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TECHNOLOGISCHER HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Technisches Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Scheibenbremse mit einem
Druck ausübenden Bauteil
um einen Bremsklotz über
ein Distanzblättchen
so gegen eine Bremsscheibe zu drücken,
dass eine Bremskraft erzeugt wird.
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Stand der Technik
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Im
Stand der Technik ist eine Scheibenbremse hinlänglich bekannt, die ein Distanzblättchen bzw. eine
Distanzplatte zum Verhindern eines Bremsstotterns zwischen der rückseitigen
Metallplatte eines Bremsklotzes und einem Druck ausübenden Bauteil (ein
Kolben oder ein Sperrabschnitt eines Zylinders) vorsieht, das dazu
dient, den Bremsklotz gegen eine Bremsscheibe zu drücken.
JP2003-329067 A offenbart
die Bauform einer Scheibenbremse, bei der auf dem Distanzblättchen bzw.
Distanzblech eine Vielzahl von Vorsprüngen bzw. Vertiefungen ausgebildet sind,
um so einen Kontakt zwischen dem Druck ausübenden Bauteil und den Vorsprüngen des
Distanzblättchens
unter einer geringen Druckkraft bei einer geringen Bremskraft aufzubauen.
JP4-138137 A offenbart
eine Technologie, um das Bremsstottern zu verringern, indem sie
ein Distanzblättchen
auf einer rückseitigen
Metallplatte so vorsieht, dass sich das Distanzblättchen bezüglich der
rückseitigen
Metallplatte bewegen kann, und dadurch die Bewegung des Distanzblättchens
relativ zur rückseitigen
Metallplatte während
des Bremsvorgangs möglich
ist.
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US 5,975,252 A offenbart
Sicherungsklauen auf einem inneren Distanzblättchen, die im Eingriff mit
Führungsvertiefungen
der rückseitigen Platte sind.
Die Klauen sind so im Eingriff mit der äußeren umlaufenden Seite der
rückseitigen
Platte und den jeweiligen Anschlägen,
dass das innere Distanzblättchen
sowohl in radialer als auch in umlaufender Richtung bezüglich der
rückseitigen
Platte daran gehindert wird, falsch angeordnet zu sein. Ein äußeres Distanzblättchen ist
relativ zu der rückseitigen
Platte und dem inneren Distanzblättchen
beweglich und in den Führungsvertiefungen
durch Klauen gesichert. Weitere Anschläge begrenzen die Bewegung des äußeren Distanzblättchens.
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Bei
solch einer Bauform einer Scheibenbremse sind im Allgemeinen Anschläge vorgesehen, um
den Bewegungsbereich des Distanzblättchens so einzuschränken, dass
ein unbeschränktes
Bewegen des Distanzblättchens
bzw. Abstandsblechs in Bezug auf die rückseitige Metallplatte verhindert
wird. Zum Beispiel sind bei einer Anordnung bzw. Gestaltung, bei
der das Distanzblättchen
am Umfang der rückseitigen
Metallplatte eingehakte Haken aufweist, auf dem Umfang der rückseitigen
Metallplatte Wandabschnitte ausgebildet, um die Bewegung des Hakens über einen
vorbestimmten Betrag hinaus zu begrenzen. Durch solch eine Gestaltung
werden Kräfte
auf das Distanzblättchen
durch das druckausübende
Bauteil bzw. Druckteil und dem Wandabschnitt während des Bremsvorgangs bzw. Bremsens
ausgeübt;
Abhängig
von dem Positionsverhältnis
zwischen den Stellen des Einwirkens bzw. Angriffspunkten dieser
Kräfte,
kann jedoch eine ungleichmäßige Verteilung
der durch das druckausübende
Bauteil aufgebrachten Druckkräfte
auf das Distanzblättchen
auftreten und einen Engpass beim Verringern des Bremsstotterns bewirken.
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OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
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Es
ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Scheibenbremse
zu liefern, bei der das Bremsstottern wirkungsvoll verringert wird.
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Um
die oben erwähnte
Aufgabe zu lösen,
ist nach einem Aspekt der vorliegenden Erfindung eine Scheibenbremse
mit einem Druck ausübenden
Bauteil vorgesehen, mit dem ein Bremsklotz bzw. Bremsbelag während des
Bremsvorgangs über
ein Distanzblättchen
gegen eine Bremsscheibe gedrückt
wird, mit;
einem so auf das Distanzblättchen wirkenden Anschlagsabschnitt,
dass die Bewegung des Distanzblättchens
bezüglich
des Bremsklotzes gestoppt wird;
wobei eine Stelle des Einwirkens
bzw. ein Angriffspunkt des Anschlagabschnitts auf dem Distanzblättchen in
Drehrichtung der Bremsscheibe nach einer Stelle des Einwirkens des
Druck ausübenden
Bauteils auf das Distanzblättchen
kommt.
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Bei
diesem Aspekt der Erfindung ist es von Vorteil, wenn zwei Anschlagsabschnitte
vorgesehen sind. Jeder Anschlagsabschnitt ist entsprechend für eine unterschiedliche
Richtung der Bremsscheibe vorgesehen, und die Stellen des Einwirken
der Anschlagsabschnitte auf dem Distanzblättchen sind bezüglich der
Stelle des Einwirkens des Druck ausübenden Bauteils auf das Distanzblättchen symmetrisch
in einer Drehrichtung der Bremsscheibe vorgesehen.
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Weitere
Aufgaben, Eigenschaften und Vorteile der vorliegenden Erfindung
werden aus der folgenden detaillierten Beschreibung offensichtlicher, wenn
sie in Verbindung mit den entsprechenden Zeichnungen gelesen wird.
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KURZDARSTELLUNG DER FIGUREN
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1 ist
eine Draufsicht auf eine Scheibenbremse entsprechend einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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2 ist
eine Schnittzeichnung A-A aus 1.
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3 ist
eine Draufsicht auf ein Distanzblättchen 70 auf einem
Bremsklotz entsprechend der Ausführungsform.
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4 ist
eine Schnittzeichnung B-B aus 3.
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5A ist
eine Darstellung eines Zustands bzw. einer Lage des Distanzblättchens 70 in
seiner bewegten Stellung entsprechend der Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung und 5B ist eine Darstellung eines
Zustands des Distanzblättchens 70 in
seiner bewegten Stellung entsprechend dem Vergleichsbeispiel.
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6A ist
eine Darstellung eines Zustands des Distanzblättchens 70 unter der
Einwirkung einer Kraft entsprechend der Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung und 6B ist eine Darstellung eines
Zustands des Distanzblättchens 70 unter
der Einwirkung einer Kraft entsprechend dem Vergleichsbeispiel.
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Hier
wird im Folgenden die bevorzugte Ausführungsform entsprechend der
vorliegenden Erfindung mit Bezug auf die Zeichnungen erläutert.
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1 ist
eine Draufsicht der Scheibenbremse 10 entsprechend einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, und 2 ist eine
Schnittansicht A-A von 1. In 2 wird das
Zylindergehäuse
bzw. der Bremssattel nicht gezeigt, um die Innenansicht der Scheibenbremse 10 darzustellen.
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Entsprechend
dieser Ausführungsform
umfasst die Scheibenbremse 10 einen Befestigungsträger 20 (hiernach
der Einfachheit halber nur noch als „Träger 20" bezeichnet) der
an der Fahrzeugkarosserie befestigt ist. An dem Träger 20 werden
Bremsklötze 50 (ein
innerer Bremsklotz 50a und ein äußerer Bremsklotz 50b) über Bremsklotzklammern
bzw. Bremsbelagklammern 40 gehalten. Der innere Bremsklotz 50a und
der äußere Bremsklotz 50b sind so
angeordnet, dass sie eine zusammen mit einem Rad drehende Bremsscheibe 14 von
einer innen- und außenliegenden
Seite des Fahrzeugs in die Zange nehmen.
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Die
Bremsklötze 50 sind
mit Reibbelägen 56 versehen,
die auf die gleitenden Oberflächen
der Bremsscheibe 14 gedrückt werden und auf den Rückseiten
der Reibbeläge 56 (dabei
wird die Rückseite
festgelegt, in dem angenommen wird, dass die Vorderseite die Seite
ist, die der Bremsscheibe 14 gegenüberliegt) sind rückseitige
Metallplatten bzw. rückseitige
Platten 54 wie in 2 dargestellt
vorgesehen. Die rückseitigen
Metallplatten 54 der Bremsbeläge 50 sind mit konvexen
Abschnitten 52 an beiden Enden in einer Drehrichtung der
Bremsscheibe 14 versehen, wie in 1 gezeigt.
Die konvexen Abschnitte 52 der rückseitigen Metallplatten 54 werden über Bremsklotzklammern 40 in
konkaven Abschnitten (Kanälen) 22 gehalten,
die in dem Träger 20 gebildet
sind. Es wird festgestellt, dass die Bremsklotzklammern 40 die
konvexen Abschnitte 52 der rückseitigen Metallplatten 54 so
halten können,
dass die konvexen Abschnitte 52 in den konkaven Abschnitten 22 des
Trägers 20 gleiten.
In der in 1 dargestellten Ausführungsform
werden die konvexen Abschnitte 52 der rückseitigen Metallplatten 54 so
gehalten, dass sie sich in einer inneren radialen Richtung der Bremsscheibe 14 bewegen
können.
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Die
Scheibenbremse 10 hat ein in 2 gezeigtes
Zylindergehäuse 30 (im
Weiteren der Einfachheit halber nur noch als „Zylinder 30" bezeichnet). Der
Zylinder 30 ist an dem Träger 20 über einen nicht
gezeigten Gleitbolzen oder dergleichen befestigt. Genauer gesagt,
wird der Zylinder 30 an dem Träger 20 über einen
Gleitbolzen mit Buchsen gehalten, der quer zur Bremsscheibe 14 in
Richtung zwischen der innen- und außenliegenden Seite des Fahrzeugs
liegt. Der Zylinder 30 umfasst einen Kolben 34 und
einen Sperrabschnitt 32, die so angeordnet sind, dass sie
den inneren Bremsklotz 50a und den äußeren Bremsklotz 50b von
der innen- und außenliegenden
Seite des Fahrzeugs in die Zange nehmen. Üblicherweise ist der Zylinder 30 über eine
flüssige Kommunikation
bzw. hydraulisch mit einem nicht dargestellten Hauptbremszylinder über Flüssigkeitsdruckleitungen
bzw. Hydraulikleitungen verbunden. Wenn die Hochdruckflüssigkeit
bzw. das Hydrauliköl dem
Zylinder 30 zugeführt
wird, bewegt sich der Kolben 34 in Richtung Sperrabschnitt 32.
Auf diese Art werden der innere Bremsklotz 50a und der äußere Bremsklotz 50b durch
den Kolben 34 und den Sperrabschnitt 32 so gegeneinander
gedrückt,
dass der innere Bremsklotz 50a und der äußere Bremsklotz 50b die
beiden gleitenden Oberflächen
der Bremsscheibe 14 klemmen und eine Bremskraft erzeugen.
Es wird angemerkt, dass die Scheibenbremse 10 in jeder Winkelposition
in Umfangsrichtung des Rades angeordnet werden kann.
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Wie
in 2 gezeigt, sind auf den Rückseiten der rückseitigen
Metallplatten 54 der Bremsbeläge 50 Distanzblättchen 70 vorgesehen,
die später
beschrieben werden. Der Kolben 34 oder der Sperrabschnitt 32 liegt
an der Rückseite
des Distanzblättchens 70 gepresst
an. Dadurch werden der innere Bremsklotz 50a und der äußere Bremsklotz 50b durch
die Druckkräfte
des Kolbens 34 oder des Sperrabschnitts 32 über die
Distanzblättchen 70 in Richtung
der Bremsscheibe 14 beansprucht.
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3 ist
eine Draufsicht auf ein Distanzblättchen 70 an einem
Bremsklotz entsprechend der Ausführungsform. 4 ist
eine Schnittzeichnung B-B von 3. Man bemerke,
dass nachstehend nur eine Erläuterung
für die
Anordnung auf der Seite bezüglich
des inneren Bremsklotzes 50a gemacht wird, da es im Wesentlichen
keinen Unterschied in Bezug auf die Anordnung auf der Seite bezüglich des äußeren Bremsklotzes 50b gibt.
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Das
Distanzblättchen 70 ist
auf der Rückseite
der rückseitigen
Metallplatte 54 des Bremsklotzes 50 so angebracht,
dass das Distanzblättchen 70 im Wesentlichen
den gesamten Bereich der rückseitigen Metallplatte 54,
mit Ausnahme des in 3 gezeigten Umfangbereichs,
bedeckt. Auf dem Umfang des Distanzblättchens 70 sind Haken-(Stift-)Abschnitte 72 ausgebildet.
Die Hakenabschnitte 72 werden so gelagert, dass sie sich
bezüglich
der rückseitigen
Metallplatte 54 in einer Ebene bewegen können, die
zu einer grundlegenden Ebene der rückseitigen Metallplatte 54 parallel
ist, insbesondere in der Richtung, die im Wesentlichen der Drehrichtung
der Bremsscheibe 14 (eine Querrichtung in 3)
entspricht. Insbesondere haken die Hakenabschnitte 72 des Distanzblättchens 70 in
konkave Abschnitte (Auskehlungsabschnitte) 55 ein, die
auf dem Umfang der rückseitigen
Metallplatte 54 ausgebildet sind und beweglich in den in 4 gezeigten
konkaven Abschnitten 55 gehalten werden. In der in 3 dargestellten
Ausführungsform
sind die Hakenabschnitte 72 auf der Außenseite eines Kontaktabschnittes 54b angebracht,
der den Kolben 34 berührt
(d. h. eines drückenden
Abschnitts 54b des Kolbens 34) und zwei Hakenabschnitte 72 sind
symmetrisch bezüglich
des Druckabschnitts 54b in Drehrichtung der Bremsscheibe 14 vorgesehen.
Jedoch sind die Hakenabschnitte 72 nicht notwendigerweise
symmetrisch bezüglich
des Druckabschnitts 54b ausgebildet und mehr als drei Hakenabschnitte 72 können vorgesehen
werden.
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Ebenso
sind die Hakenabschnitte 72 an der Außenseite des Kontaktabschnittes
mit dem Sperrabschnitt 32 (d. h. ein Druckabschnitt des
Sperrabschnitts 32) angeordnet und zwei Hakenabschnitte 72 sind
symmetrisch in Drehrichtung der Bremsscheibe 14 bezüglich des
Druckabschnitts des Sperrabschnitts 32 vorgesehen. Es wird
in der folgenden Beschreibung festgehalten, dass „ein Druckabschnitt eines
Sperrabschnitts 32",
in der Anordnung auf der Seite bezüglich des äußeren Bremsklotzes 50b, „einem
Druckabschnitt 54b eines Kolben 34", wie zuvor beschrieben,
entspricht.
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In
dieser Ausführungsform
wird während
des Bremsens die Bedingung hergestellt, bei der die rückseitigen
Metallplatten 54 der Bremsbeläge 50 gegen die Bremsscheibe 14 und
das Distanzblättchen 70 gegen
den Kolben 34 gepresst werden. Dadurch können sich
die rückseitigen
Metallplatten 54 der Bremsbeläge 50 als Ergebnis
der Bewegung bezüglich
des Distanzblättchens 70 bezüglich des
Kolbens 34 bewegen. Mit einer derartigen Anordnung können sich
die rückseitigen
Metallplatten 54 der Bremsbeläge 50 bezüglich der
Distanzblättchen 70 bewegen
und dadurch der Deformation des Trägers 20 unter den
Bedingungen folgen, unter denen der Träger 20 oder der Zylinder 30 der
Deformation unterworfen ist, wie unter der Bedingung während des Bremsens
mit einer hohen Bremskraft. Dies führt selbst unter solchen Bedingungen
zu einer verbesserten Stabilisierung der Haltung der Bremsbeläge 50.
Auf diesen Weg wird Bremsstottern, das dazu neigt, während des
Bremsens aufzutreten, wirkungsvoll reduziert.
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Wenn
sich das Distanzblättchen 70 jedoch bezüglich der
rückseitigen
Metallplatte 54 wie oben beschrieben bewegt, wird das Distanzblättchen 70 endgültig gestoppt,
wenn der Hakenabschnitt 72 gegen eine Seitenwand des konkaven
Abschnitts 55 anstößt, der
die Bewegung des Distanzblättchens 70 bezüglich der
rückseitigen
Metallplatte 54 einschränkt.
Wenn eine weitere Belastung das Distanzblättchen 70 unter dieser
einschränkenden
Bewegungsbedingung zwingt sich weiter zu bewegen, wirken Kräfte von
dem Druckabschnitt 54b des Kolben 34 und von dem
Hakenabschnitt 72, der durch die Seitenwand des konkaven
Abschnitts 55 festsitzt, auf das Distanzblättchen 70 ein.
Zu diesem Zeitpunkt kann in manchen Fällen abhängig von einer Positionsbeziehung
zwischen den Stellen des Einwirkens dieser Kräfte eine unerwünschte Verformung
wie eine anhebende Verformung auftreten. In solchen Fällen tritt
Ungleichmäßigkeit
der Druckkräfteverteilung
durch den Druckabschnitt 54b des Kolbens 34 auf
das Distanzblättchen 70 auf
und verursacht Bremsstottern.
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Betreffend
dieses Problems und entsprechend der vorliegenden Erfindung ist
eine Stelle des Einwirkens der über
den Hakenabschnitt 72 zugeführten Rotationskraft der Bremsscheibe 14 auf
das Distanzblättchen 70,
an einer in einer Drehrichtung der Bremsscheibe 14 nachfolgenden
Stelle (Außgangsseite
der Bremsscheibe 14) bezüglich einer Stelle des Einwirkens
auf dem Distanzblättchen 70 vorgesehen,
an dem die Druckkraft durch den Druckabschnitt 54b des
Kolben 34 wirkt. Da die dem Distanzblättchen 70 über den
Hakenabschnitt 72 zugeführte
Rotationskraft der Bremsscheibe 14 in einer Zugrichtung
in einer Ebene mit einer Abstützung
bei dem Druckabschnitt 54b des Kolben 34 wirkt,
treten mit dieser Anordnung keine unerwünschte Verformungen wie eine
anhebende Verformung um den Druckabschnitt 54b des Kolben 34 auf.
Deswegen wird mit dieser Anordnung eine Druckkraftverteilung (ein
Druckmuster auf das Distanzblättchen 70)
von dem Kolben 34 nicht ungleichmäßig, was es ermöglicht ein
Bremsstottern wirksam zu verringern.
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Insbesondere
sind mit Bezug auf 3 in der Nennlage des Distanzblättchens 70 bezüglich der
rückseitigen
Metallplatte 54, die Stellen der Hakenabschnitte 72 innerhalb
der konkaven Abschnitte 55 der rückseitigen Metallplatte 54 zur
Seite des Druckabschnitts 54b des Kolbens 34,
sozusagen zu der Mitte der rückseitigen
Metallplatte 54, vorgespannt. Mit anderen Worten sind die
Abstände „a" zwischen den Hakenabschnitten 72 und
den inneren Seitenwänden
(mittlere Seitenwände)
der konkaven Abschnitte 55 kleiner eingestellt als Abstände „b" zwischen den Hakenabschnitten 72 und
den äußeren Seitenwänden der
konkaven Abschnitte 55, wenn sich das Distanzblättchen 70 in
der Nennlage befindet.
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In
dieser gezeigten Ausführungsform
bewegt sich deshalb beim Bremsen, bei der sich die Bremsscheibe 14 im
Gegenuhrzeigersinn dreht, das Distanzblättchen 70 bezüglich der
rückseitigen
Metallplatte 54 nach rechts (d. h. in die entgegengesetzte Richtung
bezüglich
der Drehrichtung der Bremsscheibe 14), wie in 5A gezeigt,
und schließlich wird
der auf der linken Seite der Zeichnung angeordnete Hakenabschnitt 72 gegen
die mittlere Seitenwand der in der linken Seite der Zeichnung angeordneten
konkaven Abschnitte 55 stoßen. Ähnlich wird beim Bremsen, wenn
sich die Bremsscheibe 14 im Uhrzeigersinn dreht, der auf
der rechten Seite angeordnete Hakenabschnitt 72 gegen die
mittlere Seitenwand der auf der rechten Seite angeordneten konkaven
Abschnitte 55 stoßen.
Im ersten in 6A dargestellten Fall entsprechend
der Schnittzeichnung X-X von der 5A wird
das bei dem Druckabschnitt 54b des Kolbens 34 zurückgehaltene
Distanzblättchen 70 auf
Zugkraft beansprucht (das gleiche gilt für den letzteren Fall). Dadurch
kann man sehen, dass unerwünschte
Verformungen wie eine anhebende Verformung des Distanzblättchens 70 bei
dem Druckabschnitt 54b des Kolbens 34 nicht auftreten und
damit eine wirksame Verringerung des Bremsstotterns erreicht wird.
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Im
Gegensatz dazu wird beim Bremsen bei dem sich die Bremsscheibe 14
im Gegenuhrzeigersinn dreht bei der Anordnung, bei der die vorher
genannten Abstände „a" entgegen dieser
Ausführungsform
größer als
die Abstände "b" gewählt
sind, wie in 5B gezeigt, der auf der rechten
Seite in der Zeichnung angeordnete Hakenabschnitt 72 gegen die äußere Seitenwand
der innerhalb der Zeichnung auf der rechten Seite angeordneten konkaven
Abschnitte 55 stoßen.
Für diesen
in 6B korrespondierend mit der Y-Y Schnittzeichnung
von 5B dargestellten Fall, verformt sich das Distanzblättchen 70 bei
dem Druckabschnitt 54b des Kolben 34 aufgrund
der Druckkraft, die zwischen dem Hakenabschnitt 72 und
dem Druckabschnitt 54b erzeugt wird, in einer anhebenden
Richtung (dargestellt mit der gestrichelten Linie). Als Ergebnis
wird die Druckkraft des Kolbens 34 auf das Distanzblättchen 70 in
einem ungleichmäßigen Muster
wirken (das gleiche gilt für den
im Uhrzeigersinn drehenden Fall). Mit anderen Wörtern, bei diesem Vergleichsbeispiel
drückt
der Kolben 34 das Distanzblättchen 70 in den abgehobenen
Zustand und die Stellungen der Bremsbeläge werden instabil, was zu
einem erhöhten
Bremsstottern führt.
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Wie
oben erwähnt
wird es entsprechend der vorliegenden Erfindung möglich, durch
passendes Festlegen der Stellen des Einwirkens dieser zwei auf das
Distanzblättchen 70 einwirkenden
Kräfte,
das heißt,
der Rotationskraft der Bremsscheibe 14, die über den
Hakenabschnitt 72 eingeleitet wird und der Druckkraft,
die über
den Druckabschnitt 54b eingeleitet wird, das Auftreten unerwünschter
Verformungen um den Druckabschnitt 54b herum zu verhindern
und damit das Bremsstottern wirkungsvoll zu verringern.
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Es
wird vermerkt, dass Aussparungen Δ zwischen
den seitlichen Rändern
der rückseitigen
Metallplatte 54 und den seitlichen Rändern des Distanzblättchens 70 so
festgelegt wurden, dass sich keine seitlichen Abschnitte des Distanzblättchens 70 über die
der Metallplatte 54 hinaus erstrecken können, wenn man den beweglichen
Bereich des Distanzblättchens 70 bezüglich der
Metallplatte 54 betrachtet, wie in 3 gezeigt.
Anders ausgedrückt
ist die Aussparung Δ ausreichend
größer als
der bewegliche Betrag „a" des Hakenabschnitts 72 in
dem konkaven Abschnitt 55 (der Abstand „a" zwischen den Hakenabschnitten 72 und
der mittigen Seitenwand des konkaven Abschnitts 55).
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Die
vorliegende Erfindung wird mit Bezug auf die bevorzugte Ausführungsform
offenbart. Jedoch sollte verstanden werden, dass die vorliegende
Erfindung nicht auf die vorher beschriebene Ausführungsform beschränkt ist,
und Variationen und Modifikationen gemacht werden können, ohne
vom Gebiet der vorliegenden Erfindung abzuweichen.
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Obwohl
zum Beispiel in der vorher erwähnten
Ausführungsform
an der Kante der rückseitigen Metallplatte 54 die
konkaven Abschnitte 55 ausgebildet wurden, ist die vorliegende
Erfindung nicht auf diese Gestaltung beschränkt. Die vorliegende Erfindung
deckt jegliche Gestaltungen so lange ab, wie die Bremskraft auf
den Hakenabschnitt 72 des Distanzblättchen 70 an der Außenseite
des Druckabschnitt 54b des Kolben 34 und in einer
nach außen zeigenden
Richtung bezüglich
des Druckabschnitts 54b aufgebracht wird. Es ist zum Beispiel
auch eine Gestaltung möglich,
bei der die Flanken an den Außenseiten
der konkaven Abschnitte 55 weggelassen werden (schraffierte
Bereiche T in der Zeichnung werden weggelassen).
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Obwohl
in der zuvor erwähnten
Ausführungsform
die Anschläge
zwischen dem Distanzblättchen 70 und
der rückseitigen
Metallplatte 54 durch die Hakenabschnitte 72 des
Distanzblättchen 70 und den
konkaven Abschnitten 55 der rückseitigen Metallplatte 54 verwirklicht
wurden, ist die vorliegende Erfindung zudem nicht auf diese Ausgestaltung
beschränkt.
Eine Ausgestaltung, bei der auf dem Distanzblättchen 70 ausgebildete
herausstehende Abschnitte in Durchgangsbohrungen oder konkave Abschnitte
eingesetzt oder eingepasst werden, die in der rückseitigen Metallplatte 54 gebildet
sind, und eine Ausgestaltung, bei der auf der rückseitigen Metallplatte 54 ausgebildete
herausstehende Abschnitte in Durchgangsbohrungen oder konkave Abschnitte eingesetzt
oder eingepasst werden, die in dem Distanzblättchen 70 gebildet
sind, sind auch möglich.
In diesen Fällen
ist es möglich,
den beweglichen Bereich innerhalb der Durchgangsbohrung, z. B. durch entsprechendes
Festlegen der Größe der Durchgangsbohrung,
zu beschränken
und es ist auch möglich,
die anhebende Verformung des Distanzblättchens 70 wirksam
zu verringern, das eine Hauptursache für Bremsstottern ist, indem
durch Festlegen der Anschlagstelle die Bewegung der herausstehenden Abschnitte
auf der abwärts
gerichteten Seite in Drehrichtung der Bremsscheibe 14,
bezüglich
des Berührungsabschnitts
des Distanzblättchens 70 mit
dem Kolben 34 oder dergleichen, begrenzt wird, wie es in der
vorher erwähnten
Ausführungsform
der Fall ist.
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Es
ist des Weiteren möglich,
ein weiteres Distanzblättchen
zwischen dem Distanzblättchen 70 und
der rückseitigen
Metallplatte 54 in der oben erwähnten Ausführungsform vorzusehen. In diesem Fall
kann das zusätzliche
Distanzblättchen
(als ein „inneres
Distanzblättchen" bezeichnet) an der
rückseitigen
Metallplatte 54 so angebracht werden, dass es sich im Wesentlichen
nicht bewegen kann und das innere Distanzblättchen deshalb die Aufgabe
haben kann, dem äußeren Distanzblättchen 70 das
Gleiten (Bewegen) zu erleichtern. In solch einer Anordnung kann
die gleiche vorher erwähnte
Struktur der rückseitigen
Metallplatte 54 für
das innere Distanzblättchen
vorgesehen sein. Mit anderen Worten können Anschlagsabschnitte, um
die Bewegung des Distanzblättchen 70 anzuhaltenden,
zwischen dem inneren Distanzblättchen
und dem äußeren Distanzblättchen 70 festgelegt
werden, wobei die Anschlagabschnitte die anhaltende Kraft auf der
Außenseite
des Druckabschnitt 54b des Kolben 34 und in einer
Außenrichtung
(in Drehrichtung der Bremsscheibe 14) bezüglich des
Druckabschnitts 54b zu dem äußeren Distanzblättchen 70 leiten.
Des Weiteren sind die Anschlagabschnitte zwischen der rückseitigen
Metallplatte 54 und dem Distanzblättchen 70 auf der
Oberseite des Distanzblättchens 70 festgesetzt,
sozusagen auf der Außenseite
in Radiusrichtung; Es ist es jedoch auch möglich, die Anschlagabschnitte
auf der Unterseite des Distanzblättchens 70 festzulegen.
In dieser Anordnung wird es für
einen Fall, bei dem die Breite des Druckabschnitts 54b durch
den Sperrabschnitt 32 an der Unterseite des Distanzblättchens 70 kleiner
ist als an der Oberseite des Distanzblättchens 70 einfacher,
die Anschlagabschnitte auf dem Distanzblättchen 70 auf der
Außenseite
des Druckabschnitt 54b des Sperrabschnitts 32 des
Zylinders 30 festzulegen.