DE10156560C2 - Klemmvorrichtung - Google Patents
KlemmvorrichtungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Klemmvorrichtung nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1. Ein Arm zum Klemmen eines Werkstücks ist mit
Hilfe eines Antriebsmechanismus um einen festgelegten Winkel drehbar.
Klemmzylinder werden herkömmlicherweise dazu verwendet, eine Komponente
eines Automobils oder dgl., die geschweißt werden soll, zu klemmen. Ein sol
cher Klemmzylinder ist bspw. in dem US-Patent Nr. 4,458,889 beschrieben.
Wie in den Fig. 16 und 17 gezeigt, wird bei dem in dem US-Patent Nr. 4,458,889
beschriebenen Klemmzylinder eine Kolbenstange 2 durch einen Zylinder 1c
derart betätigt, dass sie zwischen einem Paar geteilter Körper 1a, 1b hin- und
herbewegt wird. Eine Kopplung 3 ist mit einem Ende der Kolbenstange 2 ver
bunden. Ein Paar von Verbindern 5a, 5b und ein Paar von Walzen 6a, 6b sind
über eine erste Welle 4 drehbar an beiden Enden der Kopplung 3 angebracht.
Ein Arm 8, der um einen festgelegten Winkel drehbar ist, ist über eine zweite
Welle 7 zwischen dem Paar von Verbindern 5a, 5b angebracht.
In diesem Fall kann das Paar von Walzen 6a, 6b durch eine Vielzahl von Nadeln
9a, die in Öffnungen angebracht sind, gleiten. Die Walzen 6a, 6b können ent
lang von Spurnuten 9b gleiten, die an den Körpern 1a, 1b ausgebildet sind. Die
Kolbenstange 2 wird durch die Walzen 6a, 6b geführt und ist gemeinsam mit
den Walzen 6a, 6b verschiebbar.
Bei dem herkömmlichen Klemmzylinder gemäß dem US-Patent Nr. 4,458,889
kann aber die Oberfläche eines Werkstücks (nicht dargestellt) beschädigt werden,
wenn sie durch den Arm 8 geklemmt wird, da der drehende Arm gegen das
Werkstück schlägt.
Insbesondere wenn eine Tür, deren Außenfläche beschichtet ist, mit dem Arm 8
geklemmt wird, kann ein Ende (Klemmabschnitt) des Dreharmes 8 durch die
Trägheitskraft (Rotationskraft) gegen die Außenfläche der Tür schlagen, wo
durch Beschädigungen an der beschichteten Oberfläche auftreten können.
Aus der gattungsgemäßen DE 299 20 639 U1 ist ein Stoßdämpfungsmechanis
mus bekannt, bei dem bei Öffnung der beschriebenen Kniehebelspannvorrich
tung ein stangenförmiges Rast- und Pufferteil in eine Stoßdämpferhülse ein
greift. Hierdurch soll ein sanftes und stetiges Abbremsen des Spannarms er
möglicht werden, bis dieser in der endgültigen Offenstellung zum Stillstand
kommt. Eine Dämpfung beim Schließen ist jedoch nicht vorgesehen. Das hat
zur Folge, dass auch hier ein zu klemmendes Werkstück beim Klemmen durch
das ungebremste Aufschlagen des Spannarms beschädigt werden kann.
Die DE 41 11 430 A1 beschreibt eine Spannvorrichtung mit einem Kniehebel, an
dessen Schmal- und Breitseiten Abstreifer anliegen. Diese Abstreifer dienen
zum Schutz vor und zur Beseitigung von Verschmutzungen sowie zum Führen
und Arretieren des Kniehebels. Es ist jedoch kein Mechanismus vorgesehen,
der das Werkstück vor beim Klemmen durch den Spannhebel auftretende Stöße
schützen könnte.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Klemmvorrichtung vorzu
schlagen, die es ermöglicht, die Trägheitskraft (Rotationskraft) eines Armes zu
reduzieren, wenn mit dieser ein Werkstück geklemmt wird, um die Oberfläche
des Werkstücks vor dem von dem Arm ausgeübten Stoß zu schützen.
Diese Aufgabe wird mit der Erfindung durch die Merkmale des Anspruchs 1 ge
löst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand von Unteransprüchen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen und der
Zeichnung näher erläutert.
Fig. 1 ist eine teilweise geschnittene perspektivische Explosions
darstellung einer Klemmvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfin
dung.
Fig. 2 ist ein Teilschnitt entlang einer Achse der Klemmvorrichtung ge
mäß der vorliegenden Erfindung.
Fig. 3 ist ein Schnitt entlang einer Linie III-III in Fig. 2.
Fig. 4 ist ein Schnitt, bei dem ein in Fig. 3 dargestellter innerer Mecha
nismus weggelassen ist.
Fig. 5 ist ein Teilschnitt, der das Klemmen eines Werkstücks darstellt.
Fig. 6 ist eine perspektivische Ansicht, die den Betrieb eines Stoßredu
ziermechanismus darstellt.
Fig. 7 ist eine Draufsicht auf den Stoßreduziermechanismus gemäß Fig.
6.
Fig. 8 ist eine Seitenansicht des Stoßreduziermechanismus gemäß Fig.
6.
Fig. 9 ist eine perspektivische Ansicht des Stoßreduziermechanismus, die
darstellt, dass ein Stützhebel zusammen mit einem Kopplungsab
schnitt leicht entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht wird.
Fig. 10 ist eine Draufsicht auf den Stoßreduziermechanismus gemäß Fig.
9.
Fig. 11 ist eine Seitenansicht des Stoßreduziermechanismus gemäß Fig.
9.
Fig. 12 ist eine perspektivische Ansicht des Stoßreduziermechanismus,
wobei dargestellt wird, dass der Stützhebel aus einer in Fig. 9 ge
zeigten Position weiter entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht und
das Werkstück geklemmt wird.
Fig. 13 ist eine Draufsicht auf den Stoßreduziermechanismus gemäß Fig.
12.
Fig. 14 ist eine Seitenansicht des Stoßreduziermechanismus gemäß Fig.
12.
Fig. 15 ist ein Schnitt, der ein modifiziertes Beispiel von Plattenfedern dar
stellt.
Fig. 16 ist eine perspektivische Explosionsansicht, die wesentliche Ele
mente eines herkömmlichen Klemmzylinders darstellt.
Fig. 17 ist eine teilweise geschnittene Seitenansicht des Klemmzylinders
gemäß Fig. 16.
In den Fig. 1 und 2 bezeichnet das Bezugszeichen 10 eine Klemmvorrichtung
(Klemme) gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
Die Klemmvorrichtung 10 umfasst einen Grundkörper 12, einen Zylinderab
schnitt (Antriebsmechanismus) 14, einen Arm 20 und einen Stoßreduzierme
chanismus 22. Der Zylinderabschnitt 14 ist luftdicht mit einem unteren Ende des
Grundkörpers 12 verbunden. Der Arm 20 ist mit einem Kopplungsbereich 18
verbunden. Der Kopplungsbereich 18 hat einen rechteckigen Querschnitt und
steht durch ein Paar von im Wesentlichen kreisförmigen Öffnungen (nicht dar
gestellt), die in dem Grundkörper 12 ausgebildet sind, nach außen vor. Der
Stoßreduziermechanismus 22 ist in dem Grundkörper 12 vorgesehen und redu
ziert die Trägheitskraft (Rotationskraft) des Armes 20, der sich zusammen mit
dem Kopplungsbereich 18 als Rotationszentrum dreht, wodurch ein Stoß redu
ziert wird, der erzeugt wird, wenn der Arm 20 in Kontakt mit einem nicht darge
stellten Werkstück tritt.
Der Zylinderabschnitt 14 umfasst einen Endblock 24 und ein Zylinderrohr 26 in
Form eines rechteckigen Rohres. Ein Ende des Zylinderrohres 26 ist luftdicht
mit einem Endblock 24 verbunden, während das andere Ende luftdicht mit dem
Grundkörper 12 verbunden ist.
Wie in Fig. 2 dargestellt ist, umfasst der Zylinderabschnitt 14 auch einen Kolben
30 und eine Stange 32. Der Kolben 30 ist in dem Zylinderrohr 26 aufgenommen
und bewegt sich in einer Zylinderkammer 28 hin und her. Die Stange 32 ist mit
der Mitte des Kolbens 30 verbunden und gemeinsam mit dem Kolben 30 ver
schiebbar. Der Kolben 30 hat einen im Wesentlichen elliptischen Querschnitt in
einer Ebene senkrecht zu der Achse der Stange 32. Der Querschnitt der Zylin
derkammer 28 ist entsprechend dem Kolben 30 ebenfalls im Wesentlichen ellip
tisch. Eine Kolbendichtung 36 ist an einer Außenfläche des Kolbens 30 ange
bracht.
An den vier Ecken des Endblockes 24 sind nicht dargestellte Befestigungslöcher
ausgebildet. Vier Wellen oder Bolzen (nicht dargestellt) werden in die Befesti
gungslöcher eingesetzt, um den Endblock 24, das Zylinderrohr 26 und den
Grundkörper 12 luftdicht zusammenzusetzen. Ein Paar von Druckfluidein
lass/auslassanschlüssen 42a, 42b ist in dem Grundkörper 12 bzw. dem End
block 24 ausgebildet, um unter Druck stehendes Fluid (bspw. Druckluft) zuzu
führen bzw. abzuführen.
Der Grundkörper 12 umfasst in integraler Weise ein erstes Gehäuse 46a und
ein zweites Gehäuse 46b, wie es in den Fig. 3 und 4 dargestellt ist. In dem
Grundkörper 12 wird durch das erste Gehäuse 46a und das zweite Gehäuse
46b eine Kammer 44 ausgebildet, wie es in Fig. 2 dargestellt ist. Ein freies Ende
der Stange 32 ist in der Kammer 44 angeordnet.
Ein Ende der Kolbenstange 32 ist mit einem Kniehebelmechanismus 64 über
einen Gelenkverbinder 62 verbunden. Der Kniehebelmechanismus 64 wandelt
die Linearbewegung der Stange 32 über den Gelenkverbinder 62 in eine Dreh
bewegung des Armes 20 um. Der Gelenkverbinder 62 umfasst einen Gelenk
block 56 und einen Gelenkstift 70. Ein Ende des Gelenkblockes 56 ist gegabelt,
wobei die Gabelabschnitte um einen festgelegten Abstand beabstandet sind.
Der Gelenkstift 70 ist drehbar in Öffnungen des Gabelendes eingesetzt. Ein Be
reich 54, der mit einer Walze 48 (die später beschrieben wird) in Eingriff steht,
ist an einer Seite des Gelenkblockes 56 ausgebildet, wie es in Fig. 5 dargestellt
ist.
Der Kniehebelmechanismus 64 umfasst außerdem eine Verbindungsplatte
(Verbindungselement) 72 und einen Stützhebel 74. Die Verbindungsplatte 72 ist
mit dem Gelenkverbinder 62 über den Gelenkstift 70 verbunden, wobei sie
sandwichartig in dem gegabelten Ende aufgenommen ist. Der Stützhebel 74
wird drehbar in einem Paar von im Wesentlichen kreisförmigen Öffnungen
gehalten, die durch das erste Gehäuse 46a und das zweite Gehäuse 46b gebil
det werden. Der Stützhebel 74 kann einstückig mit dem Arm 20 ausgebildet
sein.
Die Verbindungsplatte 72 ist zwischen dem Gelenkverbinder 62 und dem Stütz
hebel 74 angeordnet und verbindet diese Elemente.
Die Verbindungsplatte 72 weist ein ovales Loch 65 an ihrem einen Ende und
eine nicht dargestellte Öffnung an dem anderen Ende auf. Die Verbindungsplat
te 72 ist mit dem freien Ende der Stange 32 über dem Gelenkverbinder 62 ver
bunden, wobei der Gelenkstift 70 in der ovalen Öffnung 65 angeordnet ist. Die
Verbindungsplatte 72 ist auch mit dem Gabelende des Stützhebels 74 über ei
nen drehbar in die Öffnung eingesetzten Verbindungsstift 69 verbunden. An
dem einen Ende der Verbindungsplatte 72 ist eine gekrümmte Fläche 81 aus
gebildet, um in Kontakt mit einer Führungswalze 79 (die später beschrieben
wird) zu treten (vgl. Fig. 2).
Bei einer solchen Struktur kann die Verbindungsplatte 72 frei innerhalb der ova
len Öffnung 65 verschoben werden, da die ovale Öffnung 65 der Verbindungs
platte 72 dem Gelenkstift 70 ein Spiel gewährt. Anders gesagt, verbleibt die ge
krümmte Fläche 81 der Verbindungsplatte 72 in Kontakt mit der Führungswalze
79 trotz eines Rotationswinkels des Armes 20.
Der Stützhebel 74 weist ein Gabelende und den Kopplungsabschnitt 18 auf. Der
Verbindungsstift 69 ist drehbar in eine in dem Gabelende ausgebildete Öffnung
eingesetzt. Der Kopplungsabschnitt 18 steht in einer Richtung senkrecht zu der
Achse der Stange 32 (die Richtung normal zu dem Blatt in Fig. 2) vor und ist
durch eine nicht dargestellte Öffnung des Grundkörpers 12 nach außen expo
niert. Teilumfangsbereiche des Gabelendes sind zu abgeschrägten Bereichen
85 abgeschrägt, um in Eingriff mit einer Plattenfeder (wird später beschrieben)
zu treten.
Der Arm 20 ist lösbar an dem Kopplungsbereich 18 angebracht, um das Werk
stück (nicht dargestellt) zu klemmen. Eine Markierung 86 ist an einer Seite des
Kopplungsbereiches 18 angebracht, um einen Rotationswinkel des Armes 20
anzuzeigen. Der Stützhebel 74 wird gemeinsam mit dem Arm 20 gedreht.
Ein Hebelstopper 75 ist über eine Schraube an einer Innenecke des ersten Ge
häuses 46a unter dem Kopplungsbereich 18 befestigt, um die Rotationsbewe
gung des Stützhebels 74 zu begrenzen.
Der Hebelstopper 75 kann durch Ausbauchen des ersten Gehäuses 46a oder
des zweiten Gehäuses 46b ausgebildet sein; er muss somit nicht als separates
Element vorgesehen sein.
Wie in den Fig. 1 und 2 dargestellt ist, umfasst ein Verriegelungsmechanismus
88 in der Kammer 44 einen Haltestift 58, eine Verriegelungsplatte 60, eine Wal
ze 48, den Eingriffsbereich 54 und eine Feder 68. Der Haltestift 58 wird von dem
ersten Gehäuse 46a und dem zweiten Gehäuse 46b getragen. Ein Ende der
Verriegelungsplatte 60 ist um einen festgelegten Winkel um den Haltestift 58
drehbar gehalten. Die Walze 48 ist um einen Stift 66 drehbar in einem Gabelen
de der Verriegelungsplatte 60 gehalten. Der Eingriffsbereich 54 ist an dem Ge
lenkblock 56 vorgesehen und hat eine erste schräge Oberfläche, eine zweite
schräge Oberfläche und eine Mittelfläche zwischen den ersten und zweiten
schrägen Oberflächen. Ein Ende der Feder 68 ist in einer Aussparung (nicht
dargestellt) an dem anderen Ende der Verriegelungsplatte 60 befestigt, welche
dem einen Ende mit dem Haltestift 58 gegenüberliegt.
Das andere Ende der Feder 68 ist an einer Aussparung (nicht dargestellt) befes
tigt, die in einer Innenfläche des ersten Gehäuses 46a ausgebildet ist. Die Feder
drückt die Verriegelungsplatte 60 durch ihre Vorspannkraft in konstanter Weise
um den Haltestift 58 zu dem Gelenkblock 56. Anders gesagt, ist die Verriege
lungsplatte 60 um einen festgelegten Winkel um den Haltestift 58 drehbar, wenn
eine Druckkraft, die größer ist als die Vorspannkraft der Feder 68, auf die Walze
48 ausgeübt wird.
An einem oberen Teil einer ebenen Fläche des ersten Gehäuses 46a und des
zweiten Gehäuses 46b des Grundkörpers 12 ist eine Aussparung 78 mit kreis
förmigem Querschnitt ausgebildet. Eine Führungswalze 79 ist in der Aussparung
78 vorgesehen, um sich um einen festgelegten Winkel zu drehen, wobei sie in
Kontakt mit der gekrümmten Fläche 81 der Verbindungsplatte 72 steht, wie es in
Fig. 5 gezeigt ist. Ein Stift 82 ist in Öffnungen eingesetzt, die in dem ersten Ge
häuse 46a und dem zweiten Gehäuse 46b ausgebildet sind, um die Führungs
walze 79 drehbar zu halten. Eine Vielzahl von Nadellagern 84 ist in eine Durch
gangsöffnung der Führungswalze 79 um einen Umfang der Durchgangsöffnung
eingesetzt, so dass sich die Führungswalze 79 durch die Wälzwirkung der Na
dellager 84 sanft und gleichmäßig drehen kann.
Außerdem ist an dem oberen Teil der Innenfläche des ersten Gehäuses 46a
und des zweiten Gehäuses 46b des Grundkörpers 12 der Stoßreduziermecha
nismus 22 angeordnet, um einen Stoß zu reduzieren, der ausgeübt wird, wenn
sich der Arm 20 zusammen mit dem Kopplungsabschnitt 18 dreht und das
Werkstück klemmt.
Wie in den Fig. 6 bis 8 dargestellt ist, umfasst der Stoßreduziermechanismus 22
eine erste Platte 90a, die an der Innenfläche des ersten Gehäuses 46a über ei
ne nicht dargestellte Schraube befestigt ist, und eine zweite Platte 90b, die an
der Innenfläche des zweiten Gehäuses 46b durch eine nicht dargestellte
Schraube befestigt ist. Die erste Platte 90a und die zweite Platte 90b sind ein
ander zugewandt.
Die erste Platte 90a und die zweite Platte 90b sind symmetrisch zueinander
ausgebildet und weisen erste und zweite Führungen 94a, 94b, erste und zweite
Plattenfedern 96a, 96b und im Wesentlichen kreisförmige erste und zweite Füh
rungsöffnungen 97a, 97b auf. Die ersten und zweiten Führungen 94a, 94b sind
entlang von Führungsnuten 92 (vgl. Fig. 2 bis 4) des ersten Gehäuses 46a und
des zweiten Gehäuses 46b ausgebildet. Die ersten und zweiten Plattenfedern
96a, 96b sind so gekrümmt, dass sich ihre jeweiligen Enden 95 einander annä
hern.
Die ersten und zweiten Plattenfedern 96a, 96b sind an einem oberen Teil der
ersten und zweiten Platten 90a bzw. 90b angeordnet und stehen horizontal um
eine festgelegte Länge zu dem angenommenen Werkstück vor, das mit dem
Arm 20 geklemmt werden soll. Die Enden 95 können sich einander annähern
bzw. voneinander trennen, wobei die ersten und zweiten Plattenfedern 96a, 96b
von den ersten und zweiten Führungen 94a, 94b, die an den Führungsnuten 92
angebracht sind, gehalten werden.
Die Seiten des Stützhebels 74 zwischen den gekrümmten ersten und zweiten
Plattenfedern 96a, 96b werden durch deren Enden 95 elastisch gepresst, wenn
der Arm 20 und der Stützhebel 74 sich gemeinsam drehen, um das Werkstück
zu klemmen (vgl. Fig. 9 bis 14). Dementsprechend wird die Rotationskraft des
Armes 20, der sich zusammen mit dem Stützhebel 54 dreht, durch den Druck
reduziert, der durch die Enden 95 der ersten und zweiten Plattenfedern 96a,
96b auf den Stützhebel 74 aufgebracht wird, wodurch der Stoß reduziert wird,
der beim Kontakt des Armes 20 mit dem Werkstück erzeugt wird. Die Außenflä
che des Werkstückes wird vor einer Beschädigung durch den Arm 20 geschützt,
wenn das Werkstück von dem drehenden Arm 20 geklemmt wird. Als Folge
hiervon kann die Außenfläche des Werkstückes vor dem Stoß geschützt wer
den.
Wie in Fig. 15 gezeigt ist, können sich die ersten und zweiten Plattenfedern 96a,
96b im Wesentlichen gerade ohne Krümmung zu den Enden 95a erstrecken.
Hierbei müssen die ersten und zweiten Plattenfedern 96a, 96b nicht gekrümmt
sein, um sich einander anzunähern.
Wie in den Fig. 3 und 4 dargestellt ist, ist ein Paar von Führungselementen 98a,
98b an den Führungsnuten 92 des ersten Gehäuses 46a und des zweiten Ge
häuses 46b angebracht. Die Führungselemente 98a, 98b haben einen L-för
migen Querschnitt und erstrecken sich entlang der Achse der Führungsnut 92
um eine festgelegte Länge, wobei sie einander zugewandt sind.
Wie in den Fig. 1 und 2 dargestellt ist, ist ein nach außen exponierter Positions
detektionsmechanismus 100 an dem ersten Gehäuse 46a und dem zweiten Ge
häuse 46b angebracht, um die Verschiebung der Stange 32 festzustellen. Der
Positionsdetektionsmechanismus 100 umfasst ein zu detektierendes Element
(nicht dargestellt), das gemeinsam mit der Stange 32 durch eine Befestigung
102 verschoben wird, und ein Paar von Detektierelementen (nicht dargestellt),
die mit festgelegten Abständen an einem Gehäuse 104 angebracht sind.
Die Klemme 10 gemäß der Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist im
Wesentlichen wie oben beschrieben, aufgebaut. Nachfolgend werden ihre Be
triebs-, Funktions- und Wirkungsweise erläutert.
Die Klemmvorrichtung 10 wird an einer festgelegten Position durch geeignete,
nicht dargestellte Befestigungsmittel angebracht. Das Paar von Druckfluidein
lass/auslassöffnungen 42a, 42b wird mit Enden von nicht dargestellten Rohrlei
tungen verbunden, während die anderen Enden der Rohrleitungen mit einer
nicht dargestellten Druckfluidzufuhrquelle verbunden werden.
Anschließend wird die Druckfluidquelle betätigt, um Druckfluid, bspw. Druckluft,
von dem Druckfluideinlass/auslassanschluss 42b der Zylinderkammer 28 an der
unteren Seite des Kolbens 30 zuzuführen. Der Kolben 30 wird durch das in die
Zylinderkammer 28 eingeführte Druckfluid beaufschlagt und bewegt sich entlang
der Zylinderkammer 28 nach oben.
Die Linearbewegung des Kolbens 30 wird über die Stange 32 und den Gelenk
verbinder 62, der sich entlang der Führungsnut 92 nach oben bewegt, zu dem
Kniehebelmechanismus 64 übertragen und durch die Rotationsbewegung des
Stützhebels 74 des Kniehebelmechanismus 64 in eine Drehbewegung des Ar
mes 20 umgewandelt.
Dies bedeutet, dass bei einer linearen (Aufwärts-) Bewegung des Kolbens 30
der Gelenkverbinder 62 und die Verbindungsplatte 72, die mit dem freien Ende
der Stange 32 verbunden ist, nach oben gedrückt werden. Die Presskraft der
Verbindungsplatte 72 bewirkt eine Drehung der Verbindungsplatte 72 um einen
festgelegten Winkel um den Gelenkstift 70 und außerdem eine Drehung des
Stützhebels 74 durch die Verbindungswirkung der Verbindungsplatte 72.
Dementsprechend wird der Arm 20 zusammen mit dem Kopplungsbereich 18
des Stützhebels 74 entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht.
Während der Drehung des Armes 20 entgegen dem Uhrzeigersinn dreht sich die
Führungswalze 79 um den Stift 82, wobei die Führungswalze 79 in Kontakt mit
der gekrümmten Fläche 81 gehalten wird.
Wenn der Arm 20 weitergedreht wird und in Kontakt mit einem nicht dargestell
ten Werkstück tritt, beendet der Arm 20 die Drehung. Dementsprechend wird
das Werkstück durch den Arm 20 geklemmt (vgl. Fig. 5).
Nachfolgend wird die Betriebsweise des Stoßreduziermechanismus 22 zur Re
duzierung eines Stoßes, der beim Klemmen des Werkstückes (nicht dargestellt)
durch den Arm 20 erzeugt wird, erläutert.
Wie in den Fig. 1 und 2 dargestellt ist, treten die Seiten des Stützhebels 74 zwi
schen dem Paar von ersten und zweiten Plattenfedern 96a, 96b in Eingriff mit
den Enden 95 (vgl. Fig. 9 bis 11), wenn der Stützhebel 74 durch die Verbin
dungswirkung der Verbindungsplatte 72 gedreht und wenn der Arm 20 zusam
men mit dem Kopplungsbereich 18 des Stützhebels 74 um einen festgelegten
Winkel entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht wird. Beim Drehen des Stützhe
bels 74 gemeinsam mit dem Arm 20 entgegen des Uhrzeigersinnes nimmt ein
Abstand zwischen den Enden 95 der ersten und zweiten Plattenfedern 96a, 96b
allmählich zu. Während der gleichen Zeitperiode nimmt die Druckkraft, die durch
die elastische Kraft der ersten und zweiten Plattenfedern 96a, 96b auf den
Stützhebel 74 ausgeübt wird, allmählich zu (vgl. Fig. 12 bis 14).
Die Druckkraft durch die Enden 95 des Paares von ersten und zweiten Platten
federn 96a, 96b begrenzt die Drehbewegung des Armes 20. Dadurch wird die
Geschwindigkeit des Armes 20 unmittelbar vor Erreichen des Werkstückes re
duziert, so dass ein Stoß beim In-Kontakt-Treten des Armes 20 mit dem Werk
stück reduziert wird. Als Folge hiervon wird die Außenfläche des Werkstückes,
das von dem Arm 20 geklemmt wird, vor einer Beschädigung geschützt und ei
ne Beschichtungsschicht an der Außenfläche des Werkstücks kann geschützt
werden.
Zur Freigabe des Werkstücks und zum Trennen des Armes 20 von dem Werk
stück wird in zu der oben beschriebenen umgekehrter Weise das Druckfluid von
der Druckfluideinlass/auslassöffnung 42a in die Zylinderkammer 28 an der O
berseite des Kolbens 30 eingeführt, indem ein Wegeventil (nicht dargestellt)
umgeschaltet wird. Der Kolben 30 wird durch das in die Zylinderkammer 28 ein
geführte Druckfluid beaufschlagt und bewegt sich entlang der Zylinderkammer
28 nach unten.
Die Linearbewegung des Kolbens 30 wird durch den Kniehebelmechanismus 64
in eine Rotationsbewegung des Armes 20 umgewandelt und der Arm 20 wird im
Uhrzeigersinn gedreht.
Der Stützhebel 74 wird gemeinsam mit dem Arm 20 im Uhrzeigersinn gedreht
bis eine Seite des Stützhebels 74 in Kontakt mit dem Hebelstopper 75 tritt. Die
Rotation des Stützhebels 74 im Uhrzeigersinn wird hierdurch begrenzt und der
Verriegelungsmechanismus 88 hält den Arm 20 in diesem Zustand, wenn der
Kolben 30 die unterste Position in der Zylinderkammer erreicht.
Obwohl bei der vorliegenden Ausführungsform der Zylinderabschnitt 14 als An
triebsmechanismus verwendet wurde, ist die vorliegende Erfindung nicht auf
diesen Mechanismus beschränkt. Vielmehr kann die Stange 32 auch durch ein
Linearstellglied, ein Elektromotor oder dgl. verschoben werden.
Claims (6)
1. Klemmvorrichtung mit:
einem Grundkörper (12),
einem Antriebsmechanismus zur Verschiebung einer Stange (32) in dem Grundkörper (12) entlang einer Achse des Grundkörpers (12), einem Kniehe belmechanismus (64) mit einem Verbindungselement, das mit der Stange (32) verbunden ist, und einem Stützhebel (74), der mit dem Verbindungselement verbunden ist, um eine Linearbewegung der Stange (32) in eine Rotationsbe wegung umzuwandeln,
einem Arm (20), der mit dem Kniehebelmechanismus (64) verbunden ist und durch den Antriebsmechanismus um einen festgelegten Winkel drehbar ist, und
einem Stoßreduziermechanismus (22), der in dem Grundkörper (12) vorgesehen ist und die Rotationskraft des Armes (20) reduziert, wenn der Arm (20) durch den Antriebsmechanismus gedreht wird und ein Werkstück klemmt, so dass ein Stoß reduziert wird, der beim Kontakt des Armes (20) mit dem Werkstück aus geübt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass der Stoßreduziermechanismus (22) eine erste Platte (90a) und eine zweite Platte (90b) aufweist, dass der Stützhebel (74) zwi schen der ersten Platte (90a) und der zweiten Platte (90b) angeordnet ist, und dass die erste Platte (90a) und die zweite Platte (90b) Plattenfedern (96a) bzw. (96b) für den Eingriff mit Seiten des Stützhebels (74) aufweisen und
dass die erste Platte (90a) und die zweite Platte (90b) Führungen (94a, 94b) aufweisen und die Führungen (94a, 94b) entlang von Führungsnuten (92) aus gebildet sind, die sich entlang der Achse des Grundkörpers (12) erstrecken.
einem Grundkörper (12),
einem Antriebsmechanismus zur Verschiebung einer Stange (32) in dem Grundkörper (12) entlang einer Achse des Grundkörpers (12), einem Kniehe belmechanismus (64) mit einem Verbindungselement, das mit der Stange (32) verbunden ist, und einem Stützhebel (74), der mit dem Verbindungselement verbunden ist, um eine Linearbewegung der Stange (32) in eine Rotationsbe wegung umzuwandeln,
einem Arm (20), der mit dem Kniehebelmechanismus (64) verbunden ist und durch den Antriebsmechanismus um einen festgelegten Winkel drehbar ist, und
einem Stoßreduziermechanismus (22), der in dem Grundkörper (12) vorgesehen ist und die Rotationskraft des Armes (20) reduziert, wenn der Arm (20) durch den Antriebsmechanismus gedreht wird und ein Werkstück klemmt, so dass ein Stoß reduziert wird, der beim Kontakt des Armes (20) mit dem Werkstück aus geübt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass der Stoßreduziermechanismus (22) eine erste Platte (90a) und eine zweite Platte (90b) aufweist, dass der Stützhebel (74) zwi schen der ersten Platte (90a) und der zweiten Platte (90b) angeordnet ist, und dass die erste Platte (90a) und die zweite Platte (90b) Plattenfedern (96a) bzw. (96b) für den Eingriff mit Seiten des Stützhebels (74) aufweisen und
dass die erste Platte (90a) und die zweite Platte (90b) Führungen (94a, 94b) aufweisen und die Führungen (94a, 94b) entlang von Führungsnuten (92) aus gebildet sind, die sich entlang der Achse des Grundkörpers (12) erstrecken.
2. Klemmvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
erste Platte (90a) an einer Innenfläche eines ersten Gehäuses (46a) des Grund
körpers (12) angebracht ist, und dass die zweite Platte (90b) an einer Innenflä
che eines zweiten Gehäuses (46b) des Grundkörpers (12) angebracht ist.
3. Klemmvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
Plattenfedern (96a, 96b) in horizontaler Richtung zu dem Werkstück vorstehen
und Enden (95) aufweisen, die sich einander annähern bzw. voneinander tren
nen können, wobei die Plattenfedern (96a, 96) von den Führungen (94a, 94b)
an den Führungsnuten (92) gehalten werden.
4. Klemmvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
Plattenfedern (96a, 96b) Enden (95) aufweisen und dass Seiten des Stützhebels
(74) zwischen den Plattenfedern (96a, 96b) durch die Enden (95) mit elastischer
Kraft beaufschlagt werden, wenn der Arm (20) das Werkstück klemmt.
5. Klemmvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein
abgeschrägter Bereich (85) an einem Umfang des Stützhebels (74) ausgebildet
ist, um in Eingriff mit den Enden (95) der Plattenfedern (96a, 96b) zu treten.
6. Klemmvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass der Antriebsmechanismus einen Zylinderabschnitt (14)
mit einem Kolben (30) aufweist, welcher durch Druckfluid, das von einem Paar
von Druckfluideinlass/auslassöffnungen (42a, 42b) in eine Zylinderkammer (28)
eingeführt wird, beaufschlagt und verschoben wird.
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