DE10161936A1 - Elektroniksteuereinheit - Google Patents
ElektroniksteuereinheitInfo
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Abstract
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird verhindert, daß eine Verbindung eines dünnen Drahtes durch Schwingungen eines Gels zum Schützen eines elektrischen Schaltungsmoduls vor Vibrationen, Stößen und Korrosion beeinflußt wird. Es ist eine Elektroniksteuereinheit vorgesehen, die ein elektronisches Schaltungsmodul aufweist, bei dem ein blanker Chip auf einer Leiterplatte und an einer Gehäuseeinheit zum Unterbringen des Moduls montiert ist, wobei die Gehäuseeinheit mit einem Vergußgel zum Schützen des Moduls gefüllt ist. Der blanke Chip einschließlich seiner Drahtverbindung zur Leiterplatte wird vorab mit einer gelatineartigen Substanz eingesiegelt, die vor dem Härten eine Thixotropie aufweist. Die gelatineartige Substanz hat eine Eindringung, die nach dem Härten geringer wird als diejenige des eingefüllten Vergußgels, und sie bewirkt das Beseitigen oder erhebliche Verringern der Wirkung einer viskoselastischen Schwingung der Außenschicht des Gels auf den blanken Chip und seine Drahtverbindung.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein eine
Elektroniksteuereinheit und insbesondere den Schutz eines in
einer Elektroniksteuereinheit untergebrachten Moduls.
Ein als eine Elektroniksteuereinheit verwendetes
Schaltungsmodul beinhaltet im allgemeinen Schaltungschips mit
unterschiedlichen Funktionen, wie eine integrierte Schaltung
(IC), eine hochintegrierte Schaltung (LSI), einen Mikro
computer und dergleichen, die durch Chipbonden oder der
gleichen an einer Leiterplatte angebracht sind, auf die ein
elektronisches Schaltungsmuster gedruckt worden ist, wobei
durch Drahtbonden oder -löten eine Drahtverbindung mit der
Verdrahtung auf der Leiterplatte hergestellt ist. Als
Schaltungschips werden ein Gehäusechip, der mit einem aus
Kunststoff oder dergleichen hergestellten Gehäuse bedeckt ist
und mit einem Übergangsbeschichtungsharz versiegelt ist, und
ein blanker Chip, bei dem keine besondere Versiegelung
vorhanden ist, verwendet. Bei einem Gehäusechip werden eine
Elektrodenkontaktstelle und eine Zuleitung des Gehäuses durch
Drahtbonden verbunden, während die Zuleitung und die
Verdrahtung der Leiterplatte durch Löten verbunden werden.
Bei einem blanken Chip werden die Elektrodenkontaktstelle und
die Verdrahtung der Leiterplatte jedoch direkt durch Draht
bonden verbunden.
Wenn das oben erwähnte Schaltungsmodul unter Bedingungen
verwendet wird, bei denen es einer hohen Temperatur oder
einem hohen Ausmaß an Vibrationen oder Stößen ausgesetzt ist,
wie es bei einer im Motorraum eines Fahrzeugs untergebrachten
Elektroniksteuereinheit der Fall ist, ist es erforderlich,
Maßnahmen zu ergreifen, um den Schutz des Schaltungsmoduls
gegen Korrosion, Stöße und einen Aufprall zu gewährleisten.
Eine solche Schutzmaßnahme wurde bei Schaltungsmodulen
eingesetzt, bei denen ein blanker Chip und ein Gehäusechip,
die zusammen als die elektrische Schaltung wirken, montiert
sind, und bei denen der blanke Chip auf der Leiterplatte von
einem Rahmen umgeben ist, in den dann eine gelatineartige
Substanz eines Silicon- oder Epoxidharzes oder dergleichen
bis zu einer gewissen Höhe eingefüllt wird, so daß der blanke
Chip bedeckt wird. Ein Beispiel dieses Typs eines
Schaltungsmoduls ist in der JP-A-20-303232 offenbart.
Das nur auf diese Weise erfolgende Schützen des blanken
Chipabschnitts ist jedoch nicht notwendigerweise als Maßnahme
unter Extrembedingungen, wie den weiter oben erwähnten,
ausreichend. Eine vorstellbare Maßnahme zum Verbessern der
Widerstandsfähigkeit gegenüber Stößen und Aufprallen besteht
darin, nicht nur den blanken Chipabschnitt sondern auch das
ganze Schaltungsmodul mit einem viskoelastischen Vergußgel zu
umgeben, das Vibrationen und Aufpralle absorbiert. In diesem
Fall wird die ganze Gehäuseeinheit der Elektroniksteuer
einheit, in der das Schaltungsmodul untergebracht ist, mit
dem Vergußgel gefüllt.
Weil die mit dem blanken Chipabschnitt verbundenen Drähte
sehr dünn sind, tritt bei diesem Typ einer Maßnahme jedoch
die Möglichkeit auf, daß sie sich lösen können, falls infolge
viskoelastischer Vibrationen des Vergußgels auf den
Verbindungsabschnitt eine zunehmende Belastung einwirkt. Weil
das Einfüllen des Vergußgels weiterhin der letzte Schritt
nach dem Einbauen des Schaltungsmoduls in das Gehäuse und den
Drahtbonden von diesem mit dem am Gehäuse montierten
Anschlußabschnitt ist, ist der blanke Chip bis zum letzten
Schritt nicht geschützt, wenn das Schaltungsmodul gehandhabt
wird.
Eine erste Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht
daher darin, eine Elektroniksteuereinheit bereitzustellen,
bei der ein blanker Chip des Schaltungsmoduls durch ein
einfaches Verfahren versiegelt wird. Hinsichtlich der
Technik, mit der Vergußgel in eine ganze Gehäuseeinheit eines
Schaltungsmoduls eingefüllt wird, besteht eine weitere
Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, eine Elektronik
steuereinheit bereitzustellen, bei der selbst dann keine
Schwingungswirkung von der gelatineartigen Substanz auf die
Verdrahtung des blanken Chips auftritt, wenn ein starker
Aufprall oder starke Vibrationen auftreten. Diese Aufgabe
wird mit den Merkmalen der Patentansprüche gelöst.
Zum Lösen der vorhergehend erwähnten Aufgaben ist gemäß
einer ersten Erscheinungsform der vorliegenden Erfindung eine
Elektroniksteuereinheit vorgesehen, die ein elektronisches
Schaltungsmodul aufweist, bei dem ein blanker Chip auf einer
Leiterplatte und an einer Gehäuseeinheit zum Unterbringen des
Moduls montiert wird, wobei die Gehäuseeinheit mit einem
Vergußgel zum Schützen des Moduls gefüllt wird, wobei der
blanke Chip vorab mit einer gelatineartigen Substanz
versiegelt wird, die ihre eigene Form beibehalten kann und
eine Thixotropie aufweist und eine Drahtverbindung zwischen
dem blanken Chip und seiner Leiterplatte bedeckt.
Weil eine gelatineartige Substanz mit einer Thixotropie
zum Versiegeln des blanken Chipabschnitts verwendet wird, ist
es möglich, den blanken Chipabschnitt, der eine geringere
Widerstandsfähigkeit als andere Abschnitte aufweist, durch
den einfachen Schritt des ausschließlichen Aufbringens der
gelatineartigen Substanz lokal zu schützen. Weiterhin ist es
dadurch, daß die Versiegelung infolge der Thixotropie der
gelatineartigen Substanz in ihrer Form von selbst festgelegt
wird, nicht erforderlich, einen Rahmen oder dergleichen zum
Festlegen des Bereichs der Versiegelung anzuordnen, wie es im
verwandten Stand der Technik der Fall ist. Weil die
Versiegelung des blanken Chipabschnitts weiterhin keinen
zusätzlichen Platz benötigt, kann die Leiterplatte kleiner
gemacht werden, wodurch das Verringern der Kosten ermöglicht
wird. Weiterhin ist es selbst während des Handhabens des
Schaltungsmoduls bei den Herstellungsschritten durch
Ausführen der Schritte nur bis zum Versiegeln des blanken
Chipabschnitts in einem Reinraum möglich, daß die
Überführungs- und Montageschritte danach in einer gewöhn
lichen Umgebung ausgeführt werden. Dies ist zum Verringern
der Kosten infolge des Vereinfachens der Fertigungsstraße
vorteilhaft.
Weiterhin ist gemäß einer zweiten Erscheinungsform der
vorliegenden Erfindung eine Elektroniksteuereinheit vor
gesehen, die ein elektronisches Schaltungsmodul aufweist, bei
dem ein blanker Chip auf einer Leiterplatte und an einem
Gehäuse zum Unterbringen des Moduls montiert ist, wobei die
Gehäuseeinheit mit einem Vergußgel zum Schützen des Moduls
gefüllt ist, wobei der blanke Chip einschließlich einer
Drahtverbindung zwischen dem blanken Chip und der Leiter
platte innerhalb des Vergußgels mit einer gelatineartigen
Substanz versiegelt ist, deren Eindringung geringer ist als
diejenige des Vergußgels.
Daher werden die Vibrationen selbst dann, wenn das
Vergußgel, das in die Gehäuseeinheit gefüllt wurde, um das
Schaltungsmodul zu schützen, viskoelastisch vibriert, durch
die gelatineartige Substanz mit einer geringen Eindringung
zum Versiegeln des blanken Chips blockiert und erreichen
diesen nicht. Daher können der blanke Chip sowie die aus
dünnen Drähten bestehende Drahtverbindung zuverlässig
geschützt werden, ohne daß es erforderlich wäre, ein
spezielles Abschirmungselement bereitzustellen. Weil der
blanke Chip weiterhin sequentiell durch die gelatineartige
Substanz und das Vergußgel, das eine Schicht auf der
Außenseite der gelatineartigen Substanz bildet, versiegelt
wird, wird Wärme durch diese Versiegelungsschichten an die
Gehäuseeinheit abgestrahlt, wodurch das Kühlen des blanken
Chips ermöglicht wird.
Nach Anspruch 3 kann der Versiegelungsbereich des blanken
Chips infolge der Verwendung der Thixotropie der gelatine
artigen Substanz nur mit der kleinsten Menge an Material
gewährleistet werden. Dies ermöglicht es, daß der blanke
Chipabschnitt unter Verwendung eines Übergangsbeschichtungs
harzes, das aus einem kostspieligen Material besteht und
zuverlässiger als Vergußgel ist, zuverlässig versiegelt wird,
während die Kosten niedrig gehalten werden.
Fig. 1 ist eine Teilschnittansicht einer Elektronik
steuereinheit gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung,
Fig. 2 ist eine Draufsicht der Elektroniksteuereinheit,
und
Fig. 3 ist eine Teilschnittansicht zur Darstellung des
Unterschieds zwischen der Struktur der Versiegelung eines
blanken Chips in einer Elektroniksteuereinheit und einer
vorstellbaren Struktur einer Versiegelung in einer verwandten
Struktur.
Nachfolgend wird eine bevorzugte Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung beschrieben. Fig. 1 ist eine Schnitt
ansicht der Elektroniksteuereinheit ECU gemäß einer Aus
führungsform der vorliegenden Erfindung, und Fig. 2 ist eine
Draufsicht auf dieselbe Einheit, wobei der Gehäusechip nicht
dargestellt ist. Diese Elektroniksteuereinheit umfaßt ein
elektronisches Schaltungsmodul M in dem ein blanker Chip 2
und ein Gehäusechip 3, die unterschiedliche Funktionen auf
weisen, auf einer Leiterplatte 1 montiert sind, und eine
Gehäuseeinheit 4, in der das Modul M untergebracht ist. Die
Gehäuseeinheit 4 wird dann mit einem Vergußgel G zum Schützen
des Moduls M gefüllt.
Gemäß der vorliegenden Erfindung ist der blanke Chip 2
einschließlich der Drahtverbindung zu seiner Leiterplatte 1
durch eine gelatineartige Substanz G' mit einer geringeren
Eindringung als das Vergußgel G in das Vergußgel G
eingesiegelt. Das Eindringen in diese Gehäuseeinheit wird
verwendet, um die Härte einer gelatineartigen Substanz
auszudrücken, die nicht mit einer gewöhnlichen Gummi-
Eindringungsmeßeinrichtung gemessen werden kann, weil das
Elastizitätsmodul gering ist. Es besteht eine Korrelation mit
dem Elastizitätsmodul, und das Meßverfahren ist in JIS-K2220
angegeben. Dieses Prüfverfahren bezeichnet die Einführungs
länge einer Kegelnadel in Einheiten von 1/10 mm, wenn eine
1/4-Kegelnadel bei einer Gesamtlast von 9,38 g in eine Probe
eingeführt wird. Bei dieser Ausführungsform wird ein
Übergangsbeschichtungsharz mit einem Eindringen, das beim
Härten unter Wärme geringer wird als dasjenige des Vergußgels
als die gelatineartige Substanz G' verwendet. Das Eindringen
nach dem Härten unter Wärme muß entsprechend den Einsetz
bedingungen der blanken Chips 2, beispielsweise entsprechend
der Intervallanordnung, angepaßt werden, wenngleich ein Wert
von etwa 30 bis 40 (1/10 mm) gewöhnlich bevorzugt ist.
Als nächstes wird jeder Abschnitt detailliert be
schrieben. Die Gehäuseeinheit 4 weist die Form eines
rechteckigen Kastens auf, dessen oberer Abschnitt offen ist.
Das Innere des unteren Teils ist ein Tragabschnitt des
Schaltungsmoduls M, und die Außenseite des unteren Teils ist
ein Kühlkörper 46 mit Rippen 45. Die Gehäuseeinheit 4 weist
einen aus Aluminiumdruckguß hergestellten Hauptkörper 41 auf,
der auf beiden Seiten Öffnungen zum Einführen von Teilen von
Anschlußelementen 42, aus Harz hergestellte Anschlußelemente
42, die in die Öffnungen im Hauptkörper 41 eingeführt sind
und durch Bonden daran, befestigt sind, und eine nicht
dargestellte Abdeckung zum Abdecken des offenen oberen
Abschnitts des Hauptkörpers 41 aufweist. In Fig. 1 ist eine
Schnittstruktur der Gehäuseeinheit 4 dargestellt, wobei die
detaillierte Struktur des unteren Abschnitts der Anschluß
elemente 42 und der darin eingebetteten Anschlüsse fort
gelassen ist.
Die Leiterplatte 1 besteht aus einer Basis aus
Keramikmaterial oder dergleichen, und sie weist eine ein-
oder mehrschichtige Struktur auf, auf die ein Schaltungs
muster durch einen Leiter gedruckt wurde. Die Chips 2 und 3
mit verschiedenen Funktionselementen einschließlich einer
integrierten Schaltung (IC), einer hochintegrierten Schaltung
(LSI) und eines Mikrocomputers und dergleichen werden durch
Mittel in der Art eines Chipbondens an der Leiterplatte 1
befestigt. Das Schaltungsmodul M wird so aufgebaut, daß von
den zwei Chips der blanke Chip 2, der nicht versiegelt ist,
durch Drahtbonden mit der Verdrahtung im Schaltungsmuster
verbunden wird, und es wird dann ein Übergangsbeschichtungs
harz darauf aufgebracht, wodurch eine Versiegelung erzeugt
wird, die durch die Thixotropie des Übergangsbeschichtungs
harzes ihre eigene verfestigte Form annimmt. Der Gehäusechip
3 ist andererseits mit einem Lötmaterial 31 durch eine
Zuleitung mit der Verdrahtung im Schaltungsmuster verbunden.
Das Schaltungsmodul M ist in der Gehäuseeinheit 4
untergebracht, wobei die Leiterplatte 1 des Schaltungsmoduls
M am Kühlkörper 46 des unteren Teils des Gehäuseeinheit-
Hauptkörpers 41 montiert und durch geeignete Mittel, wie
Schrauben oder Bonden, befestigt ist. Wenn die Leiterplatte 1
in die Gehäuseeinheit 4 eingeführt und daran befestigt wird,
werden Anschlüsse 12 zum Senden und Empfangen verschiedener
Signale sowie zum Zuführen von Leistung, die in Gruppen auf
beiden Seiten der Leiterplatte 1 angeordnet sind, durch
Kontaktstellen 43, die auf beiden Seiten der Leiterplatte 1
des Schaltungsmoduls M angeordnet sind, mit freiliegenden
Abschnitten der in die Anschlußelemente 42 eingebetteten
Anschlüsse 44 verbunden.
Ein unter Wärme härtendes Vergußgel G wird dann in den
Raum in der Gehäuseeinheit 4 eingefüllt, um das darin
montierte Schaltungsmodul M zu schützen. Die gelatineartige
Substanz G wird bis zu einer Höhe eingefüllt, bei der
zumindest ein Abschnitt des Lötmaterials 31, der ein auf der
Leiterplatte 1 angebrachtes Funktionselement 3 (siehe Fig. 1)
und die Verdrahtung auf der Leiterplatte 1 verbindet,
versiegelt wird. Die Leiterplatte 1 wird so eingesetzt, daß
sie niedriger ist als der Verbindungsabschnitt des Bonddrahts
5 und des Anschlusses 44 auf der Kontaktstelle 43. Durch
Einfüllen des Vergußgels G in die Gehäuseeinheit 4 wird
ermöglicht, daß die Drahtverbindung 21, die aus dünnen
Drähten besteht, zusätzlich zum blanken Chip 2 zuverlässig
geschützt wird, ohne daß es erforderlich wäre, ein spezielles
Abschirmungselement bereitzustellen, weil selbst dann, wenn
das Vergußgel G, das zum Schützen des Schaltungsmoduls M in
die Gehäuseeinheit 4 eingefüllt ist, viskoelastisch schwingt,
die Schwingung durch die gelatineartige Substanz G' mit einer
geringen Eindringung, die den blanken Chip 2 einsiegelt,
blockiert wird, so daß der blanke Chip 2 nicht beeinflußt
wird.
Das auf diese Weise eingerichtete und mit dem Vergußgel G
eingesiegelte Schaltungsmodul M wird wirksam gekühlt, indem
in jedem der Funktionselemente 2 und 3 erzeugte Wärme
entweichen gelassen wird, wobei die Wärme vom blanken Chip 2
durch die sequentielle Versiegelungsschicht des Übergangs
beschichtungsharzes G' und des Vergußgels G, das eine Schicht
auf der Außenseite des Übergangsbeschichtungsharzes G'
bildet, entweicht und die Wärme vom Gehäusechip 3 durch das
Vergußgel G entweicht oder wobei die Wärme vom blanken Chip 3
und vom Gehäusechip 3 durch direkte Übertragung auf die
Leiterplatte 1 und dann zum Kühlkörper 46 des Hauptkörpers 41
der Gehäuseeinheit, der in Kontakt mit der Leiterplatte 1
steht, entweicht. Die im Kühlkörper 46 gespeicherte Wärme von
der Wärmediffusion von der Leiterplatte 1 wird dann durch
Wärmeaustausch zwischen hehreren am Boden des Kühlkörpers 46
ausgebildeten Rippen und der Außenluft an die Atmosphäre
abgegeben.
Als nächstes wird die Herstellung der erfindungsgemäßen
Elektroniksteuereinheit mit der oben angegebenen Zusammen
setzung beschrieben. Die Elektroniksteuereinheit wird nach
den folgenden Schritten hergestellt:
- 1. Montieren einer SMD an der Leiterplatte 1,
- 2. Montieren eines blanken Chips 2 an der Leiterplatte 1,
- 3. Verbinden des blanken Chips 2 mit der Leiterplatte 1 durch Drahtbonden mit dünnem Draht,
- 4. Versiegeln des Abschnitts des blanken Chips 2 mit einem Primärgel, das das Übergangsbeschichtungsharz G' ist (wodurch das Modul fertiggestellt wird),
- 5. Entnehmen des Schaltungsmoduls M aus einem Reinraum,
- 6. Bonden des Schaltungsmoduls M und der Anschlußelemente 42 mit der Gehäuseeinheit 4 der Elektroniksteuereinheit,
- 7. Verbinden des Schaltungsmoduls M und der Anschlußelemente 42 durch Drahtbonden mit dickem Draht und
- 8. Versiegeln des ganzen Schaltungsmoduls M innerhalb der Gehäuseeinheit 4 der Elektroniksteuereinheit mit einem Sekundärgel, das das Vergußgel ist.
In den vorhergehenden Schritten gemäß der vorliegenden
Erfindung wird der blanke Chip 2 vorab mit dem Übergangs
beschichtungsharz G' versiegelt, das eine gelatineartige
Substanz ist, die ihre eigene Form beibehalten kann und eine
Thixotropie aufweist (Thixotropie: die Eigenschaft, die eine
hohe Pseudo-Viskosität bei einem geringen Scherverhältnis
angibt), welche die Drahtverbindung 21 zwischen dem blanken
Chip 2 und seiner Leiterplatte 1 bedeckt. Die Thixotropie
kann in diesem Fall quantitativ durch ein Thixotropie
verhältnis ausgedrückt werden, dieser Wert sollte jedoch
entsprechend der Schaltungskonstruktion, wie der Fläche, der
Höhe, der Intervallanordnung und der Positionierung der
blanken Chips 2, gewählt werden, und sie kann nicht durch
einen einzigen Wert ausgedrückt werden. Durch auf diese Weise
erfolgendes Versiegeln der blanken Chips 2 mit einem Gel mit
einer Thixotropie (und einer geringen Fließfähigkeit), kann
der Bereich um die blanken Chips 2 herum lokal versiegelt
werden, ohne daß es erforderlich wäre, einen Rahmen in der
Art einer Strömungsunterbrechung zu verwenden, weil die
gelatineartige Substanz nicht fließt.
Bei einem Schritt (8), dem letzten Schritt, wird die
gesamte Schaltung einschließlich des Gehäusechips 3 durch
Füllen der Gehäuseeinheit 4 mit Vergußgel G, das vor dem
Härten eine niedrige Viskosität aufweist, so daß es über die
ganze Leiterplatte 1 fließt und den Versiegelungsabschnitt
des blanken Chips 2 bedeckt, versiegelt. Dementsprechend
können Schwingungen des Übergangsbeschichtungsgels G', die
sich aus einem Fallenlassen oder einer Vibration der
Elektroniksteuereinheit ergeben, verringert werden, wodurch
wiederum die Wirkung auf den Abschnitt des blanken Chips 2
verringert wird, ohne daß es erforderlich wäre, einen Rahmen
bereitzustellen, um das Fließen des Gels zu verhindern, wie
oben erwähnt wurde, weil das Eindringen um den blanken Chip 2
herum gering ist, nachdem beide Gele gehärtet sind.
Fig. 3 zeigt eine Schnittansicht zum Vergleichen einer
mit einem Rahmen zum Verhindern des Fließens des Gels
versehenen Versiegelungsstruktur und einer Versiegelungs
struktur gemäß der vorliegenden Erfindung, bei der die
Thixotropie ausgenutzt wird. Bei der Struktur, die mit einem
Rahmen versehen ist, um das Fließen des Gels zu verhindern,
welche in der Figur dargestellt ist, ist ein Raum für die
Dicke eines Rahmens D und einen Bondklebstoff C zum Bonden
des Rahmens D mit der Leiterplatte 1 auf beiden Seiten des
Rahmens D, der die blanken Chips 2 und seine Draht
verbindungen 21 einschließt, erforderlich. Bei der weiter
unten in der Figur dargestellten Struktur gemäß der
vorliegenden Ausführungsform ist dieser Raum andererseits
nicht wie oben erforderlich, weil die gelatineartige Substanz
G', deren Form sich selbst durch die Thixotropie festigt, als
eine Strömungsunterbrechung wirkt. Weiterhin ist diese
Struktur, bei der der Rahmen D fortgelassen werden kann,
hinsichtlich der Kompaktheit und Kostenverringerung der
Elektroniksteuereinheit vorteilhaft, weil nicht erforder
licher Raum im Leiterplattenbereich verringert werden kann.
Weil das Eindringen der gelatineartigen Substanz G' bei
der vorliegenden Ausführungsform weiterhin geringer wird als
dasjenige des Vergußgels G nach dem Härten, wird selbst dann,
wenn das Vergußgel G, das die Außenschicht bildet, infolge
eines Herunterfallens oder infolge von Vibrationen der
Elektroniksteuereinheit schwingt, diese Schwingung nicht auf
die gelatineartige Substanz G' übertragen, die die Innen
schicht bildet. Hierdurch wird die Wirkung der Schwingung auf
die blanken Chips 2 und die zu diesen führenden Draht
verbindungen verringert, die mit der gelatineartigen Substanz
G' versiegelt sind. Dementsprechend ist diese Schutzfunktion
gleichermaßen wirksam, ohne daß ein Rahmen zum Verhindern des
Fließens des Gels bereitgestellt wird.
Claims (4)
1. Elektroniksteuereinheit mit einem elektronischen
Schaltungsmodul, wobei das elektronische Schaltungsmodul
aufweist:
eine Leiterplatte,
einen blanken Chip, der auf der Leiterplatte montiert ist,
ein gelatineartiges Harz, das eine Versiegelungsschicht bildet, die den blanken Chip und eine Drahtverbindung zwischen dem blanken Chip und der Leiterplatte bedeckt, eine Gehäuseeinheit, in der das Modul untergebracht ist, und
ein gehärtetes Vergußgel, das die Versiegelungsschicht und das ganze Modul bedeckt und das Gehäuse zumindest teilweise füllt.
eine Leiterplatte,
einen blanken Chip, der auf der Leiterplatte montiert ist,
ein gelatineartiges Harz, das eine Versiegelungsschicht bildet, die den blanken Chip und eine Drahtverbindung zwischen dem blanken Chip und der Leiterplatte bedeckt, eine Gehäuseeinheit, in der das Modul untergebracht ist, und
ein gehärtetes Vergußgel, das die Versiegelungsschicht und das ganze Modul bedeckt und das Gehäuse zumindest teilweise füllt.
2. Elektroniksteuereinheit mit einem elektronischen
Schaltungsmodul, wobei das elektronische Schaltungsmodul eine
Leiterplatte, einen auf der Leiterplatte montierten blanken
Chip und eine Gehäuseeinheit zum Unterbringen des Moduls
aufweist, wobei die Gehäuseeinheit mit einem gehärteten
Vergußgel zum Schützen des Moduls gefüllt ist,
wobei der blanke Chip mit einer Drahtverbindung zwischen
dem blanken Chip und der Leiterplatte innerhalb des Verguß
gels mit einem gelatineartigen Harz versiegelt ist, das eine
geringere Eindringung aufweist als das Vergußgel.
3. Elektroniksteuereinheit nach Anspruch 1 oder 2, wobei
das gelatineartige Harz ein Übergangsbeschichtungsharz mit
einer Eindringung ist, die beim Wärmehärten des Vergußgels
kleiner wird als diejenige des Vergußgels.
4. Verfahren zum Schützen eines auf einer Leiterplatte
eines elektronischen Schaltungsmoduls montierten blanken
Chips mit den Schritten:
Bedecken des blanken Chips und einer Drahtverbindung zwischen dem blanken Chip und der Leiterplatte mit einer Versiegelungsschicht eines gelatineartigen, thixotropen Harzes,
Einfüllen eines Vergußgels in eine Gehäuseeinheit, die das elektronische Schaltungsmodul enthält, wodurch die Versiegelungsschicht mit dem Vergußgel bedeckt wird, und
Erwärmen zum Härten des Vergußgels, während die Versiegelungsschicht gelatineartig bleibt.
Bedecken des blanken Chips und einer Drahtverbindung zwischen dem blanken Chip und der Leiterplatte mit einer Versiegelungsschicht eines gelatineartigen, thixotropen Harzes,
Einfüllen eines Vergußgels in eine Gehäuseeinheit, die das elektronische Schaltungsmodul enthält, wodurch die Versiegelungsschicht mit dem Vergußgel bedeckt wird, und
Erwärmen zum Härten des Vergußgels, während die Versiegelungsschicht gelatineartig bleibt.
Applications Claiming Priority (1)
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