DE10156345A1 - Wellen-Lagerelement - Google Patents
Wellen-LagerelementInfo
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Abstract
Ein Wellen-Lagerelement besitzt eine innere Umfangsfläche (5), die als Gleitfläche dient, eine Ölnut (6), die in der inneren Umfangsfläche (5) derart ausgebildet ist, dass sie sich in Umfangsrichtung erstreckt, und eine Nut (10) auf, die an der inneren Umfangsfläche (5) derart ausgebildet ist, dass sie sich von mindestens einer der beiden in Breitenrichtung gelegenen Seiten der Ölnut (6) aus in Richtung zu einem axialen Ende der inneren Umfangsfläche (5) mit Bezug auf eine Welle (2) erstreckt, sodass die Aussparung (10) flacher und schmaler gemacht ist.
Description
Die Erfindung betrifft ein Wellen-Lagerelement zum derartigen Abstützen bzw.
Lagern einer Welle, dass die Welle drehbar ist, wobei das Wellen-Lagerelement
eine innere Umfangsfläche, die als Gleitfläche dient, und eine Ölnut aufweist, die
in der inneren Umfangsfläche derart ausgebildet ist, dass sie sich in Umfangs
richtung erstreckt.
Mehrzylindermotoren für Kraftfahrzeuge umfassen eine Ausgleichswelle, die
parallel zu der Kurbelwelle derart vorgesehen ist, dass sie mit der Kurbelwelle
drehtechnisch verbunden ist, sodass beispielsweise eine in dem Motor bewirkte
Vibration reduziert wird. Üblicherweise wird ein Gleitlager als Wellenlager zum
Abstützen bzw. Lagern der Ausgleichswelle verwendet. Sogar dann, wenn die
Ausgleichswelle die durch den gesamten Motor erzeugte Vibration reduzieren
kann, leidet der Motor unter einem Reibungsverlust infolge der Ausgleichswelle
bei Hinzufügung eines Lagers für die Ausgleichswelle. Dementsprechend führt
das Vorsehen des Lagers für die Ausgleichswelle zu einem nachteiligen Zu
stand. Als Folge ist eine Reduzierung des Reibungsverlustes in dem Lager für
die Ausgleichswelle erwünscht gewesen.
Daher ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Wellen-Lagerelement
zu schaffen, das den Reibungsverlust bei der Umlaufbewegung der Welle
herabsetzt.
Die vorliegende Erfindung sieht vor ein Wellen-Lagerelement zum derartigen
Abstützen bzw. Lagern einer Welle, dass die Welle drehbar ist, wobei das
Wellen-Lagerelement eine innere Umfangsfläche, die als Gleitfläche dient, und
eine Ölnut aufweist, die in der inneren Umfangsfläche derart ausgebildet ist,
dass sie sich in Umfangsrichtung erstreckt, gekennzeichnet durch eine Ausspa
rung, die in der inneren Umfangsfläche derart ausgebildet sind, dass sie sich von
mindestens einer der beiden in Breitenrichtung gelegenen Seiten der Ölnut aus
in Richtung zu einem axialen Ende der inneren Umfangsfläche hin mit Bezug auf
die Welle erstreckt, sodass die Aussparung flacher und schmaler gemacht ist.
Das Schmieröl, das der Ölnut des Wellen-Lagerelements zugeführt wird, strömt
durch die Ölnut hindurch auf die Gleitfläche bei der Umlaufbewegung der Welle.
Der Druck des Ölfilms, der zwischen der Welle und der Gleitfläche erzeugt wird,
trennt die Welle von der Gleitfläche. Die innere Umfangsfläche, die als Gleitflä
che dient, weist die Aussparung auf, die in der inneren Umfangsfläche derart
ausgebildet ist, dass sie sich von mindestens einer der beiden in Breitenrichtung
gelegenen Seiten der Ölnut aus in Richtung zu einem axialen Ende der inneren
Umfangsfläche hin mit Bezug auf die Welle erstreckt, sodass die Aussparung
flacher und schmaler gemacht ist. Entsprechend neigt das Schmieröl in der
Ölnut leichter dazu, durch die Aussparung hindurch in Richtung zu der axialen
Endseite der Gleitfläche hin zu strömen, wodurch die Bildung des Ölfilms
erleichtert wird. Folglich kann der Reibungsverlust, der sich aus der Umlaufbe
wegung der Welle ergibt, herabgesetzt werden, weil eine direkte Berührung
zwischen der Welle und der Gleitfläche vermieden ist.
Zur Lösung der gleichen Aufgabe sieht die Erfindung auch vor ein Wellen-
Lagerelement zum derartigen Abstützen bzw. Lagern einer Welle, dass die Welle
drehbar ist, wobei das Wellen-Lagerelement eine innere Umfangsfläche, die als
Gleitfläche dient, und eine Ölnut aufweist, die in der inneren Umfangsfläche
derart ausgebildet ist, dass sie sich in Umfangsrichtung erstreckt, gekennzeich
net durch zwei Aussparungen, die in der inneren Umfangsfläche derart ausgebil
det sind, dass sie sich von den beiden in Breitenrichtung gelegenen Seiten der
Ölnut aus in Richtung zu den beiden axialen Enden der inneren Umfangsfläche
hin mit Bezug auf die Welle erstrecken, sodass die Aussparungen flacher und
schmaler sind. Da die Aussparungen in den beiden in Breitenrichtung gelegenen
Seiten der Ölnut ausgebildet sind, ist die Bildung des Ölfilms erleichtert, wodurch
der Reibungsverlust, der sich aus der Umlaufbewegung der Welle ergibt, weiter
verringert werden kann.
Bei einer ersten bevorzugten Ausführungsform weist die innere Umfangsfläche
zwei flache Flächen auf, die nahe bei den axialen Enden derselben derart
ausgebildet sind, dass sie parallel zu der Welle verlaufen. Folglich kann die
Welle gut gelagert bzw. abgestützt werden, weil der Ölfilm in wünschenswerter
Weise an den flachen Flächen ausgebildet wird.
Bei einer zweiten bevorzugten Ausführungsformen weist jede flache Fläche ein
axial äußeres Ende auf, das mit einem Austrittsbereich ausgebildet ist, der derart
radial nach außen zurückgezogen ist, dass er tiefer bzw. niedriger als die flache
Fläche wird. Wenn die Welle mit einer axialen Neigung schwingt, besteht die
Möglichkeit, dass die Welle die beiden axialen Enden des Wellen-Lagerelements
örtlich berührt. In Hinblick auf diese örtliche Berührung kann, wenn der Austritts
bereich nahe bei dem axial äußeren Ende der inneren Umfangsfläche ausgebil
det ist, ein Auftreten der örtlichen Berührung zwischen der Welle und der
Gleitfläche verhindert werden.
Bei einer dritten bevorzugten Ausführungsform weist die innere Umfangsfläche
einen balligen Bereich nahe bei dem axialen Ende derselben auf. Auch bei
dieser Bauweise kann die Welle mittels des balligen Bereichs gut gelagert bzw.
abgestützt werden, und kann das Auftreten der örtlichen Berührung zwischen
der Welle und der Gleitfläche verhindert werden.
Bei einer vierten bevorzugten Ausführungsform ist das Wellen-Lagerelement zu
einer im Allgemeinen halbzylindrischen Gestalt ausgebildet, und sind die
Aussparungen in einem im Wesentlichen zentralen Bereich der inneren Um
fangsfläche desselben und ausgeschlossen in Bereichen derselben nahe bei
den umfangsseitigen Enden der inneren Umfangsfläche ausgebildet, wobei
diese Bereiche, die mit flachen Flächen ausgebildet sind, parallel zu der Achse
der Welle verlaufen. In einem Fall, bei dem zwei halbzylindrische Wellen-
Lagerelemente zu einem zylindrischen Wellen-Lagerelement zusammengefasst
sind, neigt das Schmieröl in nachteiliger Weise dazu, von den umfangsseitigen
Enden aus auszuströmen, wenn sich die Aussparungen zu den umfangsseitigen
Enden der inneren Umfangsfläche hin erstrecken. Weil jedoch keine Aussparun
gen in den Bereichen ausgebildet sind, die nahe bei den beiden umfangsseitigen
Enden angeordnet sind, kann verhindert werden, dass das Schmieröl von den
umfangsseitigen Enden aus ausströmt.
Bei einer fünften bevorzugten Ausführungsform weist die innere Umfangsfläche
eine Vielzahl von schmalen Nuten auf, die in dieser derart ausgebildet sind, dass
sie sich schräg mit Bezug auf die Umlaufrichtung der Welle von der Ölnut aus
durch die Aussparungen hindurch in Richtung zu den axialen Endseiten hin
erstrecken. Die schmalen Nuten führen Schmieröl von der Ölnut von der Ölnut
aus in Richtung zu den axialen Endseiten hin bei der Umlaufbewegung der
Welle. Die schmalen Nuten sind flacher und schmaler als die Ölnut. Das der
Ölnut zugeführte Schmieröl neigt leichter dazu, durch die schmalen Nuten
hindurch in einen Spalt zwischen der Welle und der Gleitfläche bei der Umlauf
bewegung der Welle zu fließen, wodurch die Bildung eines Ölfilms erleichtert
wird.
Nachfolgend wird die Erfindung ausschließlich beispielhaft unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen beschrieben, in denen zeigt:
Fig. 1 eine Schnittansicht eines halbzylindrischen Lagers einer ersten
Ausführung gemäß der Erfindung entlang der Linie 1-1 in Fig. 2B;
Fig. 2A und 2B eine Vorderansicht des halbzylindrischen Lagers bzw. eine
Draufsicht auf die innere Umfangsseite;
Fig. 3 eine Vorderansicht des Lagers, das eine Ausgleichswelle abstützt
bzw. lagert;
Fig. 4 eine Ansicht ähnlich zu Fig. 2B mit der Darstellung des halbzylin
drischen Lagers einer zweiten Ausführungsform gemäß der Erfin
dung;
Fig. 5 eine Ansicht ähnlich zu Fig. 1 und entlang der Linie 5-5 in Fig. 4;
Fig. 6 eine Ansicht ähnlich Fig. 1 mit der Darstellung des halbzylindri
schen Lagers einer dritten Ausführungsform gemäß der Erfindung;
Fig. 7 eine Ansicht ähnlich zu Fig. 1 mit der Darstellung des halbzylindri
schen Lagers einer vierten Ausführungsform gemäß der Erfindung;
Fig. 8 eine Ansicht ähnlich zu Fig. 2B mit der Darstellung des halbzylin
drischen Lagers einer fünften Ausführungsform gemäß der Erfin
dung;
Fig. 9A und 9B eine Ansicht ähnlich zu Fig. 1 und entlang der Linie 9A-9A in
Fig. 8 bzw. eine Ansicht ähnlich zu Fig. 1 entlang der Linie 9B-9B in
Fig. 8;
Fig. 10 eine Ansicht der Abwicklung der inneren Umfangsseite des
halbzylindrischen Lagers einer sechsten Ausführungsform gemäß
der Erfindung;
Fig. 11 eine Ansicht ähnlich zu Fig. 1 und entlang der Linie 11-11 in Fig.
10;
Fig. 12 eine vergrößerte perspektivische Ansicht des Lagers; und
Fig. 13 eine Ansicht ähnlich zu Fig. 3 mit der Darstellung des halbzylindri
schen Lagers einer siebten Ausführungsform gemäß der Erfindung.
Nachfolgend wird eine erste Ausführungsform der Erfindung unter Bezugnahme
auf Fig. 1 bis 3 beschrieben. Bei der ersten Ausführungsform findet die Erfindung
Anwendung bei einem Ausgleichslager zum Abstützen einer Ausgleichswelle
eines Fahrzeugmotors. In Fig. 3 ist ein Gehäuse 1 für den Fahrzeugmotor
dargestellt. Ein Gleitlager 3 ist an dem Gehäuse 1 vorgesehen und bildet ein
Wellen-Lagerelement zum Abstützen einer Ausgleichswelle 2, die als Welle
dient. Das Gehäuse 1 ist in ein oberes und ein unteres Teil aufgeteilt. Die
Ausgleichswelle 2 weist einen nicht ausgewuchteten Bereich 2a mit einem im
Wesentlichen halbkreisförmigen Querschnitt auf und ist in einer
halbzylindrischen Gestalt ausgebildet. Die Ausgleichswelle 2 läuft um das
Drehzentrum O um.
Das Gleitlager 3 weist zwei Lagerhälften 4 auf, die zu einer zylindrischen Gestalt
gegeneinander anliegen. Jede Lagerhälfte 4 weist einen im Allgemeinen halbzy
lindrischen Querschnitt und eine Ölnut 6, die in einer inneren Umfangsfläche 5
ausgebildet ist, die als Gleitfläche dient, wobei sie sich in Umfangsrichtung
erstreckt, zwei Schmierlöcher 7, die je an der Basis der Ölnut 6 in der Umfangs
wand münden, und einen Ansatz 8 auf, der an dem umfangsseitigen Ende
ausgebildet ist, wie in Fig. 2A und 2B dargestellt ist.
Zwei Aussparungen 10 sind in der inneren Umfangsfläche 5 jeder Lagerhälfte 4
derart ausgebildet, dass sie sich von den beiden in Breitenrichtung befindlichen
Seiten der Ölnut 6 aus in Richtung zu den axialen Endseiten der inneren Um
fangsfläche 5 hin mit Hinblick auf die Ausgleichswelle 2 so erstrecken, dass die
Aussparungen 10 flacher und schmaler gemacht sind, wie in Fig. 1 dargestellt
ist. Zwei Einziehungen 11 sind an den beiden axialen Enden ausgebildet. Jede
Aussparungen 10 weist eine maximale Tiefe A im Bereich von 1 bis 30 µm auf
Die maximale Tiefe A jeder Aussparung 10 misst bei der Ausführungsform etwa
20 µm. Jede Lagerhälfte 4 weist eine dreischichtige Struktur auf, die ein Hinter
grundmetall 12, eine Lagerlegierung 13 und einen Überzug 14 umfasst. Die
Flächen der Ölnut 6, die Aussparungen 10 und jeder Einziehung 11 sind mit
einem Überzug 14 überzogen. Der Überzug 14 kann aus irgendeinem der
Systeme von Blei (Pb), Zinn (Sn) und Kunststoff hergestellt sein.
Das Gehäuse 1, das mit dem vorerwähnten Gleitlager 3 ausgestattet ist, besitzt
einen Ölkanal 15, durch den hindurch das Schmieröl zugeführt wird, wie in Fig. 3
dargestellt ist. Das Schmieröl wird durch den Ölkanal 15 und durch die
Schmierlöcher 7 hindurch in die Ölnut 6 eingeführt, wie mittels der Pfeile B in
Fig. 3 dargestellt ist.
Das Schmieröl, das der Ölnut 6 des Gleitlagers 3 zugeführt wird, fließt bei der
Umlaufbewegung der Ausgleichswelle 2 auf die Gleitfläche. Der zwischen der
Ausgleichswelle 2 und der Gleitfläche erzeugte Druck des Ölfilms trennt die
Welle von der Gleitfläche. Die innere Umfangsfläche 5, die als Gleitfläche dient,
besitzt zwei Aussparungen 10, die dort derart ausgebildet sind, dass sie sich von
den beiden in Breitenrichtung gelegenen Seiten der Ölnut 6 aus in Richtung zu
den beiden Endseiten der inneren Umfangsfläche 5 hin erstrecken, sodass die
Aussparungen flacher und schmaler gemacht sind. Dementsprechend neigt das
Schmieröl in der Ölnut 6 leichter dazu, durch die schmaler Nuten 10 in Richtung
zu den beiden Endseiten der inneren Umfangsfläche 5 hin in der Richtung der
Achse 9 zu fließen, wie mittels der Pfeile C in Fig. 1 dargestellt ist, was die
Bildung des Ölfilms erleichtert. Folglich können der Reibungsverlust, der sich
aus der Umlaufbewegung der Ausgleichswelle 2 ergibt, und dementsprechend
der Kraftstoffverbrauch des Motors herabgesetzt werden, weil eine direkte
Berührung zwischen Metallen, nämlich zwischen der Ausgleichswelle 2 und der
Gleitfläche des Gleitlagers 3 in dem Bereich der praktischen Drehzahl der
Ausgleichswelle 2 verhindert ist.
Eine Last, die die Ausgleichswelle 2 auf das Gleitlager 3 zur Einwirkung bringt,
ist die Rotations-Trägheitskraft infolge einer nicht ausgewuchteten Last der
Ausgleichswelle 2. Entsprechend ist die Last klein, wenn die Drehzahl der
Ausgleichswelle 2 niedrig ist. Folglich ist die Last klein während der Zeit einer
niedrigen Drehzahl, wenn ein Ölfilm weniger häufig erzeugt wird, und sogar
dann, wenn die innere Umfangsfläche 5 des Gleitlagers 3 keine flache Fläche
parallel zu der Achse 9 (Ausgleichswelle 2) oder nur eine kleine flache Fläche
aufweist; dies führt nicht direkt zu dem Verlust der Lagerfunktion, wie beispiels
weise einer anormalen Reibung oder einem Fressen.
Die innere Umfangsfläche 5 jeder Lagerhälfte 4 ist mit dem Überzug 14 überzo
gen. Die innere Umfangsfläche 5 besitzt eine unvermeidbare geringe Rauhigkeit
infolge der maschinellen Bearbeitung. Weil jedoch die Fläche 5 mit dem Überzug
14 bei der Ausführungsform überzogen ist, ist die Fläche 5 dazu geeignet,
konform zu der Ausgleichswelle 2 ausgebildet zu sein, wodurch der Reibungs
verlust weiter herabgesetzt werden kann. Weiter liegen die beiden Lagerhälften
4 zur Bildung des kreisförmigen, zylindrischen Gleitlagers 3 gegeneinander an.
Folglich können die Aussparungen 10 und dergleichen leicht an der inneren
Umfangsfläche 5 jeder Lagerhälfte 4 ausgebildet werden.
Fig. 4 und 5 zeigen eine zweite Ausführungsform der Erfindung. Die innere
Umfangsfläche 5 jeder Lagerhälfte 4 besitzt zwei flache Flächen 16, die nahe bei
den Endseiten der inneren Umfangsfläche 5 in der Richtung der Achse 9
ausgebildet sind. Der Ölfilm wird zwischen den flachen Flächen 16 und der
Ausgleichswelle 2 bei der oben beschriebenen Bauweise zufriedenstellend
ausgebildet. Folglich kann die Ausgleichswelle 2 hinreichend abgestützt werden.
Fig. 6 zeigt eine dritte Ausführungsform der Erfindung. Die dritte Ausführungs
form unterscheidet sich von der zweiten Ausführungsform dadurch, dass zwei
Austrittsbereiche 17 in der Nähe des axial äußeren Endes der inneren Umfangs
fläche derart vorgesehen sind, dass sie radial nach außen von den flachen
Flächen 16 aus zurückgezogen sind. Jeder Austrittsbereich 17 besitzt eine
maximale Tiefe von etwa 20 µm und ist unter Verwendung einer balligen Bear
beitigung mit einer gebogenen Fläche gebildet.
Die Bezeichnung "Ölfilm mit Druck durch Quetschwirkung" betrifft einen Ölfilm,
der zwischen einer Welle und einer Gleitfläche durch eine plötzliche radiale
Bewegung der Welle erzeugt wird. Die Bezeichnung "Ölfilm mit Druck durch
Keilwirkung" betrifft einen Ölfilm, der erzeugt wird, wenn die Umlaufbewegung
einer mittels des Lagers abgestützten bzw. gelagerten Welle Schmieröl zwischen
der Welle und der Gleitfläche anzieht. Der Ölfilm durch Quetschwirkung wird
nicht erwartet, wenn die Rotations-Trägheitskraft der Ausgleichswelle 2 als Last
wirkt. Dementsprechend ist es nicht notwendig, dass der Ölfilm durch Keilwir
kung gewährleistet ist. Zu diesem Zweck ist das Verhältnis zwischen Breite und
Radius des Gleitlagers 3 oder jeder Lagerhälfte 4 in den meisten Fällen groß. In
diesem Fall besteht, wenn die Ausgleichswelle 2 mit einer Neigung in der
Richtung der Achse 9 während der Beschleunigung oder Verzögerung des
Motors schwingt, die Möglichkeit, dass die Ausgleichswelle 2 die beiden Enden
des Gleitlagers 3 in der Richtung der Achse 9 örtlich berühren werden kann.
Bei der Ausführungsform ist jedoch der Austrittsbereich 17 in dem äußeren Ende
jeder flachen Fläche 16 in der Richtung der Achse 9 ausgebildet, wodurch das
Auftreten einer örtlichen Berührung zwischen der Ausgleichswelle 2 und Gleitflä
che verhindert sein kann. Folglich kann der Reibungsverlust weiter herabgesetzt
werden.
Fig. 7 zeigt eine vierte Ausführungsform der Erfindung. Die vierte Ausführungs
form unterscheidet sich von der dritten Ausführungsform dadurch, dass die
innere Umfangsfläche 5 jeder Lagerhälfte 4 keine flachen Flächen aufweist, die
in den axial äußeren Enden der inneren Umfangsfläche 5 ausgebildet sind.
Stattdessen sind zwei gekrümmte, ballige Bereiche 18 in den axial äußeren
Enden der inneren Umfangsfläche 5 ausgebildet. In diesem Falle bilden auch die
axial äußeren Enden der balligen Bereiche 18 Austrittsbereiche 19 derart, dass
sie radial nach außen von den Scheiteln der balligen Bereiche 18 aus
zurückgezogen sind. Mittels der vierten Ausführungsform kann die gleiche
Wirkung erreicht werden wie mittels der dritten Ausführungsform.
Fig. 8, 9A und 9B zeigen eine fünfte Ausführungsform der Erfindung. Die fünfte
Ausführungsform unterscheidet sich von der zweiten Ausführungsform dadurch,
dass die Aussparungen 10 in dem in Umfangsrichtung zentralen Bereich der
inneren Umfangsfläche 5 jeder Lagerhälfte 4 ausgebildet sind. Jedoch sind die
Bereiche der inneren Umfangsfläche 5 nahe bei dem beiden umfangsseitigen
Enden ohne Aussparungen ausgebildet, jedoch verlaufen die flachen Flächen 16
parallel zu der Achse 9. Jedes umfangsseitige Ende jeder Lagerhälfte 4 ist mit
einer Aufprallaussparung ausgebildet, die nicht im Detail dargestellt ist. Jedes
umfangsseitige Ende der Aufprallaussparung besitzt eine Dicke T1 etwas kleiner
als die maximale Dicke T0 des umfangsseitigen zentralen Bereichs (T1 < T0).
Wenn die beiden Lagerhälften 4 zu einem zylindrischen Gleitlager 3 zusammen
gefügt werden, besteht in nachteiliger Weise die Neigung, dass das Schmieröl
durch die Aussparungen 10 von den umfangsseitigen Enden des Gleitlagers 3
aus ausströmt. Bei dieser Ausführungsform kann jedoch, weil die Bereiche, die
nahe bei den beiden umfangsseitigen Enden angeordnet sind, keine Aussparun
gen 10 aufweisen und als glatte Flächen 16 parallel zu der Achse 9 dienen,
verhindert werden, dass das Schmieröl von den umfangsseitigen Enden aus
ausströmt.
Fig. 10 bis 12 zeigen eine sechste Ausführungsform der Erfindung. Die sechste
Ausführungsform unterscheidet sich von der zweiten Ausführungsform dadurch,
dass eine Vielzahl von schmaler Nuten 20 in der inneren Umfangsfläche 5 jeder
Lagerhälfte 4 derart ausgebildet ist, dass sie sich unter einem vorbestimmten
Winkel in Bezug auf die Umlaufrichtung der Welle von den beiden in Breiten
richtung gelegenen Seiten der Ölnut 6 aus durch die Aussparungen 10 und die
flachen Flächen 16 hindurch in Richtung zu den beiden axialen Enden der
inneren Umfangsfläche 5 hin erstrecken. Die schmalen Nuten 20 sind flacher
und schmaler als die Ölnut 6. Jede schmale Nut 20 ist linear bzw. geradlinig und
unter einem Winkel α mit Bezug auf die Umlaufrichtung D der Welle, beispiels
weise bei dieser Ausführungsform um 75°, geneigt. Weiter weist jede schmale
Nut 20 vorzugsweise eine Tiefe E1 im Bereich von 3 bis 50 µm und eine Breite
E2 im Bereich von 5 bis 100 µm auf.
Bei der oben beschriebenen Bauweise neigt das der Ölnut 6 zugeführte
Schmieröl leichter dazu, durch die schmalen Nuten 20 in einen Spalt zwischen
der Ausgleichswelle 2 und der Gleitfläche bei der Umlaufbewegung der Welle
einzuströmen, wodurch die Bildung eines Ölfilms weiter begünstigt werden kann
und entsprechend der Reibungsverlust weiter herabgesetzt werden kann. Die
schmalen Nuten 20 können gebogen sein.
Fig. 13 zeigt eine siebte Ausführungsform der Erfindung. Die siebte Ausfüh
rungsform unterscheidet sich von den vorausgehenden Ausführungsformen
dadurch, dass kein diskretes oder eigenständiges Gleitlager an dem Gehäuse 21
eines Fahrzeugmotors vorgesehen. Die Ausgleichswelle 2 ist in einem kreisför
migen Loch 22 direkt abgestützt bzw. gelagert, das in dem zweiteiligen Gehäuse
21 ausgebildet ist. Somit bildet das Gehäuse 21 das Wellen-Lagerelement, das
die Ausgleichswelle 2 abstützt bzw. lagert. Die innere Umfangsfläche 23 des
Lochs 22, die als Gleitfläche dient, ist mit einer sich in Umfangsrichtung er
streckenden Ölnut 24 und den Aussparungen 10 etc. ausgestattet, die im
Wesentlichen die gleichen sind wie diejenigen bei der ersten Ausführungsform.
Die Aussparung 10 kann in mindestens einer der beiden in Breitenrichtung
gelegenen Seiten der Ölnut 6 ausgebildet sein.
Die Gleitwelle bzw. das Gleitlager 3 kann einzeln ein zylindrisches Element
bilden. Jede Lagerhälfte 4 kann eine doppelschichtige Struktur, die die Lagerle
gierung und den Überzug umfasst, oder eine einschichtige Struktur aus der
Lagerlegierung statt der dreischichtigen Struktur aufweisen.
Die schmalen Nuten 20 bei der sechsten Ausführungsform können in den
inneren Umfangsflächen 5 jeder Lagerhälfte 4 bei der ersten, der dritten, der
vierten und der fünften Ausführungsform und in der inneren Umfangsfläche 23
des Gehäuses 21 bei der siebten Ausführungsform ausgebildet sein.
Die vorstehende Beschreibung und die Zeichnungen dienen ausschließlich zur
Erläuterung der Prinzipien der vorliegenden Erfindung und sind nicht in ein
schränkendem Sinn zu verstehen. Zahlreiche Änderungen und Modifikationen
sind für den Fachmann ersichtlich. Alle diese Änderungen und Modifikationen
sind als unter den Umfang der Erfindung gemäß deren Definition durch die
beigefügten Ansprüchen fallend zu verstehen.
Claims (10)
1. Wellen-Lagerelement zum derartigen Abstützen bzw. Lagern einer Welle,
dass die Welle drehbar ist, wobei das Wellen-Lagerelement eine innere Um
fangsfläche, die als Gleitfläche dient, und eine Ölnut aufweist, die in der inneren
Umfangsfläche derart ausgebildet ist, dass sie sich in Umfangsrichtung erstreckt,
gekennzeichnet durch eine Aussparung (10), die in der inneren Umfangsfläche
derart ausgebildet ist, dass sie sich von mindestens einer der beiden in Breiten
richtung gelegenen Seiten der Ölnut aus in Richtung zu einem axialen Ende der
inneren Umfangsfläche hin mit Bezug auf die Welle erstreckt, sodass die
Aussparung (10) flacher und schmaler gemacht ist.
2. Wellen-Lagerelement zum derartigen Abstützen bzw. Lagern einer Welle,
dass die Welle drehbar ist, wobei das Wellen-Lagerelement eine innere Um
fangsfläche, die als Gleitfläche dient, und eine Ölnut aufweist, die in der inneren
Umfangsfläche derart ausgebildet ist, dass sie sich in Umfangsrichtung erstreckt,
gekennzeichnet durch zwei Aussparungen (10), die an der inneren Umfangsflä
che derart ausgebildet sind, dass sie sich von den beiden in Breitenrichtung
gelegenen Seiten der Ölnut aus in Richtung zu den beiden axialen Enden der
inneren Umfangsfläche hin mit Bezug auf die Welle erstrecken, sodass die
Aussparungen (10) flacher und schmaler gemacht sind.
3. Wellen-Lagerelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die
innere Umfangsfläche zwei flache Flächen (16) aufweist, die nahe bei den
axialen Enden derselben derart angeordnet sind, dass sie parallel zu der Achse
der Welle verlaufen.
4. Wellen-Lagerelement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass jede
flache Fläche (16) ein axial äußeres Ende aufweist, das mit einem Austrittsbe
reich (17) ausgebildet ist, der radial nach außen derart zurückgezogen ist, dass
er niedriger bzw. tiefer als die flache Fläche (16) ist.
5. Wellen-Lagerelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
innere Umfangsfläche einen balligen Bereich (18) nahe bei dem axialen Ende
derselben aufweist.
6. Wellen-Lagerelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die
innere Umfangsfläche zwei ballige Bereiche (18) nahe bei den axialen Enden
derselben aufweist.
7. Wellen-Lagerelement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das
Wellen-Lagerelement zu einer im allgemeinen halbzylindrischen Gestalt ausge
bildet ist und dass die Aussparung (10) in einem in Umfangsrichtung zentralen
Bereich der inneren Umfangsfläche desselben und ausgeschlossen in den
Bereichen desselben nahe bei den umfangsseitigen Enden der inneren Um
fangsfläche ausgebildet ist, wobei die Bereiche, die mit flachen Flächen (16)
ausgebildet sind, parallel zu der Achse der Welle verlaufen.
8. Wellen-Lagerelement nach irgendeinem der Ansprüche 2, 3, 4 und 6,
dadurch gekennzeichnet, dass das Wellen-Lagerelement zu einer im allgemei
nen halbzylindrischen Gestalt ausgebildet ist und dass die Aussparungen (10) in
einem in Umfangsrichtung zentralen Bereich der inneren Umfangsfläche dessel
ben und ausgeschlossen in den Bereichen desselben nahe bei den umfangssei
tigen Enden der inneren Umfangsfläche ausgebildet sind, wobei die Bereiche,
die mit flachen Flächen (16) ausgebildet sind, parallel zu der Achse der Welle
verlaufen.
9. Wellen-Lagerelement nach irgendeinem der Ansprüche 1, 5 und 7, dadurch
gekennzeichnet, dass die innere Umfangsfläche eine Vielzahl von schmalen
Nuten (20) aufweist, die darin derart ausgebildet sind, dass sie sich schräg mit
Bezug auf die Drehrichtung der Welle von der Ölnut aus durch die Aussparung
(10) hindurch in Richtung zu der axialen Endseite hin erstrecken, wobei die
schmalen Nuten (20) Schmieröl von der Ölnut aus in Richtung zu der axialen
Endseite hin bei der Umlaufbewegung der Welle führen, wobei die schmalen
Nuten (20) flacher und schmaler als die Ölnut sind.
10. Wellen-Lagerelement nach irgendeinem der Ansprüche 2, 3, 4, 6 und 8,
dadurch gekennzeichnet dass die innere Umfangsfläche eine Vielzahl von
schmalen Nuten (20) aufweist, die darin derart ausgebildet sind, dass sie sich
schräg mit Bezug auf die Drehrichtung der Welle von der Ölnut aus durch die
Aussparungen (10) hindurch in Richtung zu den inneren axialen Endseiten hin
erstrecken, wobei die schmalen Nuten (20) Schmieröl von der Ölnut aus in
Richtung zu den axialen Endseiten hin bei der Umlaufbewegung der Welle
führen, wobei die schmalen Nuten (20) flacher und schmaler als die Ölnut sind.
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