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Die
Erfindung betrifft einen Wafer und ein Verfahren zum Überwachen
eines Halbleiterproduktionsprozesses unter Verwendung von Analysestrukturen
mittels einer integrierten digitalen Messung und Auswertung.
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Die
herkömmliche
Siliziumelektronik wird bei weiter voranschreitender Verkleinerung
auf eine Reihe von Problemen treffen. Insbesondere die Entwicklung
zunehmend kleinerer und dichter angeordneter Transistoren von mittlerweile
mehreren hunderten Millionen Transistoren pro Chip wird in den nächsten zehn
Jahren prinzipiellen physikalischen Problemen ausgesetzt sein. Wenn
Strukturabmessungen von 50nm unterschritten werden, werden die Bauelemente
durch Quanteneffekte störend
beeinflusst und unterhalb von Dimensionen von etwa 20 nm dominiert. Auch
führt die
zunehmende Integrationsdichte der Bauelemente auf einem Chip zu
einem dramatischen Anstieg der Abwärme und zu stark ansteigenden
Anforderungen an die Technologie der Herstellungsverfahren.
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Mit
zunehmend kleineren Strukturen von integrierten Bauelementen, insbesondere
Transistoren, steigt die Fehleranfälligkeit der zum Ausbilden dieser
Strukturen verwendeten Technologien. Daher ist es essentiell, die
zugrundeliegenden halbleitertechnologischen Verfahren zu optimieren
und etwaig auftretende Fehler durch eine Überwachung der Herstellungsverfahren
frühzeitig
erkennen und beheben zu können.
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Das
standardmäßige Überwachen
von technologischen Prozessen zur Herstellung integrierter Schaltkreise
beziehungsweise zur Prozessierung von Wafern erfolgt mittels Ausmessens
von elektronischen Teststrukturen wie Transistoren, Widerstandsnetzwerken,
Metallbahnen und anderen, auf spezielle Prozess-Schritte sensitiven
Elementen. Die Kenntnis eines ausreichend großen Parametersatzes solcher
Kontrollstrukturen ermöglicht
eine Bewertung des Herstellungsprozesses und von eventuellen Abweichungen
von idealen Prozessbedingungen.
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Im
Anschluss an das Herstellungsverfahren eines integrierten Schaltkreises
wird also häufig
ein Funktionstest von Bauelementen auf der Wafer-Ebene durchgeführt. Dieser
gibt Aufschluss über
die Funktionsfähigkeit
der Schaltkreis-Elemente.
Die Messungen werden jedoch üblicherweise
nicht an den integrierten Schaltkreisen selbst durchgeführt, sondern
an speziellen elektronischen Teststrukturen, die sich gemeinsam
mit dem eigentlichen Funktions-Schaltkreis auf jedem einzelnen Chip
oder platzsparend zwischen den Chips im Ritzrahmen befinden.
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Der
Ritzrahmen (auch Kerf oder Sägerahmen
genannt) ist ein Bereich auf der Oberfläche eines Wafers mit einer
Breite von ungefähr
50μm bis 100μm zwischen
den einzelnen Chips des Wafers. Der Ritzrahmen wird beispielsweise
unter Verwendung einer Diamantspitze mittels Einbringens von Nuten
in die Oberfläche
des Wafers definiert und ermöglicht
es, entlang der Nuten den Wafer in einzelne Chips zu vereinzeln.
Innerhalb des Ritzrahmens befinden sich also keine Elemente des
integrierten Funktions-Schaltkreises, da der Ritzrahmen-Bereich beim Vereinzeln
der Wafer zerstört
wird. Da der Ritzrahmen-Bereich als Fläche zum Ausbilden des integrierten
Funktions-Schaltkreise nicht verwendbar ist, befinden sich im Ritzrahmen
häufig
die elektronischen Teststrukturen, deren Parameter erfasst werden,
um den Herstellungsprozess zu bewerten.
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Die üblicherweise
in dem Ritzrahmen-Bereich angeordneten elektronischen Teststrukturen dienen
zum Funktionstest und zum Bestimmen von Parametern wie Schwellenspannungen,
Leitwerten, Leckströmen,
Kurzkanaleffekten bei Transistoren, Schichtwiderständen und
Kontaktlochketten an Metall-Halbleiter-Übergängen, der
Festigkeit und der Dicke des Kapazitäts-Dielektrikums von Kondensatoren,
der Belastbarkeit von Gateoxid-Schichten von Transistoren, etc.
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Die
Messungen zur Bestimmung der Parameter. werden gemäß dem Stand
der Technik mit einem automatischen Erfassungssystem durchgeführt. Eine
Nadelkarte dient zum simultanen Kontaktieren der Anschlussflecken
(Pads) der elektronischen Teststrukturen, wobei die Kopplung zwischen
elektrischen Spannungsquellen, Messgeräten und den Nadeln mittels
einer rechnergesteuerten Schalt-Matrix erfolgt. Mit Hilfe dieser
automatischen Parameter-Erfassungssysteme werden die Daten sämtlicher
elektronischer Teststrukturen eines Wafers gemessen und ausgewertet,
so dass konkrete Angaben über
die Absolutwerte und die Standardabweichungen von Bauelement-Parametern auf dem
Wafer erhalten werden. Des Weiteren lassen sich durch den Vergleich
dieser Parameter über
mehrere Chargen beziehungsweise einen längeren Zeitraum hinweg Rückschlüsse auf
die aktuell zu beurteilenden Wafer ziehen, wobei die zeitliche Entwicklung
der Parameter der Bauelemente Aussagen über die Stabilität des Prozesses
zum Integrieren des Schaltkreises ermöglicht. Einen Überblick über technologische
Grundlagen des Überwachens
von halbleitertechnologischen Verfahren mittels Ausmessens elektronischer
Teststrukturen gibt beispielsweise [Hilleringmann, U (1999) „Silizium-Halbleitertechnologie", Kapitel 10,3, Teubner
Studienbücher
Elektrotechnik, Stuttgart, Leipzig, ISBN 3-519-10149-1].
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In 1 ist eine Test-Anordnung 100 zum Erfassen
von Parametern eines Herstellungsprozesses gezeigt, wie er gemäß dem Stand
der Technik häufig
verwendet wird.
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Ein
Silizium-Wafer 101 ist in einen Ritzrahmen-Bereich 102 und
in eine Mehrzahl von Chip-Bereichen 103 aufgeteilt. Auf
den Chip-Bereichen 103 sind Funktions-Schaltkreise 104 ausgebildet,
welche die integrierten Schaltkreise mit der angestrebten Funktionalität darstellen
(z.B. ein Speicher-Element oder
ein Mikroprozessor). Die Funktions-Schaltkreise 104 weisen
also die eigentliche Funktionalität der in einem weiteren Verfahrungsschritt
vereinzelten Chips auf.
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Ferner
sind in dem Ritzrahmen-Bereich 102 drei elektronische Teststrukturen 105 angeordnet, deren
Parameter den Herstellungsprozess des Ausbildens der Funktions-Schaltkreise 104 auf
den Chips 103 des Wafers 101 charakterisieren.
Hierfür sind
großflächige Anschlussflecken 106 erforderlich, mittels
derer die elektronischen Teststrukturen 105 mit den Nadeln
einer externen Prüf-Einheit 107 gekoppelt
werden können.
Mit Anschlussflecken sind Anschlusskontakte („Pads") zum elektrischen Kontaktieren bezeichnet.
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Die
in 1 gezeigte Test-Anordnung 100 gemäß dem Stand
der Technik ist passiv ausgelegt, dass heißt zum Ausmessen der Parameter
der elektronischen Teststrukturen 105 ist ein eigenes wafer-externes
Mess-Equipment erforderlich. Zum elektrischen Koppeln der elektronischen
Teststrukturen 105 mit der externen Prüf-Einheit 107 sind
separat vorgesehene Anschlussflecken 106 (Padstrukturen) mit
einem großen
Flächenbedarf
erforderlich.
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Sind
die mittels der Test-Anordnung 100 erfassten Parameter
der elektronischen Teststrukturen 105 im Rahmen einer vorgegebenen
Toleranz, erfolgt ein vollständiger
Funktionstest der integrieren Funktions-Schaltkreise 104 mittels
einer weiteren Nadelkarte und mittels einer weiteren externen Prüf-Einheit (nicht
gezeigt in 1). Erst
bei positiver Bewertung der Parameter des Herstellungsverfahrens
einerseits und der Funktionalität
des Funktions-Schaltkreises 104 andererseits erfolgt die
Montagetechnik zur Kapselung des Bauelements. Das Testen der Funktionalität des Funktions-Schaltkreises 104 erfolgt
wiederum mittels Aufsetzens von Messspitzen (Nadeln) auf die weiteren
Anschlussflecken 108 des Funktions-Schaltkreises 104 zum
Koppeln der zum Prüfen der
Funktionalität
des Funktions-Schaltkreises 104 erforderlichen weiteren
externen Prüf-Einheit
mit dem Funktions-Schaltkreis 104.
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Das
Ausmessen der Parameter zum Überwachen
des Herstellungsverfahrens und die Funktionsprüfung des integrierten Funktions-Schaltkreises auf
den Chips erfolgt gemäß dem Stand
der Technik in zwei separat durchzuführenden Testschritten. Diese
Tests sind sehr aufwändig
und erfordern bis zu 40% des gesamten Herstellungsaufwandes der
fertigen Chips. Daher ist für
die beiden separat durchgeführten
Messschritte sowohl ein hoher Zeit- als auch ein hoher Aufwand an
Equipment erforderlich, und es sind spezielle und teure Prüf-Einheiten,
Nadelkarten und weiteres Equipment erforderlich. Darüber hinaus ist
nachteilhaft, dass nicht nur der Funktions-Schaltkreis 104 weitere
Anschlussflecken 108 zum elektrischen Koppeln mit der weiteren
externen Prüf-Einheit (nicht gezeigt
in 1) aufweist, sondern
zusätzlich
auch die elektronischen Teststrukturen 105 flächenintensive
und in einem eigenen Herstellungsschritt auszubildende Anschlussflecken 106 zum Koppeln
mit der externen Prüf-Einheit 107 aufweisen.
Dadurch geht ein wesentlicher Bereich der Oberfläche des Silizium-Wafers 101 für das Ausbilden
der Anschlussflecken 106, 108 verloren. Diese Fläche kann
nicht für
das Ausbilden der Funktions-Schaltkreise 104 verwendet
werden. Dadurch erhöhen
sich die Herstellungskosten für
einen Funktions-Schaltkreis aufweisende Chips.
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In
der
DE 195 81 814
T1 ist zum einzelnen Testen von aktiven Halbleiter-Bauelementen
ein Halbleiter Testchip beschrieben, der eine Vielzahl von Testleitungen
zur Verbindung mit einem externen Schaltkreis, eine jedem Bauelement
zugeordnete Freigabeschaltung zur selektiven Verbindung eines Bauelementes
mit den Testleitungen, einen Instruktionseingang zur Identifikation
des zu testenden Bauelementes und einen integrierten Dekoder zum
Empfang der Instruktion vom Eingang aufweist.
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In
der Veröffentlichung
Ward, D. u. a.: "The Use
of a Digital Multiplexer to Reduce Process Control Chip Pad Count", Proc. IEEE 1992
Int. Conference on Microelectronic Test Structures, Vol. 5, März 1992,
Seiten 129-133, ist ein Testsystem beschrieben, bei dem Testelement-Strukturen
auf einem Wafer so gruppiert sind, dass die Testelement-Strukturen
einer Gruppe mit einem Anschluss mittels einer Diode mit einem Test-Pad gekoppelt sind,
wobei jede Diode zum jeweiligen Test-Pad hin in Durchflussrichtung
angeordnet ist, und wobei die jeweils n-te Testelement-Struktur
jeder Gruppe mit jeweils einem anderen Anschluss mit einem anderen
Test-Pad gekoppelt ist.
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Die
DE 36 37 502 C2 beschreibt
ein System, bei dem ein Rechner mit einem getakteten und mit Spannung
versorgten Testchip mittels der der jeweiligen zu testenden Chips
zugeordneten Testadaptern gekoppelt ist, die ihrerseits mit dem
jeweiligen zugeordneten und zu testenden Chip auf dem Wafer gekoppelt
sind.
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Zusammenfassend
ist festzuhalten, dass das aus dem Stand der Technik bekannte Überprüfen von
Prozessparametern und das Prüfen
der Funktion von Funktions-Schaltkreisen auf Chips eines Silizium-Wafers
sowohl zeit- als auch kostenaufwändig ist,
und dass dadurch ein erheblicher Teil der Oberfläche des teuren Wafers verloren
geht und daher zum Ausbilden eines Funktions-Schaltkreises nicht
verwendet werden kann.
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Der
Erfindung liegt das Problem zugrunde; das Überwachen des Herstellungsverfahrens
und den Funktionstest von integrierten Schaltkreisen zu vereinfachen
und daher weniger aufwändig
zu gestalten.
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Das
Problem wird durch einen Wafer und durch ein Verfahren zum Überwachen
eines Halbleiterproduktionsprozesses mit den Merkmalen gemäß den unabhängigen Patentansprüchen gelöst.
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Erfindungsgemäß ist ein
Wafer mit einer Mehrzahl von elektronischen Teststrukturen, die
zu überwachende
Parameter aufweisen, mit einer mit den elektronischen Teststrukturen
gekoppelten Schalt-Einheit und mit einem mit der Schalt-Einheit gekoppelten
Funktions-Schaltkreis der die Funktionalität des in dem Wafer herzustellenden
Produktes aufweist geschaffen. Der Funktions-Schaltkreis ist derart
eingerichtet, dass er mit einer externen Prüf-Einheit koppelbar ist und
von dieser mittels eines Steuer-Programms steuerbar ist, dass er
unter Verwendung des Steuer-Programms mittels der Schalt-Einheit
eine der elektronischen Teststrukturen anwählen kann und dass er die zu überwachenden Parameter
der angewählten
elektronischen Teststruktur empfangen, diese vorverarbeiten und
die vorverarbeiteten Parameter der externen Prüf-Einheit bereitstellen kann.
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Ferner
ist erfindungsgemäß ein Verfahren zum Überwachen
eines Halbleiterproduktionsprozesses mit einem unter Verwendung
eines Halbleiterproduktionsprozesses prozessierten Wafer geschaffen. Der
Wafer weist als Folge des zuvor durchgeführten Halbleiterproduktionsprozesses
die Merkmale des oben beschriebenen erfindungsgemäßen Wafers auf.
Verfahrensgemäß wird der
Funktions-Schaltkreis des Wafers mit der externen Prüf-Einheit
gekoppelt und von dieser mittels des Steuer-Programms gesteuert.
Ferner wählt
gemäß dem Verfahren
der Funktions-Schaltkreis unter Verwendung des Steuer-Programms
mittels der Schalt-Einheit eine der elektronischen Teststrukturen
an. Der Funktions-Schaltkreis empfängt die zu überwachenden Parameter der
angewählten elektronischen
Teststruktur, vorverarbeitet diese und stellt die vorverarbeiteten Parameter
der externen Prüf-Einheit
zur Überwachung
des Halbleiterproduktionsprozesses bereit.
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Anschaulich
erfolgt das Messen und Auslesen der durch den Herstellungsprozess
in die elektronischen Teststrukturen eingeprägten physikalischen Eigenschaften
(wie Schichtwiderstände,
Kontaktwiderstände,
Einsatzspannungen, Sättigungsströme und anderes)
unter Verwendung der Funktionalität des eigentlichen Produktes,
nämlich
des Funktions-Schaltkreises. Der Funktions-Schaltkreis kann ein
Controller-Baustein mit Speicher-Elementen wie einem RAM, einem
EEPROM, einem ROM, einem SRAM oder anderem sein. Eine solche Funktionalität des Funktions-Schaltkreises
kann daher zum Steuern, Rechnen, Schalten, Speichern von Daten und zur
I/O-Prozessierung in Zusammenhang mit dem Ausmessen der Parameter
der elektronischen Teststrukturen verwendet werden. Dadurch dient
der Funktions-Schaltkreis nicht nur als eigentliches Produkt auf
dem Chip, sondern dessen Funktionalität wird darüber hinaus auch für das Überprüfen der
Parameter der elektronischen Teststrukturen mitgenutzt. Ferner können die
von dem Funktions-Schaltkreis vorverarbeiteten Signale, welche die
Parameter der elektronischen Teststrukturen enthalten, an die externe
Prüf-Einheit in einem
solchen Format übermittelt
werden, dass diese Parameter in einer Datenbank abgelegt und gegebenenfalls
weiterverarbeitet werden können.
Dadurch ist die externe Prüf-Einheit vereinfacht
ausbildbar, da der Funktions-Schaltkreis die Parameter bereits vorverarbeitet
(zum Beispiel in ein geeignetes Datenbankformat umwandelt), wodurch
diese Funktionalität
von der Prüf-Einheit
nicht mehr erfüllt
werden muss.
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Ferner
ist – eine
Analog-Digital-Wandlung „On-Chip" realisiert. Ein
analoges Signal, das einen Parameter einer elektronischen Teststruktur
kodiert, kann in dem Funktions-Schaltkreis und daher noch auf dem
Chip in ein fehlerrobustes digitales Signal umgewandelt werden.
Dadurch ist die Weglänge, entlang
der das fehleranfällige
analoge Signal transportiert wird, gering gehalten. Störungen wie
Rauscheffekte oder Dämpfeffekte,
die üblicherweise
auf ein analoges Signal einwirken, sind dadurch weitgehend vermieden,
und das bzgl. Störeinflüssen weitgehend robuste
digitale Signal kann ohne Verlust oder negativer Beeinflussung vom
Chip weggeleitet werden.
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Ferner
sind die separaten, großflächigen Anschlussflecken
(Anschluss-Pads) für
die elektronischen Teststrukturen eingespart. Diese sind gemäß dem Stand
der Technik erforderlich, um Nadeln der externen Prüf-Einheit
mit den elektronischen Teststrukturen zu koppeln. Indem erfindungsgemäß die elektronischen
Teststrukturen durch einfach ausbildbare Leiterbahnen mit dem Funktions-Schaltkreis gekoppelt
sind, sind eigene Pads zum Ankoppeln der elektronischen Teststrukturen
an die externe Prüf-Einheit
eingespart. Insgesamt werden nur die Anschlussflecken für die Kopplung
des Funktions-Schaltkreises mit der externen Prüf-Einheit benötigt. Dadurch ist die Fläche der
Anschlussflecken der elektronischen Teststrukturen eingespart und kann
für den
Funktions-Schaltkreis verwendet werden. Die Flächeneinsparung verringert den
Kostenaufwand für
die Herstellung des erfindungsgemäßen Wafers. Ferner unterstützt diese
Flächeneinsparung die
angestrebte Miniaturisierung des integrierten Schaltkreises und
führt zu
einer erhöhten
Dichte integrierter Bau-Elemente auf dem Chip. Fast die gesamte
Fläche
des Wafers kann als aktive Fläche
für den eigentlichen
integrierten Schaltkreis, das heißt den Funktions-Schaltkreis, verwendet
werden.
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Vorteilhafterweise
ist der Zusatzaufwand zum Ausbilden der Schalt-Einheit gering, was
Kostenvorteile bewirkt.
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Die
Parameter der elektronischen Teststrukturen können bereits in dem Funktions-Schaltkreis vorverarbeitet
werden und in geeignetem Format an die Prüf-Einheit übermittelt werden. Dadurch
können die
Rohdaten (z.B. der Wert eines elektrischen Widerstands) bereits
in die eigentlich relevanten Parameter (beispielsweise eine Schichtdicke
eines Gateoxid) umgerechnet werden, wodurch Speicherplatz in der
externen Prüf-Einheit
und Übertragungszeit
zum Übermitteln
der Parameter an die externe Prüf-Einheit
einspart sind.
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Im
Weiteren werden vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Wafers
beschrieben. Ausgestaltungen des Wafers gelten auch für das Verfahren
zum Überwachen
eines Halbleiterproduktionsprozesses mit einem unter Verwendung
eines Halbleiterproduktionsprozesses prozessierten Wafer.
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Die
elektronischen Teststrukturen weisen vorzugsweise Transistoren,
Dioden, Kapazitäten,
Induktivitäten,
pn-Übergänge, Kontaktlochketten,
Widerstände
und/oder Leiterbahnen auf.
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Die
Parameter der elektronischen Teststrukturen können beispielsweise eine elektrische
Leitfähigkeit,
eine elektrische Spannung, eine elektrische Stromstärke und/oder
eine Frequenz aufweisen.
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Gemäß einer
vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Wafers weist der Funktions-Schaltkreis
eine Mess-Einheit auf, die derart eingerichtet ist, dass sie die
zu überwachenden
Parameter der elektronischen Teststrukturen erfasst. Vorzugsweise
weist die Mess-Einheit einen Bewerter-Latch auf.
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Eine
solche Mess-Einheit kann vorteilhaft sein, wenn die zu überwachenden
Parameter der elektronischen Teststrukturen zunächst erfasst werden sollen,
und erst dann an den Funktions-Schaltkreis übermittelt werden sollen (etwa
weil der Funktions-Schaltkreis eine solche Funktionalität selbst nicht
aufweist). Beispielsweise kann der Wert einer elektrischen Stromstärke als
Beispiel für
einen zu überwachenden
Parameter mittels eines Bewerter-Latches bewertet werden. Ein Bewerter-Latch (auch
Sense-Amplifier oder Leseverstärker
genannt) ist ein integrierter Schaltkreis, mittels dem kleine Spannungsunterschiede
an Lastkapazitäten
erkannt werden können.
Dadurch ist ein Erfassen der elektronischen Parameter realisierbar.
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Gemäß einer
vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Wafers weist das Schalt-Element
einen Multiplexer auf.
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Ein
Multiplexer (MUX) ist eine elektronische Schaltung beziehungsweise
Baugruppe, die aus einer Anzahl anliegender Eingangssignale jeweils
eines auswählt
und an den Ausgang schaltet. Die Auswahl erfolgt dabei aufgrund
eines Steuersignals. Dazu wird dem Funktions-Schaltkreis von der
externen Prüf-Einheit
ein Steuersignal bereitgestellt, das der Funktions-Schaltkreis an
die SchaltEinheit übermittelt,
wodurch der Schalt-Einheit, welche mit den elektronischen Teststrukturen
gekoppelt ist, die Information bereitgestellt ist, welche der elektronischen Teststrukturen
gemäß dem aktuellen
Betriebszustand angewählt
werden soll. Unter Verwendung eines Multiplexers als Schalt-Einheit ist ausreichend
sicher und mit geringem Aufwand ein sequentielles Ansteuern von
jeweils einer elektronischen Teststruktur, deren Parameter erfasst
werden sollen, ermöglicht.
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Vorzugsweise
weist der Funktions-Schaltkreis einen Prozessor auf. Indem der Funktions-Schaltkreis
vorzugsweise ein Prozessor ist, beziehungsweise indem das Verfahren
zum Überwachen
des Herstellungsverfahrens eines Funktions-Schaltkreises mit verringertem Aufwand
auf einen Prozessor als Funktions-Schaltkreis anwendbar ist, sind
die Herstellungskosten zum Herstellen von Prozessoren reduziert.
Dies ist wirtschaftlich sehr interessant, da Prozessoren einen Massenmarkt
darstellen.
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Insbesondere
kann der Funktions-Schaltkreis einen Chipkartencontroller aufweisen.
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Gemäß einer.
bevorzugten Weiterbildung weist der Funktions-Schaltkreis ein Speicher-Element auf,
beispielsweise ein RAM, ein EEPROM, ein ROM, ein DRAM und/oder ein
SRAM. Das Speicher-Element kann auch eine Kombination von mindestens
zwei der genannten Speichertypen aufweisen.
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Der
Funktions-Schaltkreis kann mit einer weiteren externen Prüf-Einheit
koppelbar sein, die derart eingerichtet ist, dass sie mittels eines
weiteren Steuer-Programms die Funktionsfähigkeit des Funktions-Schaltkreises überprüft. Insbesondere
kann der Funktions-Schaltkreis einen mit der externen Prüf-Einheit
gekoppelten ersten Anschluss und einen mit der weiteren externen
Prüf-Einheit
gekoppelten zweiten Anschluss aufweisen, mittels welcher Anschlüsse ein
voneinander unabhängiges
Ansteuern des Funktions-Schaltkreises
durch die Prüf-Einheit beziehungsweise
durch die weitere Prüf-Einheit
ermöglicht
ist.
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Mit
anderen Worten ist es ermöglicht,
das Überwachen
des Herstellungsverfahrens unter Verwendung der externen Prüf-Einheit
einerseits und den Funktionstest des Funktions-Schaltkreises unter Verwendung
der weiteren externen Prüf-Einheit
andererseits simultan, das heißt
zeitlich parallel, durchzuführen.
Dadurch ist ein separater Test-Schritt eingespart, und somit der
Zeitaufwand und der Aufwand an menschlicher Arbeitsleistung zum
Durchführen der
beschriebenen Prüfschritte
verringert. Mit anderen Worten erfolgt das Messen beziehungsweise Auslesen
der in die elektronischen Teststrukturen eingeprägten Eigenschaften während der
standardmäßig anfallenden
massivparallelen Funktionalmessung des Produkts.
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Der
Wafer kann in eine Mehrzahl von Chip-Bereichen und in einen Ritzrahmen-Bereich aufgeteilt
sein, so dass der Funktions-Schaltkreis auf oder in einem der Chip-Bereiche
und so dass die Schalt-Einheit und die mindestens eine elektronische Teststruktur
auf oder in dem Ritzrahmen-Bereich angeordnet sind. Es ist zu betonen,
dass in einem Szenario, in dem der Funktions-Schaltkreis eine Mess-Einheit
aufweist, die Mess-Einheit wahlweise auf einem der Chip-Bereiche
oder in dem Ritzrahmen-Bereich angeordnet sein kann.
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Gemäß dieser
Ausgestaltung ist ein sinnvolles Verwenden der ansonsten für den Funktions-Schaltkreis
verlorengehenden Ritzrahmen-Bereiche ermöglicht. Die gesamte aktive
Fläche
der Chip-Bereiche steht dadurch dem Ausbilden des Funktions-Schaltkreises zur
Verfügung.
Dadurch sind die Bereiche auf den Chips frei von Elementen, die
für das
Testen erforderlich sind und bei der späteren Funktionalität des Produkts
nicht mehr verwendet werden können.
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Alternativ
zu der beschriebenen Ausgestaltung kann der Wafer in eine Mehrzahl
von Chip-Bereichen und in einen Ritzrahmen-Bereich aufgeteilt sein, und der Funktions-Schaltkreis,
die Schalt-Einheit und die mindestens eine elektronische Teststruktur
auf oder in einem der Chip-Bereiche angeordnet sein.
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Insbesondere
kann der Wafer als Wafer mit einer Mehrzahl von für den Einbau
in eine Chip-Karte vorgesehenen Chips eingerichtet sein.
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Die
Funktionalität
des erfindungsgemäß geschaffenen
Wafers beziehungsweise des erfindungsgemäß geschaffenen Verfahrens zum Überwachen eines
Halbleiterproduktionsprozesses mit einem unter Verwendung eines
Halbleiterproduktionsprozesses prozessierten Wafer kann wie folgt
zusammengefasst werden:
Bereitgestellt ist eine Anordnung beziehungsweise eine
Verschaltung von Halbleiterstrukturen mit solchen schaltungstechnischen
Eigenschaften, dass ein Test zum Überwachen von halbleitertechnologischen Herstellungsprozessen
mittels Ausmessens mitprozessierter elektronischer Teststrukturen „On-Chip" bei Anlegen einer
Versorgungsspannung ermöglicht ist.
Dazu werden geeignete Funktionsblöcke zusammengeschaltet und
eine Selbsttestsoftware abgearbeitet.
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Dabei
wird bei Funktions-Schaltkreisen mit einer Funktionalität, die dazu
geeignet ist, die Überwachung
des Herstellungsverfahrens funktionell zu unterstützen, diese
Funktionalität
(beispielsweise eines Prozessors mit Speicher-Elementen) in Zusammenhang
mit dem Ausmessen der elektronischen Teststrukturen mitverwendet
Gegebenenfalls darüber
hinaus erforderliche Funktionsblöcke
wie Mess-Einheiten (beispielsweise Sense-Amplifier zur Strombewertung)
oder Schalt-Elemente (beispielsweise Ausführung als kombinierter MUX/Adressdecoder)
zum Zu- beziehungsweise Abschalten einzelner elektronischer Teststrukturen
können
auf dem Ritzrahmen-Bereich oder auf dem Chip-Bereich des Wafers
ausgebildet sein. Die Roh-Messwerte der elektronischen Teststrukturen
können
bereits im Funktions-Schaltkreis vorverarbeitet werden und in geeigneter
Form (beispielsweise in einem datenbanktauglichen Format) an die
externe Prüf-Einheit übermittelt
werden.
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind in den Figuren dargestellt und werden im Weiteren
näher erläutert.
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Es
zeigen:
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1 einen Wafer mit einer
schematischen Ansicht einer Test-Anordnung gemäß dem Stand der Technik,
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2 einen Wafer mit schematischer
Ansicht einer Test-Anordnung gemäß einem
ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung,
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3 einen Wafer mit schematischer
Ansicht einer Test-Anordnung gemäß einem
zweiten Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
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In 2 ist ein Wafer gemäß einem
ersten bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Erfindung gezeigt.
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Der
Wafer 200 weist einen Transistor 201a, einen elektrischen
Widerstand 201b und einen Kondensator 201c als
elektronische Teststrukturen, die zu überwachende Parameter aufweisen,
eine mit den elektronischen Teststrukturen 201a, 201b, 201c gekoppelte
Schalt-Einheit 202 und einen mit der Schalt-Einheit 202 gekoppelten
Funktions-Schaltkreis 203 auf. Der Funktions-Schaltkreis 203 ist
mit einer externen Prüf-Einheit 204 gekoppelt
und ist von dieser mittels eines Steuer-Programms steuerbar. Ferner ist der
Funktions-Schaltkreis 203 derart eingerichtet, dass er
unter Verwendung des Steuer-Programms
mittels der Schalt-Einheit 202 eine der elektronischen
Teststrukturen 201a, 201b, 201c anwählt und
die zu überwachenden
Parameter der angewählten
elektronischen Teststruktur 201a beziehungsweise 201b beziehungsweise 201c empfängt, diese
vorverarbeitet und die vorverarbeiteten Parameter der externen Prüf-Einheit 204 bereitstellt.
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Es
ist zu betonen, dass in der Praxis in der Regel wesentlich mehr
als nur drei elektronische Teststrukturen verwendet werden. Zum
Zwecke einer vereinfachten Beschreibung ist hier jedoch das einfache
Beispiel von drei elektronischen Teststrukturen beschrieben, eines
Transistors 201a, eines elektrischen Widerstands 201b und
eines Kondensators 201c.
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Die
Parameter der elektronischen Teststrukturen 201a, 201b, 201c sind
derart eingerichtet, dass sie das Herstellungsverfahren des Funktions-Schaltkreises 203 charakterisieren.
Gemäß dem beschriebenen
Ausführungsbeispiel
ist der Parameter des als MOS-Transistor ausgebildeten Transistors 201a die Dicke
seiner Gateoxid-Schicht. Der Parameter des elektrischen Widerstandes 201b ist
der Wert seines elektrischen Widerstandes und der Parameter des Kondensators 201c ist
die Dicke des Kondensator-Dielektrikums.
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Die
Schalt-Einheit 202 ist als Multiplexer ausgebildet, der
derart eingerichtet ist, dass er jeweils eine der Teststrukturen 201a, 201b, 201c anwählt, wobei
die jeweils angewählte
elektronische Teststruktur 201a oder 201b oder 201c mit
dem Funktions-Schaltkreis 203 gekoppelt ist.
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Der
Funktions-Schaltkreis 203 weist einen Prozessor mit einem
EEPROM auf.
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Das Überprüfen des
Herstellungsverfahrens des Ausbildens der integrierten Bauelemente
auf dem Wafer 200 erfolgt wie im Weiteren beschrieben.
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Die
externe Prüf-Einheit 204 übermittelt
dem Funktions-Schaltkreis 203 über ein
erstes elektrisches Kopplungsmittel 205 ein Steuersignal
entsprechend eines Steuer-Programms. Der Funktions-Schaltkreis 203 übermittelt
dieses Steuersignal der Schalt-Einheit 202, die infolge
dieses Steuersignals eine der elektronischen Teststrukturen, beispielsweise
den Transistor 201a, anwählt. Der MOS-Transistor 201a weist
in Abhängigkeit
der Dicke der Gateoxid-Schicht einen dafür charakteristisches Stromfluss
zwischen seinen ersten und zweiten Source-/Drain-Bereich auf, welcher elektrische Stromfluss über die
Schalt-Einheit 202 an
den Funktions-Schaltkreis 203 übermittelt wird. Der Wert der elektrischen
Stromstärke
zwischen den beiden Source-/Drain-Bereichen des Transistors 201a wird
in dem Funktions-Schaltkreis 203 in eine Gateoxid-Schichtdicke
umgerechnet. Die umgerechnete Schichtdicke des Gateoxids des Transistors 201a wird
in einem datenbanktauglichen Format über ein zweites elektrisches
Kopplungsmittel 206 der externen Prüf-Einheit 204 zur
Weiterverarbeitung übermittelt.
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Die
beschriebene Funktionalität
ist ein Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Überwachen
eines Halbleiterproduktionsprozesses mit einem unter Verwendung
eines Halbleiterproduktionsprozesses prozessierten Wafer. Der Wafer weist
als Folge des zuvor durchgeführten
Halbleiterproduktionsprozesses die Merkmale des oben beschriebenen
erfindungsgemäßen Wafers
auf. Das Verfahren kann wie folgt zusammengefasst werden:
Der
Funktions-Schaltkreis 203 wird mit der externen Prüf-Einheit 204 gekoppelt
und von dieser mittels des Steuer-Programms gesteuert. Der Funktions-Schaltkreis 203 wählt unter
Verwendung des Steuer-Programms mittels der Schalt-Einheit 202 eine
der elektronischen Teststrukturen, beispielsweise den Transistor 201a,
an. Der zu überwachende
Parameter, der elektrische Stromfluss zwischen den beiden Source-/Drain-Bereichen
des MOS-Transistors 201a wird von dem Funktions-Schaltkreis 203 empfangen, vorverarbeitet
(das heißt
in ein Signal in einem datenbanktauglichen Format, welches Signal
die Dicke der Gateoxid-Schicht des MOS-Transistors 201a enthält, umgewandelt),
und der vorverarbeitete Parameter der externen Prüf-Einheit 204 bereitgestellt.
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Im
Weiteren wird bezugnehmend auf 3 ein
zweites bevorzugtes Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Wafers
beschrieben.
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Der
in 3 gezeigte Wafer 300 weist
eine erste als Transistor ausgebildete elektronische Teststruktur 301a,
eine zweite als elektrischen Widerstand ausgebildete elektronische
Teststruktur 301b und eine dritte als Kondensator ausgebildete
Teststruktur 301c, eine mit den elektronischen Teststrukturen 301a, 301b, 301c gekoppelte
Schalt-Einheit 302 und einen mit der Schalt-Einheit 302 gekoppelten
Funktions-Schaltkreis 303 auf. Der Funktions-Schaltkreis 303 ist
mit einer externen Prüf-Einheit 304 gekoppelt
und wird von dieser mittels eines Steuer-Programms gesteuert. Der
Funktions-Schaltkreis 303 wählt unter Verwendung des Steuer-Programms
mittels der Schalt-Einheit 302 eine der elektronischen
Teststrukturen 301a oder 301b oder 301c an.
Darüber
hinaus ist der Funktions-Schaltkreis 3.03 derart eingerichtet,
dass er die zu überwachenden Parameter
der angewählten
elektronischen Teststruktur 301a, 301b oder 301c empfängt, diese
vorverarbeitet und die a vorverarbeiteten Parameter der externen
Prüf-Einheit 304 bereitstellt.
-
Die
elektrische Kopplung zwischen dem Funktions-Schaltkreis 303 und
der externen Prüf-Einheit 304 erfolgt über ein
erstes elektrisches Kopplungsmittel 305, gemäß dem beschriebenen
Ausführungsbeispiel
eine Abtast-Nadel, und mittels eines zweiten elektrischen Kopplungsmittels 306,
gemäß dem beschriebenen
Ausführungsbeispiel
ebenfalls eine Abtast-Nadel.
Die elektrisch leitfähigen
Abtast-Nadeln 305, 306 werden auf einen ersten
Anschlussflecken 303a beziehungsweise einen zweiten Anschlussflecken 303b des
Funktions-Schaltkreises 303 aufgesetzt,
das heißt
mit diesen elektrisch gekoppelt. Mittels des ersten elektrischen
Kopplungsmittels 305 beziehungsweise mittels des ersten
Anschlussfleckens 303a übermittelt
die externe Prüf-Einheit 304 dem
Funktions-Schaltkreis 303 Steuersignale
des Steuer-Programms, wohingegen über das zweite elektrische
Kopplungsmittel 306 und den zweiten Anschlussflecken 303b die
von dem Funktions-Schaltkreis 303 vorverarbeiteten
Parameter der externen Prüf-Einheit 304 übermittelt
werden.
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Ferner
weist der Funktions-Schaltkreis 303 eine Mess-Einheit 307 auf,
die derart eingerichtet ist, dass sie die zu überwachenden Parameter der
elektronischen Teststrukturen 301a, 301b, 301c erfasst. Die
Mess-Einheit 307 ist mit der Schalt-Einheit 302 gekoppelt,
ist als Bewerter-Latch ausgestaltet und dient dazu, elektrische
Stromsignale des Transistors 301a, des elektrischen Widerstands 301b beziehungsweise
des Kondensators 301c zu bewerten.
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Die
Schalt-Einheit 302 ist als Multiplexer ausgestaltet, mittels
der jeweils eine der elektronischen Teststrukturen 301a, 301b, 301c angewählt werden kann.
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Der
Funktions-Schaltkreis 303 weist einen Prozessor auf, der
einen RAM-Speicher aufweist.
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Wie
ferner in 3 gezeigt,
ist der Funktions-Schaltkreis 303 über einen dritten Anschlussflecken 303c und
ein drittes elektrisches Kopplungsmittel 308a mit einer
weiteren Prüf-Einheit 308 koppelbar,
die derart eingerichtet ist, dass die weitere Prüf-Einheit 308 mittels
eines weiteren Steuer-Programms
die Funktionsfähigkeit
des Funktions-Schaltkreises 303 überprüft.
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Bei
dem Wafer 300 weist der Funktions-Schaltkreis 303 einen
mit der externen Prüf-Einheit 304 gekoppelten
ersten Anschluss, der in den ersten und den zweiten Anschlussflecken 303a, 303b,
aufgeteilt ist, und einen mit der weiteren externen Prüf-Einheit 308 gekoppelten
zweiten Anschluss auf, der als dritter Anschlussfleck 303c ausgebildet ist,
mittels welcher Anschlüsse 303a, 303b, 303c ein voneinander
unabhängiges
Ansteuern des Funktions-Schaltkreises 303 durch die Prüf-Einheit 304 beziehungsweise
durch die weitere Prüf-Einheit 308 ermöglicht ist.
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Der
Wafer 300 ist in eine Mehrzahl von Chip-Bereichen 309 und
in einen Ritzrahmen-Bereich 310 aufgeteilt, wobei der Funktions-Schaltkreis 303 in
dem Chip-Bereich 309a, und wobei Schalt-Einheit 302 und
die elektronischen Teststrukturen 301a, 301b, 301c in
dem Ritzrahmen-Bereich 310 angeordnet sind.
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Gemäß dem Verfahren
zum Überwachen
eines Halbleiterproduktionsprozesses mit einem unter Verwendung
eines Halbleiterproduktionsprozesses prozessierten Wafer 300 wird
der Funktions-Schaltkreis 303 über die ersten und zweiten
Anschlussflecken 303a, 303b beziehungsweise über das
erste elektrische Kopplungsmittel 305 und das zweite elektrische
Kopplungsmittel 306 mit der externen Prüf-Einheit 304 elektrisch
gekoppelt und von dieser mittels des Steuer-Programms gesteuert. Unter Verwendung
des Steuer-Programms wählt
der Funktions-Schaltkreis 303 mittels der Schalt-Einheit 302 eine
der elektronischen Teststrukturen, beispielsweise den Kondensator 301c,
an. Der Funktions-Schaltkreis 303 empfängt die
an dem Kondensator 303c anliegende elektrische Spannung,
vorverarbeitet diese (indem sie die elektrische Spannung in die
Dicke des Kondensator-Dielektrikums
umwandelt) und stellt ein die Dicke des Kondensator-Dielektrikums des
Kondensators 301c enthaltendes Signal der externen Prüf-Einheit 304 zur Überwachung
des Halbleiterproduktionsprozesses bereit.
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Das
Erfassen der elektrischen Spannung des Kondensators 301c erfolgt
unter Verwendung der Mess-Einheit 307.
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Über den
zweiten Anschlussflecken 303b beziehungsweise das zweite
elektrische Kopplungsmittel 306 wird ein elektrisches Signal,
in dem die Dicke des Kondensator-Dielektrikums des Kondensators 301c enthalten
ist, der ersten Prüf-Einheit 304 in einem
datenbanktauglichen Format bereitgestellt.
-
Zeitlich
parallel zu der beschriebenen Funktionalität werden von der weiteren Prüf-Einheit 308 über den
dritten Anschlussflecken 303c beziehungsweise das dritte
elektrische Kopplungsmittel 308a dem Funktions-Schaltkreis 303 Steuersignale
gemäß dem weiteren
Steuer-Programm bereitgestellt, wodurch die Funktionsfähigkeit
des Funktions-Schaltkreises 303 als
Prozessor von der externen Prüf-Einheit 308 überprüft wird.
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Mit
anderen Worten erfolgt das Überwachen der
Parameter des Herstellungsverfahrens mittels Erfassens von Parametern
der auf dem Wafer 300 ausgebildeten elektronischen Teststrukturen
einerseits und das Testen der Funktionalität des Funktions-Schaltkreises 303 simultan,
das heißt
zeitlich parallel.
-
- 100
- Test-Anordnung
- 101
- Silizium-Wafer
- 102
- Ritzrahmen-Bereich
- 103
- Chip-Bereich
- 104
- Funktions-Schaltkreis
- 105
- elektronische
Teststrukturen
- 106
- Anschlussflecken
- 107
- externe
Prüf-Einheit
- 108
- weitere
Anschlussflecken
- 200
- Wafer
- 201a
- Transistor
- 201b
- elektrischer
Widerstand
- 201c
- Kondensator
- 202
- Schalt-Einheit
- 203
- Funktions-Schaltkreis
- 204
- externe
Prüf-Einheit
- 205
- erstes
elektrisches Kopplungsmittel
- 206
- zweites
elektrisches Kopplungsmittel
- 300
- Wafer
- 301a
- Transistor
- 301b
- elektrischer
Widerstand
- 301c
- Kondensator
- 302
- Schalt-Einheit
- 303
- Funktions-Schaltkreis
- 303a
- erster
Anschlussflecken
- 303b
- zweiter
Anschlussflecken
- 303c
- dritter
Anschlussflecken
- 304
- externe
Prüf-Einheit
- 305
- erstes
elektrisches Kopplungsmittel
- 306
- zweites
elektrisches Kopplungsmittel
- 307
- Mess-Einheit
- 308
- weitere
externe Prüf-Einheit
- 308a
- drittes
elektrisches Kopplungsmittel
- 309
- Chip-Bereiche
- 309a
- Chip-Bereich
- 310
- Ritzrahmen-Bereich