[go: up one dir, main page]

DE10154365A1 - Verfahren zur Herstellung von Fettsäureestern aus nicht entsäuerten Fetten und Ölen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Fettsäureestern aus nicht entsäuerten Fetten und Ölen

Info

Publication number
DE10154365A1
DE10154365A1 DE10154365A DE10154365A DE10154365A1 DE 10154365 A1 DE10154365 A1 DE 10154365A1 DE 10154365 A DE10154365 A DE 10154365A DE 10154365 A DE10154365 A DE 10154365A DE 10154365 A1 DE10154365 A1 DE 10154365A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
transesterification
stage
range
alkali
fatty acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE10154365A
Other languages
English (en)
Inventor
Sabine Both
Lothar Friesenhagen
Bernard Schleper
Bernhard Gutsche
Claudius Lott
Nicole Schoeffler
Christian Pelzer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Cognis IP Management GmbH
Original Assignee
Cognis Deutschland GmbH and Co KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Cognis Deutschland GmbH and Co KG filed Critical Cognis Deutschland GmbH and Co KG
Priority to DE10154365A priority Critical patent/DE10154365A1/de
Priority to DE50203669T priority patent/DE50203669D1/de
Priority to AT02023941T priority patent/ATE299925T1/de
Priority to EP02023941A priority patent/EP1308498B1/de
Publication of DE10154365A1 publication Critical patent/DE10154365A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11CFATTY ACIDS FROM FATS, OILS OR WAXES; CANDLES; FATS, OILS OR FATTY ACIDS BY CHEMICAL MODIFICATION OF FATS, OILS, OR FATTY ACIDS OBTAINED THEREFROM
    • C11C3/00Fats, oils, or fatty acids by chemical modification of fats, oils, or fatty acids obtained therefrom
    • C11C3/003Fats, oils, or fatty acids by chemical modification of fats, oils, or fatty acids obtained therefrom by esterification of fatty acids with alcohols
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11CFATTY ACIDS FROM FATS, OILS OR WAXES; CANDLES; FATS, OILS OR FATTY ACIDS BY CHEMICAL MODIFICATION OF FATS, OILS, OR FATTY ACIDS OBTAINED THEREFROM
    • C11C3/00Fats, oils, or fatty acids by chemical modification of fats, oils, or fatty acids obtained therefrom
    • C11C3/04Fats, oils, or fatty acids by chemical modification of fats, oils, or fatty acids obtained therefrom by esterification of fats or fatty oils
    • C11C3/10Ester interchange

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Abstract

Vorgeschlagen wird ein Verfahren zur Herstellung von Fettsäureniedrigalkylestern aus nicht entsäuerten Fetten und Ölen, bei dem man DOLLAR A (a) technische Triglyceride mit Säurezahlen im Bereich von 1 bis 50 in Gegenwart von Lewis-Säuren mit niederen Alkoholen verestert und dabei die Säurezahl auf Werte unterhalb von 2 absenkt, DOLLAR A (b) die auf diese Weise erhaltene entsäuerte Mischung in Gegenwart von Alkalihydroxiden und niederen Alkoholen einer Umesterung unterwirft und dabei Wasser sowie freigesetztes Glycerin abtrennt, und gegebenenfalls DOLLAR A (c) das auf diese Weise erhaltene Umesterungsgemisch in Gegenwart von Alkalialkoholaten einer weiteren Umesterung unterwirft und dabei ebenfalls freigesetztes Glycerin abtrennt.

Description

    Gebiet der Erfindung
  • Die Erfindung befindet sich auf dem Gebiet der oleochemischen Grundstoffe und betrifft ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von Fettsäureestern aus nicht raffinierten natürlichen Rohstoffen.
  • Stand der Technik
  • Zu den wichtigsten Verfahren im Bereich der Oleochemie gehört die Herstellung von Fettsäurealkylestern durch Umesterung von natürlichen Fetten und Ölen mit niederen Alkoholen, insbesondere Methanol. Natürliche Triglyceride, wie beispielsweise Palmöl, Kokosöl oder auch Rindertalg, fallen jedoch üblicherweise in einer Qualität an, die vor der chemischen Umwandlung eine Raffination erfordert. Hierzu gehören Prozesse, wie beispielsweise die Entschleimung, die Filtration oder die Desodorierung. Infolge von enzymatischen Prozessen während des Transportes und der Lagerung kommt es zudem zu einer partiellen Verseifung der Triglyceride, so dass diese in der Regel Säurezahlen zwischen 10 und 50 aufweisen. Es liegt auf der Hand, dass Fette und Öle mit niedriger Säurezahl und damit hoher Qualität als Rohstoffe bevorzugt sind. Andererseits ist ihre Verfügbarkeit begrenzt, was zu hohen Preisen führt. Daher besteht seitens der Hersteller von Oleochemikalien ein erhebliches Interesse am Einsatz von preiswerten, hoch-säurezahligen Rohstoffen und an Verfahren, die deren Verarbeitung, speziell deren Umesterung mit hohen Ausbeuten erlauben.
  • Umesterungen werden in der Regel basenkatalysiert durchgeführt. Werden Triglyceride mit hohen Säurezahlen eingesetzt, kommt es zur partiellen Neutralisation des Katalysators. Dies hat nicht nur den Nachteil, dass wertvoller Katalysator verloren geht, die dabei entstehenden Seifen stehen auch für die Umesterung nicht mehr zur Verfügung und verbleiben im Rückstand. Auf diese Weise lassen sich weder hohe Umsätze erzielen noch die Rückstandsmengen minimieren. Man versucht das Problem zu beherrschen, indem man anstelle von Alkalihydroxiden Schwermetallkatalysatoren, wie z. B. Zinkseifen einsetzt, wodurch die Reaktionsgeschwindigkeit gesteigert und die Bildung von Seifen vermindert werden kann. Schwermetalle sind jedoch als Katalysatoren aus ökotoxikologischen Gründen eher unerwünscht.
  • Die Aufgabe der Erfindung hat somit darin bestanden, ein neues Verfahren zur Umesterung von Fetten und Ölen unter Einsatz von Nicht-Schwermetallkatalysatoren zur Verfügung zu stellen, das die oben geschilderten Nachteile zuverlässig vermeidet. Insbesondere sollte der Einsatz von nicht entsäuerten, nicht-entschleimten Fetten und Ölen mit Säurezahlen bis ca. 50 möglich sein, ohne dass es zu Katalysatorverlusten und zur Bildung von Seifen kommt. Gleichzeitig sollten hohe Umsätze erzielt, Säurezahlen unter 1 erreicht und die Rückstandsmenge vermindert werden.
  • Beschreibung der Erfindung
  • Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Fettsäureniedrigalkylestern aus nicht entsäuerten Fetten und Ölen, bei dem man
    • a) technische Triglyceride mit Säurezahlen im Bereich von 1 bis 50 in Gegenwart von Lewis-Säuren mit niederen Alkoholen verestert und dabei die Säurezahl auf Werte unterhalb von 2 absenkt,
    • b) die auf diese Weise erhaltene entsäuerte Mischung in Gegenwart von Alkalihydroxiden und niederen Alkoholen einer Umesterung unterwirft und dabei Wasser sowie freigesetztes Glycerin abtrennt, und gegebenenfalls
    • c) das auf diese Weise erhaltene Umesterungsgemisch in Gegenwart von Alkalialkoholaten einer weiteren Umesterung unterwirft und dabei ebenfalls freigesetztes Glycerin abtrennt.
  • Die Erfindung macht sich die Erkenntnis zu Nutze, dass säurekatalysierte Veresterungen schneller als Umesterungen ablaufen. Durch Einsatz von Lewis-Säuren kann daher in der ersten Stufe eine rasche Erniedrigung der Säurezahl erzielt werden, ohne dass es zur unerwünschten Bildung von Seifen kommt. Die nachfolgende Umesterung erlaubt durch die Kombination von mittelstarken und starken konventionellen Basen besonders hohe Ausbeuten und eine Reduzierung des Rückstands, so dass auf die sonst erforderlichen teuren Schwermetallkatalysatoren verzichtet werden kann. Dies führt natürlich zu einer weiteren Verbesserung der Ökonomie des Verfahrens. Zudem werden in den Reaktionsprodukten Säurezahlen von kleiner 1 erreicht.
  • Ausgangsstoffe und Umesterungsprodukte
  • In einer weiter präzisierten Form betrifft die Erfindung die Herstellung von Fettsäureniedrigalkylestern der Formel (I),

    R1CO-OR2 (I)

    in der R1CO für einen linearen oder verzweigten, gesättigten oder ungesättigten Acylrest mit 6 bis 22, vorzugsweise 12 bis 18 Kohlenstoffatomen und R2 für einen linearen oder verzweigten Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen steht. Typische Beispiele sind Laurin-, Myristin-, Palmitin- und Stearinsäureethyl-, -propyl- oder -butylester sowie deren technische Gemische; vorzugsweise werden jedoch Fettsäuremethylester hergestellt. Grundsätzlich kommen als Ausgangsstoffe zwar auch synthetische Triglyceride in Frage, da diese in der Regel keine besonderen Säurezahlen aufweisen, stellt sich das eingangs beschriebene Problem nicht oder nur in untergeordneter Weise. Bei den natürlichen Triglyceriden, also den pflanzlichen oder tierischen Fette bzw. Öle, ist die Auswahl unkritisch. Typische Beispiele für geeignete Einsatzstoffe sind Palmöl, Palmkernöl, Kokosöl, Rindertalg, Sonnenblumenöl oder Rapsöl sowie ebenfalls deren Gemische.
  • Veresterung/Umesterung
  • Im ersten Schritt des Verfahrens macht man sich die Tatsache zu Nutze, dass Veresterungen nur säurekatalysiert ablaufen und dabei schneller als Umesterungsreaktionen sind, die ihrerseits sowohl durch Säuren wie durch Basen katalysiert werden können. Während also in üblichen Verfahren die Erniedrigung der Säurezahl durch Neutralisation mit dem basischen Umesterungskatalysator und Seifenbildung erfolgt, findet im Sinne der Erfindung eine Veresterung der freien Fettsäuren unter Bildung von Alkylestern statt, die vorzugsweise mit dem Zielprodukt direkt identisch sind. Als Katalysatoren für diese erste Stufe des Verfahrens kommen insbesondere Lewis-Säuren in Frage, die ausgewählt sind aus der Gruppe, die gebildet wird von Alkalisalzen organischer Carbonsäuren mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, Alkalicarbonaten, Alkalihydrogencarbonaten sowie Lösungen der Katalysatoren in Fettsäuren oder Partialglyceriden. Typische Beispiele sind Alkaliacetate, Alkalipropionate, Alkalibutyrate, Natriumcarbonat, Natriumhydrogencarbonat, Kaliumcarbonat und Kaliumhydrogencarbonat.
  • Besonders bevorzugt sind Kaliumsalze, insbesondere Kaliumacetat, welches gegebenenfalls in Fettsäuren oder Monoglyceriden gelöst vorliegt. Die Katalysatormenge beträgt in der Regel 0,1 bis 2, vorzugsweise 0,5 bis 1 Gew.-% bezogen auf die Ausgangsstoffe. Die Reaktion wird üblicherweise bei Temperaturen im Bereich von 100 bis 300, vorzugsweise 150 bis 240°C durchgeführt. Der Druckbereich kann zwischen 5 und 100 bar liegen und beträgt vorzugsweise 60 bis 90 bar. Die Menge an Methanol berechnet sich nach der Säurezahl, d. h. nach der Menge an zur Verfügung stehenden Fettsäuren. In der Regel werden Alkohol, vorzugsweise Methanol, und Triglycerid im Gewichtsverhältnis 1 : 2 bis 2 : 1 eingesetzt.
  • Umesterungen
  • Im Zuge der Veresterung wird Kondensationswasser freigesetzt. In der ersten Stufe der Umesterung ist es daher erforderlich, solche Katalysatoren einzusetzen, die durch die Gegenwart von Wasser nicht desaktiviert werden. Aus diesem Grunde empfiehlt sich der Einsatz von wasserfreien, gegebenenfalls alkoholischem Lösungen von Lithium-, Natrium- oder Kaliumhydroxid. Die Katalysatormenge beträgt in der Regel 0,1 bis 2, vorzugsweise 0,5 bis 1 Gew.-% bezogen auf die Ausgangsstoffe. Die Umesterung in der zweiten Stufe wird vorzugsweise ebenfalls bei Temperaturen im Bereich von 100 bis 250, vorzugsweise 150 bis 240°C und Drücken im Bereich von 5 bis 100, vorzugsweise 60 bis 90 bar durchgeführt. Auch hier arbeitet man in der Regel mit einem bezogen auf die in den Triglyceriden zur Verfügung stehenden Fettsäurereste deutlichen Überschuss an Alkohol.
  • Nachdem das in der zweiten Stufe gebildete Wasser zusammen mit dem Methanol und dem bei der Umesterung freigesetzten Glycerin abgetrennt worden ist, können in der dritten Stufe auch wasserempfindliche Katalysatoren eingesetzt werden. Hierzu eignen sich insbesondere Natriumalkoholate, wie beispielsweise Natrium- oder Kaliummethanolat, -ethanolat oder -butylat. Diese haben den Vorteil besonders aktiv zu sein, so dass es nunmehr möglich ist, bei milderen Bedingungen zu arbeiten und damit Herstellkosten einzusparen. Die Katalysatormenge beträgt auch hier in der Regel 0,1 bis 2, vorzugsweise 0,5 bis 1 Gew.-% bezogen auf die Ausgangsstoffe. Aus den genannten Gründen erfolgt die zweite Stufe der Umesterung typischerweise bei milderen Temperaturen im Bereich von 20 bis 200, vorzugsweise 70 bis 150°C und niedrigeren Drücken im Bereich von 1 bis 10, vorzugsweise 1 bis 5 bar. In der Regel ist es nicht erforderlich Frischalkohol zuzusetzen, wenngleich diese Möglichkeit natürlich besteht. Nach Abtrennung von nicht umgesetzten Alkohol, vorzugsweise durch Abtrennung in einer Rektifikationskolonne, und der Entfernung des freigesetzten Glycerins vorzugsweise durch Schwerkrafttrennung ist die Umesterung abgeschlossen.
  • Die dritte Stufe ist optional. Allerdings kann durch ihre Einführung eine erhebliche Umsatzsteigerung erzielt werden.
  • Beispiele Herstellung der Kaliumseife
  • 1 L Canola-Spaltfettsäure wurde in einem 2 L Rundkolben auf 140°C erhitzt. Dabei wurde zur Trocknung der Fettsäure ein Wasserstrahlvakuum angelegt. Nach Aufheben des Vakuums erfolgte die portionsweise Zugabe von 40 g Kaliumacetat. Hierbei war ein Temperaturanstieg auf 145°C zu beobachten. Nach beendeter Zugabe wurde auf 160°C erhitzt und erneut das Wasserstrahlvakuum anlegt. Die Fettsäure wurde bei 160°C klar und dunkel. Es konnte kein kristalliner Feststoff mehr entdeckt werden. 12 g Destillat, das einen pH-Wert von 4,5 aufwies und nach Essigsäure roch, konnten abdestilliert werden.
  • Herstellung der methanolischen KOH
  • Es wurden vorsichtig unter Rühren 200 g Kaliumhydroxid-Plätzchen in 200 ml Methanol gegeben (Hitzeentwicklung). Der sich bildende Bodensatz wurde nicht von der überstehenden Lösung getrennt, um eine gesättigte methanolische KOH zu erhalten.
  • Beispiel 1
  • 60 g rohes Kokosöl (SZ = 13, FFA = 4,9), 31 g Methanol und 1 g Kaliumseife wurden in den Autoklaven gegeben und auf 230°C aufgeheizt. Dabei stellte sich ein Druck von 48 bar ein. Ab Erreichen der Temperatur wurden 30 min gerührt. Danach wurde die Reaktion gekühlt und beendet. Vom erkalteten homogenisierten Gemisch wurde eine Probe für die GC-Analyse genommen. Anschließend wurden 0,32 g methanolische KOH zugegeben. Das Gemisch wurde unter Rühren auf 230°C aufgeheizt. Dabei stellte sich ein Druck von 33 bar ein. Ab Erreichen der Temperatur wurden 30 min weitergerührt. Danach wurde das Reaktionsgemisch gekühlt. Eine Aufstellung der Reaktionskomponenten in Gewichtsprozenten ohne Methanolanteil gibt Tabelle 1 wieder: Tabelle 1 Zusammensetzung (Angaben als Flächenprozent)

  • Beispiel 2
  • 60 g rohes Kokosöl, 31 g Methanol und 0,6 g Kaliumseife wurden in den Autoklaven gegeben und auf 230°C aufgeheizt. Dabei stellte sich ein Druck von 48 bar ein. Ab Erreichen der Temperatur wurden 30 min gerührt. Danach wurde die Reaktion gekühlt und beendet. Vom erkalteten homogenisierten Gemisch wurde eine Probe für die GC-Analyse genommen. Anschließend wurden 0,32 g methanolische KOH zugegeben. Das Gemisch wurde unter Rühren auf 230°C aufgeheizt. Dabei stellte sich ein Druck von 33 bar ein. Ab Erreichen der Temperatur wurden 30 min weitergerührt. Danach wurde das Reaktionsgemisch gekühlt. Eine Aufstellung der Reaktionskomponenten in Gewichtsprozenten ohne Methanolanteil gibt Tabelle 2 wieder: Tabelle 2 Zusammensetzung (Angaben als Flächenprozent)

  • Beispiel 3
  • Analog Beispiel 3 wurden 722 g rohes Kokosöl, 373 g Methanol und 7,3 g Kaliumseife werden in den Autoklaven gegeben und auf 230°C aufgeheizt. Dabei stellte sich ein maximaler Druck von 43 bar ein. Ab Erreichen der Temperatur wurden 30 min gerührt. Danach wurde die Reaktion gekühlt und beendet. Vom erkalteten homogenisierten Gemisch wurde eine Probe für die GC-Analyse genommen. Anschließend wurden 3,9 g methanolische KOH zugegeben. Das Gemisch wurde unter Rühren auf 230°C aufgeheizt. Dabei stellte sich ein Druck von 33 bar ein. Ab Erreichen der Temperatur wurden 30 min weitergerührt. Danach wurde das Reaktionsgemisch gekühlt. Von 1057 g des so erhaltenen Reaktionsgemisches wurde die Methanol/Wasserabtrennung im Rotationsverdampfer zwischen 90°C-135°C und Wasserstrahlvakuum durchgeführt. Bei 135°C fiel kein Destillat mehr an. Insgesamt konnten 242,5 g Methanol/Wasser Gemisch (1,5% Wasser-Anteil) und 808 g organische Phase erhalten werden. Anschließend fand bei 110°C eine Phasenseparation im Scheidetrichter statt. Es konnten 73,5 g Unterphase (Glycerinphase) und 734,1 g Oberphase (Methylesterphase) erhalten werden. Eine Aufstellung der Reaktionskomponenten in Gewichtsprozenten ohne Methanolanteil gibt Tabelle 3 wieder: Tabelle 3 Zusammensetzung (Angaben als Flächenprozent)

  • Beispiel 4
  • 734 g Methylestergemisch wurden mit 51 g Methanol und 4 g Natriummethylat in einem Autoklaven versetzt. Das Gemisch wurde unter Rühren auf 130°C aufgeheizt. Dabei entstand ein Druck von etwa 4 bar. Ab Erreichen der Temperatur wurde 10 min gerührt. Danach wurde das Reaktionsgemisch abgekühlt und Probe des Gemisches für die GC- Analyse gezogen. Eine Aufstellung der Reaktionskomponenten in Gewichtsprozenten ohne Methanolanteil gibt Tabelle 4 wieder: Tabelle 4 Zusammensetzung (Angaben als Flächenprozent)

  • Beispiel 5
  • 60 g rohes Kokosöl, 31 g Methanol und 0,6 g Kaliumseifen wurden in einen Autoklaven gegeben und auf 200°C aufgeheizt, wobei sich ein Druck von 20 bar einstellte. Die Reaktionsmischung wurde 1 h gerührt und der Reaktionsverlauf durch Probennahme verfolgt. Eine Aufstellung der Reaktionskomponenten in Gewichtsprozenten ohne Methanolanteil gibt Tabelle 5 wieder: Tabelle 5 Zusammensetzung (Angaben als Flächenprozent)

Claims (15)

1. Verfahren zur Herstellung von Fettsäureniedrigalkylestern aus nicht entsäuerten Fetten und Ölen, bei dem man
a) technische Triglyceride mit Säurezahlen im Bereich von 1 bis 50 in Gegenwart von Lewis-Säuren mit niederen Alkoholen verestert und dabei die Säurezahl auf Werte unterhalb von 2 absenkt,
b) die auf diese Weise erhaltene entsäuerte Mischung in Gegenwart von Alkalihydroxiden und niederen Alkoholen einer Umesterung unterwirft und dabei Wasser sowie freigesetztes Glycerin abtrennt, und gegebenenfalls
c) das auf diese Weise erhaltene Umesterungsgemisch in Gegenwart von Alkalialkoholaten einer weiteren Umesterung unterwirft und dabei ebenfalls freigesetztes Glycerin abtrennt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Fettsäureniedrigalkylester herstellt, die der Formel (I) folgen,

R1CO-OR2 (I)

in der R1CO für einen linearen oder verzweigten, gesättigten oder ungesättigten Acylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen und R2 für einen linearen oder verzweigten Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen steht.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man Fettsäuremethylester herstellt.
4. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man natürliche Fette und/oder Öle einsetzt, die ausgewählt sind aus der Gruppe, die gebildet wird von Palmöl, Palmkernöl, Kokosöl, Rindertalg, Sonnenblumenöl oder Rapsöl sowie deren Gemischen.
5. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man in der ersten Stufe Lewis-Säuren einsetzt, die ausgewählt sind aus der Gruppe der Alkalisalze organischer Carbonsäuren mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, Alkalicarbonaten, Alkalihydrogencarbonaten sowie Lösungen der Katalysatoren in Fettsäuren oder Partialglyceriden.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass man Kaliumsalze einsetzt.
7. Verfahren nach den Ansprüchen 5 und/oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass man Kaliumacetat sowie Lösungen von Kaliumacetat in Fettsäuren einsetzt.
8. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass man die Veresterung in der ersten Stufe bei Temperaturen im Bereich von 100 bis 300°C durchführt.
9. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass man die Veresterung in der ersten Stufe bei Drücken im Bereich von 5 bis 100 bar durchführt.
10. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umesterung in der zweiten Stufe in Gegenwart von wasserfreien, gegebenenfalls alkoholischem Lösungen von Natrium- oder Kaliumhydroxid durchführt.
11. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umesterung in der zweiten Stufe bei Temperaturen im Bereich von 100 bis 250°C durchführt.
12. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umesterung in der zweiten Stufe bei Drücken im Bereich von 5 bis 100 bar durchführt.
13. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umesterung in der dritten Stufe in Gegenwart von Alkalialkoholaten durchführt.
14. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umesterung in der dritten Stufe bei Temperaturen im Bereich von 20 bis 200°C durchführt.
15. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umesterung in der dritten Stufe bei Drücken im Bereich von 1 bis 10 bar durchführt.
DE10154365A 2001-11-06 2001-11-06 Verfahren zur Herstellung von Fettsäureestern aus nicht entsäuerten Fetten und Ölen Withdrawn DE10154365A1 (de)

Priority Applications (4)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE10154365A DE10154365A1 (de) 2001-11-06 2001-11-06 Verfahren zur Herstellung von Fettsäureestern aus nicht entsäuerten Fetten und Ölen
DE50203669T DE50203669D1 (de) 2001-11-06 2002-10-25 Verfahren zur Herstellung von Fettsäureestern aus nicht entsäuerten Fetten und Ölen
AT02023941T ATE299925T1 (de) 2001-11-06 2002-10-25 Verfahren zur herstellung von fettsäureestern aus nicht entsäuerten fetten und ölen
EP02023941A EP1308498B1 (de) 2001-11-06 2002-10-25 Verfahren zur Herstellung von Fettsäureestern aus nicht entsäuerten Fetten und Ölen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE10154365A DE10154365A1 (de) 2001-11-06 2001-11-06 Verfahren zur Herstellung von Fettsäureestern aus nicht entsäuerten Fetten und Ölen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE10154365A1 true DE10154365A1 (de) 2003-05-15

Family

ID=7704720

Family Applications (2)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE10154365A Withdrawn DE10154365A1 (de) 2001-11-06 2001-11-06 Verfahren zur Herstellung von Fettsäureestern aus nicht entsäuerten Fetten und Ölen
DE50203669T Expired - Fee Related DE50203669D1 (de) 2001-11-06 2002-10-25 Verfahren zur Herstellung von Fettsäureestern aus nicht entsäuerten Fetten und Ölen

Family Applications After (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE50203669T Expired - Fee Related DE50203669D1 (de) 2001-11-06 2002-10-25 Verfahren zur Herstellung von Fettsäureestern aus nicht entsäuerten Fetten und Ölen

Country Status (3)

Country Link
EP (1) EP1308498B1 (de)
AT (1) ATE299925T1 (de)
DE (2) DE10154365A1 (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT502218B1 (de) 2005-07-25 2010-09-15 Bdi Biodiesel Internat Ag Verfahren zur herstellung von carbonsäurealkylestern

Family Cites Families (9)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2383601A (en) * 1943-04-28 1945-08-28 Colgate Palmolive Peet Co Treating fats and fatty oils
JPS6025478B2 (ja) * 1977-03-17 1985-06-18 花王株式会社 脂肪酸低級アルコ−ルエステルの製造法
DE3319590A1 (de) * 1983-05-30 1984-12-06 Henkel KGaA, 4000 Düsseldorf Verfahren zur herstellung von fettsaeureestern kurzkettiger aliphatischer alkohole aus freie fettsaeuren enthaltenden fetten und/oder oelen
DE3444893A1 (de) * 1984-12-08 1986-06-12 Henkel KGaA, 4000 Düsseldorf Verfahren zur herstellung von fettsaeuremethylestern
DE3515403A1 (de) * 1985-04-29 1986-10-30 Henkel KGaA, 4000 Düsseldorf Verfahren zur katalytischen umesterung von fettsaeureglyceriden mit niederen alkanolen
WO1987007632A1 (en) * 1986-06-11 1987-12-17 Bio-Energy Technology Ltd. Bio-fuel production
JPH04182451A (ja) * 1990-11-17 1992-06-30 Daisan Kasei Kk 高級脂肪酸モノグリセリドの製造方法
US5525126A (en) * 1994-10-31 1996-06-11 Agricultural Utilization Research Institute Process for production of esters for use as a diesel fuel substitute using a non-alkaline catalyst
JP2000144172A (ja) * 1998-11-13 2000-05-26 Sumitomo Chem Co Ltd 脂肪酸エステル類の製造方法および脂肪酸エステル類の用途

Also Published As

Publication number Publication date
ATE299925T1 (de) 2005-08-15
EP1308498B1 (de) 2005-07-20
DE50203669D1 (de) 2005-08-25
EP1308498A1 (de) 2003-05-07

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0184740B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Fettsäuremethylestern
EP0708813B2 (de) Verfahren zur herstellung von fettsäurealkylestern
EP1322588A1 (de) Verfahren zur herstellung von fettsäurealkylestern
DE69005501T2 (de) Verfahren zum Herstellen von Niedrigalkylfettsäuremonoester.
EP0198243A2 (de) Verfahren zur Herstellung von Carbonsäurealkylestern, insbesondere Fettsäurealkylestern
DE3020612A1 (de) Verfahren zur herstellung niederer fettsaeurealkylester
DE4422858C1 (de) Ungesättigte Fettalkohole mit verbessertem Kälteverhalten
EP2548937A1 (de) Alkali- und Erdalkalimetall-Glycerate zur Entsäuerung und Trocknung von Fettsäureestern
EP0332971B1 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Umesterung von Fettsäureniedrigalkyl-estern
DE10038442A1 (de) Verfahren zur Gewinnung von Sterinen aus fettsäurehaltigen Rückständen
EP2358851B1 (de) Verwendung von methansulfonsäure zur herstellung von fettsäureestern
EP1910267B1 (de) Verfahren zur herstellung von carbonsäurealkylestern
WO2003004591A1 (de) Verfahren zur umesterung von fett und/oder öl mittels alkoholyse
EP0000916B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Fettsäurenitrilen und Glycerin aus Glyceriden, insbesondere aus natürlichen Fetten und Oelen
EP0889023B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Mischungen aus Sorbitmonoestern, Sorbitdiestern und Partialglyceriden
DE10046402A1 (de) Verfahren zur Rohstoffherstellung für konjugierte Linolsäure
EP1308498B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Fettsäureestern aus nicht entsäuerten Fetten und Ölen
EP2346972B1 (de) Verfahren zur herstellung von fettsäureestern ein- oder mehrwertiger alkohole unter verwendung spezieller hydroxyfunktioneller quartärer ammoniumverbindungen als katalysatoren
DE4338111A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Fettsäureniedrigalkylestern
AT412280B (de) Gereinigter fettsäurealkylester mit niedrigem schwefelgehalt und verfahren zu seiner herstellung
EP1092703A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Fettsäuremethylestern
DE19626458C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Estern der schwerflüchtigen Alkohole Trismethylolpropan, Trismethylolethan und Pentaerythrit mit nativen Fettsäuren
DE19819656A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Polyolestern
DE19819655A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Fettsäureestern aus Triglyceriden
DE3906853A1 (de) Verfahren zur herstellung von fettsaeureglyceriden

Legal Events

Date Code Title Description
8127 New person/name/address of the applicant

Owner name: COGNIS IP MANAGEMENT GMBH, 40589 DUESSELDORF, DE

8139 Disposal/non-payment of the annual fee