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Etikettiermaschine für Flaschen Dosen od. dgl.
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zum Etikettieren von
stehend geförderten runden Gegenständen, wie Flaschen, Dosen od. dgl.
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Für diesen Zweck gibt es bereits Etikettiermaschinen mit einer umlaufenden
Trommel, die an ihren die Etiketts aufnehmenden Stellen zunächst mit einer Gummierung
versehen wird, dann mit der gummierten Fläche in den Bereich eines Etikettstapels
kommt und mit einem Etikett belegt wird, das anschließend mit seiner ungummierten
Außenseite in den Bereich einer zweiten Fördervorrichtung gelangt, die das gummierte
Etikett von der Zuführungstrommel abnimmt und mit der gummierten Seite nach außen
in den Förderweg der zu etikettierenden Gegenstände bringt, die beim Berühren des
gummierten Etiketts eine Drehbewegung um die eigene Achse ausführen, so daß das
Etikett an den zu etikettierenden Gegenstand angerollt wird.
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Weiterhin ist es bekannt, die gummierten Etikette bei ihrer Weiterleitung
zur Etikettierstelle zeitweilig mit Saugwirkung an den sie tragenden Fördermitteln
festzuhalten und zur Übergabe der Etikette von der gummierten Zuführungstrommel
an die Abgabevorrichtung einen oder mehrere zwischen beiden Vorrichtungen hin- und
hergehende Tragschieber zu benutzen, die das Etikett an einer nicht beleimten Stelle
hintergreifen, mit Saugwirkung festhalten und es der Abgabevorrichtung übergeben.
Schließlich hat man auch bereits vorgeschlagen, die Etikette durch einen schrittweise
umlaufenden Förderer, der um eine waagerechte Achse drehbar gelagert ist, mit Saugwirkung
vom Etikettstapel abnehmen zu lassen, sie mit der zu gummierenden Seite nach außen
an einer Beleimungsvorrichtung vorbeizubewegen und unter Verbleib auf dem Förderer
in den Bereich der Etikettierstelle zu bringen, wobei der Förderer das gummierte
Etikett in senkrechter Lage den stehend geförderten Gegenständen vorhält, die das
gummierte Etikett mit einer rollenden Bewegung aufnehmen.
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Die Erfindung ist auf eine besondere Ausführung derartiger Maschinen
zum Etikettieren von stehend geförderten runden Gegenständen gerichtet, die bei
einfacher Konstruktion und kurzem Förderweg der Etikette vom Stapel zur Etikettierstelle
ein sauberes und schnelles Arbeiten sichert und so ausgebildet ist, daß der Etikettförderer,
der die Etikette vom Stapel abnimmt und an die Etikettierstelle bringt, nicht mit
Leim berührt werden kann. Dabei bedarf es keiner Unterteilung der Förderstrecke
vom Etikettstapel bis zur Etikettierstelle unter Einschaltung eines zusätzlichen
Fördermittels. Trotz Fortfalles dieser meist üblichen Unterteilung des Förderweges
kommen die Etikette an der Etikettierstelle auf eine ebene Stützfläche, die ein
glattes Anrollen der Etikette ermöglicht.
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Die Maschine nach der Erfindung ist mit einem
schrittweise um eine
waagerechte Achse umlaufenden Etikettentragrad versehen, das die Etikette nacheinander
von einem Stapel aufnimmt, an einer Gummiervorrichtung vorbeiführt, die die auf
dem Tragrad bebefindlichen Etikette an ihrer Außenfläche gummiert, worauf die Etikette
unter Verbleib auf dem Tragrad in den Bereich einer Fördervorrichtung gelangen,
die die zu etikettierenden Gegenstände an den Etiketten abwälzt. Die Erfindung kennzeichnet
sich dadurch, daß das Etikettentragrad schmaler als die Länge der Etikette ist,
so daß diese seitlich überstehen, und daß an der Etikettierstelle Stützglieder vorgesehen
sind, die sich gegen die nicht gummierte Seite der überstehenden Teile der Etikette
legen und diese Teile abstützen, während der zu etikettierende Gegenstand abgewälzt
wird. Die an der Etikettierstelle befindlichen Stützglieder sind derart hin- und
herbewegbar, daß sie jeweils nach dem Anlangen eines Etiketts an der Etikettierstelle
aus einer zurückgezogenen Stellung bis zur Anlage gegen die dem Gegenstand abgewandte
Seite des Etiketts vorbewegt werden und dabei etwa tangential zur Umfangsfläche
des Etikettentragrades liegen, wenn der zu etikettierende Gegenstand abgewälzt wird.
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Da die Etikette seitlich über das Tragrad hervorstehen, kann das
Gummieren auf die überstehenden Flächenteile beschränkt werden, so daß das Tragrad
nicht mit Leim in Berührung kommt. Daraus ergibt sich zugleich die Möglichkeit,
die Etikette mit ihrem
auf dem Tragrad anliegenden Teil durch besondere
Vorrichtungen zeitweilig festzuhalten, z. B. durch ein Andrückband, so daß sie beim
Fördern nicht verschoben werden, sondern in richtiger Lage an die Etikettierstelle
kommen, ohne daß hierbei das Gummierten der seitlich überstehenden Teile behindert
wird. Zusätzlich können diese Etikette durch Saugwirkung am Tragrad festgehalten
sein, wobei sie nur auf einem kleinen Teil des Förderweges der Saugwirkung ausgesetzt
zu sein brauchen. Die im Bereich der Etikettierstelle befindlichen Stützglieder,
die das Etikett beim Anrollen an seinen über das Tragrad vorstehenden gummierten
Rändern abstützen, können mit Saugöffnungen versehen und im Augenblick der Abgabe
des Etiketts mit Druckluft gespeist sein, um ein festes Andrücken der gummierten
Ränder des Etiketts an den zu etikettierenden Gegenstand zu sichern.
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Die Zeichnungen zeigen ein Beispiel für die Ausführung einer Flaschenetikettiermaschine
nach der Erfindung, und zwar zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht der Maschine, Fig.
2 eine Vorderansicht in Richtung des Pfeiles'1 der Fig. 1, Fig. 3 einen Grundriß
der Maschine, Fig. 4 einen Teilquerschnitt durch die Maschine in der Ansicht nach
Fig. 1, jedoch in größerem Maßstab, Fig. 5 einen Teil der in Fig. 4 abgebildeten
Vorrichtung im Grundriß, also in Richtung des Pfeiles B der Fig. 4 gesehen, Fig.
6 einen Teil der in Fig. 4 in der Seitenansicht dargestellten Vorrichtung in der
Vorderansicht und teilweise im senkrechten Schnitt, Fig. 7 eine Teilansicht der
Maschine in Richtung des Pfeiles C der Fig. 1, Fig. 8 eine Einzelheit der in Fig.
1 dargestellten Maschine in größerem Maßstab und Fig. 9 eine Ansicht der in Fig.
8 dargestellten Vorrichtung in Richtung des Pfeiles D der Fig. 8.
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Die in Fig. 1, 2, 3 und 4 dargestellte Maschine weist ein Etikettentragrad
1 auf, das mit einer Anzahl von auf dem Umfang verteilten Etikettenstützflächen
2 versehen ist; an jeder dieser Stützflächen münden zwei Saugleitungen 3, die an
eine mittlere Saugkammer 4 angeschlossen sind. Das Rad 1 wird absatzweise gedreht
und führt jede Stützfläche 2 zunächst unter einen Etikettstapel 6, der in einer
Magazinführung 7 sitzt und aus dem ein Etikett 8 entnommen wird und auf die darunter
befindliche Stützfläche 2 gelangt. Das Etikett wird durch den Unterdruck in den
Saugleitungen auf der Stützfläche festgehalten und steht an beiden Seiten des Tragrades
1 etwas über. Beim Weiterdrehen kommt das Tragrad mit dem Etikett an einer Gummiervorrichtung
vorbei, die die überstehenden Kanten des Etiketts an seiner außen befindlichen Rückseite
mit Klebstoff bestreicht. Das so vorbereitete Etikett gelangt dann beim Weiterdrehen
des Tragrades an die Etikettierstelle, in derem Bereich ein Förderband 9 angeordnet
ist, das die zu etikettierenden Flaschen zuführt. Die Flaschen kommen dabei an einer
parallel zum Förderband liegenden Förderschnecke 12 vorbei, die über eine Kette
13 von einer Hauptwelle 14 aus angetrieben wird und die Flaschen 11 in gleichmäßigen
Abständen weiterleitet. An der Etikettierstelle befinden sich zwei als Stützglieder
ausgebildete Andrückleisten 16, die zu beiden Seiten des Trägerrades 1 liegen und
das von ihm zugeführte Etikett 8 hintergreifen und abstützen, so daß es beim Vorbeikommen
einer in Drehbewegung versetzten Flasche 11 an die Flasche gedrückt und angerollt
wird. Die Rollbewegung der Flaschen wird von einem endlosen Band 17
erzeugt, das
rechtwinklig zum Förderband 9 liegt und unter Federwirkung nachgiebig gegen die
Flaschen gedrückt wird. Die etikettierten Flaschen werden dann von dem Förderband
9 einer Entnahmestelle zugeleitet.
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Die unterschiedlichen Teile der Maschine werden nun im einzelnen
näher beschrieben.
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Die Etikettenfördervorrichtung Das Etikettentragrad 1 weist flanschartige
Verstärkungen 21 auf, von denen die eine bis zu einer mittleren Nabe 22 (Fig. 6)
reicht, die fest auf einer Welle 23 Sitzt. Die Welle 23 ragt mit einem Ende durch
einen Lagerbock 24 und trägt ein Kegelrad 26, während das andere Ende an einem Lagerbock
27 frei abgestützt ist. Das Kegelrad26 steht über eine mit Kegelrädern versehene
Vorgelegewelle 28 (Fig. 2) mit einer horizontalen Welle 29 in Antriebsverbindung,
auf der ein mit radialen Schlitzen versehenes Malteserrad 31 befestigt ist, das
den schrittweisen Antrieb des Etikettentragrades 1 vermittelt. Die Welle 29 ist
an Lagerböcken 32 gelagert, die an dem Hauptrahmen 33 der Maschine befestigt sind.
Das Malteserrad 31 wird durch eine dreiarmige Kurbel 34 angetrieben, die an einer
weiteren waagerechten Welle 36 sitzt und von Lagerböcken 37 gehalten wird. Die Welle
36 wird über Kegelrädergetriebe und Zwischenwellen 38 und 39 von der Hauptwelle
14 aus angetrieben.
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Die Lagerböcke 24 und 27 sind auf einem Konsolträger 41 befestigt,
der an dem Hauptrahmen 33 in senkrechter Richtung verschiebbar und mit einer Spindel
42 einstellbar ist; die Spindel 42 (Fig. 1) kann über ein Schneckengetriebe, dessen
Schneckenrad mit 43 bezeichnet ist, von einer Welle 44 aus angetrieben werden, die
einen Vierkant zum Aufstecken eines Handrades oder einer Kurbel aufweist. Die Spindel
42 bewirkt somit ein Heben oder Senken des Etikettentragrades 1, so daß man seine
Höhenlage in bezug auf die zu etikettierenden Flaschen nach Bedarf ändern kann.
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Die paarweise angeordneten Saugleitungen 3 (Fig. 4) erstrecken sich
radial durch das Rad 1 und stehen je mit einer Öffnung 46 in Verbindung, die in
einer gehärteten Stirnfläche 47 der anderen flanschartigen Verstärkung 21 des Rades
1 mündet (Fig. 6).
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An dieser Stirnfläche des Rades 1 liegt eine ähnlich ausgebildete
Stirnfläche eines Saugkopfes 4 an. Der Saugkopf 4 ist durch einen Halter 48 an dem
Lagerbock 27 befestigt und wird durch eine an dem Lagerbock 27 abgestützte Feder
49 abdichtend gegen das Rad 1 gedrückt. Der Saugkopf 4 weist drei Saugöffnungen
51, 52 und 53 auf, wobei die Öffnungen 51 und 53 durch Saugleitungen 54 und 56 (Fig.
1 und 4) an Ventile 57, 58 angeschlossen sind, die über eine Leistung 60 mit einer
nicht dargestellten Saugpumpe in Verbindung stehen, während die Saugöffnung 52 durch
eine weitere Leitung 59 unmittelbar an die Saugpumpe angeschlossen ist.
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Die Ventile 57 und 58 sind von bekannter Bauart und weisen einen
verschiebbaren Steuerkolben 61 auf, der eine an die Saugleitung 60 angeschlossene
Überströmleitung 62 öffnet und schließt. Die Kolben 61 der beiden Ventile sind durch
Lenker 63 mit Antriebshebeln 64 verbunden, die mit Stützrollen 66 versehen sind
und durch Nockenscheiben 67 und 68 einer Steuerwelle 69 betätigt werden. Die Steuerwelle
49 wird über Kegelräder 71, 72, 73 und 74 und Zwischenwellen 76, 77, 78 von der
Hauptwelle 14 aus angetrieben.
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Etikettenzuführung- und Gummierungsvorrichtung Die SIagazinführung
7 ist oberhalb des Rades 1 an einer Plattform 81 befestigt, die von einem auf dem
Konsolträger 41 abgestützten Sockel 82 getragen wird Die Magazinführung ist also
zusammen mit dem Rad 1 in der Höhenlage verstellbar. Die Plattform 81 und der Sockel
82 sind für den Durchlaß des Rades 1 geschlitzt. Die Entnahmevorrichtung des Magazins
ist von bekannter Bauart und weist zwei Saugdüsen 83 auf, die je an einer Seite
des Rades 1 angeordnet sind, an drehbar gelagerten Hebeln 84 sitzen, die durch einen
Arm 86 und einen Lenker 87 an einem Betätigungshebel 88 angreifen. Dieser Hebel
trägt eine Rolle 89, die mit einem Steuernocken 91 einer Nockenwelle 92 zusammenwirkt.
Die Nockenwelle wird durch eine Kette 93 von der Welle 69 aus angetrieben. Die Saugdüsen
83 arbeiten mit einem Schwinghehel 94 zusammen, der eine Rolle 96 trägt, die jedes
Etikett auf die Umfangsfläche des Rades 1 drückt. Hier wird es im Bereich einer
Stützfläche 2 durch Saugwirkung festgehalten. Der Schwinghebel 94 wird von einem
Lenker 97 angetrieben, der an einem Hebel 98 angelenkt ist Dieser Hebel trägt eine
Rolle 99, die sich an einem weiteren Nocken 101 der Nockenwelle 92 abstützt.
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Um die Zuführung eines Etiketts zu verhindern, wenn von der Schnecke
12 keine Flasche zugeführt wird, ist in der Bewegungsbahn der Flaschen ein Fühlhebel
102 (Fig. 3) angeordnet, der den Schalter 103 eines Relais 104 betätigt. Das Relais
dreht dann einen Anschlag 105 aus der Bewegungsbahn eines Ventilbetätigungshebels
106, der ein den Ventilen 57 und 58 ähnliches Saugventil steuert. Das Saugventil
107 ist in die Zuführungsleitung der Saugdüsen 83 eingeschaltet. Der Ventilbetätigungshebel
106 ist mit einem Ansatz versehen, der eine Rolle 108 trägt, die sich an einem Nocken
109 der Nockenwelle 92 abstützt. Wird der Fühlhebel 102 nicht betätigt, weil die
Schnecke 12 keine Flasche 11 von dem Förderband erhält, so wird der Anschlag 105
von dem Relais 104 nicht aus der Bahn des Hebels 106 fortbewegt, so daß das Ventil
107 nicht betätigt wird und die Düsen 83 nicht an die Saugleitung angeschlossen
werden.
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Wird das Rad 1 nach dem Zuführen eines Etiketts 8 weitergedreht,
so kommt das Etikett in den Bereich einer Klemmstelle, die durch ein am Umfang des
Rades 1 anliegendes schmales Gummiband 111 gebildet ist. Das Gummiband 111 läuft
über Führungsrollen 112 frei um und klemmt das Etikett während des Gummierens ein.
Das Etikett kommt dabei mit der Gummierwalze 113 einer Gummiervorrichtung in Berührung,
die in Fig. 1 mit dem Bezugszeichen 114 angedeutet ist. Die Gummiervorrichtung sitzt
auf einer Tragplatte 116, die mit Pfeilern 117 und 118 an der Konsolplatte 41 abgestützt
ist. Die Gummiervorrichtung macht somit ebenfalls die Höhenverstellung des Etikettentragrades
1 mit. Die Säule 117 ist hohl und dient zugleich zur Führung des Konsolträgers 41
an einer Rundstange 119. Die Gummierwalze 113 weist eine ringförmige Vertiefung
auf, die im Bereich des Umfanges des Rades 1 liegt und einen Durchlaß für das obere
Trum des Gummibandes 111 bildet, so daß nur die beidseitig über das Rad 1 hervorstehenden
Teile des Etiketts gummiert werden. An jeder Seite des Rades 1 sind Führungen 121
(Fig. 4) angeordnet, die die Zuführungskante des Etiketts gegen die Gummierungswalze
113 leitet.
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Flaschenzuführung und Etikettabgabe Die Andrückleisten 16 werden
von einem schwenkbar gelagerten Hebel 122 getragen. Die von den Fla-
schen zuerst
berührte Leiste ist mit Öffnungen 123 versehen, die durch eine Leitung 124 an ein
Ventil 126 angeschlossen sind, das seinerseits mit einer nicht dargestellten Pumpe
in Verbindung steht. Der Hebel 122 wird von einem Lenker 127 angetrieben, der an
einem Betätigungshebel 128 angreift. Dieser Hebel trägt eine Rolle 129, die sich
an einer auf der Hauptwelle 14 sitzenden Nockenscheibe 131 abstützt. Bei dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel wird den Öffnungen 123 der von den Flaschen zuerst berührten
Andrückleiste Druckluft zugeführt, sobald die Flasche über das auf den Andrückleisten
16 befindliche Etikett zu rollen beginnt. Die Druckluftzuführung wird von einem
schwenkbar gelagerten Fühler 132 gesteuert, der von jeder Flasche 11 betätigt wird,
wenn sie die erste Andrückleiste 16 erreicht. Der Fühler 132 betätigt einen Schalter
133, der ein Relais 134 steuert. Das Relais verstellt unmittelbar den Kolben eines
Ventils 126, das in seiner Bauart dem Ventil 107 ähnelt.
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Die Flaschen 11 werden der Etikettierstelle nacheinander von dem
Förderband 9 zugeleitet, und zwar in gleichmäßigen Abständen, für deren Einhaltung
die Förderschnecke 12 sorgt. Das Förderband 9 ist in bekannter Weise mit Platten
verstehen, die an einer Kette 136 angebracht sind und über eine Führungsschiene
137 laufen. Die Schnecke 12 ist in Haltern 138 drehbar gelagert, die ihrerseits
an Stützen 139 angelenkt sind. Die Stützen 139 sind an einer Grundplatte 141 angebracht,
die auf einem zusätzlichen Ständer 142 verschiebbar und mit einem nach unten ragenden
Ansatz 143 versehen ist. Dieser Ansatz enthält ein Gewinde und ist von einer Einstellspindel
144 durchsetzt, die an dem Ständer 142 drehbar gelagert ist. Die Halter 138 sind
mit bogenförmigen Schlitzen 146 versehen, mit denen sie sich an den Stützen 139
führen und je mittels einer in der zugehörigen Stütze sitzenden Klemmschraube in
gewünschter Lage feststellen lassen. Mit Hilfe der Stellspindel 144 läßt sich die
Schnecke 12 daher zur Anpassung an Flaschen unterschiedlichen Durchmessers quer
zum Förderband einstellen, während die Schnecke mit den schwenkbaren Haltern 138
auf die gewünschte Höhenlage einstellbar ist.
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Die Schnecke 12 kann also für Flaschen unterschiedlicher Größen benutzt
werden. Um ein Verklemmen der Flaschen am Zuführungsende der Schnecke zu vermeiden,
wenn eine Flasche nicht dem Durchmesser entspricht, auf den die Förderschnecke eingestellt
ist, ist an der der Schnecke gegenüberliegenden Seite des Förderbandes 9 eine Führungsleiste
147 angeordnet, die quer zum Förderband nach außen gegen Federwirkung verstellbar
ist und bei einer solchen Verstellung einen Ausschalter 148 der Maschine betätigt.
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Tritt eine Verklemmung ein, so wird die Führungsleiste 147 nach außen
gedrückt und die Maschine automatisch stillgesetzt, und sie kann erst wieder eingeschaltet
werden, wenn die Verklemmung beseitigt und die Führungsleiste wieder in ihre Normalstellung
gelangt ist.
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Sobald eine Flasche 11 in die Klemmstelle zwischen der ersten Andrückleiste
16 und dem Anrollband 17 einläuft, wird sie in Drehung versetzt und über das von
den Andrückleisten 16 gehaltene Etikett 8 gerollt, wobei das Etikett an der Flasche
haftenbleibt. Hinter der Etikettierstelle bleibt die Flasche noch zwischen dem Anrollband
17 und einer Führungsleiste 149 eingeklemmt, so daß ihre Rollbewegung noch anhält,
damit das Etikett gut angedrückt wird.
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Das Anrollband 17 hat eine nachgiebige Oberfläche aus Gummi od. dgl.
und läuft über Riemenscheiben 151
und 152. Die Antriebsscheibe 151
sitzt auf einer Welle 153, die über ein Kegelrädergetriebe 154 (Fig. 2) von der
Hauptwelle 14 angetrieben wird. Die Welle 153 ist in einem Stützlager 156 (Fig.
9) in senkrechter Richtung verschiebbar.
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Die Riemenscheibe 152 ist lose drehbar an einem Tragarm 157 gelagert,
der an einer Tragplatte 158 angelenkt ist und unter Federwirkung zum Förderband
9 hin gedrückt wird. Die Tragplatte 158 ist an einem konsolartigen Träger 159 quer
zum Förderband 9 verschiebbar und läßt sich von einer Stellspindel 161 aus über
ein Schneckengetriebe und ein aus Zahnstange und Zahnrad bestehendes Getriebe einstellen.
Auf der Tragplatte 158 ist weiterhin eine unter Federwirkung stehende Spannrolle
162 (Fig. 3) angeordnet, die das Anrollband 17 nach außen und gegen die Flaschen
drückt. Der Träger 159 ist am Hauptrahmen 33 der Maschine senkrecht verschiebbar
gelagert und ebenfalls über ein Zahnstangengetriebe und ein Schneckenradgetriebe
mittels einer Spindel 163 einstellbar. Das Anrollband 17 kann also ebenso wie die
Schnecke 12 in seitlicher und in senkrechter Richtung eingestellt werden.
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Arbeitsweise Das Förderband 9, die Schnecke 12, das Etikettentragrad
1 und die Nockenscheiben 67, 68, 91, 101 und 131 sind in ihrem Antrieb so aufeinander
abgestimmt, daß bei jeder Teildrehung des Rades 1 eine Flasche 11 an die Etikettierstelle
geliefert und vom Etikettstapel 6 ein Etikett an das Rad 1 abgegeben wird. Läuft
die Maschine, so kommt das Rad 1 mit einer Stützfläche 2 unter dem Etikettstapel
6 zu vorübergehendem Stillstand, wobei die NockenscheibelO9 das Ventil 107 öffnet
und die Saugleitung mit den Düsen 83 in Verbindung bringt. Gleichzeitig werden die
Düsen 83 von der Nockenscheibe 91 verschwenkt, wobei sie das unter Saugwirkung erfaßte
unterste Etikett 8 vom Stapel abnehmen und der darunter befindlichen Stützfläche
2 des Rades 1 zuleiten. Dabei wird zugleich auch von dem Nocken 101 der Schwinghebel
94 mit der Andrückrolle 96 in die Arbeitsstellung gebracht, während der Nocken 67
inzwischen das Ventil 57 betätigt hat und die Saugleitungen 3 der mit dem Etikett
zu belegenden Stützfläche 2 über die Öffnungen 51 und 46 mit dem Saugkopf in Verbindung
bringt, so daß das Etikett von dem Rad 1 erfaßt und angesaugt wird. Die Düsen 83
werden dann durch Schließen des Ventils 107 von der Saugleitung abgeschaltet, und
das Rad 1 führt eine Teildrehung zur Gummierungswalze 113 hin aus, wobei das zunächst
nur mit seinem vorderen Teil von ihr erfaßte Etikett vollständig aus dem Stapel
herausgezogen wird und unter das Andrückband 111 gelangt. Beim nächsten Schaltschritt
des Rades 1 wird das unter dem Andrüclzband befindliche Etikett unter der Gummierwalze
vorbeigeführt und an seinen über das Rad 1 und das schmale Andrückband 111 hervorstehenden
Flächen gummiert. Nach drei weiteren Schaltschritten des Rades 1 befindet sich das
Etikett 8 in senkrechter Stellung mit der gummierten Seite nach außen an der Etikettierstelle
in senkrechter Lage vor den etwas zurückgeschwenkten Andrückleisten 16.
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Während der Förderung vom Etikettstapel bis zu den Andrückleisten
sind die Saugleitungen 3 des Rades 1 iiber die Offnung 52 ständig an den Saugkopf
angeschlossen, so daß das gummierte Etikett an seiner Stützfläche 2 auf dem Rad
festgehalten wird.
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Sobald ein gummierte Etikett an der Etikettierstelle ankommt, werden
die Andrückleisten 16 etwas vorgeschwenkt, so daß sie mit ihrer Stützfläche das
Etikett
an den gummierten Stellen hintergreifen.
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Sobald die zu etikettierende Flasche 11 in den Bereich der Etikettierstelle
kommt, von dem Anrollband 17 in kreisende Bewegung versetzt wird und die erste Andrückleiste
16 berührt und dabei das vorgehaltene Etikett mit seiner gummierten Zuführungskante
erfaßt, werden durch die Nockenscheiben 68 und das Ventil 58 die Saugleitungen 3
für die an der Etikettierstelle befindliche Stützfläche 2 des Rades 1 abgeschaltet,
nachdem zuvor die Öffnung 46 mit der Öffnung 53 zur Deckullg gekommen ist. Das vorgehaltene
gummierte Etikett wird daher freigegeben und von der sich drehenden Flasche 11 aufgenommen,
wobei das Rad 1 mindestens so lange im Stillstand verbleibt, bis die Flasche 11
bei ihrer Rollbewegung an der zweiten Andrückleiste 16 angekommen ist.
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Sobald die Flasche 11 an der ersten Andrückleiste 16 ankommt, berührt
sie den Fühlhel)el 132, der die Druckluftleitung einschaltet, so daß die öffnungen
123 der ersten Andrückleiste 16 mit Druckluft beliefert werden, die dazu beiträgt,
die gummierte Zuführungskante des Etiketts gegen die Flasche zu drücken und das
Etikett von dem Rad 1 abzuheben. Beim Weiterfördern der Flasche 11 wird das Etikett
dann zwischen dem Anrollband 17 und der ihm gegenüberliegenden Führungsleiste 149
fertig angerollt, wobei die Flasche ihre Rollbewegung fortsetzt, bis sie von dem
Anrollband 17 frei kommt.