DE1017612B - Verfahren zur Herstellung von tertiaeren Aminen, ihren Saeureadditionssalzen und quaternaeren Ammoniumverbindungen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von tertiaeren Aminen, ihren Saeureadditionssalzen und quaternaeren AmmoniumverbindungenInfo
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Description
DEUTSCHES
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von tertiären Aminen der allgemeinen Formel
-C-R,
Verfahren zur Herstellung
von tertiären Aminen,
ihren Säureadditionssalzen
und quaternären Ammoniumverbindungen
In dieser Formel bedeutet R1 einen Alkylrest, R2 einen
Alkylrest, der von dem Rest R1 verschieden sein kann,
oder einen Aralkylrest; oder R1 und R2 stellen zusammen
mit dem Stickstoffatom einen Pyrrolidino-, Piperidino- oder Morpholinorest dar; R4 bedeutet einen Aryl· oder
Aralkylrest mit gerader oder verzweigter Kette, R6 einen
Alkylrest und R6 einen Aralkylrest.
Weiterhin betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung der tertiären Salze dieser Amine
sowie ihrer quaternären Ammoniumverbindungen der allgemeinen Formel
R1 R6
R,- N —C —
R3 R4
X"
In dieser Formel haben R1, R2, R4, R5 und R6 die oben
angegebenen Bedeutungen; R3 bedeutet ein Wasserstoffatom,
einen Alkyl- oder Aralkylrest und X ein Anion wie ein Halogenion oder ein Alkylsulfation.
Das erfindungsgemäße Verfahren besteht darin, daß man ein a-Amino-nitril der allgemeinen Formel
N —C —R,
2 CN
worin R1, R2, R5 und R6 die oben angegebene Bedeutung
haben, mit einer Grignardverbindung der allgemeinen Formel
R4-Mg-Halogen,
worin R4 die oben angegebene Bedeutung hat, umsetzt
und gegebenenfalls das so erhaltene therapeutisch wertvolle tertiäre Amin durch Umsetzung mit einer geeigneten
Säure, z. B. einer Halogenwasserstoffsäure, in ein Säureadditionssalz oder mit einem Alkyl- oder Aralkylhalogenid
oder Dialkylsulfat in eine quaternäre Ammoniumverbindung überführt.
Die Umsetzung der a-Amino-nitrile erfolgt vorzugsweise in einem inerten Lösungsmittel, wie z. B. Äther, Benzol,
Tetrahydrofuran oder einem Gemisch solcher Lösungs-
Anmelder:
Dr. Karl Thomae
Dr. Karl Thomae
Gesellschaft mit beschränkter Haftung,
Biberach/Riß
Biberach/Riß
Dr. Gerhard Ohnacker und Dr. August Kottier,
Biberach/Riß,
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
mittel, vorteilhaft bei erhöhter Temperatur und vorzugsweise bei der Siedetemperatur des Lösungsmittels. Die
Umwandlung der tertiären Amine in ihre Säureadditionssalze bzw. quaternären Ammoniumverbindungen kann in
Abwesenheit von Lösungsmitteln erfolgen, kann aber auch in Gegenwart von Lösungsmitteln, wie z. B. Äther,
Alkohol, Aceton, Essigester oder Benzol, durchgeführt werden.
Die Herstellung der tertiären Salze erfolgt vorteilhaft bei niedrigen Temperaturen, vorzugsweise unter Kühlung,
während für die Herstellung der quaternären Ammoniumverbindungen bei höheren Temperaturen, vorzugsweise
bei Temperaturen von 50 bis 150°, und gegebenenfalls im geschlossenen Rohr gearbeitet wird.
Die unter Eliminierung der CN-Gruppe verlaufende Umsetzung von a-(tert.-Amino)-nitrilen mit Organomagnesiumhalogeniden
ist an sich bekannt (vgl. Christiaen, Bl. Soc. Chim. Belgique, Bd. 33, S. 483ff. [1924],
P. Bruylants, Bl. Acad. roy. Belgique [5] Bd. 11, S. 261 ff. [1925], und Velghe, ebd., S. 301, sowie Journ.
Amer. Chem. Soc, Bd. 72, S. 358ff. [1950]). Jedoch sind
die gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellten tertiären Aminoverbindungen, ihre Säureadditionssalze
und quaternären Ammoniumverbindungen neu. Es sind therapeutisch wertvolle Substanzen, insbesondere sind
die l-(tert.-Amino)-l, 1-bis-(aralkyl)-alkane hochwirksame
Spasmolytika vom Papaverintypus.
Ferner besitzen die erfindungsgemäß erhältlichen Verbindungen überraschenderweise hustenreizstillende Eigenschaften,
welche mit denen der Opiate verglichen werden können. Dabei bieten sie den Vorteil, daß bei ihrer
709 756/406
3 4
Anwendung als Hustenmittel im Gegensatz zu den äthylamino^-cyano^-phenyl-butan vom Kp.15 = 162°
Opiaten keine Suchterscheinungen auftreten. erhalten.
Die Darstellung der als Ausgangsmaterial dienenden CHN (230 34)
a-Amino-nitrile erfolgt nach bekannten Methoden (vgl. 1IL 2a, 2 , '„,,,..„,
Houben-Weyl, Methoden der organischen Chemie, 5 N: berechnet: 12,16%, gefunden: 12,08%.
4. Auflage, Bd. 8, S. 279). Als besonders geeignet hierfür
erwiesen sich die Umsetzungen nach Knoevenagel B ' ' 1 ^
(Ber. Bd. 37, S. 4082 [1904]) und Zelinsky, Stadnikoff „ ^. , ßeisPlel ύ
(Ber. Bd. 39, S. 1725 [1906]). 2-Diäthylamino-2,4-diphenyl-butan
Die folgenden Beispiele sollen die vorliegende Erfindung io Die Grignardlösung aus 5,1 g Magnesium und 33 g
näher erläutern, ohne sie zu beschränken. Die angegebenen Brombenzol in 150 ml Äther wird bei 0° unter Rühren
Arbeitsweisen zur Herstellung von Ausgangsstoffen sollen innerhalb x/2 Stunde mit einer Lösung von 45 g des
hier nicht unter Schutz gestellt werden. im Beispiel 2 beschriebenen 2-Diäthylamino-2-cyano-
4-phenyl-butans in 100 ml Äther versetzt. Sodann wird
Beispiel 1 15 ^er Äther abdestilliert und durch 200 ml Benzol ersetzt,
ο μ τ»· -j- \ ο ■>
iA , IV, Der Ansatz wird noch 3 Stunden zum Sieden erhitzt und
2-(l-Prpendino)-2-benzyl-4-phenyl-butan dann wie ^ Bdspiel χ angegeben aufgearbeitet. Man
Die Grignardlösung aus 4,8 g Magnesium und 25,1 g erhält 46,5 g der Base vom Kp.0,05 = 145°.
Benzylchlorid in 100 ml Tetrahydrofuran wird mit einer r „ XT /OQ1 An>
τ . Λλ r- o n τ-.· · τ \ /-. λ t ι C2nH07N (201,42) .
Losung von 41,5 g 2-(l-Pipendmo)-2-cyano-4-phenyl- ao ° , ' __
butan in 50 ml Tetrahydrofuran bei 0° unter Rühren ver- N: berechnet: 4,98 %, gefunden: 5,04 %.
setzt. Anschließend wird 3 Stunden zum Sieden erhitzt Aus der ätherischen Lösung der freien Base erhält man
und auf ein Gemisch aus Eis und konzentrierter Salzsäure mit ätherischer Salzsäure das Hydrochlorid; F. = 191°
gegossen. Die saure Lösung wird dreimal mit je 100 ml (aus Isopropanol).
Äther gewaschen und mit konzentriertem Ammoniak 25
alkalisch gemacht. Das dabei ausfallende Öl wird in
alkalisch gemacht. Das dabei ausfallende Öl wird in
Äther aufgenommen und über Natriumsulfat getrocknet. Beispiel 4
Nach dem Verjagen des Äthers verbleibt ein kristalliner 3-Dimethylamino-3-methyl-l, 6-diphenyl-hexan
Rückstand, der aus Methanol umkristallisiert wird;
F. = 70°. Ausbeute: 13,8 g. 30 Die Grignardlösung aus 4,8 g Magnesium und 40 g
. _ ., y-Phenylpropylbromid in 150 ml Äther wird mit einer
^22^29« μυ/,ΐΟ) Lösung von 20,2 g 2-Dimethylamino-2-cyano-4-phenyl-
N: berechnet: 4,56%, gefunden: 4,48%. butan in ioOml Äther innerhalb 1 Stunde versetzt. Der
Aus der ätherischen Lösung der freien Base wird beim Ansatz wird noch 6 Stunden im Sieden gehalten und dann
Versetzen mit ätherischer Salzsäure das Hydrochlorid 35 über Nacht bei Zimmertemperatur aufbewahrt. Die Auferhalten.
F. = 236° (aus Äthanol/Äther 1:1). arbeitung erfolgt nach der im Beispiel 1 angegebenen
Das als Ausgangsmaterial verwendete 2-(1-Piperidino)- Methode. Man erhält 20,4 g der Base vom Kp.0i2 = 15Γ.
2-cyano-4-phenyl-butan kann folgendermaßen erhalten Mittels ätherischer Salzsäure erhält man aus der Base
werden: 44,4 g Benzylaceton, 36,3 g Piperidin-hydro- dasHydrochlorid;F. = 166°(ausEssigester/Methanoll:l).
chlorid und 50 ml Wasser werden unter Rühren innerhalb 40 q jj ^q (33192)
1L Stunde mit einer Lösung von 19,5 g Kaliumcyanid in 2,, , , , ' . n„ n, , , . „o n,
30ml Wasser versetzt. Anschließend wird 8 Stunden N: berechnet: 4,22<>/0, gefunden: 4,08<70.
geschüttelt und das Reaktionsprodukt in Äther auf- Das als Ausgangsmaterial verwendete 2-Dirnethyl-
genommen. Nach dem Trocknen über Natriumsulfat und amino-2-cyano-4-phenyl-butan kann wie folgt erhalten
Verjagen des Äthers erhält man 20 g 2-(1-Piperidino)- 45 werden: Nach der im Beispiel 1 angegebenen Arbeits-
2-cyano-4-phenyl-butan. Kp.13 = 184 bis 186°. weise erhält man aus 29,6 g Benzylaceton, 16,3 g
P TT -»τ /940 ix\ Dimethylamin-hydrochlorid und 13 g Kaliumcyanid
16 22 2 ^ ' \Λ , _ „ 33,4 g 2-Dimethylamino-2-cyano-4-phenyl-butan vom
N: berechnet: 11,56%, gefunden: 11,76%. Kp.lo == 148°.
Beispiel 2 5° C18H18N2 (202,29)
2-Diäthylamino-2-benzyl-4-phenyl-butan N: berechnet: 13,85%, gefunden: 13,97%.
Die Grignardlösung aus 4,8 g Magnesium und 25,1 g
Benzylchlorid in 100 ml Äther wird bei 0° unter Rühren Beispiel 5
mit einer Lösung von 40 g 2-Diäthylamino-2-cyano- s·; ο/,!-»«· ιτνοι 1 λ ι ιτ_^
4-phenyl-butan in 100 ml Äther innerhalb 1 Stunde ver- 2-(4-Morpholmo)-2-benzyl-4-phenyl-butan
setzt. Anschließend wird 3 Stunden zum Sieden erhitzt Die Grignardlösung aus 7,8 g Magnesium und 40,5 g
und wie im Beispiel 1 angegeben aufgearbeitet. Man Benzylchlorid in 200 ml Äther wird bei 0° innerhalb
erhält 20,6 g der Base vom Kp.0i05 = 152°. 1 Stunde mit einer Lösung von 83 g 2-(4-Morpholino)-
CHN (295 45) 6o 2-cyano-4-phenyl-butan in 200 ml Äther versetzt. An-
2It 2^ τ. ' α TAni r j ,mn, schließend wird 4 Stunden zum Sieden erhitzt und wie
N: berechnet: 4,74%, gefunden: 4,92%. im Beispiel x angegeben aufgearbeitet. Man erhält 67,5 g
Aus der ätherischen Lösung der freien Base erhält man der Base; F. = 72° (aus Äther/Petroläther 1:1).
mit ätherischer Salzsäure das Hydrochlorid; F. = 188° C H ON (309 43)
(aus Isopropanol/Äther 1: 1). 65 "n-berechnet' 4 53°/ gefunden· 4 53°/
Das als Ausgangsmaterial verwendete 2-Diäthylamino- ' ·
> /ο» ε > /ο·
2-cyano-4-phenyl-butan kann auf folgendem Wege her- Mittels ätherischer Salzsäure erhält man aus der Base
gestellt werden: Aus 222 g Benzylaceton, 163,5 g Diäthyl- das Hydrochlorid; F. = 182° (aus Chloroform/Äther 1: 1).
amin-hydrochlorid und 97,5 g Kaliumcyanid werden nach Das als Ausgangsmaterial dienende 2-(4-Morpholino)-
der im Beispiel 1 angegebenen Arbeitsweise 274 g 2-Di- 70 2-cyano-4-phenyl-butan kann folgendermaßen dargestellt
werden: Nach der im Beispiel 1 angegebenen Arbeitsmethode
erhält man aus 87 g Benzylaceton, 72 g Morpholinhydrochlorid und 38 g Kaliumcyanid 108 g 2-(4-Morpholino)-2-cyano-4-phenyl-butan
vom Kp.Oil = 161°.
C15H20N2O (244,33)
N: berechnet: 11,47%, gefunden: 11,64%.
Beispiel 6
3-(4-Morpholino)-3-methyl-l, 5-diphenyl-pentan
3-(4-Morpholino)-3-methyl-l, 5-diphenyl-pentan
Nach der im Beispiel 5 beschriebenen Arbeitsweise erhält man aus 5,6 g Magnesium 43 g /3-Phenyl-äthylbromid
und 43,5 gdes ebenfalls im Beispiel 5 beschriebenen 2-(4-Morpholino)-2-cyano-4-phenyl-butans 33,3 g der
Base; Kp11 = 201°.
C22H29ON (323,46)
N: berechnet: 4,33%, gefunden: 4,38%.
Das Hydrochlorid erhält man mit ätherischer Salzsäure; F. == 201° (aus Aceton).
16,3 g Dimethylamin-hydrochlorid und 13 g Kaliumcyanid 34,4 g2-Dimethylamino-2-cyano-l-phenyl-propan.
C12H16N2 (188,27)
N: berechnet: 14,88%, gefunden: 14,90%.
N: berechnet: 14,88%, gefunden: 14,90%.
35
Beispiel 7
2- (N-Benzyl-N-methyl-amino) -2-benzyl-4-phenyl-butan
2- (N-Benzyl-N-methyl-amino) -2-benzyl-4-phenyl-butan
Die Grignardlösung aus 4,8 g Magnesium und 25,1 g Benzylbromid in 150 ml Äther wird innerhalb 1 Stunde
mit einer Lösung von 14,8 g 2-(N-Benzyl-N-methylamino)-2-cyano-4-phenyl-butan versetzt. Die Reaktionsmischung wird 11 Stunden zum Sieden erhitzt und dann
wie im Beispiel 1 angegeben aufgearbeitet. Man erhält 11,6g der öligen Base.
Aus dieser wird mittels ätherischer Salzsäure das Hydrochlorid dargestellt; F. = 197° (stark hygroskopisch,
aus Isopropanol/Äther 1:1).
C25H30NCl (379,96)
N: berechnet: 3,69%, gefunden: 3,52%.
Das als Ausgangsmaterial verwendete 2-(N-Benzyl-N - methyl - amino) - 2 - cyano - 4 - phenyl - butan kann auf
folgendem Wege erhalten werden: Nach der im Beispiel 1 angegebenen Methode erhält man aus 178 g Benzylaceton,
207 g Benzylmethylamin-hydrochlorid und 86 g Kaliumcyanid 284 g 2 - (N - Benzyl - N - methyl - amino) -2 - cyano-4-phenyl-butan
vom Kp. 8 = 211°.
C19H22N2 (278,38)
N: berechnet: 10,06%, gefunden: 9,97%.
5o
Beispiel 8
2-Dimethylamino-l, 2-diphenyl-propan
2-Dimethylamino-l, 2-diphenyl-propan
Zu einer siedenden Lösung von 9,5 g 2-Dimethylamino-2-cyano-l-phenyl-propan
in 150 ml Äther läßt man innerhalb 1J2 Stunde die Grignardlösung aus 1,4 g Magnesium
und 8,7 g Brombenzol eintropfen und hält anschließend noch 1Z2 Stunde im Sieden. Nach der im Beispiel 1 angegebenen
Aufarbeitungsmethode erhält man 9,7 g der Base vom Kp16 = 161°.
Das Hydrochlorid wird aus der Base mit ätherischer Salzsäure dargestellt; F. = 200° (aus Essigester/
Äthanol 8:2).
C17H22NCl (275,85)
N: berechnet: 5,08%, gefunden: 5,01%. 6s
Das als Ausgangsmaterial verwendete 2-Dimethylamino-2-cyano-l-phenyl-propan
kann folgendermaßen gewonnen werden: Nach der im Beispiel 1 angegebenen
Arbeitsweise erhält man aus 26,8 g Benzylmethylketon,
Beispiel 9
2-Dimethylamino-2-methyl-l, 3-diphenyl-propan
2-Dimethylamino-2-methyl-l, 3-diphenyl-propan
Die Grignardlösung aus 4,8 g Magnesium und 25,2 g Benzylchlorid in 150 ml Äther wird bei 0° innerhalb
1 Stunde mit einer Lösung von 18,8 g des im Beispiel 8 beschriebenen 2-Dimethylamino-2-cyano-1 -phenylpropans
in 75 ml Äther versetzt. Anschließend wird I1Z2 Stunden zum Sieden erhitzt. Der Ansatz wird nach
der im Beispiel 1 angegebenen Methode aufgearbeitet. Man erhält 19,3 g der Base vom Kp.0;02 = 124°.
C18H23N (253,37)
N: berechnet: 5,53%, gefunden: 5,61%.
Das Hydrochlorid wird aus der Base mit ätherischer Salzsäure dargestellt; F. = 220° (aus absolutem Äthanol).
2-Dimethylamino-2-methyl-l, 3-diphenylpropan-brom-benzylat
5 g des gemäß Beispiel 9 erhaltenen 2-Dimethylamino-2-methyl-l,
3-diphenyl-propans und 6 g Benzylbromid werden in 50 ml absolutem Essigester 6 Stunden unter
Rückfluß erhitzt. Das ausgefallene Salz wird abgesaugt, mit Äther gewaschen und aus Isopropanol umkristallisiert.
F. = 144°. Ausbeute 7,6 g.
2-Dimethylamino-2-methyl-l, 3-diphenylpropan-j
odmethylat
5 g des gemäß Beispiel 9 erhaltenen 2-Dimethylamino-2-methyl-l,
3-diphenyl-propans werden in 8 ml Methyljodid gelöst und über Nacht stehengelassen. Hierauf wird
das überschüssige Methyljodid abdestilliert, der Rückstand in Äther aufgenommen, abgesaugt und aus Isopropanol
umkristallisiert. F. = 187°. Ausbeute 7,1 g.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von tertiären Aminen der allgemeinen Formel
;N-C-R5
R,
worin R1 einen Alkylrest, R2 einen Alkylrest, der von
dem Rest R1 verschieden sein kann, oder einen Aralkylrest bedeuten oder worin R1 und R2 zusammen
mit dem Stickstoffatom einen Pyrrolidino-, Piperidino- oder Morpholinorest darstellen und worin R4 einen
Aryl- oder Aralkylrest mit gerader oder verzweigter Kette, R5 einen Alkylrest und R6 einen Aralkylrest
bedeuten, sowie von deren Säureadditionssalzen und quaternären Ammoniumverbindungen der allgemeinen
Formel
R1 R6
R9-N-
Rs
-R5
worin R1, R2, R4, R8 und R6 die oben angegebenen
Bedeutungen besitzen und worin R3 ein Wasserstoffatom, einen Alkyl- oder Aralkylrest und X ein Anion
wie ein Halogenion oder ein Alkylsulfation bedeutet, dadurch gekennzeichnet, daß man in an sich bekannter
Weise ein a-Amino-nitrjl der allgemeinen Formel
RK
R,.
;N~C~RR
CN
worin R1, R2, R8 und R6 die oben angegebene Bedeutung
haben, mit einem Aryl- oder Aralkylrnagnesiumhalogenid umsetzt und gegebenenfalls das Reaktionsprodukt mit einer Säure, wie einer Halogenwasserstoff-
säure, in ein Säureadditionssalz oder mit einem Alkylhalogenid, Aralkylhalogenid oder Dialkylsulfat
in ein quaternäres Ammoniumsalz überführt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man die Umsetzung des a-Arnino-nitrils mit dem Aryl- oder Aralkylmagnesiumhalogenid in
einem inerten Lösungsmittel, wie Äther, Benzol, Tetrahydrofuran, oder in einem Gemisch solcher
Lösungsmittel, vorzugsweise bei erhöhter Temperatur und besonders bei der Siedetemperatur des Lösungsmittels,
durchführt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 766 207;
britische Patentschrift Nr. 682 261;
Journ. Am. Chem. Soc, Bd. 72, S. 358 bis 362 (1950).
© 709 7S6/4O6 10.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET9000A DE1017612B (de) | 1954-02-05 | 1954-02-05 | Verfahren zur Herstellung von tertiaeren Aminen, ihren Saeureadditionssalzen und quaternaeren Ammoniumverbindungen |
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1017612B true DE1017612B (de) | 1957-10-17 |
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ID=7546009
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|---|---|---|---|
| DET9000A Pending DE1017612B (de) | 1954-02-05 | 1954-02-05 | Verfahren zur Herstellung von tertiaeren Aminen, ihren Saeureadditionssalzen und quaternaeren Ammoniumverbindungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1017612B (de) |
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