischen den beiden
abgasseitigen Elektroden. Als Folge wird die Kennlinie der Abgassensorvorrichtung
und damit der Sprung im Signalverhalten definiert verschoben, wobei
die Genauigkeit, mit der der definiert verschobene Sprung erfasst
wird, erhalten bleibt.
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Ferner
ist bevorzugt, dass die Betriebs- und Auswerteschaltung ein erstes
Potential an die erste abgasseitige Elektrode anlegt und ein zweites
Potential an die zweite abgasseitige Elektrode anlegt.
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Bevorzugt
ist auch, dass die Betriebs- und Auswerteschaltung ein erstes Potential
an die Referenzelektrode anlegt und ein zweites Potential an die zweite
Abgaselektrode anlegt.
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In
ersten Fall ist die Referenzelektrode frei von eingeprägten Potentialen,
während
im zweiten Fall die erste abgasseitige Elektrode von eingeprägten Potentialen
frei bleibt. In jedem Fall lassen sich die eingeprägten Potentiale
so einstellen, dass sich eine Verschiebung der Sauerstoffkonzentration
an der zu Messung verwendeten abgasseitigen Elektrode und damit
eine Verschiebung des Sprungs in der Kennlinie einstellt.
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Eine
weitere bevorzugte Ausgestaltung zeichnet sich dadurch aus, dass
die Betriebs- und Auswerteschaltung an der ersten abgasseitigen Elektrode
ein höheres
Potential erzeugt als an der zweiten abgasseitigen Elektrode.
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Auf
diese Weise wird Sauerstoff von der zweiten abgasseitigen Elektrode
zur ersten abgasseitigen Elektrode gepumpt. Als Folge wird an der
zur Messung verwendeten ersten abgasseitigen Elektrode die Sauerstoffkonzentration
definiert erhöht,
so das kurzzeitige Störungen
der Sauerstoffkonzentration (sogenannte Spitzen), die sonst bereits
einen störenden
Sprung in der Nernstspannung zur Folge hätten, noch keinen Sprung erzeugen.
Auf diese Weise können
kurzzeitige störende
Effekte gewissermaßen ausgefiltert
werden.
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Ferner
ist bevorzugt, dass der Potentialunterschied kleiner als 200 mV
ist.
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Die
Größe des Pumpstroms
muss in angemessener Relation zu den Diffusionsströmen, also
zu den durch Sauerstoffkonzentrationsgradienten getriebenen Teilchenströmen durch
die porösen Schutzschichten,
stehen. Zu große
Pumpspannungen (z.B. > 200
mV) sind zu vermeiden. Wenn diese Pumpspannung für die gewünschte "Pumpverschiebung" des Sondensprungs nicht ausreichen
sollte, können
Modifikationen beim Diffusionswiderstand der Elektrode oder der
Schutzschicht vorgenommen werden.
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Mit
Blick auf Ausgestaltungen des Verfahrens ist bevorzugt, dass die
Betriebs- und Auswerteschaltung den Potentialunterschied bei einem
hohen Sauerstoffgehalt im Abgas auf einen kleinen Wert umsteuert
und den Potentialunterschied bei einem geringen Sauerstoffgehalt
im Abgas auf einen hohen Wert umsteuert.
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Mit
anderen Worten: Bei einem Lambda = 1 Betrieb kann die Abgassensorvorrichtung
als hochgenaue Führungssensorik arbeiten
und beim Betrieb mit Luftüberschuss
und zwischenzeitlichen kurzen Regenerationsphasen kann die Abgassensorvorrichtung
mit definiert eingeschränkter
Empfindlichkeit zur Überwachung
der Regenerierung eines Speicherkatalysators verwendet werden.
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Bevorzugt
ist auch, dass die Betriebs- und Auswerteschaltung den Potentialunterschied
bei geringem Sauerstoffgehalt im Abgas so steuert, dass sich ein
konstanter Strom von Sauerstoffionen von der zweiten abgasseitigen
Elektrode zur ersten abgasseitigen Elektrode einstellt.
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Ein
konstanter Strom erzeugt eine definierte Verschiebung der Sauerstoffkonzentration.
Alternativ kann man bei hinreichend konstanten Widerstandsverhältnissen
auch eine konstante Potentialdifferenz vorgeben. Der Widerstand
hängt stark
von der Abgastemperatur ab, die im Betrieb eines Verbrennungsmotors
stark schwanken kann. Bei hinter einem Speicherkatalysator angeordneten
Abgassonden ist die Temperatur jedoch wegen der ausgleichenden Wärmekapazität der davor
liegenden Katalysatorvolumina in vielen Fällen hinreichend konstant.
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Weitere
Vorteile ergeben sich aus der Beschreibung und den beigefügten Figuren.
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Es
versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend
noch zu erläuternden Merkmale
nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in
anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne
den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
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Zeichnungen Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden in
der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert.
Es zeigen:
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1 schematisch
einen Verbrennungsmotor mit einem Abgassystem;
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2 ein
Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Abgassensorvorrichtung;
und
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3 Verläufe von
Potentialen an einer abgasseitigen Nernstelektrode und einer Referenzelektrode
als Funktion eines zwischen abgasseitiger Gegenelektrode und Referenzelektrode
eingeprägten elektrischen
Feldes.
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1 zeigt
einen Verbrennungsmotor 10 mit einem Abgassystem 12.
Brennräume 14, 16, 18, 20 des
Verbrennungsmotors 10 werden aus einem Ansaugsystem 22 mit
Luft gefüllt,
wobei die Masse der in die Brennräume 14, 16, 18, 20 strömenden Luft
mit einem Luftmassenmesser 24 erfasst wird. Aus dem Signal
des Luftmassenmessers 24 und/oder eines Fahrpedalgebers 26 sowie
aus dem Signal eines Drehzahlsensors 28 werden in einem
Steuergerät 30 Basiswerte
für Kraftstoffmengen
bestimmt, die über Einspritzventile 32, 34, 36 und 38 zur
Füllung
der Brennräume 14, 16, 18, 20 mit
Luft dosiert werden. Gegebenenfalls steuert das Steuergerät 30 auch
die Stellung einer optional vorhandenen Drosselklappe 40 durch
einen Steller 42.
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Abgase
aus Verbrennungsprozessen in den Brennräumen 14, 16, 18 und 20 werden
durch das Abgassystem 12 gesammelt und im Abgas enthaltene
Schadstoffe werden durch wenigstens ein Katalysatorvolumen 44 konvertiert.
Das Katalysatorvolumen 44 kann beispielsweise als herkömmlicher 3-Wege-Katalysator
realisiert sein. Hinter dem ersten Katalysatorvolumen 44 kann
ein weiteres Katalysatorvolumen 46 angeordnet sein, das
zum Beispiel als NOx-Speicherkatalysator
zur Konvertierung der bei einem Betrieb des Verbrennungsmotors 10 mit
Luftüberschuss
emittierten Stickoxide dient.
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Ein
erster Abgassensor 48 erfasst die Sauerstoffkonzentration
im Abgas vor dem ersten Katalysatorvolumen 44. Der erste
Abgassensor 48 bildet zusammen mit dem Steuergerät 30 als
Regler und den Einspritzventilen 32, 34, 36, 38 als
Stellglieder einen schnellen Kraftstoff/Luft-Verhältnis-Regelkreis für den Verbrennungsmotor 10.
Ein zweiter Abgassensor 50 ist hinter dem katalytischen
Volumen 44 im Abgassystem 12 angeordnet und bildet
zusammen mit dem Steuergerät 30 einen
zweiten Regelkreis, der den ersten Regelkreis führt. Ist zum Beispiel der erste
Abgassensor 48 wegen eines ungleichgewichtigen Abgases
systematisch falsch, so wird die Abweichung vom richtigen Wert durch
den zweiten Abgassensor 50 erfasst und über das Steuergerät 30 beispielsweise
zur Änderung
eines Sollwertes für den
ersten Regelkreis verwendet, so dass der erste Regelkreis trotz
Fehlmessungen des ersten Abgassensors 48 auf den richtigen
Sollwert regelt. Ein weiterer zweiter Abgassensor 52 ist
alternativ oder ergänzend
zu dem zweiten Abgassensor 50 hinter dem zweiten katalytischen
Volumen 46 angeordnet. Die Abgassensoren 48, 50 und 52 sind
bevorzugt gegeneinander austauschbar und erfüllen verschiedene Aufgaben
jeweils dadurch, dass sich ihre individuellen Betriebs- und Auswerteschaltungen
voneinander unterscheiden. Die individuellen Betriebs- und Auswerteschaltungen
sind bevorzugt in das Steuergerät 30 integriert.
Die Katalysatoren 44 und 46 können zu einer baulichen Einheit
zusammengefasst sein. In diesem Fall ist an Stelle der beiden Abgassensoren 50, 52 prinzipiell
nur der Abgassensor 52 erforderlich, wenn er auch die Führungsaufgabe
erfüllen
kann. Die erfindungsgemäße Abgassensorvorrichtung
ist dazu in der Lage.
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2 zeigt
einen Abgassensor 54 im Schnitt zusammen mit einer in das
Steuergerät 30 integrierten
Betriebs- und Auswerteschaltung 56. Die Betriebs- und Auswerteschaltung 56 ist
mit Rechner- und Speicherbausteinen 58 des Steuergerätes 30 verbunden,
die darüber
hinaus über
einen Eingang 60 Eingangssignale der Sensoren 26, 28 empfangen und über einen
Ausgang 62 die Stellglieder 32, 34, 36, 38 und 42 ansteuern.
Der Abgassensor 54 nach der 2 kann als
Abgassensor 48 oder 50 oder 52 nach 1 verwendet
werden. Die Eignung für
die jeweilige Verwendung ergibt sich durch verschiedene Betriebsweisen
der Betriebs- und Auswerteschaltung 56.
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So
stellt die Betriebs- und Auswerteschaltung 56 den Potentialunterschied
bei einem hohen Sauerstoffgehalt im Abgas auf einen kleinen Wert ein,
während
sie den Potentialunterschied bei einem geringen Sauerstoffgehalt
im Abgas auf einen hohen Wert umsteuert.
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Insbesondere
stellt sie den Potentialunterschied bei geringem Sauerstoffgehalt
im Abgas so ein, dass sich ein konstanter Strom von Sauerstoffionen
von der zweiten abgasseitigen Elektrode zur ersten abgasseitigen
Elektrode einstellt.
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Der
Abgassensor 54 weist bevorzugt einen Aufbau aus mehreren
Schichten oder Folien auf. Eine Heizerfolie 64 trägt eine
Heizerstruktur 66, auf der eine Referenzkanalfolie 68 aufgebracht
ist. Über der
Referenzkanalfolie 68 ist eine Zwischenfolie 70 angeordnet.
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Die
genannten Folien 64, 68, und 70, wenigstens
jedoch die Zwischenfolie 70, bestehen aus einem Sauerstoffionen
leitenden Material, beispielsweise aus einem Zirkon-Dioxid-Festkörperelektrolyten.
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Der
in der 2 dargestellte Abgassensor 54 weist eine
erste abgasseitige Elektrode 72, eine zweite abgasseitige
Elektrode 74 und eine Referenzelektrode 76 auf.
Die Elektroden 72, 74 und 76 sind durch
den Festelektrolyten der Zwischenfolie 70 gekoppelt, der
eine Leitfähigkeit
für Sauerstoffionen
besitzt. Dabei sind die beiden abgasseitigen Elektroden 72, 74 auf
einer ersten Seite 78 und die Referenzelektrode 76 auf
einer zweiten Seite 80 der Zwischenfolie 70 angeordnet.
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Die
Referenzelektrode 76 ist einer Referenzatmosphäre ausgesetzt,
die in dem Referenzkanal 69 herrscht. Über eine Verbindung des Referenzkanals 69 zur
Umgebungsluft außerhalb
des Abgassystems 12 kann die Referenzatmosphäre beispielsweise
aus Luft bestehen. Ein Unterschied der Sauerstoffkonzentrationen
im Abgas 82 und im Referenzkanal 69 ruft dann
einen ausgleichenden Sauerstoffionen-Diffusionsstrom durch den Festelektrolyten
der Schicht 70 hervor, der zu unterschiedlichen elektrischen
Potentialen an der Referenzelektrode 76 auf der einen Seite
und den beiden abgasseitigen Elektroden 72, 74 führt.
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Der
auch als Nernstspannung bezeichnete Potentialunterschied zwischen
der ersten abgasseitigen Elektrode 72 und der Referenzelektrode 76 wird durch
den Operationsverstärker 84 der
Betriebs- und Auswerteschaltung 56 hochohmig erfasst und
an den Rechner 58 übergeben.
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Die
Erfassung einer solchen Nernstspannung ist bekannt. Bei der Erfassung
von Nernstspannung mit hinter einem NOx- Speicherkatalysator 46 gemäß 1 angeordneten
Abgassensor hat sich in Versuchen herausgestellt, dass der Nernstsensor
bereits auf eine Fettanzeige springt, obwohl das angebotene Gas
noch einen Sauerstoffüberschuss
aufweist. Der Signalverlauf zeigt damit eine Überempfindlichkeitsreaktion.
Ein solcher Durchbruch ist also auf eine Fehlfunktion des Nernstsensors
zurückzuführen (Methanverschiebung)
und nicht etwa auf einen Sauerstoffmangel hinter dem Speicherkatalysator 46.
Es hat sich speziell bei einem bestimmten Speicherkatalysator gezeigt,
dass am Ende einer Regenerierung, die durch eine fette Abgasatmosphäre am Katalysatoreingang
erfolgt, eine Methanspitze hinter dem Speicherkatalysator auftrat,
bei dem die Nernstsonde trotz nachgewiesenem Sauerstoffüberschuss
am Katalysatorausgang (z.B. Lambda = 1,003) schon eine Fettspannung
anzeigt. Würde
man der Nernstsonde noch ein weiteres katalytisches Volumen vorschalten,
so könnte
man ohne die erfindungsgemäße Pumpverschiebung
bestenfalls einen Sprung bei Lambda gleich 1 erzielen. Es ist aber
damit zu rechnen, dass kurzzeitige, relativ unschädliche Fettdurchbrüche auf
z.B. Lambda = 0,997 vorkommen.
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Einer
solchen Fehlanzeige wird beim Gegenstand der 2 dadurch
entgegengewirkt, dass die Sauerstoffkonzentration an der ersten
abgasseitigen Elektrode 72 durch einen Sauerstoffpumpstrom
Ip von der zweiten abgasseitigen Elektrode 74 erhöht wird.
Poröse
Schutzschichten 84, 86 schützen beide abgasseitigen Elektroden
vor Beschädigungen
durch mit dem Abgas transportierte Partikel. Eine weitere Aufgabe
der Schutzschichten 84, 86 besteht in der Verhinderung
eines zu schnellen Ausgleichs von Sauerstoffkonzentrationsdifferenzen
zwischen beiden abgasseitigen Elektroden 72, 74 durch
das Abgas 82. Dazu können
beide Schutzschichten 84, 86 einen gleichen Diffusionswiderstand
oder einen verschiedenen Diffusionswiderstand aufweisen, wobei der
Diffusionswiderstand zum Beispiel durch Porengrößen des Schutzschichtmaterials
bestimmt wird.
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Eine
Sauerstoffkonzentrationsdifferenz wird bei dem Ausführungsbeispiel
der 2 durch eine Pumpstromquelle 88 erzeugt,
die vom Rechner 58 des Steuergerätes 30 bedarfsweise
gesteuert wird. Die Pumpstromquelle 88 kann eine steuerbare
oder schaltbare Konstantstromquelle oder eine steuerbare oder schaltbare
Spannungsquelle sein. Der Pluspol der Pumpstromquelle 88 ist
mit der ersten abgasseitigen Elektrode 72 verbunden, während der
Minuspol der Pumpstromquelle 88 an die zweite abgasseitige Elektrode 74 angeschlossen
ist. Der Stromkreis wird über
den Festkörperelektrolyten
in der Schicht 70 geschlossen, wobei der Strom im Festkörperelektrolyten
durch Sauerstoffionen getragen wird. Die von der Pumpstromquelle 88 erzeugte
Potentialdifferenz zwischen beiden abgasseitigen Elektroden treibt
damit den Strom Ip (negativer) Sauerstoffionen durch den Elektrolyten
der Schicht 70 von der zweiten abgasseitigen Elektrode 74 zur
ersten abgasseitigen Elektrode 72 und erhöht so die
Sauerstoffkonzentration an der ersten abgasseitigen Elektrode. Die
mit dem Einprägen
des Sauerstoffionen-Pumpstroms verbundene Anreicherung von Sauerstoff
an der ersten abgasseitigen Elektrode 72 verschiebt die
Kennlinie der Nernstzelle aus den Elektroden 72 und 76 mit
der dazwischen liegenden Zwischenfolie 70 so, dass eine Fettanzeige
nicht bei einem Lambdawert von größer oder gleich 1, sondern
bei einem Lambdawert < 1 auftritt.
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Damit
lassen sich die genannten Fettdurchbrüche, die mit einem üblichen,
idealen Lambda = 1,000 Sensor nicht ausgefiltert werden können, durch
die eingeprägte
Pumpverschiebung beseitigen. Durch die Pumpverschiebung lassen sich
damit sowohl Methanverschiebungen des Sensors als auch kurzzeitige
Fettdurchbrüche
durch den Katalysator 44, 46 kompensieren, so
dass es nicht zu unerwünschten
Reaktionen der Regelung kommt.
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3 zeigt
Verläufe
von Potentialen an einer abgasseitigen Nernstelektrode und einer
Referenzelektrode als Funktion eines zwischen abgasseitiger Gegenelektrode
und Referenzelektrode eingeprägten
Feldes, das den Pumpstrom treibt. Dabei sind Potentiale φ über dem
Pumpstrom Ip zwischen den beiden abgasseitigen Elektroden 72 und 74 aufgetragen.
Positive Pumpstromwerte entsprechen einem Sauerstoffionenstrom von
der zweiten abgasseitigen Elektrode 74 zur ersten abgasseitigen
Elektrode 72. Negative Pumpstromwerte entsprechen der umgekehrten
Stromrichtung.
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Die
Linie 90 bezeichnet das hohe Potential der Luftreferenz,
also das Potential an der Referenzelektrode 76. Die Linie 92 bezeichnet
das Potential an der ersten abgasseitigen Elektrode 72 bei
hohem Sauerstoffanteil am Abgas und die Linie 94 bezeichnet
das Potential der ersten abgasseitigen Elektrode 72 bei
Sauerstoffmangel im Abgas. Die erste Abgaselektrode 72 liegt
bei magerem Abgas, also wenn das Abgas relativ viel Sauerstoff enthält, auf
einem ähnlich
hohen Potential wie die Referenzelektrode 76. Es kann auf
einem knapp 1 Volt niedrigeren Potential liegen, wenn das Abgas
fett ist. Die Potentialdifferenz zwischen beiden Elektroden 72, 76 wird
hochohmig als Sensorspannung gemessen.
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Die
Referenzelektrode ist bei Nernstsonden normalerweise als Pluspol
geschaltet, so dass man, ohne Pumpstrom (Ip = 0), bei magerem Abgas
ca. 50 mV und bei fettem Abgas z.B. 800 mV Sensorspannung U 0 erhält. Bei
Pumpbetrieb aus der zweiten abgasseitigen Elektrode 74 heraus
erhält
man (bei verschobenen Lambdawerten) einen Sprung U K von z.B. – 50 mV
auf + 700 mV.
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Die
Referenzelektrode 76 wird bei modernen Sensoren als "gepumpte Referenz" ausgeführt, bei der
eine weitere Pumpstromquelle Sauerstoffionen aus dem Abgas zur Referenzelektrode 76 pumpt. Wenn
man die zum Ausfiltern kurzzeitiger Störungen dienende Pumpverschiebung
nur durch die abgasseitigen Elektroden 72, 74 realisiert,
greift man in das Management der gepumpten Referenz nicht ein. Die Sensorspannung
beinhaltet dann nur die Polarisation der Abgaselektrode 72.
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Man
kann in besonders einfacher Weise, statt einen Pumpstrom vorzugeben,
eine konstante Pumpspannung von z.B. 200 mV anlegen. Die gepumpte
Referenz kann man zwischen Gegen- und Luftelektrode arbeiten lassen.
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Wenn
die Nernstsonde ungleichgewichtigem Abgas ausgesetzt wird, gibt
es unter Umständen
eine Diffusionsverschiebung, die ohne geometrische Größen von
Schutzschicht oder Elektrode bestimmt werden kann. Es ist nicht
bekannt, ob der zugepumpte Sauerstoff direkt auf die erste abgasseitige
Elektrode 72 einwirkt oder in eine katalytische Schicht
der Elektrode einströmende
Fettgase, wie z.B. CO, H2 und Methan, oxidiert und dadurch den Gleichgewichts-Sauerstoff-Partialdruck verschiebt.
In jedem Fall ist bei der oben beschriebenen Pumpverschiebung nicht
mehr so, dass die absolute Größe der Diffusionsströme keine
Rolle spielt. Die Größe des Pumpstroms
muss in angemessener Relation zu den Diffusionsströmen stehen.
Zu große
Pumpspannungen (z.B. > 200
mV) sind zu vermeiden. Wenn diese Pumpspannung für die gewünschte "Pumpverschiebung" des Sondensprungs nicht ausreichen
sollte, müssten
Modifikationen beim Diffusionswiderstand der Elektrode oder der
Schutzschicht vorgenommen werden. Hier ist ein praktisch-experimenteller
Abgleich erforderlich.
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Alternativ
zu einem Pumpen von der zweiten abgasseitigen Elektrode zur ersten
abgasseitigen Elektrode kann der Sauerstoff prinzipiell auch von
der Referenzelektrode zur Abgaselektrode gepumpt werden. Diese Ausführungsart
bedingt kaum Änderungen
am herkömmlichen
Sensorelement. Allerdings ist die Sauerstoffzufuhr über den
Referenzluftkanal allein schon durch den langen Diffusionsweg begrenzt.
Außerdem
werden die Sensorelemente oft so eingebaut, dass fast kein Sauerstoff
aus der Umgebungsluft an die Referenzelektrode gelangt. Undichtigkeiten
zwischen den Einzeldrähten
eines Litzenkabels sind oft die einzige Verbindung zur Umgebung. Damit
soll das Vordringen von Kraftstoff- oder Öldämpfen usw. zur Referenzelektrode
verringert werden. Die Bestandteile solcher Dämpfe würden bei ihrer Oxidation an
der katalytischen Referenzelektrode Sauerstoff verbrauchen und damit
die Referenzatmosphäre
verfälschen.
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Es
ist daher besonders vorteilhaft, die zweite abgasseitige Elektrode 74 zu
verwenden, um Sauerstoff zur ersten abgasseitigen Elektrode 72 zu
pumpen. Wenn bei der Regeneration des Speicherkatalysators 46 nur
wenig Sauerstoff im Abgas enthalten ist, wird H2O
und CO2 zersetzt.
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Die
Porosität
der Schutzschichten 84, 86 kann bei Abgas- und Gegenelektrode,
also bei der ersten abgasseitigen Elektrode 72 und zweiter
abgasseitiger Elektrode 74 verschieden sein. Ebenso können Elektrodenmaterial
und Morphologie unterschiedlich sein.
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Bei
Lambda=1-Betrieb kann man mit der Abgaselektrode oder der Gegenelektrode
oder beiden zusammengeschaltet messen.
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Die
zusätzliche
Elektrode 74 kann weitere Vorteile ermöglichen, z.B. für eine die
Temperaturregelung als Widerstandstemperaturfühler dienen.