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DE10150904C1 - Bohr- und Ankersetzgerät - Google Patents

Bohr- und Ankersetzgerät

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DE10150904C1
DE10150904C1 DE2001150904 DE10150904A DE10150904C1 DE 10150904 C1 DE10150904 C1 DE 10150904C1 DE 2001150904 DE2001150904 DE 2001150904 DE 10150904 A DE10150904 A DE 10150904A DE 10150904 C1 DE10150904 C1 DE 10150904C1
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DE
Germany
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drilling
arm
drill
setting device
carriage
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DE2001150904
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Frank Peters
Rainer Finkenbusch
Anton Schell
Michael Maas
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Deilmann Haniel Mining Systems GmbH
Original Assignee
DBT GmbH
Deilmann Haniel Maschinen und Stahlbau GmbH
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D20/00Setting anchoring-bolts
    • E21D20/003Machines for drilling anchor holes and setting anchor bolts

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Earth Drilling (AREA)

Abstract

Ein Bohr- und Ankersetzgerät 1 für den Tief-, Berg- und Tunnelbau weist einen Rotationsantrieb 6 auf, welcher direkt an der Stirnseite 10 des Bohrarms 4 und/oder der Stirnseite 11 der Bohrlafette 2 angeordnet ist, sodass beim Rotieren der Bohrlafette 2 zu deren Einrichten ein Minimum an Platz benötigt wird. Eine Schwenkachse 5 ist entweder zwischen den beiden Teilen 8', 8'' eines zweiteiligen Bohrarms 4 oder zwischen einteiligem Bohrarm 4 und Rotationsantrieb 6 für die Bohrlafette 2 angeordnet.

Description

Die Erfindung betrifft ein Bohr- und Ankersetzgerät für den Tief-, Berg- und Tunnelbau, mit einer an einem Bohrarm angeordneten Bohrlafette, auf welcher ein Bohrantrieb verschieblich geführt ist, wobei die Bohrlafette zur Einrichtung des Bohr- und Ankersetzgerätes über einen Rotationsantrieb um eine parallel zur Bohrachse ver­ laufende Achse rotierbar ausgebildet ist.
Bohr- und Ankersetzgeräte für den Tief-, Berg- und Tunnelbau müssen unter­ schiedlichen Bedingungen bei der Herstellung der Bohrlöcher und beim Ankersetzen schnell angepasst werden können. Gerade wenn wenig Platz für die Einrichtung und Umrüstung dieser Geräte vorhanden ist, wie dies beispielsweise beim Arbeiten bei geringen Mächtigkeiten, beipielsweise im Kammerpfeilerbau unter Tage der Fall ist, sollte eine Neuausrichtung des Gerätes zum Herstellen einer neuen Bohrung unter In­ anspruchnahme von möglichst wenig Raum erfolgen. Dabei muss das Bohrgerät ggf. in der Höhe, in der seitlichen Ausrichtung wie in der Neigung leicht eingestellt werden können, ohne das eigentliche Gerät neu ausrichten zu müssen. Dazu sind Bohr- und Ankersetzgeräte bekannt EP 0016 716 A1, bei denen zwischen Bohrarm und Bohrlafette ein die Rotation der Bohrlafette zur Einrichtung des Gerätes ermöglichender Antrieb und ggf. ein das Schwenken der Bohrlafette ermöglichender weiterer Antrieb vorhanden sind. Die An­ triebe sind in unmittelbarer Nähe rechtwinklig zueinander positioniert, sodass das Pro­ blem auftritt, dass der dem Bohrarm zugeordnete und mit diesem bei horizontaler Aus­ richtung des Bohrgerätes in einer Flucht liegende Rotationsantrieb bei der Rotation der Bohrlafette um ihre Rotationsachse einen sehr großen Kreis beschreibt, weil der Ab­ stand zwischen Rotationsantrieb und den am weitesten außen liegenden Bauteilen wie Bohrantrieb oder Grippern viel zu groß ist, um das Bohrgerät bei Räumen geringer lichter Höhe einsetzen zu können. Hinzu kommt, dass ein Schwenkantrieb zwischen Rotationsantrieb und Bohrlafette liegt. Durch dieses Übereinanderbauen von Rotations- und Schwenkantrieb wird der Abstand zwischen Rotationsachse und den am weitesten entfernt liegenden Bauteilen zusätzlich vergrößert. Aufgrund der benachbarten Anord­ nung von Schwenk- und Rotationsantrieb für die Bohrlafette werden also die jeweiligen Bewegungsmöglichkeiten deutlich beeinträchtigt.
Der vorliegenden Erfindung stellt sich damit die Aufgabe, ein Bohr- und An­ kersetzgerät für den Einsatz auch bei beengten räumlichen Gegebenheiten zu schaffen.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass der Rotationsantrieb an der dem Boh­ rarm zugewandten Stirnseite der Bohrlafette angeordnet ist.
Die Anordnung des Rotationsantriebs unmittelbar an der Bohrlafette bewirkt, dass bei der Rotation zum Einrichten der Bohrlafette deutlich weniger Platz beansprucht wird, sodass das Bohr- und Ankersetzgerät vor allem dann praktischerweise eingesetzt werden kann, wenn eine geringe lichte Höhe zur Verfügung steht. Der Rotationsantrieb und die Bohrlafettenachse sind dabei hintereinander in einem Höhenkorridor angeord­ net, wodurch der bei der Rotation beschriebene Kreis deutlich verringert wird.
Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ist die, bei der zwischen Rota­ tionsantrieb und Bohrarm ein Schwenkantrieb zum Schwenken der Bohrlafette um eine senkrechte Achse angeordnet ist. Dabei ist also der Rotationsantrieb an der Stirnseite des Bohrarms und der Schwenkantrieb an der Stirnseite der Bohrlafette vorgesehen. Dabei weisen Bohrlafette und/oder Rotationsarm jeweils Auslegerarme auf, zwischen denen der Schwenkantrieb vorgesehen ist. Die Längsachse des Schwenkantriebs liegt dabei vorteilhafterweise in etwa in einer Flucht mit der Rotationsachse und der Bohr­ lafettenachse.
Während bei der zuvor beschriebenen Ausführungsform der Erfindung der Rota­ tionsantrieb zwischen Schwenkachse und Bohrlafette angeordnet ist, ist es auch mög­ lich, dass ein vorhandenener Antrieb zum Schwenken der Bohrlafette gegenüber dem Rotationsantrieb für die Einrichtung der Bohrlafette beabstandet positioniert ist, indem der Bohrarm zweiteilig ausgebildet ist, wobei der der Bohrlafette zugewandte Teil des Bohrarms einerseits um eine beide Teile verbindende senkrechte Achse schwenkbar und andererseits über den Rotationsantrieb mit der Bohrlafette verbunden ausgebildet ist. Aufgrund der direkten Zuordnung des Rotationsantriebs zur Bohrlafette bleibt deren volle Schwenkbarkeit erhalten, indem ihre Rotationsachse so günstig liegt, dass der bei der Rotation beschriebene Kreis minimal ist.
Eine weitere Variante der Erfindung sieht vor, dass der Rotationsantrieb zwi­ schen dem Bohrarm und der Bohrlafette an der Stirnseite der Bohrlafette und der Stirn­ seite des Bohrarms angeordnet ist. Der Rotationsantrieb für ein derartiges ohne Schwenkmechanismus ausgerüstetes Bohrgerät ist dabei unmittelbar zwischen hier ein­ teiligem Bohrarm und Bohrlafette vorgesehen.
Eine besonders platzsparende Ausführungsform ist verwirklicht, wenn bei hori­ zontal ausgerichtetem Bohrarm und horizontal ausgerichteter Bohrlafette die Bohrarm­ achse und die Rotationsachse annähernd in einer Flucht liegen. Dies wird erreicht, indem Bohrarm und Bohrlafette durch die Anordnung des schwenkbaren der Bohrlafette zugewandten Teils des Bohrarms in der Form versetzt zueinander angeordnet sind, dass der Rotationsantrieb direkt oder indirekt, beispielsweise über eine zusätzliche Neigungs­ verstelleinrichtung an die Bohrlafette angeschlossen werden kann, wobei Rotations­ antrieb und Bohrarmachse in einem Höhenkorridor angeordnet sind. Die zweiteilige Ausbildung des Bohrarms mit dem schwenkbaren Teil am der Bohrlafette zugewandten Ende ermöglicht diese Bewegung mit großem Winkel, ohne dass dabei die Rotations­ möglichkeit der Bohrlafette eingeschränkt würde.
Die Anordnung des Rotationsantriebs zwischen Bohrarm und -lafette hat den weiteren Vorteil, dass auch die Rotationsachse und Lafettenachse annähernd in einer Flucht liegen, dass also Rotationsachse und Längsachse der Bohrlafette in etwa zusam­ menfallen, womit eine weiterere Wendigkeit des Bohr- und Ankersetzgerätes erreicht wird. Bohrarm-, Lafetten- und Rotationsachse und ggf. auch die Längsachse des Schwenkantriebs liegen also bei entsprechender horizontaler Ausrichtung des Gerätes so dicht beieinander in einem gemeinsamen Höhenkorridor, dass beim Rotieren der Bohr­ lafette zu deren Einrichtung nur ein Minimum an Platz benötigt wird.
Der einerseits mit dem Bohrarm und andererseits mit der Bohrlafette bzw. dem Rotationsantrieb verbundene schwenkbare der Bohrlafette zugewandte Teil des Bohr­ arms, der ermöglicht, den Schwenkpunkt so weit in Richtung Bohrarm, also beabstan­ det zum Rotationsantrieb zu positionieren, ist so angeordnet, dass der Bohrarm im Bereich der senkrechten Achse eine Schwenkplattform aufweist, welcher mindestens ein Hydraulikzylinder zum Schwenken des schwenkbaren Teils des Bohrarms bzw. der Bohrlafette zugeordnet ist. Der Punkt, um den die Bohrlafette geschwenkt wird, liegt zwischen den Bohrarmteilen, sodass der eine Schwenkeinheit bildende schwenkbare Teil des Bohrarms und die Bohrlafette gemeinsam bei Bedienung des oder der Hydrau­ likzylinder geschwenkt und entsprechend ausgerichtet werden können. Die Schwenk­ plattform ist Bestandteil des Bohrarms, der Hydraulikzylinder ist an diesen und den schwenkbaren Teil des Bohrarms angeschlossen, sodass das Ausfahren des Hydraulik­ zylinders ein Verschwenken von diesem Bohrarmteil bzw. der damit verbundenen Bohrlafette bewirkt.
Dazu ist vorgesehen, dass der Hydraulikzylinder einerseits mit der Schwenk­ plattform und andererseits mit dem schwenkbaren der Bohrlafette zugewandten Teil des Bohrarms verbunden ist. Die Schwenkplattform, die einseitig oder auch beidseitig des Bohrarmes angeordnet sein kann, je nachdem, wie das Bohrgerät ausgerichtet werden soll, ermöglicht ein Verschenken in einem ausreichend großen Winkel.
Zur Platzersparnis wird vorgeschlagen, dass die Schwenkplattform U-förmig oder L-förmig ausgebildet ist, wobei die U-förmige Ausbildung für die beiderseitige und die L-förmige für die nur einseitige Schwenkbarkeit der Bohrlafette gedacht ist. In Anbetracht eines möglichen Einsatzes im Kammerpfeilerbau dürfte es häufig genügen, die Schwenkbarkeit in nur eine Richtung zu gewährleisten.
Während der Hydraulikzylnder auch direkt an den schwenkbaren Teil des Bohr­ arms angelenkt sein kann, ist es ebenso denkbar, dass der Hydraulikzylinder über einen Verstellarm mit dem Bohrarm und über einen Verstellarm mit dem schwenkbaren Teil des Bohrarms verbunden ist. In einer Art kinematischen Kopplung wird somit auch bei einer sehr kleinen, beispielsweise L-förmig ausgebildeten Plattform mit nur einem Hy­ draulikzylinder eine Schwenkbarkeit des schwenkbaren Bohrarmteils auch um weit über 200° erreicht.
In einer bevorzugten Ausführungsform des Hydraulikzylinders ist vorgesehen, dass die Verstellarme gemeinsam am Hydraulikzylinder angelenkt sind, sodass beim Ausfahren des Zylinders auf beide Verstellarme zum Verschwenken des eine Schwenc­ keinheit bildenden Bohrarmteils eingewirkt wird.
In erster Linie an die Ausbildung des Hydraulikzylnders bei einer beidseitig ausgebildeten Schwenkplattform ist gedacht, wenn vorgesehen ist, dass der Hydraulik­ zylinder demontierbar ausgebildet ist. Wird unter normalen Bedingungen eine Ver­ schwenkbarkeit der Bohrlafette nur in eine Richtung benötigt, so kann andernfalls durch Demontage des Zylinders und Montage auf der anderen Seite der Plattform das Gerät kurzfristig und mit wenig Aufwand umgerüstet werden.
Der Bohrarm dient neben der Höhen- auch zur Neigungseinrichtung des Bohr­ gerätes, wozu der Bohrarm an seinen beiden Enden eine Neigungsverstelleinrichtung aufweist. Dazu ist vorgesehen, dass zwischen dem schwenkbaren der Bohrlafette zu­ gewandten Teil des Bohrarms und dem Rotationsantrieb eine Neigungsverstelleinrich­ tung für die Bohrlafette angeordnet ist. Damit kann die Bohrlafette auch in maximalen Höhen eingesetzt werden, sodass die Gesamtlänge des Bohrarmes inklusive dessen schwenkbaren der Bohrlafette zugewandten Teils genutzt werden kann. Der Hydraulik­ zylinder zur Bedienung der Neigungsverstelleinrichtung ist dabei einerseits dem Bohr arm und andererseits dem Anschluss an die Bohrlafette zugeordnet.
Die erfindungsgemäße Aufgabe wird außerdem dadurch gelöst, dass für die Längsverschieblichkeit der Bohrlafette ein Auszugszylinder vorgesehen ist, welcher innerhalb des Lafettenprofils unterhalb des Vorschubzylinders für den Bohrantrieb an­ geordnet ist. Während der Auszugszylinder bisher unterhalb des Lafettenprofils in ei­ nem Hohlprofil angeordnet war, verschwindet dieser nun gewissermaßen im Lafetten­ profil und ist in dieses integriert, sodass ein erhebliches Maß an Bauhöhe eingespart werden kann, was zu weiterer Platzersparnis beim Verschwenken und Rotieren der Bohrlafette führt.
Zusätzlich ist es vorteilhaft, wenn der Lafettenträger als den Auszugszylinder aufnehmendes U-Profil ausgebildet ist. Entsprechend kann der Lafettenträger eine Aus­ nehmung für die Zylindereinheit vorsehen, sodass zu einer weiteren Platzersparnis beigetragen wird.
Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass in dem Lafetten­ träger eine Ausnehmung für den Auszugszylinder vorgesehen ist. Diese direkt oder indirekt korrespondierend zum Auszugszylinder ausgebildete Ausnehmung bewirkt eine weitere Reduzierung der Bauhöhe.
Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass ein Bohr- und An­ kersetzgerät geschaffen ist, das besonders dann vorteilhaft einsetzbar ist, wenn die für den Einsatz zur Verfügung stehende lichte Höhe im Tief-, Berg- oder Tunnelbau gering ist. Neben einer aufgrund der Anordnung von Auszugszylinder für die Bohrlafette und Vorschubzylinder für den Bohrantrieb reduzierten Bauhöhe kann das Bohrgerät auch bei wenig vorhandenem Raum eingesetzt werden, weil eine mögliche Schwenkbarkeit der Bohrlafette und deren Rotation zur Einrichtung des Bohrgerätes an zueinander beabstan­ deten Positionen, aber in einer gemeinsamen Flucht hintereinander liegend bewirkt werden. Der für die Rotation in Anspruch zu nehmende Platz wird deutlich verringert, da der Rotationsantrieb zwischen Bohrlafette und Bohrarm angeordnet ist, ohne den zum Schwenken möglichen Winkel zu verringern. Das Schwenkgelenk ist dabei entwe­ der zwischen den zwei Teilen eines zweiteiligen Bohrarms oder zwischen Bohrarm und Rotationsantrieb angeordnet.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt ist. Es zeigen
Fig. 1 ein Bohrgerät mit Rotationsantrieb ohne Schwenkmechanismus,
Fig. 2 ein Bohrgerät mit Schwenkmechanismus in Seitenansicht,
Fig. 3 ein Bohrgerät mit Schwenkmechanismus in Draufsicht,
Fig. 4 eine Darstellung gemäß Fig. 3 im eingeschwenkten Zustand,
Fig. 5 ein verschwenketer Bohrarm mit kinematischer Kopplung,
Fig. 6 eine Darstellung gemäß Fig. 5 mit in die andere Richtung ver­ schwenktem Bohrarm,
Fig. 7 ein Bohrgerät mit Schwenkmechanismus zwischen Rotationsan­ trieb und Bohrlafette in Seitenansicht,
Fig. 8 eine Darstellung gemäß Fig. 7 in Draufsicht und
Fig. 9 einen Querschnitt durch Lafettenträger und -profil mit Blick auf den Bohrantrieb.
Fig. 1 zeigt ein Bohr- und Ankersetzgerät 1, bei dem der Rotationsantrieb 6 zwischen einem hier einteiligen Bohrarm 4 und der Bohrlafette 2 angeordnet ist. Weil ein Schwenkmechanismus hier nicht vorhanden ist, ist der Rotationsantrieb 6 einerseits gegenüber dem Bohrarm 4, an dessen Stirnfläche 10 mittels des Flansches 41 und ande­ rerseits an der dem Bohrarm 4 zugewandten Stirnfläche 11 der Bohrlafette 2 mittels des Flansches 42 fixiert. Bohrarmachse 12, Rotationsachse 9 und Lafettenachse 21 liegen in diesem Zustand einer horizontalen Ausrichtung des Bohrgerätes 1 annähernd in einer Flucht auf einem gemeinsamen Höhenkorridor hintereinander. Wird die Bohrlafette 2 über den Rotationsantrieb 6 zwecks Ausrichtung der Bohrlafette 2 gedreht, ist der Ab­ stand zwischen der Rotationsachse 9 und der Oberkante des Bohrantriebs 3 bzw. des Grippers 29 vorteilhafterweise so gering, dass auch der Einsatz des Bohrgerätes bei besonders geringen Mächtigkeiten, also bei beengten räumlichen Gegebenheiten realisiert werden kann. Auf der Bohrlafette 2 ist der Bohrantrieb 3, hier ein Bohrhammer 20, angeordnet, um mittels Bohrstange 26 Bohr­ löcher herzustellen oder auch Anker zu setzen. Zu erkennen sind Lafettenprofil 18 und Auszugszylinder 16 für die Längsverschiebung der Bohrlafette 2. Führungen 31 sind zwischen Bohrlafette 2 und Lafettenträger 35 angeordnet. Der Bohrantrieb 3 wird über den Vorschubzylinder 17 verfahren, welcher oberhalb des Auszugszylinders 16 ange­ ordnet ist. Die Bohrlafette 2 verfügt endseitig über den als Schneckenantrieb 28 ausge­ bildeten Rotationsantrieb 6.
Fig. 2 zeigt ein Bohr- und Ankersetzgerät 1 mit einem Schwenkmechanismus, welcher sich dadurch auszeichnet, dass der an der Stirnseite 11 der Bohrlafette 2 an­ geordnete Rotationsantrieb 6 und die Schwenkachse 5 beabstandet zueinander ausge­ bildet sind, weil die Schwenkachse 5 dem zweiteiligen Bohrarm 4 zugeordnet ist. Der schwenkbare Teil 8" des Bohrarms 4 ist also einerseits um die senkrecht angeordnete Achse 5 im Bereich des Schwenkgelenks 13 schwenkbar und andererseits über den Rotationsantieb 6 mit der Bohrlafette 2 verbunden, wobei hier noch die Neigungsver­ stelleinrichtung 36 im Bereich des Anschlusses 30 von Schwenkeinheit und Bohrlafette 2 angeordnet ist. Über die Hydraulikzylinder 22 und 27 kann der Bohrarm 4 dazu so verfahren werden, dass Höhen- und Neigungseinstellungen hiermit vorgenommen wer­ den können.
Fig. 3 zeigt insbesondere die Schwenkplattform 14, welche hier U-förmig, also beidseitig des Bohrarms 4, angeordnet ist. Der Bohrarm 4 besteht aus den beiden Tei­ len 8' und 8". Über den Hydraulikzylinder 15 können dabei der schwenkbare Teil 8" des Bohrarms 4 und die Bohrlafette 2 um die Schwenkachse 5 bzw. das Schwenkgelenk 13 geschwenkt werden. Dazu ist der Hydraulikzylinder 15 einerseits mit der Schwenk­ plattform 14 und andererseits mit dem schwenkbaren Teil 8" des Bohrarms 4 verbun­ den. Falls der Hydraulikzylinder 15 demontierbar ist, kann er auch auf der gegenüber­ liegenden Seite angeschlossen werden, wozu entsprechende Anschlüsse 32, 33 vorhan­ den sind.
Entsprechend eingeschwenkt ist die Bohrlafette 2 in der Darstellung gemäß Fig. 4 zu erkennen, wobei der Hydraulikzylinder 15 sich hier in der eingefahrenen Position befindet. Gezeigt ist hier deutlich der Vorteil der beabstandeten Anordnung von Rota­ tionsantrieb 6 und Schwenkachse 5 mit dem aus dem nicht schwenkbarem Teil 8' und schwenkbarem Teil 8" bestehenden Bohrarm 4, die insbesondere eine Rotation beim Ausrichten der Bohrlafette 2 ermöglichen, die nur ein Minimum an Platz beansprucht.
Während bei der Darstellung gemäß Fig. 4 dann, wenn das Bohrgerät auch in beide Richtungen schwenkbar sein soll, eine Umrüstung des Hydraulikzylinders 15 notwendig ist, ist in Fig. 5 und Fig. 6 ein Hydraulikzylinder 15 gezeigt, der über den Verstellarm 24 mit dem Bohrarm 4 und über den Verstellarm 25 mit dem schwenk­ baren Teil 8" des Bohrarms 4 so verbunden ist, dass aufgrund der kinematischen Kopplung ein Verschwenken in beide Richtungen möglich ist, wie es Fig. 5 und Fig. 6 zeigen.
Fig. 7 und Fig. 8 zeigen ein Bohr- und Ankersetzgerät 1, beidem zwischen dem hier einteilig ausgebildeten Bohrarm 4 und der Bohrlafette 2 neben dem Rotations­ antrieb 6 auch ein Schwenkantrieb 40 angeordnet ist. Der Rotationsantrieb 6 ist dabei an der Stirnseite 11 der Bohrlafette 2 angeordnet. Über einen Flansch 42 sind Rota­ tionsantrieb 6 und Bohrlafette 2 verbunden, während über den Flansch 41 der Schwenk­ antrieb 40 mit dem Bohrarm 4 verbunden ist. Der Flansch 43 wiederum verbindet Ro­ tationsantrieb 6 und Schwenkantrieb 40. Der Schwenkantrieb 40 weist seinerseits Aus­ legerarme 37 auf, über welchen die Verbindung zur Bohrlafette 2 hergestellt ist. Die Längsachse 43 des Schwenkantriebs 40 liegt bei horizontaler Ausrichtung des Bohr­ geräts 1 ebenfalls annähernd in einer Flucht mit der Rotationsachse 9 bzw. der Lafet­ tenachse 21.
Bezugszeichenliste
1
Bohrgerät
2
Bohrlafette
3
Bohrantrieb
4
Bohrarm
5
Schwenkachse
6
Rotationsgetriebe
7
Bohrachse
8
Teil von Bohrarm
9
Rotationsachse
10
Stirnseite Bohrarm
11
Stirnseite Lafette
12
Bohrarmachse
13
Schwenkgelenk
14
Schwenkplattform
15
Hydraulikzylinder
16
Auszugszylinder
17
Vorschubzylinder
18
Lafettenprofil
19
Hammerschlitten
20
Bohrhammer
21
Lafettenachse
22
Hydraulikzylinder
23
Ende
24
Verstellarm
25
Verstellarm
26
Bohrstange
27
Hydraulikzylinder
28
Schneckenantrieb
29
Gripper
30
Anschluss
31
Führung
32
Anschluss
33
Anschluss
34
Ausnehmung
35
Lafettenträger
36
Neigungsverstelleinrichtung
37
Auslegerarm
40
Schwenkantrieb
41
Flansch
42
Flansch
43
Längsachse Schwenkantrieb

Claims (16)

1. Bohr- und Ankersetzgerät für den Tief-, Berg- und Tunnelbau, mit einer an einem Bohrarm (4) angeordneten Bohrlafette (2), auf welcher ein Bohrantrieb (3) verschieblich geführt ist, wobei die Bohrlafette (2) zur Einrichtung des Bohr- und Ankersetzgerätes über einen Rotationsantrieb (6) um eine parallel zur Bohrachse (7) verlaufende Achse (9) rotierbar ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotationsantrieb (6) an der dem Bohrarm (4) zugewandten Stirnseite (11) der Bohrlafette (2) angeordnet ist.
2. Bohr- und Ankersetzgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Rotationsantrieb (6) und Bohrarm (4) ein Schwenkantrieb (40) zum Schwenken der Bohrlafette um eine senkrechte Achse (5) angeordnet ist.
3. Bohr- und Ankersetzgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Bohrarm (4) zweiteilig ausgebildet ist, wobei der der Bohrlafette (2) zuge­ wandte Teil (8") des Bohrarms (4) einerseits um eine beide Teile (8', 8") verbindende senkrechte Achse (5) schwenkbar und andererseits über den Rotationsantrieb (6) mit der Bohrlafette (2) verbunden ausgebildet ist.
4. Bohr- und Ankersetzgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotationsantrieb (6) zwischen dem Bohrarm (4) und der Bohrlafette (2) an der Stirnseite (11) der Bohrlafette (2) und der Stirnseite (10) des Bohrarms (4) angeordnet ist.
5. Bohr- und Ankersetzgerät nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei horizontal ausgerichtetem Bohrarm (4) und horizontal ausgerichteter Bohr­ lafette (2) die Bohrarmachse (12) und die Rotationsachse (9) annähernd in einer Flucht liegen.
6. Bohr- und Ankersetzgerät nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotationsachse (9) und die Lafettenachse (21) annähernd in einer Flucht liegen.
7. Bohr- und Ankersetzgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Bohrarm (4) im Bereich der senkrechten Achse (5) eine Schwenkplattform (14) aufweist, welcher mindestens ein Hydraulikzylinder (15) zum Schwenken des der Bohr­ lafette (2) zugewandten Teils (8") des Bohrarms (4) bzw. der Bohrlafette (2) zugeord­ net ist.
8. Bohr- und Ankersetzgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Hydraulikzylinder (15) einerseits mit der Schwenkplattform (14) und anderer­ seits mit dem schwenkbaren der Bohrlafette (2) zugewandten Teil (8") des Bohrarms (4) verbunden ist.
9. Bohr- und Ankersetzgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkplattform (14) U-förmig oder L-förmig ausgebildet ist.
10. Bohr- und Ankersetzgerät nach mindestens einem der vorhergehen­ den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hydraulikzylinder (15) über einen Verstellarm (24) mit dem Bohrarm (4) und über einen Verstellarm (25) mit dem schwenkbaren Teil (8") des Bohrarms (4) verbun­ den ist.
11. Bohr- und Ankersetzgerät nach mindestens einem der vorhergehen­ den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellarme (24, 25) gemeinsam am Hydraulikzylinder (15) angelenkt sind.
12. Bohr- und Ankersetzgerät nach mindestens einem der vorhergehen­ den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hydraulikzylinder (15) demontierbar ausgebildet ist.
13. Bohr- und Ankersetzgerät nach mindestens einem der vorhergehen­ den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem schwenkbaren der Bohrlafette zugewandten Teil (8") des Bohrarms (4) und dem Rotationsantrieb (6) eine Neigungsverstelleinrichtung (36) für die Bohr­ lafette (2) angeordnet ist.
14. Bohr- und Ankersetzgerät für den Tief-, Berg- und Tunnelbau, mit einer an einem Bohrarm (4) angeordneten Bohrlafette (2), auf welcher ein Bohrantrieb (3) verschieblich geführt ist, wobei die Bohrlafette (2) zur Einrichtung des Bohr- und Ankersetzgerätes über einen Rotationsantrieb (6) um eine parallel zur Bohrachse (7) verlaufende Achse (9) rotierbar ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass für die Längsverschieblichkeit der Bohrlafette (2) ein Auszugszylinder (16) vor­ gesehen ist, welcher innerhalb des Lafettenprofils (18) unterhalb des Vorschubzylinders (17) für den Bohrantrieb (3) angeordnet ist.
15. Bohr- und Ankersetzgerät nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Lafettenträger (35) als den Auszugszylinder (16) aufnehmendes U-Profil aus­ gebildet ist.
16. Bohr- und Ankersetzgerät nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Lafettenträger (35) eine Ausnehmung (34) für den Auszugszylinder (16) vorgesehen ist.
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