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DE1016025B - Verfahren zur Herstellung von Reinmangan durch Destillation im Vakuum - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Reinmangan durch Destillation im Vakuum

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Publication number
DE1016025B
DE1016025B DEG18449A DEG0018449A DE1016025B DE 1016025 B DE1016025 B DE 1016025B DE G18449 A DEG18449 A DE G18449A DE G0018449 A DEG0018449 A DE G0018449A DE 1016025 B DE1016025 B DE 1016025B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
manganese
distillation
ferromanganese
alloy
starting
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG18449A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Alfons Fuchs
Franz Brenthel
Dipl-Ing Richard Fey
Dr-Ing Rudolf Fichte
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ELEKTROMETALLURGIE GmbH
HC Starck GmbH
Original Assignee
ELEKTROMETALLURGIE GmbH
HC Starck GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ELEKTROMETALLURGIE GmbH, HC Starck GmbH filed Critical ELEKTROMETALLURGIE GmbH
Priority to DEG18449A priority Critical patent/DE1016025B/de
Publication of DE1016025B publication Critical patent/DE1016025B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B47/00Obtaining manganese

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Reinmangan durch Destillation im Vakuum Mangan läßt sich wegen. seines relativ hohen Dampfdruckes leicht im Vakuum destillieren. In, der Literatur finden sich Hinweise, aus Manganmetall ein Reinstmangan durch Vakuumdestillation. zu gewinnen, jedoch konnten die 25 Jahre zurückliegenden Arbeiten nicht über den Laboratoriumsmaßstab hinausgeführt werden und ergaben wirtschaftlich und technisch völlig unbefriedigende Ausbeuten. Die Herstellung eines bereits verhältnismäßig reinen Manganmetalls, welches als Ausgangsstoff für die Vakuumdestillation verwendet werden könnte, ist mit derart hohen Kosten vorbelastet, so daß eine Gewinnung von. Reinstmangan auf diesem Wege unwirtschaftlich sein würde. Zudem enthält das immer auf metallothermlischem Wege: hergestellte Mangan.metall stets Metalle, wie Aluminium oder Magnesium, die das Mangankondensat zwangläufig verunreinigen, so daß ein. Metall hohen Reinheitsgrades von etwa 98 %, insbesondere aber ein solches mit mehr als 99,9% Mangan im technischen Maßstab überhaupt nicht erreichbar ist.
  • Zweck der Erfindung ist, ein Verfahren der Reinmanganherstellung anzugeben, das von einem einfach und billig herzustellenden handelsüblichen Ausgangsstoff ausgeht, die erwähnten hinderlichen Beimengungen nicht enthält und zu Reinheitsgraden von 980/0 und mehr Mangan führt, insbesondere aber zu Mangangeha,lte;n von mehr als 99,9°/o.
  • Die Erfindung besteht darin, eine handelsübliche Mangen.-Eisen-Legierung der Destillation im Vakuum zu unterwerfen. Vorzugsweise wird ausgegangen von Ferromangan. Ferromangan ist besonders in der Form des Ferromangan affine geeignet, das den im na,chfoIgenden noch aufgeführten Bedingungen hinsichtlich der Zusammensetzung entspricht.
  • Der Ausgangsstoff wird,im Vakuum erhitzt und bei einem Vakuum von besser a;ls 1 Torr, vorzugsweise 10-1 bns 10-4 Torr, und einer Temperatur von. etwa 1200 bis 1300° C destilliert. Das abdestillieren.de Mangan wird an einem wassergekühlten Kondensator in kompakter Form niedergeschlagen, der sich vorzugsweise in unmittelbarer Nähe des Schmelzgefäßes befindet.
  • Die Begleitelemente des Mangans im Ferromangan, die auf die Destillation einen. Einfluß ausüben, sind Eisen, Silizium und Kohlenstoff sowie geringe-, Phosphor, Blei, Arsen, Zink, Zinn und Kupfer.
  • Um deren Einfluß auf die Güte des Kondensats auszuschalten, sind erfindungsgemäß verschiedene Arbeitsbedingungen einzuhalten.
  • Eisen stört auch in höheren Konzentrationen im Temperaturgebiet von 1200 bis 1300° C nicht, da der Dampfdruck wesentlich niedriger liegt als der des Mangans. Erfindungsgemäß läßt sich ein hinreichend eisenarmes Mangandestillat erzielen., wenn man dafür sorgt, daß der Man:gangehalt im Destillatio.nsrückstand etwa 30 % nicht unterschreitet.
  • Dagegen ist Silizium nachteilig. Wegen der Verbindungsbildung zwischen Mangan und Silizium wird der Dampfdruck des Mangans stark herabgesetzt, und bei höheren Siliziumgehalten gehen auch Silizium und Eisen mit in das Destillat über, da dann zur Erzielung einer technisch interessanten Manga.nverdampfung höhere Temperaturen erforderlich sind. Beispielsweise erreicht bei einem Siliziumgehalt von. 29% im Destillationsrückstand der Siliziumgehalt im Destillat bereits 0.5% bei 0,14% Eisen. Gehalte. bis zu 6% Silizium im Destillationsrückstand können dagegen zugelassen werden, ohne d.aß Silizium in. das Destillat übergeht; daher ist erfindungsgemäß der Siliziumgehalt der Ausgangslegierung so zu wählen, d.aß der Siliziumgehalt im Rückstand 60/a nicht übersteigen kann.
  • Kohlenstoff ist bis zu einem bestimmten Gehalt unschädlich, und zwar muß die Schmelze bis zum Schluß der Destillation ungesättigt an Kohlenstoff sein. Wird die Sättigung an Kohlenstoff überschritten., so scheidet sich ein graphithaltiger Deckel auf der flüssigen Schmelze aus, der die weitere Destillation behindert. Um das Gebiet der Sättigung, die bei den in Frage kommenden Temperaturen bei etwa 3 % Kohlenstoff liegt, zu bleiben, darf das Ausgangsmaterial etwa 1 %Kohlenstofl- haben. EinKohlenstoffgeholt von etwa 10/0, wie er im Ferromangan affine üblich ist, ist also brauchbar. Dagegen ist das Hochofen-Ferromangan mit 6 bis 7 %- Kohlenstoff als Ausgangsmaterial nicht geeignet.
  • -.Eine Entgasung der Schmelzervor der Destillation ist wen der Gefahr der C-Aufnahme des Mangankondensats aus Kohlenoxydgas und aus mechanischen Gründen, nämlich um Spritzer zu vermeiden, zweckmäßig: Diese Entgasung kann beim Ferromangan affine bei nicht zu hohem Vakuum oder durch eine Spülgasbehandlung z. B. mit Wasserstoff oder In.e:rtgas vorgenommen werden. Um diese Entgasung erfolgreich durchführen zu können, muß auch das Tiegelmaterial entsprechend ausgewählt werden. Es darf nicht mit dem Kohlenstoff des Ferromangans unter Bildung von C O reagieren.. Als brauchbares Tiegelmaterial erwiesen sich beispielsweise hoch tonen dehaltige Silikate.
  • Von den weiter möglichen Verunreinigungen. des Ferromangans stören Kupfer, Nickel, Kobalt und Zinn infolge ihrer niedrigen Dampfdrücke und Phosphor, Arsen und Schwefel wegen ihrer starken Ahbindung nicht, zumal sie im Ausgangsmaterial nur in geringer Konzentration enthalten sind. Dagegen stören Blei und Zink. Das normale Ferromangan enthält diese Elemente nur in Spuren, so daß keine Auswirkungen auf das Mangandestillat eintreten. Sind diese leichter verdampfbaren Elemente aber aus irgendeinem Grunde in höherem Maße vorhanden, so empfiehlt es sich, diese in einer Vorverdampfungsperiode abzudampfen. Das Vorkondensat mit den Verunreinigungen wird vom Hauptkondensat des Reinstmangans getrennt gehalten. Beispiel Aus einem Ferromangan affine mit 76% Mn, 191/o Fe, 1,17% Si, 0,16% P, 0,97% C, 0,001% S wurde ein Reinstmangan mit mehr als 99,9% Mn bei 1200 bis 1250° C und einem Vakuum von 10-1 bis 10-3 Torr abdestilliert und zu kompaktem Metall kondensiert.
  • Die Verunreinigungen im Kondensat waren:
    Fe 0,01 0/0
    5i 0,006 0/0
    Ni < 0,001 0/0
    Cu 0,01 0/0
    Pb 0,003 %
    S 0,001 0%
    As nicht nachweisbar
    C 0,01 0/0
    O 0,001 0/0
    H 0,00021/o (2 m3/100 g)
    N < 0,001 0/a
    Es wurden etwa 75 0/a des, Manganinhalts vom Ferromangan als Kondensat gewonnen.. Im Destillationsrückstand waren Eisen und die Verunreinigungen Cu, Si, P, C, S auf etwa den dreifachen Wert vom Ausgangsmaterial angestiegen.
  • Das nach dem Verfahren. gemäß der Erfindung hergestellte Reinmangan ist in hervorragendem Maße geeignet zur Herstellung von Legierungen der Metalle Titan und Aluminium sowie der Schwermetalle. Bei dieser Verwendung des erfindungsgemäß hergestellten Metalls kann auch so vorgegangen werden, daß von dem Reinstmangan zunächst eine Vorlegierung erstellt und diese für die Legierungsarbeit verwendet wird.

Claims (7)

  1. P A T E X T A N S P P Ü C I I E 1. Verfahren zur Herstellung von metallischem Mangan von hoher Reinheit, z. B. mit mehr als 98 % Mangan, insbesondere mehr als 99,9 % Mangan, durch Destillation im Vakuum, dadurch gekennzeichnet, daß eine handelsübliche Mangan-Eisen-Legierung, vorzugsweise Ferromangan affine, als Ausgangsstoff gewählt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur der Ausgangslegierung bei der Destillation auf etwa 1200 bis 1300°C und der Druck unter 1 Torr, vorzugsweise 10-1 bis 10-4 Torr, gehalten wird, wobei die Temperatur durch die Dampfdrücke der Begleitelemente und Verunreinigungen in der Ausgangslegierung und den angestrebten Reinheitsgrad im Mangankondensat bestimmt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Ferromangan als Ausgangsmaterial das Mitverdampfen des Eisens auf einer von der gewünschten Reinheit des Kondensates abhängigen Höhe gehalten wird, indem im Destillationsrückstand eine Mindestkonzentration an Mangan, vorzugsweise von etwa 300/0, nicht unterschritten wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Siliziumgehalt der Ausgangslegierung so gewählt wird, daß die Siliziumanreicherung im Destillationsrückstand etwa 6% nicht übersteigen kann.
  5. 5. Verfahren gemäß Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kohlenstoffgehalt der Ausgangslegierung so gewählt wird, daß die Kohlenstoffanreicherung im Destillationsrückstand die Sättigungsgrenze bei Destillationstemperattir nicht erreicht.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das zu destillierende Gut zuvor entgast und in einen Tiegel aufgenommen wird, dessen Werkstoff mit Kohlenstoff nicht reagiert.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß leichter siedende Verunreinigungen, wie Blei, Zink u. dgl., sofern sie in ungewöhnlichem Maße im handelsüblichen Ferromangan vorliegen, durch eine kurze Vordestillation vor der Hauptmenge des Mangans abdestilliert und abgetrennt werden. B. Verwendung des nach dem Verfahren gemäß Anspruch 1 bis 7 hergestellten reinen Manganmetalls als Werkstoff zum Legieren der Metalle Titan und Aluminium sowie der Schwermetalle, gegebenenfalls unter Benutzung einer mit Reinmangan erstellten Vorlegierung.
DEG18449A 1955-11-24 1955-11-24 Verfahren zur Herstellung von Reinmangan durch Destillation im Vakuum Pending DE1016025B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1086050B (de) * 1957-12-21 1960-07-28 Pechiney Prod Chimiques Sa Verfahren zur Herstellung von Reinmangan

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1086050B (de) * 1957-12-21 1960-07-28 Pechiney Prod Chimiques Sa Verfahren zur Herstellung von Reinmangan

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