DE1019013B - Verfahren zur Bildung einer Inversionsschicht in Flaechenhalbleitern nach dem Rueckschmelz-Verfahren - Google Patents
Verfahren zur Bildung einer Inversionsschicht in Flaechenhalbleitern nach dem Rueckschmelz-VerfahrenInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf Flächenhalbleiter und auf ein Verfahren zur Herstellung der Inversionsschicht.
Sie betrifft insbesondere Weiterbildungen und mehr ins einzelne gehende Verfahrensvorschriften des in der Hauptpatentanmeldung
G 13512 VIII c/21g, angegebenen Rückschmelz-Verfahrens
Es ist bekannt, bei der Herstellung von p-n-Inversionsschichten
ein Stufenziehverfahren zu benutzen, daß in der Veröffentlichung des Erfinders R. N. Hall in der Zeitschrift
»Physical Review«, 1952, Bd. 88, S. 139, in seinen Grundzügen angegeben ist.
Bei der in der Hauptpatentanmeldung beschriebenen Weiterbildung dieses Verfahrens wird ein Teil eines einkristallinen
Halbleiterkörpers, welcher Akzeptorelemente beider Leitfähigkeitstypen mit stark verschiedener Abscheidungskonstante
enthält und dessen anfängliche Leitfähigkeit durch den Aktivator mit der kleineren Abscheidungskonstante
bestimmt wird, so erhitzt, daß dieser Teil des Halbleiterkörpers schmilzt; er wird dann durch
Abkühlung derart zur Rekristallisation gebracht, daß der Aktivator mit der höheren Abscheidungskonstante in dem
rekristallisierten Teil zu einem größeren Anteil gebunden und dadurch wenigstens in einem Bruchteil des rekristallisierten
Teiles die entgegengesetzte Leitfähigkeitseigenschaft wie an dem nicht geschmolzenen Teil erzeugt wird.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf verschiedene Weiterbildungen dieses Verfahrens, je nachdem, ob der
Akzeptor oder der Donator die kleinere Abscheidungskonstante hat.
Erfindungsgemäß wird in dem einen Fall zunächst eine Schmelze hergestellt, die aus Germanium, einem Donator
und einem Akzeptor mit wesentlich kleinerer Abscheidungskonstante als derjenigen des Donators besteht und
das Gewichtsverhältnis jedes der beiden Aktivatoren zwischen 0,1 und 5000 Teilen auf 1000 000 des Germaniums
bemessen und das Gewichtsverhältnis des Donators zum Akzeptor kleiner als das Verhältnis ihrer
Molgewichte multipliziert mit dem reziproken Wert des Verhältnisses ihrer Abscheidungskonstanten, aber größer
als das Verhältnis ihrer Molgewichte multipliziert mit dem Quadrat des reziproken Wertes des Verhältnisses ihrer
Abscheidungskonstanten gemacht ist und aus dieser Schmelze ein Kristall gezüchtet. Aus diesem wird sodann
ein kleiner Kristall herausgeschnitten, eine Stelle an der Oberfläche dieses herausgeschnittenen Kristalls wieder
geschmolzen, abgekühlt und rekristallisiert, um die rekristallisierte Zone des Halbleitermaterials in ein Material
vom umgekehrten Leitungstyp umzuwandeln. Der Donator kann in diesem Fall z. B. aus Arsen und der
Akzeptor aus Indium bestehen.
Bei einem anderen, ähnlich verlaufenden Verfahren wird gemäß der Erfindung so vorgegangen, daß zunächst
eine Schmelze aus Germanium, einem Akzeptor und einem Donator mit wesentlich kleinerer Abscheidungskonstante
Verfahren zur Bildung
einer Inversionsschicht in Flächenhalbleitern nach dem Rückschmelz-Verfahren
einer Inversionsschicht in Flächenhalbleitern nach dem Rückschmelz-Verfahren
Zusatz zur Patentanmeldung G 13512 VIIIc/21 g
Anmelder:
General Electric Company,
Schenectady, N. Y. (V. St. A.)
Schenectady, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dr.-Ing. W. Reichel, Patentanwalt,
Frankfurt/M.-Eschersheim, Lichtenbergstr. 7
Frankfurt/M.-Eschersheim, Lichtenbergstr. 7
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 12. März 1954
V. St. v. Amerika vom 12. März 1954
Robert Noel Hall, Schenectady, N. Y. (V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
als derjenigen des Akzeptors hergestellt wird, daß das Gewichtsverhältnis
jedes Aktivators zum Germanium zwischen 0,1 bis 5000 Teilen auf 1 000 000 beträgt und
das Gewichtsverhältnis des Akzeptors zum Donator kleiner als das Verhältnis ihrer Molgewichte multipliziert
mit dem reziproken Wert des Verhältnisses ihrer Abscheidungskonstanten, aber größer als das Verhältnis ihrer
Molgewichte multipliziert mit dem Quadrat des reziproken Wertes des Verhältnisses ihrer Abscheidungskonstanten
ist, daß ein kristalliner Körper aus dieser Schmelze hergestellt wird und aus diesem Körper wieder ein kleiner
Kristall herausgeschnitten wird, daß eine Stelle an der Oberfläche dieses Ideinen Kristalls zum Schmelzen gebracht
und sodann wieder abgekühlt und rekristallisiert wird, um die rekristallisierte Zone in ein Halbleitermaterial
von umgekehrtem Leitungstyp umzuwandeln. In diesem Fall besteht der Akzeptor z. B. aus Gallium und
der Donator aus Antimon.
Bei einem weiteren Verfahren wird gemäß der Erfindung so vorgegangen, daß zunächst eine Schmelze aus
Germanium, einem Akzeptor und einem Donator mit wesentlich kleinerer Abscheidungskonstante als derjenigen
des Akzeptors hergestellt wird, daß das Gewichtsverhältnis des Donators zum Akzeptor in der Schmelze
zwischen 0,5 und 1,0 multipliziert mit dem Verhältnis ihrer Molgewichte multipliziert mit dem Quadrat des
reziproken Wertes des Verhältnisses ihrer Abschei-
7OJ 759/337
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dungskonstanten ist, daß ein Kristall aus dieser Schmelze nur 1 mA hindurch, während sie in der Durchlaßrichtung
gezüchtet wird und aus diesem wieder ein kleiner Kristall bei 1 Volt Spannung etwa 50 mA führt.
herausgeschnitten wird, daß eine Stelle an der Oberfläche Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
dieses Ideinen Kristalls zum Schmelzen gebracht und so- wird ein Flächentransistor nach Fig. 7 mit einer unge-
dann wieder abgekühlt und rekristallisiert wird, um diese 5 wohnlich dünnen Basiselektrodenschicht 10«, die sehr
rekristallisierte Zone in einen Halbleiter von umgekehrtem erstrebenswert ist und die beispielsweise etwa 0,025 mm
Leitungstyp umzuwandeln. In diesem Fall kann der stark sein kann, dadurch gewonnen, daß man zunächst
Akzeptor wieder aus Gallium und der Donator wieder aus eine Schmelze aus 20 g sehr reinen Germaniums, aus 150 mg
Antimon bestehen. Antimon und aus 0,16 mg Gallium herstellt. Das weitere
Die Erfindung betrifft auch Halbleitervorrichtungen, i° Verfahren verläuft wieder so, wie es oben für die mit Arsen
die nach diesem Verfahren hergestellt sind und ein oder und Indium imprägnierte Schmelze erläutert wurde. An
zwei Inversionsschichten aufweisen. die Basiselektrodenschicht 10α ist ein Zuleitungsdraht 13
Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes bei etwa 4000C mittels eines Indiumlotes 14 befestigt.
werden im folgenden im Zusammenhang mit der Zeich- Dieses Lot 14 verschmilzt dabei mit der Kante der Basis-
nung näher beschrieben. 15 elektrodenschicht 10 a und liefert positive Stromträger in
In den Zeichnungen entspricht Fig. 1 bis 5 den Fig. 1 die Basiselektrodenschicht hinein. Dabei kann die Löt-
bis 5 der Hauptpatentanmeldung. perle 14 eine größere Höhe besitzen als der senkrechte
Fig. 6 zeigt eine Halbleiterdiode des umgekehrten Abstand der Inversionsschichten 6a und 6c beiderseits der
Leitungstyps wie die Diode der Fig. 3, und Basiselektrodenschicht 10a beträgt, da Indium ein
Fig. 7 zeigt einen Flächentransistor mit besonders 20 Akzeptor ist und infolgedessen das Germanium an den
dünner Basiselektrode. Berührungsstellen mit dem Indiumlot in p-Germaiiium
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung wird eine umwandelt. Es entsteht somit eine Inversionsschicht
Flächenhalbleiterdiode hoher Sperrspannung und mit zwischen der mit Indium imprägnierten Zone einerseits
einer stark ausgeprägten p-Zone und einer schwachen und den n-Zonen 9 und 11 andererseits. Diese Art eines
η-Zone dadurch hergestellt, daß man zunächst eine 25 Elektrodenanschlusses an eine dünne p-Schicht eines
Schmelze, bestehend aus 63 g sehr reinen Germaniums n-p-n-Transistors ist in der Patentanmeldung G 13110
(nämlich eines Germaniums von über 20 Ohm-cm), aus VIIIc/21g beschrieben.
7 mg Indium und aus 14 Mikrogramm Arsen herstellt. Aus Transistoren, welche nach dem oben beschriebenen
dieser Schmelze wurde zunächst ein monokristalliner Verfahren hergestellt wurden, besitzen eine Stromver-Körper
nach dem bekannten Keimkristallverfahren 30 Stärkung von etwa 100 bis 500 in einer Verstärkerschalwährend
der Erstarrung der Schmelze hergestellt. Dieses tung mit geerdetem Emitter und besitzen p-Schichten von
Keimkristallverfahren ist auch unter der Bezeichnung etwa 0,025 mm Dicke. Je dünner die p-Schicht ist, desto
Czochralski-Verfahren bekannt und ist von Roth und schneller spricht der Transistor auf eine Änderung des
Taylor in der Zeitschrift "Proceedings of the LR, Ε.«, Erregerstromes an. So dünne p-Schichten treten deshalb
Bd. 40, S. 1338 ff., November 1952, beschrieben. Der auf 35 auf, weil die Abkühlung während der Rekristallisation
diese Weise gewonnene erstarrte monokristalline Körper besonders schnell vor sich geht — sie beträgt nämlich
wird sodann mittels einer Diamantsäge in seiner Längs- ganz ungefähr 1500C je Sekunde — und weil das Verrichtung
in dünne Stäbe von einigen Zoll Länge und etwa hältnis der von dem Germanium während der Rekristalli-0,75
■ 0,75 mm Querschnitt zerlegt. Das Ende jedes Stabes sation gebundenen Aktivatoren sich entsprechend schnell
wird sodann etwa 5 Sekunden lang in einem Knallgas- 40 ändert. Wenn der ganze kristalline Körper, der während
gebläse, welches auf sehr geringen Sauerstoffgehalt ein- der Erstarrung aus der Schmelze gewonnen wird, von
gestellt ist, erhitzt, so daß nur das Stabende schmilzt. neuem zum Schmelzen gebracht und dann rekristallisiert
Sodann läßt man das .geschmolzene Stabende sich ab- wird, geht die Abkühlung sehr viel langsamer vor sich
kühlen und rekristallisieren, so daß an der Grenzfläche der und beträgt nur etwa 100C je Minute, so daß die verungeschmolzenen
Zone 4 eine Inversionsschicht auftritt. 45 schiedenen Verunreinigungen etwa in konstantem Ver-Der
dünne Stab wird sodann etwa 0,5 mm unterhalb der hältnis gebunden werden und somit nur eine einzige
Inversionsschicht 6 durchschnitten, so daß der Flächen- p-n-Schicht an der Grenzfläche der zurückgeschmolzenen
halbleiter nach Fig. 2 entsteht. Sodann werden mittels Zone entsteht.
einer gewöhnlichen Zinnlegierung 13 am oberen und Neben den oben beschriebenen Ausführungsbeispielen
unteren Ende des Flächenhalbleiters Nickeldrähte 7 ange- 50 zur Herstellung von p-n-Schichten in Flächengleichlötet,
und zwar bei einer Temperatur von etwa 250° C, so richtern können gemäß der Erfindung auch noch andere
daß ein fertiger Flächenhalbleiter nach Fig. 3 gewonnen Flächengleichrichter und Flächentransistoren von weitwird.
Solche Flächenhalbleiterdioden zeigten in der Sperr- gehend anderen physikalischen und elektrischen Eigenrichtung
nur einen Strom von etwa 0,2 mA bei etwa schäften dadurch hergestellt werden, daß man dieZusatz-100
Volt Spannung in der Sperrichtung, während in der 55 mengen des Akzeptors und des Donators für die zuerst
Durchlaßrichtung bei 1 Volt Spannung bereits ein Strom hergestellte Halbleiterschmelze anders wählt,
von etwa 14 mA floß. Der verwendbare Bereich des Gewichtsverhältnisses Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung wird des Donators und Akzeptors in der Schmelze zur Hereine Halbleiterdiode mit hohem Strom in der Durchlaß- stellung von p-n-Schichten läßt sich nach den folgenden richtung und mit einer stark ausgeprägten η-Zone sowie 60 Gleichungen bestimmen. Wenn der Donator die kleinere einer schwachen p-Zone dadurch gewonnen, daß man zu- Abscheidungskonstante K hat, so gilt die Gleichung
nächst eine Schmelze aus 20 g sehr reinen Germaniums
von etwa 14 mA floß. Der verwendbare Bereich des Gewichtsverhältnisses Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung wird des Donators und Akzeptors in der Schmelze zur Hereine Halbleiterdiode mit hohem Strom in der Durchlaß- stellung von p-n-Schichten läßt sich nach den folgenden richtung und mit einer stark ausgeprägten η-Zone sowie 60 Gleichungen bestimmen. Wenn der Donator die kleinere einer schwachen p-Zone dadurch gewonnen, daß man zu- Abscheidungskonstante K hat, so gilt die Gleichung
nächst eine Schmelze aus 20 g sehr reinen Germaniums
(über 20 Ohm · cm), aus 150 mg Antimon und aus 0,5 mg Mol G11 Kd Gn Mol Ga
Gallium herstellt und sodann ebenso verfährt wie bei dem Möl~G~, ' Kn ' G11 "" Mo1G7
vorstehend beschriebenen Beispiel einer mit Arsen und 65
Indium imprägnierten Germaniumschmelze beschrieben. und wenn der Akzeptor die kleinere Abscheidungskon-Die auf diese Weise hergestellte Halbleiterdiode, die in stante A* hat, die folgende Gleichung
Fig. 6 dargestellt ist, besitzt den umgekehrten Leitungstyp wie die in Fig. 3 dargestellte Diode und läßt in der ^MoK^, _ K„ ^ G^
Sperrichtung bei 50 Volt Sperrspannung einen Strom von 70 Mol Gä Ka Gn Mol G11 K
Gallium herstellt und sodann ebenso verfährt wie bei dem Möl~G~, ' Kn ' G11 "" Mo1G7
vorstehend beschriebenen Beispiel einer mit Arsen und 65
Indium imprägnierten Germaniumschmelze beschrieben. und wenn der Akzeptor die kleinere Abscheidungskon-Die auf diese Weise hergestellte Halbleiterdiode, die in stante A* hat, die folgende Gleichung
Fig. 6 dargestellt ist, besitzt den umgekehrten Leitungstyp wie die in Fig. 3 dargestellte Diode und läßt in der ^MoK^, _ K„ ^ G^
Sperrichtung bei 50 Volt Sperrspannung einen Strom von 70 Mol Gä Ka Gn Mol G11 K
In diesen Gleichungen bedeutet der Index α einen
Akzeptor und der Index d einen Donator. Dabei können natürlich die tatsächlich verwendeten Mengen von den
berechneten Werten je nach der benutzten Konzentration des Aktivators etwas abweichen.
Aus diesen Gleichungen ersieht man, daß für die Herstellung von wenigstens einer p-n-Schicht das Gewichtsverhältnis der Aktivatoren in der ursprünglichen Schmelze
kleiner sein muß als das Verhältnis ihrer Molgewichte multipliziert mit dem reziproken Wert der Abscheidungskonstanten.
Das Gewichtsverhältnis der Aktivatoren muß andererseits größer sein als das Verhältnis ihrer Molgewichte
multipliziert mit dem Quadrat des reziproken Wertes ihrer Abscheidungskonstanten. Bei Benutzung von Indium
und Arsen als Aktivatoren sind Gewichtsverhältnisse von etwa 64 bis zu etwa 2400 für das Verhältnis Indium zu
Arsen zur Bildung einer p-n-Schicht nach der Erfindung geeignet.
Für Halbleiter, wie beispielsweise Transistoren, welche zwei p-n-Schichten besitzen, müssen die Gewichtsverhältnisse
mit größerer Genauigkeit eingehalten werden und lassen sich nach der folgenden Gleichung bestimmen:
0,5-
MoIG, \Ka
MolGd
Diese Gleichung zeigt, daß zur Herstellung von p-n-Schichten die Gewichtsverhältnisse zwischen 0,5 und
1,0 multipliziert mit dem Verhältnis ihrer Molgewichte und multipliziert mit dem Quadrat des reziproken Wertes
ihrer Abscheidungskonstanten zu wählen sind. Wie oben erwähnt, besitzen nur Aktivatoren, wie Antimon und
Gallium, einen genügenden Unterschied der Steilheit in den Kurven, welche die Abhängigkeit der Abscheidungskonstanten
von der Wachstumsgeschwindigkeit angeben, um zwei Inversionsschichten nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren herstellen zu können. Für Antimon und Gallium haben sich für Gewichtsverhältnisse zwischen 500
und 950 n-p-n-Transistoren mit zwei p-n-Schichten 6a und 6 δ herstellen lassen, während bei Gewichtsverhältnissen
zwischen 850 und 950 außerdem noch p-Schichten mit 0,025 bis 0,75 mm Dicke auftraten. Gewichtsverhältnisse
von 100 bis 500 des Antimons zum Gallium bilden nur eine p-n-Schicht und sind daher für Dioden 4-5
geeignet.
Die absolute Größe der Mengen des Donators und Akzeptors hängt von der gewünschten Leitfähigkeit für
die η-Zone und p-Zone ab. Je größer der Verunreinigungsgehalt ist, desto größer wird die Leitfähigkeit der betref-
fenden Zone. Der allgemeine Bereich der absoluten Menge der in der Ausgangsschmelze erforderlichen Aktivatoren
liegt zwischen 0,1 und 5000 Teilen des Aktivators auf 1 000 000 Teile des verwendeten Halbleiterelementes.
Beispielsweise ergab ein Verhältnis von 100 Teilen Indium auf 1 000 000 Teile Germanium in einer Schmelze p-Zonen
von etwa 1 Ohm ■ cm.
Claims (10)
1. Verfahren zur Herstellung von Flächenhalbleitern mit Inversionsschichten nach dem Rückschmelz-
(Remelt- and Segregations-) Verfahren gemäß Hauptpatentanmeldung G 13512 VIIIc/21g, dadurch
gekennzeichnet, daß zunächst eine Schmelze hergestellt wird, die aus Germanium, einem Donator und
einem Akzeptor mit wesentlich kleinerer Abscheidungskonstante als derjenigen des Donators besteht
und daß das Gewichtsverhältnis jedes der beiden Aktivatoren zum Germanium zwischen 0,1 und 5000 Teilen
auf 1 000 000 des Germaniums beträgt, daß das Gewichtsverhältnis des Donators zum Akzeptor kleiner
ist als das Verhältnis ihrer Molgewichte multipliziert mit dem reziproken Wert des Verhältnisses ihrer Abscheidungskonstanten,
aber größer ist als das Verhältnis ihrer Molgewichte multipliziert mit dem Quadrat
des reziproken Wertes des Verhältnisses ihrer Abscheidungskonstanten, daß aus dieser Schmelze ein
Kristall gezüchtet wird und aus diesem sodann ein kleiner Kristall herausgeschnitten wird, daß eine
Stelle an der Oberfläche dieses herausgeschnittenen Kristalls wieder geschmolzen, abgekühlt und rekristallisiert
wird, um die rekristallisierte Zone des Halbleitermaterials in ein Material vom umgekehrten
Leitungstyp umzuwandeln.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Donator aus Arsen und der Akzeptor
aus Indium besteht.
3. Verfahren zur Herstellung von Inversionsschichten in Flächenhalbleitern nach dem Rückschmelz-(Remelt-
and Segregations-) Verfahren gemäß Hauptpatentanmeldung G 13512 VIIIc/21g, dadurch gekennzeichnet,
daß zunächst eine Schmelze aus Germanium, einem Akzeptor und einem Donator mit wesentlich kleinerer Abscheidungskonstante als derjenigen
des Akzeptors hergestellt wird, daß das Gewichtsverhältnis jedes Aktivators zum Germanium
zwischen 0,1 bis 5000 Teilen auf 1 000 000 beträgt und das Gewichtsverhältnis des Akzeptors zum Donator
kleiner als das Verhältnis ihrer Molgewichte multipliziert mit dem reziproken Wert des Verhältnisses
ihrer Abscheidungskonstanten, aber größer als das Verhältnis ihrer Molgewichte multipliziert mit dem
Quadrat des reziproken Wertes des Verhältnisses ihrer Abscheidungskonstanten ist, daß ein kristalliner
Körper aus dieser Schmelze hergestellt wird und aus diesem Körper wieder ein kleiner Kristall herausgeschnitten
wird, daß eine Stelle an der Oberfläche dieses kleinen Kristalls zum Schmelzen gebracht und
sodann wieder abgekühlt und rekristallisiert wird, um die rekristallisierte Zone in ein Halbleitermaterial von
umgekehrtem Leitungstyp umzuwandeln.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Akzeptor aus Gallium und der
Donator aus Antimon besteht.
5. Verfahren zur Herstellung von n-p-n-Flächenhalbleitern
nach dem Rückschmelz- (Remelt- and Segregations-)Verfahren gemäß Hauptpatentanmeldung
G 13512 VIIIc/21g, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst eine Schmelze aus Germanium, einem
Akzeptor und einem Donator mit wesentlich kleinerer Abscheidungskonstante als derjenigen des Akzeptors
hergestellt wird, daß das Gewichtsverhältnis des Donators zum Akzeptor in der Schmelze zwischen
0,5 und 1,0 multipliziert mit dem Verhältnis ihrer Molgewichte multipliziert mit dem Quadrat des
reziproken Wertes des Verhältnisses ihrer Abscheidungskonstanten ist, daß ein Kristall aus dieser
Schmelze gezüchtet wird und aus diesem wieder ein kleiner Kristall herausgeschnitten wird, daß eine
Stelle an der Oberfläche dieses kleinen Kristalls zum Schmelzen gebracht und sodann wieder abgekühlt
und rekristallisiert wird, um diese rekristallisierte Zone in einen Halbleiter von umgekehrtem Leitungstyp umzuwandeln.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Akzeptor aus Gallium und der
Donator aus Antimon besteht.
7. Halbleitervorrichtung mit einem Halbleiterkörper mit einer ersten kristallisierten Zone vom einen
Leitungstyp, einer zweiten Zone vom entgegengesetzten Leitungstyp und mit einer Inversionsschicht zwischen
beiden Zonen, der nach dem Rückschmelz-(Remelt- and Segregations-) Verfahren gemäß Hauptpatentanmeldung
G 13512 VIIIc/21g, hergestellt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Zone gleichförmig
verteilte Aktivatorelemente beider Leitungstypen enthält, die aber verschiedene Abscheidungskonstanten
besitzen und der Aktivator mit der kleineren Abscheidungskonstante in der ersten Zone in
überwiegender Menge vorhanden ist, daß ferner die zweite Zone rekristallisiert ist und eine überwiegende
Menge des Aktivators mit der höheren Abscheidungskonstante wenigstens in der Nähe der Inversionsschicht
enthält und daß schließlich je eine Elektrode an jeder der beiden erwähnten Zonen angebracht ist.
8. Halbleitervorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein Germaniumkörper in der
ersten kristallisierten p-Zone kleine Mengen von Arsen und Indium, und zwar mit einem Überschuß an
Indium, enthält, und in der rekristallisierten n-Zone
kleine Mengen Arsen und Indium mit einem Überschuß an Arsen enthält.
9. Halbleitervorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein Germaniumkörper in der ersten
kristallisierten η-Zone kleine Mengen an Gallium und Antimon mit einem Überschuß an Antimon enthält,
und in der rekristallisierten p-Zone ebenfalls kleine Mengen an Gallium und Antimon, jedoch mit einem
Überschuß an Gallium, enthält.
10. Halbleitervorrichtung nach Ansprüchen 7und9, dadurch gekennzeichnet, daß der Germaniumkörper
eine dritte rekristallisierte η-Zone mit einer zweiten Inversionsschicht zwischen der dritten und der zweiten
Zone enthält, wobei die erste und dritte Zone kleine Mengen von Gallium und Antimon mit einem Überschuß
an Antimon, und die zweite p-Zone kleine Mengen von Gallium und Antimon mit einem Überschuß an Gallium enthält.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Phys. Rev., Bd. 88 (1952, S. 139; Bd. 90 (1953), S. 987.
Phys. Rev., Bd. 88 (1952, S. 139; Bd. 90 (1953), S. 987.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US41587554A | 1954-03-12 | 1954-03-12 | |
| US516637A US2822309A (en) | 1954-03-12 | 1955-06-20 | P-n junction device and method of making the same by local fusion |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1019013B true DE1019013B (de) | 1957-11-07 |
Family
ID=27023150
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG16690A Pending DE1019013B (de) | 1954-03-12 | 1955-03-12 | Verfahren zur Bildung einer Inversionsschicht in Flaechenhalbleitern nach dem Rueckschmelz-Verfahren |
| DEG19895A Pending DE1026433B (de) | 1954-03-12 | 1956-06-20 | Flaechenhalbleiter und Verfahren zur Herstellung desselben durch lokale Schmelzung |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG19895A Pending DE1026433B (de) | 1954-03-12 | 1956-06-20 | Flaechenhalbleiter und Verfahren zur Herstellung desselben durch lokale Schmelzung |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US2822309A (de) |
| DE (2) | DE1019013B (de) |
| FR (2) | FR1153856A (de) |
| GB (1) | GB781795A (de) |
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- 1955-03-11 FR FR1153856D patent/FR1153856A/fr not_active Expired
- 1955-03-12 DE DEG16690A patent/DE1019013B/de active Pending
- 1955-06-20 US US516637A patent/US2822309A/en not_active Expired - Lifetime
-
1956
- 1956-06-14 FR FR70514D patent/FR70514E/fr not_active Expired
- 1956-06-20 DE DEG19895A patent/DE1026433B/de active Pending
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1131326B (de) * | 1958-04-24 | 1962-06-14 | Siemens Edison Swan Ltd | Verfahren zum Herstellen von pnpn- bzw. npnp-Halbleiteranordnungen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1026433B (de) | 1958-03-20 |
| FR70514E (fr) | 1959-05-29 |
| US2822309A (en) | 1958-02-04 |
| FR1153856A (fr) | 1958-03-28 |
| GB781795A (en) | 1957-08-28 |
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