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DE10161811C2 - Gegenzugmarkise mit einseitigem Längenausgleich - Google Patents

Gegenzugmarkise mit einseitigem Längenausgleich

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DE10161811C2
DE10161811C2 DE2001161811 DE10161811A DE10161811C2 DE 10161811 C2 DE10161811 C2 DE 10161811C2 DE 2001161811 DE2001161811 DE 2001161811 DE 10161811 A DE10161811 A DE 10161811A DE 10161811 C2 DE10161811 C2 DE 10161811C2
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winding shaft
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MHZ Sonnenschutztechnik GmbH
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Description

Wenn Markisen dazu verwendet werden sollen große Flä­ chen zu überspannen, hat die Markisenbahn im ausgefahrenen Zustand üblicherweise eine sehr geringe Neigung gegenüber der Horizontalen. Damit kann das Gewicht der Fallschiene keine ausreichende Kraft erzeugen, um beim Ausfahren das Markisentuch von der Wickelwelle wegzuziehen bzw. im aufge­ spannten Zustand straff zu halten. Um die Markisenbahn den­ noch aufspannen zu können und anschließend auch straff zu halten, werden sogenannte Gegenzugeinrichtungen verwendet.
Die aus dem Stand der Technik bekannten Gegenzugein­ richtungen haben prinzipiell alle denselben Aufbau, wie ihn das DE 93 01 141 U1 zeigt. Zu der Gegenzugeinrichtung gehö­ ren zwei Seilscheiben, die über eine Welle drehfest und starr miteinander gekoppelt sind. Die Verbindungswelle der Seilscheiben führt durch die Wickelwelle hindurch und ist gegenüber der Wickelwelle drehbar gelagert. Mit der Wickelwelle ist die Verbindungswelle über eine Torsionsfeder ver­ bunden.
Von jeder Seilscheibe führt ein zugehöriges Zugmittel längs der Führungsschiene um eine Umlenkstelle herum und wieder ein Stück weit in Richtung auf die Wickelwelle zu­ rück. Das von der Seilscheibe abliegende Ende des Zugmit­ tels ist an oder in der Fallschiene verankert.
Beim Ausfahren der Markise werden beide Zugmittel, jedes für sich, auf der zugehörigen Seilscheibe aufgewi­ ckelt, während die Markisenbahn von der Wickelwelle abgewi­ ckelt wird. Somit ändert sich der Durchmesser des Ballens, den das aufgewickelte Markisentuch bildet, gegensinnig zu dem Wickel den das Zugmittel auf der zugehörigen Scheibe erzeugt. Als Folge davon ist die pro Umdrehungswinkel auf­ gewickelte Menge an Zugmittel je nach Wickelzustand größer oder kleiner als die Menge an Markisenbahn im gleichen Drehwinkel. Ohne die Ausgleichseinrichtung in Gestalt der Torsionsfeder würden zumindest Zwischenzustände auftreten, in denen das Markisentuch frei durchhängt oder Zustände, in denen Markisentuch über Gebühr gespannt ist. Die durch die Wickelwelle hindurchführende Verbindungswelle macht die Konstruktion kompliziert, wenn die Wickelwelle größere Län­ gen aufweist.
Gemäß der DE 43 06 498 A1 ist für jedes Zugmittel eine eigene Längenausgleichseinrichtung vorhanden. Die Folge ist, dass jede Ausgleichseinrichtung für sich gespannt wer­ den muss, was den Montageaufwand erheblich vergrößert. Au­ ßerdem müssen die Ausgleichseinrichtung möglichst gleich gespannt sein, um ein Schiefziehen der Markisenbahn weit­ gehend auszuschließen.
Ausgehend hiervon ist es Aufgabe der Erfindung eine Gegenzugmarkise zu schaffen, bei der der Montageaufwand, den die Ausgleichsvorrichtung verursacht, vermindert ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Gegen­ zugmarkise mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
Bei der neuen Gegenzugmarkise ist, wie beim Stand der Technik üblich, eine ortsfest drehbar gelagerte Wickelwelle vorgesehen. Die Wickelwelle dient der Aufnahme der Marki­ senbahn bei eingezogener Markisenbahn.
An dem freien Ende der Markisenbahn befindet sich eine Fallschiene, die über Führungseinrichtungen in zwei im We­ sentlichen parallel zueinander verlaufenden Führungsschie­ nen geführt ist.
Die Gegenzugeinrichtung der Gegenzugmarkise umfasst zwei Wickeltrommeln, von denen jede zumindest getrieblich mit der Wickelwelle gekuppelt ist. Zwischen beiden Wickel­ trommeln erstreckt sich ein Zugmittel, das an der Fall­ schiene derart befestigt ist, dass es gegenüber der Fall­ schiene in deren Längsrichtung weitgehend frei beweglich ist, während es in Richtung parallel zur Längserstreckung der Führungsschienen eine Kraft auf die Fallschiene ausüben kann die bestrebt ist, die Fallschiene von der Wickelwelle weg zu ziehen.
Zu der Gegenzugeinrichtung gehört lediglich eine ein­ zige Ausgleichseinrichtung. Dies hat zur Folge, dass beim Ein- und Ausfahren der Markisenbahn sich das Zugmittel re­ lativ zu der Fallschiene in deren Längsrichtung bewegt. Zufolge der Verwendung einer einzigen Wickelausgleichsvorrichtung ist der Hub des Zugmittels, der beispielsweise an einem Ende der Fallschiene zu beobachten ist, doppelt so groß, wie der Hub, den eines der beiden Zugmittel einer Gegenzugeinrichtung nach dem Stand der Technik vollführt, wenn das Zugmittel im Inneren der Fallschiene über einen Flaschenzug und Federeinrichtung verankert ist.
Aufgrund der freien Längsbeweglichkeit des Zugmittels gegenüber der Fallschiene wird automatisch eine gleichmäßi­ ge Kraftverteilung auf beide Enden der Fallschiene erzeugt. Bei der Montage der neuen Gegenzugmarkise entfällt das Ab­ stimmen von zwei Wickelausgleichseinrichtungen aufeinander. Dies hat eine wesentliche Montagevereinfachung zur Folge und insbesondere werden Montagefehler vermieden. Herstel­ lerseitig braucht nur eine Ausgleichseinrichtung vor­ gespannt zu werden, wenn die Anordnung vorgespannt ausge­ liefert wird.
Auch Reparaturen an der Gegenzugmarkise gestalten sich entsprechend einfacher.
Eine sehr kompakte und einfache konstruktive Ausge­ staltung wird erreicht, wenn eine der Wickeltrommeln dreh­ fest auf der Wickelwelle sitzt, während die andere Wickel­ trommel über die Ausgleichseinrichtung mit der Wickelwelle gekuppelt ist. Im Falle einer rohrförmigen Wickelwelle kann die Ausgleichseinrichtung in der Wickelwelle untergebracht sein.
Auch in diesem Falle vereinfacht sich die konstruktive Gestaltung, verglichen mit dem Stand der Technik, weil durchgehende Lagerwellen und eine rohrförmige Ausgestaltung der Motorwelle bzw. die Verwendung von Doppelrohren im Bereich des Antriebsmotors vermieden werden.
Sehr einfache konstruktive Verhältnisse ergeben sich, wenn eine der Wickeltrommeln starr und koaxial zu der Wi­ ckelwelle befestigt ist.
Die Wickelausgleichseinrichtung besteht im einfachsten Falle aus einer Schraubenfeder, die ohne weiteres in die Wickelwelle hineinpasst. Dabei bestehen praktisch keine Platzprobleme, denn die Schraubenfeder kann sich ohne wei­ teres eine beträchtliche Länge in die Wickelwelle hinein erstrecken, so dass eine nahezu beliebig flache Federkenn­ linie erzeugt werden kann. Die Steilheit der Federkennlinie hängt von der Windungszahl der Schraubenfeder ab. Je mehr Windungen die Schraubenfeder aufweist, umso flacher ist die Federkennlinie.
Die zweite Wickeltrommel, die über die Wickelaus­ gleichseinrichtung mit der Wickelwelle gekuppelt ist, kann drehfest auf einer Lagerwelle sitzen, die in das Innere der Wickelwelle hineinragt. Das innen liegende Ende der Lager­ welle ist dort drehbar abgelagert, während das äußere Ende der Wickelwelle auf der Lagerwelle gelagert ist.
Wenn die Führungsschienen eine oder mehrere Kammern enthalten, kann das Zugmittel durch diese Kammern geschützt verlaufen. Insbesondere hat die Aufteilung des vor- und des zurücklaufenden Trums des Zugmittels in jeder Führungs­ schiene auf unterschiedliche Kammern den Vorteil, dass die Teile des Zugmittels nicht gegeneinander reiben.
Eine gut geschützte Führung des Zugmittels im Bereich der Fallschiene wird erreicht, wenn die Fallschiene selbst rohrförmig gestaltet ist. Die Wickelwelle selbst kann in der üblichen Weise über Rohrmotoren oder Winkelgetriebe in Umdrehungen versetzt werden.
Im übrigen sind Weiterbildungen der Erfindung Gegen­ stand von Unteransprüchen. Dabei sollen auch solche Merk­ malskombinationen als beansprucht angesehen werden, auf die kein ausdrückliches Ausführungsbeispiel gerichtet ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Ge­ genstandes der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine auf einem Glasvorbau aufgeständerte Gegen­ zugmarkise in einer perspektivischen Darstellung,
Fig. 2 eine Prinzipdarstellung der Kinematik der neuen Gegenzugmarkise, mit teilweise aufgebrochener Wickelwelle,
Fig. 3 dasjenige Ende der Wickelwelle nach Fig. 1, mit der Wickelausgleichseinrichtung, in einer ver­ größerten perspektivischen Schnittdarstellung und
Fig. 4 den Einlauf des Zugmittels in die Fallschiene, in einer perspektivischen Schnittdarstellung.
Fig. 1 zeigt eine Hausfassade 1 mit einem Glasvorbau 2, der ein Glasdach 3 aufweist. Über dem Glasdach 3 ist eine Gegenzugmarkise 4 angeordnet, um das Innere des Glas­ vorbaus 2 beschatten zu können. Zu der Gegenzugmarkise 4 gehören eine Markisenbahn 5, zwei seitliche Führungsschie­ nen 6 und 7, zwischen denen eine Fallschiene 8 endseitig geführt ist und an der die Markisenbahn 5 angebracht ist.
Parallel zu der Fallschiene 8 ist unmittelbar neben der Gebäudefassade 1 ein Gehäuse 9 vorhanden, in dem Teile der Markisenmechanik untergebracht sind.
Der Aufbau und der Antrieb der Gegenzugmarkise 4 sind in Fig. 2 in einer stark schematisierten und nicht maßstäblichen Prinzipdarstellung veranschaulicht. Die Mar­ kisenbahn ist aus Übersichtlichkeitsgründen in der Breite stark verschmälert und abgebrochen, um die wesentlichen Teile der erfindungsgemäßen Anordnung zeigen zu können.
Die Gegenzugmarkise 4 weist eine durchgehende rohrför­ mige Wickelwelle 11 auf, an der mit einer Kante, die Marki­ senbahn 5 befestigt ist, die im aufgewickelten Zustand auf der Wickelwelle 11 einen Ballen 12 bildet.
Die Wickelwelle 11 wird an einem Ende durch einen als Rohrmotor ausgebildeten Getriebemotor 13 angetrieben, des­ sen Gehäuse mit einem nach außen ragenden Zapfen 14 verse­ hen ist, der in einem Vierkantzapfen 14 endet. Mit Hilfe dieses Vierkantzapfens 15 ist der Rohrmotor 13 drehfest in einem nicht gezeigten Wandhalter befestigt. Das innenlie­ gende Ende des Rohrmotors 13 trägt drehfest eine Kuppel­ scheibe 16, an der mit einer nicht gezeigten Schraube oder einem Niet die Wickelwelle 11 befestigt ist.
An dem Ende der Wickelwelle 11, in dem der Getriebe­ motor 13 steckt, sitzt drehfest auf der Wickelwelle 11 eine Wickelscheibe 17, die eine zylindrische Wickelfläche 18 bildet. Die Wickelfläche 18 ist beidseits durch Bordschei­ ben 19 und 21 begrenzt.
Die Wickelscheibe 17 enthält in ihrer zentralen Bohrung eine Lagerbüchse 22 durch deren Bohrung der Zapfen 14 hindurchführt.
Das andere Ende der Wickelwelle 11 ist über eine Wi­ ckelausgleichseinrichtung 23 mit einer zweiten Wickelschei­ be 24 drehelastisch gekuppelt.
Zu der Wickelausgleichseinrichtung 23 gehört eine durchgehend zylindrische Lagerwelle 25, die koaxial zu der Wickelwelle 11 verläuft. Die Lagerwelle 25 führt durch eine passende Bohrung in der Wickelscheibe 24, die drehfest bei­ spielsweise mittels eines nicht gezeigten Spannstifts mit der Lagerwelle 25 verbunden ist. Die Lagerwelle 25 steht ein kurzes Stück über die Wickelscheibe 24 über und bildet den zweiten Lagerzapfen zum Lagern der Wickelwelle 11 in einem zweiten nicht gezeigten Wandhalter.
Um die Lagerwelle 25 in der Wickelwelle 11 drehbar zu lagern, sind zwei Lagerscheiben 26 und 27 in der Wickelwel­ le 11 befestigt. Die Lagerscheibe 26 sitzt unmittelbar au­ ßen und enthält eine Bohrung 27, durch die die Lagerwelle 25 frei drehbar hindurchführt. Die Lagerscheibe 27 befindet sich weiter innen und enthält ebenfalls eine Bohrung 29, um das innen liegende Ende der Lagerwelle 25 drehbar zu la­ gern.
Die Wickelscheibe 24 hat im übrigen denselben grund­ sätzlichen Aufbau, wie die Wickelscheibe 17, weshalb für deren Wickelfläche und Bordscheiben dieselben Bezugszeichen verwendet sind.
Die Drehkupplung zwischen der Lagerwelle 25 und damit der Wickelscheibe 24 und der Wickelwelle 11 geschieht mittels einer Schraubenfeder 31, die die Lagerwelle 25 koaxial umgibt. Die Art der Verankerung der Schraubenfeder 31 ist in der vergrößerten Ausschnittsdarstellung von Fig. 3 zu erkennen. Die Schraubenfeder 31 bildet ein in axialer Rich­ tung sich erstreckendes Ende 32, das in einer Bohrung 33 der Lagerscheibe 26 steckt und dort mittels nicht weiter gezeigter Verankerungseinrichtung unlösbar verankert ist. Auf diese Weise ist das betreffende Ende der Schraubenfeder 31 drehfest mit der Wickelwelle 11 gekuppelt.
Die Verbindungsglieder zum drehfesten sichern der La­ gerscheibe 26 sind nicht gezeigt.
Unmittelbar neben der innenliegenden Lagerscheibe 27 enthält die Lagerwelle 25 eine Längsnut 34, in der ein nach innen abgewinkeltes Ende 35 der Schraubenfeder 31 steckt. Das Ende 35 verbindet die Schraubenfeder 31 drehfest mit der Lagerwelle 25.
Die beiden Führungsschienen 6 und 7 sind Fig. 2 ab­ schnittsweise und perspektivisch gezeigt. Wie zu erkennen ist, enthalten beide wenigstens eine in Längsrichtung ver­ laufende Nut oder Kammer 36, die sich an einem Schlitz 37 nach außen öffnet. Die beiden Schlitze 37 sind aufeinander zu gerichtet und öffnen sich aufeinander zu. Jede der bei­ den Führungsschienen 6 oder 7 ist in der Nähe der betref­ fenden Wickelscheibe 17 oder 24 so befestigt, dass die Nut 36 ungefähr mit der betreffenden Wickelfläche 18 tangential fluchtet.
An dem von der Wickelwelle 11 abliegenden Ende, das in Fig. 2 nicht gezeigt ist, ist an oder in jeder der beiden Führungsschienen 6 oder 7 eine Umlenkrolle 38 beziehungsweise 39 drehbar gelagert.
Zwischen den beiden Führungsschienen 6 und 7 ist die Fallschiene 8 geführt.
In Fig. 4 ist das dem Betrachter zugekehrte Ende der Fallschiene 8 vergrößert und aufgebrochen gezeigt, um die Einzelheiten besser erkennen zu können. Das andere Ende ist spiegelbildlich. Die nachstehend gegebene Beschreibung gilt auch für das andere Fallschienenende.
Die Fallschiene 8 weist ein Rohr 41 auf, das an beiden Enden jeweils mit einer fest eingesetzten Verschlussscheibe 42 verschlossen ist. Koaxial zu der Verschlussscheibe 42 ist ein rohrförmiger Lagerzapfen 43 vorhanden, auf dem eine Laufrolle 44 sitzt, die auf den Rändern des betreffenden Schlitzes 37 läuft. Eine genaue Beschreibung der Lagerung ist beispielsweise in der DE 101 50 693.7 gegeben.
Um die Wickelwelle 11 antriebsmäßig mit der Fallschie­ ne 8 zu verbinden, ist zusätzlich zu der Markisenbahn 5, ein einziges durchgehendes vorzugsweise ungeschnittenes Zugmittel 45 vorhanden. Das Zugmittel 45 ist linienförmig und biegsam, aber nahezu undehnbar. Es hat folgenden Ver­ lauf:
Mit einem Ende ist das Zugmittel 45 an der Wickel­ scheibe 17 befestigt. Es führt von hieraus tangential abge­ hend in die Nut 36 der Führungsschiene 6 bis hin zu der Umlenkrolle 38. An der Umlenkrolle 38 wird das Zugmittel 45 um 180° umgelenkt und läuft ebenfalls in der Nut 36 zurück in Richtung auf die Wickelwelle 11 bis hin zu dem Lagerzap­ fen 43. An dieser Stelle tritt das Zugmittel 45 durch eine nach außen trichterförmig sich erweiternde Umlenkbuchse in das Innere der rohrförmigen Fallschiene 8 ein. Die Umlenk­ buchse ist so gestaltet, dass sie zusammen mit dem Material des Zugmittels 45 eine sehr geringe Reibung und einen sehr geringen Verschleiß zeigt. Die Einführung des Zugmittels 45 in die Fallschiene 8 ist in Fig. 4 im einzelnen zu erken­ nen.
Das Zugmittel 45 erstreckt sich ungeschnitten und im übrigen auch nirgendwo verankert, durch die Fallschiene 8 hindurch, um an dem gegenüberliegenden nicht erkennbaren Lagerzapfen, der dem Lagerzapfen 43 konstruktiv entspricht, aus der Fallschiene 8 wieder aus zu treten und in die Füh­ rungsnut 36 der Führungsschiene 7 über zu wechseln. Sobald das Zugmittel 45 in der Führungsschiene 7 liegt, verläuft es von dem Lagerzapfen zu der Umlenkrolle 39 und somit zu dem abliegenden Ende dieser Führungsschiene 7. An der Rolle 39 wird das Zugmittel um 180° umgelenkt, um sich von dort durch die Nut 36 der Führungsschiene 7 zu der Wickelscheibe 24 zu erstrecken, an der das andere Ende des Zugmittels 45 befestigt ist.
Nach der Montage der Gegenzugmarkise 4 ist die Marki­ senbahn 5 vollständig auf der Wickelwelle 11 aufgewickelt. Die Fallschiene 8 steht in unmittelbarer Nähe des Ballens 12. Von dem Zugmittel 45 sind an beiden Enden nur wenige Umgänge, 1 oder 2 Umgänge, auf jede der beiden Wickelschei­ ben 17 und 24 aufgewickelt. Beide Wickelscheiben 17 und 24 tragen etwa die gleiche Anzahl von Windungen. Die Schrau­ benfeder 31, die aus der Sicht der Wickelscheibe 24 wie ein Federmotor wirkt, ist ein vorgegebenes Maß aufgezogen. Um diese zu erreichen, wir beispielsweise nach dem Auflegen des Zugmittels 45 auf die beiden Wickelscheiben 17 und 21 und nach dem Einfädeln in die entsprechenden Teile bei­ spielsweise die Lagerwelle 25 im Sinne des Aufziehens der Schraubenfeder 31 gedreht, bis die gewünschte Vorspannung erreicht ist. Erst dann wird durch Stifte oder dergleichen die drehfeste Verbindung zwischen der Lagewelle 25 und der Wickelscheibe 24 hergestellt.
Da die Wickelwelle 11 über die Bremswirkung des Ge­ triebemotors 13, der seinerseits drehfest an dem Wandhalter befestigt ist, festgebremst ist, ist quasi das innenliegen­ de Ende der Schraubenfeder 31 ebenfalls drehfest verankert. Die Schraubenfeder 31 ist bestrebt, die Wickelscheibe 24 im Sinne eines Aufwickelns des Zugmittels 45 auf die Wickel­ scheibe 24 in Umdrehungen zu versetzen. Somit steht das Zugmittel 45 unter einer entsprechenden Vorspannung, die ausschließlich von der einen Schraubenfeder 31, also einer einzigen Wickelausgleichseinrichtung 23 aufgebracht wird.
Abgesehen von geringfügigen Reibungsverlusten wirken somit an beiden Enden der Fallschiene 8 die selben Zugkräf­ te zwischen der Umlenkrolle 38 und dem Zapfen 43, einer­ seits und zwischen der Umlenkrolle 39 und dem anderen La­ gerzapfen der Fallschiene 8 andererseits.
Die Markisenbahn 5 wird folglich an beiden Längsrän­ dern mit der selben Kraft unter Spannung gehalten, obwohl nur eine einzige Vorspanneinrichtung 23 vorhanden ist.
Wenn ausgehend von dieser Stellung die Markisenbahn 5 ausgefahren werden soll, wird der Getriebemotor 13 mit ei­ ner entsprechenden Drehrichtung in Gang gesetzt. Diese Drehrichtung bewirkt gleichzeitig, dass das Zugmittel 45 auf beiden Wickelscheiben 17 und 24 vom Ende her aufgewickelt wird.
Da beispielsweise der Wickeldurchmesser des Ballens 12 zunächst größer ist als der Wickeldurchmesser den die Win­ dungen des Zugmittels 45 auf den beiden Wickelscheiben 17 und 24 bilden, wird pro Umdrehung der Wickelwelle 11 zu­ nächst mehr Markisentuch abgewickelt als je Ende Zugmittel 45 auf jede der beiden Wickelscheiben 17 und 45 aufgewi­ ckelt wird. Die Längendifferenz würde ohne die Schraubenfe­ der 31 dazu führen, dass das Zugmittel 45 lose wird. Da jedoch die Schraubenfeder 31 im Sinne eines Aufwickelns des Zugmittels 45 vorgespannt ist, wird diese Längendifferenz aufgefangen, indem die Wickelscheibe 24, die sich relativ zu der Wickelwelle 11 drehen kann, gegenüber dieser in ei­ ner voreilenden Richtung durch die Feder 31 gedreht wird. Hierdurch wird die zusätzlich anfallende Länge an Zugmittel 45 aufgenommen. Diese Relativdrehung zwischen der Wickel­ welle 11 und der Wickelscheibe tritt auf der Seite der Wi­ ckelscheibe 17 wegen deren starren Verbindung mit der Wi­ ckelwelle 11 nicht auf. Der Gedanklich auf dieser Seite auftretende Überschuss an Zugmittel 45 wird auch von der Wickelscheibe 24 aufgenommen, wozu sich das Zugmittel 45 entsprechend durch die Fallschiene 8 hindurch bewegt.
Die Fallschiene 8 ist gleichsam schwimmend auf dem Zugmittel 45 angeordnet, so dass sich das Zugmittel 45 zwar frei in Längsrichtung hindurch bewegen kann, andererseits aber eine Kraft in Richtung weg von der Wickelwelle 11 er­ zeugen kann.
Ab einer bestimmten Markisenstellung wird der Durch­ messer des Ballens 12 kleiner werden als der Wickeldurch­ messer, den das Zugmittel 45 auf einer oder der beiden Wickelscheiben 17 und 24 bildet. Ab hier muss die Wickel­ scheibe 24 beginnen gegenüber der Rotation der Wickelwelle 11 nachzueilen. Dabei wird das Zugmittel 45 in der entge­ gengesetzten Richtung wie zuvor beschrieben durch die Fall­ schiene 8 hindurchgleiten. In jeder beliebigen Stellung ist jedoch die Bedingung erreicht, dass an beiden Enden der Fallschiene 8 diesselben Zugkräfte angreifen, die bestrebt sind, die Fallschiene 8 von der Wickelwelle 6 weg zu zie­ hen.
Mit Hilfe der schwimmenden Verbindung zwischen der Fallschiene 8 und dem Zugmittel 5 wird die Möglichkeit er­ öffnet, die Gegenzugeinrichtung mit einer einzigen Wickel­ ausgleichseinrichtung 23 zu versehen. Als Folge davon ent­ fällt die Notwendigkeit die Vorspannung wie beim Stand der Technik üblich an zwei Ausgleichseinrichtungen möglichst gleichmäßig einzuregulieren.
Es besteht auch keine Notwendigkeit mehr, drehfest die beiden Wickelscheiben 17 und 24 miteinander durch die Wi­ ckelwelle 11 hindurch miteinander zu koppeln, wie dies beim Stand der Technik notwendig ist, wenn nur eine einzige Aus­ gleichsfeder verwendet werden soll.
Hinsichtlich der Gleitbewegung des Zugmittels durch die Lagerzapfen 43 hindurch ist die neue Anordnung nicht ungünstiger als Gegenzugeinrichtungen, bei denen der Wi­ ckelausgleich in der Fallschiene 8 erfolgt.
Eine Gegenzugmarkise (4) weist eine Wickelwelle auf, die einends starr mit einer Wickelscheibe für das Zugmittel verbunden ist. Die andere Wickelscheibe für das Zugmittel am anderen Ende der Wickelwelle ist über eine Schraubenfeder drehelastische mit der Wickelwelle verbunden, so dass diese Wickelscheibe gegenüber der Drehung der Wickelwelle vor- oder nacheilen kann. Das Zugmittel der Gegenzugmarkise läuft ungeschnitten durch oder an der Fallschiene 8 vorbei, die somit schwimmend bezüglich des Zugmittels angeordnet ist.

Claims (21)

1. Gegenzugmarkise (4)
mit einer ortsfest drehbar gelagerten Wickelwelle (11),
mit einer an der Wickelwelle (11) mit einer Kante () be­ festigten Markisenbahn (4),
mit einer an der Markisenbahn (4) befestigten Fallschiene (8),
mit wenigstens zwei bezüglich der Wickelwelle (11) zumin­ dest angenähert radial verlaufenden Führungsschienen (6, 7), mittels derer die Fallschiene (8) gelagert und geführt ist und von denen jede an einer von der Wi­ ckelwelle (11) entfernt liegenden Stelle eine Umlenk­ einrichtung (38, 39) aufweist,
mit einer ersten Wickeltrommel (17), die unelastisch mit der Wickelwelle (11) gekuppelt ist,
mit einer zweiten Wickeltrommel (24), die mit der Wickel­ welle (11) gekuppelt ist,
mit einem linienförmigen im wesentlichen undehnbaren, bieg­ samen Zugmittel (45), das an der ersten Wickeltrommel (17) befestigt ist, von dort längs der der ersten Wi­ ckeltrommel (17) benachbarten Führungsschiene (6) zu der zugehörigen Umlenkstelle (38) führt, von der Um­ lenkstelle (38) zu dem der Führungsschiene (6) benach­ barten Ende der Fallschiene (8) läuft, sich zumindest ein Stück weit längs der Fallschiene (8) erstreckt, von dem anderen Ende der Fallschiene (8) längs der der zweiten Wickeltrommel (24) benachbarten Führungsschie­ ne (7) zu der dortigen Umlenkstelle (39) verläuft und sich von dort aus zu der zweiten Wickeltrommel (24) erstreckt,
wobei das Zugmittel (45) mit der Fallschiene (8) derart verbunden ist, dass das Zugmittel (45) gegenüber der Fallschiene (8) zumindest ein Stück weit frei ver­ schieblich ist, jedoch eine Kraft in Richtung parallel zu den Führungsschienen (6, 7) übertragen kann, und
mit einer einzigen Wickelausgleichseinrichtung (23) zum Ausgleich des Wickeldurchmessers des Zugmittels (45) auf den Wickeltrommeln (17, 24) und dem durch die Mar­ kisenbahn (5) auf der Wickelwelle (11) gebildeten Bal­ lens (12).
2. Gegenzugmarkise nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, dass die Wickelausgleichseinrichtung (23) ge­ trieblich zwischen der zweiten Wickeltrommel (24) und der Wickelwelle (11) angeordnet ist.
3. Gegenzugmarkise nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, dass die erste und/oder die zweite Wickeltrommel (17, 24) von einer Scheibe ( ) gebildet ist, deren Wickelflä­ che (18) von zwei Bordscheiben (19, 21) begrenzt ist.
4. Gegenzugmarkise nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, dass die erste Wickeltrommel (17) koaxial zu der Wickelwelle (11) angeordnet und an dieser starr befestigt ist.
5. Gegenzugmarkise nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Wickeltrommel (24) koaxial zu der Wickelwelle (11) angeordnet ist.
6. Gegenzugmarkise nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, dass die Wickelausgleichseinrichtung (23) eine Feder (31), vorzugsweise einer Schraubenfeder ( ), aufweist.
7. Gegenzugmarkise nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, dass die Wickelwelle (11) rohrförmig ist.
8. Gegenzugmarkise nach Anspruch 7, dadurch gekenn­ zeichnet, dass die zweite Wickeltrommel (24) drehfest auf einer Lagerwelle (25) sitzt, die in das Innere der Wickel­ welle (11) hineinragt, und dass das innenliegende Ende ( ) der Lagerwelle (25) innerhalb der Wickelwelle (11) drehbar gelagert ist.
9. Gegenzugmarkise nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, dass die Wickelausgleichseinrichtung (23) ge­ trieblich zwischen der Lagerwelle (25) und der Wickelwelle (11) angeordnet ist.
10. Gegenzugmarkise nach Anspruch 8, dadurch gekenn­ zeichnet, dass die Wickelausgleichseinrichtung (23) in Ge­ stalt einer Schraubenfeder (31) koaxial zu der Lagerwelle (25) angeordnet ist.
11. Gegenzugmarkise nach Anspruch 10, dadurch gekenn­ zeichnet, dass ein Ende der Schraubenfeder (31) an einer außen liegenden Lagerscheibe (28), mittels derer die Wi­ ckelwelle (11) auf der Lagerwelle (25) drehbar gelagert ist, verankert ist und dass das andere Ende der Schrauben­ feder (31) an der Lagerwelle (25) verankert ist.
12. Gegenzugmarkise nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, dass das Zugmittel (45) durch eine oder mehrere in der jeweiligen Führungsschiene (6, 7) vorhandene Kammern (36) verläuft, wobei eine der Kammern (36) über einen über die Länge der Führungsschiene (6, 7) durchgehenden Schlitz (37) von außen zugänglich ist, derart, dass durch den Schlitz (37) hindurch das Zugmittel (45) aus der betreffen­ den Kammer (36) nach außen austritt.
13. Gegenzugmarkise nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, dass die Fallschiene (8) rohrförmig ist.
14. Gegenzugmarkise nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, dass das Zugmittel (45) durch die Fallschiene (8) hindurch verläuft.
15. Gegenzugmarkise nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, dass jede Umlenkstelle von einer Umlenkrolle (38, 39) gebildet ist, die zumindest in der Nähe desjenigen Endes der jeweiligen Führungsschiene (6, 7) angeordnet ist, das von der Wickelwelle (11) entfernt liegt.
16. Gegenzugmarkise nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, dass das Zugmittel (45) zumindest über eine sol­ che Länge frei in Richtung längs der Fallschiene (8) beweg­ bar ist, die dem erforderlichen Wickelausgleich ent­ spricht, den das Zugmittel (45) zwischen der vollständig aufgewickelten und der vollständig abgewickelten Rollo­ bahn (5) benötigt.
17. Gegenzugmarkise nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, dass der Wickelwelle (11) eine Antriebseinrichtung (13) zugeordnet ist.
18. Gegenzugmarkise nach Anspruch 17, dadurch gekenn­ zeichnet, dass die Antriebseinrichtung (13) von einem in der Wickelwelle (8) untergebrachten Getriebemotor ge­ bildet ist.
19. Gegenzugmarkise nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, dass die Fallschiene (8) mit Führungseinrichtun­ gen (44) versehen ist, mit deren Hilfe die Fallschiene (8) längs den Führungsschienen (6, 7) geführt ist.
20. Gegenzugmarkise nach Anspruch 19, dadurch gekenn­ zeichnet, dass die Fallschiene (8) endseitig mit den Füh­ rungseinrichtungen (44) versehen ist.
21. Gegenzugmarkise nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, dass die Führungsschienen (6, 7) spiegelbildlich ausgeführt sind.
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