DE10152547A1 - Trägerhülse für Druckmaschinen und Reparaturverfahren hierfür - Google Patents
Trägerhülse für Druckmaschinen und Reparaturverfahren hierfürInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Trägerhülse 10 für Druckmaschinen sowie ein Reparaturverfahren für derartige Trägerhülsen. Beim Aufschieben von Sleeves auf die Tragwalzen von Druckmaschinen kann es zu Beschädigungen an der Zentrieraussparung der Trägerhülse kommen, die hierdurch unbrauchbar werden. Bei den erfindungsgemäßen Trägerhülsen 10 ist die Zentrieraussparung 8 Bestandteil eines ring- oder zylinderförmigen Einsatzteils 6, der in einer stirnseitigen Vertiefung in der Basishülse 11 der Trägerhülse 10 angeordnet und dort eingeklebt ist. Vorhandene, bereits unbrauchbar gewordene Trägerhülsen 10 können mit dem erfindungsgemäßen Reparaturverfahren durch Aufdrehen oder Aufbohren des Stirnendes der Basishülse 11 und Einsetzen und Einkleben des Einsatzteils 6 unter Zuhilfenahme eines Reparaturadapters 20, der die konzentrische Lage zwischen Einsatzteil und der Vertiefung sichert, repariert werden.
Description
Die Erfindung betrifft eine Trägerhülse für Druckmaschinen zur
Aufnahme von Klischees, Druckplatten, Druckformen, Druck
schichten u. dgl., aufweisend eine aus dehnbarem Material,
insbesondere faserverstärktem Kunststoff bestehende Basis
hülse, die auf eine vorzugsweise als Luftzylinder ausgebildete
Tragwalze einer Druckmaschine aufschiebbar ist, und eine Zen
trieraussparung, die mit einem Zentriervorsprung an der Trag
walze für die Registervoreinstellung zwischen Trägerhülse und
Tragwalze zusammenwirkt sowie ein Reparaturverfahren für Trä
gerhülsen für Druckmaschinen.
In der Druckbranche ist es seit Jahren üblich, mit Trägerhülse
(Sleeves) zu arbeiten, welche die Druckform, das Klischee oder
eine z. B. laserbare Druckschicht für den späteren Druckvorgang
tragen und welche auf die wesentlich teureren, in den Druckma
schinen gelagerten Tragwalzen aufgeschoben werden. Meist ist
die Tragwalze als Luftzylinder ausgeführt und die Montage bzw.
Demontage der Trägerhülse kann nach dem Luftkissenprinzip un
ter Dehnung des Trägerhülsenmaterials durchgeführt werden. Die
Tragwalzen weisen ferner eine Paßfeder od. dgl. als Zentrier
vorsprung auf, um die sogenannte Registervoreinstellung zwi
schen Tragwalze und Trägerhülse bzw. Druckklischee exakt ein
stellen zu können, da bereits minimale Abweichungen in der Re
gistervoreinstellung das Druckergebnis unbrauchbar machen kön
nen. Die Außendurchmesser der Tragwalzen sind teils in Normen
festgelegt und daher unabhängig vom Druckmaschinenhersteller
meist gleich; die Kontur der Zentriervorsprünge, das Bohrungs
system in der Tragwalze u. dgl. hingegen variieren in Abhängig
keit vom Druckmaschinenhersteller. Aus vorgenannten Gründen
werden die an die Zentriervorsprünge angepaßten, meist als
Lochzungen ausgeführten Zentrieraussparungen erst in die als
Formteil aus faserverstärktem Kunststoff fertiggestellten
Sleeves eingearbeitet.
Das Aufschieben der Sleeves auf die in den Druckmaschinen ei
nen ends fest installierten Tragwalzen muß häufig unter Zeit
druck und von Hand erfolgen. Die Lochzungen bzw. Zentrieraus
sparungen in den Sleeves werden hierbei nicht immer getroffen,
so daß viele im Einsatz befindlichen Sleeves Beschädigungen am
aufzuschiebenden Hülsenende aufweisen. Die Trägerhülsen- bzw.
Sleeve-Hersteller sind daher dazu übergegangen, das Laminat
der Trägerhülsen im Bereich der Zentrieraussparungen durch
Metall- oder Kunststoffeinlagen bzw. -plättchen zu verstärken,
um zumindest eine Zerstörung oder Beschädigung der Zentrier
aussparung über einen längeren Zeitraum verhindern zu können.
Die Einlagen führen jedoch zu einer Unwucht, die insbesondere
bei hohen Rotationsgeschwindigkeiten der Tragwalzen Probleme
beim Maschinenrundlauf und beim Druckergebnis bereiten können.
Außerdem wirken sich die in das Laminat integrierten Einlagen
nur unmittelbar im Bereich der Zentrieraussparung aus; falls
die Beschädigungen im Stirnende außerhalb dieses Bereichs
erfolgt, kann die Sleeve trotzdem unbrauchbar werden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, Trägerhülsen so
auszugestalten, daß die vorgenannten Probleme nicht auftreten
bzw. unbrauchbar gewordene Trägerhülsen wieder verwendet wer
den können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
Zentrieraussparung Bestandteil eines ring- oder zylinderför
migen Einsatzteils ist, der in einer stirnseitigen Vertiefung
in der Basishülse angeordnet ist. Der die Zentrieraussparung
aufweisende Einsatzteil kann sowohl bei vorhandenen, un
brauchbar gewordenen Trägerhülsen als auch bei neuen Träger
hülsen eingesetzt werden. Eine Senkung der Verschleißanfällig
keit und Stärkung der Trägerhülse insgesamt tritt insbesondere
dann ein, wenn der Einsatzteil aus einem Werkstoff besteht,
dessen Schlagzähigkeit höher als die des Trägerhülsenmaterials
ist; vorzugsweise besteht der Einsatzteil aus PVC, insbe
sondere PVC hart. Aber auch andere Kunststoffe mit geringem
Gewicht und hoher Schlagzähigkeit können verwendet werden.
Um eine sichere Befestigung des Einsatzteils in der Vertiefung
zu gewährleisten, ist vorzugsweise die Vertiefung von einem
zylindrischen Kragen aus Trägerhülsenmaterial umschlossen.
Hierzu kann die Vertiefung insbesondere durch Aufdrehen, Aus
fräsen, Aufbohren od. dgl. der Trägerhülse an der Stirnseite
hergestellt sein. Insbesondere das Aufdrehen, Aufbohren oder
Ausfräsen läßt sich hierbei mit geeignetem Werkzeug vor Ort
durchführen, d. h. beim Verwender der ausgeschlagenen und un
brauchbar gewordenen Sleeves.
Aus Kostengründen ist von Vorteil, wenn der Einsatzteil aus
einem Halbzeug besteht und vorzugsweise als Ring von einem
Zylinderrohr abgeschnitten ist. Die Zentrieraussparung wird
vorzugsweise nachträglich in den Innenmantel des Einsatzteils
eingearbeitet und insbesondere als zungenförmige Nut, vor
zugsweise mit sich von der Stirnseite bzw. vom Hülsende aus
verjüngenden, einen Führungseingang bildenden Flanken ausge
bildet.
Die Befestigung des Einsatzteils in der Vertiefung erfolgt
vorzugsweise durch eine Klebung. Um ausreichend Klebefläche zu
erhalten, wird der Kleber für die Klebung vorzugsweise
zwischen dem Einsatzteilaußenmantel und dem Krageninnenmantel
aufgetragen und kann dort aushärten. Da mit der erfindungsge
mäßen Lösung nicht verhindert werden kann, daß die Trägerhülse
in falscher Lage auf die Tragwalzen aufgeschoben werden, wird
für die Klebung vorzugsweise ein Kleber verwendet, der nach
seiner Aushärtung flexibel ist, so daß die Schlagkräfte beim
Aufschieben der Trägerhülse auf die Tragwalze in Grenzen abge
federt werden können. Besonders bevorzugt wird ein hochflexi
bler Kleber wie z. B. ein Silikonkleber, ein Polyurethanharz
kleber oder Epoxydharzkleber bzw. ein Kleber auf Silikon-,
Polyurethan- oder Epoxydbasis.
Der flexible Kleber bietet auch Vorteile beim Aufschieben der
Trägerhülse auf die Tragwalze unter Ausnutzung des Luftkissen
prinzips, da der aus härterem Material als die Basishülse be
stehende Einsatzteil in der Regel nicht bzw. weniger deh
nungsfähig als das Basishülsenmaterial ist. Das Aufschieben
wird auch erleichtert, wenn der Innenmantel des Einsatzteils
einen Durchmesser aufweist, der größer als der Öffnungsdurch
messer der Trägerhülse ist. Bei diesem Durchmesserunterschied
handelt es sich vorzugsweise in etwa um die Differenz, um die
die Basishülse geweitet werden kann.
Wie weiter oben dargelegt, können bestehende Trägerhülsen auch
nachträglich erfindungsgemäß ausgebildet werden. Hierzu wird
beim Klebevorgang vorzugsweise ein den Zentriervorsprung auf
weisender Reparaturadapter zum Erzielen und Sicherstellen ei
ner konzentrischen Lage zwischen Einsatzteil und Vertiefung
verwendet, wobei vorzugsweise der Reparaturadapter eine Stufe
entsprechend dem Durchmesserunterschied zwischen Innendurch
messer des Einsatzteils und Öffnungsdurchmesser der Träger
hülse aufweist. Das Reparieren der Trägerhülsen für Druckma
schinen kann dabei insbesondere mit den Schritten Aufdrehen,
Auffräsen, Ausschneiden, Aushöhlen oder Aufbohren eines Stir
nendes der Trägerhülse, Einsetzen und Einkleben eines mit ei
ner Zentrieraussparung versehenen ringförmigen Einsatzteils in
die erzeugte Vertiefung am Stirnende und Aushärten der Klebung
erfolgen, wobei vorzugsweise das Einsetzen und Aushärten unter
Verwendung eines die konzentrische Lage zwischen Einsatzteil
und Vertiefung sichernden Reparaturadapters erfolgt.
Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die Zeichnung nä
her erläutert. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 schematisch in Schnittansicht eine erfindungsge
mäße Trägerhülse mit eingeklebtem Einsatzteil
und Reparaturadapter beim Klebevorgang;
Fig. 2 schematisch in Schnittansicht das Aufschieben der
erfindungsgemäßen Trägerhülse auf eine Tragwalze;
Fig. 3 eine Schnittansicht durch eine an einem Stirnende
aufgefräste Trägerhülse;
Fig. 4A, 4B,
4C den Einsatzteil in verschiedenen Ansichten, teil
Weise geschnitten; und
Fig. 5 eine Seitenansicht des Reparaturadapters.
Zur Erleichterung des Verständnisses wird die Erfindung zuerst
unter Bezugnahme auf Fig. 2 erläutert. Fig. 2 zeigt grob sche
matisch eine Tragwalze 1, die auf nicht gezeigte Weise mit
ihren Walzenzapfen 2, 2' in einem nicht dargestellten Maschi
nenrahmen einer Druckmaschine gelagert ist. Der in Fig. 2
rechte Walzenzapfen 2' ist hierbei in einem bei vielen Ma
schinen neuerer Bauart als Klapplager ausgebildeten Festlager
des Maschinenrahmens angeordnet, so daß die Tragwalze 1 zwar
permanent mit dem Maschinenrahmen der Druckmaschine verbunden
bleibt, jedoch zur Montage und Demontage der insgesamt mit 10
bezeichneten Trägerhülse aus der Lagerstellung in eine Monta
gestellung weggeklappt werden kann. Die Tragwalze 1 ist ferner
mit einem Paßstift 3 versehen, der einen Zentriervorsprung an
der Tragwalze 1 bildet und nahe desjenigen Walzenzapfen 2' an
geordnet ist, das fest im Maschinenrahmen gelagert ist. Die
Tragwalze 1 ist als Luftzylinder ausgeführt und weist nicht
dargestellt Luftaustrittsbohrungen im Tragwalzenmantel, ein
nicht dargestelltes Luftleitungssystem im Tragwalzeninnern
sowie einen nicht dargestellten Pneumatikanschluß in einem der
beiden Tragwalzenzapfen 2, 2' auf. Das nicht dargestellte
Luftleitungssystem wird zur Montage bzw. Demontage der Trä
gerhülse 10 verwendet, wie an sich im Stand der Technik be
kannt.
Die Trägerhülse 10 weist eine zylindrische Basishülse 11 aus
einem faserverstärkten Kunststofflaminat auf; bei den Fasern
kann es sich insbesondere um Glasfasern, Kohlenstoffasern oder
Aramitfasern handeln. Die Basishülse 11 wird in Pfeilrichtung
P auf die Tragwalze 1 aufgeschoben, während sie mittels des
Luftsystems erweitert wird. Die Basishülse 11 trägt, wie an
sich bekannt, an ihrem Außenmantel 11" ein nicht dargestell
tes, z. B. mit Tapeband befestigtes Klischee, eine Druckplatte,
eine Druckform oder ist an ihrem Außenmantel mit einer Druck
schicht versehen, bevor sie auf die Tragwalze 1 aufgeschoben
wird. Die Lage des Druckmusters auf dem Klischee ist relativ
zu einer Zentrieraussparung angeordnet, die mit dem Paßstift 3
auf der Tragwalze 1 zusammenwirkt. Im gezeigten Ausführungs
beispiel ist die Zentrieraussparung als Lochzunge 5 ausge
führt, die Bestandteil eines zylindrischen, ringförmigen Ein
satzteils 6 ist. Der Einsatzteil 6 mit der Lochzunge 5 ist an
derjenigen Stirnseite 12 der Basishülse 11 angeordnet, die zu
erst auf die Tragwalze 1 aufgeschoben wird.
Die Fig. 3 und 4A-4C zeigen die Basishülse 11 und den Einsatz
teil 6 im Detail. Die Basishülse 11 ist an der zuerst aufzu
schiebenden Stirnseite 12 derart ausgedreht bzw. aufgebohrt,
daß sie eine sacklochartige, ringförmige Vertiefung 13 auf
weist, die von einem zylindrischen Kragen 14 aus dem Material
der Basishülse 11 umschlossen ist. Die zylindrische Innenseite
14' des Kragens 14 ist stufenförmig von der Innenseite 11 "
der Basishülse 11 abgesetzt. Die Vertiefung 13 erstreckt sich
über eine Tiefe T von etwa 10-20 mm. Wie insbesondere Fig. 3
zeigt, weist die erfindungsgemäße Basishülse 11 selbst keine
Zentrieraussparung auf; falls es sich bei der Basishülse 11
zuvor um eine unbrauchbar gewordene Trägerhülse gehandelt hat,
befand sich deren Zentrieraussparung bzw. Lochzunge genau in
demjenigen Bereich, der mit der Vertiefung 13 entfernt wurde.
Es werden mithin Beschädigungen, die zuvor an diesen
Trägerhülsen vorhanden waren, vollständig beseitigt.
Die als Lochzunge ausgeführte Zentrieraussparung 5 ist erfin
dungsgemäß Bestandteil eines zylindrischen Einsatzteils 6, der
im wesentlichen eine Breite B aufweist, die der Tiefe T der
Vertiefung 13 entspricht (Fig. 4A). Der Einsatzteil 6 besteht
vorzugsweise aus PVC hart und wurde von einem PVC-Halbzeugzy
linderrohr abgesägt. Die Lochzunge 5 ist in den Innenmantel 6'
des Einsatzteils 6 eingearbeitet und im wesentlichen als zun
genförmige Nut ausgebildet, die jedoch etwa auf halber Breite
endet, mithin nur am Stirnende 8 des Einsatzteils 6 offen ist.
Die Zentrieraussparung ist, wie am deutlichsten Fig. 4C zeigt,
hier als Schlitznut 5' ausgeführt, die sich von der Stirnseite
8 aus keilförmig verjüngt und mit ihren Flanken 7 einen
Führungseingang für die Lochzunge 5 bildet. Der Außenmantel
6 " des Einsatzteils 6 hat einen Außendurchmesser, der etwas
kleiner als der Innendurchmesser an der zylindrischen
Innenseite 14' des Kragens 14 an der Basishülse 11 ist. Der
hierdurch in montiertem Zustand entstehende Zwischenraum wird
mittels eines Klebstoffs 9, z. B. einem hochflexiblen Silikon
kleber, ausgefüllt, wie insbesondere Fig. 1 zeigt. Die Klebung
befindet sich mithin zwischen der Krageninnenseite 14' und dem
Außenmantel 6" des Einsatzteils 6.
Für die Montage der Trägerhülse 10 auf die Tragwalze 1 und den
Rundlauf der Trägerhülse 10 ist eine absolut korrekte, konzen
trische Positionierung des Einsatzteils 6 innerhalb des Kra
gens 14 bzw. der Vertiefung 13 wichtig. Um diese konzentrische
Lage sicherzustellen, wird für die Montage vor Ort, mithin
z. B. in den Druckereien, ein Reparaturadapter 20 verwendet,
der in Fig. 5 im Detail gezeigt ist. Der Reparaturadapter 20
weist ein kegelförmig ausgebildetes Einführende 21 auf, das in
einen geraden Rundstumpf 22 übergeht. An diesen schließt sich
ein Rundzapfen 23 an, wobei zwischen Rundstumpf 22 und
Rundzapfen 23 ein stufenförmiger Absatz 24 ausgebildet ist.
Der Reparaturadapter kann aus Kunststoffvollmaterial bestehen.
Die Rundscheibe 23 trägt außen einen Paßstift 25, dessen Geo
metrie dem Paßstift 3 der Tragwalze 1 entspricht. Der Rund
stumpf 22 hat einen Außendurchmesser, der exakt dem Öffnungs
durchmesser D innerhalb der Basishülse 11 entspricht. Die
Rundscheibe 23 hat einen Durchmesser, der exakt dem Durchmes
ser E an der Innenseite 6' des Einsatzteils 6 entspricht. Bei
eingesetztem Reparaturteil 20, wie in Fig. 1 gezeigt, ist
hierdurch die konzentrische Lage des Einsatzteils 6 innerhalb
des Kragens 14 in der Basishülse 11 gesichert.
Der Durchmesser E der Innenseite 6' des Einsatzteils 6 ist um
etwa 0,1-0,5 mm größer als der freie Öffnungsquerschnitt D der
Basishülse 11, so daß die Trägerhülse 10 auf die Tragwalze 1
aufgeschoben werden kann, ohne daß der Einsatzteil 6 aufgewei
tet werden muß.
Für den Fachmann ergeben sich aus der vorhergehenden Beschrei
bung eine Reihe von Abweichungen, die in den Schutzbereich der
Ansprüche fallen sollen. So kann die Trägerhülse auch unter
Zwischenlage einer Adapterhülse auf eine Tragwalze aufgezogen
werden. Bei dieser Ausgestaltung wirkt dann die Zentrieraus
sparung des Einsatzteils ggf. auch oder nur mit einem Paßstift
an der Adapterhülse zusammen. Die Geometrie der Lochzunge
kann, angepaßt an den jeweils vorhandenen Paßstift, variieren.
Die Einsatzteile können auch bei Sleeves nachträglich
eingebaut werden, bei denen die ursprünglichen Lochzungen von
im Sleevematerial eingearbeiteten Schlitzen od. dgl. gebildet
werden. Es versteht sich, daß dann ggf. eine Schlitzaussparung
im ausgedrehten Kragen verbleibt. Die neue Zentrieraussparung
wird dann wahlweise am Ort der ursprünglichen Lochzunge oder
um einen Winkel versetzt hierzu, z. B. um 180° versetzt, ange
ordnet. Anstelle von PVC können andere schlagzähe Materialien
verwendet werden. Die Vertiefung könnte auch kegelig verlaufen
oder eine andere Geometrie haben. Für werksinterne Klebungen
könnten anstelle von Reparaturadaptern auch geeignete Vor
richtungen verwendet werden.
Claims (12)
1. Trägerhülse für Druckmaschinen zur Aufnahme von Klischees,
Druckplatten, Druckformen, Druckschichten u. dgl., aufwei
send eine aus dehnbarem Material, insbesondere faserver
stärktem Kunststoff bestehende Basishülse, die auf eine
vorzugsweise als Luftzylinder ausgebildete Tragwalze einer
Druckmaschine aufschiebbar ist, und eine Zentrierausspa
rung, die mit einem Zentriervorsprung für die Registervor
einstellung zwischen Tragwalze und Arbeitshülse zusammen
wirkt, dadurch gekennzeichnet, daß die Zentrieraussparung
(5) Bestandteil eines ring- oder zylinderförmigen Einsatz
teils (6) ist, der in einer stirnseitigen Vertiefung (13)
in der Basishülse (11) angeordnet ist.
2. Trägerhülse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Einsatzteil (6) aus einem Werkstoff besteht, dessen
Schlagzähigkeit höher als die des Basishülsenmaterials ist,
und vorzugsweise aus PVC besteht.
3. Trägerhülse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vertiefung (13) von einem zylindrischen Kragen (14)
aus Basishülsenmaterial umschlossen ist.
4. Trägerhülse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Einsatzteil (6) aus einem Halbzeug
besteht und vorzugsweise als Ring von einem Zylinderrohr
abgeschnitten ist.
5. Trägerhülse nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Zentrieraussparung (5) im Einsatzteil
(6) in deren Innenmantel (6') eingearbeitet ist und
insbesondere als zungenförmige Nut, vorzugsweise mit sich
von der Stirnseite verjüngenden, einen Führungseingang
bildenden Flanken (7) ausgebildet ist.
6. Trägerhülse nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Einsatzteil (6) in der Vertiefung
(13) durch eine Klebung (9) befestigt ist.
7. Trägerhülse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
der Kleber für die Klebung (9) zwischen dem Einsatzteil
außenmantel (6") und Krageninnenmantel (14') aufgetragen
und ausgehärtet ist.
8. Trägerhülse nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeich
net, daß der Kleber für die Klebung (9) nach seiner Aushär
tung flexibel, insbesondere hochflexibel ist und vorzugs
weise ein Silikonkleber, Polyurethanharzkleber oder
Epoxydharzkleber bzw. ein Kleber auf Silikon-, Polyurethan-
oder Epoxydbasis ist.
9. Trägerhülse nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Innenmantel (6') des Einsatzteils (6)
einen Durchmesser (E) aufweist, der größer als der Öff
nungsdurchmesser (D) der Trägerhülse ist.
10. Trägerhülse nach einem der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeich
net durch einen einen Zentriervorsprung (25) aufweisenden
Reparaturadapter (20) zum Erzielen einer konzentrischen
Lage zwischen Einsatzteil (6) und Vertiefung (13) beim
Klebevorgang, wobei vorzugsweise der Reparaturadapter (20)
eine Stufe (24) entsprechend dem Durchmesserunterschied
zwischen Innendurchmesser (E) des Einsatzteils (6) und
Öffnungsdurchmesser (D) der Basishülse (11) aufweist.
11. Reparaturverfahren für Trägerhülsen für Druckmaschinen zur
Aufnahme von Klischees, Druckplatten, Druckformen, Druck
schichten od. dgl., gekennzeichnet durch
- - Aufdrehen, Auffräsen, Ausschneiden, Aushöhlen oder Auf bohren eines Stirnendes der Trägerhülse,
- - Einsetzen und Einkleben eines mit einer Zentrierausspa rung versehenen ringförmigen Einsatzteils in die er zeugte Vertiefung am Stirnende, und
- - Aushärten der Klebung vorzugsweise unter Verwendung ei nes die konzentrische Lage zwischen Einsatzteil und Ver tiefung sichernden Reparaturadapters.
12. Reparaturverfahren nach Anspruch 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß beim Reparaturverfahren eine Trägerhülse,
ein Einsatzteil, ein Kleber und/oder ein Reparaturadapter
nach einem der Ansprüche 1 bis 10 verwendet wird.
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