DE10150904C1 - Bohr- und Ankersetzgerät - Google Patents
Bohr- und AnkersetzgerätInfo
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Abstract
Ein Bohr- und Ankersetzgerät 1 für den Tief-, Berg- und Tunnelbau weist einen Rotationsantrieb 6 auf, welcher direkt an der Stirnseite 10 des Bohrarms 4 und/oder der Stirnseite 11 der Bohrlafette 2 angeordnet ist, sodass beim Rotieren der Bohrlafette 2 zu deren Einrichten ein Minimum an Platz benötigt wird. Eine Schwenkachse 5 ist entweder zwischen den beiden Teilen 8', 8'' eines zweiteiligen Bohrarms 4 oder zwischen einteiligem Bohrarm 4 und Rotationsantrieb 6 für die Bohrlafette 2 angeordnet.
Description
Die Erfindung betrifft ein Bohr- und Ankersetzgerät für den Tief-, Berg- und
Tunnelbau, mit einer an einem Bohrarm angeordneten Bohrlafette, auf welcher ein
Bohrantrieb verschieblich geführt ist, wobei die Bohrlafette zur Einrichtung des Bohr-
und Ankersetzgerätes über einen Rotationsantrieb um eine parallel zur Bohrachse ver
laufende Achse rotierbar ausgebildet ist.
Bohr- und Ankersetzgeräte für den Tief-, Berg- und Tunnelbau müssen unter
schiedlichen Bedingungen bei der Herstellung der Bohrlöcher und beim Ankersetzen
schnell angepasst werden können. Gerade wenn wenig Platz für die Einrichtung und
Umrüstung dieser Geräte vorhanden ist, wie dies beispielsweise beim Arbeiten bei
geringen Mächtigkeiten, beipielsweise im Kammerpfeilerbau unter Tage der Fall ist,
sollte eine Neuausrichtung des Gerätes zum Herstellen einer neuen Bohrung unter In
anspruchnahme von möglichst wenig Raum erfolgen. Dabei muss das Bohrgerät ggf. in
der Höhe, in der seitlichen Ausrichtung wie in der Neigung leicht eingestellt werden
können, ohne das eigentliche Gerät neu ausrichten zu müssen. Dazu sind Bohr- und
Ankersetzgeräte bekannt EP 0016 716 A1, bei denen zwischen Bohrarm und Bohrlafette ein die Rotation
der Bohrlafette zur Einrichtung des Gerätes ermöglichender Antrieb und ggf. ein das
Schwenken der Bohrlafette ermöglichender weiterer Antrieb vorhanden sind. Die An
triebe sind in unmittelbarer Nähe rechtwinklig zueinander positioniert, sodass das Pro
blem auftritt, dass der dem Bohrarm zugeordnete und mit diesem bei horizontaler Aus
richtung des Bohrgerätes in einer Flucht liegende Rotationsantrieb bei der Rotation der
Bohrlafette um ihre Rotationsachse einen sehr großen Kreis beschreibt, weil der Ab
stand zwischen Rotationsantrieb und den am weitesten außen liegenden Bauteilen wie
Bohrantrieb oder Grippern viel zu groß ist, um das Bohrgerät bei Räumen geringer
lichter Höhe einsetzen zu können. Hinzu kommt, dass ein Schwenkantrieb zwischen
Rotationsantrieb und Bohrlafette liegt. Durch dieses Übereinanderbauen von Rotations-
und Schwenkantrieb wird der Abstand zwischen Rotationsachse und den am weitesten
entfernt liegenden Bauteilen zusätzlich vergrößert. Aufgrund der benachbarten Anord
nung von Schwenk- und Rotationsantrieb für die Bohrlafette werden also die jeweiligen
Bewegungsmöglichkeiten deutlich beeinträchtigt.
Der vorliegenden Erfindung stellt sich damit die Aufgabe, ein Bohr- und An
kersetzgerät für den Einsatz auch bei beengten räumlichen Gegebenheiten zu schaffen.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass der Rotationsantrieb an der dem Boh
rarm zugewandten Stirnseite der Bohrlafette angeordnet ist.
Die Anordnung des Rotationsantriebs unmittelbar an der Bohrlafette bewirkt,
dass bei der Rotation zum Einrichten der Bohrlafette deutlich weniger Platz beansprucht
wird, sodass das Bohr- und Ankersetzgerät vor allem dann praktischerweise eingesetzt
werden kann, wenn eine geringe lichte Höhe zur Verfügung steht. Der Rotationsantrieb
und die Bohrlafettenachse sind dabei hintereinander in einem Höhenkorridor angeord
net, wodurch der bei der Rotation beschriebene Kreis deutlich verringert wird.
Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ist die, bei der zwischen Rota
tionsantrieb und Bohrarm ein Schwenkantrieb zum Schwenken der Bohrlafette um eine
senkrechte Achse angeordnet ist. Dabei ist also der Rotationsantrieb an der Stirnseite
des Bohrarms und der Schwenkantrieb an der Stirnseite der Bohrlafette vorgesehen.
Dabei weisen Bohrlafette und/oder Rotationsarm jeweils Auslegerarme auf, zwischen
denen der Schwenkantrieb vorgesehen ist. Die Längsachse des Schwenkantriebs liegt
dabei vorteilhafterweise in etwa in einer Flucht mit der Rotationsachse und der Bohr
lafettenachse.
Während bei der zuvor beschriebenen Ausführungsform der Erfindung der Rota
tionsantrieb zwischen Schwenkachse und Bohrlafette angeordnet ist, ist es auch mög
lich, dass ein vorhandenener Antrieb zum Schwenken der Bohrlafette gegenüber dem
Rotationsantrieb für die Einrichtung der Bohrlafette beabstandet positioniert ist, indem
der Bohrarm zweiteilig ausgebildet ist, wobei der der Bohrlafette zugewandte Teil des
Bohrarms einerseits um eine beide Teile verbindende senkrechte Achse schwenkbar und
andererseits über den Rotationsantrieb mit der Bohrlafette verbunden ausgebildet ist.
Aufgrund der direkten Zuordnung des Rotationsantriebs zur Bohrlafette bleibt deren
volle Schwenkbarkeit erhalten, indem ihre Rotationsachse so günstig liegt, dass der bei
der Rotation beschriebene Kreis minimal ist.
Eine weitere Variante der Erfindung sieht vor, dass der Rotationsantrieb zwi
schen dem Bohrarm und der Bohrlafette an der Stirnseite der Bohrlafette und der Stirn
seite des Bohrarms angeordnet ist. Der Rotationsantrieb für ein derartiges ohne
Schwenkmechanismus ausgerüstetes Bohrgerät ist dabei unmittelbar zwischen hier ein
teiligem Bohrarm und Bohrlafette vorgesehen.
Eine besonders platzsparende Ausführungsform ist verwirklicht, wenn bei hori
zontal ausgerichtetem Bohrarm und horizontal ausgerichteter Bohrlafette die Bohrarm
achse und die Rotationsachse annähernd in einer Flucht liegen. Dies wird erreicht,
indem Bohrarm und Bohrlafette durch die Anordnung des schwenkbaren der Bohrlafette
zugewandten Teils des Bohrarms in der Form versetzt zueinander angeordnet sind, dass
der Rotationsantrieb direkt oder indirekt, beispielsweise über eine zusätzliche Neigungs
verstelleinrichtung an die Bohrlafette angeschlossen werden kann, wobei Rotations
antrieb und Bohrarmachse in einem Höhenkorridor angeordnet sind. Die zweiteilige
Ausbildung des Bohrarms mit dem schwenkbaren Teil am der Bohrlafette zugewandten
Ende ermöglicht diese Bewegung mit großem Winkel, ohne dass dabei die Rotations
möglichkeit der Bohrlafette eingeschränkt würde.
Die Anordnung des Rotationsantriebs zwischen Bohrarm und -lafette hat den
weiteren Vorteil, dass auch die Rotationsachse und Lafettenachse annähernd in einer
Flucht liegen, dass also Rotationsachse und Längsachse der Bohrlafette in etwa zusam
menfallen, womit eine weiterere Wendigkeit des Bohr- und Ankersetzgerätes erreicht
wird. Bohrarm-, Lafetten- und Rotationsachse und ggf. auch die Längsachse des
Schwenkantriebs liegen also bei entsprechender horizontaler Ausrichtung des Gerätes so
dicht beieinander in einem gemeinsamen Höhenkorridor, dass beim Rotieren der Bohr
lafette zu deren Einrichtung nur ein Minimum an Platz benötigt wird.
Der einerseits mit dem Bohrarm und andererseits mit der Bohrlafette bzw. dem
Rotationsantrieb verbundene schwenkbare der Bohrlafette zugewandte Teil des Bohr
arms, der ermöglicht, den Schwenkpunkt so weit in Richtung Bohrarm, also beabstan
det zum Rotationsantrieb zu positionieren, ist so angeordnet, dass der Bohrarm im
Bereich der senkrechten Achse eine Schwenkplattform aufweist, welcher mindestens ein
Hydraulikzylinder zum Schwenken des schwenkbaren Teils des Bohrarms bzw. der
Bohrlafette zugeordnet ist. Der Punkt, um den die Bohrlafette geschwenkt wird, liegt
zwischen den Bohrarmteilen, sodass der eine Schwenkeinheit bildende schwenkbare
Teil des Bohrarms und die Bohrlafette gemeinsam bei Bedienung des oder der Hydrau
likzylinder geschwenkt und entsprechend ausgerichtet werden können. Die Schwenk
plattform ist Bestandteil des Bohrarms, der Hydraulikzylinder ist an diesen und den
schwenkbaren Teil des Bohrarms angeschlossen, sodass das Ausfahren des Hydraulik
zylinders ein Verschwenken von diesem Bohrarmteil bzw. der damit verbundenen
Bohrlafette bewirkt.
Dazu ist vorgesehen, dass der Hydraulikzylinder einerseits mit der Schwenk
plattform und andererseits mit dem schwenkbaren der Bohrlafette zugewandten Teil des
Bohrarms verbunden ist. Die Schwenkplattform, die einseitig oder auch beidseitig des
Bohrarmes angeordnet sein kann, je nachdem, wie das Bohrgerät ausgerichtet werden
soll, ermöglicht ein Verschenken in einem ausreichend großen Winkel.
Zur Platzersparnis wird vorgeschlagen, dass die Schwenkplattform U-förmig
oder L-förmig ausgebildet ist, wobei die U-förmige Ausbildung für die beiderseitige
und die L-förmige für die nur einseitige Schwenkbarkeit der Bohrlafette gedacht ist. In
Anbetracht eines möglichen Einsatzes im Kammerpfeilerbau dürfte es häufig genügen,
die Schwenkbarkeit in nur eine Richtung zu gewährleisten.
Während der Hydraulikzylnder auch direkt an den schwenkbaren Teil des Bohr
arms angelenkt sein kann, ist es ebenso denkbar, dass der Hydraulikzylinder über einen
Verstellarm mit dem Bohrarm und über einen Verstellarm mit dem schwenkbaren Teil
des Bohrarms verbunden ist. In einer Art kinematischen Kopplung wird somit auch bei
einer sehr kleinen, beispielsweise L-förmig ausgebildeten Plattform mit nur einem Hy
draulikzylinder eine Schwenkbarkeit des schwenkbaren Bohrarmteils auch um weit über
200° erreicht.
In einer bevorzugten Ausführungsform des Hydraulikzylinders ist vorgesehen,
dass die Verstellarme gemeinsam am Hydraulikzylinder angelenkt sind, sodass beim
Ausfahren des Zylinders auf beide Verstellarme zum Verschwenken des eine Schwenc
keinheit bildenden Bohrarmteils eingewirkt wird.
In erster Linie an die Ausbildung des Hydraulikzylnders bei einer beidseitig
ausgebildeten Schwenkplattform ist gedacht, wenn vorgesehen ist, dass der Hydraulik
zylinder demontierbar ausgebildet ist. Wird unter normalen Bedingungen eine Ver
schwenkbarkeit der Bohrlafette nur in eine Richtung benötigt, so kann andernfalls durch
Demontage des Zylinders und Montage auf der anderen Seite der Plattform das Gerät
kurzfristig und mit wenig Aufwand umgerüstet werden.
Der Bohrarm dient neben der Höhen- auch zur Neigungseinrichtung des Bohr
gerätes, wozu der Bohrarm an seinen beiden Enden eine Neigungsverstelleinrichtung
aufweist. Dazu ist vorgesehen, dass zwischen dem schwenkbaren der Bohrlafette zu
gewandten Teil des Bohrarms und dem Rotationsantrieb eine Neigungsverstelleinrich
tung für die Bohrlafette angeordnet ist. Damit kann die Bohrlafette auch in maximalen
Höhen eingesetzt werden, sodass die Gesamtlänge des Bohrarmes inklusive dessen
schwenkbaren der Bohrlafette zugewandten Teils genutzt werden kann. Der Hydraulik
zylinder zur Bedienung der Neigungsverstelleinrichtung ist dabei einerseits dem Bohr
arm und andererseits dem Anschluss an die Bohrlafette zugeordnet.
Die erfindungsgemäße Aufgabe wird außerdem dadurch gelöst, dass für die
Längsverschieblichkeit der Bohrlafette ein Auszugszylinder vorgesehen ist, welcher
innerhalb des Lafettenprofils unterhalb des Vorschubzylinders für den Bohrantrieb an
geordnet ist. Während der Auszugszylinder bisher unterhalb des Lafettenprofils in ei
nem Hohlprofil angeordnet war, verschwindet dieser nun gewissermaßen im Lafetten
profil und ist in dieses integriert, sodass ein erhebliches Maß an Bauhöhe eingespart
werden kann, was zu weiterer Platzersparnis beim Verschwenken und Rotieren der
Bohrlafette führt.
Zusätzlich ist es vorteilhaft, wenn der Lafettenträger als den Auszugszylinder
aufnehmendes U-Profil ausgebildet ist. Entsprechend kann der Lafettenträger eine Aus
nehmung für die Zylindereinheit vorsehen, sodass zu einer weiteren Platzersparnis
beigetragen wird.
Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass in dem Lafetten
träger eine Ausnehmung für den Auszugszylinder vorgesehen ist. Diese direkt oder
indirekt korrespondierend zum Auszugszylinder ausgebildete Ausnehmung bewirkt eine
weitere Reduzierung der Bauhöhe.
Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass ein Bohr- und An
kersetzgerät geschaffen ist, das besonders dann vorteilhaft einsetzbar ist, wenn die für
den Einsatz zur Verfügung stehende lichte Höhe im Tief-, Berg- oder Tunnelbau gering
ist. Neben einer aufgrund der Anordnung von Auszugszylinder für die Bohrlafette und
Vorschubzylinder für den Bohrantrieb reduzierten Bauhöhe kann das Bohrgerät auch bei
wenig vorhandenem Raum eingesetzt werden, weil eine mögliche Schwenkbarkeit der
Bohrlafette und deren Rotation zur Einrichtung des Bohrgerätes an zueinander beabstan
deten Positionen, aber in einer gemeinsamen Flucht hintereinander liegend bewirkt
werden. Der für die Rotation in Anspruch zu nehmende Platz wird deutlich verringert,
da der Rotationsantrieb zwischen Bohrlafette und Bohrarm angeordnet ist, ohne den
zum Schwenken möglichen Winkel zu verringern. Das Schwenkgelenk ist dabei entwe
der zwischen den zwei Teilen eines zweiteiligen Bohrarms oder zwischen Bohrarm und
Rotationsantrieb angeordnet.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der ein bevorzugtes
Ausführungsbeispiel mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt
ist. Es zeigen
Fig. 1 ein Bohrgerät mit Rotationsantrieb ohne Schwenkmechanismus,
Fig. 2 ein Bohrgerät mit Schwenkmechanismus in Seitenansicht,
Fig. 3 ein Bohrgerät mit Schwenkmechanismus in Draufsicht,
Fig. 4 eine Darstellung gemäß Fig. 3 im eingeschwenkten Zustand,
Fig. 5 ein verschwenketer Bohrarm mit kinematischer Kopplung,
Fig. 6 eine Darstellung gemäß Fig. 5 mit in die andere Richtung ver
schwenktem Bohrarm,
Fig. 7 ein Bohrgerät mit Schwenkmechanismus zwischen Rotationsan
trieb und Bohrlafette in Seitenansicht,
Fig. 8 eine Darstellung gemäß Fig. 7 in Draufsicht und
Fig. 9 einen Querschnitt durch Lafettenträger und -profil mit Blick auf
den Bohrantrieb.
Fig. 1 zeigt ein Bohr- und Ankersetzgerät 1, bei dem der Rotationsantrieb 6
zwischen einem hier einteiligen Bohrarm 4 und der Bohrlafette 2 angeordnet ist. Weil
ein Schwenkmechanismus hier nicht vorhanden ist, ist der Rotationsantrieb 6 einerseits
gegenüber dem Bohrarm 4, an dessen Stirnfläche 10 mittels des Flansches 41 und ande
rerseits an der dem Bohrarm 4 zugewandten Stirnfläche 11 der Bohrlafette 2 mittels des
Flansches 42 fixiert. Bohrarmachse 12, Rotationsachse 9 und Lafettenachse 21 liegen in
diesem Zustand einer horizontalen Ausrichtung des Bohrgerätes 1 annähernd in einer
Flucht auf einem gemeinsamen Höhenkorridor hintereinander. Wird die Bohrlafette 2
über den Rotationsantrieb 6 zwecks Ausrichtung der Bohrlafette 2 gedreht, ist der Ab
stand zwischen der Rotationsachse 9 und der Oberkante des Bohrantriebs 3 bzw. des
Grippers 29 vorteilhafterweise so gering, dass auch der Einsatz des Bohrgerätes bei
besonders geringen Mächtigkeiten, also bei beengten räumlichen Gegebenheiten realisiert werden kann. Auf der Bohrlafette 2 ist der
Bohrantrieb 3, hier ein Bohrhammer 20, angeordnet, um mittels Bohrstange 26 Bohr
löcher herzustellen oder auch Anker zu setzen. Zu erkennen sind Lafettenprofil 18 und
Auszugszylinder 16 für die Längsverschiebung der Bohrlafette 2. Führungen 31 sind
zwischen Bohrlafette 2 und Lafettenträger 35 angeordnet. Der Bohrantrieb 3 wird über
den Vorschubzylinder 17 verfahren, welcher oberhalb des Auszugszylinders 16 ange
ordnet ist. Die Bohrlafette 2 verfügt endseitig über den als Schneckenantrieb 28 ausge
bildeten Rotationsantrieb 6.
Fig. 2 zeigt ein Bohr- und Ankersetzgerät 1 mit einem Schwenkmechanismus,
welcher sich dadurch auszeichnet, dass der an der Stirnseite 11 der Bohrlafette 2 an
geordnete Rotationsantrieb 6 und die Schwenkachse 5 beabstandet zueinander ausge
bildet sind, weil die Schwenkachse 5 dem zweiteiligen Bohrarm 4 zugeordnet ist. Der
schwenkbare Teil 8" des Bohrarms 4 ist also einerseits um die senkrecht angeordnete
Achse 5 im Bereich des Schwenkgelenks 13 schwenkbar und andererseits über den
Rotationsantieb 6 mit der Bohrlafette 2 verbunden, wobei hier noch die Neigungsver
stelleinrichtung 36 im Bereich des Anschlusses 30 von Schwenkeinheit und Bohrlafette
2 angeordnet ist. Über die Hydraulikzylinder 22 und 27 kann der Bohrarm 4 dazu so
verfahren werden, dass Höhen- und Neigungseinstellungen hiermit vorgenommen wer
den können.
Fig. 3 zeigt insbesondere die Schwenkplattform 14, welche hier U-förmig, also
beidseitig des Bohrarms 4, angeordnet ist. Der Bohrarm 4 besteht aus den beiden Tei
len 8' und 8". Über den Hydraulikzylinder 15 können dabei der schwenkbare Teil 8"
des Bohrarms 4 und die Bohrlafette 2 um die Schwenkachse 5 bzw. das Schwenkgelenk
13 geschwenkt werden. Dazu ist der Hydraulikzylinder 15 einerseits mit der Schwenk
plattform 14 und andererseits mit dem schwenkbaren Teil 8" des Bohrarms 4 verbun
den. Falls der Hydraulikzylinder 15 demontierbar ist, kann er auch auf der gegenüber
liegenden Seite angeschlossen werden, wozu entsprechende Anschlüsse 32, 33 vorhan
den sind.
Entsprechend eingeschwenkt ist die Bohrlafette 2 in der Darstellung gemäß Fig.
4 zu erkennen, wobei der Hydraulikzylinder 15 sich hier in der eingefahrenen Position
befindet. Gezeigt ist hier deutlich der Vorteil der beabstandeten Anordnung von Rota
tionsantrieb 6 und Schwenkachse 5 mit dem aus dem nicht schwenkbarem Teil 8' und
schwenkbarem Teil 8" bestehenden Bohrarm 4, die insbesondere eine Rotation beim
Ausrichten der Bohrlafette 2 ermöglichen, die nur ein Minimum an Platz beansprucht.
Während bei der Darstellung gemäß Fig. 4 dann, wenn das Bohrgerät auch in
beide Richtungen schwenkbar sein soll, eine Umrüstung des Hydraulikzylinders 15
notwendig ist, ist in Fig. 5 und Fig. 6 ein Hydraulikzylinder 15 gezeigt, der über den
Verstellarm 24 mit dem Bohrarm 4 und über den Verstellarm 25 mit dem schwenk
baren Teil 8" des Bohrarms 4 so verbunden ist, dass aufgrund der kinematischen
Kopplung ein Verschwenken in beide Richtungen möglich ist, wie es Fig. 5 und Fig. 6
zeigen.
Fig. 7 und Fig. 8 zeigen ein Bohr- und Ankersetzgerät 1, beidem zwischen
dem hier einteilig ausgebildeten Bohrarm 4 und der Bohrlafette 2 neben dem Rotations
antrieb 6 auch ein Schwenkantrieb 40 angeordnet ist. Der Rotationsantrieb 6 ist dabei
an der Stirnseite 11 der Bohrlafette 2 angeordnet. Über einen Flansch 42 sind Rota
tionsantrieb 6 und Bohrlafette 2 verbunden, während über den Flansch 41 der Schwenk
antrieb 40 mit dem Bohrarm 4 verbunden ist. Der Flansch 43 wiederum verbindet Ro
tationsantrieb 6 und Schwenkantrieb 40. Der Schwenkantrieb 40 weist seinerseits Aus
legerarme 37 auf, über welchen die Verbindung zur Bohrlafette 2 hergestellt ist. Die
Längsachse 43 des Schwenkantriebs 40 liegt bei horizontaler Ausrichtung des Bohr
geräts 1 ebenfalls annähernd in einer Flucht mit der Rotationsachse 9 bzw. der Lafet
tenachse 21.
1
Bohrgerät
2
Bohrlafette
3
Bohrantrieb
4
Bohrarm
5
Schwenkachse
6
Rotationsgetriebe
7
Bohrachse
8
Teil von Bohrarm
9
Rotationsachse
10
Stirnseite Bohrarm
11
Stirnseite Lafette
12
Bohrarmachse
13
Schwenkgelenk
14
Schwenkplattform
15
Hydraulikzylinder
16
Auszugszylinder
17
Vorschubzylinder
18
Lafettenprofil
19
Hammerschlitten
20
Bohrhammer
21
Lafettenachse
22
Hydraulikzylinder
23
Ende
24
Verstellarm
25
Verstellarm
26
Bohrstange
27
Hydraulikzylinder
28
Schneckenantrieb
29
Gripper
30
Anschluss
31
Führung
32
Anschluss
33
Anschluss
34
Ausnehmung
35
Lafettenträger
36
Neigungsverstelleinrichtung
37
Auslegerarm
40
Schwenkantrieb
41
Flansch
42
Flansch
43
Längsachse Schwenkantrieb
Claims (16)
1. Bohr- und Ankersetzgerät für den Tief-, Berg- und Tunnelbau, mit
einer an einem Bohrarm (4) angeordneten Bohrlafette (2), auf welcher ein Bohrantrieb
(3) verschieblich geführt ist, wobei die Bohrlafette (2) zur Einrichtung des Bohr- und
Ankersetzgerätes über einen Rotationsantrieb (6) um eine parallel zur Bohrachse (7)
verlaufende Achse (9) rotierbar ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rotationsantrieb (6) an der dem Bohrarm (4) zugewandten Stirnseite (11) der
Bohrlafette (2) angeordnet ist.
2. Bohr- und Ankersetzgerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen Rotationsantrieb (6) und Bohrarm (4) ein Schwenkantrieb (40) zum
Schwenken der Bohrlafette um eine senkrechte Achse (5) angeordnet ist.
3. Bohr- und Ankersetzgerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Bohrarm (4) zweiteilig ausgebildet ist, wobei der der Bohrlafette (2) zuge
wandte Teil (8") des Bohrarms (4) einerseits um eine beide Teile (8', 8") verbindende
senkrechte Achse (5) schwenkbar und andererseits über den Rotationsantrieb (6) mit der
Bohrlafette (2) verbunden ausgebildet ist.
4. Bohr- und Ankersetzgerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rotationsantrieb (6) zwischen dem Bohrarm (4) und der Bohrlafette (2) an der
Stirnseite (11) der Bohrlafette (2) und der Stirnseite (10) des Bohrarms (4) angeordnet
ist.
5. Bohr- und Ankersetzgerät nach mindestens einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei horizontal ausgerichtetem Bohrarm (4) und horizontal ausgerichteter Bohr
lafette (2) die Bohrarmachse (12) und die Rotationsachse (9) annähernd in einer Flucht
liegen.
6. Bohr- und Ankersetzgerät nach mindestens einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Rotationsachse (9) und die Lafettenachse (21) annähernd in einer Flucht liegen.
7. Bohr- und Ankersetzgerät nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Bohrarm (4) im Bereich der senkrechten Achse (5) eine Schwenkplattform (14)
aufweist, welcher mindestens ein Hydraulikzylinder (15) zum Schwenken des der Bohr
lafette (2) zugewandten Teils (8") des Bohrarms (4) bzw. der Bohrlafette (2) zugeord
net ist.
8. Bohr- und Ankersetzgerät nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Hydraulikzylinder (15) einerseits mit der Schwenkplattform (14) und anderer
seits mit dem schwenkbaren der Bohrlafette (2) zugewandten Teil (8") des Bohrarms
(4) verbunden ist.
9. Bohr- und Ankersetzgerät nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schwenkplattform (14) U-förmig oder L-förmig ausgebildet ist.
10. Bohr- und Ankersetzgerät nach mindestens einem der vorhergehen
den Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Hydraulikzylinder (15) über einen Verstellarm (24) mit dem Bohrarm (4) und
über einen Verstellarm (25) mit dem schwenkbaren Teil (8") des Bohrarms (4) verbun
den ist.
11. Bohr- und Ankersetzgerät nach mindestens einem der vorhergehen
den Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verstellarme (24, 25) gemeinsam am Hydraulikzylinder (15) angelenkt sind.
12. Bohr- und Ankersetzgerät nach mindestens einem der vorhergehen
den Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Hydraulikzylinder (15) demontierbar ausgebildet ist.
13. Bohr- und Ankersetzgerät nach mindestens einem der vorhergehen
den Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen dem schwenkbaren der Bohrlafette zugewandten Teil (8") des Bohrarms
(4) und dem Rotationsantrieb (6) eine Neigungsverstelleinrichtung (36) für die Bohr
lafette (2) angeordnet ist.
14. Bohr- und Ankersetzgerät für den Tief-, Berg- und Tunnelbau, mit
einer an einem Bohrarm (4) angeordneten Bohrlafette (2), auf welcher ein Bohrantrieb
(3) verschieblich geführt ist, wobei die Bohrlafette (2) zur Einrichtung des Bohr- und
Ankersetzgerätes über einen Rotationsantrieb (6) um eine parallel zur Bohrachse (7)
verlaufende Achse (9) rotierbar ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass für die Längsverschieblichkeit der Bohrlafette (2) ein Auszugszylinder (16) vor
gesehen ist, welcher innerhalb des Lafettenprofils (18) unterhalb des Vorschubzylinders
(17) für den Bohrantrieb (3) angeordnet ist.
15. Bohr- und Ankersetzgerät nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Lafettenträger (35) als den Auszugszylinder (16) aufnehmendes U-Profil aus
gebildet ist.
16. Bohr- und Ankersetzgerät nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass in dem Lafettenträger (35) eine Ausnehmung (34) für den Auszugszylinder (16)
vorgesehen ist.
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| ZA (1) | ZA200207409B (de) |
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| CN107620568A (zh) * | 2017-11-06 | 2018-01-23 | 廊坊景隆重工机械有限公司 | 一种矿用锚杆钻车 |
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| US11208888B2 (en) | 2017-11-06 | 2021-12-28 | Lang Fang Jing Long Grand Industrial Machinery Co., Ltd. | Process and device for supporting anchor bolt and anchor cable on successive mining working face |
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