[go: up one dir, main page]

DE102004006232B3 - Verfahren und Vorrichtung zum Einziehen einer Materialbahn - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Einziehen einer Materialbahn Download PDF

Info

Publication number
DE102004006232B3
DE102004006232B3 DE102004006232A DE102004006232A DE102004006232B3 DE 102004006232 B3 DE102004006232 B3 DE 102004006232B3 DE 102004006232 A DE102004006232 A DE 102004006232A DE 102004006232 A DE102004006232 A DE 102004006232A DE 102004006232 B3 DE102004006232 B3 DE 102004006232B3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
motor
speed
engine
web
bobbin
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Fee Related
Application number
DE102004006232A
Other languages
English (en)
Inventor
Wolfgang Fischer
Julius Hauck
Arnold Michel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Koenig and Bauer AG
Original Assignee
Koenig and Bauer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Koenig and Bauer AG filed Critical Koenig and Bauer AG
Priority to DE102004006232A priority Critical patent/DE102004006232B3/de
Priority to US10/588,712 priority patent/US20070145178A1/en
Priority to PCT/EP2005/050138 priority patent/WO2005075197A1/de
Priority to EP05707769.5A priority patent/EP1713641B1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE102004006232B3 publication Critical patent/DE102004006232B3/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F13/00Common details of rotary presses or machines
    • B41F13/02Conveying or guiding webs through presses or machines
    • B41F13/03Threading webs into printing machines
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H2301/00Handling processes for sheets or webs
    • B65H2301/50Auxiliary process performed during handling process
    • B65H2301/52Auxiliary process performed during handling process for starting
    • B65H2301/522Threading web into machine
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H2513/00Dynamic entities; Timing aspects
    • B65H2513/10Speed
    • B65H2513/11Speed angular
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H2515/00Physical entities not provided for in groups B65H2511/00 or B65H2513/00
    • B65H2515/30Forces; Stresses
    • B65H2515/32Torque e.g. braking torque
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H2801/00Application field
    • B65H2801/03Image reproduction devices
    • B65H2801/21Industrial-size printers, e.g. rotary printing press

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Replacement Of Web Rolls (AREA)
  • Controlling Rewinding, Feeding, Winding, Or Abnormalities Of Webs (AREA)
  • Inking, Control Or Cleaning Of Printing Machines (AREA)

Abstract

Zum Einziehen einer Bahn in eine Maschine ist die Bahn an ein entlang eines Einziehweges förderbares Einzugmittel koppelbar, welches mittels eines Motors in einem Aufnahmebereich und eines Motors in einem Abgabebereich für die Bahn antreibbar ist. Während des Einziehens wird ein erster der beiden Motoren auf eine vorgebbare Einziehgeschwindigkeit hin und der zweite Motor bezüglich eines aus dem Motor anliegenden, vorgebbaren Momentes gesteuert.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Einziehen einer Materialbahn gemäß dem Oberbegriff der Ansprüche 1 bzw. 17
  • Derartige Vorrichtungen werden in Druckmaschinen eingesetzt, um den Bahnanfang der Materialbahn entlang des gewünschten Einziehweges durch die Druckmaschine durchzufördern. Dies ist beispielsweise beim Einzug für eine neue Produktion, oder immer dann erforderlich, wenn während des Druckvorgangs eine Materialbahn abgerissen ist, so dass der Bahnanfang der neuen Materialbahn nicht im Wege eines fliegenden Rollenwechsels durchgezogen werden kann. Außerdem können in modernen Druckmaschinen die Druckwerke entlang unterschiedlicher Förderwege durchfahren werden, um entsprechend unterschiedliche Druckergebnisse erzielen zu können, so dass bei einer Umrüstung die neue Materialbahn entlang des entsprechenden Einziehweges eingezogen werden muss.
  • Aus der DE 94 15 859 U1 ist eine Vorrichtung zum Einziehen einer Warenbahn in eine Behandlungsstation bekannt, bei der das bandförmig ausgebildete Einzugmittel von einer Wickelrolle am Einlauf der Behandlungsstation auf eine Wickelrolle am Auslauf der Behandlungsstation umgespult werden kann. Die Beiden Wickelrollen weisen in einem Ausführungsbeispiel je einen Antrieb auf.
  • Auch die DE 197 24 123 A1 zeigt in einem Ausführungsbeispiel ein endliches Einzugmittel, welches zwischen zwei jeweils angetriebenen Spulenkörpern umgespult werden kann.
  • Aus der DE 22 41 127 A ist eine Vorrichtung zum Einziehen von Materialbahnen in Rotationsdruckmaschinen bekannt, bei der das in der Art eines Federstahlbandes ausgebildete Einzugmittel entlang verschiedener Einziehwege, zwischen denen mittels Weichen umgestellt werden kann, vom Auslauf der Druckmaschine her durchgeschoben werden kann. Der Antrieb des Einzugmittels erfolgt dabei durch ein ortsfest angeordnetes Antriebsrad, das am Einzugmittel formschlüssig zum Eingriff kommt und das Einzugmittel entlang seiner gesamten Länge durch die Druckmaschine schiebt.
  • Die EP 04 18 903 A2 offenbart eine Vorrichtung zum Einziehen einer Materialbahn, wobei ein Einzugmittel durch einen Motor angetrieben ist, welcher in Abhängigkeit von beim Einziehvorgang ermittelten Messdaten geregelt ist. Die Regelung erfolgt im Hinblick auf eine konstante Einziehgeschwindigkeit bzw. Drehzahl.
  • Durch die DE 94 09 390 U1 ist eine Vorrichtung zum Einziehen einer Materialbahn offenbart, wobei ein Einzugmittel durch einen Schrittmotor angetrieben ist. Ein bereits durch das Einzugmittel zurückgelegter Transportweg wird mittels Sensoren erfasst.
  • Aus der WO 02/090 650 A2 sind Vorrichtungen zum Einziehen einer Materialbahn bekannt, wobei ein endliches Einzugmittel mittels eines Antriebes im Bereich eines Abgabebereichs für die Bahn angetrieben ist. In einer ersten Variante ist dieser Antrieb bezüglich einer Geschwindigkeit – ggf. korreliert mit einem unabhängig angetriebenen Aggregat der Maschine, und in zweiter Variante bezüglich eines Drehmomentes geregelt.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Einziehen einer Materialbahn zu schaffen, bei der das Einziehen trotz hoher Einziehgeschwindigkeit sehr materialschonend erfolgt.
  • Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale der Ansprüche 1 bzw. 17 gelöst.
  • Ein Vorteil der Erfindung liegt insbesondere darin, dass ein schneller und sicherer Anfahrvorgang der Maschine nach dem Einziehen erfolgen kann. Das Einziehen erfolgt hierbei trotz der Möglichkeit hoher Einziehgeschwindigkeiten gleichzeitig sehr materialschonend.
  • Das Einzugmittel kann prinzipiell unendlich, d. h. als geschlossenes bandförmiges Material, ausgeführt sein, welches über eine angetriebene Walze im Bereich eines Anfangs des Einziehweges und eine Walze im Bereich eines Endes des Einziehweges förderbar ist.
  • Vorzugsweise ist das Einzugmittel jedoch endlich ausgeführt, mit seinen Enden jeweils an einem Spulenkörper angeordnet und kann von einem Spulenkörper im Bereich eines Anfanges des Einzugweges auf einen Spulenkörper im Bereich des Endes des Einzugweges umgespult werden und umgekehrt. Dabei bleiben jedoch immer beide Enden mit dem jeweiligen Spulenkörper in Verbindung.
  • Nach einer bevorzugten Ausführungsform erfolgt der Antrieb des Einzugmittels durch Antrieb je eines Spulenkörpers im Bereich des Einziehanfangs und -endes. Vorteilhaft sind diese Antriebe zum Auf- bzw. Abwickeln des Einzugmittels in zwei Drehrichtungen antreibbar.
  • Zum Antrieb des zumindest am Ende des Einzugweges liegenden Spulenkörpers wird ein regelbarer Elektromotor eingesetzt, so dass der Spulenkörper geregelt mit unterschiedlichen Rotationsgeschwindigkeiten und/oder Drehmomenten angetrieben werden kann. Vorzugsweise sind die Antriebe beider Spulenkörper als bzgl. der Drehzahl und/oder des anliegenden Momentes regelbar ausgeführt. Durch entsprechende Messung der Vorschubgeschwindigkeit des Einzugmittels mittels Messstellen oder durch Erfassen des ab- bzw. aufgewickelten Winkels am Spulenkörper kann der Vorschub ermittelt und durch Regelung des Elektromotors eine konstante Fördergeschwindigkeit am Einzugmittel eingeregelt werden. Durch Ermittlung des anliegenden Momentes (z. B. elektrische Leistung) kann das anliegende Moment ermittelt und ein bestimmtes Moment eingestellt bzw. ein maximales Moment überwacht werden. Der jeweilige Elektromotor ist dann je nach Anforderung entsprechend bzgl. einer Geschwindigkeit (z. B. Frequenz) oder eines Drehmomentes (Leistung) gesteuert.
  • Von besonderem Vorteil ist eine Ausführung, wobei beim Einziehen der Antrieb im Bereich des Endes des Einziehweges (z. B. im Bereich Überbau) Geschwindigkeits- bzw. Drehzahlgeregelt betrieben wird, während der Antrieb im Bereich des Anfangs des Einziehweges (z. B. im Bereich Rollenwechsler) bzgl. eines Momentes, z. B. eines konstanten Rückhaltemomentes, betrieben wird. In dieser Weise wird ein gleichmäßiges Einziehen ermöglicht und eine bestimmte Spannung der Bahn während des Einziehvorgangs gewährleistet. Durch diese Vorgehensweise (Regelung bzgl. der Geschwindigkeit und bzgl. des Momentes) wird vermieden, dass durch eine zu geringe Spannung sog. Säcke im Bahnweg entstehen können und/oder eine im Bahnweg angeordnete Tänzerwalze mit einer zu stark abweichenden Bahnspannung beaufschlagt wird. In letzterem Fall würden bei Start der Maschine beispielsweise extrem hohe Abweichungen von Sollwerten und damit hohe Ausschläge der Regelsysteme folgen. „Falsche" Bahnspannungen (zu hoch oder durch Sackbildung zu niedrig) in der Anfahrphase könnten dann leicht zu Bahnrissen, jedoch zumindest zu unnötig viel Anlaufmakulatur führen.
  • In Weiterbildung steht eine derartige Vorgehensweise und Vorrichtung in Wirkverbindung zu einer Maschinensteuerung und/oder einer für den Betrieb vorgesehenen Bahnspannungsregelung. D. h., es kann bereits durch das korrekte Einziehen der Bahn i. V. m. einer Grundeinstellung für die die Bahnspannung beeinflussenden Aggregate – z. B. Tänzerwalzen – eine betriebsbereite Maschine geschaffen werden.
  • Zur Messung der Fördergeschwindigkeit des Einzugmittels sind prinzipiell eine Vielzahl von Sensoren denkbar. Eine besonders einfache Bauart ergibt sich, wenn der wirksame Umfang des Spulenkörpers, mit dem das Einzugmittel abgespult wird und die Rotationsgeschwindigkeit des Spulenkörpers gemessen oder als Kurve vorgegeben wird. Mit wirksamen Umfang des Spulenkörpers wird dabei der Wert verstanden, der sich aus dem Umfang des Spulenkörpers selbst und dem Umfang der darauf noch aufgewickelten Lagen des Einzugmittels ergibt. Durch Auswertung dieser beiden Messwerte kann in einfacher Weise der linear gerichtete Vorschubweg und in Abhängigkeit von der Zeit die linear gerichtete Vorschubgeschwindigkeit des Einzugmittels festgestellt und anschließend durch entsprechende Regelung der Rotationsgeschwindigkeit des Spulenkörpers auf einen Sollwert geregelt werden. Auch eine entsprechende, in der Software als Steuerkurve hinterlegte Abhängigkeit der Solldrehzahl von der Anzahl der erfolgten Umdrehungen ist denkbar.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im Folgenden näher beschrieben.
  • Es zeigt eine Druckmaschine mit einer Vorrichtung zum Einziehen einer Materialbahn in einem schematischen darstellten Querschnitt.
  • In eine bahnver- und/oder bahnbearbeitende Maschine 01, z. B. eine Druckmaschine 01, zur Behandlung einer Bahn bzw. Materialbahn, z. B. zum Bedrucken einer Papierbahn, ist zwecks Einziehens eines Anfanges der Bahn in die Maschine 01 eine Vorrichtung zum Einziehen vorgesehen, mittels welcher ein Anfang der Bahn von einem Anfang des Einziehweges bis zu einem Ende des Einziehweges förderbar ist. Ggf. kann sich vor oder nach diesem maschinell zu beschickenden Einziehweg ein manueller Weg weiter durch die Maschine anschließen.
  • Die in der Zeichnung lediglich schematisch dargestellte Druckmaschine 01 weist exemplarisch ein als Druckeinheit 02 ausgebildetes Aggregat 02, hier mit zwei Doppel-Druckwerken bzw. vier Druckwerken, sowie ein als Rollenwechsler 03 ausgebildetes Aggregat 03 und Falztrichter 04 auf. An den Falztrichter 04 schließt sich ein als Falzapparat 05 ausgebildetes, die Bahn weiterverarbeitendes Aggregat 05 an. Im Betrieb läuft die nicht dargestellte Bahn vom Rollenwechsler 03 durch eine oder mehrere Druckeinheiten 02, ggf. über einen nicht dargestellten Überbau mit Längsschneideinrichtung und Wendedeck über den Falztrichter 04. Zum maschinellen Einziehen der Bahn auf zumindest einem Abschnitt eines derartigen Weges ist eine Vorrichtung zum Einziehen der Materialbahn vorgesehen.
  • Die Vorrichtung weist in einer vorteilhaften ersten Ausführung in einem vorderen Bereich der Maschine, in welchem eine einzuziehende Bahn mit einem Einzugmittel 06 verbindbar ist – im folgenden Aufnahmebereich genannt – und in einem hinteren Bereich, in welchem die eingezogene Bahn vom Einzugmittel 06 gelöst wird – im folgenden Abgabebereich genannt – je einen Spulenkörper 07; 08 auf, auf welchem das Einzugmittel 06 aufwickelbar bzw. von diesem abwickelbar ist.
  • In einer nicht dargestellten Ausführungsform ist das Einzugmittel 06 endlos, d. h. als Schlaufe, ausgeführt, welche anstatt auf Spulenkörpern 07; 08 aufgewickelt zu werden im Aufnahme- und Abgabebereich eine Transportrolle bzw. -walze umläuft. Bevorzugt sind diese Transportrollen in der Weise der unten näher beschriebenen Spulenkörper 07; 08 drehzahl- bzw. momentengesteuert bzw. -geregelt angetrieben. Um Schlupf zu vermindern können sie beispielsweise mit Andrückrollen bzw. -walzen zusammenwirken.
  • Der Aufnahmebereich befindet sich bevorzugt in der Nähe des Rollenwechslers 03, so dass die Bahn direkt im Anschluss an das Abwickeln von der Rolle durch das Einzugmittel 06 führbar ist. Der Abgabebereich kann grundsätzlich an jeder beliebigen Stelle des Bahnweges bis hinter dem Falztrichter 04 angeordnet sein. In hier dargestellter vorteilhaften Ausführung ist der Abgabebereich und damit der Spulekörper 07 nach der (letzten) durchlaufenen Druckeinheit 02, jedoch vor dem Falztrichter 04 angeordnet. Sind im Überbau Wendestangen angeordnet, so kann sich der Abgabebereich ggf. im Bahnweg noch vor diesen Wendestangen befinden, falls die Führung für das Einzugmittel 06 und der Bahn nicht zum Umfahren der Wendestangen ausgebildet ist.
  • Vorzugsweise wird die ganze Bahn jedoch geradeaus bis hin vor dem Falztrichter 04 eingezogen und erst wenn diese Bahn eingezogen ist wird das Messer im Oberbau aufgesetzt und die neue Teilbahn über die Wendestange eingezogen. Der Abgabebereich befindet sich hierbei kurz vor dem Trichtereinlauf.
  • Im dargestellten Ausführungsbeispiel wird der Spulenkörper 07 im Abgabebereich mittels eines einen Motor 11 aufweisenden Antriebes, z. B. eines Elektromotors 11, insbesondere mittels eines zumindest bzgl. seiner Drehzahl steuerbaren Wechselstrommotors 11, angetrieben. In einfacherer, bevorzugter Ausführung erfolgt lediglich eine Steuerung, indem der Sollwert
    Figure 00070001
    für die Frequenz dem Motor 11 ohne Rückführung in einen Regelkreis lediglich aufgeprägt wird. In einer alternativen Ausführung erfolgt eine Steuerung des Motors 11, indem anhand einer Sollwertvorgabe einem inneren Regelkreis des Antriebes ein Sollwert n .soll für die Drehzahl bzw. Frequenz, d. h. letztlich unter Berücksichtigung des Wickelradius die Auf- bzw. Abwickelgeschwindigkeit des Einzugmittels 06, vorgegeben wird. Hierbei wird beispielsweise ein Istwert einer gemessenen Winkelgeschwindigkeit oder der Anzahl der Umdrehungen pro Zeiteinheit von Bauteil oder Motor einem nicht dargestellten Antriebsregler rückgeführt.
  • Der letztlich die Einziehgeschwindigkeit repräsentierende Sollwert n .soll für die Drehzahl bzw. Frequenz wird dem Motor 11 bzw. dessen Antriebssteuerung durch eine Steuereinrichtung 12 vorgegeben. Diese Steuereinrichtung 12 weist beispielsweise einen Frequenzumrichter 13 und eine Steuer- und/oder Recheneinheit 14, insbesondere eine Servo-Steuereinheit 14, z. B. als Servo PLC 14 ausgeführt. Anhand eines Sollwertes einer vorzugebenden Einziehgeschwindigkeit vsoll wird nun in einer in der Servo PLC 14 integrierten Logik (oder einem zusätzlichen logischen Bauteil) die Sollfrequenz ermittelt und durch den Frequenzumrichter 13 für den Motor 11 bereitgestellt. In einer einfachen Ausführung kann die Einziehgeschwindigkeit vsoll, beispielsweise über ein Eingabemedium oder eine entsprechende Schnittstelle der Steuereinrichtung 12, der Steuereinrichtung 12 direkt und manuell vorgegeben werden. In bevorzugter Ausführung erfolgt die Vorgabe der Einziehgeschwindigkeit vsoll über eine übergeordneten Steuereinrichtung 16, z. B. eine Maschinensteuerung 16. Dies gewährleistet die Synchronisation zwischen der Bewegungsgeschwindigkeit des Einzugmittels 06 und zumindest Bauteilen bzw. Aggregaten 02; 03; 05 der Druckmaschine 01, welche mit der einzuziehenden Bahn in Wechselwirkung, beispielsweise körperlichen Kontakt, treten.
  • Beispielhaft steht in der Figur ein rotatorischer Antrieb 17 der Druckeinheit 02 und/oder ein rotatorischer Antrieb 18 des Rollenwechslers 03 und/oder ein rotatorischer Antrieb 20 des Falzapparates 05 in Signalverbindung mit der Maschinensteuerung 16. Die rotatorischen Antriebe 17; 18; 20 sind vorzugsweise mechanisch unabhängig voneinander ausgebildet, jedoch elektronisch miteinander über die Maschinensteuerung 16 verbunden. Bei Vorgabe einer bestimmten Maschinengeschwindigkeit, z. B. einer bestimmten Einziehgeschwindigkeit im Einziehbetrieb, erhalten beispielsweise die Druckeinheit 02 und/oder der Rollenwechsler 03 (und ggf. andere Aggregate) als auch die Steuereinrichtung 12 der Vorrichtung zum Einziehen miteinander korrelierende, geschwindigkeitsrelevante Sollwertvorgaben, welche eine Synchronisierung der Geschwindigkeiten – z. B. die Abrollgeschwindigkeit am Rollenwechsler 03 oder die Umfangsgeschwindigkeit am Druckwerkszylinder und die Bahngeschwindigkeit – gewährleisten.
  • Die Bewegungssteuerung der untergeordneten Antriebe 17; 18; 20 (Sollwertvorgabe) folgt bevorzugt einem Leitwert einer sog. elektronischen Leitachse Φ. Die Position der Leitachse Φ kann sich entweder an einem der Aggregate 02; 03; 05, z. B. dem Falzapparat 05, der Druckmaschine 01 orientieren und den übrigen Aggregaten 02; 03 hieraus die Vorgaben liefern, oder die Leitachse Φ läuft – ggf. nach Kalibrierung an einem der Aggregate 02; 03; 05, z.B. dem Falzapparat 05 – frei um und liefert im weiteren Betrieb die Positionen an sämtliche Aggregate 02; 03; 05. Eine Winkelgeschwindigkeit dieser umlaufenden Leitachse Φ entspricht dann einer vorgegebenen Maschinengeschwindigkeit, beispielsweise einer „Einziehgeschwindigkeit für den automatischen Einzug" oder einem „Drucken" mit einer vorgebbaren Drehzahl bzw. einem Produktausstoß. Im Ergebnis sind beim Einziehen durch die Maschinensteuerung 16 (bzw. Leitachse Φ) somit die Bewegungen von zumindest einem mit der Bahn zusammenwirkenden, bewegten Aggregat 02; 03 (z. B. Druckeinheit 02 und/oder Rollenwechsler 03) und die des Einzugmittels 06 synchronisiert. Die Sollwertvorgabe der Einziehgeschwindigkeit vsoll an die Steuerung 12 richtet sich vorzugsweise nach einer gewählten Maschinengeschwindigkeit.
  • Bei Ausbildung der Vorrichtung mit einem umzuspulenden Einzugmittel 06 und dem Antrieb desselben durch eine oder beide Spulenkörper 07; 08 muss bei Vorgabe des Sollwertes n .soll an den Motor 11 der sich ändernde Wickelradius berücksichtigt werden. Dieser kann zwar grundsätzlich kontinuierlich durch Anordnung mindestens eines Sensors am Spulenkörper 07; 08 ermittelt werden, vorzugsweise wird er jedoch aus dem Grunddurchmesser eines oder beider Spulenkörper d07; d08, der Anzahl der Wickellagen bzw. der Umdrehungen u0X an einem oder beiden Spulenkörpern d07; d08 und der Dicke d06 des Einzugmittels 06 ermittelt. Soll im Hinblick auf eine aufrechtzuerhaltende Spannung im Einzugmittel 06 eine geringfügige Voreilung in der Drehzahl nv vorzusehen sein, so ist diese ebenfalls additiv zu berücksichtigen. Ein aktueller Sollwert n .soll für eine Drehzahl ergilbt sich prinzipiell beispielweise nach dem Zusammenhang zu
    Figure 00090001
    wobei 0X = 07 oder 08, und wobei je nach dem Ort der Anordnung eines die Anzahl der Umdrehungen bzw. überstrichene Winkelgrade erfassenden Sensors 19, z. B. Resolvers 19, eine Transformation von dem einen auf den anderen Spulkörper 07; 08 erfolgen muss.
  • In der Figur ist zur Zählung der Anzahl der Umdrehungen der Resolver 19 in durchgezogenen Linien im Bereich des Spulenkörpers 07, und in strichlierter Darstellung im Bereich des Spulenkörpers 08 dargestellt.
  • Aus dem Sollwert für die Einziehgeschwindigkeit vsoll, dem Grunddurchmesser eines oder beider Spulenkörper 07; 08, der Anzahl der Wickellagen bzw. der Umdrehungen u0X an einem oder beiden Spulenkörpern d07; d08 und der Dicke d06 des Einzugmittels 06 wird nun in der Steuer- und/oder Recheneinheit 14 und dem Frequenzumrichter 13 ein entsprechendes Signal für den Motor 11 zur Konstanthaltung der Einziehgeschwindigkeit aufbereitet und diesem zugeführt. Der Motor 11 im Abgabebereich wird im Einzugbetrieb somit im Hinblick auf eine konstante Einziehgeschwindigkeit v drehzahlgesteuert betrieben. Der Ausdruck d0X + (2·d06·u0X) stellt dann einen aktuellen, berechneten Durchmesser D0X (D07, D08) nach u0X Umdrehungen dar.
  • Ein den Spulenkörper 08 im Aufnahmebereich antreibender Motor 21, z. B. Elektromotor 21, insbesondere ein Assynchronmotor 21, wird hingegen im Einzugbetrieb zumindest drehmomentbegrenzt betrieben. Dies erfolgt über die Servo-Steuerung der Steuer- und/oder Recheneinheit 14. Die o. g. Logik zur Ermittlung einer Sollfrequenz für den Motor 11 und die Servo-Steuerung für den Motor 21 können auch in gesonderten Bauteilen ausgeführt sein.
  • In vorteilhafter Betriebsweise entsteht beim Einziehen eine gewünschte Bandstraffung durch Ansteuerung des Motors 21 im Aufnahmebereich mit einem konstanten Rückhaltemoment, der Motor 21 läuft hierbei im Prinzip in zum Abwickeln entgegengesetzter Drehrichtung. Effektiv wird er jedoch durch den stärkeren Motor 11 zur Drehrichtung für das Abwickeln gezwungen.
  • Im Einziehbetrieb wird das Einzugmittel 06 somit durch den Motor 11 und den Spulenkörper 07 umfangsgeschwindigkeitsgesteuert vom Rollenwechsler 03 bis zum Abgabebereich (z. B. bis zum Falztrichter 04) gezogen, wobei der Motor 11 vom Frequenzumrichter 13 gespeist wird, und dieser von der Steuer- und/oder Recheneinheit 14 einen berechneten Sollwert n .soll für die Frequenz abhängig von der aktuellen Maschinengeschwindigkeit (bzw. vom Sollwert der Einziehgeschwindigkeit vsoll) und dem berechnetem Durchmesser D07; D08 des zur Ermittlung herangezogenen Spulenkörpers 07; 08 erhält. Der Motor 21 im Aufnahmebereich (z. B. nahe dem Rollenwechsler 03) wird von der Steuer- und/oder Recheneinheit 14 angesteuert. Er erhält in der Betriebsart Einziehen beispielsweise eine geringe Offset-Drehzahl in die zum Abwickeln entgegen gesetzte Richtung. Beispielsweise kann durch Einstellen eines Zugsollwertes Zsoll,e über eine Eingabevorrichtung für das Einziehen dem Antrieb das Drehmoment begrenzt werden. Der Motor 21 wird vom stärkeren, drehzahlgesteuerten Motor 11 „durchgezogen" und baut somit den gewünschten Bandzug auf.
  • Beim Rückspulen läuft der Motor 11 beispielsweise mit einer einstellbaren Rückspulgeschwindigkeit (z. B. v = 26 m/min) und der Motor 21 im Aufnahmebereich mit einer erhöhten Geschwindigkeit und einem konstanten Drehmoment, um die Bandstraffung zu erzeugen. Im Rückspulbetrieb erhält der Motor 11 seinen Frequenzsollwert, d. h. den Sollwert n .soll, entsprechend dem aktuell berechneten Durchmesser D07; D08 der Spulkörper 07; 08 in die entgegen gesetzte Richtung. Der Motor 21 erhält eine einstellbare Geschwindigkeit bewertet mit einem fixen Durchmesser, z. B. von 220 mm für die leere Trommel. Zudem wird vorzugsweise wie beim Einziehvorgang eine Offset Drehzahl addiert, um eine ständige Voreilung gegenüber dem Motor 11 bzw. dessen Spulenkörper 07 sicher zu stellen. Durch die stetige Voreilung der Spulenkörpers 08 und einem einstellbaren Zugsollwert Zsoll,r für das Rückspulen, wird der gewünschte Bandzug im Rückspulbetrieb aufgebaut.
  • Die Einhaltung einer konstanten Einziehgeschwindigkeit und insbesondere die Einhaltung bestimmter Momente beim Einziehen ermöglicht nun das Einziehen der Bahn in der Weise, dass die Bahn und bahnspannungsbeeinflussende Aggregate im eingezogenen Zustand einen an die erforderlichen Bedingungen für den Start der Maschine 01 bereits angenäherten Zustand erreichen. Dies ist in der Figur am Beispiel einer vom Einzugmittel umfahrenen, angedeuteten Tänzerwalze 22 dargestellt. Die Tänzerwalze 22 korrigiert beim Betrieb der als Druckmaschine 01 ausgeführten Maschine 01 eine vorliegende Bahnspannung im Hinblick auf eine wählbare konstante Bahnspannung. Diese Spannung kann beispielsweise durch eine Bahnspannungsregelung (hier ebenfalls im Begriff der Maschinensteuerung 16 integriert) vorgegeben und geregelt sein. Bei entsprechend eingestelltem Sollwert während des Einziehens und der Einhaltung des Momentes am Einzugmittel 06 ist nun ein Einziehen ohne Sackbildung und/oder ohne, dass eine ungewünschte Auslenkung der Tänzerwalze 22 erfolgt, möglich. D. h. der Einziehvorgang erfolgt bereits mit annähernd korrekten Weglängen und Spannungen, so dass beim späteren Anfahren der Maschine 01 die Gefahr von Bahnrissen oder langwierige Schwingungen in der Regelung verringert werden. In Weiterbildung ist während des Einziehvorgangs eine Bahnspannungsregelung bereits aktiviert.
  • 01
    Maschine, Druckmaschine
    02
    Druckeinheit, Aggregat
    03
    Rollenwechsler, Aggregat
    04
    Falztrichter
    05
    Falzapparat, Aggregat
    06
    Einzugmittel
    07
    Spulenkörper
    08
    Spulenkörper
    09
    10
    11
    Motor, Elektromotor, Wechselstrommotor
    12
    Steuereinrichtung
    13
    Frequenzumrichter
    14
    Steuer- und/oder Recheneinheit, Servo-Steuereinheit, Servo PLC
    15
    16
    Steuereinrichtung, übergeordnet, Maschinensteuerung
    17
    Antrieb
    18
    Antrieb
    19
    Sensor, Resolver
    19'
    Sensor, Resolver
    20
    Antrieb
    21
    Motor, Elektromotor, Assynchronmotor
    22
    Tänzerwalze
    n .soll
    Sollwert
    vsoll
    Einziehgeschwindigkeit
    ϕ
    Leitachse, elektronisch

Claims (26)

  1. Verfahren zum Einziehen einer Bahn in eine Maschine (01) mit einem entlang eines Einziehweges förderbaren Einzugmittel (06), an welches die Materialbahn koppelbar und welches mittels eines Motors (11) in einem Aufnahmebereich und eines Motors (21) in einem Abgabebereich für die Bahn antreibbar ist, wobei während des Einziehens ein erster der beiden Motoren (11; 21) auf eine vorgebbare Einziehgeschwindigkeit (vsoll) hin gesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Motor (21; 11) bezüglich einen aus dem Motor (21; 11) anliegenden, vorgebbaren Momentes gesteuert wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Motor (11; 21) bezüglich seiner Drehzahl gesteuert wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Motor (11; 21) bezüglich seiner Frequenz über einen Frequenzumrichter (13) gesteuert wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Motoren (11; 21) jeweils einen Spulenkörper (07; 08) antreiben, auf welchen das Einzugmittel (06) wechselseitig ab- bzw. aufspulbar ist.
  5. Verfahren nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung des ersten Motors (11; 21) in Abhängigkeit von einem aktuellen Spulendurchmesser (D07; D08) zumindest einer der Spulenkörper (07; 08) erfolgt.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Steuereinrichtung (12) ein Sollwert (n .soll) für eine dem Motor (11; 21) zu beaufschlagende Frequenz in Abhängigkeit vom Spulendurchmesser (d07; d08) ermittelt wird.
  7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der aktuellen Spulendurchmesser (D07; D08) in Abhängigkeit von einer Anzahl ab- bzw. aufgewickelter Lagen und einer Dicke d06 des Einzugmittels (06) sowie einem Ausgangsdurchmesser oder einem Grunddurchmesser (d07; d08) eines Spulenkörpers (07; 08) erfolgt.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl ab- bzw. aufgewickelter Lagen als Anzahl der Umdrehungen mittels eines Resolvers (19; 19') am Spulenkörper (07; 08) oder dessen Antrieb (11; 21) ermittelt wird.
  9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ermittlung der Anzahl der Umdrehungen am Spulenkörper (08) im Aufnahmebereich erfolgt.
  10. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ermittlung der Anzahl der Umdrehungen am Spulenkörper (07) im Abgabebereich erfolgt.
  11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Einziehbetrieb der erste, auf eine vorgebbare Einziehgeschwindigkeit (vsoll) hin steuerbare Motor (11) das Einzugmittel (06) im Abgabebereich und der zweite, bzgl. eines vorgebbaren Momentes gesteuerte Motor (21) das Einzugmittel (06) im Aufnahmebereich antreibt.
  12. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Einziehbetrieb der erste, auf eine vorgebbare Einziehgeschwindigkeit (vsoll) hin steuerbare Motor (11) das Einzugmittel (06) im Aufnahmebereich und der zweite, bzgl. eines vorgebbaren Momentes gesteuerte Motor (21) das Einzugmittel (06) im Abgabebereich antreibt.
  13. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der das Einzugmittel (06) antreibende Motor (11) und ein rotatorischer Antrieb (17; 18; 20) mindestens eines mechanisch unabhängigen Aggregates (02; 03; 05) der Maschine (01) bzgl. ihrer Geschwindigkeit zueinander korreliert geregelt oder gesteuert werden.
  14. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beim Einziehbetrieb der das Einzugmittel (06) antreibende Motor (11) und ein einen Rollenwechsler (03) antreibender Antrieb (18) über eine Maschinensteuerung (16) in ihrer Geschwindigkeit zueinander korreliert angetrieben werden.
  15. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Einziehbetrieb der das Einzugmittel (06) antreibende Motor (11) und ein eine Druckeinheit (02) antreibender Antrieb (17) über eine Maschinensteuerung (16) in ihrer Geschwindigkeit zueinander korreliert angetrieben werden.
  16. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Motor (21) im Einziehbetrieb über eine Servo-Steuerung einer Steuereinrichtung (12) drehmomentbegrenzt betrieben wird.
  17. Vorrichtung zum Einziehen einer Bahn in eine Maschine (01) mit einem entlang eines Einziehweges förderbaren Einzugmittel (06), an welches die Materialbahn koppelbar und welches mittels eines Motors (11) in einem Aufnahmebereich und eines Motors (21) in einem Abgabebereich für die Bahn antreibbar ist, wobei ein erster der beiden Motoren (11; 21) bezüglich seiner Geschwindigkeit bzw. Drehzahl gesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Motor (21; 11) bezüglich eines anliegenden und vorgebbaren Momentes gesteuert ausgeführt ist.
  18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Motor (11) mit einer Steuereinrichtung (12) in Signalverbindung steht, welche dazu ausgebildet ist, aus einer vorgegebenen Einziehgeschwindigkeit (vsoll) ein Frequenzsignal für den Motor (11) zu erzeugen.
  19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (12) mit einer Maschinensteuerung (16) in Signalverbindung steht, durch welche der Steuereinrichtung (12) ein Sollwert für die vorgegebene Einziehgeschwindigkeit (vsoll) bereitgestellt ist.
  20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Maschinensteuerung (16) zur Übermittlung geschwindigkeitsrelevanter Signale in Signalverbindung mit einem Antrieb (17; 18; 20) eines weiteren, mechanisch unabhängig vom Motor (11) angetriebenen Aggregats (02, 03; 05) steht.
  21. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass eine Maschinensteuerung (16) vorgesehen ist, welche zur Übermittlung zueinander korrelierender geschwindigkeitsrelevanter Signale sowohl an den Motor (11) als auch an einen Antrieb (17; 18; 20) eines mechanisch unabhängig angetriebenen Aggregates (02; 03; 05) ausgebildet ist.
  22. Vorrichtung nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Maschinensteuerung (16) eine elektronische Leitachse (Φ) aufweist, von welcher im Einziehbetrieb sowohl an den Motor (11) als auch an den Antrieb (17; 18; 20) des Aggregates (02; 03; 05) geschwindigkeitsrelevante Signale übermittelt werden.
  23. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Motoren (11; 21) jeweils einen Spulenkörper (07; 08) antreibend angeordnet sind.
  24. Vorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass an mindestens einem Spulenkörper (07; 08) oder seinem Antrieb ein die Anzahl der Umdrehungen bzw. überstrichene Winkelgrade erfassender Sensor (19; 19') angeordnet ist.
  25. Vorrichtung nach Anspruch 18 und 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (12) ein Rechenmittel aufweist, welches dazu ausgebildet ist, aus der vorgegebenen Einziehgeschwindigkeit (vsoll) und der Anzahl der Umdrehungen bzw. den überstrichenen Winkelgraden ein Frequenzsignal für den Motor (11) zu erzeugen.
  26. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Motor (11) mit einer Steuereinrichtung (14) in Signalverbindung steht, welche dazu ausgebildet ist, den Motor (11) im Hinblick auf ein einzuhaltendes Drehmoment zu steuern.
DE102004006232A 2004-02-09 2004-02-09 Verfahren und Vorrichtung zum Einziehen einer Materialbahn Expired - Fee Related DE102004006232B3 (de)

Priority Applications (4)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102004006232A DE102004006232B3 (de) 2004-02-09 2004-02-09 Verfahren und Vorrichtung zum Einziehen einer Materialbahn
US10/588,712 US20070145178A1 (en) 2004-02-09 2005-01-14 Method and device for threading a web
PCT/EP2005/050138 WO2005075197A1 (de) 2004-02-09 2005-01-14 Verfahren und vorrichtung zum einziehen einer materialbahn
EP05707769.5A EP1713641B1 (de) 2004-02-09 2005-01-14 Verfahren und vorrichtung zum einziehen einer materialbahn

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102004006232A DE102004006232B3 (de) 2004-02-09 2004-02-09 Verfahren und Vorrichtung zum Einziehen einer Materialbahn

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE102004006232B3 true DE102004006232B3 (de) 2005-07-21

Family

ID=34683976

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE102004006232A Expired - Fee Related DE102004006232B3 (de) 2004-02-09 2004-02-09 Verfahren und Vorrichtung zum Einziehen einer Materialbahn

Country Status (4)

Country Link
US (1) US20070145178A1 (de)
EP (1) EP1713641B1 (de)
DE (1) DE102004006232B3 (de)
WO (1) WO2005075197A1 (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JP2008056389A (ja) * 2006-08-30 2008-03-13 Komori Corp 帯状体通し方法及びその装置
EP2734369B1 (de) 2011-10-21 2015-04-22 Koenig & Bauer Aktiengesellschaft Verfahren zum einziehen zumindest einer materialbahn in eine verarbeitungsvorrichtung
DE102014215354A1 (de) * 2014-08-04 2016-02-04 Lenze Drives Gmbh Antriebssystem

Families Citing this family (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102008044496B4 (de) 2008-09-02 2011-07-07 KOENIG & BAUER Aktiengesellschaft, 97080 Verfahren zum geregelten Einziehen einer an ein Einziehmittel gekoppelten Materialbahn
EP2559641B1 (de) * 2011-08-17 2016-06-15 Seiko Epson Corporation Medienfördervorrichtung, Druckvorrichtung und Medienförderverfahren
JP6030311B2 (ja) * 2012-02-13 2016-11-24 日産自動車株式会社 帯状の電池素材の搬送装置および搬送方法
DE102013014109A1 (de) * 2012-09-13 2014-03-13 Heidelberger Druckmaschinen Ag Verfahren zum Einrichten und/oder Betreiben einer Rollendruckmaschine
US10377598B2 (en) * 2017-02-17 2019-08-13 Eaton Intelligent Power Limited Dynamic performance and active damping methods in web winder tension control systems

Citations (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2241127A1 (de) * 1972-08-22 1974-03-07 Maschf Augsburg Nuernberg Ag Vorrichtung zum einziehen von materialbahnen in rotationsdruckmaschinen
EP0418903A2 (de) * 1989-09-20 1991-03-27 Kabushiki Kaisha Tokyo Kikai Seisakusho Papierbahneinführungsvorrichtung für Rotationsdruckmaschine
DE9409390U1 (de) * 1994-06-10 1994-09-08 Sächsisches Institut für die Druckindustrie GmbH, 04439 Engelsdorf Bahneinzugsvorrichtung
DE9415859U1 (de) * 1994-09-30 1994-11-24 Vits Maschinenbau GmbH, 40764 Langenfeld Vorrichtung zum Einziehen einer Warenbahn in mindestens eine Behandlungsstation
DE19724123A1 (de) * 1997-06-09 1998-12-10 Voith Sulzer Papiermasch Gmbh Vorrichtung und Verfahren zum Überführen eines Einfädelstreifens oder einer Materialbahn
WO2002090650A2 (de) * 2001-05-05 2002-11-14 Koenig & Bauer Aktiengesellschaft Vorrichtungen zum einziehen einer materialbahn

Family Cites Families (13)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1925866A (en) * 1931-11-11 1933-09-05 Westinghouse Electric & Mfg Co Synchronized motor drive for supercalenders and winders
US3586221A (en) * 1969-08-28 1971-06-22 Air Reduction Torque control of multiple motors for uniform feed of welding wire
BE790414A (fr) * 1971-10-22 1973-04-20 Philips Nv Appareil d'enregistrement et/ou de lecture
US3955737A (en) * 1974-04-08 1976-05-11 Moore Business Forms, Inc. Web feed apparatus
US4007866A (en) * 1975-07-11 1977-02-15 Moore Business Forms, Inc. Web transport arrangement
US4280669A (en) * 1980-01-21 1981-07-28 Magna-Graphics Corporation Automatic web rewinder for tensioned web
US4531166A (en) * 1981-03-16 1985-07-23 Storage Technology Corporation Magnetic tape drive with adaptive servo
US4387861A (en) * 1981-08-05 1983-06-14 Erwin Kampf Gmbh & Co. Machine for separating double-rolled aluminum sheet
DE3604504A1 (de) * 1986-02-13 1987-08-27 Frankenthal Ag Albert Einziehvorrichtung
JPS63235240A (ja) * 1987-03-20 1988-09-30 Mitsubishi Heavy Ind Ltd 帯状物の通紙装置
FI101372B1 (fi) * 1996-07-05 1998-06-15 Valmet Corp Menetelmä paperirainan rullauksessa ja rullauslaite
DE19757978A1 (de) * 1997-12-24 1999-07-08 Koenig & Bauer Ag Vorrichtung zum Einziehen einer Warenbahn
JP4090710B2 (ja) * 2001-06-21 2008-05-28 株式会社不二鉄工所 巻取制御方法

Patent Citations (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2241127A1 (de) * 1972-08-22 1974-03-07 Maschf Augsburg Nuernberg Ag Vorrichtung zum einziehen von materialbahnen in rotationsdruckmaschinen
EP0418903A2 (de) * 1989-09-20 1991-03-27 Kabushiki Kaisha Tokyo Kikai Seisakusho Papierbahneinführungsvorrichtung für Rotationsdruckmaschine
DE9409390U1 (de) * 1994-06-10 1994-09-08 Sächsisches Institut für die Druckindustrie GmbH, 04439 Engelsdorf Bahneinzugsvorrichtung
DE9415859U1 (de) * 1994-09-30 1994-11-24 Vits Maschinenbau GmbH, 40764 Langenfeld Vorrichtung zum Einziehen einer Warenbahn in mindestens eine Behandlungsstation
DE19724123A1 (de) * 1997-06-09 1998-12-10 Voith Sulzer Papiermasch Gmbh Vorrichtung und Verfahren zum Überführen eines Einfädelstreifens oder einer Materialbahn
WO2002090650A2 (de) * 2001-05-05 2002-11-14 Koenig & Bauer Aktiengesellschaft Vorrichtungen zum einziehen einer materialbahn

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JP2008056389A (ja) * 2006-08-30 2008-03-13 Komori Corp 帯状体通し方法及びその装置
EP1894870A3 (de) * 2006-08-30 2009-07-08 Komori Corporation Verfahren und Vorrichtung zum Bandeinziehen
EP2734369B1 (de) 2011-10-21 2015-04-22 Koenig & Bauer Aktiengesellschaft Verfahren zum einziehen zumindest einer materialbahn in eine verarbeitungsvorrichtung
DE102014215354A1 (de) * 2014-08-04 2016-02-04 Lenze Drives Gmbh Antriebssystem
DE102014215354B4 (de) 2014-08-04 2018-05-17 Lenze Drives Gmbh Antriebssystem

Also Published As

Publication number Publication date
EP1713641B1 (de) 2013-06-19
WO2005075197A1 (de) 2005-08-18
EP1713641A1 (de) 2006-10-25
US20070145178A1 (en) 2007-06-28

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP1556301B1 (de) Vorrichtungen zur bearbeitung und/oder förderung einer bahn
EP1611792B1 (de) Vorrichtung zum Herstellen von Folienschlauch aus einem Folienband
DE3114470A1 (de) Vorrichtung zur zufuehrung von blaettern aus einem umhuellungsmaterial zu einer verpackungsmaschine
EP2062485B9 (de) Druckwerk mit Steuerung der Drehgeschwindigkeit einer Druckwalze
DE102004006232B3 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Einziehen einer Materialbahn
DE10103040A1 (de) Vorrichtung und Verfahren zur Bildung einer Folge von unterlappten Bögen
EP2285719B1 (de) Vorrichtung und verfahren zum abwickeln bahnförmigen materials sowie bahnverarbeitende maschine
EP1714926B1 (de) Verfahren zur Steuerung und/oder Überwachung einer bahnverarbeitenden Maschine
EP2069147B1 (de) Verfahren zum anfahren einer rollenrotationsdruckmaschine
DE2545534C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum abgestimmten Verlängern einer sich bewegenden Materialbahn
DE10121945B4 (de) Vorrichtung zum Einziehen einer Materialbahn
DE102012210792B3 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Betreiben eines Rollenträgers einer Rollenrotationsdruckmaschine
EP1990298B1 (de) Verfahren zum Betrieb eines Einzugwerk
DE19505256A1 (de) Vorrichtung zum Vorschub einer Einwickelmaterialbahn und zum Abtrennen einzelner Einwickelmaterialabschnitte für eine Verpackungsmaschine sowie Verfahren zum Steuern derselben
DE4222203C2 (de) Verfahren zum Steuern einer Vorrichtung zum Bereitstellen von Umhüllungs-Blättern
DE102004016674A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Kappen und/oder Zuführen eines Stranges in eine Weiterverarbeitungsstufe
DE9101840U1 (de) Abzugsvorrichtung für eine auf einem Wickel gespeicherte Folienbahn
DE10352621A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur seitlichen Ausrichtung einer Bahn
EP1657198A2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Kappen und/oder Zuführen eines Stranges in eine Weiterverarbeitungsstufe sowie Strangverarbeitungssystem
WO2009135804A1 (de) Verfahren und eine vorrichtung zum abwickeln und zum speichern von bahnförmigem material
DE102008001190B4 (de) Kontrolleinheit für eine Band- oder Ketteneinziehvorrichtung in einer Rotationsdruckmaschine und ein Verfahren zur Überwachung und Steuerung eines automatischen Einziehvorganges mehrerer Materialbahnen
EP1726548A1 (de) Verfahren und eine Vorrichtung zum Regeln der Bahnspannung einer laufenden Bahn in einer bahnverarbeitenden Vorrichtung und eine Vorrichtung zum Verarbeiten einer laufenden Bahn
EP1732833A1 (de) Verfahren und vorrichtungen zum kappen und/oder züführen eines stranges in eine weiterverarbeitungsstufe
DE102008044496A1 (de) Verfahren zum geregelten Einziehen einer an ein Einziehmittel gekoppelten Materialbahn und ein Einziehsystem

Legal Events

Date Code Title Description
8100 Publication of patent without earlier publication of application
8364 No opposition during term of opposition
8327 Change in the person/name/address of the patent owner

Owner name: KOENIG & BAUER AKTIENGESELLSCHAFT, 97080 WUERZB, DE

R119 Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee