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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Airbag-Modul mit einem Airbag,
mit einem Gasgenerator zur Erzeugung von Gas, das im Falle des Auslösens des
Airbag-Moduls in
den Airbag eingeleitet wird, mit einem Diffusor zur Einleitung des
Gases in den Airbag sowie mit einem Deflektor zum Schutz des Airbags
vor in diesen einströmenden
Gasen.
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Airbag-Module
werden seit vielen Jahren in großen Stückzahlen in Kraftfahrzeugen
eingebaut. Sie dienen dem Schutz der Insassen (z.B. der Beifahrer),
indem im Falle eines Aufpralls der Airbag aufgeblasen und auf diese
Weise der Aufprall der Insassen auf Fahrzeugteile weitgehend verhindert
wird.
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Aufgrund
der steigenden Anforderungen an den aufblasenden Airbag hinsichtlich
der Interaktion mit dem Insassen und auch mit der Windschutzscheibe
wird zunehmend über
bessere Designkonzepte, Einbaupositionen und ein verbessertes Aufblasverhalten
nachgedacht. Die Einbaulage eines Airbag-Moduls in dem Instrumententräger richtet
sich somit nach verschiedensten Anforderungen. Je flexibler ein
Airbag-Modul in seinen äußeren Abmessungen,
seinem Gewicht und seinem Platzbedarf ist und je geringer der Montageaufwand
des Airbag-Moduls ist, desto größer wird
dessen Akzeptanz.
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Bei
den meisten derzeit bekannten Airbag-Modulen befindet sich unter
anderem der Gasgenerator und der Airbag innerhalb des Modulgehäuses. Die
elektrischen Anzünder
sind von den Seiten frei zugänglich.
An diesen Stellen ist dabei die Vermeidung von Gasverlusten während des
Aufblasens des Airbags sehr wichtig. Dies führt im allgemeinen zu sehr
aufwändigen
und komplexen Befestigungen des Gasgenerators und des Airbags an
den Modulgehäusen.
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Vorbekannte
Airbag-Module weisen neben einem Gasgenerator, einem Diffusor und
dem Airbag einen Deflektor auf, der die Aufgabe hat, die heißen in den
Airbag einströmenden
Gase von dem Airbag-Gewebe fernzuhalten, um Beschädigungen
des Gewebes durch heiße
Gase zu vermeiden. Beschädigungen
des Airbag-Gewebes
hätten
gravierende Folgen, da diese das gewünschte Aufblasverhalten des
Airbags und somit die Insassensicherheit beeinträchtigen können. Neben der Aufgabe des
Schutzes des Airbag-Gewebes kommt Deflektoren darüber hinaus
eine Gasleitfunktion zur definierten Entfaltung des Airbags zu.
Ferner können
Deflektoren dazu dienen, Bagkräfte
in das Modulgehäuse
einzuleiten. Eine weitere wesentliche Aufgabe der Deflektoren ist es,
die Befestigung des Airbags im Modulgehäuse zu gewährleisten.
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Beispielsweise
wird in der U.S. 5,836,608 vorgeschlagen, den Randbereich des Airbags
zwischen dem Deflektor und dem Modulgehäuse zu fixieren und durch eine
Schraubverbindung eine weitgehend gasdichte Verbindung herzustellen.
Mittels der Schraubverbindung wird der kragenförmige Randbereich des Airbags
zwischen dem Deflektor und dem Modulgehäuse fixiert. Bei dem aus der
U.S. 5,836,608 bekannten Airbag-Modul wird die Schraubverbindung
ferner genutzt, um das Gasgeneratorgehäuse an dem Gehäuse des
Airbag-Moduls zu fixieren. Die Schraubverbindung stellt somit eine Verbindung
von Modulgehäuse
mit dem Airbag und dem Deflektor sowie eine Verbindung von Modulgehäuse und
Gasgeneratorgehäuse her.
Eine derartige Verbindung ist jedoch aufgrund der Vielzahl der miteinander
zu verbindenden Teile verhältnismäßig aufwändig und
umständlich.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Airbag-Modul
dahingehend weiterzubilden, dass dieses einfach aufgebaut ist und
auf einfache Weise montiert werden kann.
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Diese
Aufgabe wird durch ein Airbag-Modul mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
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Erfindungsgemäß ist vorgesehen,
dass der Deflektor und der Diffusor einteilig ausgeführt sind. Der
Deflektor ist fest mit dem Diffusor verbunden. Der beispielsweise
als Gasleitrohr ausgeführte
Diffusor ist mit dem Deflektor zu einer Funktionseinheit verbunden
und kann unabhängig
von dem Gasgenerator hergestellt werden. Bei der Montage wird diese Funktionseinheit
in das Modulgehäuse
des Airbag-Moduls eingesetzt und anschließend mit dem Gasgenerator verbunden.
Gleichzeitig mit der Befestigung der Funktionseinheit aus Diffusor
und Deflektor mit dem Gasgenerator kann die Befestigung des Airbags
zwischen dem mit dem Diffusor verbundenen Deflektor und dem Modulgehäuse erfolgen.
Damit können
zusätzliche
Anbindungselemente für
die Verbindung von Airbag und Modulgehäuse entfallen, und die Montage
ist einfach zu bewerkstelligen.
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Der
Diffusor sowie der Deflektor können
in einem Arbeitsschritt hergestellt sein oder auch getrennt hergestellt
und anschließend
vor der Verwendung in dem erfindungsgemäßen Airbag-Modul miteinander
zu einer Einheit verbunden werden.
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Hinsichtlich
der Verbindung des Diffusors mit dem Gasgenerator sind verschiedene
Techniken vorstellbar. Im einfachsten Fall besitzt der beispielsweise
als Gasleitrohr ausgeführte
Diffusor an einem Ende ein Innengewinde zur Aufnahme einer Zylinderschraube.
Vorstellbar ist aber auch eine Bördelung, Klebung,
Verschraubung oder Schweißung.
Eine Verbesserung der Abdichtung an dem oder den Gasgene ratordurchbrüchen kann
durch eine definierte Formgebung des Diffusors oder auch durch zusätzliche
Anlagescheiben erreicht werden.
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Der
Gasgenerator kann ein Gehäuse
aufweisen, das wenigstens eine Öffnung
zur Aufnahme des Diffusors aufweist, wobei der Diffusor Einströmöffnungen,
die sich in dem Gehäuse
des Gasgenerators befinden, und Ausströmöffnungen aufweist, die sich innerhalb
des Airbags befinden. Der Diffusor verbindet den Innenraum des Gasgenerators
mit dem Innenraum des aufzublasenden Airbags. Auf diese Weise lässt sich
eine zentrale Gasabströmung
in den Airbag erzielen. Der Diffusor übernimmt außerhalb des Gasgenerators eine
Gasleitfunktion und stellt somit sicher, dass die Gase in der gewünschten
Weise in den Airbag eingeleitet werden.
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Bei
dem Diffusor kann es sich um ein vorzugsweise zylindrisches Gasleitrohr
handeln. Dabei können
die Einströmöffnungen
und/oder die Ausströmöffnungen
des Gasleitrohres radial oder axial angeordnet sein. Auch eine Kombination
axialer und radialer Ein- bzw. Abströmöffnungen ist realisierbar.
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Grundsätzlich sind
auch andere Anordnungen des Diffusors und der Ein- und Abströmöffnungen
denkbar. Die Öffnungen
des Diffusors haben einerseits die Funktion, ein definiertes Einströmen der heißen Generatorgase
in den Diffusor bzw. das Gasleitrohr zu gewährleisten, und andererseits
die Aufgabe, ein definiertes Abströmen der Gase aus dem Diffusor
in den Airbag sicherzustellen. Die Öffnungen im Diffusor können radial
oder auch axial angeordnet sein. Auch die genannte Kombination von
radial und axial orientierten Öffnungen
ist möglich.
Die Anzahl, der Durchmesser, die Form und Orientierung richten sich
nach den Erfordernissen der Airbag-Schutzfunktion.
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Der
Diffusor ermöglicht
eine von der Gaserzeugung beabstandete Abströmung in einen Airbag.
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Der
Diffusor bzw. das Gasleitrohr kann Filter- und/oder Kühlelemente
aufweisen, die das heiße Gas
vor dem Austritt in den Airbag kühlen
bzw. weitgehend von fes ten Partikeln befreien. Denkbar ist ebenfalls
eine Lösung,
bei die Filter- und/oder Kühlelemente
nicht innerhalb des Diffusors angeordnet sind, sondern diesem vorgeschaltet
sind.
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In
weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass sich der
Deflektor in einem Bereich von dem Diffusor erstreckt, der zwischen
dem Gasgenerator und den Ausströmöffnungen
des Diffusors liegt. Der Randbereich des Airbags kann zwischen dem
Deflektor und dem Modulgehäuse
fixiert werden. Auf der von dem Airbag abgewandten Seite des Gehäuses befindet
sich der Gasgenerator, der in geeigneter Weise mit dem Diffusor
verbunden wird. Der Gasgenerator kann sich somit außerhalb
des Gehäuses
befinden, in dem der Airbag angeordnet ist, wodurch eine besonders
flexible Gestaltung des Modulgehäuses
hinsichtlich Größe und Form
ermöglicht wird.
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Der
Gasgenerator kann in weiterer Ausgestaltung der Erfindung ein langgestrecktes
Gehäuse aufweisen,
wobei der Diffusor derart angeordnet ist, dass sich dessen Längsachse
im wesentlichen senkrecht zur Längsachse
des Generatorgehäuses
erstreckt (submarine Generatoranbindung). Der beispielsweise als
Gasleitrohr ausgeführte
Diffusor erstreckt sich somit senkrecht vom Gasgeneratorgehäuse und
durchdringt dieses an einer oder auch an zwei Seiten des Generatorgehäuses. Der
Diffusor bzw. das Gasleitrohr kann nachträglich in eine Abströmöffnung des
Gasgenerators eingebracht werden.
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Ein
schubneutraler Gasgenerator kann somit durch Verwendung eines zusätzlichen
durch die Querachse geführten
Gasleitrohres bei der Montage in einen einseitig oder zwei- oder
mehrseitig abströmenden
Gasgenerator mit definierter Abströmcharakteristik umgewandelt
werden.
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Der
Gasgenerator ist in weiterer Ausgestaltung der Erfindung als zylindrisches,
an beiden Enden verschlossenes Rohrstück ausgeführt. Ein Vorteil der Erfindung
ist es, dass ein herkömmlicher
Gasgenerator mit radialer Abströmung
eingesetzt werden kann, der auch für andere Anwendungen einsetzbar ist.
Somit ist ein Gasgene rator für
unterschiedliche Airbag-Konzepte verwendbar. Der zylindrische Gasgenerator
kann vor seiner Montage mit zwei radialen, sich gegenüberliegenden
Ausströmbohrungen
versehen sein. Diese Anordnung bringt den Vorteil mit sich, dass
sich der Gasgenerator im Falle einer ungewollten Auslösung schubneutral
verhält
und somit mit eine günstige
Transporteinstufung erhält.
Im späteren
Verlauf der Modulmontage erhält
der Gasgenerator dann seine gewünschte
einseitige Abströmung (submarine
Konzept) durch Einbringen des vorteilhaft als Gasleitrohr ausgeführten Diffusors.
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Die
radialen symmetrischen Abströmöffnungen
des Gasgenerators können
zusätzlich
zum Gasleitrohr beispielsweise durch weitere Bauteile, wie z.B.
Bleche verschlossen werden.
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Weiterhin
kann vorgesehen sein, dass der Gasgenerator wenigstens ein Mittel
zur Gaserzeugung sowie eine pyrotechnische Einheit und/oder komprimiertes
Gas und eine pyrotechnische Einheit aufweist. Der vorliegend verwendete
Begriff „Erzeugung
von Gas" schließt sowohl
Fälle ein,
in denen Gas durch einen chemischen Vorgang entsteht, als auch die
Fälle,
in denen komprimiertes Gas in den Airbag eingeführt wird.
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In
weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass ein Endbereich
des Diffusors in den Airbag hineinragt und dass dieser Endbereich eine
oder bevorzugt eine Vielzahl von Ausströmöffnungen aufweist. Der Deflektor
erstreckt sich kragenförmig
um die Ausströmöffnungen
des Diffusors derart, dass der auskragende Bereich den Ausströmöffnungen
benachbart angeordnet ist, um die heißen ausströmenden Gase wenigstens teilweise
von dem Airbag abzulenken. Eine weitere Funktion des Deflektors
kann darin bestehen, eine definierte Gaseinströmung in den Airbag zu gewährleisten,
um das gewünschte
Aufblasverhalten des Airbags sicherzustellen.
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Weiterhin
können
Befestigungsmittel vorgesehen sein, die den Gasgenerator fixieren.
Diese sind beispielsweise an dem Deflektor angeordnet.
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Dabei
kann vorgesehen sein, dass das Airbag-Modul ein Gehäuse umfasst
und dass die Befestigungsmittel Schrauben oder Bolzen umfassen,
die das Gehäuse
durchdringen und mit dem Deflektor in Verbindung stehen. An diesen
Schrauben oder Bolzen können
Kabel, Bänder,
Schellen und dergleichen befestigt sein, die sich um den Gasgenerator
erstrecken und diesen fest einspannen. Die Kabel, Bänder, Schellen
und dergleichen können
sich in Umfangsrichtung um das Gasgeneratorgehäuse erstrecken und dieses am
Modulgehäuse
fixieren. Dabei kann gleichzeitig bewirkt werden, dass der Randbereich des
Airbags zwischen dem Deflektor und der Innenseite des Modulgehäuses festgeklemmt
wird.
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Dabei
erweist es sich als vorteilhaft, wenn sich die Schrauben oder Bolzen
auf zwei Seiten, d.h. rechts und links der Längsachse des Gasgenerators erstrecken.
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Eine
weitere, einfache Befestigungsmöglichkeit
ergibt sich dadurch, dass eine Schraube oder eine Mutter vorgesehen
ist, die zum Zwecke der Befestigung des Gasgenerators in oder auf
den von dem Airbag abgewandten Endbereich des Diffusors geschraubt
wird. In diesem Fall weist der Endbereich des Diffusors ein Innengewinde
oder ein Außengewinde
auf, in das oder auf das eine Schraube oder eine Mutter geschraubt
wird. Dadurch wird der Gasgenerator am Diffusor befestigt und der
Randbereich des Airbags zwischen dem Deflektor und dem Modulgehäuse eingepresst.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ferner ein Airbag-Modul mit den Merkmalen
des Anspruchs 2. Das Airbag-Modul umfasst ein Modulgehäuse, in dem
ein Airbag angeordnet ist, einen Gasgenerator zur Erzeugung von
Gas, das im Falle eines Auslösens
des Airbag-Moduls in den Airbag eingeleitet wird, einen Diffusor
zur Einleitung des Gases in den Airbag sowie einen Deflektor zum
Schutz des Airbags vor in diesem einströmenden Gasen. Erfindungsgemäß ist vorgesehen,
dass der Gasgenerator außerhalb
des Gehäuses
angeordnet ist und dass sich der Diffusor von dem Gasgenerator bis
in einen Bereich innerhalb des in dem Gehäuse aufgenommenen Airbags erstreckt.
Eine derartige Anordnung ermöglicht
es, einen herkömmlichen, üblicherweise zylindrischen
Gasgenerator mit herkömmlichen,
radialen Abströmöffnungen
zu verwenden, wie er für
andere Anwendungen weiterhin eingesetzt werden kann. Ein Gasgenerator
ist somit für
unterschiedliche Airbag-Konzepte
einsetzbar. Eine einseitige, zentrale Gasabströmung wird in vorteilhafter
Weiterbildung der Erfindung erst bei der Montage realisiert, was
den Vorteil mit sich bringt, dass der Gasgenerator bis zur Montage
schubneutral ausgeführt
werden kann und somit einer günstigen
Transportstufe unterliegt.
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Ein
weiterer Vorteil dieser Ausführungsform der
Erfindung besteht darin, dass Gasgenerator und Airbag örtlich voneinander
getrennt werden können. Die
Abmessungen des Modulgehäuses
können
reduziert werden, da im wesentlichen nur das Volumen des Airbags
untergebracht werden muss. Abgesehen davon ist das Modulgehäuse flexibel
gestaltbar, da die Abmessungen des Gasgenerators für die Dimensionierung
des Modulgehäuses
eine nur untergeordnete Rolle spielen.
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Die
erfindungsgemäße Lösung ermöglicht nicht
nur eine einseitige beabstandete zentrale Abströmung des Gases, sondern ebenfalls
die Realisierung von Systemen mit zwei (oder mehr) symmetrischen
oder asymmetrischen Abgängen.
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Vorteilhafte
Ausgestaltungen dieser Ausführungsform
der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
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Weitere
Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand eines in den
Zeichnungen näher
dargestellten Ausführungsbeispiel
näher erläutert:
Es
zeigen:
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1 eine
Längsschnittdarstellung
des erfindungsgemäßen Airbag-Moduls,
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2 eine
Querschnittdarstellung des Airbag-Moduls gemäß 1,
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3 unterschiedliche
Ansichten des erfindungsgemäßen Airbag-Moduls,
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4 eine
Längsschnittdarstellung
des erfindungsgemäßen Airbag-Moduls
in einer weiteren Ausführungsform.
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Aus 1 ist
eine Längsschnittdarstellung des
erfindungsgemäßen Airbag-Moduls
in einer ersten Ausführungsform
ersichtlich. Das Airbag-Modul umfasst ein Modulgehäuse 10 mit
dem darin aufgenommen Airbag 20 sowie eine aus Diffusor
und Deflektor 40 bestehende Einheit. Der Diffusor ist als Gasleitrohr 30 ausgeführt. Gemäß 1 unterhalb und
somit außerhalb
des Modulgehäuses 10 befindet sich
der Gasgenerator 60.
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Das
Gasleitrohr 30 weist einen unteren Bereich auf, der sich
im Innenraum des Gasgenerators 60 befindet. In diesem Bereich
sind in der Mantelfläche
des Gasleitrohres 30 in Umfangsrichtung beabstandete radial
angeordnete Einströmschlitze 33 vorgesehen.
Das Gasleitrohr 30 weist ferner einen oberen Endbereich
auf, in dem mehrere radial angeordnete Ausströmöffnungen 36 vorgesehen
sind, durch die das Gas in den Innenraum des Airbags 20 einströmt.
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Um
das Gasleitrohr 30 erstreckt sich der Deflektor 40,
der mit dem Gasleitrohr 30 ein einteiliges Bauteil bildet.
Der Deflektor 40 befindet sich innerhalb des Modulgehäuses 10.
Der Deflektor 40 ist in seinem Randbereich kragenförmig aufgestellt
und dient unter anderem dazu, zu verhindern, dass die heißen, durch
die Ausströmöffnungen 36 in
den Airbag 20 eintretenden Gase zu einer Beschädigung des
Airbag-Gewebes führen.
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Zwischen
dem Deflektor 40 und dem Boden des Modulgehäuses 10 befindet
sich der Randbereich des Airbags 20. Dieser Randbereich
wird zwischen Deflektor 40 und dem Boden des Modulgehäuses 10 eingeklemmt,
so dass eine gasdichte Fixierung des Randbereiches des Airbags 20 ermöglicht wird.
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Des
Weiteren sind Schrauben 70 vorgesehen, die das Modulgehäuse 10 durchdringen
und in dem Deflektor 40 eingeschraubt sind. Der Schraubenkopf
liegt auf dem Detektor 48. Die Schraube 70 wird
durch eine von unten aufgeschraubte Mutter festgezogen. Wie aus 1 ersichtlich,
sind die Schrauben 70 in Längsrichtung des Gasgenerators 60 beabstandet
angeordnet. Aus 2 ergibt sich ferner, dass in
jedem der zwei Befestigungsbereiche jeweils zwei Schrauben 70 vorgesehen
sind. Zwischen jeweils zwei der Schrauben 70 erstreckt
sich ein Befestigungsband 72, mittels dessen der Gasgenerator 60 an
dem Deflektor 40 befestigt wird. Das Befestigungsband 72 wird
an jeweils zwei Schrauben 70 befestigt. Der Gasgenerator 60 wird
mittels zweier in Längsrichtung
des Gasgenerators 60 beabstandeter Befestigungsbänder 72 gehalten.
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Anstelle
eines Befestigungsbandes kommen beliebige andere Befestigungsmittel,
wie beispielsweise Kabel oder Schellen infrage.
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Sowohl
der Gasgenerator 60 als auch das Gasleitrohr 30 sind
zylindrisch ausgeführt.
Wie aus 1 und 2 ersichtlich,
stehen die Längsachsen der
zylindrischen Rohre senkrecht zueinander. Während sich der Gasgenerator 60 vollständig außerhalb des
Modulgehäuses 10 befindet,
erstreckt sich das Gasleitrohr 30 von einem Bereich außerhalb
des Modulgehäuses 10 und
innerhalb des Gasgenerators 60 in einen Bereich innerhalb
des Modulgehäuses 10 und
innerhalb des Airbags 20. Wie aus 1, 2 weiter
ersichtlich, befindet sich der untere verschlossene Endbereich des
Gasleitrohres 30 außerhalb des
Gasgenerators 60.
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In
den gemäß 1 links
und rechts dargestellten Endbereichen des Gasgenerators 60 befinden
sich die Zünder 90.
Wie aus 1 ersichtlich, weist der Gasgenerator 60 zwei
Kammern 60', 60'' auf, die einerseits durch das
Gehäuse
des Gasgenerators 60 und andererseits durch jeweils eine
Trennwand 61 begrenzt werden. Die Trennwände 61 erstrecken
sich über
den gesamten Querschnitt des Gehäuses
des Gasgenerators 60 und stehen senkrecht zu dessen Längsachse.
Jede der Trennwände 61 weist
eine Öffnung 62 auf,
die durch eine Membran 34 verschlossen ist.
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In
jeder der Kammern 60', 60'' befindet sich komprimiertes Gas 64,
das zum Zwecke des Aufblasens des Airbags im Bedarfsfall in den
Airbag 20 eingeleitet wird. Als Gas kommt beispielsweise
ein Inertgas oder Mischungen von Inertgasen, wie beispielsweise
Ar und He in Betracht. Zur Befüllung
können Befüllöffnungen
vorgesehen sein. Zur Druckerhöhung
in den entsprechenden Kammern 60', 60'' ist
jeweils eine pyrotechnische Einheit in den Kammern 60', 60'' vorgesehen. Die Druckerhöhung führt zu einem
Bersten der Membranen 34, so dass das Gas durch die Einströmschlitze 33 in
das Gasleitrohr 30 und aus den Ausströmöffnungen 36 in den
Airbag 20 eintreten kann.
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Die
Montage des Airbag-Moduls gestaltet sich verhältnismäßig einfach. Nach dem Einsetzen der
aus Gasleitrohr 30 und Deflektor 40 bestehenden Einheit
in das Modulgehäuse 10 wird
der Gasgenerator 60 mittels der an den Schrauben 70 befestigten Bänder 72 festgespannt.
Dabei wird gleichzeitig der Randbereich des Airbags 20 zwischen
dem Deflektor 40 und dem Modulgehäuse 10 festgeklemmt
und weitgehend gasdicht abgeschlossen.
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Die
Verbindung zwischen dem Gasleitrohr 30 und dem Gasgenerator 60 erfolgt
nach dem Einführen
des Gasleitrohres 30 in entsprechende, am Außenumfang
des Gasgenerators 60 angeordnete Öffnungen durch eine beliebige
Verbindungstechnik. Denkbar ist beispielsweise eine Verschraubung,
das Verkrimpen, eine Klebung oder auch eine Schweißverbindung.
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Sowohl
der Deflektor 40 als auch das Modulgehäuse 10 haben eine
im wesentlichen rechteckige Grundfläche, deren Längsachsen
im wesentlichen aufeinander liegen.
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Die
Darstellungen gemäß 3 zeigen
unterschiedliche Ansichten des erfindungsgemäßen Airbag-Moduls. 3a zeigt eine Seitenansicht des Airbag-Moduls
mit Gasleitrohr 30, Gasgenerator 60 und Modulgehäuse 10.
Aus 3b ist eine Draufsicht auf das
Airbag-Modul mit Gasleitrohr 30, Deflektor 40 und
Modulgehäuse 10 ersichtlich.
Dabei erkennt man, dass sowohl der Deflektor 40 als auch das
Modulgehäuse 10 eine
rechteckige Grundfläche aufweisen.
In einem zentralen Bereich des Deflektors 40 befindet sich
das zylindrisch ausgeführte
Gasleitrohr 30.
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3c zeigt eine Draufsicht auf den Deflektor 40 mit
Gasgenerator 60 und dem zentral angeordneten Gasleitrohr 30. 3d zeigt eine perspektivische Ansicht
der Anordnung gemäß 3c.
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Aus 3e ist schließlich eine Schnittdarstellung
der Anordnung nach 3b ersichtlich.
Darin sind die Schrauben 70 ersichtlich, die an dem Deflektor 40 befestigt
sind und das Modulgehäuse 10 durchdringen.
Zwischen dem Kopf der Schrauben 70 und der Außenseite
des Modulgehäuses 10 sind
die Endbereiche der Befestigungsschellen 72 eingespannt,
die den Gasgenerator 60 fixieren. Zwischen der Unterseite
des Deflektors 40 und der Innenseite des bodenseitigen
Abschnitts des Gehäuses 10 ist der
Airbag fixiert.
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Wie
aus 3e weiter ersichtlich, erstreckt sich
der Deflektor 40 im wesentlichen über die gesamte Breite des
Modulgehäuses 10.
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Aus 4 ist
eine weitere Ausführungsform der
Erfindung ersichtlich.
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Gleiche
oder in ihrer Funktion einander entsprechende Teile sind in den
Figuren mit gleichen Bezugszeichen versehen.
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Auch
bei der Ausführungsform
gemäß 4 erstreckt
sich das Gasleitrohr 30 in Querrichtung zu dem Gasgenerator 60.
Wie bei der Ausführung
gemäß 1 weist
der Gasgenerator 60 zwei gegenüberliegende Öffnungen
zur Aufnahme des Gasleitrohres 30 auf. Das Gasleitrohr 30 durchdringt
den Gasgenerator 60. Der in 4 vom Airbag 20 abgewandte
Endbereich des Gasleitrohres 30 weist ein Innengewinde
auf, in das eine Schraube 80 eingeschraubt ist, die den
Gasgenerator 60 fixiert. Alternativ ist ebenso eine Anordnung
vorstellbar, bei der dieser Endbereich des Gasleitrohres 30 ein
Außengewinde
aufweist, auf das zum Zwecke der Befesti gung des Gasgenerators 60 eine
Mutter aufgeschraubt wird. Gleichzeitig mit der Befestigung des
Gasgenerators 60 an dem Gasleitrohr 30 wird der
Randbereich des Airbags 20 zwischen Deflektor 40 und
der Innenseite des Modulgehäuses 10 eingeklemmt,
so dass ein gasdichter Abschluss des Airbags 20 erhalten
wird.
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Die
Funktionsweise der in den Figuren dargestellten Anordnungen ist
die folgende: Das in der Brennkammer des Gasgenerators 60 erzeugte
Gas gelangt über
entsprechende Düsenöffnungen
in eine dahinter angeordnete Filterkammer. In der Regel befinden
sich in diesem Abschnitt Filter- und Kühlelemente, die das heiße Gas vor
dem Austritt in den Airbag 20 kühlen und auch weitgehend von
festen Partikeln filtern. Während
bei herkömmlichen
Gasgeneratoren eine Abströmung
nach außen über eine
entsprechende Anzahl von radialen Ausströmöffnungen erfolgt, strömt gemäß dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel
das Generatorgas zunächst
in das Gasleitrohr 30 und aus diesem über Ausströmöffnungen 36 in den
Airbag 20.
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Es
kann vorgesehen sein, dass das Gas in abgeschlossenen Kammern des
Gasgenerators 60 aufgenommen ist und im Bedarfsfall eine
Druckerhöhung
in diesen Kammern bewirkt, dass eine eine Ausströmöffnung aus den Kammern verschließende Membran
geöffnet
wird. Bei einer derartigen Ausführungsform
der Erfindung strömt
das Gas sodann in die genannte Filterkammer bzw. in das Gasleitrohr 30 ein.
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Die
Gaseinspeisung in den Airbag 20 erfolgt gemäß dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel
einseitig und zentral in den Airbag 20. In dem Airbag 20 wird
das einströmende
Gas zumindest teilweise mittels des Deflektors 40 von dem
Gewebe des Airbags ferngehalten. Die Ausströmöffnungen 36 des Gasleitrohres 30 sowie
auch die Einströmöffnungen 32, 33 können radial
oder axial angeordnet sein. Auch Kombinationen radialer und axialer
Anordnungen sind möglich.
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Die
Kühl- und/oder
die Filterkomponenten können
auch unmittelbar in dem Gasleitrohr 30 angeordnet sein.
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Die
für eine
günstige
Modulgestaltung bedeutsame zentrale Gasabströmung, die in dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel
mittels des Gasleitrohres erreicht wird, wird in einer bevorzugten
Ausgestaltung der Erfindung erst bei der Gesamtmontage des Moduls
erreicht. Vorher unterliegt der Gasgenerator aufgrund seiner Schubneutralität nur den üblichen
Handhabungsvorschriften.
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Die
vorliegende Erfindung ermöglicht
aufgrund der einteiligen Ausführung
von Deflektor 40 und Gasleitrohr 30 eine einfache
Montage bei geringer Komponentenanzahl. In bevorzugter Ausgestaltung
der Erfindung dient das Gasleitrohr 30 zur Gasleitung sowie
mittelbar oder unmittelbar zur Befestigung des Deflektors 40,
des Airbags 20 und des Gasgenerators 60.
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Ein
weiterer Vorteil der Erfindung ist es, dass in dem dargestellten
Ausführungsbeispiel
ein zylindrischer, pyrotechnischer Gasgenerator mit herkömmlicher,
radialer Abströmung
eingesetzt werden kann, wie er auch für andere Anwendungen verwendbar
ist. Somit ist eine Standardisierung des Gasgenerators für unterschiedliche
Applikationen möglich.
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Neben
der dargestellten Lösung
mit einem Gasleitrohr 30 ist es ebenso denkbar, dass an
dem Gasgenerator symmetrisch oder asymmetrisch zwei oder mehr Gasleitrohre
bzw. Diffusoren angeordnet sind.
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Die
Diffusoren bzw. Gasleitrohre bestehen vorzugsweise aus Metall oder
aus einer Kombination eines Metallteils mit einer Kunststoffumspritzung.