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DE1014745B - Verfahren zum Betrieb von Schachtoefen - Google Patents

Verfahren zum Betrieb von Schachtoefen

Info

Publication number
DE1014745B
DE1014745B DEB19573A DEB0019573A DE1014745B DE 1014745 B DE1014745 B DE 1014745B DE B19573 A DEB19573 A DE B19573A DE B0019573 A DEB0019573 A DE B0019573A DE 1014745 B DE1014745 B DE 1014745B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
furnace
nozzles
procedure
oxygen
operating shaft
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB19573A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Hans Gettert
Dr Guenther Hamprecht
Dr Adam Immel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DEB19573A priority Critical patent/DE1014745B/de
Publication of DE1014745B publication Critical patent/DE1014745B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B1/00Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces
    • F27B1/10Details, accessories or equipment specially adapted for furnaces of these types
    • F27B1/16Arrangements of tuyeres

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)

Description

  • Verfahren zum Betrieb von Schachtöfen Die Anwendung von Sauerstoff oder an Sauerstoff angereicherter Luft heim Betrieb von Schachtöfen ermöglicht die Erzeugung wesentlich höherer Temperaturen, als dies in einem mit Luft betriebenen Schachtofen möglich ist. Die damit verbundenen erhöhten Anforderungen an die Feuerfestigkeit der Ofenwandung lassen es als zweckmäßig erscheinen, die Düsen zum Einführen der sauerstoffhaltigen Gase in die Beschickung hineinragen zu lassen, so daß der zwischen Innenwanduirg und Düsenmündungen befindliche Teil der Beschickung die Wandung wirksam vor den sehr hohen Temperaturen schützt. Die Düsen bestehen meist aus gut wärmeleitendem Metall und werden mit Wasser gekühlt. Sie können verstellbar angeordnet werden, so, daß man den Ofen mit verschiedenen Belastungen betreiben kann.
  • Beim Verstellen und gelegentlich erforderlichen Auswechseln der Düsen begegnet man erheblichen Schwierigkeiten, da die teilweise in flüssigem bis teigigem Zustand befindliche Beschickung, welche die Düsen umgibt, an den kalten Düsen zu festen Krusten erstarrt und die Düsen oft so fest umschließt, daß sie nicht mehr oder nur unter großen Schwierigkeiten bewegt werden können. Die Veränderung des Reaktionsraumes durch Verschieben der Düsen und die Auswechslung von Düsen wird dadurch sehr erschwert und oft sogar unmöglich gemacht.
  • Es wurde nun gefunden, daß diese Nachteile vermieden werden, wenn die Düsen dauernd oder zweitweise bewegt werden, so daß sie mit der Beschickung nicht verbacken können. Diese Bewegung braucht, wie sich gezeigt hat, nicht besonders rasch zu sein. Es genügt vielmehr meistens eine langsame Bewegung, 1Tan kann die Düse z. B. um ihre Längsachse rotieren oder, was noch einfacher ist, eine hin- und hergehende, teilweise Drehbe,#vegung ausführen lassen. Die Düse kann auch lediglich eine Hin- und Herbewegun:g in der Richtung der Längsachse ausführen. Je nach Art des Beschickungsgutes kann es genügen, die Bewegung nur in der ersten Zeit nach der Inbetriebnahme des Ofens und bei Änderung der Belastung des Ofens vorzunehmen. Wenn die erstarrte Kruste, welche die Düse umgibt und in welcher sich die Düse bewegt, eine hinreichende Festigkeit erlangt hat, kann die Bewegung meistens eingestellt werden.
  • Es ist eine Vorrichtung zur Beeinflussung der Verbrennungsvorgänge im Gestell von Schachtöfen, insbesondere von Hochöfen, bekanntgeworden, die dadurch gekennzeichnet ist, daß eine beliebigeVerlegung des Windeintritts und der vor den Formen befindlichen Oxydationsräume in das Gestell der Schachtöfen durch im Windstrom der Blasformen angeordnete Hohlkörper erfolgt, die während des Betriebes des Ofens ganz oder teilweise aus den Windformen in deren Achsrichtung in das Gestell des Ofens hinein vorgeschoben werden können. Dabei ist die eigentliche Windform jedoch fest angeordnet, und nur der im Formkopf eingebaute, verhältnismäßig kurze Hohlkörper ist nach vorn verschiebbar, um das ungleichmäßige Niedergehen der Beschickung des Ofens beheben und die Lage der Oxydationszone beeinflussen zu können. Diese Vorrichtung mag für das Betreiben eines normalen Hochofens mit normalemWind zweckmäßig sein; sie ist jedoch nicht geeignet, das bei den nach dem sauerstoffthermischen Verfahren arbeitenden Schachtöfen auftretende Festbacken der Sauerstoffdüsen in dem sich in der Randzone des Reaktionsraumes bildenden Krustenwulst zu verhindern. Beispiel In der Zeichnung ist mit 1 ein Ofen für die sauerstoff-therrnische Herstellung von Calciumcarbid bezeichnet, der mit der feuerfesten Auskleidung 2 versehen ist und die Charge 3 enthält, die aus einer Mischung von gebranntem Kalk und Koks besteht und mittels der Vorrichtung 4 eingeführt wird. Durch die wassergekühlten Düsenrohre 5 wird Sauerstoffgas in die Charge eingeblasen, wodurch Temperaturen von 2000° und mehr erzeugt «-erden. Bei diesen Temperaturen verbindet sich der Kohlenstoffgehalt des Kokses mit dem Calciumoxyd zu Calciumcarbid und Kohlenmonoxyd. Eine an Calciurncarbid reiche Schmelze sammelt sich in flüssigem Zustand am Boden des Ofens, wo sie durch die Öffnung 6 in zeitlichen Abständen von 5 bis 20 Minuten entnommen wird. Ein an Kohlenmonoxyd reiches Gas wird durch das Rohr 7 abgezogen.
  • Sobald das Verfahren in Gang gekommen ist, bildet sich ein kraterförmiger Wulst 8 zwischen der heißesten Stelle 9 und den umgebenden, nicht umgesetzten Teilen der Charge, weil die aus Calciumcarbid, Calciumoxyd und Koksasche bestehende Schmelze die umgebende kältere Zone durchdringt und in dieser Zone erstarrt, sobald die Temperatur unter den Schmelzpunkt der-Mischung fällt. Dies ist wenig unterhalb 1800° der Fall. Besonders harte Krusten bilden sich an denjenigen Stellen, wo die wassergekühlten D'isenröhre in dem Wulst stecken und viel Wärme ihrer Umgebung entziehen.
  • Um nun ein Steckenbleiben der Düsenrohre in den umgebendem Krusten zu verhindern, sind die Rohre mit einem Griff oder Handrad 5 a. versehen, mit deren Hilfe die Rohre in der oben beschriebenen Weise bewegt werden. Diese Bewegung kann auch durch hydraulisch oder mechanisch betriebene Vorrichtungen herbeigeführt werden. Weiterhin kann man von v ibratiönserzeugenden Vorrichtungen Gebrauch machen, die den Düsenrohren schnelle Stöße erteilen.
  • Die Bewegung der Rohre soll während der ersten Stunden nach der Inbetriebnahme des Ofens ziemlich häufig sein, beispielsweise in Abständen von 20 bis 60 Minuten vorgenommen werden. Nach einer Betriebsdauer von etwa 10 bis 12 Stunden können die zeitlichen Abstände z. B. auf 2 bis 6 Stunden ausgedehnt werden, und nach einer Betriebsdauer von mehreren Tagen hat sich der Wulst meistens vollständig ausgebildet, und es hat sich ein fast stationärer Zustand eingestellt. Von diesem Zeitpunkt an genügt ein ein- oder zweimaliges Bewegen der Rohre am Tag. Je nach den BetrielAsbedingungen können. natürlich die nur als Beispiele angegebenen Perioden kürzer oder länger gewählt werden.
  • Auch bei der Gewinnung von Ferrosilicium nach dem sauerstoffthermischen Verfahren treten in der Reaktionszone des Schachtofens dieselben Erscheinungen auf. Der sich hier bildende Krustenwulst besteht ebenfalls zum Teil aus nicht oder teilweise umgesetzter Beschickung, wie Koks, Holzkohle, Ouarz, Eisen oder ähnlichen Stoffen, in welche jedoch eine Schmelze aus Ferrosilicium, einem Teil der Koksasche, Quarz u. dgl. eindringt und in der kühleren Randzone erstarrt.
  • Die geschilderten Erscheinungen sind in analoger Weise auch bei der Herstellung anderer Produkte oder Legierungen nach dem sauerstoffthermischen Verfahren zu verzeichnen. Hierbei ändert sich im wesentlichen lediglich die Zusammensetzung der Krustenzone, die von der jeweiligen Beschickung naturgemäß abhängig ist. In allen diesen Fällen läßt sich das Festbacken der Düsen in der. Krusten der Randzone des Reaktionsraumes durch die oben beschriebenen Maßnahmen vermeiden, so daß im Bedarfsfall sowrrhl der Durchmesser des Reaktionsraumes genau eingestellt oder das Auswechseln einer schadhaft gewordenen Düse oder eine sonstige für den verhältnismäßig empfindlichen Betrieb des nach dem sauerstoffthermischen Verfahren arbeitenden Schachtofens erforderliche wichtige -Maßnahme rasch und ohne wesentliche Störung des Ofenganges getroffen werden kann.

Claims (3)

  1. PATI:.NTANSPPÜCIIE: 1. Verfahren zum Betrieb eines Schachtofens nach dem sauerstoffthermischen Verfahren mit in die Beschickung hineinragenden, gekühlten Düsen.', dadurch gekennzeichnet, daß die Düsen während des Betriebes bewegt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung nicht dauernd, sondern nur zeitweise erfolgt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung nur in der ersten Zeit nach der Inbetriebnahme des Ofens und bei Änderungen der Belastung des Ofens erfolgt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 595 802.
DEB19573A 1952-03-18 1952-03-18 Verfahren zum Betrieb von Schachtoefen Pending DE1014745B (de)

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DEB19573A DE1014745B (de) 1952-03-18 1952-03-18 Verfahren zum Betrieb von Schachtoefen

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DEB19573A DE1014745B (de) 1952-03-18 1952-03-18 Verfahren zum Betrieb von Schachtoefen

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DE1014745B true DE1014745B (de) 1957-08-29

Family

ID=6960088

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DEB19573A Pending DE1014745B (de) 1952-03-18 1952-03-18 Verfahren zum Betrieb von Schachtoefen

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DE (1) DE1014745B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1271133B (de) * 1959-03-04 1968-06-27 E H Hermann Schenck Dr Ing Dr Verfahren zum Betrieb eines elektrischen Reduktionsofens
WO1996000798A1 (de) * 1994-06-29 1996-01-11 Ingitec Gbr Düsensystem für eine einrichtung zum schmelzen von eisenmetallischen werkstoffen in einem koksbeheizten kupolofen

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE595802C (de) * 1931-07-31 1934-04-20 Martin Kuenkele Dr Ing Vorrichtung zur Beeinflussung der Verbrennungsvorgaenge im Gestell von Schachtoefen

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