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DE10160020B4 - Vorrichtung zum Bestimmen der Zielrichtung, in der ein von einer Quelle erzeugter Strahl gesendet wird und mit einer solchen Vorrichtung ausgestatteter Satellit - Google Patents

Vorrichtung zum Bestimmen der Zielrichtung, in der ein von einer Quelle erzeugter Strahl gesendet wird und mit einer solchen Vorrichtung ausgestatteter Satellit Download PDF

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DE10160020B4 DE2001160020 DE10160020A DE10160020B4 DE 10160020 B4 DE10160020 B4 DE 10160020B4 DE 2001160020 DE2001160020 DE 2001160020 DE 10160020 A DE10160020 A DE 10160020A DE 10160020 B4 DE10160020 B4 DE 10160020B4
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Abstract

Vorrichtung (3) zum Bestimmen der Zielrichtung, in der ein von einer Quelle (2), insbesondere einer Laserquelle, erzeugter Strahl (F) gesendet wird, wobei die Vorrichtung (3) umfasst: eine optische Reflektoranordnung (7), die auf dem Weg des eintreffenden Strahles (Fi) positioniert ist, der von der Quelle (2) erzeugt wird, wobei die optische Reflektoranordnung (7) eine Platte (8) und einen innen reflektierenden Zweiflächner (9) aufweist und wobei die Platte (8) so auf dem Weg des eintreffenden Strahles (Fi) angeordnet ist, dass der größte Teil der Energie des eintreffenden Strahles (Fi) durch die Platte (8) durchgelassen wird, aus der sie als ein in einer zur Richtung des eintreffenden Strahles (Fi) parallelen Zielrichtung orientierter Strahl (F) austritt, eine Anordnung, in der in nach Bedarf festgelegter Weise in Bezug aufeinander ein optischer Winkelpositionierungsaufnehmer (6) und wenigstens ein stellarer Sensor (5) positioniert sind, wobei der Winkelpositionierungsaufnehmer (6) hinter der optischen Reflektoranordnung (7) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass...

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 sowie einen Satelliten nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 5.
  • Sie betrifft insbesondere die Verbesserung der Zielqualität eines räumlichen Lidars, insbesondere eines Wetter-Lidars, das Geschwindigkeitsmessungen an Winden in der Atmosphäre der Erde oder eines anderen Planeten durchführt. Die erfindungsgemäße Vorrichtung zielt insbesondere darauf ab, die absolute Messunsicherheit betreffend die Zielrichtung eines Strahles zu verringern, der von einem um einen Himmelskörper, insbesondere um die Erde, umlaufenden Satelliten gesendet wird.
  • Eine bekannte Technik zum Erhalten einer präzisen Bestimmung der von einem an Bord eines Satelliten mitgeführten Lidar gesendeten Laserstrahles erfordert die Verwendung eines Lokalisierungssystems, mit dem die Position des Satelliten in Bezug auf den Himmelskörper, um den er umläuft, herausgefunden werden kann, und eines (Flug-)Lagebestimmungssystems, das es insbesondere erlaubt, die Zielrichtung des in dem Satelliten angebrachten Lidar präzise zu bestimmen. Ein Beispiel einer auf diese Weise organisierten Anordnung wird in dem Dokument US-A-5 808 732 gelehrt, es betrifft einen Satelliten zur Höhenmessung des Meeresspiegels und der Gletscherbedeckung der Erde und umfaßt ein Lokalisierungssystem vom Typ GPS (für "Global Positioning System") und ein Lagebestimmungssystem.
  • Letzteres wird verwendet, um die Orientierung des für die Höhenmessungen verwendeten Laserstrahles genau zu bestimmen, es umfaßt eine optische Lokalisierungsanordnung, mit der ein Bild eines Himmelsabschnitts durch ein Teleskop, dessen Zielrichtung der des Laserstrahles entgegengesetzt ist, an einem lichtempfindlichen Detektor, allgemein als stellarer Sensor bezeichnet, erhalten werden kann, der Angaben über die Position und Intensitäten der erfaßten Lichtquellen liefert. Diese Angaben werden von einem mitgeführten Rechner genutzt, der über inertielle Informationen über eine Anzahl von Sternen verfügt, die ausreichend ist, um eine vollständige Abdeckung der vom Satelliten und damit vom Laserstrahl eingenommenen Lagen unabhängig von der Positionierung des Satelliten in der Umlaufbahn zu ermöglichen. Die Zielrichtung des Laserstrahles wird mit Hilfe einer Meß-Unteranordnung bestimmt, die im Rahmen einer rhomboedrischen Struktur zwei Beugungsgitter und eine Lokalisierungsanordnung wie oben definiert verbindet. Ein erstes dieser Beugungsgitter ist in Bezug auf den Laser so positioniert, dass es von dem größten Teil der den gesendeten Strahl bildenden Energie ohne Ablenkung durchlaufen wird und der Rest zum zweiten Gitter gebeugt wird. Der dem gebeugten Teil des Strahles entsprechende Probestrahl wird durch dieses zweite Gitter so ausgerichtet, dass ein kleiner Teil dieses Probestrahles, der einen gedämpften Probestrahl bildet, auf die Lokalisierungsanordnung gerichtet ist. Die Achse des Probestrahles ist vorzugsweise so orientiert, dass sie die Achse der Lokalisierungsanordnung schneidet, wobei das zweite Beugungsgitter am Schnittpunkt dieser zwei Achsen positioniert ist.
  • Das optische Signal, das den gedämpften Probestrahl bildet, wird vom stellaren Sensor wie die optischen Signale verarbeitet, die bei ihm durch das Teleskop ankommen, und die Position dieses gedämpften Probestrahles kann durch den mitgeführten Rechner in Bezug auf diejenigen der himmlischen Lichtquellen bestimmt werden, deren Strahlung gleichzeitig aufgefangen wird.
  • Die oben beschriebene Anordnung und die diversen funktionsmäßig mehr oder weniger äquivalenten Anordnungen haben den Nachteil, dass sie komplex sind, die Anwendung kostspieliger Komponenten erfordern, deren Anbringung präzise erfolgen muß und unter strengen Umweltbedingungen, unter denen die Vorrichtung arbeiten muß, nur schwer so aufrechtzuerhalten ist, dass hochwertige Ergebnisse insbesondere hinsichtlich Präzision und Zuverlässigkeit erzielt werden können.
  • Die US 5,828,447 beschreibt eine Ausrichtvorrichtung eines Beobachtungsinstruments, die einen vor dem Instrument drehbaren Blickrichtungs-Verstellspiegel umfasst sowie ein Dieder, auf dessen beiden Flächen das Licht einer Lichtquelle nacheinander reflektiert wird. Das Dieder ist mit dem vor dem Instrument drehbaren Blickrichtungs-Verstellspiegel verbunden, und die reflektierenden Facetten des Dieders bilden einen rechten Winkel und vereinigen sich in einer zu einer Ebene des Blickrichtungs-Verstellspiegels senkrechten Kante.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine hinsichtlich ihrer Präzision und Zuverlässigkeit gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Vorrichtung der eingangs genannten Art anzugeben.
  • Diese Afgabe wird durch die Vorrichtung gemäß Patentanspruch 1 gelöst.Vorteilhaft um fasst der Weltraumsatellit gemäß Patentanspruch 5 eine solche Vorrichtung.
  • Die Bestimmung der Zielrichtung wird erreicht durch eine informatische Verarbeitung, die von einem Rechner anhand von stellaren Bildern, die in der Umlaufbahn über einen mitgeführten Bildaufnehmer vom Typ stellarer Sensor erhalten werden, und von aufgezeichneten Informationen durchgeführt wird, die die für den stellaren Sensor je nach Positionierung des Satelliten auf der Umlaufbahn sichtbaren Konfigurationen von Sternen betreffen.
  • Die Erfindung ist in der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit den unten genannten Figuren näher erläutert.
  • 1 ist ein Prinzipschema betreffend ein erstes Beispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Bestimmung der Zielrichtung, in der ein Strahl von einem Satelliten aus gesendet wird.
  • 2 ist ein Prinzipschema der in einer Vorrichtung wie in 1 dargestellt eingesetzten optischen Hohlwürfelstruktur.
  • Die in 1 gezeigte Vorrichtung zur Bestimmung der Zielrichtung ist vorgesehen, um an Bord eines Satelliten 1 mitgeführt zu werden, der dazu bestimmt ist, um einen Himmelkörper in Umlaufbahn gebracht zu werden, und der vorgesehen ist, in eine ausgewählte Richtung einen Strahl F zu senden, wobei dieser Strahl z.B. ein Laserstrahl ist. Der Strahl F soll von einer Quelle 2 kommen, die in einer von dem Satelliten mitgeführten Funktions-Unteranordnung enthalten ist, wobei diese Funktions-Unteranordnung z.B. eine Fernerfassungseinrichtung vom Lidar-Typ ist, die zu meteorologischen Zwecken wie etwa Messungen von Windgeschwindigkeiten in der Erdatmosphäre eingesetzt wird. Der Satellit verwendet ein Positionsbestimmungssystem, das es ihm ermöglicht, sich in Bezug auf den Himmelskörper, um den er umläuft, zu lokalisieren. Dieses nicht schematich dargestellte System ist z.B. vom GPS-Typ, wie bei dem von dem oben zitierten Dokument US-A-5 808 732 gelehrten Ausführungsbeispiel. Der Satellit verwendet ferner ein Lagebestimmungssystem, das es ihm ermöglicht, seine Orientierung herauszufinden. Dieses Lagebestimmungssystem umfaßt insbesondere eine Vorrichtung 3, die vorgesehen ist, um die Zielrichtung zu bestimmen, in die der von der Quelle 2 kommende Strahl F außerhalb des Satelliten gesendet wird.
  • Die Bestimmung der Zielrichtung erfolgt in an sich bekannter Weise durch eine informatische Verarbeitung, die hier als mit einem an Bord des Satelliten mitgeführten Rechner 4 durchgeführt angenommen wird.
  • Diese Verarbeitung erfolgt in dem Fachmann bekannter Weise ausgehend von stellaren Bildern, die am Satelliten in Umlaufbahn über wenigstens einen mitgeführten stellaren Sensor 5 erhalten werden, sowie von aufgezeichneten Informationen, die die Konfigurationen von Sternen betreffen, die für den stellaren Sensor je nach Positionierung des Satelliten in Umlaufbahn sichtbar sind.
  • Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist eine Anordnung vorgesehen, in der ein stellarer Sensor 5 mit Achse V und ein optischer Winkelpositionierungsaufnehmer 6 fest zugeordnet sind, der eine genaue Messung der eventuellen Änderungen von Richtungen eines Lichtstrahles Fs ermöglicht, den er z.B. quasi senkrecht an einer empfindlichen Oberfläche einer Empfängermatrix vom CCD-Typ empfängt.
  • Der Winkelpositionierungsaufnehmer kann unterschiedliche Detektoren, insbesondere Oberflächendetektoren, z.B. vom Typ CCD (Charge Coupled Device) oder Nullregelungsdetektoren, z.B. vom Vierquadrantentyp, umfassen, wenn die Quelle 2 orientierbar ist. Dieser Winkelpositionierungsaufnehmer kann auch durch einen vereinfachten stellaren Sensor gebildet sein.
  • Die Orientierung des-optischen Winkelpositionierungsaufnehmers 6 in Bezug auf den stellaren Sensor 5 ist nicht kritisch und kann in Abhängigkeit von der am Satelliten getroffenen Anordnung festgelegt werden, allerdings ist sie so realisiert, dass sie unter den Umweltbedingungen, insbesondere den Temperaturbedingungen, denen diese Elemente an Bord des Satelliten ausgesetzt sind, erhalten bleibt. Die Aufrechterhaltung der Orientierung des optischen Aufnehmers in Bezug auf den stellaren Sensor kann erreicht werden durch eine kontrollierte Montage, die diese Orientierung ultrastabil macht, sie kann auch durch Befestigung des Winkelpositionierungsaufnehmers an dem stellaren Sensor erreicht werden.
  • In einer vorgeschlagenen Ausgestaltung ist die Orientierung zwischen dem Aufnehmer und dem Sensor derart, dass die optische Achse des Aufnehmers, die der des Strahles Fs entspricht, senkrecht zur optischen Zielachse V des stellaren Sensors ist, wie schematisch in 1 gezeigt.
  • In der Vorrichtung ist gemäß der Erfindung ferner eine optische Reflektoranordnung 7 vorgesehen, die dazu dient, die Erfassung der vom Strahl F verfolgten Zielrichtung zu ermöglichen, indem sie einen kleinen Teil des sogenannten einfallenden Strahles Fi nutzt, der von der Quelle, aus der der Strahl F hervorgegangen ist, erzeugt wird, wobei dieser Teil einen sogenannten Sekundärstrahl Fs bildet, der in Richtung des Winkelpositionierungsaufnehmers gelenkt wird, damit letzterer ihn erfassen kann. Diese Erfassung wird genutzt, um eine Winkelpositionierungsinformation zu liefern, die an den Rechner übertragen wird, wobei letzterer dafür zuständig ist, die Zielrichtung anhand der bestimmten Winkelpositionierung und in Abhängigkeit von der dann in der oben erwähnten Weise bestimmten Lage genau zu bestimmen.
  • Die optische Reflektoranordnung 7 ist aufgebaut aus einer Platte 8 und einem Zweiflächner 9, die starr in Bezug aufeinander in einer Hohlwürfelmontage angeordnet sind, die in 2 dargestellt ist. Die Platte 8 und der Zweiflächner 9 sind an einem theoretischen Würfel 10 angeordnet, und zwar die Platte an einer der Flächen C, die eine der Seiten des Würfels bilden, in der Nähe einer der Ecken S des Würfels, und der andere entlang der Kante des Würfels, die senkrecht zu dieser Fläche zu dieser Ecke S führt, wie in 2 gezeigt. Die realisierte Anordnung weist vorzugsweise eine Symmetrie in Bezug auf die diagonale Mittelebene des Würfels auf, auf der sich die Ecke S befindet, wobei sich die Flächen des Zweiflächners 9 dann an benachbarten Flächen des Würfels befinden, die an der Ecke S aufeinandertreffen, und die Platte 8 in der Nähe der Ecke S senkrecht zu der durch diese Ecke verlaufenden Diagonalen des die Seite C bildenden Quadrates angeordnet ist. Der Zweiflächner 9 ist innen reflektierend. Die Platte ist z.B. halbtransparent mit einem Transmissionskoeffizienten und einem Reflexionskoeffizienten, die in Abhängigkeit von der für das Lidar vorgesehenen Aufgabe gewählt sind. Gemäß einer Ausführungsvariante ist die Platte 8 eine dichroitische Platte, die die Übertragung einer Wellenlänge und die Reflexion einer anderen gewährleistet, wobei der Sendelaser z.B. frequenzverdoppelt oder -verdreifacht ist. Einer anderen Ausführungsvariante zufolge ist die Platte 8 unter Brewster-Winkel oder nahe diesem für eine gegebene Wellenlänge positioniert, wobei dann der Laser linear polarisiert ist, um die Transmissionsverluste für diese Wellenlänge zu minimieren.
  • Die 2 zeigt, dass mit einer solchen Hohlwürfelanordnung, ein unter einem geeigneten Winkel, hier in der oben erwähnten mittigen diagonalen Symmetrieebene schräg gegen die Platte 8 gerichteter Strahl Fi in bekannter Weise in einen durch die Platte transmittierten Strahl F, der parallel zum Strahl Fi austritt, und einen Sekundärstrahl gespalten werden kann, der von der Platte 8 auf die Kante des geeignet positionierten Zweiflächners 9 reflektiert wird. Dieser Sekundärstrahl wird von dem Zweiflächner 9 in eine Richtung reflektiert, die antiparallel zur Richtung des Strahles Fi und folglich zu der des Strahles F ist.
  • Eine solche Anordnung wird eingesetzt für die Platte 8 und den Zweiflächner 9, die die optische Reflektoranordnung 7 bilden und die z.B. aus Quarzglas hergestellt sind. Die Platte 8 ist schräg auf dem Weg des von der Quelle 2 erzeugten Laserstrahles Fi angeordnet, wie in 1 schematisch gezeigt. Der Winkel und z.B. eine auf der den Strahl Fi aufnehmenden Seite dieser Platte abgeschiedene dichroitische Beschichtung sind so gewählt, dass ein kleiner Teil dieses Strahles Fi reflektiert wird, wobei dieser Teil z.B. dem Teil der Strahlung entspricht, der eine Wellenlänge von 0,532 μm hat, wohingegen der Rest F des Strahles Fi durch die Platte 8 durchgelassen wird, wobei dieser Rest z.B. die Teile der empfangenen Strahlung mit Wellenlängen von 1,06 und 0,355 μm umfaßt.
  • Wie oben angegeben, leitet sich der Zielwinkel, unter dem der Strahl F vom Satelliten aus gesendet wird, direkt von dem des eintreffenden Strahles Fi ab, zu dem er parallel ist. Der durch sukzessive Reflexionen an der Platte 8 und dann am Zweiflächner 9 erhaltene Strahl Fs ist unter den oben genannten Bedingungen antiparallel zur Richtung des eintreffenden Strahles Fi und damit zur Zielrichtung, in der der Strahl F gesendet wird, sofern die optische Reflektoranordnung 10 so konstruiert ist, dass die Positionen der Platte und des Zweiflächners unabhängig von den vorgesehenen Umweltbedingungen die gleichen bleiben, unter denen sich die Anordnung befinden kann, wenn der Satellit, zu dem sie gehört, in Umlaufbahn ist.
  • Dies kann z.B. erreicht werden, indem der Zweiflächner und die Platte über eine mechanische Montage starr verbunden werden, die aus einem gegen Temperaturänderungen wenig empfindlichen Material gebildet ist. Die Quelle 2, die Reflektoranordnung 7 und die Anordnung, die wenigstens einen stellaren Sensor 5 und einen Winkelpositionsaufnehmer 6 verbindet, sind angeordnet wie in 1 schematisch dargestellt, so dass der Meß-Sekundärstrahl Fs zu dem optischen Winkelpositionierungsaufnehmer 6 in einer Richtung nahe der optischen Achse dieses Winkelpositionsaufnehmers übertragen wird. Dies kann erreicht werden durch die Verwendung von Befestigungsmitteln, die vorgesehen sind, um eine starre Positionierung des optischen Winkelpositionierungsaufnehmers 6 in Bezug auf den reflektierenden Zweiflächner 9 zu ermöglichen, hinter dem er sich befindet. Dies ist realisierbar, soweit die Anordnung, die den Winkelpositionsaufnehmer 6 und den stellaren Sensor 5 bildet, nur wenig Energie verbraucht und dissipiert, im Gegensatz zur Quelle 2, von der sie in der vorgeschlagenen Ausgestaltung getrennt sind. Dadurch ist es möglich, die Bestandteile der Zielrichtungsbestimmungsvorrichtung von der Quelle 2 zu isolieren und infolgedessen die Risiken einer Ablenkung des gesendeten Strahles zu beseitigen, die anderenfalls wegen Heterogenität der Materialien im Falle von Temperaturänderungen an der Vorrichtung verursacht werden könnten. Zu beachten ist, dass eine eventuelle Winkeldrehung der Hohlwürfelanordnung keine Änderung der antiparallelen Richtung mit sich bringt. Diese Lösung hat auch den Vorteil, dass sie nicht unbedingt eine Untersuchung der Abmessungsstabilität erfordert, mit der genau die Setzbewegungen untersucht werden können, die auf die Vibrationen und die Entspannung der thermoelastischen Belastungen der Strukturen zurückgehen.

Claims (7)

  1. Vorrichtung (3) zum Bestimmen der Zielrichtung, in der ein von einer Quelle (2), insbesondere einer Laserquelle, erzeugter Strahl (F) gesendet wird, wobei die Vorrichtung (3) umfasst: eine optische Reflektoranordnung (7), die auf dem Weg des eintreffenden Strahles (Fi) positioniert ist, der von der Quelle (2) erzeugt wird, wobei die optische Reflektoranordnung (7) eine Platte (8) und einen innen reflektierenden Zweiflächner (9) aufweist und wobei die Platte (8) so auf dem Weg des eintreffenden Strahles (Fi) angeordnet ist, dass der größte Teil der Energie des eintreffenden Strahles (Fi) durch die Platte (8) durchgelassen wird, aus der sie als ein in einer zur Richtung des eintreffenden Strahles (Fi) parallelen Zielrichtung orientierter Strahl (F) austritt, eine Anordnung, in der in nach Bedarf festgelegter Weise in Bezug aufeinander ein optischer Winkelpositionierungsaufnehmer (6) und wenigstens ein stellarer Sensor (5) positioniert sind, wobei der Winkelpositionierungsaufnehmer (6) hinter der optischen Reflektoranordnung (7) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (8) und der Zweiflächner (9) starr in Bezug aufeinander in einer Hohlwürfelmontage so an einem theoretischen Würfel (10) angeordnet sind, dass die Platte (8) an einer Seitenfläche (C) des Würfels (10) und der Zweiflächner (9) entlang einer Kante des Würfels (10) angeordnet ist, die senkrecht auf der Seitenfläche (C) steht, und dass der Rest der Energie des eintreffenden Strahles (Fi) als Sekundärstrahl in das Innere des Zweiflächners (9) reflektiert wird, der ihn abfängt und in Form eines sogenannten Mess-Sekundärstrahles (Fs) in einer zur Richtung des eintreffenden Strahles (Fi) antiparallelen Richtung zu dem Winkelpositionierungsaufnehmer (6) reflektiert.
  2. Vorrichtung (3) nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Flächen des Zweiflächners (9) jeweils auf zueinander benachbarten Seitenflächen des Würfels (10) angeordnet sind.
  3. Vorrichtung (3) nach Anspruch 1 oder 2, bei der der Winkelpositionierungsaufnehmer (6) in Bezug auf den stellaren Sensor (5) durch Befestigung an diesem stellaren Sensor (5) in festgelegter Weise orientiert ist.
  4. Vorrichtung (3) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (8) eine dichroitische Platte ist oder für eine gegebene Wellenlänge unter Brewsterwinkel angeordnet ist.
  5. Weltraumsatellit (1) mit einem Positionsbestimmungssystem, das es ihm ermöglicht, sich in Bezug auf den Himmelskörper, insbesondere einen Planeten, um den er umläuft, zu lokalisieren, und mit einem Lagebestimmungssystem, das es ihm ermöglicht, seine Orientierung herauszufinden, wobei dieses Lagebestimmungssystem eine Vorrichtung (3) aufweist, die es ermöglicht, die Zielrichtung, in der ein von einer Quelle (2) erzeugter Strahl (F) gesendet wird, zu bestimmen, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 4 ausgebildet ist.
  6. Weltraumsatellit (1) nach Anspruch 5, bei dem die Vorrichtung (3) zur Bestimmung der Zielrichtung Teil einer Funktionsunteranordnung vom Typ Lidar ist.
  7. Weltraumsatellit (1) nach Anspruch 6, bei dem die Lidar-Funktionsunteranordnung ein Wetter-Lidar ist, das insbesondere für Windmessungen genutzt wird.
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