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Gelenkglied in einem oder für ein gelenkiges Gliederband Die Erfindung
betrifft ein Gelenkglied in einem oder für ein gelenkiges Gliederband.
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Sie stellt sich zur Aufgabe, ein Gelenkglied zu schaffen, das ein
nicht dehnbares, in einem Abstützblock aus verschleißfestem Material angeordnetes
Gliederwerk aufweist, das gegen den Einfluß von Wasser oder anderen Elementen, die
eine Korrosion hervorrufen, geschützt ist. Weiterhin soll eine seitliche Verschiebung
der Teile des Gliederwerkes weitgehend vermieden werden.
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Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Gelenkglied vorgeschlagen, das
sich dadurch auszeichnet, daß mindestens ein Glied von der in Laschenketten verwendeten
Art an seinen Enden mit je einem Verbindungsstück gelenkig verbunden ist und in
einem an beiden Seiten offenen Hohlraum eines aus verschleißfestem Material bestehenden
Abstützblockes mittels eingespritzten oder anderweitig eingebrachten elastischen
Materials in der Weise festgelegt und verankert ist daß auf beiden Seiten des Blockes
die Verbindungsstücke herausragen und keine unmittelbare Berührung zwischen dem
Kettenglied und dem Block besteht.
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Die Teile, aus denen das neue Gelenkglied aufgebaut ist, sind montagefertige
Elemente, die schnell und leicht, - wenn es notwendig ist, ausgewechselt werden
können.
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Weitere Kennzeichen und Merkmale des Gegenstandes der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen und der folgenden Beschreibung vorteilhafter, beispielsweiser
Ausführungsformen.
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Fig. 1 und 2 zeigen eine Seitenansicht bzw. einen r;rundriß - von
unten gesehen - eines nicht dehnharzen Gliederwerkes, das auf den größten Teil seiner
Länge in einem Polster von flexiblem, elastischem Material eingebettet ist; Fig.
3 und 4 zeigen einen Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 4 und einen teilweise
aufgebrochenen Grundriß des nicht dehnbaren Gliederwerkes mit einem abgewandelten
Polster; Fig. 5 und 6 zeigen eine teilweise nach der Linie V-V in Fig. 6 geschnittene
Seitenansicht bzw. einen teilweisen, nach der Linie VI-VI der Fig. 5 geschnittenen
Grundriß eines abgewandelten, nicht dehnbaren Gliederwerkes mit einem weiter abgewandelten
Polster; Fig. 7 bis 10 stellen eine Stirnansicht, eine Seitenansicht. eine nach
der Linie IX-IX der Fig. 8 geschnittene Stirnansicht und eine nach der Linie X-X
der Fig. 8 geschnittene Draufsicht einer Auspolsterung oder eines Blockes, der für
eine endlose Kette bestimmt und dessen Inneres für die Anordnung eines nicht dehnbaren
Gliederwerkes ausgespart ist, weiterhin ein Polster von flexiblem, elastischem Material,
in
dem der größere Teil der Länge des Gliederwerkes eingebettet ist, dar; Fig. 11 ist
eine Seitenansicht, die teilweise nach den Linien A-,4 und B-B der Fig. 12 geschnitten
ist, einer endlosen Kette, die erfindungsgemäß hergestellte Auspolsterungen und
Blöcke enthält; Fig. 12 ist eine Draufsicht einer endlosen, teilweise längs der
Linie D-D der Fig. 11 geschnittenen Kette; Fig. 13 zeigt teilweise eine Stirnansicht
in Richtung des PfeilesE der Fig. 12 und teilweise einen Schnitt nach der Linie
G-G der Fig. 12 einer endlosen Kette.
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In den Fig. 1 bis 6 ist ein nicht dehnbares Gliederwerk aufgezeigt
für die Einbettung in Auspolsterungen oder Blöcke für endlose Ketten oder Teile
endloser Bandförderer. In den Fig. 1 und 2 umfaßt das nicht dehnbare Gliederwerk
L1 äußere und innere vertikal verlaufende, parallel zueinander angeordnete Plafteuglieder
18 bzw. 19, ein Paar Endverbindungsblöcke 20 und 21 und quer verlaufende, parallel
zueinander angeordnete Gelenlkbolzen 22 und 23. Die Blöcke und Glieder weisen Bohrungen
zur Einführung der Gelenkbolzen auf. deren Enden bei 24 mit den äußeren Gliedern
18 vernietet sind. Jeder der Verbindungsblöcke weist vertikale Schlitze 25 auf,
in die die Enden der inneren Glieder 19 eintreten.
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Das Gliederwerk L1 ist aus Metall gefertigt und wird über den größten
Teil seiner Länge in ein Polster Cl von flexiblem, elastischem Material, das eine
Verbindung
mit dem Metall eingeht, eingebettet. Ein Merkmal der Erfindung besteht darin, daß
das Polster von genügender Länge ist, um die Bolzen zu umgreifen. Es dichtet so
die zwei Gelenkachsen vollständig gegen den Angriff von Wasser und anderen Elementen,
die eine Korrosion nach sich ziehen. ab.
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Das Polster Cl weist abgerundete Enden 35 auf.
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Der Zweck der Abrundung wird bei der folgenden Beschreibung offenbar
werden. Das Polster trägt einen örtlichen Vorsprung 26 zum Zusammenwirke1l mit einer
entsprechenden Vertiefung in einer Auspolsterung, einem Block oder Gehäuse, das
mit dem Polster C1 abgestimmt ist. Grundsätzlich ist es möglich, Ausbildung und
Anordnung des Vorsprunges 26 abzuwandeln. Somit kann er an der äußeren Begrenzungsfläche
des Polsters und/oder an einer oder an beiden Seitenflächen angebracht werden und
kann überdies die Gestalt seitlicher und/oder in Längsrichtung verlaufender Rippen,
z. B. auch in Verbindung mit dem dargestellten Vorsprung, annehmen.
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In bezug auf die Fig. 3 und 4 entspricht das Gliederwerk L2 vollständig
dem Gliederwerk L 1. UCh das Polster C2 entspricht dem Polster Cl mit der Ausnahme,
daß es keinen Vorsprung aufweist.
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In den Fig. 5 und 6 umfaßt das Gliederwerk sechs nebenein!andergelegte,
vertikal angeordnete Plattenglieder 27, die eine Öffnung zur Aufnahme von parallelen
Gelenkbolzen 28 und 29 aufweisen und in der Mitte der letzteren angeordnet sind.
Ferner weist das Gliederwerk ein Paar Verbindungsblöcke 30 und 31 auf, von denen
jeder voneinander entfernt liegende Arme 32, 33 trägt, die zur Aufnahme der Gelenkbolzen
durchbohrt sind. Die Enden der Gelenkbolzen wer den mit den Wannen bei 34 vernietet.
Von dem größten Teil seiner Länge ist das Gliederwerk L9 in einem Polster C3 von
flexiblem, eba;stischelm Material eingebettet, und dieses Polster umgreift beide
Gelenkbolzen des Gliederwerkes. Es ist leicht zu erkennen, daß das Polster C3 dem
Polster ei ähnlich ist. nur daß es bei 96 an jedem seiner Enden, wo die Arme 32
und 33 der Verbindungsblöcke eintreten, ausgespart ist und somit den Verbindungsblõcken
um den Gelenlubolzen eine freie Gelenkbewegung relativ zu den Ptattengliedern 27
ermöglicht.
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Bei der Betrachtung der Verbinldungsblöcke, die einen Teil des Gliederwerkes
in den drei besdriebenen Konstruktionen bilden, wird es offenbar, daß diese das
umschließende Polster durchragen. Der Grund dafür liegt darin, daß diese Verbindungsblöcke
für die Anordnung zu endlosen Ketten oder endlosen Förderbändern od. dgl. von Auspolsterungen,
Blöcken oder Gehäusen, die dem Gliederwerk und Polsteranordnungen. die später beschrieben
werden, angepaßt sind, bestimmt sind.
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Die rechts in der Zeichnung dargestellten Blöcke 20 und 30 sind erhabene
Blöcke, da sie an einer Oberfläche (an der unteren, in der Zeiclmung dargestellten
Oberfläche) mit einem nach außen vorspringenden, quer verlaufenden Rücken 36 ausgestattet
und mit örtlichen. in der Breite verlaufenden Erweiterungen3? ausgerüstet sind.
Der äuß-ere Rand des Rückens ist abgerundet, wie es bei 38 angezeigt ist. Eine Bolzenbohrung
39 ist in jedem erhabenen Verbindungsblock in der Mitte des Rückens vorgesehen.
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Die auf der linken Seite in oder Zeichnung dargestellten Verbindungsblöcke
21 und 31 sind vertiefte Blöcke, die auf ihren äußeren Oberflächen Kanäle 40, die
örtlich bei 41 erweitert und vollständig komplementär zu dem Rücken 36 und den örtlichen
Erweiterungen 37 der erhabenen Blöcke ausgebildet sind, tra-
gen. Eine Bolzenbohrung
42 ist in jedem vertieften Block in der Mitte des Kanals angeordnet und weist denselben
Durchmesser wie die Bohrung 39 auf. Die Bohrungen 39 und 42 sind axial fluchtend,
wenn die erhabenen und vertieften Blöcke der benachbarten Gl iederwerke zusammengefügt
werden. Diese Blöcke werden dann verriegelt oder formschlüssig gegen eine Bewegung
in einer Ebene, die senkrecht die Achse der Auchtendeil Bohrungen schneidet, verbunden.
Die vertiefsten Blöcke 21 und 31 weisen ebenfalls auf ihren nicht ausgesparten Oberflächen
ein Paar Vorsprünge 43 auf, die an jeder Seite der Bolzenbohrung42 für einen Zweck,
der im folgenden beschrieben wird, angeordnet sind.
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In den Fig. 7 bis 10 ist der Block oder die Auspolsterung P aus Aluminium
gefertigt und ist ausgespart, um ein Gliederwerk und eine Polsteranordnung, die
ähnlich denen sind. die im vorhergehenden beschrieben wurden. aufzunehmen. Das Glieederaiserk
L 4 umfaßt innen und außen parallel verlaufende, vertikal angeordnete Plattenglieder
44 und 45, erhabene bzw. vertiefte Endverbindungsblöcke 46 bzw. 47 und quer verlaufende,
parallel angeordnete Gelenkbolzen 48 und 49, die mit den äußeren Gliedern bei 50
vernietet sind.
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Das Gliederwerk L4 ist auf den größten Teil seiner Länge in einem
Polster C4 eingebettet, wobei ausschließlich die Verbindungsblöcke 46 und 47 daraus
hervortreten. Die Blöcke 469 47 sind konstruktiv so ausgelegt, wie es im vorhergehenden
beschrieben wurde. Die Blöcke 46 sind auf ihrer unteren Oberfläche mit einem quer
verlaufenden, nach außen vorspringenden Rücken 51 versehen und weisen örtliche,
in die Breite gehende Erweiterungen 52 auf. Der äußere Rand des Rückens ist abgerundet.
wie es bei 53 dargestellt ist. Ferner ist eine Bolzenbohrung 54 in der Mitte des
Rückens angeordnet. Der Block 47 trägt an seiner äußeren Oberfläche einen quer verlaufenden
Kanal 55, der bei 56 örtlich erweitert und vollstXinldig komplementär zu dem Rücken
51. 52 des Blockes 46 ausgebildet is.t. Die Bohrung57 ist in dem Block 47 in der
mitte des Kanals angeordnet und weist denselben Durchmesser wie die Bohrung 54 auf.
Der Block 47 trägt überdies an seiner unteren Oberfläche ein Paar Vorsprünge 58.
die an jeder Seite der Bohrungen angeordnet sind.
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Der Block P ist ferner im Inneren ausgespart, um eine Einlage eines
formbaren, vorzugsweise flexiblen, elastischen 5materials aufzunehmen. Die Einlage
stellt kein wesentliches NIerkmal der Erfindung dar, aber kann in gewissen Fällen
sehr vorteilhaft sein, da sie einen Weg darstellt, um die Auspolsterung oder den
Block ohne einen Verlust an Festigkeit leicht zu gestalten, und eine Einsparung
an Auspolsterungs- und Blockmaterial bei einer vollständigen endlosen Kette oder
einem endlosen Förderband sehr beträchtlich sein kann.
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Die Anordnung des Gliederwerkes L4 und des Polsters C4 kann eine
getrennt gefertigte Einlage sein, wie sie in den Fig. 1 bis 6 aufgezeigt ist. In
diesem Falle ist die Aussparung des Blockes P oder eines anderen Gehäuses für die
Aufnahme der Anordnung seitlich so weit ausgedehnt. daß die begrenzende Seitenwand
des Blockes durchbrochen wird. Die Anordnung wird dann einfach in die Aussparung
von der Seite des Blockes eingeführt. Bei dieser Ausbildung des Blockes sind die
,4ntriebsplatten bei endlosen Ketten oder anderen blocktrennetlden Elementen im
Falle von endlosen Förderbändern mit einem Vorsprung oder Flansch, welcher wenigstens
teilweise die Seitenöffnung des Blockes, wie es im folgen'den I,eschrieben wird,
verschließt, versehen.
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Die Polsterung C4 und die Einlage 1 der in den Fig. 7 bis 10 aufgezeigten
Darstellungen sind nicht unabhängig gefertigte Einlagen, sondern werden in die Betriebsstellung
unter Verwendung des Blockes P als Hohl form eingeformt. Zwei Öffnungen 59, 59 a,
die mit den ausgesparten Teilen des Blockes P verbunden sind, sind für die Einführung
des flexiblen, elastischen bIaterials in den Blöcken vorgesehen. Dieses Material
kann Hartgummi sein, obgleic'h, wenn es gewünscht wird, zwei verschiedene Materialien
verwendet werden können, eines für das Polster C4 und das andere für die Einlage
I. Die letztere kann z. B. ein weicher, biegsamer Gummi sein. In diesem Falle ist
der Durchbruch 6D, der die ausgesparten Teile für das Polster und die Einlage verbindet,
leer, bevor der Weichgummi eingebracht wird. Es ist auch möglich, verdreh- und bruchfestes
Material als Einlage zu verwenden, das geeignet ist, die mit der Erde zusammenarbeitende
Oberfläche des Blockes P in einer endlosen Kette zu bilden, wenn das Blockmaterial
so weit abgetragen ist, daß die benachbarte Oberfläche der Einlage freigelegt wird.
Hartgummi ist in diesem Falle ein geeignetes Material für die Einlage I und die
Einlage I-I. Die ausgesparten Teile des Blockes sind zweckmäßig so ausgelegt, daß
sie durch die Anordnung von Keilen od. dgl. gegeneinander verriegelt werden. Hierdurch
wird die Einlage in Betriebsstellung gehalten, wenn sie freigelegt ist, um mit der
Erdoberfläche zusammenzuarbeiten.
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Das Polster C4 ist zwar mit dem Gliederwerk L4 v eri)unden, kann
sich aber relativ zu dem Block P bewegen. Wie aus der Zeichnung (Fig. 10) hervorgeht,
ist das Polster C4 durch Formschluß in dem Block P in seiner Lage gehalten. Somit
wird eine Relativbewegulig in Längsrichtung zwischen Polster und Block verhindert.
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Da alle Beanspruchungen, die beim Umlauf der endlosen Kette oder
des Förderbandes auftreten, durch das Gliederwerk übertragen werden, ist für die
Materialwahl für den Block F oder für andere tGehäuseteile ein weiter Raum gegeben.
Bei der Anordnung des Blockes P in einer endlosen Kette unterliegt er ausschließlich
Druckbeanspruchungen. Das Material des Blockes P oder anderer IGehäuseteile sollte
vorzugsweise gegen Wasser und Bruch widerstandsfähig sein und sollte gute Abantzeigenschaften
haben. Es ist ülierdies wünschenswert, daß das Blockmaterial verschließfest und
hitzebeständig ist. Metalle, z. B. Aluminium, Aluminiumbronze, Manganstahl und andere
Materialien aus Asthestbasis, feste Webstoffe und metallische Reibmaterialien sind
Beispiele für geeignete Blockmaterialien.
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Aluminiumbronze ist ein besonders geeignetes Blockmaterial für endlose
Ketten an militärischen Fahrzeugen, da seine Dehnung im wesentlichen bei hohen Temperaturen
unverändert und bei niedrigen. unter 0° liegenden Temperaturen vergrößert wird.
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Die Fig. 11 bis 13 stellen eine endlose Kette für ein Raupenfahrzeug
dar, bei denen Blöcke von einer Konsttruktion, welche im vorgehenden beschrieben
wurde, obwohl sie in der Ausführung verschieden sind, verwendet werden. Während
der Erfinder zur Darstellung der Beschreibung eine endlose Kette ausgewählt hat,
kann die Erfindung ebenfalls bei endlosen Förderbändern, die grundsätzlich in der
Konstruktion den endlosen Ketten ähnlich sind, Anwendung finden.
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Aus diesem Grunde wurde die Ausführung eines endlosen Förderbandes
nicht besonders aufgezeigt und heschrieben.
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Die endlose Kette, die in den Fig. 11 bis 13 dargestellt ist, umfaßt
in Längsrichtung eine Anzahl quer verlaufender Antriebsplatten 61 und drei in Längsrichtung
verlaufende Reihen von Auspolsterungen oder Blöcken, die parallel zueinander mit
d'en Blöcken P1, P2 und P3 angeordnet sind und in Längsrichtung der Kette mit den
Antriebsplatten abwechseln.
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Die Reihe der Blöcke P1 ist zentral längs der Kette angeordnet, und
die Reihen der Blöcke P2 und P3 sind längs jeder Seite der Kette angebracht. Die
äußeren Blockreihen sind so weit seitlich von der mittleren Reihe angeordnet, daß
ein Zwischenraum 62 für die Aufnahme der Zähne 63 des Antriebskettenrades 64 verbleibt.
Es ist offenbar, daß die Kette für ein Fahrzeug hcstiml-.it ist mit Zwillingsantriebskettenrädern
64 und einer Zwillingsanordnung von Laufrädern (die nicht dargestellt sind), welche
über die Oberfläche der mittig liegenden Blöcke P 1, symmetrisch zur Mittenebene
der Kette, längs welcher Führungen 65 angeordnet sind, die an den Antriebsplatten
61 befestigt sind, laufen.
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Die Blöcke oder AuspolsterungenP1, P2 und P3 sind ausgespart, um
mittig zu ihrer Breite ein Gliederwerk und eine Polsteranordnung, wie sie vorher
beschrieben wurde, aufzunehmen.
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Das Gliederwerk L5 umfaßt innen und außen parallel verlaufende, vertikal
angeordnete Plattenglieder 66 und 67, erhabene und vertiefte Verbindungsblöcke 68
bzw. 69 und quer verlaufende, parallel zueinanderliegende Gelenkbolzen 70 und 71,
die mit den. äußeren Gliedern bei 72 vernietet sind. Jedes Gliederwerk L5 ist über
den größten Teil seiner Länge in ein Polster C5 eingebettet. Die Bolzen sind so
angeordnet, daß nur die Verbindungsblöcke ausZdem Polster an jedem Ende herausragen.
Das Längenverhältnis zwischen den Blöcken und den Polstern ist derart, daß die Polsterenden
die Blockenden überragen und die vorspringenden Polsterenden teilweise im vertikalen
Schnitt, wie es bei 73 aufgezeigt ist, abgerundet sind.
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Die erhabenen Verbindungsblöcke 68 weisen an ihrer inneren Oberfläche
einen quer verlaufenden Rücken 74 auf, der örtlich in der Breite bei 75 erweitert
ist, und einen abgerundeten Rand 76, der an der dem zugehörigen Polster C5 abgewandten
Seite liegt.
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In der Beschreibung der I(ette sollen die Ausdrücke »innere« und
»äußere« und verwandte Ausdrücke benutzt werden, um die Lage der Teile der Kette
relativ zu den Laufrädern des Raupenfahrzeuges, auf das die Kette montiert wird,
anzugeben.
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Eine Bolzenbohrung ist in der Mitte eines jeden erhabenen Verbindunlgsblockes
längs der Länge des Rücken 74 angeordnet. Die vertieften Vefbindungbblöcke 69 sind
an ihrer äußeren Begrenungsfläche mit einem quer verlaufenden Kanal 77 ausgerüstet,
der örtlich in der Breite bei 78 geweitet und vollständig komplementär zu dem Rücken
74, 75 der erhabenen Verbindungsblöcke G8 ausgebildet ist. In der Mitte eines jeden
Verbindungsblockes 69 längs der Länge des Kanals 77 ist eine Bolzenbohrung angeordnet
und ein Paar von Vorsprüngen 79, die auf der inneren Begrenzunsgsfläche eines jeden
Blockes 69 nach innen vorspringen und symmetrisch zu der Bolzenbdhrung liegen. Die
Seitenblödie P2 und P3 weisen im Verhältnis zu den mittleren Blöcken P 1 eine geringere
Breite auf. Die letzteren sind mit zwei Einlagen I-I ähnlich der Einlage 1 in den
Fig. 7 bis 10 ausgerüstet.
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Die Einlagen 1-1 und die Polster C5 der mittleren Blöcke P1 sind unter
Verwendung der Blöcke1 als Hohlform in die Betriebsstellung eingeformt.
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Die Polster und Seitenblöcke P2 und P3 können entweder in die Betriebsstellung
eingeformt oder als getrennte Einlagen gefertigt werden, die dann von der Seite
der Blöcke aus in die Benutzungsstellung eingeformt werden.
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Jede Antriebsplatte weist an ihrer äußeren Oberfläche sechs quer
verlaufende, vertikal liegende Flansche 80 bis 85 auf, die längs der Länge der Platten
voneinander entfernt und symmetrisch in bezug auf die quer verlaufende Mittelachse
der Platte angeordnet sind. Jeder der Flansche 80 bis 85 ist länger als die Plattenbreite
und überragt nach beiden Seiten die Platte und bildet Vorsprünge 86, welche in die
Plattenseiten übergehen. Die Flansche 82, 83, die der quer verlaufenden Mittelachse
benachbart und in gleicher Entfernung davon liegen, sind voneinander um die Breite
eines Blockes P 1 entfernt.
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Die Flansche der einander entsprechenden Paare 80 und 81 auf der einen
Seite und 84 und 85 auf der anderen Seite sind um die Breite eines Blockes P2 oder
P 3 voneinander entfernt.
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Jede Antriebsplatte ist stellenweise bei 87 zwischen den Flanschen
81 und 82 und bei 86 zwischen den Flanschen 83 und 84 tiefer gezogen, um Tragflächen,
die in die Zahnlücken der Antriebskettenräder 64 eintreten, wenn die - Kette von
einem Raupenfahrzeug getrieben wird, zu bilden. Jeder der drei mit einem Block zusammenarbeitenden
Teile der Antriebsplatte weist in der Mitte seiner Länge und Breite eine Bolzenbohrung89
gleichen Durchmessers wie die Bohrung in den Verbindungsblöcken 68 und 69 auf.
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An jeder Seite der Bohrungen der genannten Teile der Antriebsplatte
sind Löcher oder Vertiefungen 90 angebracht, die voneinander gleich weit entfernt
sind wie die Vorsprünge 79 der vertieften Verbindungs-Möcke-69 und so dimensioniert,
daß eine einwandfreie Paßform zwischen den genannten Vorsprüngen und Vertiefungen
erreicht wird.
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Die BlöckeP1 und P2 sind nicht in der Seitenansicht der Fig. 13 aufgezeigt,
sondern es sind ausschließlich deren Außenlinien strichpunktiert angezeigt. Die
Stellungen der zwei Antriebskettenräder des Fahrzeuges relativ zu der Kette sind
ebenfalls durch strichpunktierte Linien angedeutet. Die Antriebsplatten 61 weisen
Rillen oder Hohlräume an ihren Enden und an jeder Seite ihrer mittig liegenden Teile,
die mit den Verbindungsblöcken zusammenarbeiten, auf. Diese Rissen oder Löcher sind
vorgesehen, um das Gewicht der Platten, ohne ihre mechanische Festigkeit zu verringern,
herabzusetzen; z. B. sind die Rillen und Hohlräume nur dort vorgesehen, wo zusätzliches
Material überflüssig sein würde.
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Die Anordnung der endlosen Kette wird aus der vorhergehenden Beschreibung
der verschiedenen Teile der Antriebsplatten, die quer zu der Kette verlaufen und
mit den Blöcken jeder der drei Blockreihen abwechseln, offenbar sein.
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Die aufeinanderfolgenden Blöcke jeder Reihe sind über die dazwischenliegenden
Verbindungsblöcke, die einander überlappen, vereinigt. Die vertieften Verbindungsblöcke
69 liegen in jedem Fall innen, und der Kanal 77, 78 bildet mit dem Rücken 74, 75
des erhabenen Verbindungsblockes 68 einen Formschluß.
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Durch den Kanal und den zu der Vertiefung komplementären Ausbildungen
werden die Verbindungsblöcke verriegelt oder formschlüssig gegen eine Bewegung in
einer Ebene, die senkrecht zu der Achse der fluchtenden Bohrungen der beiden Verl,indungsblöcke
steht, verbunden. Die Blöcke jeder Reihe
bilden so eine kontinuierliche Kette, und
die entsprechenden Kräfte beim Antrieb der Kette werden durch das Gliederwerk der
drei Ketten übertragen, die so gebildet sind, daß die Kräfte dem Blockmaterial ferngehalten
werden, das somit ausschließlich Druckbeanspruchungen unterworfen wird.
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Die Antriebsplatten 61 sind quer zu der inneren Fläche der vertieften
Verbindungsblöcke der drei Blockreihen angeordnet. Die Löcher oder Vertiefungen
90 bilden mit den Vorsprüngen 79 der vertieften Verbindungsblöcke einen Formschluß.
Die Bolzenbohrungen 89 der Antriebsplatten liegen mit den Bohrungen der Verbindungsblöcke
fluchtend. Eine Spannplatte 93 wird quer über die 3Lußenfläche jeder Antriebsplatte
montiert, und die Verbindungsblöcke sind SOmit zwischen den Spann- und Antriebsplatten
angeordnet. Jede Spannplatte weist Bolzenbohrungen auf, die mit den fluchtenden
Bohrungen der Antriebsplatte und der Verbindungsblöcke übereinstimmen.
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Der Bolzen 91 wird durch die drei Bohrungen Ciiigeführt und durch
Muttern 92 festgelegt. Bolzen und Muttern sind vorzugsweise aus hoch auf Dehnung
beanspruchbarem Stahl gefertigt.
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Wenn die beschriebene Kette von einem Raupenfahrzeug angetrieben
wird, wird jede notwendige Gelenkbewegung, z. B. wenn die Kette die Kettenräder
umläuft, um die Gelenkbolzen, die in den Polstern der Gelenkteile eingebettet liegen,
vorgenommen.
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Die Antriebsplatten sind der Teilung der Kettenräder angepaßt und
verursachen keinen unnötigen Energieverbrauch bei der Zusammenarbeit mit den Kettenrädern.
Daraus resultiert, daß keine unnötige Abnutzung der Kettenradzähne oder der Tragflächen
der Antriebsplatten auftritt.
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Die Teilung der Kette beim Kämmen des Kettenrades bleibt im wesentlichen
bei der Bewegung des Fahrzeuges konstant. Die Flansche 80 bis 85 sorgen für eine
gleiche Lage der Auspolsterungen oder Blöcke und halten die getrennt gefertigten
Einlagen an ihrem Platz. Eine bedeutende Funktion besteht indessen darin, daß sie
den Druck der kontinuierlichen Ketten, die beschrieben wurden, aufnehmen und auf
den Erdboden, über den das Fahrzeug läuft übertragen. Dieses verursacht eine seitliche
Stabilität der Kette, die den Teil, der dem Boden benachbart liegt, flach hält.
Dieses ist besonders wünschenswert, wenn das Fahrzeug wendet.
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Die Spannplatten 93 können so ~ausgelegt sein, daß sie mit den Verbindungsblöcken
68 in derselben Weise wie die Antriebsplatten mit den Verbindungsblöcken 69 zusammenarbeiten.
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Die quer verlaufenden Blöcke Pl, P2 und P3 jeder Reihe können gleichartig
ausgebildet sein, damit kontinuierliche Oberflächen geschaffen werden, die mit den
beiden zusammenarbeiten. Die verbindenden Teile des resultierenden einzelnen Blockes
werden in der Tiefe beschränkt, und die inneren Oberflächen grenzen an die äußeren
Oberflächen der Ausläufer 86 der Flansche an. Die abgerundeten Enden 73 der Polster
drehen sich zwischen den Antriebsplatten und den Antriebs-Spannplatten bei einer
gelenkigen Verlagerung der Kette, und somit wird die Belastung von den Gelenkbolzen
70 und 71 ferngehalten.