DE10156770A1 - Magnetresonanzgerät mit einem Gradientenspulensystem und einer elektrisch leitfähigen Struktur - Google Patents
Magnetresonanzgerät mit einem Gradientenspulensystem und einer elektrisch leitfähigen StrukturInfo
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Abstract
Ein Magnetresonanzgerät beinhaltet folgende Merkmale: DOLLAR A - Ein Gradientenspulensystem (32) mit wenigstens einer Gradientenspule zum Erzeugen eines magnetischen Gradientenfeldes und DOLLAR A - eine elektrisch leitfähige Struktur (52, 52a), die derart angeordnet und ausgebildet ist, DOLLAR A - dass in einem Bereich außerhalb eines Abbildungsvolumens (12) des Magnetresonanzgeräts das Gradientenfeld bedämpft ist und DOLLAR A - dass wenigstens innerhalb des Abbildungsvolumens (12) ein vom Gradientenfeld über Induktionseffekte hervorgerufenes Magnetfeld der Struktur (52, 52a) dem Gradientenfeld ähnlich ist.
Description
Die Erfindung betrifft ein Magnetresonanzgerät.
Die Magnetresonanztechnik ist eine bekannte Technik zum Ge
winnen von Bildern eines Körperinneren eines Untersuchungsob
jektes. Dabei werden in einem Magnetresonanzgerät einem sta
tischen Grundmagnetfeld, das von einem Grundfeldmagnetsystem
erzeugt wird, schnell geschaltete Gradientenfelder überla
gert, die von einem Gradientenspulensystem erzeugt werden.
Ferner umfasst das Magnetresonanzgerät ein Hochfrequenzsys
tem, das zum Auslösen von Magnetresonanzsignalen Hochfre
quenzsignale in das Untersuchungsobjekt einstrahlt und die
erzeugten Magnetresonanzsignale aufnimmt, auf deren Basis
Magnetresonanzbilder erstellt werden.
Das Gradientenspulensystem umfasst in der Regel drei Gradien
tenspulen. Eine der Gradientenspulen erzeugt dabei für eine
bestimmte Raumrichtung ein Gradientenfeld, das im wünschens
werten Idealfall wenigstens innerhalb eines Abbildungsvolu
mens ausschließlich eine Hauptfeldkomponente, die kollinear
zum Grundmagnetfeld ist, aufweist. Die Hauptfeldkomponente
weist dabei einen vorgebbaren Hauptgradienten auf, der zu
jedem beliebigen Zeitpunkt zumindest innerhalb des Abbil
dungsvolumens im wünschenswerten Idealfall ortsunabhängig
gleich groß ist. Da es sich bei dem Gradientenfeld um ein
zeitlich variables Magnetfeld handelt, gilt Vorgenanntes zwar
für jeden Zeitpunkt, aber von einem Zeitpunkt zu einem ande
ren Zeitpunkt ist eine Stärke des Hauptgradienten variabel.
Die Richtung des Hauptgradienten ist in der Regel durch das
Design der Gradientenspule fest vorgegeben.
Aufgrund der Maxwellschen Grundgleichungen sind aber entgegen
dem wünschenswerten Idealfall keine Gradientenspulen ausbild
bar, die über das Abbildungsvolumen ausschließlich vorgenann
te Hauptfeldkomponente aufweisen. Dabei geht mit der Haupt
feldkomponente unter anderem wenigstens eine Begleitfeldkom
ponente einher, die senkrecht zur Hauptfeldkomponente gerich
tet ist.
Zum Erzeugen des Gradientenfeldes sind in der Gradientenspule
entsprechende Ströme einzustellen. Dabei betragen die Ampli
tuden der erforderlichen Ströme bis zu mehreren 100 A. Die
Stromanstiegs- und -abfallraten (Slewrate) betragen bis zu
mehreren 100 kA/s. Zur Stromversorgung sind die Gradienten
spulen an einen gesteuerten Gradientenverstärker angeschlos
sen.
Das Gradientenspulensystem ist in der Regel von leitfähigen
Strukturen umgeben, in denen durch die geschalteten Gradien
tenfelder Wirbelströme induziert werden. Beispiele für derar
tige leitfähige Strukturen sind ein Vakuumbehälter und/oder
ein Kälteschild eines supraleitenden Grundfeldmagnetsystems.
Die von den Wirbelströmen erzeugten Felder sind unerwünscht,
weil sie das Gradientenfeld ohne gegensteuernde Maßnahmen
schwächen und in seinem zeitlichen Verlauf verzerren. Dies
führt zu Beeinträchtigungen der Qualität von Magnetresonanz
bildern. Ferner bewirken die in Komponenten eines supralei
tenden Grundfeldmagnetsystems induzierten Wirbelströme eine
Erwärmung dieser Komponenten, so dass zum Aufrechterhalten
der Supraleitung eine deutlich erhöhte Kühlleistung aufzu
bringen ist. Bei einem Grundfeldmagnetsystem mit einem Perma
nentmagneten führt die Erwärmung infolge der Wirbelströme zu
einer unerwünschten Veränderung von Eigenschaften des Grund
magnetfeldes und weiterhin können die Wirbelströme sogar eine
Ummagnetisierung des Permanentmagneten hervorrufen.
Vorgenannte Wirbelstromfelder können bis zu einem gewissen
Grad durch eine entsprechende Vorverzerrung einer Stromsoll
größe der Gradientenspule kompensiert werden. Durch die Vor
verzerrung können jedoch nur Wirbelstromfelder kompensiert
werden, die das Gradientenfeld im mathematischen Sinne ähn
lich abbilden, also in ihrem Verlauf dem Gradientenfeld glei
chen. Die prinzipielle Wirkungsweise der an sich bekannten
Vorverzerrung ist beispielsweise in der US 4,585,995 und der
US 4,703,275 beschrieben. Dabei basiert die Berechnung der
Vorverzerrung im wesentlichen auf der Erkenntnis, dass ange
regte und abklingende Wirbelströme durch eine bestimmte An
zahl von e-Funktionen unterschiedlicher Zeitkonstanten be
schreibbar sind.
Weil aber die Wirbelströme das Gradientenfeld auch nicht ähn
lich abbilden, entstehen zusätzliche räumliche Feldverzerrun
gen höherer Ordnung. Um diese Feldverzerrungen weitgehend zu
kompensieren, setzt man unter anderem aktiv geschirmte Gra
dientenspulen ein. Dabei weist eine zu einer Gradientenspule
zugehörige Abschirmspule i-i der Regel eine geringere Win
dungsanzahl auf und ist mit der Gradientenspule derart ver
schaltet, dass die Abschirmspule vom gleichen Strom wie die
Gradientenspule allerdings in entgegengesetzter Richtung
durchflossen wird. Der Kompensationswirkung der Abschirmspule
sind dabei Grenzen gesetzt, weil aufgrund einer Leiteranord
nung der Abschirmspule ein Stromfluss lediglich in den fest
vorgegebenen Bahnen entsprechend der Leiteranordnung steuer
bar ist. Des weiteren entfaltet die Abschirmspule ihre Kom
pensationswirkung und damit einhergehend eine Abschwächung
des Gradientenfeldes im Abbildungsvolumen des Magnetresonanz
geräts, unabhängig davon, ob das Gradientenfeld schnell oder
langsam geschalten wird. Dabei ist insbesondere bei sehr
niedrigen Frequenzen des Gradientenfeldes die Kompensations
wirkung der Abschirmspule nicht erforderlich, da ein geschal
tetes Gradientenfeld mit sehr kleinen Frequenzen kaum Wirbel
ströme verursacht.
Eine Aufgabe der Erfindung ist es, ein verbessertes Magnetre
sonanzgerät zu schaffen, bei dem unter anderem in kostengüns
tiger Weise an sich unerwünschte Folgen eines geschalteten
Gradientenfeldes beherrschbar sind.
Die Aufgabe wird durch den Gegenstand des Anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen be
schrieben.
Ein Magnetresonanzgerät gemäß Anspruch 1 beinhaltet folgende
Merkmale:
- - Ein Gradientenspulensystem mit wenigstens einer Gradienten spule zum Erzeugen eines magnetischen Gradientenfeldes und
- - eine elektrisch leitfähige Struktur, die derart angeordnet
und ausgebildet ist,
- - dass in einem Bereich außerhalb eines Abbildungsvolumens des Magnetresonanzgeräts das Gradientenfeld bedämpft ist und
- - dass wenigstens innerhalb des Abbildungsvolumens ein vom Gradientenfeld über Induktionseffekte hervorgerufenes Magnetfeld der Struktur dem Gradientenfeld ähnlich ist.
Dadurch ist für ein Magnetresonanzgerät ein Gradientenspulen
system ausbildbar, bei dem Abschirmspulen vollständig ver
zichtbar sind. Gegenüber einem Gradientenspulensystem mit
Abschirmspulen bedeutet dies hinsichtlich Volumen, Masse und
Kosten ein erhebliches Einsparpotential. Dabei werden die an
sich unerwünschten Folgen des geschalteten Gradientenfeldes
durch Vorhandensein der Struktur in Verbindung mit der ein
gangs beschriebenen Vorverzerrung vollständig beherrscht.
Gegenüber der Abschirmspuienlösung besteht ein weiterer Vor
teil des Magnetresonanzgeräts mit der elektrisch leitfähigen
Struktur darin, dass sich die Wirkung der Struktur lediglich
auf sich zeitlich ändernde Gradientenfelder beschränkt, eine
maximal erreichbare Gradientenstärke für einen längeren Zeit
abschnitt mit einem sich zeitlich nicht verändernden Gradien
tenfeld wird nicht reduziert.
Bei einem in etwa hohlzylinderförmig ausgebildeten Gradien
tenspulensystem ist die Struktur in einer vorteilhaften Aus
gestaltung in etwa fassmantelförmig ausgebildet und bei
spielsweise zwischen dem Gradientenspulensystem und einem
Grundfeldmagnetsystem des Magnetresonanzgeräts angeordnet.
Dabei ist eine genaue Ausbildung der Struktur von einer Lei
teranordnung der Gradientenspulen abhängig und über ein nume
risches Optimierungsverfahren exakt bestimmbar.
Die genaue Ausbildung der Struktur ist beispielsweise mit
einer Vorgehensweise ermittelbar, bei der Leiteranordnungen
von Gradientenspulen als unverrückbar vorgegeben sind und
ausgehend von einem Startwert der Struktur, beispielsweise
von einer Ausbildung als idealer Fassmantel, die optimale
Ausbildung der Struktur gesucht wird. Dazu wird eine durch
einen Stromfluss in einer der Gradientenspulen verursachte
Wirbelstromverteilung auf der Struktur, beispielsweise unter
Zuhilfenahme einer Finite-Elemente-Methode über die quasista
tischen Maxwell-Gleichungen berechnet. Vorgenannte Wirbel
stromverteilung verursacht dabei ein Magnetresonanzaufnahmen
störendes magnetisches Wirbelstromfeld. Ferner wird ein Be
wertungskriterium festgelegt, beispielsweise eine mittlere
quadratische Abweichung einer in Grundmagnetfeldrichtung wei
senden Komponente des Wirbelstromfelds von einer entsprechend
gerichteten Komponente und mit einem Skalierfaktor versehene
Komponente eines von der stromdurchflossenen Gradientenspule
hervorgerufenen Gradientenfeldes auf einem Rand eines beab
sichtigten Abbildungsvolumens des Magnetresonanzgeräts. Der
Skalierfaktor beschreibt dabei, um welchen Faktor eine Stärke
des Gradientenfeldes durch die Anwesenheit der Struktur und
des damit einhergehenden Wirbelstromfeldes reduziert wird.
Der Skalierfaktor kann dabei beispielsweise als eine Konstan
te festgelegt werden.
Zum Auffinden der optimalen Ausbildung der Struktur werden
sodann geometrische Parameter der Struktur in vorgebbaren
Grenzen, die beispielsweise durch ein Grundfeldmagnetsystem
und/oder einen Untersuchungsobjektaufnahmeraum des Magnetre
sonanzgeräts und/oder eine geometrische Realisierbarkeit der
Struktur bestimmt sind, so verändert, dass das Bewertungskri
terium minimal bzw. kleiner einer vorgebbaren Schwelle wird.
Dazu eigen sich bekannte Verfahren zur numerischen Optimie
rung wie das Gauß-Newton-Verfahren und weitere Verfahren wie
sie beispielsweise im Buch von W.H. Press et al. "Numerical
Recipes in C. The art of scientific computing", Cambridge
Univ. Pr., 1992, Seiten 408 bis 430, beschrieben sind. Eine
sinnvolle Schwelle für das Bewertungskriterium sind dabei
beispielsweise 3 ppm bezogen auf eine Grundmagnetfeldamplitu
de des Magnetresonanzgerät, da diese Schwelle eine noch un
terscheidbare relative Frequenzdifferenz zwischen den im
menschlichen und tierischen Körper dominanten Fett- und Was
ser-Protonen darstellt.
Bei einer anderen Vorgehensweise wird eine Geometrie der
Struktur, beispielsweise in der Ausbildung als idealer Fass
mantel, festgelegt und davon ausgehend werden Leiteranordnun
gen der Gradientenspulen gesucht. Dazu wird obengenanntes
Bewertungskriterium bei einem Designverfahren für die Lei
teranordnungen mit berücksichtigt. Aus der DE 197 26 332 A1
ist beispielsweise ein Designverfahren für eine Leiteranord
nung einer Gradientenspule bekannt, bei dem eine Stromvertei
lung auf einer Oberfläche der Gradientenspule mittels einer
zu minimierenden Zielfunktion, die Randbedingungen zulässt,
so berechnet wird, dass an vorgegebenen Punkten ein mit der
Gradientenspule erzeugbares Gradientenfeld vorgebbare Werte
genau oder bestmöglich erreicht. Bei diesem Designverfahren
wird obengenanntes Bewertungskriterium derart mit berücksich
tigt, dass der Zielfunktion neben sich beispielsweise auf
eine Induktivität und eine Verlustleistung der Gradientenspu
le beziehenden Kriterien das obengenannte Bewertungskriterium
additiv hinzugefügt wird. Dabei kann durch eine Wichtung des
Bewertungskriterium mit einem Wichtungsfaktor eine verblei
bende Reststörung durch das Wirbelstromfeld gesteuert werden.
Ferner kann bei einem variabel gehaltenen Skalierfaktor die
ser dabei mitberechnet werden.
Bei einer weiteren Vorgehensweise werden die beiden vorausge
hend beschriebenen Vorgehensweisen kombiniert. Dazu erfolgt
beispielsweise abwechselnd ein Anpassen einer Geometrie der
Struktur an Leiteranordnungen von Gradientenspulen und nach
folgend ein Anpassen der Leiteranordnungen an die vorausge
hend gefundene Geometrie der Struktur. Dabei ist das dem An
passen der Geometrie nachfolgende Anpassen der Leiteranord
nungen von Vorteil, weil das Anpassen der Geometrie der
Struktur erfahrungsgemäß weniger Spielraum für Optimierung
lässt als das Anpassen der Leiteranordnungen, und weil die
Struktur für alle, üblicherweise drei voneinander verschiede
nen Gradientenspulen hinreichend kleine Reststörungen erbrin
gen muss. In einer anderen Ausführung wird bei der kombinier
ten Vorgehensweise eine entsprechend kombinierte, nichtlinea
re Optimierungsaufgabe für die Struktur zusammen mit den Gra
dientenspulen direkt gelöst.
Die zweidimensional gekrümmte Geometrie der vorgenannten
fassmantelförmigen Struktur ist dabei als ein steifes beul
freies Bauteil in einer vorteilhaften Ausgestaltung in eine
Gerätekomponente des Magnetresonanzgeräts, beispielsweise
einen Vakuumbehälter eines supraleitenden Grundfeldmagnetsys
tems, integrierbar.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist der Struktur eine
Kühleinrichtung zum Kühlen der Struktur zugeordnet. Dadurch
ist die aufgrund der Induktionseffekte entstehende Wärme ins
besondere bei einer Ausbildung der Struktur als eine im We
sentlichen separate Gerätekomponente des Magnetresonanzgeräts
einfach abführbar. Beispielsweise eine sensible Temperatur
gestaltung und Temperaturhaltung eines Grundfeldmagnetsystems
braucht dabei nicht verändert zu werden.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung
ergeben sich aus den im Folgenden beschriebenen Ausführungs
beispielen anhand der Zeichnung. Dabei zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt eines Magnetresonanzgeräts mit
einer fassmantelförmigen, elektrisch leitfähigen Struktur und
Fig. 2 einen Längsschnitt eines Magnetresonanzgeräts mit
einem supraleitenden Grundfeldmagnetsystem, in das eine fass
mantelförmige, elektrisch leitfähige Struktur integriert ist.
Die Fig. 1 zeigt als ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
einen Längsschnitt durch ein Magnetresonanzgerät mit einer
fassmantelförmigen, elektrisch leitfähigen Struktur 52. Zum
Erzeugen eines wenigstens innerhalb eines Abbildungsvolumens
12 des Geräts homogenen Grundmagnetfeldes umfasst das Gerät
ein supraleitendes Grundfeldmagnetsystem 20. Dieses beinhal
tet einen hohlzylinderförmigen Heliumbehälter 24, in dem sup
raleitende Spulen 22 angeordnet sind, die von dem sie umge
benden flüssigen Helium entsprechend gekühlt werden. Der He
liumbehälter 24 ist dabei wenigstens von einem Kälteschild 26
umschlossen, das bewirkt, dass möglichst wenig Wärmestrahlung
bis zum Heliumbehälter 24 vordringt. Das Kälteschild 26 ist
dabei von einem hohlzylinderförmigen Vakuumbehälter 28 um
schlossen.
In einer zylinderförmigen Öffnung des Vakuumbehälters 28 sind
die fassmantelförmige, elektrisch leitfähige Struktur 52, ein
Gradientenspulensystem 32 sowie ein Antennensystem 34 ange
ordnet. Dabei ist das Gradientenspulensystem 32 zum Erzeugen
von sich zeitlich verändernden Gradientenfeldern wenigstens
innerhalb des Abbildungsvolumens 12 ausgebildet. Mit dem An
tennensystem 34 können in einen abzubildenden Bereich eines
Untersuchungsobjekts, der im Abbildungsvolumen 12 gelagert
ist, zum Auslösen von Magnetresonanzsignalen Hochfrequenzsig
nale eingestrahlt werden und die erzeugten Magnetresonanzsig
nale aufgenommen werden, auf deren Basis Magnetresonanzbilder
erstellt werden.
Zum Erzeugen der Gradientenfelder sind in den Gradientenspu
len des Gradientenspulensystems 32 entsprechende elektrische
Ströme einzustellen. Diese Ströme weisen die eingangs be
schriebene Vorverzerrung auf. Dabei wird die Vorverzerrung
derart gesteuert, dass ein vom Stromfluss in einer der Gra
dientenspulen in der Struktur 52 induziertes Magnetfeld zu
sammen mit dem von der Gradientenspule erzeugten Feld wenigs
tens im Abbildungsvolumen 12 ein magnetisches Gradientenfeld
erzeugt, das einen gewünschten zeitlichen Verlauf einer Gra
dientenstärke aufweist. Da die Struktur 52 derart gestaltet
ist, dass das Magnetfeld dem von der Gradientenspule erzeug
ten Feld ähnlich, insbesondere direkt proportional ist, ist
das magnetische Gradientenfeld wenigstens im Abbildungsvolu
men 12, insbesondere in Richtung des Grundmagnetfeldes unver
zerrt. Diese ist wichtig für unverzerrte Magnetresonanzbilder
hoher Qualität.
Nach außen, in Richtung des Grundfeldmagnetsystems 20 entfal
tet die Struktur 52 bezüglich den von den Gradientenspulen
erzeugten Feldern ihre abschirmende Wirkung, so dass im
Grundfeldmagnetsystem 20 keine Wirbelströme entstehen und
hierüber unter anderem keine unerwünschte Erwärmung des
Grundfeldmagnetsystems 20 stattfinden kann.
Da aufgrund vorgenannter Induktionseffekte bei Betrieb des
Magnetresonanzgeräts eine Erwärmung der Struktur 52 stattfin
det, ist der Struktur 52 eine Kühleinrichtung 40 zum Kühlen
der Struktur 52 zugeordnet. Dabei umfasst die Kühleinrichtung
40 an die Struktur 52 angefügte Kühlleitungen 42 zum Durch
leiten eines Kühlmediums, beispielsweise Kühlwasser. Zum Um
wälzen des Kühlmediums sowie zum Abgeben der vom Kühlmedium
an der Struktur 52 aufgenommenen Wärme an die Umgebung sind
die Kühlleitungen 42 mit einer dies leistenden Umwälz- und
Wärmetauscheinheit 44 verbunden.
Die Fig. 2 zeigt als ein weiteres Ausführungsbeispiel der
Erfindung einen Längsschnitt eines Magnetresonanzgeräts mit
einem supraleitenden Grundfeldmagnetsystem 20a, dessen Vaku
umbehälter 28a in einem Bereich als eine fassmantelförmige,
elektrisch leitfähige Struktur 52a ausgebildet ist. Gegenüber
der Fig. 1 ist die fassmantelförmige, elektrisch leitfähige
Struktur 52a ohne die Kühleinrichtung 40 der Fig. 1 als Be
standteil des supraleitenden Grundfeldmagnetsystems 20a in
den Vakuumbehälter 28a integriert. Dementsprechend wird ein
Kühlen der Struktur 52a vom Grundfeldmagnetsystem 20a mit
übernommen, was dahingehend entsprechend auszulegen und zu
betreiben ist. Darüberhinaus gilt das bei der Fig. 1 Be
schriebene entsprechend.
Claims (13)
1. Magnetresonanzgerät, beinhaltend folgende Merkmale:
- - Ein Gradientenspulensystem (32) mit wenigstens einer Gra dientenspule zum Erzeugen eines magnetischen Gradientenfel des und
- - eine elektrisch leitfähige Struktur (52, 52a), die derart
angeordnet und ausgebildet ist,
- - dass in einem Bereich außerhalb eines Abbildungsvolumens (12) des Magnetresonanzgeräts das Gradientenfeld bedämpft ist und
- - dass wenigstens innerhalb des Abbildungsvolumens (12) ein vom Gradientenfeld über Induktionseffekte hervorgerufenes Magnetfeld der Struktur (52, 52a) dem Gradientenfeld ähn lich ist.
2. Magnetresonanzgerät nach Anspruch 1, wobei die Struktur
(52, 52a) derart angeordnet und ausgebildet ist, dass das
Magnetfeld dem Gradientenfeld direkt proportional ist.
3. Magnetresonanzgerät nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
wobei der Struktur (52) eine Kühleinrichtung (40) zum Küh
len der Struktur (52) zugeordnet ist.
4. Magnetresonanzgerät nach Anspruch 3, wobei die Kühlein
richtung (40) zum Kühlen mittels einer Kühlflüssigkeit ausge
bildet ist.
5. Magnetresonanzgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
wobei das Gradientenspulensystem (32) in etwa hohlzylin
derförmig ausgebildet ist.
6. Magnetresonanzgerät nach Anspruch 5, wobei die Struktur
(52, 52a) in etwa fassmantelförmig ausgebildet ist.
7. Magnetresonanzgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
wobei das Magnetresonanzgerät ein Grundfeldmagnetsystem
(20, 20a) umfasst.
8. Magnetresonanzgerät nach Anspruch 7, wobei das Grund
feldmagnetsystem (20, 20a) als ein supraleitendes Grundfeld
magnetsystem (20, 20a) ausgebildet ist.
9. Magnetresonanzgerät nach einem der Ansprüche 7 oder 8,
wobei der Bereich außerhalb des Abbildungsvolumens (12)
wenigsten einen Teil des Grundfeldmagnetsystems (20, 20a)
umfasst.
10. Magnetresonanzgerät nach einem der Ansprüche 7 bis 9,
wobei die Struktur (52) wenigstens teilweise zwischen dem
Gradientenspulensystem (32) und dem Grundfeldmagnetsystems
(20) angeordnet ist.
11. Magnetresonanzgerät nach einem der Ansprüche 7 bis 10,
wobei wenigstens ein Teil der Struktur (52a) dem Gradien
tenspulensystem (32) oder dem Grundfeldmagnetsystem (20a)
zugeordnet ist.
12. Magnetresonanzgerät nach einem der Ansprüche 7 bis 11,
wobei wenigstens ein Teil des Grundfeldmagnetsystems (20a)
als wenigstens ein Teil der Struktur (52a) ausgebildet ist.
13. Magnetresonanzgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
wobei das Gradientenspulensystem eine Leiteranordnung um
fasst, die an die Ausbildung der Struktur angepasst ausgebil
det ist.
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Publications (1)
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