DE1014947B - Vorrichtung zum Wenden schwerer Platten, insbesondere von Walzbrammen - Google Patents
Vorrichtung zum Wenden schwerer Platten, insbesondere von WalzbrammenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21B—ROLLING OF METAL
- B21B39/00—Arrangements for moving, supporting, or positioning work, or controlling its movement, combined with or arranged in, or specially adapted for use in connection with, metal-rolling mills
- B21B39/20—Revolving, turning-over, or like manipulation of work, e.g. revolving in trio stands
- B21B39/24—Revolving, turning-over, or like manipulation of work, e.g. revolving in trio stands by tongs or grippers
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Landscapes
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Description
- Vorrichtung zum Wenden schwerer Platten, insbesondere von Walzbrammen Die Erfindung bezieht sich auf das Wenden schwerer Platten, wie dies beispielsweise beim Putzen von Walzbrammen erforderlich ist. Die Platte muß also entweder von einem festen Putztisch abgehoben, gewendet und wieder abgesetzt werden, oder zum Wenden müssen besondere Maschinen vorgesehen werden, welche das Werkstück auch beim Putzen halten. Für beide Verfahren sind schon verschiedne Vorrichtungen bekanntgeworden, die jeweils ihre besonderen Nachteile haben. Zunächst sind die bekannten Wendevorrichtun.gen, entsprechend dem hohen Gewicht der Brammen von etwa 20 bis 30 t, außerordentlich robust gebaut und dementsprechend teuer. Sie können lediglich als Sonderverrichtung verwendet werden und machen sich daher kaum bezahlt.
- Weiterhin sind schon Wendevorrichtungen mittels Zangen bekanntgeworden, bei welchen sich die Zangen gemäß den großen Greifkräften entsprechend .tief in den Werkstoff eindrücken, und diese Eindrücke lassen sich beim nachfolgenden Weiterwalzen im Platinen-und Bandwalzwerk nicht mehr beseitigen, sondern ergeben verhältnismäßig tiefe Walzriefen.
- Um diesen Übelstand zu vermeiden, ist schon vorgeschlagen worden, zum Wenden der Walzbrammen :Magnete mit möglichst großer Angriffsfläche zu verwenden. Dic Magnete werden dann an dem einen Ende der Platte so angesetzt, d.aß der größere Teil der Magnetfläche über das Ende hinwe@gragt. Sobald die Platte bis in eine genügend. große Höhe, nahezu in die Senkrechte, angehoben ist, klappt der Magnet dann von selbst über die Stirnseite der Platte auf die gegenüberliegende Seite über und ermöglicht so ein Absenken der Platte. Arbeitszeitmäßig ist dieses Verfahren noch verhältnismäßig günstig. Die Gefahren für die Bedienungsperson sind allerdings außerordentlich groß, da die Haftwirkung beim Überklappen des Magnets von der einen auf die andere Fläche entsprechend der kleinen Berührungsfläche nur sehr gering ist, so daß die Platten oftmals abfallen. Unglücksfälle in Putzereien sind keine Seltenheiten.
- Zweck der Erfindung ist es, ein möglichst sicheres Wenden der schweren Walzbrammen in verhältnismäßig kurzer Zeit zu bewirken. Hierzu werden zwei unabhängig voneinander schaltbare und bewegbare Elektromagnete verwendet, deren Angriffsfläche sich zur Waagerechten frei neigbar einstellen läßt. Der erste Elektromagnet wird am einen Ende der Platte antigesetzt und mit dieser so lange angehoben, bis der zweite Elektromagnet am gleichen Plattenende, aber auf der gegenüberliegenden Plattenseite angesetzt werden kann. Nach dem Ansetzen des zweiten Magnets wird dieser so weit angehoben, bis die Platte über die lotrechte Stellung hinweg gewendet ist, und anschließend wird der erste Magnet gelöst, während man den zweiten mit der Platte absenkt.
- Entsprechend der Eigenart der bekannten Wendevorrichtung lag die Platte bisher stets mit einem Ende auf dem Putztisch auf, so daß durchweg ein Schleifen auf den Tisch erfolgte. Erfindungsgemäß kann die Platte dagegen mittels des ersten Magnets vom Boden abgehoben und an beiden Magneten hängend frei schwebend gewendet werden. Der erste Magnet wird erst dann abgenommen, wenn die Platte im wesentlichen ausschließlich am zweiten Magnet hängt. Auf diese: Weise wird es ermöglicht, daß auch beim Umschalten vom einen auf den anderen Magnet keine ruckartige Kraftänderung erfolgt. Außerdem werden die Magnete entweder positiv oder entsprechend den von der Platte ausgeübten Kräften frei einstellbar in waagerechter Richtung bewegt, wenn die Platte gehoben oder abgesenkt wird, so daß die auf den Putztisch aufgesetzte Plattenkante in Ruhe bleibt und nicht über den Tisch, geschleift wird.
- Beide Elektromagnete oder auch Elektromagnetpaare können von einer gemeinsamen Kranlaufkatze gehalten, werden und sollen einen zweiten Angriffspunkt für eine Steuervorrichtung aufweisen. Der Kran wird auch zum Transport der Brammen nach dem und vom Putztisch weg verwendet. Über die Steuervorrichtung soll die Stellung des Magnets im Raum bzw. die Neigung der Magnetfläche eingestellt werden, damit man den Magnet beispielsweise auch von schräg unten an eine Platte ansetzen kann. Den Haltepunkt des Magnets kann man erfindungsgemäß in Richtung auf die Magnetfläche bis dicht an den Schwerpunkt des Magnets heranrücken, während man die Steuervorrichtung auf der anderen Seite des Schwerpunktes nahe an der Magnetfläche angreifen läßt. Als Triebwerke können beispielsweise Windwerke für die Magnete und die Steuervorrichtungen zur Anwendung kommen, und zwar soll die Steuervorrichtung möglichst synchron zu dem entsprechenden Hauptwindwerk angetrieben werden. Recht einfach ist es hierbei, wenn man die Steuertrommel über einen kleinen Elektro- oder Federmotor antreibt, tvobei das Drehmoment lediglich zum Straffhalten des Steuerseiles ausreichen soll, während der ganze Magnet über das Steuerseil gehalten wird, wenn die Haltebremse bzw. Steuerbremse angezogen ist. Läßt man dann das Hubseil nach, so schwenkt der Magnet um den Angriffspunkt des Steuerseiles. Ein Pendeln der Magnete kann in weitem Maße dadurch vermieden werden, daß man diese an Führungsstempeln anbringt, die beispielsweise auf lotrechter Bahn in einem an der Katze angebrachten Gerüst geführt werden.
- An Hand der Zeichnung soll die Erfindung nun beispielsweise erläutert werden. Es zeigt Fig.1 eine Seitenansicht eines erfindungsgemäß ausgebildeten Halbportalkranes, Fig. 2 eine Draufsicht auf die Krankatze, während die Fig. 3 bis 6 in schaubildlicher Weise verschiedene Betriebsstellungen. beim Wenden der Platte wiedergeben.
- Entsprechend Fig. 1 ist auf dem Halbportalkran 2 eine Katze 2 mit einem Gerüst 3 verfahrbar angeordnet. In dem Gerüst 3 sind mittels Führungsrollen 4 und 5 Führungsstempel 6 in lotrechter Richtung verschiebbar geführt. Am unteren Ende eines jeden Führungsstempels 6 sind über je eine Traverse 7 ein Elektromagnetpaar bzw. ein Elektromagnet 8 oder 18 angebracht. Über Rollensätze 9 sind die Magnete 8 vermittels verschiedener Hubwerke 10 unabhängig voneinander zu heben und zu senken. Dicht an der Magnetfläche greift am oberen bzw. inneren Ende eines jeden Magnets ein Steuerseil 11 an, welches von einer Steuertrommel 12 mittels eines kleinen Elektromotors 13 straff gehalten wird. Die Trommel 12 läßt sich über die Bremse 14 festhalten, so daß beim Nachlassen des Hubseiles der Magnet um den Angriffspunkt 15 des Steuerseiles 11 bis unter die lotrechte Stellung hinausgeschwenkt werden kann.
- Der `,\rendevorgang kann an Hand der Fig. 3, 4, 1, 5 und 6 verfolgt werden. Beim Wenden wird zunächst der Magnet 8 an dem einen Ende 16a der Platte 16 angesetzt und hebt dieses Ende in Richtung des Pfeiles 17 an, wobei das Seil- 11 in der vorbeschriebenen Weise straff gehalten wird. Beim Anheben schwenkt die Platte 16 um den Auflagerpunkt 19, wenn. sich der Magnet 8 in Richtung des Pfeiles 20 bewegen kann. Dies wird man meist durch Lösen der Bremsen des Katzfahrwerks ermöglichen. Wie in Fig. 4 gezeigt, hängt die Platte 16 frei schwebend am Magnet 8, und der Magnet 18 wird über sein Steuerseil gehalten, während das entsprechende Hubseil so nachgelassen wird, daß die Magnetfläche etwa parallel zur unteren Fläche der Platte 16 zu liegen kommt. In dieser Stellung wird der Strom für den Magnet 18 eingeschaltet, und anschließend wird dessen Hubwerk in Richtung des Pfeiles 21 betätigt, wobei die Platte 16 über die in Fig. 1 gezeigte Stellung hinaus bis in die Stellung nach Fig.5 frei schwebend gewendet wird. In dieser Stellung wird die Bremse für das Steuerseil 11 des Magnets 8 angezogen, und der Strom dieses Magnets kann abgeschaltet werden, so daß man durch Absenken des Magnets 18 in Richtung des Pfeiles 22 in Fig. 6 und freies Verfahren der Katze in Richtung des Pfeiles 23 die Platte 16 um den Auflagerpunkt 24 abschwenken kann, ohne daß ein Gleiten erfolgt.
Claims (6)
- PATEN T A N S P P L !: I I E 1. Vorrichtung zum Wenden schwerer Platten, insbesondere von Walzbrammen auf dem Putztisch, wobei diese an einem Ende von einem anhebbaren, von einer Laufkatze gehaltenen Elektromagnet erfaßt, dann angehoben, gewendet und abgesenkt werden, dadurch gekennzeichnet, daß zwei unabhängig voneinander schaltbare und bewegbare Elektromagnete (8,18), deren Angriffsfläche zur Waagerechten frei neigbar ist, heb- und senkbar derart angeordnet sind, daß der eine Magnet (8) zum Anheben auf der einen und der andere Magnet (18) zum gemeinsamen Wenden mit dem ersten Magnet und zum Absenken auf der anderen Plattenseite anzusetzen ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Steuervorrichtung, über welche die Neigung der Magnetfläche zu steuern ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Haltepunkt des Magnets in Richtung auf die Magnetfläche bis dicht an den Schwerpunkt des Magnets herangerückt ist und daß die Steuervorrichtung (11) auf der anderen Seite des Schwerpunkts nahe an der Magnetfläche angreift.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, gekennzeichnet durch die Ausbildung der Halterungen für die Magnete und der Steuervorrichtungen als Windwerke (10, 12), wobei jede Steuervorrichtung synchron zu jeweils einem Magnethubwerk anzutreiben ist.
- 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuertrommel (12) ständig über einen Elektro- oder Federmotor (13) mit einem solchen Drehmoment angetrieben ist, welches mit geringer Sicherheit zum Strafthalten des Steuerseiles (11) ausreicht und daß eine I-Ialtebremse (14) vorgesehen ist, vermittels welcher der Magnet (8, 18) über das Steuerseil (11) zu halten bzw. durch Nachlassen des Hubseiles (10) um den Angriffspunkt des Steuerseiles (11) zu schwenken ist.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektromagnete (8,18) an Führungsstempeln (6) angebracht sind, welche auf vorzugsweise lotrechter Bahn in einem an der Katze (2) angebrachten Gerüst (3) geführt sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK29332A DE1014947B (de) | 1956-07-11 | 1956-07-11 | Vorrichtung zum Wenden schwerer Platten, insbesondere von Walzbrammen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEK29332A DE1014947B (de) | 1956-07-11 | 1956-07-11 | Vorrichtung zum Wenden schwerer Platten, insbesondere von Walzbrammen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1014947B true DE1014947B (de) | 1957-09-05 |
Family
ID=7218474
Family Applications (1)
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| DEK29332A Pending DE1014947B (de) | 1956-07-11 | 1956-07-11 | Vorrichtung zum Wenden schwerer Platten, insbesondere von Walzbrammen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1014947B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1087784B (de) * | 1957-11-15 | 1960-08-25 | Josef Froehling Konstruktionsb | Wendevorrichtung fuer schwere Platten, insbesondere fuer Walzbrammen |
| DE1178187B (de) | 1960-08-16 | 1964-09-17 | Alweg Ges Mit Beschraenkter Ha | Einrichtung zum Wenden schwerer Bauteile |
-
1956
- 1956-07-11 DE DEK29332A patent/DE1014947B/de active Pending
Cited By (2)
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| DE1087784B (de) * | 1957-11-15 | 1960-08-25 | Josef Froehling Konstruktionsb | Wendevorrichtung fuer schwere Platten, insbesondere fuer Walzbrammen |
| DE1178187B (de) | 1960-08-16 | 1964-09-17 | Alweg Ges Mit Beschraenkter Ha | Einrichtung zum Wenden schwerer Bauteile |
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