DE10146167A1 - Verfahren zur Variation der Funktionalität von Objekten - Google Patents
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Abstract
Es wird ein Verfahren zur Variation der Funktionalität von Objekten angegeben, wobei die Funktionalität des Objektes in Abhängigkeit von der geographischen Position des Objektes variiert wird. DOLLAR A Zur Verhinderung von Terrorangriffen mittels Passagierflugzeugen kann der Bordcomputer mit einer digitalen Landkarte ausgestattet werden, welche die Koordinaten 31 bis 35 von digitalen Schutzwällen enthält, wobei dieser Bordcomputer bei Annäherung an einen solchen Schutzwall dem Piloten die Kontrolle entzieht und den Kurs 11 derart ändert, daß das Flugzeug den Schutzwall entlang fliegt. DOLLAR A Eine Weiterbildung der Erfindung betrifft eine Einschränkung der Nutzungsmöglichkeiten von Waffensystemen.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Variation der
Funktionalität von Objekten, wie im Oberbegriff des
Patentanspruchs 1 angegeben.
Zur Variation der Funktionalität von Objekten sind folgende
Verfahren bekannt:
Dieses Verfahren wird vor allem im Softwarebereich
angewendet, wobei in einer sogenannten Testversion der
Nutzungsumfang der Software statisch eingeschränkt
wird. Hierbei ist es üblich, entweder die Komplexität
des Projektes (z. B. Anzahl der Objekte) zu beschränken,
oder das Abspeichern des Projektes zu verhindern.
Dieses Verfahren wird ebenfalls häufig im
Softwarebereich angewendet, um die Software für eine
begrenzte Dauer testen zu können. Hierbei ist es
üblich, daß die Software nach Ablauf einer vorgegebenen
Zeitspanne unbrauchbar wird. Des weiteren wird dieses
Verfahren häufig zur Sicherung von Nuklearwaffen
eingesetzt, wobei die Nutzung dieser Waffen gesperrt
ist und erst durch einen mittels einer Funkverbindung
übermittelten Code freigeschaltet wird.
Dieses Verfahren wird bei DVD-Playern angewendet.
Hierbei enthalten der Player und die Disk jeweils einen
Ländercode, womit verhindert wird, daß eine Disk aus
einer Region mit einem anderen Ländercode abgespielt
werden kann.
Diese Verfahren weisen jedoch den Nachteil auf, daß die
Variationen unabhängig von der Anwendung sind. Eine
anwendungsspezifische Variation ist jedoch vielfach
wünschenswert, beispielsweise um den Mißbrauch eines
Passagierflugzeugs für einen Terroranschlag zu verhindern.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren zur Variation der Funktionalität von Objekten zu
schaffen, welche die Möglichkeiten zum Mißbrauch dieser
Objekte erschweren.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren gelöst,
welches die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1
aufweist.
Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung sind in den
Unteransprüchen, in der Beschreibung und in den Zeichnungen
dargestellt.
Die Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird
nachfolgend anhand eines Flugzeuges erläutert, was jedoch
keine Einschränkung der Erfindung bedeutet, da derselbe
Sachverhalt für alle Objekte gilt, bei welchen eine
Positionsbestimmung möglich ist und die Funktionalität mittels
Software beeinflußt werden kann.
Anläßlich des Terroranschlages mit Passagierflugzeugen auf das
World Trade Center und das Pentagon vom 11. September 2001
wurde nach einer Möglichkeit gesucht, die Annäherung eines
Passagierflugzeuges an ein potentielles Ziel für einen
Terroranschlag zu verhindern oder zumindest zu erschweren. Wie
eine Analyse des Problems zeigt, ist die Ursache, daß ein
Flugzeug so einfach für einen Terrorangriff mißbraucht werden
kann, daß der Pilot die alleinige Kontrolle über den Kurs der
Maschine hat. Falls der Pilot vom Kurs abweicht und eine
Kurskorrektur verweigert, bleibt für die Sicherheitsbehörden
als letztes Mittel nur noch der Abschuß der Maschine. Um
dieses Problem zu lösen, muß also die Handlungsfreiheit des
Piloten soweit eingeschränkt werden, daß er keine potentielle
Ziele für einen Terroranschlag anfliegen kann.
Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht es, die
Handlungsfreiheit des Piloten in der erforderlichen Weise
einzuschränken und wird im folgenden anhand der Zeichnung
Fig. 1 näher beschrieben.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird die Tatsache
ausgenutzt, daß, Dank der modernen Navigationstechnik, wie
beispielsweise GPS, die Position des Flugzeuges 10 sehr genau
bekannt ist. Deshalb kann der Bordcomputer des Flugzeuges
überprüfen, ob sich das Flugzeug einem gesperrten Areal 30
nähert. Nähert sich das Flugzeug einem solchen gesperrten
Areal, dann übernimmt der Bordcomputer die Steuerung des
Flugzeuges und steuert das Flugzeug selbständig an dem
gesperrten Areal vorbei.
Die Sicherheitsbehörden können dadurch den potentiellen Zielen
von Terroranschlägen, wie beispielsweise Wohngebiete,
Industrieanlagen, Kernkraftwerken oder Militäranlagen,
Areale zuordnen, welche das Flugzeug 10 nicht überfliegen
kann. Ein solches Areal 30 kann im einfachsten Fall als ein
Polygon 30 definiert werden, dessen Koordinaten 31 bis 35 im
Speicher des Bordcomputers abgelegt werden.
Vereinfacht ausgedrückt, kann man sagen, daß der Bordcomputer
eine digitale Landkarte mit den Koordinaten 31 bis 35 von
digitalen Schutzwällen enthält, wobei dieser Bordcomputer bei
Annäherung an einen solchen Schutzwall, dem Piloten die
Kontrolle entzieht, und den Kurs 11 derart ändert, daß das
Flugzeug den Schutzwall entlang fliegt.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist es
vorgesehen, neben den geographischen Koordinaten 51 bis 54
zusätzlich eine Mindestflughöhe 55 zu spezifizieren. Hierdurch
können zum Beispiel bei natürlichen Hindernissen, wie
beispielsweise einem Gebirge 40, Räume definiert 50 werden, in
welche das Flugzeug nicht eindringen kann, wodurch Kollisionen
verhindert werden können.
Um Manipulationen zu erschweren, ist es zweckmäßig, die
Funktionalität bei Ausfall oder Zerstörung der
Positionsbestimmung, sowie einem negativen Ausgang einer
Plausibilitätsprüfung, die Funktionalität des Flugzeuges
einzuschränken. Hierbei kann beispielsweise die
Geschwindigkeit des Flugzeuges auf ein Minimum reduziert
werden, um den Sicherheitsbehörden mehr Zeit für die Reaktion
auf diesen Zwischenfall zu geben.
Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich auch vorteilhaft im
Schiffsverkehr einsetzen. Hierbei kann beispielsweise
verhindert werden, daß Schiffe mit gefährlichen Gütern, sich
zu nahe an der Küste bewegen oder gefährliche Abkürzungen
nehmen. Des weiteren kann verhindert werden, daß Fangflotten
außerhalb ihrer Fanggebiete fischen können, indem bei
Verlassen der Fanggebiete automatisch die Netze eingeholt
werden.
Da moderne Waffensysteme wie Geschütze, Kampfpanzer,
Kampfflugzeuge und Lenkwaffen mit GPS ausgestattet werden, ist
es mit dem erfindungsgemäßen Verfahren möglich, daß bei der
Herstellung oder vor der Auslieferung der Waffen festgelegt
wird, innerhalb welchem Gebiet diese Waffen eingesetzt werden
können. Dadurch wird ein späterer Weiterverkauf in
Krisengebiete massiv behindert, da, für einen Einsatz
außerhalb des spezifizierten Gebietes, Eingriffe in die
hochkomplexe Steuerelektronik dieser Waffensysteme
erforderlich ist. Für den Hersteller dieser Waffensysteme
bietet dieses Verfahren zusätzlich den Vorteil, daß er sein
eigenes Areal sperren und damit einen Einsatz dieser
Waffensysteme gegen sich selbst verhindern oder zumindest
erschweren kann.
Da diese Waffensysteme vielfach über eine
Telekommunikationsverbindung verfügen, können diesen
Waffensystemen über diese Telekommunikationsverbindung
zusätzliche Areale übermittelt werden, innerhalb der alle für
Kampfhandlungen erforderlichen Systeme nicht aktiviert werden
können. Dies eröffnet der UNO die Möglichkeit, bei Mißbrauch
dieser Waffen zum Völkermord, den Einsatz dieser Waffen
innerhalb der betreffenden Region zu sperren.
Um den Diebstahl von biologischen oder chemischen Waffen zu
erschweren, können die Lager- und Transportbehälter mit einer
Vorrichtung zur Positionsbestimmung und einer Vorrichtung zur
Unbrauchbarmachung des Inhaltes ausgestattet werden, so daß
bei Verlassen eines spezifizierten Areales die Vorrichtung zur
Unbrauchbarmachung des Inhaltes des Behälters aktiviert wird.
Claims (7)
1. Verfahren zur Variation der Funktionalität von Objekten,
dadurch gekennzeichnet, das die geographische Position
dieses Objekts bestimmt wird und daß die Funktionalität des
Objektes in Abgängigkeit von der geographischen Position
variiert werden kann.
2. Verfahren nach Anspruch 1, insbesondere für Flugobjekte,
dadurch gekennzeichnet, daß die Funktionalität des Objektes
in Abgängigkeit von der Flughöhe variiert werden kann.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei
Ausfall der Positionsbestimmung die Funktionalität des
Objektes eingeschränkt wird.
4. Verfahren einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Positionsbestimmung einer
Plausibilitätsprüfung unterzogen wird und daß bei einem
negativen Ausgang der Plausibilitätsprüfung die
Funktionalität des Objektes eingeschränkt wird.
5. Verfahren einem der Ansprüche 1 bis 4, insbesondere für
Waffensysteme, dadurch gekennzeichnet, daß die für
Kampfhandlungen erforderlichen Systeme nur innerhalb
spezifizierter Areale aktiviert werden können.
6. Verfahren nach Anspruch 5, für Waffensysteme, welche über
eine Telekommunikationsverbindung verfügen, dadurch
gekennzeichnet, daß diesen Systemen über die
Telekommunikationsverbindung zusätzliche Areale übermittelt
werden können, innerhalb der alle für Kampfhandlungen
erforderlichen Systeme nicht aktiviert werden können.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, insbesondere
für Lager- und Transportbehälter, dadurch gekennzeichnet,
daß dieser Behälter mit einer Vorrichtung zur
Positionsbestimmung und einer Vorrichtung zur
Unbrauchbarmachung des Inhaltes ausgestattet wird und daß
bei Verlassen eines spezifizierten Areales die Vorrichtung
zur Unbrauchbarmachung des Inhaltes aktiviert wird, welche
den Inhalt des Behälters unbrauchbar macht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10146167A DE10146167A1 (de) | 2001-09-19 | 2001-09-19 | Verfahren zur Variation der Funktionalität von Objekten |
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Publications (1)
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Family Applications (1)
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Country Status (1)
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