[go: up one dir, main page]

DE102004005660A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines lyophilisierten pharmazeutischen Materials - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines lyophilisierten pharmazeutischen Materials Download PDF

Info

Publication number
DE102004005660A1
DE102004005660A1 DE200410005660 DE102004005660A DE102004005660A1 DE 102004005660 A1 DE102004005660 A1 DE 102004005660A1 DE 200410005660 DE200410005660 DE 200410005660 DE 102004005660 A DE102004005660 A DE 102004005660A DE 102004005660 A1 DE102004005660 A1 DE 102004005660A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
drying
tube
ice particles
freezing tube
freezing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE200410005660
Other languages
English (en)
Inventor
Richard Prof. Dr. Süverkrüp
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rheinische Friedrich Wilhelms Universitaet Bonn
Original Assignee
Rheinische Friedrich Wilhelms Universitaet Bonn
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Rheinische Friedrich Wilhelms Universitaet Bonn filed Critical Rheinische Friedrich Wilhelms Universitaet Bonn
Priority to DE200410005660 priority Critical patent/DE102004005660A1/de
Publication of DE102004005660A1 publication Critical patent/DE102004005660A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B5/00Drying solid materials or objects by processes not involving the application of heat
    • F26B5/04Drying solid materials or objects by processes not involving the application of heat by evaporation or sublimation of moisture under reduced pressure, e.g. in a vacuum
    • F26B5/06Drying solid materials or objects by processes not involving the application of heat by evaporation or sublimation of moisture under reduced pressure, e.g. in a vacuum the process involving freezing
    • F26B5/065Drying solid materials or objects by processes not involving the application of heat by evaporation or sublimation of moisture under reduced pressure, e.g. in a vacuum the process involving freezing the product to be freeze-dried being sprayed, dispersed or pulverised

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft Verfahren zur Herstellung eines lyophililisierten pharmazeutischen Materials, bei welchem das pharmazeutische Material zunächst mittels eines Lösungsmittels in eine flüssige Lösung überführt wird und nachfolgend die Lösung lyophilisiert wird, wobei DOLLAR A a) die Lösung in Tröpfenchenform in ein sich vertikal erstreckendes evakuiertes Einfrierrohr im oberen Bereich desselben injiziert wird, wobei das Lösungsmittel zumindest teilweise verdampft und die Tropfen zu Eispartikeln gefrieren, DOLLAR A b) die Eispartikel im evakuierten Einfrierrohr unter Einwirkung der Schwerkraft nach unten fallen und DOLLAR A c) im unteren Bereich des Einfrierrohres die Eispartikel gesammelt und an eine Trocknungseinrichtung zur Trocknung übergeben werden. DOLLAR A Es wird auch eine Vorrichtung zur Herstellung eines solchermaßen lyophilierten pharmazeutischen Materials angegeben.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines lyophilisierten pharmazeutischen Materials, bei welchem das pharmazeutische Material zunächst mittels eines Lösungsmittels in eine flüssige Lösung überführt wird und nachfolgend die Lösung lyophilisiert wird. Die Erfindung betrifft ferner auch eine derartige Vorrichtung zur Herstellung eines lyophilisierten pharmazeutischen Materials.
  • Die Gefriertrocknung oder Lyophilisation ist in der pharmazeutischen Industrie ein wichtiges Verfahren zur Stabilisierung von Stoffen und Zubereitungen, die in wässriger Lösung hydrolysiert oder auf andere Weise inaktiviert werden. In der Lebensmittelindustrie dient sie zur Haltbarmachung von wasserhaltigen Produkten, die ohne Kühlung längere Zeit gelagert werden sollen, z. B. Mahlzeiten für Raumflüge oder Expeditionen, sowie zur Herstellung hochwertiger wässriger Trockenextrakte.
  • Viele biotechnologisch hergestellte Stoffe, deren Bedeutung als Arzneimittel in Zukunft noch zunehmen wird, sind hydrolyseempfindlich. Deshalb ist zu erwarten, daß auch der Bedarf an Gefriertrocknungskapazität zunehmen wird.
  • Die Lyophilisation oder Gefriertrocknung ist beispielsweise aus der EP 0278039 A , EP 0343569 B und WO 97/20181 u.a. bekannt und wird zur schonenden Trocknung und Konservierung von empfindlichen Materialien, wie insbesondere bio logischen bzw. medizinischen oder allgemein pharmazeutischen Materialien, aber auch von Lebensmitteln, Aromastoffen oder dergleichen verwendet. Bei dieser als Sublimationstrocknung bezeichneten Technik wird das Material im Vakuum getrocknet, wobei flüssige Bestandteile, wie Wasser, ausgefroren und in gefrorenem Zustand verdampft werden. Bei typischen biologischen bzw. medizinischen Materialien ist neben der schonenden Behandlung ein weiteres Erfordernis die Sterilität während des Prozesses. Bei den bekannten Verfahren ist vor allem ein ineffizienter Wärmeübergang problematisch, Trocknungszyklen dauern typischerweise 30 bis 40 Stunden.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein wirtschaftliches Verfahren zum Lyophilisieren insbesondere kleinerer Materialmengen auch unter sterilen Bedingungen zu schaffen, bei dem sowohl die Trockenzeit gegenüber üblichen Verfahren verkürzt wird, wie auch der Energieaufwand klein gehalten werden kann.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß ein Verfahren gemäß den Merkmalen des Patentanspruches 1 vorgeschlagen.
  • Eine erfindungsgemäß ausgestaltete Vorrichtung ist Gegenstand des Patentanspruches 13.
  • Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens und der Vorrichtung sind Gegenstand der jeweiligen Unteransprüche.
  • Erfindungsgemäß wird zur Lyophilisierung des zunächst in eine flüssige Lösung überführten pharmazeutischen Materials vorgeschlagen, daß
    • a) die Lösung in Tröpfchenform in ein sich vertikal erstreckendes evakuiertes Einfrierrohr im oberen Bereich desselben injiziert wird, wobei das Lösungsmittel zumindest teilweise verdampft und die Tropfen zu Eispartikeln gefrieren,
    • b) die Eispartikel im evakuierten Einfrierrohr unter Einwirkung der Schwerkraft nach unten fallen und
    • c) im unteren Bereich des Einfrierrohres die Eispartikel gesammelt und an eine Trocknungseinrichtung zur Trocknung übergeben werden.
  • In der Trocknungseinrichtung werden die Eispartikel bevorzugt einem aufwärts gerichteten Gasstrom eines Trockengases ausgesetzt, in welchem sie schwebend gehalten werden und bei fortschreitender Trocknung im Gasstrom innerhalb der Trocknungseinrichtung aufsteigen und dann aus der Trocknungseinrichtung ausgetragen werden.
  • Weitere Einzelheiten des erfindungsgemäßen Verfahrens und der Vorrichtung werden nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles in der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 in schematisierter Darstellung den Aufbau einer nach dem erfindungsgemäßen Verfahren arbeitenden Vorrichtung,
  • 2 in schematisierter Darstellung einen an die Vorrichtung gemäß 1 anschließbaren Sprühkopf.
  • In der 1 sind die wesentlichen Bauteile einer Vorrichtung zur Herstellung eines lyophilisierten pharmazeutischen Materials in ihrem Zusammenwirken dargestellt.
  • Zentrales Bauteil ist ein sich in vertikaler Richtung erstreckendes und mittels einer nicht näher dargestellten Vakuumpumpe evakuierbares Einfrierrohr 2, an dessen oberen Ende eine Dosiervorrichtung 1 mit Injektor druckdicht angeschlossen ist, währenddessen das untere Ende des Einfrierrohres 2 mittels eines Schleusenventils 10 druckdicht absperrbar ist. Unterhalb des Schleusenventils 10 ist eine Schleusenkammer 11 vorgesehen, die mit einem weiter unterhalb angeordneten Trockenrohr 15 kommuniziert.
  • Zur Herstellung eines gefriergetrockneten, d. h. lyophilisierten Pulvers eines pharmazeutischen Materials wird zunächst in nicht dargestellter Weise das pharmazeutische Material mittels eines Lösungsmittels, beispielsweise destilliertem Wasser in eine wässrige Lösung überführt.
  • Diese Lösung wird in Form von Tröpfchen mit einheitlichem Volumen durch eine Düse der beispielsweise piezoelektrisch, elektromagnetisch oder mechanisch betriebenen Dosiervorrichtung 1 in das zuvor mittels der nicht dargestellten Vakuumpumpe evakuierte Einfrierrohr 2 injiziert, wo ein Teil des Lösungsmittels infolge des vorherrschenden hohen Vakuums schnell verdampft. Die Verdampfungswärme wird den injizierten Tropfen entzogen, wobei ihre Temperatur unter den Gefrierpunkt absinkt und aus jedem Tropfen ein idealerweise annähernd kugelförmiges Eispartikel entsteht, das von einer porösen Feststoffschicht umgeben ist.
  • Die Dosiervorrichtung 1 mit dem Injektor kann beispielsweise gemäß Darstellung in 2 ausgebildet sein, wobei das Grundgehäuse 30 von einem üblichen Reduzier-T-Stück gebildet wird, welches bei 31 mittels eines Blindflansches verschlossen ist. In einen Blindflansch 29 ist über einen Andruckring 28 und Gewindestangen 27 gehaltert ein Zuführdruckrohr 26 sowie ein z. B. aus PTFE gebildeter Düseneinsatz 25 eingesetzt und mittels einer PTFE-beschichteten Gummimembran 24 abgedichtet. Durch das Zuführdruckrohr 26, das vakuumdicht und überdruckfest mit den Blindflanschen 29 und 31 verbunden ist, wird die zu trocknende Lösung in kleinen Anteilen, die jeweils dem Volumen eines Tropfens entsprechen, impulsförmig von einer nicht dargestellten Pumpe, wie sie aus der Hochdruckflüssigkeitschromatographie bekannt ist, unter die Membran 24 gefördert und von dort durch die Düse 25 in das evakuierte Rohr 26 injiziert.
  • Daher ist die Dosiervorrichtung 1 dazu geeignet, die feinstdosierten Tröpfchen der zuvor hergestellten Lösung in das evakuierte Einfierrohr 2 zu injizieren, woraufhin die bereits beschriebenen Eispartikel innerhalb des Einfrierrohres 2 erzeugt werden.
  • Das beim Einfrieren des Tropfens verdampfte Lösungsmittel diffundiert durch ein oder mehrere Verbindungsrohre 8, 9 in ein Kondensatorrohr 3 und friert dort an einem vorzugsweise durch ein kryogenes Gas aus einem Vorratsbehälter 4 gekühlten zylindrischen Kondensator 7 aus, der schnell und mit minimalem Energieaufwand mechanisch enteist werden kann und nicht zeitraubend abgetaut werden muß. Der Kondensator kann, wie in der 1 dargestellt, fingerförmig ausgebildet sein, oder auch als Innenwand eines Hohlzylinders.
  • Zur Enteisung wird das Kondensatorrohr 3 in regelmäßigen Abständen belüftet. Falls hierbei das Vakuum im Einfrierrohr 2 erhalten bleiben soll, sind bei den Übergängen 8, 9 Ventile vorzusehen, die während der Enteisung des Kondensators 3 geschlossen werden. Fehlen diese Absperrventile, wie es in der 1 dargestellt ist, so wird auch das Einfrierrohr 2 während der Enteisung belüftet und muß nachfolgend erneut evakuiert werden. Zur Entfernung des Kondensats kann z. B. das Kondensatorrohr 3 an seinem unteren Ende geöffnet und das entstandene Eis mit Hilfe einer rotierenden, vorzugsweise spiralförmigen Vorrichtung abgeschabt werden, die in das Kondensatorrohr 3 eingeführt wird.
  • Die im Einfrierrohr 2 unter zumindest teilweiser Verdampfung des Lösungsmittels entstehenden Eispartikel fallen innerhalb des Vakuums im Einfrierrohr 2 unabhängig von ihrer Größe und Dichte unter Einwirkung der Schwerkraft gleich schnell vertikal nach unten in Richtung auf das Schleusenventil 10. Die Wärmemenge, die den injizierten Tröpfchen beim Einfrieren innerhalb des Einfrierrohres 2 entzogen wird, hängt von deren Masse ab und ist damit ungefähr der dritten Potenz des Partikelradius proportional, während die Verdampfungsgeschwindigkeit bei gegebenen Restgasdruck im Einfrierrohr 2 der Tröpfchenoberfläche und damit etwa der zweiten Potenz des Tröpfchenradius proportional ist. Je größer daher der Durchmesser der Tröpfchen ist, desto länger muß das Einfrierrohr 2 ausgebildet sein, wenn die Lösung an dessen unterem Ende, d. h. angrenzend an das Schleusenventil 10 vollständig durchgefroren sein soll, was den Idealzustand darstellt.
  • Die solchermaßen gebildeten kugelförmigen Eispartikel fallen aus dem Einfrierrohr 2 der Schwerkraft folgend durch das geöffnete obere Schleusenventil 10 in die Schleusenkammer 11, welche unterseitig mittels des unteren Schleusenventils 13 abgesperrt ist und werden demzufolge innerhalb der Schleusenkammer 11 angesammelt.
  • In gewissen Zeitintervallen wird der Betrieb der Dosiervorrichtung 1 und damit das Injizieren der Tröpfchen in das Einfrierrohr 2 unterbrochen und das obere Schleusenventil 10 geschlossen. Danach wird die Schleusenkammer 11 über das mittels Dreiwegehahn 12 verschließbare und öffenbare Belüftungsrohr nach Öffnung des Dreiwegehahnes 12 belüftet und das untere Schleusenventil 13 geöffnet. Nunmehr fallen die zuvor in der Schleusenkammer 11 angesammelten gefrorenen Eispartikel aus der Schleusenkammer 11 über das geöffnete untere Schleusenventil 13 in das Trockenrohr 15, wobei die Vollständigkeit der Überführung bei adhäsiven Trockengütern gegebenenfalls durch einen Druckstoß bei der Belüftung verbessert werden kann. Danach wird das untere Schleusenventil 13 wieder geschlossen, der Dreiwegehahn 12 wird auf die Vakuumleitung umgestellt. Nachfolgend wird die Schleusenkammer 11 evakuiert und das obere Schleusenventil 10 wieder geöffnet, so daß der Injektionsvorgang in das Einfrierrohr 2 und das Ansammeln der sich dann bildenden gefrorenen Eispartikel innerhalb der Schleusenkammer 11 von neuem beginnen kann.
  • Im Trockenrohr 15 wird mittels eines Lüfters 23 ein über den Anschlußstutzen 21, das Trockenrohr 15, den Anschlußstutzen 14, das Abluftrohr 22 sowie den Kondensator 19 in einem Kreislauf geführter Gasstrom eines Trockengases erzeugt, dessen Strömungsrichtung innerhalb des Trockenrohres 15 aufwärts, d. h. in Richtung des Schleusenventils 13 gerichtet ist. Das Trockengas kann beispielsweise Luft oder auch ein geeignetes Inertgas sein.
  • Die in das Trockenrohr 15 überführten gefrorenen Eispartikel werden im Trockenrohr 15 unter Einwirkung des Gasstromes, vorzugsweise bei einem Gasdruck, der etwas höher liegt als der Atmosphärendruck, in der aufsteigenden turbulenzarmen Strömung innerhalb des Trockenrohres 15 getrocknet. Dabei wird die Temperatur des Trockengases so geregelt, daß sie unter der Schmelz- bzw. Glasübergangstemperatur der gefrorenen Lösung bleibt. Optional kann das gefrorene Lösungsmittel in den Eispartikeln auch durch elektromagnetische Strahlung erwärmt werden, wobei eine besonders energieeffiziente Trocknung erreicht wird, wenn die Wellenlänge der Strahlung mit Maxima des Absorptionsspektrums der gefrorenen Form des Lösungsmittels übereinstimmt.
  • Das Trockenrohr 15 ist in Strömungsrichtung des Gasstromes, d. h. in der Darstellung gemäß 1 vom Anschlußstutzen 21 in Richtung auf den Anschlußstutzen 14 aufwärts gerichtet annähernd konisch ausgebildet, wobei sich in dieser Strömungsrichtung gemäß Pfeil P der Innendurchmesser des Trockenrohres 15 erweitert. Aufgrund dieser Erweiterung nimmt die lineare Strömungsgeschwindigkeit des Trockengases im Trockenrohr 15 von unten nach oben ab. Die zunächst noch gefrorenen Eispartikel nehmen innerhalb des Trockenrohres 15 infolge der aufwärts gerichteten Gasströmung eine Lage ein, die durch das Kräftegleichgewicht zwischen der abwärts gerichteten Gravitation und der Reibung im aufwärts gerichteten Gasstrom bestimmt wird. Demzufolge werden die zunächst noch gefrorenen Eispartikel schwebend vom Gasstrom innerhalb des Trockenrohres 15 in dessen unteren Bereich gehalten.
  • Im Verlauf der nun fortschreitenden Trocknung der Eispartikel unter Verdampfung des noch vorhandenen und gefrorenen Lösungsmittels bleibt der Radius der Partikel annähernd konstant, während jedoch mit fortschreitender Trocknung ihre Dichte abnimmt, wenn das gefrorene Lösungsmittel verdampft. Durch diese Abnahme der Dichte bei nahezu konstantem Radius der Partikel wandern die allmählich abtrocknenden Partikel entsprechend dem Gleichgewicht von Gravitations- und Reibungskräften im Verlauf der Trocknung innerhalb des Trockenrohres 15 nach oben. Diese Lageveränderung kann als Indikator für den Verlauf der innerhalb des Trockenrohres 15 stattfindenden Primärtrocknung dienen.
  • Eine Sekundärtrocknung kann entweder bei erhöhter Temperatur im gleichen Trockenrohr 15 erfolgen oder aber in einer nachgeschalteten Sekundärtrockenkammer, die in der Darstellung gemäß 1 nicht dargestellt ist. In diesem Falle einer separaten Sekundärtrockenkammer können die primärgetrockneten Partikel durch einen in das Abluftrohr 22 eingebauten Feststoffabscheider ständig aus dem Gasstrom entfernt werden.
  • Alternativ kann in regelmäßigen Abständen ein Produktauslaß am unteren Ende des Anschlußstutzens 21 geöffnet und die Strömungsrichtung des Trockengases vorübergehend umgekehrt werden, um die getrockneten Partikel aus dem Trockenrohr 15 auszutragen.
  • Auch bei der im Trockenrohr 15 stattfindenden Trocknung wird das verdampfte und vom Trockengas transportierte Lösungsmittel durch die bereits beschriebene Kreislaufführung des Trockengases an einem zylindrischen Kondensator 20 ausgefroren, der sich im isolierten Kondensatorrohr 19 befindet und wie auch der Kondensator 7 aus einem Vorratsbehälter 16 z. B. mittels eines kryogenen Gases gekühlt wird.
  • Auch der Kondensator 20 im isolierten Kondensatorrohr 19 kann wie auch der Kondensator 7 im Kondensatorrohr 3 in regelmäßigen Abständen mechanisch enteist werden.
  • Der Trocknungsgrad der Partikel kann kontinuierlich verfolgt werden, und zwar durch Messung der Temperaturdifferenz zwischen dem Gaseintritt und -austritt am Trockenrohr 15 oder mit Hilfe der Absorption elektromagnetischer Strahlung in der Abluft, z. B. im Abluftrohr 22 bei Wellenlängen, die für Wasserdampf charakteristisch sind oder auch durch berührungslose Messung der Oberflächentemperatur der suspendierten Partikel mit Hilfe eines Infrarotsensors (Pyrometer). Auch Kombinationen der vorangehend erläuterten Meßverfahren sind möglich.
  • Da in der vorangehend beschriebenen Weise Anteile des vorgefrorenen Trockengutes in kurzen Zeitabständen aus dem Einfrierrohr 2 in das Trockenrohr 15 überführt und die Kondensatoren 7, 20 in jeweils kurzen Betriebspausen mechanisch enteist werden, wird eine quasi-kontinuierliche Produktion bei hoher Energieeffizienz möglich.
  • Der Trocknungsgrad kann laufend verfolgt und die Energiezufuhr dem Bedarf angepaßt werden, wodurch der Restfeuchtegehalt innerhalb enger Toleranzen auf den optimalen Wert eingestellt werden kann.
  • Es versteht sich, daß die gesamte Vorrichtung bei Bedarf entsprechend der Produktanforderung sterilisiert werden kann, wobei auch eine erneute Sterilisation durch die leichte Zugänglichkeit aller Teile ohne Ausbau derselben durchgeführt werden kann.

Claims (20)

  1. Verfahren zur Herstellung eines lyophilisierten pharmazeutischen Materials, bei welchem das pharmazeutische Material zunächst mittels eines Lösungsmittels in eine flüssige Lösung überführt wird und nachfolgend die Lösung lyophilisiert wird, dadurch gekennzeichnet, daß a) die Lösung in Tröpfchenform in ein sich vertikal erstreckendes evakuiertes Einfrierrohr im oberen Bereich desselben injiziert wird, wobei das Lösungsmittel zumindest teilweise verdampft und die Tropfen zu Eispartikeln gefrieren, b) die Eispartikel im evakuierten Einfrierrohr unter Einwirkung der Schwerkraft nach unten fallen und c) im unteren Bereich des Einfrierrohres die Eispartikel gesammelt und an eine Trocknungseinrichtung zur Trocknung übergeben werden.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Trocknungseinrichtung die Eispartikel einem aufwärts gerichteten Gasstrom eines Trockengases ausgesetzt werden, in welchem sie schwebend gehalten werden und bei fortschreitender Trocknung im Gasstrom innerhalb der Trocknungseinrichtung aufsteigen und aus der Trocknungseinrichtung ausgetragen werden.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das im Einfrierrohr und/oder der Trocknungseinrichtung verdampfte Lösungsmittel aus diesem abgeführt und an gekühlten Oberflächen eines Kondensators kondensiert wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberflächen des Kondensators mittels kryogener Gase gekühlt werden.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die gekühlten Oberflächen des Kondensators in vorbestimmten Zeitabständen mechanisch enteist werden.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge des Einfrierrohres so bemessen ist, daß am unteren Ende desselben vollständig durchgefrorene Eispartikel erhalten werden.
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß im Einfrierrohr annähernd kugelförmige Eispartikel mit einer umgebenden porösen Feststoffschicht erzeugt werden.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb der Trocknungseinrichtung ein über Atmosphärendruck liegender Druck erzeugt wird.
  9. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß in der Trocknungseinrichtung eine turbulenzarme Gasströmung erzeugt wird, deren Strömungsgeschwindigkeit von unten nach oben abnimmt.
  10. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur des Trockengases auf eine unterhalb der Schmelz- bzw. Glasübergangstemperatur der gefrorenen Lösung liegende Temperatur eingeregelt wird.
  11. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Trocknungseinrichtung befindlichen Eispartikel mittels elektromagnetischer Strahlung erwärmt werden.
  12. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß in der Trocknungseinrichtung die Lage der Eispartikel im Gasstrom und/oder die von den Partikeln ausgehende Infrarotstrahlung und/oder die Temperaturdifferenz des Gasstromes in der Trocknungseinrichtung und/oder der Feuchtegehalt des Gasstromes als Maß für den Trocknungsgrad gemessen werden.
  13. Vorrichtung zur Herstellung eines lyophilisierten pharmazeutischen Materials, umfassend ein sich in vertikaler Richtung erstreckendes und evakuierbares Einfrierrohr (2), an dessen oberem Ende eine Injektionsvorrichtung zum dosierten Injizieren einer aus dem pharmazeutischen Material und einem Lösungsmittel gebildeten flüssigen Lösung in Tröpfchenform in das Einfrierrohr (2) vorgesehen ist und dessen unteres Ende mittels eines Schleusenventils (10) verschließbar ist, wobei die in das Einfrierrohr injizierbaren Tröpfchen zu Eispartikeln einfrierbar sind, und ein unterhalb des Schleusenventils (10) vorgesehenes und mit dem Einfrierrohr (2) verbundenes Trockenrohr (15), innerhalb dessen ein vertikal nach oben gerichteter Gasstrom eines Trockengases erzeugbar ist, um die Eispartikel zu trocknen.
  14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Einfrierrohr (2) mit einem Kondensator (7) kommuniziert, dessen Oberflächen kühlbar sind, dergestalt, daß im Einfrierrohr (2) verdampftes Lösungsmittel an den Oberflächen des Kondensators (7) kondensierbar ist.
  15. Vorrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Trockenrohr (15) mit einem Kondensator (20) kommuniziert, dessen Oberflächen kühlbar sind und mit dem Gasstrom aus dem Trockenrohr (15) beaufschlagbar sind, dergestalt, daß im Gasstrom enthaltenes verdampftes Lösungsmittel an den Oberflächen des Kondensators (20) kondensierbar ist.
  16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Einfrierrohr (2) und Trockenrohr (15) eine Schleusenkammer (11) vorgesehen ist, die zum Einfrierrohr (2) hin mittels des Schleusenventils (10) absperrbar ist und zum Trockenrohr (15) hin mittels eines Schleusenventils (13) absperrbar ist.
  17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Schleusenkammer (11) über eine verschließbare Leitung belüftbar ist.
  18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Trockenrohr (15) mit einem Feststoffabscheider zum Austragen der getrockneten Partikel ausgerüstet ist.
  19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Trockenrohr (15) konisch mit sich in Strömungsrichtung des Gasstromes vergrößerndem Innendurchmesser ausgebildet ist.
  20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß dem Trockenrohr nachgeordnet eine Sekundärtrockenkammer zum Nachtrocknen der aus dem Trockenrohr (15) ausgetragenen Partikel vorgesehen ist.
DE200410005660 2004-02-04 2004-02-04 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines lyophilisierten pharmazeutischen Materials Withdrawn DE102004005660A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200410005660 DE102004005660A1 (de) 2004-02-04 2004-02-04 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines lyophilisierten pharmazeutischen Materials

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200410005660 DE102004005660A1 (de) 2004-02-04 2004-02-04 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines lyophilisierten pharmazeutischen Materials

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE102004005660A1 true DE102004005660A1 (de) 2005-08-25

Family

ID=34801608

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE200410005660 Withdrawn DE102004005660A1 (de) 2004-02-04 2004-02-04 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines lyophilisierten pharmazeutischen Materials

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE102004005660A1 (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2101131A1 (de) * 2007-12-31 2009-09-16 Terruzzi Fercalx S.p.A. Gefriertrocknungsverfahren sowie System dafür
DE102008017461A1 (de) 2008-04-03 2009-10-08 Süverkrüp, Richard, Prof. Dr. Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung eines pulverförmigen lyophilisierten Materials, bestehend aus annähernd gleich großen kugelförmigen Teilchen
WO2013050162A1 (en) * 2011-10-05 2013-04-11 Sanofi Pasteur Sa Process line for the production of freeze-dried particles
WO2021247265A1 (en) * 2020-06-01 2021-12-09 Ima Life North America Inc. Freeze drying with combined freezing chamber and condenser

Cited By (10)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2101131A1 (de) * 2007-12-31 2009-09-16 Terruzzi Fercalx S.p.A. Gefriertrocknungsverfahren sowie System dafür
DE102008017461A1 (de) 2008-04-03 2009-10-08 Süverkrüp, Richard, Prof. Dr. Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung eines pulverförmigen lyophilisierten Materials, bestehend aus annähernd gleich großen kugelförmigen Teilchen
DE102008017461B4 (de) * 2008-04-03 2010-04-15 Süverkrüp, Richard, Prof. Dr. Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung eines pulverförmigen lyophilisierten Materials, bestehend aus annähernd gleich großen kugelförmigen Teilchen
WO2013050162A1 (en) * 2011-10-05 2013-04-11 Sanofi Pasteur Sa Process line for the production of freeze-dried particles
CN103917842A (zh) * 2011-10-05 2014-07-09 赛诺菲巴斯德有限公司 用于生产冷冻干燥颗粒的处理线
AU2012320854B2 (en) * 2011-10-05 2015-02-19 Sanofi Pasteur Sa Process line for the production of freeze-dried particles
EA027602B1 (ru) * 2011-10-05 2017-08-31 Санофи Пастер Са Технологическая линия для производства лиофилизированных частиц
US9920989B2 (en) 2011-10-05 2018-03-20 Sanofi Pasteur Sa Process line for the production of freeze-dried particles
US10006706B2 (en) 2011-10-05 2018-06-26 Sanofi Pasteur Sa Process line for the production of freeze-dried particles
WO2021247265A1 (en) * 2020-06-01 2021-12-09 Ima Life North America Inc. Freeze drying with combined freezing chamber and condenser

Similar Documents

Publication Publication Date Title
KR102575015B1 (ko) 제품 내에 핵생성을 도입하기 위한 동결 건조기 및 방법
DE2914181C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen temperaturempfindlicher Güter der Pharma- und Nahrungsmittelindustrie
DE69419974T2 (de) Sprühtrocknungssystem
EP3491312B1 (de) Kontakttrockner
EP1502063A1 (de) Gefriertrockenvorrichtung
CN212504780U (zh) 天然芳香植物多元萃取罐
DE102008017461B4 (de) Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung eines pulverförmigen lyophilisierten Materials, bestehend aus annähernd gleich großen kugelförmigen Teilchen
EP1618798B1 (de) Mikrowellen-unterstützte Extraktion von flüchtigen Naturstoffen
DE102004005660A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines lyophilisierten pharmazeutischen Materials
DE102009057411B4 (de) Verfahren und Vorrichtungen zur Trocknung und Gefriertrocknung von stückigem, pulverförmigem oder granulatförmigem Gut
DE19654134C2 (de) Verfahren und Einrichtung zum Gefriertrocknen
WO2012016807A1 (de) Apparat zur trocknung mittels eines heissen gases
EP2140217B1 (de) Verfahren zum trocknen eines nassmaterials
EP2305372A2 (de) Vorrichtung und Verfahren zum Pelletieren oder Granulieren eines flüssigen oder pastösen Stoffes
DE3916479C1 (en) Drying biological and pharmaceutical prods. etc. - includes drying prods. on a porous floor in an evacuable tank using overhead microwave heater
EP1830145A2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen oder Konzentrieren von Stoffen
CN204739850U (zh) 一种连续式真空喷雾冷冻干燥设备
WO2016110521A1 (de) Vorrichtung und verfahren zur kontinuierlichen sublimationstrocknung gefrorener tropfen und mikrotropfen in einem geschlossenen gaskreislauf
DE102012109406A1 (de) Verfahren und Anlage zur kontinuierlichen Produktion von pharmazeutischen Lyophilisaten
KR100801562B1 (ko) 복합 가열형 분무식 동결건조기
WO2004029529A1 (de) Verfahren zum herstellen einer zubereitung eines pharmazeutischen materials als lyophilisat und anlage hierfür
DE19702674A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Abkühlung von Produkten, die flüchtige Komponenten, insbesondere Wasser enthalten, durch beschleunigte Abkühlung mittels Vakuum
DE10219813B4 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen und Sterilisieren von Lebensmitteln
DE10310632A1 (de) Verfahren zum Herstellen eines lyophilisierten pharmazeutischen Materials und Anlage hierfür
RU2353351C1 (ru) Способ выделения из жидкой среды термочувствительных лекарственных препаратов и установка для его осуществления

Legal Events

Date Code Title Description
8139 Disposal/non-payment of the annual fee