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DE1015041B - Schieberegister, insbesondere fuer Achszaehleinrichtungen in Eisenbahnsicherungsanlagen - Google Patents

Schieberegister, insbesondere fuer Achszaehleinrichtungen in Eisenbahnsicherungsanlagen

Info

Publication number
DE1015041B
DE1015041B DES49710A DES0049710A DE1015041B DE 1015041 B DE1015041 B DE 1015041B DE S49710 A DES49710 A DE S49710A DE S0049710 A DES0049710 A DE S0049710A DE 1015041 B DE1015041 B DE 1015041B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
counting
shift register
state
bistable
register according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES49710A
Other languages
English (en)
Inventor
Adolf Bacher
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES49710A priority Critical patent/DE1015041B/de
Publication of DE1015041B publication Critical patent/DE1015041B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L1/00Devices along the route controlled by interaction with the vehicle or train
    • B61L1/16Devices for counting axles; Devices for counting vehicles
    • B61L1/167Circuit details

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Shift Register Type Memory (AREA)

Description

  • Schieberegister, insbesondere für Achszähleinrichtungen in Eisenbahnsicherungsanlagen Ein Schieberegister besteht aus mehreren gliedweise aneinandergereihtenbistabilen Anordnungen, von denen jede entweder einen Zustand a oder einen Zustand b einnehmen kann. Wird ein Fortschaltimpuls auf das Schieberegister gegeben, so nimmt das Glied m des Registers den Zustand an, den vorher das Glied n-1 innehatte. Dies gilt für jedes einzelne Glied des Registers. Die Fortschaltimpulse bewirken also, daß sich die Zustände von Glied zu Glied in einer bestimmten Richtung fortpflanzen.
  • Die Erfindung bringt eine Vervollkommnung der bekannten Schieberegister. Erfindungsgemäß werden die Stromkreise, welche die Verschiebung des Zustandes von Glied zu Glied bewirken, doppelt vorgesehen und so angeordnet, daß die eine Gruppe dieser Stromkreise den Zustand in einer Richtung, die andere Gruppe den Zustand in entgegengesetzter Richtung verschiebt. Hierbei wird die Anordnung so getroffen, daß der Fortschaltimpuls jeweils nur eine der beiden Stromkreisgruppen wirksam werden läßt. Eine derartige Anordnung ermöglicht es, die Fortschaltrichtung der Zustände nach Bedarf zu wählen. So kann man z. B. das Schieberegister mit zwei Eingangsklemmen versehen. Gibt man die Fortschaltimpulse auf die eine Eingangsklemme, so verschieben sich die Zustände in Richtung zu höheren Gliednummern hin. Gibt man die Fortschaltimpulse hingegen auf die andere Eingangsklemme, so erfolgt die Verschiebung in umgekehrter Richtung. Die bistabilen Anordnungen können dabei entweder aus Transistoren oder Röhren bestehen, oder man kann an deren Stelle auch bewickelte Ringkerne benutzen, die sich in zwei Richtungen a oder b magnetisieren lassen. Auch alle anderen bekannten bistabilen Anordnungen eignen sich zum Aufbau der Schieberegister gemäß der Erfindung.
  • Ein Schieberegister, bei dem sich der Zustand der Glieder wahlweise in zwei Richtungen verschieben läßt, eignet sich insbesondere für Aufgaben des Eisenbahnsicherungswesens, wie an einem Beispiel der Erfindung im folgenden gezeigt werden soll.
  • Fig. 1 zeigt das logische Schaltbild, Fig. 2 das zugehörige technische Schaltbild des im folgenden beschriebenen Erfindungsbeispiels.
  • Es ist hierbei ein Schieberegister vorausgesetzt worden, das der Einfachheit halber aus nur drei Gliedern besteht. Es ist aber ohne weiteres möglich, die Anzahl der Glieder darüber hinaus beliebig zu erhöhen. Das Register ist ferner so aufgebaut, daß sich an das letzte Glied 3 das Glied 1 in der gleichen Weise anschließt wie das Glied 3 an das Glied 2 und das Glied 2 an das Glied 1, so daß eine ringförmig in sich geschlossene Schaltungsanordnung entsteht, in der keine Stelle besonders bevorzugt ist. Es ist ferner in dem Beispiel angenommen, daß jedes Glied einen aus zwei Transistoren bestehenden bistabilen Kippkreis enthält. Die Glieder sind mit den Ziffern 1, 2 und 3 bezeichnet. Der Kippkreis 10 des Gliedes 1 befindet sich im Zustand a, dabei ist der rechte Transistor leitend und der linke gesperrt. Die Kippkreis: 20 und 30 der Glieder 2 und 3 haben den Zustand b, in dem der rechte Transistor gesperrt und der linke leitend ist. Jedem Transistor ist ein Mischgatter vorgeschaltet, so z. B. das Mischgatter 25 dem rechten Transistor im Glied 2. An jedes Mischgatter sind zwei Stromkreise zur Verschiebung des Zustandes der einzelnen Glieder herangeführt, und zwar ein Stromkreis E 1 zur Fortschaltung nach unten und ein Stromkreis F_2 zur Fortschaltung nach oben; der Stromkreis zur Fortschaltung nach unten ist z. B. über das Koinzidenzgatter 21, der Stromkreis zur Fortschaltung nach oben über das Koinzidenzgatter 22 an das Mischgatter 25 herangeführt. Jedes dieser Koinzidenzgatter hat zwei Eingänge, von denen der eine den Fortschaltimpuls erhält, während der andere über ein mit D bezeichnetes Verzögerungselement mit dem Ausgang eines Transistors des Nachbargliedes in Verbindung steht.
  • Wird z. B. an den Eingang E 1 ein positiver Impuls gegeben, um den Zustand der Glieder nach unten fortzuschieben, so tritt dieser Impuls im Glied 1 an den unteren Eingängen der Koinzidenzgatter 11 und 13 auf. An dem Gatter 13 kann er sich nicht auswirken, da über die Leitung c von denn gesperrten rechten Transistor des Gliedes 3 negatives Potential am oberen Eingang des Koinzidenzgatters 13 anliegt. Der zweite Eingang des Koinzidenzgatters 11 erhält aber über die Leitung f vom linken leitenden Transistor des Gliedes 3 her positives Potential, so daß der Fortschaltimpuls über das Mischgatter 15 an den rechten Transistor des Gliedes 1 gelangt und diesen sperrt. Der bistabile Kippkreis des Gliedes 1 kippt dadurch in die Stellung b. Auf die Nachbarglieder kann sich das Umkippen des Gliedes 1 nicht sofort auswirken, da in sämtliche Ausgänge der Transistoren Verzögerungselemente geschaltet sind. Der Fortschaltimpuls wird im Glied 2 am Koinzidenzgatter 21 nicht wirksam, da vom linken gesperrten Transistor des ersten Gliedes negatives Potential anliegt. Hingegen gelangt der Fortscbaltimpuls durch das- Koinzidenzgatter 23 hindurch, an dem vom rechten leitenden Transistor des Gliedes 1 positives Potential anliegt. Somit gelangt der Fortschaltimpuls über das Mischgatter 26 zum linken leitenden Transistor des Gliedes 2. Dieser Transistor wird dadurch gesperrt, und der bistabile Kippkreis des Gliedes 2 kippt in den Zustand a. Im Glied 3 bleibt der Fortschaltimpuls vollkommen unwirksam. Durch das Gatter 33 kann er nicht hindurch gelangen, da hier vom Glied 2 her negatives Potential anliegt. Durch das Gatter 31 gelangt er zwar hindurch, kann sich aber über das Mischgatter 35 nicht auswirken, da der zugehörige rechte Transistor bereits gesperrt ist. Demnach bewirkt also der auf den Eingang E 1 gegebene Fortschaltimpuls, daß nunmehr Glied 1 den Zustand b, Glied 2 den Zustand a und Glied 3 den Zustand b einnimmt. Mithin haben sich sämtliche Zustände um ein Glied nach unten verschoben.
  • Gibt man einen positiven Impuls auf die Klemme E2, so vollziehen sich entsprechende Vorgänge, nur bewirken sie eine Verschiebung der Zustände nach oben. Steht das Register in der in Fig. 1 gezeichneten Ausgangsstellung, so wirkt sich der auf den Eingang E2 gegebene Impuls über das Koinzidenzgatter 12 und das Mischgatter 15 am rechten Transistor des Gliedes 1 aus und bringt den Kippkreis in die Stellung b. Im Glied 2 bleibt der Fortschalt.impuls für die Fortsch.altrichtung nach oben uniwirksam. Er gelangt zwar durch das Koinzidenzgatter 22 und das Mischgatter 25 hindurch, kann sich aper am rechten Transistor nicht auswirken, da dieser bereits gesperrt ist. Im Glied 3 hingegen bewirkt der auf den Eingang E2 gegebene Impuls eine Sperrung des linken Transistors, da an beiden Eingängen des Koinzidenzgatters 34 positive Potentiale anliegen und der Impuls somit über das Mischgatter 36 auf den linken Transistor des Gliedes 3 gelangt. Man erkennt daraus, daß der Impuls an der Klemme E2 Glied 1 in den Zustand b, Glied 3 in den Zustand a gebracht hat. Die Zustände aller Glieder haben sich also um ein Glied nach oben verschoben.
  • Die beschriebene Einrichtung eignet sich besonders zur Achszählung in Eisenbahnsicherungsanlagen. In diesen Anlagen will man feststellen, ob sich eine von Null abweichende Achsenzahl in einem Gleisabschnitt befindet. Um dies zu erreichen, gibt man zweckmäßigerweise bei freiem Gleis einem Glied des Schieberegisters den Zustand a und läßt alle übrigen Glieder den Zustand b einnehmen. Fahren nun Achsen in den Abschnitt ein, so verschiebt man mit jeder einfahrenden Achse den Zustand a um ein Glied nach unten, mit jeder ausfahrenden Achse den Zustand a um ein Glied nach oben. Dann ist die Nummer des Gliedes, das den Zustand a einnimmt, ein Kennzeichen für die Zahl der im Gleisabschnitt vorhandenen Achsen. Gelangt der Zustand a wieder in das Glied, das ihn vor dem Befahren des Gleisabschnittes einnahm, so kann das Gleis »frei« gemeldet werden. Um bei der Inbetriebsetzung der Anlage oder nach Störungen den Zustand »I\Tull Achsen« herstellen zu können, ist es zweckmäßig, dasjenige Mischgatter; über das die zugehörige bistabile Anordnung in diesen Zustand gebracht wird, mit einem besonderen Eingang R zur Herbeiführung der Nullstellung zu versehen. Gibt man auf diese Eingänge positives Potential, so wird der daran anliegende Transistor gesperrt, und der Kippkreis kippt in die in Fig. 1 dargestellte Ausgangsstellung, sofern diese nicht schon vorhanden war. Wird die entgegengesetzte Nullstellung gewünscht, so werden die Rückstelleingänge R jeweils an die anderen Mischgatter gelegt.
  • In Achszählannlagen muß das Zählvolumen der Zählvorrichtung mindestens so groß sein wie die größte Achsenzahl, die in dem zu sichernden Gleisabschnitt vorkommen kann. Um ein bestimmtes Zählvolumen mit einem begrenzten Aufwand an Mitteln zu erreichen, ist es zweckmäßig, die Zählvorrichtung aua mehreren gestaffelt angeordneten Zählorganen aufzu bauen. Hierbei erhält ein nachgeordnetes Zählorgan jeweils dann einer Zählimpuls, wenn das vorgeordnete Zählorgan sämtliche Stellungen, die es einnehmen kann, einmal durchlaufen hat. Die Schieberegister gemäß der Erfindung können zurrt Aufbau einer derartigen Zählvorrichtung benutzt werden; wenn man die Impulse zur Fortschaltung des nachgeordneten Schieberegisters an geeigneten Stellen des vorgeordneten Schieberegisters entnimmt. Derartige geeignete Stellen sind in Fig. 1 durch gestrichelte Linien angedeutet. Die Mitnahme des nachgeordneten Schieberegisters kann bei der Einzählung vorgenommen werden, wenn der Zustand a von Glied 1 nach Glied 2 von 2 nach 3 oder von 3 nach 1 verschoben wird; Von der letztgenannten Möglichkeit ist in Fig. 1 Gebrauch gemacht worden. Die Verschiebung des Zustandes a von Glied 3 nach Glied 1 geschieht über den Ausgang des Koinzidenzgatters 13. An diesen Ausgang: ; ist daher die Klemme F1 angeschlossen. die den Einzähl-Impuls an das nachgeordnete Register weiterleitet; Mit der getroffenen Wahl für den Anschluß ;der Klemme F 1 ist auch die Stelle festgelegt, an welche die Klemme F2 zur Weiterleitung des Auszäblimpulses an das nachgeordnete Register angeschlossen werden muß. Wird nämlich der Einzählimpuls weitergeleitet; wenn der Zustand a vom Glied 3 zum Glied 1 weitergeschoben wird, so muß der Auszählimpuls weitergeleitet werden, wenn derselbe Vorgang in umgekehrter Richtung vor sich geht, nämlich der Zustand a von Glied 1 nach Glied 3 verschoben wird. Hierbei wird ein Impuls über den Ausgang des Gatters 34 an den linken Transistor von Glied 3 geleitet: Dieser Impuls muß gleichzeitig auch über die Klemme F2 an das nachgeordnete Register weitergegeben werden. Die Klemmen F1 und F2 können entweder urmittelbar den Einzähl- und Auszähleingang des nachgeordneten Registers bilden oder es können Verstärker zwischen die Klemmen und die Eingänge des nachgeordneten Registers geschaltet werden.
  • Eine Schaltungsanordnung, die ein Fehlerkriterium liefert, wenn .eine der bistabilen Anordnungen des Schieberegisters beim Eintreffen des Zählimpulses nicht kippt, ist in Glied 2 angedeutet. Der eine Eingang des Koinzidenzgatters 37 ist über das Verzögerungsglied D mit dem Ausgang des Koinzidenzgatters 24 verbunden. Dieser Eingang erhält also eine gewisse Zeit nach dem Eintreffen des Auszählimpulses, der den Kippkreis 20 zum Umkippen bringen soll; kurzzeitig ein bestimmtes Potential. Ein Potential gleicher Polarität liegt an dem anderen Eingang des Koinzidenzgatters 37, solange die bistabile Anordnung nicht gekippt ist. Folgt also die Anordnung 20 dem Zählimpuls nicht, so liegt an beiden Eingängen des Gatters 37 das gleiche Potential. Dieses Potential tritt dann auch am Ausgang K des Koinzidenzgatters 37 auf und liefert dort ein Fehlerkriterium.
  • In ähnlicher Weise kann man auch das Weiterschalten z. B. des benachbarten Gliedes oder des nachgeordneten Schieberegisters von dem Umkippen einer bistabilen Anordnung abhängig machen. So soll z. B. ein an die Klemme F20 angeschlossenes nachgeordnetes Schieberegister bei Rückwärtszählung einen Schritt nur dann ausführen, wenn im vorgeordneten Register die Anordnung 30 von Stellung bin Stellung a kippt. Zu diesem Zweck wird einige Zeit nach Eintreffen des Auszählimpulses über das Verzögerungsglied D ein bestimmtes, z. B. positives Potential an den unteren Eingang des Koinzidenzgatters 38 angelegt. Nach Umkippen des Kippkreises 30 liegt auch am oberen Eingang des Gatters 38 positives Potential, so daß auch der Ausgang von 38 positives Potential liefert, das an die Klemme F20 und von dort an das nachgeordnete Register als Fortschaltimpuls in Auszählrichtung weitergeleitet wird.
  • In Fig.2 wird beispielsweise dargestellt, wie die logische Schaltung Fig.1 technisch verwirklicht werden kann. Da die Schaltungen der einzelnen Glieder übereinstimmen, genügt es, die Schaltung z. B. des Gliedes 2 näher zu erklären. Der bistabile Kippkreis 20 dieses Gliedes wird durch die Transistoren 213 und 214 vom Leitfähigkeitstypus pnp gebildet, deren Emitter fest an die Spannung - U 1 angeschlossen sind. Die Kollektoren der Transistoren sind über die Widerstände 201 und 202 mit der festen Spannung -U2 verbunden, der stärker negativ als die Spannung U 1 ist. Ist der Transistor213 gesperrt, so fließt Strom über die Widerstände 218, 211 und 201 nach - U 2. Das Verhältnis der Widerstände zueinander ist so gewählt, daß an der Basis des Transistors 214 ein Potential auftritt, das stärker negativ als - LT 1 ist. Der Transistor 214 leitet daher und hat ein Kollektorpotential, das nur wenig stärker negativ als - U 1 ist. Dieses Potential wird durch die Widerstände 212, 217 so geteilt, daß an der Basis des Transistors 213 ein Potential liegt, das positiv gegen - U 1 ist. Damit bestätigt sich die Voraussetzung, daß 213 gesperrt ist. Soll die bistabile Anordnung zum Kippen gebracht werden, so muß man der Basis des Transistors 214 positives Potential zuführen. Dies kann über die Sperrzellen 207 oder 216 geschehen. Führt man einer der beiden ein positives Potential zu, so sorgt die andere Sperrzelle dafür, daß sich dieses Potential nicht weiter über die anderen Eingänge des Transistors auswirken kann. Die Sperrzellen 207 und 216 bilden also das Mischgatter 26 des linken Transistors im Glied 2 der Fig. 1. Die Kippstufe soll nun z. B. über den Eingang des Mischgatters 26, der durch die Sperrzelle 216 gebildet wird, nur zum Kippen kommen, wenn beide Eingänge des Gatters 23 in Fig. 1 positives Potential erhalten. Ist nun der Transistor 113 im Glied 1 (Fig. 2) leitend, so liegt an seinem Kollektor ein Potential, das nur wenig niedriger ist als -L11. Der Kollektor von 113 ist über den Widerstand 220 mit der Sperrzelle 216 verbunden. Das Potential, das auf diese Weise der Basis des Transistors 214 zugeführt werden kann, reicht zur Sperrung des Transistors nicht aus. Wird nun auf die Klemme E 1 ein Einzählimpuls gegeben, so entsteht an der Sekundärwicklung des Übertragers 8 kurzzeitig positives Potential (Triggerimpuls) von der Größe U3. Hierdurch gelangt Strom über den Kondensator 222 an die Sperrzelle 216. Von, dort fließt der größte Teil des zugeführten Stromes über diese Sperrzelle, den Kondensator 209 und den Widerstand 201. nach -U2. Über den Widerstand 220 fließt nur ein. kleiner Teil des vom Einzählimpuls zugeführten Stromes ab, da sich der Kollektor des Transistors 113 auf einem relativ stark positiven Potential befindet. Es stellt sich daher an der Basis des Transistors 214 ein so stark positives Potential ein, daß der Transistor 214 gesperrt wird. Dadurch wird die bistabile Anordnung im Glied 2 zum Kippen gebracht. Wäre der Transistor 113 gesperrt, so würde der über den Kondensator 222 zugeführte Strom über den Widerstand 220 abfließen. Das Potential an der Sperrzelle 216 würde dann nicht ausreichen, um die Ventilwirkung dieser Zelle zu überwinden und das Potential der Basis des Transistors 214 zu ändern. Die bistabile Anordnung würde in diesem Fall nicht kippen.
  • Im logischen Schaltbild (Fig. 1) ist jeder Transistor mit zwei Ausgängen versehen. In jeden der beiden Ausgänge ist ein Verzögerungselement D geschaltet. Es bewirkt, daß sich das Umkippen einer bistabilen Anordnung erst dann im Nachbarglied auswirken kann, wenn der Zählimpuls, der das Umkippen bewirkt hat. abgeklungen ist. Zur technischen Verwirklichung der Verzögerungselemente sind in Fig. 2 in die Leitungen, die vom Ausgang eines Transistors zum Eingang eines Transistors im Nachbarglied führen, Widerstände geschaltet. So liegt z. B. der Widerstand 320 in der Leitung vom Kollektor des Transistors 213 zum Eingang des Transistors 314. Kippt nun das Glied 2 von dem Zustand b in den Zustand a, weil ein Einzählirnpuls gegeben wird, so wird der Transistor 213 leitend, und sein Kollektorpotential steigt innerhalb sehr kurzer Zeit von annähernd -U2 auf annähernd -U1 an. Am Verbindungspunkt des Widerstandes 320 mit der Sperrzelle 316 und dem Kondensator 322 ändert sich das Potential auf den Wert -- U 1 nach einer Exponentialfunktion. deren Zeitkonstante durch die elektrischen Größen des Widerstandes 320 und des Kondensators 322 gegeben ist. Das Potential an diesem Punkterreicht daher die Größe, die im Zusammenwirken mit dem Zählimpuls nötig ist, um den Transistor 314 zu sperren, erst zu einer Zeit, zu welcher der Zählimpuls schon abgeklungen ist. Dadurch ist sichergestellt, daß nur die bistabile Anordnung im Glied 2 und nicht auch noch zusätzlich die im Glied 3 durch den Einzählimpuls zum Umkippen gebracht wird.
  • Da alle übrigen Verzögerungselemente in der Schaltung entsprechend wirken, erübrigt es sich, die bei anderen Zählvorgängen auftretenden Schaltungsabläufe zu beschreiben.
  • Die Ausgänge der Koinzidenzgatter 13 und 34, an deren die Fort;schaltimpulse für ein nachgeordnetes Schieberegister abgenommen werden sollen, sind im technischen Schaltbild (Fig. 2) die Verbindungspunkte von Sperrzelle 116, Widerstand 120 und Kondensator 122 einerseits und Widerstand 306, Kondensator 304 und Sperrzelle 308 andererseits. An diese. beiden Punkte sind daher die gestrichelten Verbindungen zu den Klemmen F1 und F2 herangeführt.
  • Um bei der Inbetriebsetzung der Anlage oder nach Störungen das Register in die Stellung »Null Achsen« bringen zu können, erhalten die Mischgatter 16, 25 und 35 einen Rücks,telleingang. Jeder dieser Rückstelleingänge ist mit einer Sperrzelle versehen, die einen Bestandteil des betreffenden Mischgatters bildet. Diese Sperrzellen sind in Fig. 2 mit 123, 223 und 323 bezeichnet. Das'beschriebene Schieberegister kann in Achszählanlägen in verschiedener Art und Weise verwendet werden. Sichert die Achszählanlage einen Gleisabschnitt, an dessen Anfang und Ende sich je eine Zählstelle befindet, über welche die ein- und ausfahrenden Achsen Impulse für das Zählwerk erzeugen, so kann man eine einzige aus Registern gemäß der Erfindung aufgebaute Zählvorrichtung dem Gleisabschnitt zuordnen. Alle Zählimpulse, die durch einfahrende Achsen erzeugt werden, gleich, über welche Zählstelle die betreffenden Achsen einfahren, werden dein Einzähleingang, sämtliche von ausfahrenden Achsen erzeugten Impulse dem Auszähleingang zugeleitet. Ist das Gleis frei, so wird das Register bzw. auch alle nachgeordneten Register bei gestaffelter Anordnung der Zählorgane die Stellung »Null Achsen« einnehmen. Man braucht das Vorhandensein dieser Stellung nur an den einzelnen Registern z. B. durch Feststellung des Kollektorpoten:tials an einen Transistor des ersten Gliedes zu überprüfen, um danach die Freimeldung des Gliedes zu bewirken.
  • Eine andere Möglichkeit besteht darin, daß man jeder Zählstelle eine aus Registern gemäß der Erfindung gebildete Zählvorrichtung zuordnet. Diese Zählvorrichtung wird bei einfahrenden Achsen in der einen Verschieberichtung, bei ausfahrenden Achsen in der entgegengesetzten Verschieberichtung fortgeschaltet. Ist die Achsenzahl im Gleisabschnitt Null, so befinden sich die einzelnen Glieder der Schieberegister bei beiden Zählvorrichtungen in übereinstimmender Stellung. Ist die Koinzidenz dieser Stellung überprüft, so kann der Gleisabschnitt als »frei« gemeldet werden.
  • Um die Schieberegister gegen Störspannungen, z. B. Impulse, die durch kapazitive oder induktive Kopplung auf die Eingangsleitung E 1, E 2 gelangen, unempfindlich zu machen, ist es zweckmäßig, für die Weiterschaltung jeweils die Steuerelektronen zu benutzen, die den geringeren Eingangswiderstand aufweisen.

Claims (13)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Schieberegister, insbesondere für Achszähleinrichtungen in Eisenbahnsicherungsanlagen, bestehend aus mehreren gliedweise aneinandergereihten bistabilen Anordnungen, bei welchem der Zustand dieser bistabilen Anordnungen jeweils um ein Glied weitergeschoben wird, wenn ein Fortschaltimpuls auf das Register gegeben wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Stromkreise, welche die Verschiebung des Zustandes von Glied zu Glied bewirken, doppelt vorgesehen und so angeordnet sind, daß die eine Gruppe dieser Stromkreise den Zustand in einer Richtung, die andere Gruppe in entgegengesetzter Richtung verschiebt, wobei der Fortschaltimpuls jeweils nur eine der beiden Gruppen wirksam werden läßt.
  2. 2. Schieberegister nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gliedweise aneinandergereihten bistabilen Anordnungen aus Transistoren bestehen.
  3. 3. Schieberegister nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gliedweise aneinandergereihten bistabilen Anordnungen aus Ringkernen bestehen, die in zwei Richtungen magnetisiert werden können.
  4. 4. Schieberegister nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß in &n Stromkreisen zur Verschiebung des Zustandes der einzelnen Glieder Koinzidenzgatter vorgesehen sind und daß; der Fortschaltimpuls nur den Koinzidenzgattern. in den Stromkreisen der jeweils gewünschten Verschieberichtung zugeführt wird.
  5. 5. Schieberegister nach Anspruch 4, dadurch,gekennzeichnet, da.ß für dieWeiterschaltung vorzugsweise solche Steuerelektroden benutzt werden, die einen niedrigen Eingangswiderstand aufweisen.
  6. 6. Schieberegister nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß den bistabilen Anordnungen. der einzelnen Glieder (z. B. 1) Mischgatter (15, 16) vorgeschaltet sind und daß an die Eingänge ein und desselben Mischgatters (15) sowohl ein Stromkreis für Verschiebung in der einen Richtung als auch ein Stromkreis für Verschiebung in der entgegengesetzten Richtung über Koinzidenzgatter (11, 12) herangeführt ist.
  7. 7. Schieberegister nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgänge der Transistoren Verzögerungselemente (D) enthalten, welche eine Zustandänderung des Transistors an beide Nachbarglieder des Registers verzögert weiterleiten. B.
  8. Schieberegister nach Anspruch 7, dadurch ;gekennzeichnet, daß das Verzögerungselement aus einem Widerstand (z. B. 320) besteht, der in die Verbindungsleitung vom Kollektor eines Transistors zum Eingang des Transistors im Nachbarglied geschaltet ist und der in Verbindung mit einem Kondensator (322) im Nachbarglied eine plötzliche Potentialänderung über die Verbindungsleitung verhindert.
  9. 9. Schieberegister nach Anspruch 8 zur Achszählung in Eisenbah-nsicherungsanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß der Zustand (a) jeweils nur einer bistabilen Anordnung (10) von dem Zustand (b) der übrigen bistabilen Anordnungen (20, 30) abweicht und daß das Glied (1), dessen bistabile Anordnung (10) den abweichenden Zustand, (a) einnimmt, die Anzahl der gezählten Achsen kennzeichnet.
  10. 10. Schieberegister nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß dasjenige Mischgatter (16) eines Gliedes (1), über das die zugehörige bistabile Anordnung (10) in den Zustand (a) gebracht wird, den sie in der Nullstellung des Schieberegisters einnimmt, mit einem besonderen Eingang (R) zur Herbeiführung der Nullstellung versehen ist.
  11. 11. Schieberegister nach Anspruch 10 zur Verwendung in einer Zählvorrichtung mit gestaffelt angeordneten Zählorganen, in welcher eia nachgeordnetes Zählorgan nur dann einen Schritt ausführt, wenn das vorgeordnete Zählorgan einmal alle Stellungen, die es einnehmen kann, durchlaufen hat, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang des Koinzidenzgatters (13) eines Registergliedes (1), über den die bistabile Anordnung (10) dieses Gliedes bei Einzählung in den von den anderen Gliedern (2, 3) abweichenden Zustand (a) gebracht wird, und der Ausgang des Koinzidenzgatters (34) des in Einzählrichtung vorgeordneten Registergliedes (3), über den die bistabile Anordnung (30) dieses Gliedes bei Auszählung in den von den anderen Gliedern abweichenden Zustand (d) gebracht wird, mit dem Einzähl- bzw* Auszähleingang des nachgeordneten Zählorgans; gegebenenfalls unter Zwischenschaltung von Verstärkern. verbunden sind (Klemmen F 1, F 2)
  12. 12. Schieberegister nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Weiterschalten des Zählorgans von einem Koinzidenzgatter (37) überprüft wird, welches bei nicht ordnungsgemäßer Weiterschaltung dieses Zählorgans ein Fehlerkriterium liefert.
  13. 13. Schieberegister nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Weiterschalten des jeweiligen Nachbarzählorgans von einem Koinzidenzgatter (38) erst dann freigegeben wird (über Klemme F20), wenn das Zählorgan (30), von dem aus die jeweiligen Nachbarzählorgane weitergeschaltet werden, selbst weitergeschaltet hat.
DES49710A 1956-07-25 1956-07-25 Schieberegister, insbesondere fuer Achszaehleinrichtungen in Eisenbahnsicherungsanlagen Pending DE1015041B (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1144952B (de) * 1960-04-25 1963-03-07 Siemens Ag Verfahren und Einrichtung zum Steuern und UEberwachen von Zaehlwerken, insbesondere Achszaehlwerken fuer Eisenbahnanlagen
DE1169986B (de) 1960-05-05 1964-05-14 Standard Elektrik Lorenz Ag Verfahren zum UEberwachen und Impuls-auswerten in Achszaehleinrichtungen fuer Eisenbahnanlagen
US3144225A (en) * 1960-03-25 1964-08-11 Int Standard Electric Corp Arrangement for evaluating the pulses in railway axle-counting systems

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