DE10146285A1 - Fahrzeugdach - Google Patents
FahrzeugdachInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Fahrzeugdach mit mindestens einem Deckel (10), der zum wahlweisen Verschließen und mindestens teilweisen Freilegen einer Dachöffnung (11) mittels einer Deckelantriebsvorrichtung (13, 15) verschiebbar ist, sowie mit einem im Bereich des vorderen Randes der Dachöffnung angeordneten Windabweiser (16), der mittels einer Ausstellmechanik (20) zwischen einer Ruhestellung bei geschlossenem Deckel sowie einer voll ausgestellten Position und mindestens einer zwischen diesen Endpositionen liegenden vorbestimmten Zwischenposition beim Öffnen des Deckels verstellbar ist, wobei die Ausstellmechanik eine Stelleinrichtung (23) zum Beeinflussen der Ausstellhöhe des Windabweisers aufweist. Erfindungsgemäß ist ein Teil (29) der Stelleinrichtung (23) in einem vorgegebenen Teilbereich der Deckelverschiebebewegung mit der Deckelantriebsvorrichtung (13, 15) kuppelbar, um in diesem Teilbereich der Deckelverschiebebewegung die Ausstellhöhe des Windabweisers (16) in Abhängigkeit von der jeweiligen Deckelstellung gezielt zu verändern.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Fahrzeugdach mit mindestens einem Dec
kel, der zum wahlweisen Verschließen und mindestens teilweisen Freilegen einer
Dachöffnung mittels einer Deckelantriebsvorrichtung verschiebbar ist, sowie mit
einem im Bereich des vorderen Randes der Dachöffnung angeordneten Windab
weiser, der mittels einer Ausstellmechanik zwischen einer Ruhestellung bei ge
schlossenem Deckel sowie einer voll ausgestellten Position und mindestens einer
zwischen diesen Endpositionen liegenden vorbestimmten Zwischenposition beim
Öffnen des Deckels verstellbar ist, wobei die Ausstellmechanik eine Stelleinrich
tung zum Beeinflussen der Ausstellhöhe des Windabweisers aufweist. Zusätzlich
zu den Endpositionen sind gezielte Zwischenpositionen des Windabweisers er
wünscht, um die Windabweiserfunktion in Abhängigkeit von den jeweiligen Fahr
bedingungen, insbesondere dem Öffnungsgrad des Deckels und/oder der Fahr
geschwindigkeit, optimieren zu können.
Bei einem bekannten Fahrzeugdach der vorstehend genannten Art (DE 198 09 943 A1)
ist der Windabweiser bezüglich seiner Ausstellhöhe durch einen von dem
Antrieb des Deckels unabhängigen Antrieb eines Schiebehimmels gesteuert. Es
sind ferner Fahrzeugdächer bekannt, bei denen die Betätigung des Windabwei
sers mit einem separaten Elektromotor erfolgt (DE 198 02 301 A1). Diese Ausfüh
rungsformen erfordern beide außer dem Deckelantrieb einen zusätzlichen An
triebsmotor.
Es ist auch bekannt, den Windabweiser mittels des Auslaufendes der Deckel-
Antriebskabel zu verstellen (DE 199 07 806 A1). Dabei sind die Antriebskabel-
Auslaufenden mit einem Schlitten fest verbunden, der gegenläufig zu jeder Dec
kelverschiebebewegung verschoben wird, aber mit der Ausstellmechanik des
Windabweisers erst in Eingriff kommt, nachdem der Deckei um eine vorbestimmte
Strecke in Öffnungsrichtung verstellt ist. Eine solche Lösung kann in schon vor
handene Dachkonstruktionen oft nur schwer oder gar nicht integriert werden.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Fahrzeugdach mit einem bei min
destens teilweise geöffnetem Deckel in unterschiedliche Ausstellhöhen bringba
ren Windabweiser zu schaffen, das mit relativ geringem Aufwand eine zuverlässi
ge Anpassung des Windabweiser-Austellgrades an die Fahrbedingungen gestat
tet und dessen die Ausstellhöhe des Windabweisers beeinflussenden Teile auch
besser als bei der Lösung gemäß DE 199 07 806 A1 in bereits vorhandene
Dachkonstruktionen eingebunden werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass ein Teil der Stellein
richtung in einem vorgegebenen Teilbereich der Deckelverschiebebewegung mit
der Deckelantriebsvorrichtung kuppelbar ist, um in diesem Teilbereich der Dec
kelverschiebebewegung die Ausstellhöhe des Windabweisers in Abhängigkeit
von der jeweiligen Deckelstellung gezielt zu verändern.
Bei der erfindungsgemäßen Lösung ist vorteilhaft, dass neben dem ohnehin vor
handenen Deckelantrieb kein zusätzlicher Motor für das Positionieren des Win
dabweisers benötigt wird. Der von der Deckelantriebsvorrichtung mitnehmbare
Teil der Stelleinrichtung wird nicht im vollen Bereich der Deckelverschiebebewe
gung verstellt, sondern nur in dem Teilbereich dieser Verschiebebewegung, in
nerhalb dessen ein Variieren der Ausstellhöhe des Windabweisers gefordert ist.
Dies reduziert nicht nur die insgesamt ablaufenden Verschiebebewegungen der
verschiedenen Dachteile, sondern erleichtert es, für eine Feinanpassung der
Ausstellhöhe des Windabweisers auch noch nachträglich bei schon vorhandenen
Dachkonstruktionen zu sorgen.
Bevorzugte weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Un
teransprüchen.
So wird ein mechanisch besonders einfacher Aufbau erreicht, wenn der mit der
Deckelantriebsvorrichtung in einem vorgegebenen Teilbereich der Deckelver
schiebebewegung kuppelbare Teil der Nockenstelleinrichtung gleichsinnig mit der
Deckelverschiebebewegung verstellbar ist. Dazu trägt ferner bei, wenn der Win
dabweiser in Ausstellrichtung federnd vorgespannt ist und die Nockenstellein
richtung die Verstellung des Windabweisers in Ausstellrichtung begrenzt.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist der mit der Deckelantriebsvorrichtung
in einem vorgegebenen Teilbereich der Deckelverschiebebewegung kuppelbare
Teil der Stelleinrichtung ein Steuerschieber mit einer Nockenbahn, die mit einem
Nocken an einem die Ausstellhöhe des Windabweisers bestimmenden Stellhebel
zusammenwirkt. Die Gestaltung einer solchen Nockenbahn kann auf flexible,
gleichwohl aber sehr einfache Weise den praktischen Erfordernissen der jeweili
gen Dachkonstruktion angepasst werden. So können insbesondere für unter
schiedliche Teilbereiche der Deckelverschiebebewegung unterschiedliche kon
stante oder sich entsprechend einer vorgegebenen Funktion ändernde Windab
weiser-Austellhöhen vorgesehen sein. Bei der Nockenbahn kann es sich um eine
einseitig offene Nockenbahn handeln. Stattdessen kann aber auch eine Nocken
bahn in Schlitzform, das heißt ein sogenannter Kulissenschlitz, vorgesehen sein.
Zweckmäßig ist der Stellhebel um eine dachfeste Schwenkachse schwenkbar,
während der Steuerschieber in Deckelverschieberichtung verstellbar gelagert ist.
Die Schwenkachse des Stellhebels verläuft vorzugsweise im wesentlichen in
Dachquerrichtung. Vorzugsweise ist ferner der Nocken von dem einen Ende des
Stellhebels gebildet, während der Stellhebel im Bereich seines anderen Endes an
einem windabweiserfesten Teil anliegt und den Windabweiser entgegen der Fe
dervorspannung in der von der Nockenbahn bestimmten Ausstellhöhe hält.
Eine Begrenzung der Ausstellhöhe des in Ausstellrichtung federnd vorgespann
ten Windabweisers ist ferner auf einfache und dennoch flexibel an die gegebenen
Einbauverhältnisse anpassbare Weise durch eine Rückhaltevorrichtung möglich,
die zwischen dem Windabweiser und der Ausstellmechanik vorsehbar ist.
Eine in vertikaler Richtung, d. h. im Wesentlichen senkrecht zu einer den Deckel
umfassenden Ebene besonders schmal bauende Konstruktion lässt sich erzielen,
wenn die Rückhaltevorrichtung nicht starr ausgebildet ist, sondern bei Verstellung
des Windabweisers in Richtung auf seine Ruhestellung von einer ausgefahrenen
in eine in vertikaler Richtung einen kleineren Raum einnehmende eingefahrene
Position bringbar ist. Auf diese Weise kann auch die von der Stelleinrichtung -
insbesondere durch das Zusammenwirken von Steuerschieber und Stellhebel -
vorgegebene maximale Ausstellhöhe wesentlich vergrößert werden, ohne dass
ein größerer Bauraum benötigt wird.
Vorzugsweise ist dabei die Rückhaltevorrichtung zwischen dem Windabweiser
und dem Stellhebel vorgesehen. Die Rückhaltevorrichtung ist zweckmäßiger
Weise einerseits mittelbar oder unmittelbar am Windabweiser angebracht, ande
rerseits wenigstens in ausgefahrener Position insbesondere an das vordere Ende
des Stellhebels anlegbar.
In besonderer Ausgestaltung der Erfindung kann die Rückhaltevorrichtung einen
um eine im Wesentlichen horizontal liegende Achse schwenkbaren Hebel umfas
sen. Weiterhin ist es möglich, die Rückhaltevorrichtung so auszubilden, dass sie
ein im Wesentlichen in vertikaler Richtung zusammenschiebbares Bauelement
aufweist. Darüber hinaus kann die Rückhaltevorrichtung ein biegeelastisches
Band, insbesondere in Form eines Gurtbandes umfassen. Schließlich können die
genannten Bauelemente auch in Kombination verwendet werden.
Eine besonders robuste Konstruktion wird erhalten, wenn ein Mitnehmer vorge
sehen ist, der mit dem mit der Deckelantriebsvorrichtung in einem vorgegebenen
Teilbereich der Deckelverschiebebewegung kuppelbaren Teil der Stelleinrichtung
in Antriebsverbindung steht und der in Abhängigkeit von der jeweiligen Deckel
stellung über eine Schaltkupplung mit einem dachfesten Teil oder mit der Decke
lantriebsvorrichtung, und zwar vorzugsweise mit einem einen Teil der Deckelan
triebsvorrichtung bildenden Deckelantriebsschlitten, kuppelbar ist.
Zur Minimierung des Aufwandes für die Windabweiserverstellung trägt bei, wenn
die Schaltkupplung selbsttätig in Abhängigkeit von der Bewegung der Deckelan
triebsvorrichtung geschaltet ist, wobei die Schaltkupplung einfach als Riegelstein
kupplung ausgebildet sein kann. Dabei kann zweckmäßig ein federvorgespannter
Schieber vorgesehen sein, der einen in dem Mitnehmer verstellbar gelagerten
Riegelstein der Riegelsteinkupplung mit dem dachfesten Teil im wesentlichen so
lange in Eingriff hält, wie der Mitnehmer von der Deckelantriebsvorrichtung abge
kuppelt ist.
Insbesondere bei Dachkonstruktionen, bei denen die Deckelantriebsvorrichtung
am hinteren Bereich des Deckels angreift, kann der mit der Deckelantriebsvor
richtung in einem vorgegebenen Teilbereich der Deckelverschiebebewegung
kuppelbare Teil der Stelleinrichtung mit dem Mitnehmer über eine an einer seitli
chen Führungsschiene abgestützte Verbindungsstange in Antriebsverbindung
stehen. Eine solche Verbindungsstange kann zweckmäßig in einem Kanal der
Führungsschiene oder in einer mit der Führungsschiene fest verbundenen An
baugruppe gelagert sein. Eine solche Anbaugruppe eignet sich vor allem in Fäl
len, bei denen eine vorhandene Dachkonstruktion nachträglich mit einer Feinver
stellung für den Windabweiser ausgestattet werden soll.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist als Schaltkupplung alternativ zur Rie
gelsteinkupplung eine Schalthebelkupplung vorgesehen. Vorzugsweise ist die
Schalthebelkupplung so ausgebildet, dass der Mitnehmer mit der Deckelantriebs
vorrichtung im Wesentlichen nur in solchen Teilbereichen der Deckelverschiebe
bewegung gekuppelt ist, in welchen eine Verstellung des Windabweisers mittels
der Ausstellmechanik erfolgt.
Zweckmäßig umfasst die Schalthebelkupplung einen schwenkbaren Schalthebel,
der mittels einer Steuerkulisse betätigbar ist. Dabei lässt sich ein besonders ein
facher Aufbau erzielen, wenn der Schalthebel an einem Teil der Deckelantriebs
vorrichtung und die Steuerkulisse an dem dachfesten Teil vorgesehen ist. Die
Steuerkulisse kann eine einseitig offene Kulissenbahn aufweisen, an welcher der
Schalthebel federnd vorgespannt anlegbar ist. Alternativ kann aber auch eine
Zwangsführung des Schalthebels mittels einer Kulissenbahn in Schlitzform vor
gesehen sein.
Der Mitnehmer ist in solchen Teilbereichen der Deckelverschiebbewegung, in
denen er von der Deckelantriebsvorrichtung abgekuppelt ist, bevorzugt mittels
einer federbetätigten Rastvorrichtung dachfest arretierbar.
Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind im Folgenden anhand der
beigefügten Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen:
Fig. 1 einen schematischen Längsschnitt des vorderen Teils eines ersten
Ausführungsbeispiels eines Schiebedaches mit Windabweiser,
Fig. 2 einen schematischen Längsschnitt des hinteren Teils des Schiebe
daches der Fig. 1,
Fig. 3 eine perspektivische Draufsicht auf den linken vorderen Teil des
Schiebedaches gemäß Fig. 1,
Fig. 4 eine perspektivische Draufsicht auf den linken hinteren Teil des
Schiebedaches gemäß Fig. 2,
Fig. 5 einen schematischen Längsschnitt des vorderen Teils eines zweiten
Ausführungsbeispiels eines Schiebedaches mit Windabweiser und
einer Rückhaltevorrichtung für den Windabweiser,
Fig. 6 eine perspektivische Draufsicht auf den linken vorderen Teil eines
Schiebedaches gemäß einer dritten Ausführungsform mit einer ab
gewandelten Rückhaltevorrichtung für den Windabweiser;
Fig. 7 einen schematischen Schnitt entlang der Linie VII-VII der Fig. 6,
Fig. 8 eine Schnittdarstellung ähnlich derjenigen gemäß Fig. 7 für eine
vierte Ausführungsform eines Schiebedaches mit einer abgewan
delten Rückhaltevorrichtung,
Fig. 9 eine perspektivische Draufsicht ähnlich Fig. 4 mit einer abgewan
delten Schaltkupplung für Schiebedächer nach den Ausführungs
formen zwei bis vier, sowie
Fig. 10a-d schematische Darstellungen verschiedener Phasen des Bewe
gungsablaufs der Schaltkupplung gemäß Fig. 9.
Bei dem in den Fig. 1 bis 4 dargestellten ersten Ausführungsbeispiel des er
findungsgemäßen Fahrzeugdaches handelt es sich um ein Schiebe- oder Schie
behebedach mit einem verschiebbaren Deckel 10 zum wahlweisen Verschließen
und mindestens teilweisen Freilegen einer Dachöffnung 11, die in einer festen
Dachhaut 12 ausgebildet ist. Zum Verstellen des Deckels 10 kann eine Decke
lantriebsvorrichtung bekannter Art vorgesehen sein. Zu dieser Antriebsvorrichtung
gehören im vorliegenden Ausführungsbeispiel Antriebsschlitten 13, von denen
jeweils einer zu beiden Seiten des Deckels 10 mit dem Deckel in dessen hinterem
Bereich in Antriebsverbindung steht und in einer seitlichen Führungsschiene 14 in
der Deckelverschieberichtung verschiebbar geführt ist. Die Deckelverschiebe
richtung entspricht der Längsrichtung des mit dem Fahrzeugdach ausgestatteten
Fahrzeugs, und die vorliegend verwendeten Begriffe "vorne" und "hinten" bezie
hen sich auf die normale Fahrtrichtung des Fahrzeugs.
Die Antriebsschlitten 13 stehen in üblicher Weise über drucksteife Antriebskabel
15 mit einer nicht dargestellten Antriebseinheit, normalerweise in Form eines Ge
triebemotors, in Antriebsverbindung. Im Bereich des vorderen Randes der
Dachöffnung 11 ist ein Windabweiser 16 angeordnet, der im gezeigten Ausfüh
rungsbeispiel ein parallel zu dem vorderen Dachöffnungsrand ausgerichtetes
Windabweiserblatt 17 und zwei seitliche Windabweiserarme 18 aufweist, die an
einem Gelenk 19 um eine in Dachquerrichtung verlaufende Schwenkachse
schwenkbar sind. In der Ruhestellung taucht das Windabweiserblatt 17 unter den
Deckel 10 in einen von einem Dachrahmen 21 begrenzten Raum 22. In der voll
ausgestellten Position steht das Windabweiserblatt 17 oberhalb der Dachebene.
Der Windabweiser 16 kann außerdem mittels einer deckelfesten Ausstellmecha
nik in mindestens eine vorbestimmte Zwischenposition zwischen der Ruhestel
lung und der voll ausgestellten Position gebracht werden. In einer solchen Zwi
schenposition ist der Windabweiser 16 in Fig. 1 veranschaulicht. Mittels einer ins
gesamt mit 20 bezeichneten Ausstellmechanik ist der Windabweiser zwischen der
Zwischenposition und einer voll ausgestellten Position verstellbar.
Bei dem dargestellten ersten Ausführungsbeispiel ist der Windabweiser 16 in
Ausstellrichtung federnd vorgespannt, z. B. mittels nicht dargestellter Ausstellfe
dern, die die Windabweiserarme 18 um das Gelenk 19 in Fig. 1 im Uhrzeigersinn
zu schwenken suchen. Die Verstellung des Windabweisers 16 in Ausstellrichtung
wird über eine gleichfalls zu der Ausstellmechanik 20 gehörende, insgesamt mit
23 bezeichnete Stelleinrichtung begrenzt, die mit einem Stellhebel 24 der Aus
stellmechanik zusammenwirkt. Das eine (vordere) Ende 25 des Stellhebels 24
liegt auf einer Lasche 26 des Windabweisers 16 auf. Der Stellhebel 24 ist um ei
ne dachfeste Schwenkachse 27 schwenkbar, die im wesentlichen in Dachquer
richtung verläuft. Die fest mit dem Windabweiser 16 verbundene Lasche 26 ist
Teil einer starren Rückhaltevorrichtung für den Windabweiser 16, die bewirkt,
dass der Windabweiser 16 von den Ausstellfedern nur maximal soweit ausgestellt
werden kann, bis die Lasche 26 von unten an dem Ende 25 des Stellhebels 24
zum Anliegen kommt. Befindet sich der Windabweiser 16 in seiner Ruheposition,
taucht die Lasche 26 in den Raum 22 ein.
Das von dem Windabweiserblatt 17 entfernt liegende hintere Ende des Stellhe
bels 24 bildet einen Nocken 28, der Teil der Stelleinrichtung 23 ist, zu der ferner
ein entlang einem vorderen Teil der Führungsschiene 14 verschiebbar geführter
Steuerschieber 29 mit einer Nockenbahn 30 gehört. An einer zwischen dem He
belende 25 und der Schwenkachse 27 liegenden Stelle steht von dem Stellhebel
24 ein Stift 31 seitlich ab (Fig. 3). Unter den Stift 31 greift eine deckelfest ange
brachte Blattfeder 32, die den Stellhebel 24 in Fig. 1 im Uhrzeigersinn zu ver
schwenken sucht und dadurch den Nocken 28 mit der Nockenbahn 30 bei ge
schlossenem Deckel in sicherem Eingriff hält. Durch Verschieben des Steuer
schiebers 29 wird der Stellhebel 24 verschwenkt, was durch den Eingriff des
Stellhebelendes 25 mit der Windabweiserlasche 26 eine Änderung der Ausstell
höhe des Windabweisers 16 bewirkt.
Eine Verbindungsstange 36 ist in einem Kanal der Führungsschiene 14 oder, wie
im Falle des veranschaulichten ersten Ausführungsbeispiels, in einer an der Füh
rungsschiene 14 befestigten Anbaugruppe abgestützt, zu der ein vorderes Auf
satzteil 34, ein Führungsrohr 35 (Fig. 4) und ein hinteres Aufsatzteil 42 gehören.
Bei der Verbindungsstange 36 kann es sich beispielsweise um ein Spiralkabel mit
an den Kabelenden angespritzten Mitnehmerstücken handeln. Die Verbindungs
stange 36 ist an ihrem einen (vorderen) Ende an dem Steuerschieber 29 und an
ihrem anderen (hinteren) Ende an einem entlang der Führungsschiene 14 ver
schiebbar geführten Mitnehmer 37 angebracht. An dem Antriebsschlitten 13 ist
ein (gleichfalls entlang der Führungsschiene 14 verschiebbarer) Einsatz 38 befe
stigt oder mit angespritzt.
Eine insgesamt mit 39 bezeichnete Schaltkupplung erlaubt es, den Mitnehmer 37
und damit - über die Verbindungsstange 36 - den Steuerschieber 29 in einem
vorgegebenen Teilbereich der Verschiebebewegung des Deckels 10 mit dem An
triebsschlitten 13 des Deckelantriebes zu kuppeln und in dem restlichen Teil der
Deckelverschiebebewegung mit Bezug auf die Führungsschiene 14, das heißt
dachfest, zu arretieren. Die Schaltkupplung 39 ist als Riegelsteinkupplung mit
einem Riegelstein 40 ausgebildet, der in einem im wesentlichen lotrecht verlau
fenden Führungskanal 44 des Mitnehmers 37 verstellbar gelagert ist. Der Riegel
stein 40 steht von dem Mitnehmer 37 entweder nach oben oder nach unten vor.
Er legt sich dabei entweder nach oben in eine Ausnehmung 41 des mit der Füh
rungsschiene 14 fest verbundenen hinteren Aufsatzteiles 42 oder eine Ausneh
mung 43 des Antriebsschlitteneinsatzes 38 ein. In einer Längsbohrung 45 des
Mitnehmers 37 ist ein Stift 46 längsverschiebbar gelagert. An dem Stift 46 ist ein
Schieber 47 befestigt, der mittels einer Feder 48 nach vorne in Richtung auf den
Riegelstein 40 vorgespannt ist und der den Mitnehmer 37 untergreift.
Die beschriebene Anordnung gemäß der ersten Ausführungsform funktioniert in
folgender Weise:
In der Schließstellung des Deckels 10 legen sich an der Unterseite des Deckels
angebrachte (nicht veranschaulichte) Nocken in üblicher Weise gegen die Win
dabweiserarme 18 an. Dadurch wird der Windabweiser 16 entgegen Federvor
spannung in seiner Ruhestellung unterhalb des geschlossenen Deckels 10 ge
halten. Der Riegelstein 40 greift dabei in die Ausnehmung 41 des Aufsatzteiles 42
ein. Infolgedessen stellt die Schaltkupplung 39 eine Verbindung zwischen dem
Mitnehmer 37 und der Führungsschiene 14 her. Die Nockenstelleinrichtung 23 ist
in der in Fig. 1 veranschaulichten Lage arretiert.
Wird der Deckel 10 über die Antriebskabel 15 und die zu seinen beiden Seiten
angeordneten Antriebsschlitten 13 nach hinten verschoben, geben die mit den
Windabweiserarmen 18 zusammenwirkenden, deckelfesten (nicht dargestellten)
Nocken den Windabweiser 16 frei. Der Windabweiser 16 wird unter dem Einfluss
der auf ihn einwirkenden Federvorspannung in die in Fig. 1 veranschaulichte Zwi
schenposition ausgestellt. Diese Zwischenposition kann, wie in Fig. 1 angedeutet,
so gewählt sein, dass das Winabweiserblatt 17 vom Fahrtwind nur überströmt
wird. Die Ausstellhöhe wird dabei dadurch begrenzt, dass sich die Lasche 26 des
Windabweisers von unten gegen das Ende 25 des Stellhebels 24 anlegt, dessen
den Nocken 28 bildendes hinteres Ende gegen einen hoch liegenden Teil 49 der
Nockenbahn 30 angedrückt ist. Die Nockenstelleinrichtung 23 und damit auch der
Windabweiser 16 verharren in der Position gemäß Fig. 1, bis der Deckel 10 durch
Verschieben des Antriebsschlittens 13 nach hinten über beispielsweise etwa 2/3
seines Verstellweges in Öffnungsrichtung verfahren ist.
Dann trifft eine hintere Stirnfläche 50 des Antriebsschlitteneinsatzes 38 auf das
vordere Ende des Schiebers 47 und drückt den Schieber 47 entgegen der Kraft
der Feder 48 nach hinten unter dem Riegelstein 40 weg. Ein hinterer Teil 51 der
Oberseite des Antriebsschlitteneinsatzes 38 legt sich unter den Riegelstein 40
und hält diesen zunächst noch in Eingriff mit der Ausnehmung 41 des dachfesten
Aufsatzes 42. Wenn sich bei weiterem Verschieben des Deckels 10 nach hinten
die Ausnehmung 43 des Antriebsschlitteneinsatzes 38 unter dem Riegelstein 40
befindet, trifft eine Stirnkante 52 des Einsatzes 38 auf die vordere Stirnfläche 53
des Mitnehmers 37. Auf den Mitnehmer 37 und damit auch auf den Riegelstein
40 wird eine nach hinten gerichtete Kraft ausgeübt. Dabei wird durch gegenseiti
ge Anlage von Schrägflächen 54 und 55 des Riegelsteins 40 bzw. des Aufsatzes
42 eine nach unten gerichtete Kraftkomponente auf den Riegelstein 40 aufge
bracht. Diese Kraftkomponente bewirkt, dass der Riegelstein 40 außer Eingriff mit
der Ausnehmung 41 kommt und sich in die Ausnehmung 43 des Antriebsschlit
teneinsatzes 38 einlegt. Dadurch ist die Verriegelung der Nockenstelleinrichtung
23 aufgehoben, und der Steuerschieber 29 ist über die Verbindungsstange 36
und die Schaltkupplung 39 mit dem Antriebsschlitten 13 in Antriebsverbindung
gebracht.
Bei weiterem Verstellen des Deckels 10 nach hinten wird dementsprechend der
Steuerschieber 29 nach hinten mitgenommen. Dabei kommt eine Rampe 57 der
Nockenbahn 30 unter den Nocken 28 zu liegen. Der Stellhebel 24 schwenkt unter
dem Einfluss der auf ihn einwirkenden Federvorspannkraft in Fig. 1 im Uhrzeiger
sinn. Das vordere Stellhebelende 25 wandert entsprechend nach oben, so dass
die auf den Windabweiser 16 einwirkende Federvorspannkraft das Windabwei
serblatt 17 weiter ausstellt. Wenn ein langgestreckter tiefliegender Teil 58 der
Nockenbahn 30 unter dem Nocken 28 zu liegen kommt, erreicht der Windabwei
ser 16 seine voll ausgestellte Position. Diese Position kann in an sich bekannter
Weise vorzugsweise so gewählt sein, daß der Windabweiser zwecks Minimierung
von Wummergeräuschen vom Fahrtwind sowohl oben als auch unten umströmt
wird.
Am Ende der Rückwärtsbewegung des Deckels 10 schiebt sich eine Rampe 59
der Nockenbahn 30 unter den Nocken 28 des Stellhebels 24. Dadurch wird der
Windabweiser 16 in eine Zwischenposition abgesenkt, die vorteilhaft so gewählt
ist, dass störende Windgeräusche bei Hochgeschwindigkeitsfahrt minimiert wer
den.
Wird der Deckel 10 ausgehend von seiner Offenstellung nach vorne verstellt, wird
über Schrägflächen 61 und 62 der Ausnehmung 43 bzw. des Riegelsteins 40 eine
nach oben gerichtete Kraftkomponente auf den Riegelstein 40 aufgebracht. Der
Riegelstein 40 wird jedoch zunächst an einer Verlagerung in dem Mitnehmer 37
nach oben dadurch gehindert, dass seine Oberseite an der Unterseite des dach
festen Aufsatzes 42 anliegt. Sobald jedoch der Riegelstein 40 unter der Ausneh
mung 41 zu liegen kommt, verlagert sich der Riegelstein 40 nach oben; durch
seinen Eingriff in die Ausnehmung 41 wird die Verriegelung des Steuerschiebers
29 mit der dachfesten Führungsschiene 14 wieder hergestellt.
Ein zweites Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Fahrzeugdaches ge
mäß den Fig. 5, 9 und 10 unterscheidet sich von dem ersten, in den Fig. 1 bis
4 dargestellten Fahrzeugdach im Wesentlichen nur durch eine einfahrbare, nicht
starre Rückhaltevorrichtung 63, eine abgewandelte Ausstellmechanik 114 sowie
eine abgeänderte Schaltkupplung 89.
Die Rückhaltevorrichtung 63 umfasst einen zweiarmigen Hebel, dessen Hebelar
me 68 und 69 über ein Gelenk 70 mit im Wesentlichen horizontal liegender Achse
schwenkbar verbunden sind. Dabei begrenzt ein am gelenkseitigen Ende des
Hebelarms 69 angebrachter Anschlag 74 den maximal erreichbaren Winkel zwi
schen den Hebelarmen 68 und 69 auf einen maximalen Schwenkwinkel 75, der
einer ausgefahrenen Position der Rückhaltevorrichtung 63 entspricht. Der Hebel
arm 68 der Rückhaltevorrichtung 63 ist über ein Gelenk 71 an einem vorderen
Endes des Windabweiserarms 18 schwenkbar angebracht, ein weiteres Gelenk
72 verbindet den Hebelarm 69 mit einer Lasche 73, deren unteres abgekröpftes
Ende von unten an das Ende 25 des Stellhebels 24 anlegbar ist und auf diese
Weise die maximale Ausstellhöhe des Windabweisers 16 bei gegebener Stellung
des Stellhebels 24 begrenzt. Wird der Windabweiser 16 ausgehend von der Zwi
schenposition gemäß Fig. 5 durch die sich beim weiteren Schließen des Deckels
10 gegen die Windabweiserarme 18 anlegenden deckelfesten Nocken in seine
Ruheposition gebracht, lässt sich der Hebel der Rückhaltevorrichtung 63 durch
Verschwenken um das Gelenk 70 zusammenklappen, so dass die Lasche 73 nur
noch geringfügig in den Raum 22 eintaucht. Durch Variation der Geometrie der
Rückhaltevorrichtung 63 lassen sich auf einfache Weise die maximale Ausstell
höhe und der benötigte vertikale Bauraum für das Eintauchen der Lasche 73 op
timieren. Vorzugsweise ist eine nicht dargestellte Federvorrichtung, beispielswei
se unter Verwendung einer Spiralfeder am Gelenk 70, vorgesehen, die so aus
gelegt ist, dass die Lasche 73 jederzeit leicht federnd vorgespannt am Ende 25
des Stellarms 24 von unten anliegt.
Alternativ zur Rückhaltevorrichtung 63 kommt im dritten Ausführungsbeispiel des
Fahrzeugdaches gemäß den Fig. 6 und 7 eine abgewandelte Rückhaltevorrich
tung 76 zum Einsatz, die ebenfalls in vertikaler Richtung einfahrbar ist, jedoch
nicht durch Verschwenken zweier Hebelarme 68, 69, sondern durch im Wesentli
chen vertikales Verschieben eines Schenkels 78 einer etwa L-förmigen Lasche
77 der Rückhaltevorrichtung 76 längs einer Nut mit Führungsflächen 80, 81 in
einem am Windabweiser 16 festgelegten Halter 79. Der maximale Verstellweg
der Rückhaltevorrichtung zwischen der eingefahrenen und der ausgefahrenen
Position wird durch ein Langloch 82 im Schenkel 78 vorgegeben, welches mit
einem Stift 83 zusammenwirkt, der das Langloch 82 durchsetzt und im Halter 79
angebracht ist. Wie in Fig. 7 dargestellt ist, liegt sowohl in einer voll ausgestellten
Position 84 als auch in einer Zwischenposition 85 des Windabweisers 16 ein un
terer Schenkel der Lasche 77 am vorderen Ende 25 des Stellhebels 24 von unten
an. Bei Übergang des Windabweisers 16 in seine Ruheposition 86 kommt der
untere Schenkel der Lasche 77 am Boden des Raumes 22 zur Anlage und die
Rückhaltevorrichtung 76 wird in vertikaler Richtung zusammengeschoben.
Die Fig. 8 zeigt eine vierte Ausführungsform des Fahrzeugdaches, bei der eine
weitere abgewandelte Rückhaltevorrichtung 87 verwendet wird, die sich von den
Rückhaltevorrichtungen 63 und 76 hauptsächlich dadurch unterscheidet, dass sie
ein biegeelastisches Band in Form eines Gurtbandes 88 umfasst, welches einer
seits am Windabweiser 16 und andererseits am vorderen Ende 25 des Stellhe
bels 24 festgelegt ist. Das Gurtband ist in der voll ausgefahrenen Position 84 und
in der Zwischenposition 85 des Windabweisers 16 gespannt und begrenzt somit
die Ausstellhöhe des Windabweisers 16 in Abhängigkeit von der jeweiligen Stel
lung des Stellhebels 24. In der Ruheposition des Windabweisers 16 ist das Gurt
band 88 entspannt und kann sich raumsparend zusammenlegen.
Es versteht sich, dass die einfahrbaren Rückhaltevorrichtungen 63, 76 und 87
nicht nur in Verbindung mit der Ausstellmechanik 114 und der Schaltkupplung 89
der Ausführungsbeispiele zwei bis vier, sondern in gleicher Weise auch bei der
ersten Ausführungsform gemäß den Fig. 1 bis 4 zum Einsatz kommen und dort
die starre Rückhaltevorrichtung mit der Lasche 26 ersetzen können.
Die bereits erwähnte, in Fig. 5 gezeigte Ausstellmechanik 114 der Ausführungs
beispiele zwei bis vier unterscheidet sich von der Ausstellmechanik 20 gemäß
Fig. 1 hauptsächlich durch eine Stelleinrichtung 64 mit verkürztem Steuerschieber
65. Abweichend vom Steuerschieber 29 mit langgestrecktem tiefer liegenden Teil
58 der Nockenbahn 30 ist beim Steuerschieber 65 eine Nockenbahn 66 mit ei
nem nur kurzen tiefer liegenden Teil 67 vorgesehen, welcher die Rampen 59 und
57 mit einem kurzen Leerweg zum Ausgleich von Toleranzen verbindet. Dies hat
zur Folge, dass im Wesentlichen jede Verschiebung des Steuerschiebers 65 auch
zu einer Verschwenkung des Stellhebels 24 führt. Dem trägt die Schaltkupplung
89 dadurch Rechnung, dass sie im Unterschied zur Schaltkupplung 39 der ersten
Ausführungsform nur in denjenigen Teilbereichen der Deckelverschiebebewe
gung, bei denen eine Verstellung des Windabweisers 16 mittels der Ausstellme
chanik 114 erwünscht ist, eine Antriebsverbindung zwischen einem Antriebs
schlitten 90 des Deckelantriebs und einem Mitnehmer 109 herstellt, wobei die
Verbindungsstange 36 den Mitnehmer 109 in gleicher Weise mit dem Steuer
schieber 65 verbindet, wie im Falle des ersten Ausführungsbeispiels den Mitneh
mer 37 mit dem Steuerschieber 29.
Statt des Einsatzes 38 des Antriebsschlittens 13 beim ersten Ausführungsbeispiel
ist an dem Antriebsschlitten 90 ein Einsatz 91 vorgesehen, der mittels eines Ge
lenks 92 einen Schalthebel 93 der als Schalthebelkupplung ausgebildeten
Schaltkupplung 89 schwenkbar trägt. Der Schalthebel 93 ist etwa L-förmig aus
gebildet, wobei sich ein langer Schenkel 94 ausgehend vom Gelenk 92 im We
sentlichen in Verschieberichtung des Antriebsschlittens 90 erstreckt und in einen
kurzen Schenkel 96 übergeht. Im Übergangsbereich zwischen den beiden
Schenkeln 94 und 96 ist ein im Wesentlichen in Richtung der Achse des Gelenks
92 orientierter Nocken 95 vorgesehen, der den Schalthebel 93 nach oben über
ragt und mit einer Kulissenbahn 99 einer Steuerkulisse 98 in Eingriff bringbar ist.
Eine Feder 108 zwischen dem Antriebsschlitten-Einsatz 91 und dem Schalthebel
93 sucht diesen dergestalt um die Achse des Gelenks 92 zu drehen, dass der
Nocken 95 federnd vorgespannt an der Kulissenbahn 99 anliegt, welche tiefer
liegende Teile 100 und 101, hochliegende Teile 102 und 103 sowie Rampen 104,
105, 106 und 107 aufweist. Die Kulissenbahn 99 ist an einem hinteren Aufsatzteil
97 vorgesehen, welches als weitere Unterscheidung zum hinteren Aufsatzteil 42
gemäß der ersten Ausführungsform keine Ausnehmung 41 jedoch eine Rastvor
richtung 112 mit einer Rastfeder 113 aufweist, mittels derer der Mitnehmer 109 in
solchen Teilbereichen der Deckelverschiebebewegung mit Bezug zur Führungs
schiene 14 arretiert werden kann, in denen der Mitnehmer 109 nicht an den An
triebsschlitten 90 angekuppelt ist.
Der Mitnehmer 109 der Ausführungsformen zwei bis vier des Fahrzeugdaches
nimmt keinen Riegelstein 40 auf, wie dies beim Mitnehmer 37 der ersten Ausfüh
rungsform der Fall ist, und kommt ferner ohne Schieber 47, Stift 46 und Feder 48
aus. Stattdessen weist der Mitnehmer 109 zwei Ausnehmungen 110 und 111 auf,
in welche der Schenkel 96 des Schalthebels 93 alternativ eingreifen kann, um
den Mitnehmer 109 mit dem Antriebsschlitten 90 zu koppeln, sofern der Nocken
95 des Schalthebels 93 mit dem tiefer liegenden Teil 100 oder 101 der Kulissen
bahn 99 in Eingriff steht.
Der Funktionsweise der Schaltkupplung 89 wird nachfolgend anhand der in den
Fig. 10a) bis d) schematisch wiedergegebenen verschiedenen Phasen des Be
wegungsablaufs erläutert:
In Fig. 10a) greift der Schenkel 96 der Schaltkupplung 89 in die hintere Ausneh
mung 111 des Mitnehmers 109 ein und sorgt so für eine Antriebsverbindung zwi
schen dem Antriebsschlitten 90 der Deckelantriebsvorrichtung und dem Steuer
schieber 65. Während der Mitnehmer 109 vom Antriebsschlitten 90 von der in Fig.
10a) wiedergegebenen Position in diejenige der Fig. 10b) bewegt wird, läuft der
Nocken 28 des Stellhebels 24 die Rampe 59 herab und erreicht bei der in Fig. 10
b) dargestellten Lage des Mitnehmers 109 den tiefer liegenden Teil 67 der Noc
kenbahn 66. In der Position nach Fig. 10b) läuft der Nocken 95 auf die Rampe
104 der Kulissenbahn 99 auf, wodurch der Schalthebel 93 entgegen der Vor
spannung der Feder 108 verschwenkt und außer Eingriff mit Bezug auf die Aus
nehmung 111 gelangt. Gleichzeitig mit der hierdurch bewirkten Abkopplung des
Mitnehmers 109 vom Antriebsschlitten 90 wird der Mitnehmer 109 durch die
Rastvorrichtung 112 in der Position gemäß Fig. 10b) mit Bezug zur Führungs
schiene 14 arretiert. Bei weiterer Bewegung des Antriebsschlittens 90 nach vorne
bewegt sich der Nocken 95 des Schalthebels 93 entlang des hochliegenden Teils
102 der Kulissenbahn 99, wobei der Deckel 10 weiter geschlossen wird, gleich
zeitig der Steuerschieber 65 aber seine Position unverändert beibehält. Erst wenn
der Antriebsschlitten 90 eine Position gemäß Fig. 10c) erreicht hat, gelangt der
Nocken 95 des Schalthebels 93 über die Rampe 105 in den tiefer liegenden Teil
101 der Kulissenbahn 99, wodurch der Schalthebel 93 der Vorspannung durch
die Feder 108 folgend in Richtung auf den Mitnehmer 109 verschwenkt und der
Schenkel 96 des Schalthebels 93 nun mit der vorderen Ausnehmung 110 in Ein
griff kommt. Zwischen den in Fig. 10c) und in Fig. 10d) wiedergegebenen Posi
tionen des Antriebsschlittens 90 befindet sich der Nocken 95 des Schalthebels 93
im Bereich des tiefer liegenden Teils 101 der Kulissenbahn 99, und der Mitneh
mer 109 ist an den Antriebsschlitten 90 angekoppelt. In Fig. 10d) ist schließlich
eine Position des Antriebsschlittens 90 und des Mitnehmers 109 erreicht, bei wel
cher der Steuerschieber 65 - und damit die Ausstellmechanik 114 insgesamt -
eine der Fig. 5 entsprechende Stellung einnimmt.
10
Deckel
11
Dachöffnung
12
Dachhaut
13
Antriebsschlitten
14
Führungsschiene
15
Antriebskabel
16
Windabweiser
17
Windabweiserblatt
18
Windabweiserarm
19
Gelenk
20
Ausstellmechanik
21
Dachrahmen
22
Raum
23
Nockenstelleinrichtung
24
Stellhebel
25
Ende von
24
26
Lasche
27
Schwenkachse
28
Nocken
29
Steuerschieber
30
Nockenbahn
31
Stift
32
Blattfeder
34
vorderes Aufsatzteil
35
Führungsrohr
36
Verbindungsstange
37
Mitnehmer
38
Antreibsschlitten-Einsatz
39
Schaltkupplung
40
Riegelstein
41
Ausnehmung
42
hinteres Aufsatzteil
43
Ausnehmung
44
Führungskanal
45
Längsbohrung
46
Stift
47
Schieber
48
Feder
49
hochliegender Teil von
30
50
Stirnfläche
51
Oberseite
52
Stirnkante
53
vordere Stirnfläche
54
,
55
Schrägflächen
57
Rampe
58
tiefer liegender Teil von
30
59
Rampe
61
,
62
Schrägflächen
63
Rückhaltevorrichtung
64
Stelleinrichtung
65
Steuerschieber
66
Nockenbahn
67
tiefer liegender Teil von
66
68
,
69
Hebelarm
70
,
71
,
72
Gelenk
73
Lasche
74
Anschlag
75
maximaler Schwenkwinkel
76
Rückhaltevorrichtung
77
Lasche
78
Schenkel
79
Halter
80
,
81
Führungsfläche
82
Langloch
83
Stift
84
,
85
,
86
Position
87
Rückhaltevorrichtung
88
Gurtband
89
Schaltkupplung
90
Antriebsschlitten
91
Antriebsschlitten-Einsatz
92
Gelenk
93
Schalthebel
94
Schenkel
95
Nocken
96
Schenkel
97
hinteres Aufsatzteil
98
Steuerkulisse
99
Kulissenbahn
100
,
101
tiefer liegender Teil von
99
102
,
103
hochliegender Teil von
99
104
,
105
,
106
,
107
Rampe
108
Feder
109
Mitnehmer
110
,
111
Ausnehmung
112
Rastvorrichtung
113
Rastfeder
114
Ausstellmechanik
Claims (27)
1. Fahrzeugdach mit mindestens einem Deckel (10), der zum wahlweisen
Verschließen und mindestens teilweisen Freilegen einer Dachöffnung (11)
mittels einer Deckelantriebsvorrichtung (13, 15, 90) verschiebbar ist, sowie
mit einem im Bereich des vorderen Randes der Dachöffnung (11) ange
ordneten Windabweiser (16), der mittels einer Ausstellmechanik (20, 114)
zwischen einer Ruhestellung bei geschlossenem Deckel sowie einer voll
ausgestellten Position und mindestens einer zwischen diesen Endpositio
nen liegenden vorbestimmten Zwischenposition beim Öffnen des Deckels
verstellbar ist, wobei die Ausstellmechanik eine Stelleinrichtung (23, 64)
zum Beeinflussen der Ausstellhöhe des Windabweisers aufweist, dadurch
gekennzeichnet, dass ein Teil (29, 65) der Stelleinrichtung (23, 64) in ei
nem vorgegebenen Teilbereich der Deckelverschiebebewegung mit der
Deckelantriebsvorrichtung (13, 15, 90) kuppelbar ist, um in diesem Teilbe
reich der Deckelverschiebebewegung die Ausstellhöhe des Windabweisers
(16) in Abhängigkeit von der jeweiligen Deckelstellung gezielt zu verän
dern.
2. Fahrzeugdach nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mit
der Deckelantriebsvorrichtung (13, 15, 90) in einem vorgegebenen Teilbe
reich der Deckelverschiebebewegung kuppelbare Teil (29, 65) der Stellein
richtung (23, 64) gleichsinnig mit der Deckelverschiebebewegung verstell
bar ist.
3. Fahrzeugdach nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
der Windabweiser (16) in Ausstellrichtung federnd vorgespannt ist und die
Stelleinrichtung (23, 64) die Verstellung des Windabweisers in Ausstell
richtung begrenzt.
4. Fahrzeugdach nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeich
net, dass der mit der Deckelantriebsvorrichtung (13, 15, 90) in einem vor
gegebenen Teilbereich der Deckelverschiebebewegung kuppelbare Teil
(29, 65) der Stelleinrichtung (23, 64) ein Steuerschieber (29, 65) mit einer
Nockenbahn (30, 66) ist, die mit einem Nocken (28) an einem die Ausstell
höhe des Windabweisers (16) bestimmenden Stellhebel (24) zusammen
wirkt.
5. Fahrzeugdach nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der
Stellhebel (24) um eine dachfeste Schwenkachse (27) schwenkbar ist und
der Steuerschieber (29, 65) in Deckelverschieberichtung verstellbar gela
gert ist.
6. Fahrzeugdach nach Ansprüchen 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass
die Schwenkachse (27) des Stellhebels (24) im wesentlichen in Dachquer
richtung verläuft, dass der Nocken (28) von dem einen Ende des Stellhe
bels gebildet ist, und dass der Stellhebel im Bereich seines anderen Endes
(25) an einem windabweiserfesten Teil (26, 73, 77) anliegt und den Win
dabweiser (16) entgegen der Federvorspannung in der von der Nocken
bahn (30, 66) bestimmten Ausstellhöhe hält.
7. Fahrzeugdach nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, dass der Windabweiser (16) in Ausstellrichtung federnd
vorgespannt ist und zur Begrenzung der Ausstellhöhe zwischen dem Win
dabweiser (16) und der Ausstellmechanik (20, 114) eine Rückhaltevor
richtung (63, 76, 87) vorgesehen ist.
8. Fahrzeugdach nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die
Rückhaltevorrichtung (63, 76, 87) bei Verstellung des Windabweisers (16)
in Richtung auf seine Ruhestellung von einer ausgefahrenen in eine in ver
tikaler Richtung einen kleineren Raum einnehmende eingefahrene Position
bringbar ist.
9. Fahrzeugdach nach Anspruch 4 und einem der Ansprüche 7 oder 8, da
durch gekennzeichnet, dass die Rückhaltevorrichtung (63, 76, 87) zwi
schen dem Windabweiser (16) und dem Stellhebel (24) vorgesehen ist.
10. Fahrzeugdach nach Anspruch 6 und einem der Ansprüche 7 bis 9, da
durch gekennzeichnet, dass das windabweiserfeste Teil (26, 73, 77) Teil
der Rückhaltevorrichtung (63, 76) ist.
11. Fahrzeugdach nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Rückhaltevorrichtung (63) einen um eine im Wesentli
chen horizontal liegende Achse (70) schwenkbaren Hebel umfasst.
12. Fahrzeugdach nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Rückhaltevorrichtung (76) im Wesentlichen in vertikaler
Richtung zusammenschiebbar ist.
13. Fahrzeugdach nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Rückhaltevorrichtung ein biegeelastisches Band (88)
umfasst.
14. Fahrzeugdach nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekenn
zeichnet durch einen Mitnehmer (37, 109), der mit dem mit der Deckelan
triebsvorrichtung (13, 15, 90) in einem vorgegebenen Teilbereich der Dec
kelverschiebebewegung kuppelbaren Teil (29, 65) der Stelleinrichtung (23,
64) in Antriebsverbindung steht und der in Abhängigkeit von der jeweiligen
Deckelstellung über eine Schaltkupplung (39, 89) mit der Deckelantriebs
vorrichtung oder mit einem dachfesten Teil (14, 42, 97) kuppelbar ist.
15. Fahrzeugdach nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der
Mitnehmer (37, 109) mit einem einen Teil der Deckelantriebsvorrichtung
(13, 15, 90) bildenden Deckelantriebsschlitten (13, 90) kuppelbar ist.
16. Fahrzeugdach nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet,
dass die Schaltkupplung (39, 89) selbsttätig in Abhängigkeit von der Be
wegung der Deckelantriebsvorrichtung (13, 15, 90) geschaltet ist.
17. Fahrzeugdach nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Schaltkupplung (39) als Riegelsteinkupplung ausgebil
det ist.
18. Fahrzeugdach nach Anspruch 17, gekennzeichnet durch einen federvor
gespannten Schieber (47), der einen in dem Mitnehmer (37) verstellbar
gelagerten Riegelstein (40) der Riegelsteinkupplung (39) mit dem dachfe
sten Teil (14, 42) im wesentlichen so lange in Eingriff hält, wie der Mitneh
mer von der Deckelantriebsvorrichtung (13, 15) abgekuppelt ist.
19. Fahrzeugdach nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Schaltkupplung (89) als Schalthebelkupplung ausgebil
det ist.
20. Fahrzeugdach nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die
Schalthebelkupplung (89) so ausgebildet ist, dass der Mitnehmer (109) mit
der Deckelantriebsvorrichtung (15, 90) im Wesentlichen nur in solchen
Teilbereichen der Deckelverschiebebewegung gekuppelt ist, in welchen ei
ne Verstellung des Windabweisers (16) mittels der Ausstellmechanik (114)
erfolgt.
21. Fahrzeugdach nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet,
dass die Schalthebelkupplung (89) einen schwenkbaren Schalthebel (93)
umfasst, der mittels einer Steuerkulisse (98) betätigbar ist.
22. Fahrzeugdach nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass der
Schalthebel (93) an einem Teil (91) der Deckelantriebsvorrichtung (90) und
die Steuerkulisse (98) an dem dachfesten Teil (97) vorgesehen ist.
23. Fahrzeugdach nach einem der Ansprüche 19 bis 22, gekennzeichnet
durch eine federbetätigte Rastvorrichtung (112), mittels der der Mitnehmer
(109) in solchen Teilbereichen der Deckelverschiebbewegung dachfest ar
retierbar ist, in denen er von der Deckelantriebsvorrichtung (15, 90) abge
kuppelt ist.
24. Fahrzeugdach nach einem der Ansprüche 14 bis 23, dadurch gekenn
zeichnet, dass der mit der Deckelantriebsvorrichtung (13, 15, 90) in einem
vorgegebenen Teilbereich der Deckelverschiebebewegung kuppelbare Teil
(29, 65) der Stelleinrichtung (23, 64) mit dem Mitnehmer (37, 109) über ei
ne an einer seitlichen Führungsschiene (14) abgestützte Verbindungsstan
ge (36) in Antriebsverbindung steht.
25. Fahrzeugdach nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass die
Verbindungsstange (36) in einem Kanal der Führungsschiene (14) gelagert
ist.
26. Fahrzeugdach nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass die
Verbindungsstange (36) in einer mit der Führungsschiene (14) fest ver
bundenen Anbaugruppe gelagert ist.
27. Fahrzeugdach nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass die
Anbaugruppe zwei mit der Führungsschiene (14) fest verbundene Auf
satzteile und ein sich zwischen diesen erstreckendes Führungsrohr (35)
aufweist.
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| DE10146285B4 DE10146285B4 (de) | 2007-03-29 |
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