DE10156424A1 - Luftsackmodul für Kraftfahrzeuge - Google Patents
Luftsackmodul für KraftfahrzeugeInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Luftsackmodul für Kraftfahrzeuge mit einem Gehäuse für einen aufblasbaren Luftsack und einem Gasgenerator, der im zusammengesetzten Zustand an ein modulfestes Sockelelement angebunden ist, wobei der Gasgenerator und das Sockelelement zu einem als Schwingungsabsorber dienenden Verbund zusammengefasst und durch wenigstens ein elastisches und/oder schwingungsdämpfendes Koppelelement unlösbar miteinander verbunden sind, über das der Gasgenerator flächig am Sockelelement abgestützt ist.
Description
Die Erfindung betrifft ein Luftsackmodul für Kraftfahrzeuge mit einem
Gehäuse für einen aufblasbaren Luftsack und einem Gasgenerator.
Derartige Luftsackmodule dienen dazu, den Luftsack im zusammengefal
teten Zustand aufzunehmen und im Crashfall mittels des Gasgenerators
aufzublasen. Die Luftsackmodule werden als eine Einheit in das Fahrzeug
eingebaut. Insbesondere bei am Lenkrad anzubringenden Fahrerairbags
ist problematisch, dass während des Betriebs des Fahrzeugs auftretende
Schwingungen auf die Lenkradeinheit und somit auf das Luftsackmodul
übertragen werden können.
Es ist das der Erfindung zugrunde liegende Problem (Aufgabe), ein Luft
sackmodul der eingangs genannten Art zu schaffen, das möglichst einfach
aufgebaut ist und durch auftretende Schwingungen nicht beeinträchtigt
wird, und das insbesondere als in eine Lenkradeinheit integrierbarer
Fahrerairbag verwendbar ist.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die Merkmale des Anspruchs 1
und insbesondere dadurch, dass der Gasgenerator im zusammengesetzten
Zustand an ein modulfestes Sockelelement angebunden ist, wobei der
Gasgenerator und das Sockelelement zu einem als Schwingungsabsorber
dienenden Verbund zusammengefaßt und durch wenigstens ein elasti
sches und/oder schwingungsdämpfendes Koppelelement unlösbar mitein
ander verbunden sind, über das der Gasgenerator flächig am Sockel
element abgestützt ist.
Erfindungsgemäß wird der eine vergleichsweise große Masse aufweisende
Gasgenerator als Schwingungstilger genutzt. Von besonderem Vorteil ist,
dass der Gasgenerator und das Sockelelement, die zusammen mit dem
Koppelelement den Schwingungsabsorberverbund bilden und durch das
Koppelelement unlösbar miteinander verbunden sind, als eine Einheit
gehandhabt und beim Zusammensetzen des Luftsackmoduls gemeinsam
in das Modul integriert werden können. Die Herstellung des Luftsack
moduls wird dadurch erheblich vereinfacht. Insbesondere erübrigen sich
durch die Unlösbarkeit der durch das Koppelelement hergestellten Ver
bindung zwischen dem Gasgenerator und dem Sockelelement zusätzliche
Maßnahmen, um die Einheit aus Gasgenerator, Sockelelement und Koppel
element zusammenzuhalten. Durch die flächige Abstützung des Gas
generators dient das Koppelelement als elastischer und/oder schwingungs
dämpfender Sockelbestandteil, d. h. das Sockelelement und das Koppel
element bilden gemeinsam einen zur Schwingungsdämpfung oder Schwin
gungstilgung fähigen Sockelverbund für den Gasgenerator. Des weiteren
kann durch das als Auflage für den Gasgenerator dienende Koppelelement
die Beanspruchung des Koppelelementes gegenüber einem z. B. als elasti
sche Aufhängung ausgebildeten Koppelelement reduziert werden. Ins
besondere durch Materialermüdung verursachte Beschädigungen des Koppel
elementes lassen sich erfindungsgemäß dadurch verhindern. Außer
dem ist von Vorteil, dass durch die Erfindung die Einbauprozedur und die
Einbauposition des Verbunds gegenüber einer starren Anbindung des
Gasgenerators praktisch nicht geändert zu werden brauchen.
Besonders bevorzugt ist es, wenn das Sockelelement, das Koppelelement
und der Gasgenerator zumindest bereichsweise einen sandwichartigen
Verbund bilden.
In einer weiteren praktischem Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,
dass das Koppelelement sowohl an den Gasgenerator als auch an das
Sockelelement anvulkanisiert ist.
Diese befestigungsmittelfreie und dennoch stabile und sichere Anbindung
des Koppelelements an den Gasgenerator und an das Sockelelement
ermöglicht eine einfache Herstellung und Handhabung des Schwingungs
absorbers. Des weiteren kann so auf einfache Weise mit dem Koppel
element eine gasdichte Anbindung des Gasgenerators an das Sockelelement
und somit an das Luftsackmodul sichergestellt werden.
Das Koppelelement besteht beispielsweise aus Gummi oder einem gummi
artigen Material.
Grundsätzlich kommen erfindungsgemäß auch andere Materialien für das
Koppelelement und/oder insbesondere andere Arten der Befestigung des
Koppelelementes an den Gasgenerator und an das Sockelelement in Frage.
Besonders bevorzugt ist es, wenn das Koppelelement parallel zu einer
Modullängsachse eine höhere Steifigkeit aufweist als senkrecht zur
Modullängsachse. Diese Ausgestaltung ist insbesondere für in Lenkradein
heiten integrierbare Airbagsysteme vorteilhaft.
Gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung
weist das Koppelelement eine geschlossene Umfangskontur auf und ist
insbesondere ringförmig ausgebildet.
Durch diese Ausgestaltung kann das Koppelelement gleichzeitig mehrere
Funktionen erfüllen, indem es zum einen für eine elastische Anbindung
des Gasgenerators an das Sockelelement sorgt und zum anderen die
Gasdichtigkeit zwischen dem Gasgenerator und dem Sockelelement sicher
stellt.
Dabei kann in einer bevorzugten Variante der Erfindung das Koppel
element eine in Umfangsrichtung variierende Wandstärke aufweisen. Eine
besonders bevorzugte Ausführung schlägt vor, dass das Koppelelement in
Umfangsrichtung verteilte Auflagebereiche mit relativ großer Wandstärke
sowie zwischen den Auflagebereichen Abdichtbereiche mit relativ kleiner
Wandstärke aufweist. Dabei sorgen die Auflagebereiche, die als elastische
Koppelsockel dienen und beispielsweise eine zumindest näherungsweise
kreis- oder halbkreisförmige Auflagefläche aufweisen, für eine ausreichen
de Stabilität und Steifigkeit der Verbindung, während die sich zwischen
diesen Auflagesockeln erstreckenden Wandbereiche im wesentlichen eine
Abdichtfunktion erfüllen. Durch entsprechende Dimensionierung ins
besondere der Auflagebereiche kann das Koppelelement und damit der
Absorberverbund gezielt an die jeweiligen Anforderungen angepasst
werden.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das
Koppelelement als radialer Schwingungsbegrenzer für den Gasgenerator
ausgebildet. Hierbei dient das Koppelelement nicht nur zur Abstützung
des Gasgenerators am Sockelelement, sondern erfüllt gleichzeitig eine
Schwingungsbegrenzungsfunktion in radialer Richtung. Zusätzliche Maß
nahmen wie beispielsweise separate Schwingungsbegrenzer sind hier
durch nicht erforderlich. Die Herstellung des Luftsackmoduls kann auf
diese Weise erheblich vereinfacht werden, da lediglich für die Verbindung
des Koppelelementes mit dem Gasgenerator und mit dem Sockelelement
gesorgt zu werden braucht und hierdurch bereits sowohl für eine sichere
Abstützung des Gasgenerators am Sockelelement gesorgt als auch eine
Begrenzung von radialen bzw. senkrecht zu einer Modullängsachse er
folgenden Schwingungen des Gasgenerators sichergestellt ist.
Bevorzugt ist es, wenn das Koppelelement und der Gasgenerator einander
in axialer Richtung - bezogen auf eine Modullängsachse - überlappen.
Dabei kann der Gasgenerator in radialer Richtung unmittelbar am Koppel
element flächig anliegen. Vorzugsweise ist dabei eine radial äußere
Fläche des Gasgenerators fest mit dem Koppelelement bzw. einem radial
außen liegenden Abschnitt des Koppelelementes verbunden, insbesondere
durch Anvulkanisieren.
Gemäß einer besonders bevorzugten praktischen Ausgestaltung ist der
Gasgenerator in das Koppelelement eingesetzt und zumindest bereichs
weise vom Koppelelement umgeben. Hierdurch wird eine besonders stabile
Verbindung zwischen Gasgenerator und Koppelelement realisiert.
Besonders bevorzugt ist es, wenn das Koppelelement zur gleichzeitigen
axialen und radialen Abstützung des Gasgenerators zumindest bereichs
weise stufenförmig ausgebildet ist.
Das Koppelelement kann auf seiner radialen Innenseite eine umlaufende
Abstützstufe für den Gasgenerator aufweisen.
Auf einen stufenförmigen Abschnitt bzw. eine Abstützstufe des Koppel
elementes kann der Gasgenerator aufgesetzt und gleichzeitig über eine
untere und eine radial äußere oder innere Fläche fest mit dem Koppelelement
insbesondere durch Anvulkanisieren verbunden werden.
Vorzugsweise weist das Koppelelement zur Bildung einer Abstützstufe für
den Gasgenerator zwei radial zueinander versetzte Ringabschnitte auf.
Ferner wird vorgeschlagen, dass das Koppelelement in Umfangsrichtung
verteilte Verstärkungsbereiche aufweist, in denen die Wandstärke des
Koppelelementes insbesondere im Bereich eines oberen und/oder eines
unteren Ringabschnitts im Vergleich zu zwischen den Verstärkungs
bereichen gelegenen Bereichen vergrößert ist.
Zur Abstützung am Koppelelement kann der Gasgenerator einen Kragen
aufweisen, der bevorzugt zumindest näherungsweise im Querschnitt
U-förmig ausgebildet ist.
Bevorzugt ist es dabei, dass der Kragen radial nach außen versetzt ange
ordnet ist und insbesondere über einen stufenförmigen Übergangs
abschnitt in eine bevorzugt axial verlaufende Seitenwand des Gasgenerators
übergeht.
Gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist
für den Gasgenerator zusätzlich wenigstens ein vorzugsweise separater
Schwingungsbegrenzer vorgesehen, der vorzugsweise aus einem elasti
schen Werkstoff hergestellt ist. Dabei kann der Schwingungsbegrenzer
zumindest senkrecht zu einer Modullängsachse eine größere Steifigkeit
aufweisen als das Koppelelement. Bevorzugt sind mehrere derartige
Schwingungsbegrenzer vorgesehen.
Die Schwingungsbegrenzer sind vorzugsweise stiftförmig ausgebildet,
wobei sie sich bevorzugt etwa parallel zu einer Modullängsachse des Gas
generators erstrecken.
Des Weiteren ist es bevorzugt, wenn die Schwingungsbegrenzer jeweils mit
einem Ende am Sockelelement fixiert sind und mit einem anderen Ende in
eine Aussparung des Gasgenerators eingreifen.
Die Erfindung betrifft außerdem ein Verfahren zur Herstellung eines
Luftsackmoduls für Kraftfahrzeuge mit einem Gehäuse für einen aufblas
baren Luftsack und einem Gasgenerator, bei dem ein als Schwingungs
absorber dienender Verbund hergestellt wird, indem ein Koppelelement
sowohl mit dem Gasgenerator als auch mit einem Sockelelement unlösbar
verbunden wird, und der Verbund als eine Einheit in das Luftsackmodul
integriert wird.
Weitere bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind auch in den
Unteransprüchen, der Beschreibung sowie der Zeichnung angegeben.
Die Erfindung wird im folgenden beispielhaft unter Bezugnahme auf die
Zeichnung beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1a-1e verschiedene Ansichten eines Schwingungsabsorbers eines
Luftsackmoduls gemäß einer Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 2a-2f Ansichten entsprechend Fig. 1a-1e einer weiteren Ausfüh
rungsform der Erfindung, wobei Fig. 2f der Fig. 2c entspricht
und zusätzliche Bauteile des Luftsackmoduls zeigt,
Fig. 3 eine geschnittene Seitenansicht eines Schwingungsabsorbers
eines Luftsackmoduls gemäß einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung, und
Fig. 4 eine perspektivische Ansicht des Schwingungsabsorbers von
Fig. 3.
Die Fig. 1a-1e zeigen eine Ausführungsform eines Schwingungsabsorbers,
der einen Gasgenerator 15, ein Sockelelement 17, ein Koppelelement 19
sowie Schwingungsbegrenzer 25 umfasst. Diese Einheit bildet zusammen
mit nicht dargestellten weiteren Bauteilen ein Luftsackmodul, das in eine
Lenkradeinheit eines Kraftfahrzeuges integriert werden kann. Auf die
Ausgestaltung des Luftsackmoduls wird bei der Erläuterung einer weite
ren Ausführungsform der Erfindung näher eingegangen.
Der Gasgenerator 15 umfasst ein kreiszylindrisches Außenteil 33 mit
geraden Wänden, die sich parallel zur Längsachse des Luftsackmoduls
erstrecken, und mit einem radial abstehenden Kragen 29. In das Außen
teil 33 ist eine Generatoreinheit 35 eingesetzt, die nach Auslösung im
Crashfall Gas ausstößt, welches durch in der Zylinderwand des Außen
teils 33 ausgebildete Öffnungen ausströmt und den zusammengefalteten
Luftsack aufbläst.
Das plattenförmige und mit einer zentralen Öffnung 31 versehene Sockel
element 17 ist mit dem Kragen 29 des Außenteils 33 über ein ringförmiges
Koppelelement 19 unlösbar verbunden, das zum einen an den die Öffnung
31 begrenzenden Randbereich der Sockelplatte 17 und zum anderen an
die Unterseite des Kragens 29 des Gasgenerators 15 anvulkanisiert ist.
Das Koppelelement 19 besteht z. B. aus Gummi oder einem gummiartigen
Material, wobei jedoch auch andere elastische und/oder schwingungs
dämpfende Materialien eingesetzt werden können, die in geeigneter Weise
mit dem Gasgenerator 15 und dem Sockelelement 17 verbunden werden.
Die Wandstärke des Koppelrings 19 variiert über dessen Umfang und
umfasst Auflagebereiche 21 vergleichsweise großer Wandstärke, zwischen
denen sich Abdichtbereiche 23 mit vergleichsweise kleiner Wandstärke
erstrecken. Der Außenrand des Kragens 29 folgt insofern der Außen
kontur des Koppelrings 19, als zur Anbindung der eine näherungsweise halb
kreisförmige Auflagefläche aufweisenden Auflagesockel 21 laschenartige
Ausbuchtungen 30 vorgesehen sind, mit denen der Gasgenerator 15 auf
dem Koppelelement 19 aufliegt.
Zwei einander diametral gegenüberliegende Laschen 30 des Generator
kragens 29 sind mit einer kreisförmigen Aussparung 27 versehen, in die
jeweils ein stiftförmiger Schwingungsbegrenzer 25 aus einem elastischen
Werkstoff und insbesondere aus Kunststoff eingreift, der mit seinem dem
Eingriffsende gegenüberliegenden Ende am Sockelelement 17 fixiert, z. B.
verrastet oder angeklippst ist. Die Begrenzungsstifte 25 sind derart aus
gelegt, dass sie eine größere Steifigkeit besitzen als der Koppelring 19.
Öffnungen 37 in der Sockelplatte 17 dienen zur Befestigung der Sockel
platte 17 an einer Basisplatte des Luftsackmoduls.
Während in Fig. 1b insbesondere zu erkennen ist, dass die sich nach oben
verjüngenden Begrenzungsstifte 25 durch die Laschenöffnungen hin
durchragen, zeigt Fig. 1c insbesondere die in das Außenteil 33, das auch
als Generatorflansch bezeichnet wird, eingesetzte Generatoreinheit 35.
Das Außenteil 33 und die Generatoreinheit 35 sind miteinander ver
schweißt. Auf den im Hinblick auf die Erfindung grundsätzlich beliebigen
Aufbau der Generatoreinheit 35 wird nicht näher eingegangen.
Während Fig. 1c einen Schnitt entlang einer durch die beiden Begren
zungsstifte 25 hindurch verlaufenden Ebene zeigt, ist in Fig. 1e ein
Schnitt entlang der Linie B-B von Fig. 1d dargestellt. Aus Fig. 1e geht
insbesondere die unterschiedliche Wandstärke in den Auflagebereichen 21
einerseits und den Abdichtbereichen 23 andererseits hervor.
Der elastische Koppelring 19 besitzt eine vergleichsweise hohe Steifigkeit
parallel zur Modullängsachse, d. h. parallel zu der geraden Seitenwand 34
des Außenteils 33, und eine relativ geringe Steifigkeit senkrecht zur Modul
längsachse. Während des Betriebs des Fahrzeugs bei in die Lenkrad
einheit integriertem Luftsackmodul kann der Gasgenerator 15 somit
hinsichtlich seiner Schwingungsabsorptionsfunktion optimal relativ zum
modulfesten Sockelelement 17 schwingen. Laterale Bewegungen des
Gasgenerators 15 senkrecht zur Modulachse werden dabei durch die
vergleichsweise steifen Schwingungsbegrenzer 25 begrenzt.
Durch entsprechende Wahl des Materials und z. B. der Zusammensetzung
für die Gummimischung des Koppelelements 19 können die Resonanz
eigenschaften des schwingungsfähigen Systems gezielt in Abhängigkeit von
den jeweiligen Gegebenheiten und Anforderungen eingestellt werden.
Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Anbindung des Gasgene
rators 15 an das Sockelelement 17 ist, dass im Vergleich zu einer starren
Verbindung zwischen Gasgenerator und Sockelelement keine nachteiligen
Kompromisse eingegangen werden müssen. Insbesondere werden weder
die Einbauprozedur noch die Einbauposition des erfindungsgemäßen
Schwingungsabsorberverbunds gegenüber einer starren Gasgeneratorein
heit wesentlich verändert.
Die in den Fig. 2a-2f dargestellte Variante der Erfindung entspricht der
Ausführungsform gemäß Fig. 1a-1e mit dem Unterschied, dass das Außen
teil 33 des Gasgenerators 15 keine gerade Seitenwand 34 aufweist,
sondern von einem geraden Seitenwandabschnitt über einen radial erwei
terten, näherungsweise stufenförmig ausgebildeten Seitenwandabschnitt
36 in den Kragen 29 übergeht. Die Erfindung ist folglich problemlos mit
unterschiedlich ausgestalteten Gasgeneratoren 15 bzw. Außenteilen 33
von Gasgeneratoren 15 einsetzbar.
Fig. 2f zeigt in einer Darstellung entsprechend Fig. 2c zusätzlich eine den
Gasgenerator 15 mit Abstand umgebende Diffusorkappe 16, deren Wan
dung mit Gasdurchtrittsöffnungen versehen ist. Zwischen dem Außenteil
33 des Gasgenerators 15 und der Diffusorkappe 16 ist ein Gaseinlass
raum vorhanden, in den von der Generatoreinheit 35 erzeugtes Gas
strömt, bevor es in den Luftsack 13 gelangt.
Der zusammengefaltete, in Fig. 2f lediglich schematisch angedeutete und
in geeigneter Weise am Luftsackmodul verankerte Luftsack 13 umgibt die
Diffusorkappe 16 und befindet sich innerhalb einer äußeren Abdeckung
12 des Luftsackmoduls, die Bestandteil eines Modulgehäuses 11 ist.
Die Abdeckung 12 bzw. das Modulgehäuse 11 sowie eine Basisplatte 14,
an der das Sockelelement 17, die Diffusorkappe 16 und/oder die Ab
deckung 12 in geeigneter Weise gegebenenfalls über zusätzliche Modulbau
teile befestigt sind, sind in Fig. 2f lediglich schematisch durch strichpunk
tierte Linien angedeutet.
Die Fig. 3 und 4 zeigen eine besonders bevorzugte Ausführungsform eines
Schwingungsabsorbers, der auf besonders einfache Weise herstellbar ist
und dennoch gleichzeitig für eine sichere Abstützung des Gasgenerators
15 am Sockelelement 17 sowie für eine Begrenzung radialer Schwingun
gen des Gasgenerators 15 sorgt.
Die Ausführungsform gemäß Fig. 3 und 4 unterscheidet sich von den
vorstehend erläuterten Ausführungsformen durch die Ausgestaltung des
Kragens 29 des Gasgenerators 15 sowie durch die Ausgestaltung des
ringförmigen Koppelelements 19.
Die zunächst gerade Seitenwand 34 des einstückig ausgebildeten Außen
teils 33 des Gasgenerators 15 geht über einen stufenförmigen Übergangs
abschnitt 39 in ein im Querschnitt U-förmig nach außen und oben gebo
genes freies Ende des Kragens 29 über. Der umlaufende Kragen 29 ist auf
diese Weise mittels des Übergangsabschnitts 39 gegenüber der Seiten
wand 34 radial nach außen versetzt. Bei der Herstellung des Außen
teils 33 wird der Kragen 29 durch einen Tiefziehvorgang gebildet.
Der an das Sockelelement 17 anvulkanisierte Koppelring 19 besteht aus
einem unteren Ringabschnitt 43 und einem oberen Ringabschnitt 41. Der
untere Ringabschnitt 43 ist gegenüber dem oberen Ringabschnitt 41
radial nach innen versetzt, wodurch an der radialen Innenseite des Koppel
rings 19 eine Abstützstufe für das U-förmige Kragenende des Gasgene
rators 15 vorhanden ist.
Der Koppelring 19 ist mit dem oberen Ringabschnitt 41 und im Bereich
der Abstützstufe an die radial äußere Seitenwand und den Bodenab
schnitt des U-förmigen Kragenendes angeformt und durch Anvulkanisie
ren fest mit dem Kragen 29 verbunden. Der Gasgenerator 15 ist folglich
mit dem Kragen 29 in den Koppelring 19 ein- und auf dessen Abstützstufe
aufgesetzt, so dass der Gasgenerator 15 über seinen Kragen 29 und den
Koppelring 19 am Sockelelement 11 abgestützt und im Bereich der radial
äußeren Seitenwand des Kragens 29 über seinen gesamten Umfang vom
oberen Ringabschnitt 41 des Koppelrings 19 umgeben ist. Hierdurch wirkt
der Koppelring 19 insbesondere über den oberen Ringabschnitt 41 radia
len Schwingungen des Gasgenerators 15 entgegen, ohne die Anbindung
des Kragens 29 an den Koppelring 19 zu gefährden.
Die Wandstärke des Koppelrings 19 variiert über dessen Umfang. Wie
insbesondere Fig. 4 zeigt, sind über den Umfang des Koppelrings 19 Ver
stärkungsbereiche 45 verteilt, in denen die Wandstärke des Koppelrings
19 gegenüber Zwischenbereichen, in denen der untere Ringabschnitt 43
Abdichtbereiche 23 bildet, vergrößert ist. Im Bereich des unteren Ring
abschnitts 43 bilden die Verstärkungen 45 Auflagesockel 21 für den Kragen
29 des Gasgenerators 15.
Eine Vergrößerung der Wandstärke gegenüber den Zwischenbereichen
durch die Verstärkungsbereiche 45 erfolgt - im Vergleich zum unteren
Ringabschnitt 43 über eine kleineren Winkelbereich - auch im Bereich
des oberen Ringabschnitts 41. Hierdurch wird dem Koppelelement 19
nicht nur im Bereich des unteren Ringabschnitts 43, sondern auch des
oberen Ringabschnitts 41 eine erhöhte Steifigkeit verliehen.
Die Vergrößerung der Wandstärke des Koppelrings 19 durch die Verstär
kungen 45 erfolgt ausschließlich durch radiale Erweiterung nach außen.
Die Innenseiten des Koppelelementes 19 sind frei von Vertiefungen und
Erhebungen.
Die säulen- oder pfeilerartig ausgebildeten, radial nach außen aus den
radial zueinander versetzten Ringabschnitten 41, 43 herauswachsenden,
im Bereich des unteren Ringabschnitts 43 mit in Umfangsrichtung ver
breiterten Auflagebereichen 21 versehenen Verstärkungen 45 besitzen
eine gerade, parallel zur sich axial erstreckenden Seitenwand 34 verlau
fende Außenfläche.
Eine Verstärkung durch radiale Erweiterung kann alternativ im Bereich
des oberen Ringabschnitts 41 unterbleiben, der dann eine über den ge
samten Umfang konstante Wandstärke aufweist.
Der obere Ringabschnitt 41 schließt mit seinem Rand bündig mit der
radial äußeren Seitenwand des im Querschnitt U-förmigen Kragens 29 des
Gasgenerators 15 ab.
11
Gehäuse
12
Abdeckung
13
Luftsack
14
Basisplatte
15
Gasgenerator
16
Diffusorkappe
17
Sockelelement
19
Koppelelement
21
Auflagebereich
23
Abdichtbereich
25
Schwingungsbegrenzer
27
Aussparung
29
Kragen
30
Lasche
31
Öffnung
33
Außenteil
34
Seitenwand
35
Generatoreinheit
36
Seitenwandabschnitt
37
Öffnung
39
Übergangsabschnitt
41
oberer Ringabschnitt
43
unterer Ringabschnitt
45
Verstärkungsbereich
Claims (21)
1. Luftsackmodul für Kraftfahrzeuge mit einem Gehäuse (11) für einen
aufblasbaren Luftsack (13) und einem Gasgenerator (15), der im zu
sammengesetzten Zustand an ein modulfestes Sockelelement (17) an
gebunden ist, wobei der Gasgenerator (15) und das Sockelelement
(17) zu einem als Schwingungsabsorber dienenden Verbund zusam
mengefasst und durch wenigstens ein elastisches und/oder schwin
gungsdämpfendes Koppelelement (19) unlösbar miteinander verbun
den sind, über das der Gasgenerator (15) flächig am Sockelelement
(17) abgestützt ist.
2. Luftsackmodul nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Koppelelement (19) sowohl an den Gasgenerator (15) als
auch an das Sockelelement (17) anvulkanisiert ist.
3. Luftsackmodul nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Koppelelement (19) aus Gummi oder einem gummiartigen
Material besteht.
4. Luftsackmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Koppelelement (19) parallel zu einer Modullängsachse eine
höhere Steifigkeit aufweist als senkrecht zur Modullängsachse.
5. Luftsackmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Koppelelement (19) eine geschlossene Umfangskontur auf
weist und insbesondere ringförmig ausgebildet ist.
6. Luftsackmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Koppelelement (19) eine in Umfangsrichtung variierende
Wandstärke aufweist.
7. Luftsackmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Koppelelement (19) in Umfangsrichtung verteilte Auflage
bereiche (21) mit relativ großer Wandstärke und vorzugsweise zumin
dest näherungsweise kreis- oder halbkreisförmiger Auflagefläche so
wie zwischen den Auflagebereichen (21) Abdichtbereiche (23) mit rela
tiv kleiner Wandstärke aufweist.
8. Luftsackmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Koppelelement (19) als radialer Schwingungsbegrenzer für
den Gasgenerator (15) ausgebildet ist.
9. Luftsackmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Koppelelement (19) und der Gasgenerator (15) einander in
axialer Richtung bezüglich einer Modullängsachse überlappen.
10. Luftsackmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Gasgenerator (15) in radialer Richtung unmittelbar am
Koppelelement (19) flächig anliegt.
11. Luftsackmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Gasgenerator (15) in das Koppelelement (19) eingesetzt und
zumindest bereichsweise, insbesondere im Bereich eines Kragens
(29), vom Koppelelement (19) umgeben ist.
12. Luftsackmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Koppelelement (19) zur gleichzeitigen axialen und radialen
Abstützung des Gasgenerators (15) zumindest bereichsweise stufen
förmig ausgebildet ist.
13. Luftsackmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Koppelelement (19) auf seiner radialen Innenseite eine
umlaufende Abstützstufe für den Gasgenerator (15) aufweist.
14. Luftsackmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Koppelelement (19) zur Bildung einer Abstützstufe für den
Gasgenerator (15) zwei radial zueinander versetzte Ringabschnitte
(41, 43) aufweist.
15. Luftsackmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Koppelelement (19) in Umfangsrichtung verteilte Verstär
kungsbereiche (45) aufweist, in denen die Wandstärke des Koppel
elementes (19) insbesondere im Bereich eines oberen und/oder eines
unteren Ringabschnitts (41, 43) im Vergleich zu zwischen den Ver
stärkungsbereichen (45) gelegenen Bereichen vergrößert ist.
16. Luftsackmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Gasgenerator (15) zur Abstützung am Koppelelement (19)
einen Kragen (29) aufweist, der vorzugsweise im Querschnitt zumin
dest näherungsweise U-förmig ausgebildet ist.
17. Luftsackmodul nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Kragen (29) radial nach außen versetzt angeordnet ist und
insbesondere über einen stufenförmigen Übergangsabschnitt (39) in
eine bevorzugt axial verlaufende Seitenwand (34) des Gasgenerators
(15) übergeht.
18. Luftsackmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Gasgenerator (15) eine hut- oder kappenförmige Außenkon
tur aufweist und zur Anbindung an das Koppelelement (19) einen
insbesondere zumindest näherungsweise radial vorstehenden oder
abstehenden Kragen (29) aufweist.
19. Luftsackmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Sockelelement (17) plattenförmig ausgebildet ist und eine
Öffnung (31) aufweist, an deren Begrenzungsbereich das Koppel
element (19) angebunden ist.
20. Verfahren zur Herstellung eines Luftsackmoduls für Kraftfahrzeuge
mit einem Gehäuse (11) für einen aufblasbaren Luftsack (13) und
einem Gasgenerator (15), bei dem ein als Schwingungsabsorber die
nender Verbund hergestellt wird, indem ein Koppelelement (19) so
wohl mit dem Gasgenerator (15) als auch mit einem Sockelelement
(17) unlösbar verbunden wird, und der Verbund als eine Einheit in
das Luftsackmodul integriert wird.
21. Verfahren nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Koppelelement (19) mit einem insbesondere kappen- oder
hutförmigen Außenteil (33) des Gasgenerators (15) verbunden und
anschließend in das Außenteil (33) eine Generatoreinheit (35) einge
setzt und insbesondere mit dem Außenteil (33) verschweißt wird.
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