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Maschine zum .Ansetzen metallischer Grubenstempel Die Erfindung betrifft
eine Maschine zum Transportieren und Ansetzen von metallischen Grubenstempeln unter
weitgehender Benutzung selbsttätiger Mittel. Erfindungsgemäß ist die Maschine dadurch
gekennzeichnet, daß auf einem nach zwei aufeinander senkrecht stehenden Richtungen
neigbaren und in einer gewählten Neigung gegenüber einem Transportrahmen feststellbaren
Unterbau ein durch selbsttätige Mittel neigbarer Oberbau aufgesetzt ist, der eine
parallel zu einer Bodenfläche verfahrbare Wiege enthält, in welcher der zu befördernde
zweiteilige Grubenstempel liegt und selbsttätige Mittel zum Gegeneinanderbewegen
der beiden Stempelteile untergebracht sind.
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Für das Ansetzen der Minenstempel an Abbaufronten hat man schon verschiedene
Spezialmaschinen vorgeschlagen und auch in Benutzung genommen. Der hauptsächlichste
Mangel der bestehenden Vorrichtungen für diesen Zweck ist die große Schwierigkeit
oder gar Unmöglichkeit ihrer Benutzung an jenen Abbaufronten, wo schon provisorische
Stempel stehen; solche Vorrichtungen sind nur an stempelfreien Abbaufronten verwendbar.
Im allgemeinen können sie auch nur zwischen dem Deblockierungsträger und der Abbaufront
benutzt werden, und es ist nicht möglich, den Stempel über ein Hindernis hinwegzubringen.
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Zumeist befördern diese bekannten Vorrichtungen nicht unmittelbar
den Stempel, sondern schellenartige Halteteile, welche den Stempel umfassen, und
dies bedingt zusätzliche Arbeit sowohl bei der Freigabe des Stempels an der Ansetzstelle
als auch beim Wiedererfassen zu seiner Entfernung. Auch ist im allgemeinen jede
solche Vorrichtung nur für eine einzelne Stempelart verwendbar, manchmal sogar nur
zum Ansetzvorgang. Bei anderen Vorrichtungen werden Zwischensockel benötigt, die
das Ansetzen der Stempel behindern.
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Der Grad der Neigungsmöglichkeit für den Stempel in Stellung und beim
Ansetzen ist im allgemeinen eingeschränkt bzw. nur geringe Schwenkung zulassend,
und das ist besonders störend, wenn Hindernisse am Arbeitsort vorhanden sind, wie
z. B. irgendwelche Stützteile, Leitungen, Boden- und Mauerunregelmäßigkeiten usw.
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Die erfindungsgemäße Maschine ist frei von solchen Mängeln. Sie kann
auf jeder beliebigen Arbeitsstelle benutzt werden, sowohl bei stempelfreier Abbaufront
als auch an Abbaufronten, die provisorische Stützungen aufweisen. Es können übliche
Stempel ohne Spezialkonstruktion und ohne jede Anpassung verwendet werden. Man kann
sie bei den verschiedensten Neigungswinkeln und sogar auch horizontal transportieren;
das ermöglicht auch, die Arbeit nach beiden Richtungen des Stollens fortschreiten
zu lassen. Die weitgehend;: Variationsmöglichkeit hinsichtlich Neigungswinkel und
Neigungsrichtung gestatten das Überwinden oder Umgehen jedweden Hindernisses.
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Schließlich ist zu erwähnen, daß die erfindungsmäßige Maschine die
Entwicklung einer besonders großen Ausdehnungskraft zwischen dem Oberstempelschaft
und dem vom Unterstempel getragenen Schloß ermöglicht, einer Ausdehnungskraft, die
dazu noch direkt in der Verschieberichtung der beiden Stempelteile ohne Verbiegungstendenz,
ohne Spiel wirkt und wobei das Blockieren des Schlosses die eingestellte Verspannung
nicht verändert. Eine solche Vorrichtung ist den bekannten Vorrichtungen in sehr
vielen Beziehungen überlegen.
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Eine Ausführungsform der Erfindung ist in den Fig. 1 bis 9 der Zeichnung
dargestellt.
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Fig. 1 zeigt teilweise im Schnitt und unter Wegbrechung von Teilen
eine Längsansicht der Vorrichtung, wobei der Stempel zum Verfahren aufgeladen ist
und waagerecht sowie quer zu den Rädern des ersten Gestells liegt; Fig.2 ist eine
zu der vorhergehenden Ansicht um 90° verschobene Ansicht mit ähnlichen Schnitten
und Wegbrechungen von Teilen; Fig.3 ist eine Teilansicht im Grund.riß mit teilweisem
Schnitt und Wegbrechung von Teilen, welche die den Stempel tragende Wiege und das
Arbeitsgestell zeigt; Fig.4 und 5 sind ein Grundriß bzw. eine Längsansicht der den
Stempel tragenden Wiege; Fig. 6, 7, 8 und 9 sind schematische Darstellungen der
gesamten Maschine zur Erläuterung ihrer Arbeitsweise auf einer Abbaustelle in Gruben.
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Die dargestellte Vorrichtung umfaßt ein erstes Gestell, welches auf
dem Boden mit Hilfe von Rädern, Rampen oder Kufen verfahrbar ist und aus seitlichen
kastenförmigen Längsträgern 1 besteht, welche von
Rädern 2 getragen
werden- und miteinander durch nicht dargestellte Streben verbunden sind, welche
in der Mitte des Gestells einen Raum frei lassen.
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In der Mitte der kastenförmigen Längsträger 1 sind zwei kreiszylinderförmige
Ausnehmungen 3 vorgesehen, welche eine zu der Symmetrieebene des Gestells 1 und
zu seiner Verstellungsrichtung senkrechte gemeinsame quer liegende. Achse haben.
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In jeder kreisförmigen Ausnehmung 3 ruht ein entsprechender zylindrischer
Teil 4, welcher die Sohle eines seitlichen Teiles 5 eines zweiten. Gestells bildet,
welches durch diese beiden miteinander durch eine kastenförmigeVerstrebung6 miteinander
verbundenen seitlichen Teile gebildet-wird, wobei die Oberseite 7 der Verstrebung
ein zylindrischer konkaver Abschnitt ist, dessen Achse senkrecht zu der der zylindrischen
Teile 4 und zu ihrer axialen Symmetrieebene liegt und welche in der Symmetrieebene
der Seitenteile 5 angeo@rdnet ist, welche: gleichzeitig die Symmetrieebene des ersten
Gestells ist.
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Die seitlichen Außenflächen von 4 liegen lotrecht und tragen außen
kreisförmige Sektoren 8 mit größerem Durchmesser, welche mit kreisförmig angeordneten
Löchern 11 versehen sind, so daß durch Einführung von Stiften 9 in ein Loch 11 und
ein darunterliegendes Loch 12 in der entsprechenden Seite von 1 die Längsneigung
des zweiten Gestells festgelegt werden kann, dessen kreisförmige Sohlen 5 dann in
den Ausnehmungen 3 des ersten Gestells gleiten.
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Auf der konkaven Seite 7 der kastenförmigen Verstrebung 6 ist die
entsprechende zylindrische Sohle 13 eines schwenkbaren Halters 14 schwenkbar, dessen
Sohle 13 an ihrer unteren Fläche durch ebene Fußabschnitte- 15 begrenzt wird, an
welche den Sektoren 8 ähnliche Sektoren 16 befestigt sind, welche mit Löchern 17
versehen sind, welche dazu dienen, die Neigung des Halters 14 in bezug auf die kastenförmigen
Verstrebungen 6 mit Hilfe von Stiften 18 festzulegen, welche bestimmte Löcher 17
durchdringen und je in ein in der entsprechenden lotrechten Seite von 6 angebrachtes
Loch 19 eintreten.
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Der hohle schwenkbare Halter 14 wird an seinem oberen Teil durch einen
ringförmigen Bund 21 mit ebenen Seiten und einem kreiszylinderförmigen Umfang abgeschlossen,
welcher zur Halterung, Führung und Befestigung eines ringförmigen. Teiles 22 dient,
welcher in bezug auf die Achse von 22 symmetrisch und an diametral gegenüberliegenden
Stellen Ansätze 23 trägt, in welchen die koaxial und parallel zu den ebenen Seiten
von 22 angeordneten Achsen 24 von zwei Gabelköpfen 25 gelagert sind, "velche den
Fußteil 26 des allgemeinen Gestells der Vorrichtung tragen.
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In einer zu den Achsen 24 senkrechten Symmetrieebene trägt der Fußteil
26 zwischen den Gabelköpfen zwei weitere Gabelköpfe 27, deren zu den Achsen 24 parallele
Achsen 28 zur Lagerung der Köpfe 29 von zwei hydraulischen Druckböcken 31 dienen,
deren Kolben 32 auf Achsen 33 schwenkbar sind, welche unten in dem hohlen schwenkbaren
Halter 14 von einem lotrechten Teil 34 getragen werden, welcher zwischen den Ansätzen
23 an einer diametralen Traverse 35 des oberen Teiles 22 befestigt ist.
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Der Fußteil 26 trägt ein durch in zu den Achsen 24 parallelen Führungen
36 gleitende Zapfen geführtes Zwischengestell 30, welches seinerseits ein durch
in zu den Achsen 24 senkrechten Führungen 37 gleitende Zapfen geführtes Hauptgestell
38 hält, welches so beiderseits der Symmetrieebenen des Fußteiles 26 um eine gewisse
begrenzte Strecke in der Querrichtung und in der Längsrichtung verstellt «erden
kann.
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Diese Verstellungen werden durch an sich bekannte Mittel unterstützt
oder begienzt, welche zur Vereinfachung der Zeichnung nicht dargestellt sind.
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Auf dem Gestell 38 ist in der Längsrichtung das Arbeitsgestell 39
verstellbar, welches im wesentlichen durch einen zentralen Boden 41 mit verstärkten
seitlichen Teilen 42 gebildet wird, welche auf Querverstrebungen 43 ruhen, welche
in Längsnuten 44 innerhalb der seitlichen überhöhten Teile des Gestells 38 gleiten
können.
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Diesem Gestell 39 gehören zwei U-Eisen 45 an, welche in d-°r Längsrichtung
mit lotrechten Stegen angeordnet und an den Verstärkungen 42 befestigt sind, wobei
sie symmetrisch zu der Mittelebene des Gestells 39 so angeordnet sind, daß ihre
Öffnungen einander gegenüberliegen.
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In diesen U-Eisen 45 rollen vier Rollen, nämlich zwei koaxiale Rollen
46 und zwei ebenfalls koaxiale Rollen 47.
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Diese Rollen sind paarweise auf der gleichen Seite durch Längsplatten
48 gekuppelt.
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Die Achsen 51 der Rollen 46 gehen frei durch eine Bohrung 49 der entsprechenden
Platte 48, während die Achsen der Rollen 47 in der entsprechenden Platte 48 befestigt
sind.
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Die Achsen 51 der Rollen 46 sind auch in diesen Rollen drehbar und
an einer mit diesen Achsen verstellbaren und schrägstellbarenWiege 52 befestigt.
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Die Achsen 51 durchdringen die entsprechenden Stege der U-Eisen 45
in Fenstern 53, welche in der Länge derselben parallel zu ihren Schenkeln angeordnet
sind. Diese Achsen 51 laufen in einen Teil 54 aus, welcher zur Drehung und Verstellung
der Wellen 51 in der weiter unten erläuterten Weise einen Kurbelarm bildet.
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Die z. B. aus zusammengesetzten Blechen bestehende Wiege 52 nimmt
in einer oben und an den Enden offenen, in der Längsrichtung angeordneten mittleren
Ausnehmung 55 den Unterstempel 56 des Stempels auf, dessen Schloß 57 durch den Oberstempel
59 durchlassende Randleisten 58 der Wiege 52 oben an dem Stempel gehalten wird,
wobei dieses Schloß 57 auch mit Spiel unten durch Randleisten 58 a der Wiege 52
gehalten wird.
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In der Wiege 52 sind auf jeder Seite des Unterstempels durch lotrechte
Zapfen 60 Druckzylinder 61 befestigt, deren Kolbenstangen 62 an einem Quergestell
63 befestigt sind, welches an seinem oberen Teil für den Durchtritt des Oberstempels
59 offen ist, welcher mit seinen gegenüberliegenden Seiten mit Stütznocken 64 in
Berührung steht, welche gegen den Oberstempel gedrückt werden, um ihn bei Herstellung
des Drucks in den Druckzylindern 61 anzuheben.
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Die Verstellungen und. die Schräglagen dieser Wiege und des von ihr
getragenen Stempels werden folgendermaßen erhalten: Die Kurbelarme 54 sind auf ihren
Außenseiten mit T-förmigen radialen Nuten 65 versehen; deren jede die Gelenkkugel
66 eines Fingers 67 aufnimmt, welcher sich mit einer über zwei Eingangstrommeln
69 und 70 laufenden Gallschen Kette 68 verstellt.
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Die Verstellung einer jeden Kette 68 und des entsprechenden Fingers
67 erfolgt durch die Drehung der Eingangstrommel 69 parallel zu der möglichen Verstellung
der Achsen der in 45 rollenden Rollen 46.
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Diese Verstellung des in die Nut 65 eingreifenden Fingers 67 sucht
den Kurbelarm 44 und über seine Achse 61 die den Stempel tragende «liege 52 zu verdrehen.
Diese
Drehung der Wiege 52 in der Richtung des Pfeils 71 bei einer Drehung der Eingangstrommel
69 in dieser Richtung kann nicht stattfinden, solange die Wiege unten gegen den
zentralen Boden 41 stößt, so daß der in die Nut 65 eingreifende Finger 67 die Wiege
52 mit der Galleschen Kette 68 geradlinig in Richtung auf 70 verschiebt.
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Unter dem Boden 41 ist eine Blechplatte 72 angeordnet, welche in Längsnuten
73 gleitet, welche unter dem Boden 41 über den Streben 43 angeordnet sind. Dieses
Blech 72 läuft an seinem über dem Boden 41 vorstehenden freien Teil in einen nach
unten abgerundeten Teil 74 aus.
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Wenn das vorher auf dem Blech 72 gehaltene Ende 75 der geradlinig
verstellten Wiege 52 frei kommt, führt es eine Drehung aus, wobei es zu der Abrundung
74 tangential bleibt, und zwar nach einer mehr oder weniger langen geradlinigen
Verstellung, je nach der Stellung von 74, welche durch die gleitende Verstellung
von 72 in den Nuten 73 und die Festlegung in diesen durch nicht dargestellte, leicht
herzustellende Mittel eingestellt wurde.
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Die Wiege und der Stempel werden so in waagerechter Stellung verstellt
und im gewünschten Augenblick lotrecht aufgerichtet, welscher von der Stellung des
Blechs 72 und seiner Abrundung 74 abhängt, was gegebenenfalls gestattet, den Stempel
sehr nahe an dem Abbaustoß anzusetzen. Bei mächtigen Flözen und einem verhältnismäßig
schmalenAusbauzwischenraum kann der Stempel unmittelbar lotrecht in den vorher an
das Ende des Arbeitsgestells gebrachten Schlitten eingesetzt werden.
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Zur Ansetzung des Stempels in einer größeren Entfernung von der Achse
der Vorrichtung wird das Arbeitsgestell 39 vorher durch Gleiten in den Führungen
44 des Gestells 38 verschoben.
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Diese Gleitbewegung wird durch beliebige, zur Vereinfachung der Zeichnung
nicht dargestellte Mittel eingestellt.
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Falls das Ansetzen der Stempel in kurzer Entfernung von der Vorrichtung
und während der Verstellung derselben erfolgt, werden das Gestell 38 und das Gestell
39 durch verbolzte Laschen 77 starr miteinander verbunden.
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Die Drehung des die Verstellung der Wiege des Stempels und die Ansetzung
desselben nach der Drehung bewirkenden Zahnkranzes 69 erfolgt über ein Zahnrad 78,
welches mit dem Zahnkranz 69 starr verbunden, ist und seinerseits durch eine Kette
79 angetrieben wird, welche es mit einem mit einem Zahnrad 82 starr verbundenen
Zahnrad 81 größeren Durchmessers verbindet. Dieses Zahnrad 82 wird ebenfalls durch
eine Kette 83 und ein mit einem Zahnrad 85 fest verbundenes Zahnrad 84 angetrieben.
Die Achsen aller dieser Zahnräder sind gegenüber dem Arbeitsgestell unverstellbar
gelagert.
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Das Zahnrad 85 steht mit einer Zahnstange 86 im Eingriff, welche mit
einem z. B. hydraulischen Zylinder 87 fest verbunden ist, welcher in den Teilen
88 geführt ist, welche das Gehäuse zum Schutz des Mechanismus und zur Befestigung
desselben in dem Arbeitsgestell bilden. Die Kolbenstange 89 des Kolbens des Zylinders
87 ist an dem Arbeitsgestell befestigt.
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Wie dargestellt, sind die obigen Mechanismen symmetrisch auf beiden
Seiten der Symmetrieebene des Gestells der Vorrichtung vorhanden.
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Die Schräglagen des Stempels bei seinem Ansetzen können mittels der
obigen Vorrichtungen durch die Winkel bestimmt werden, welche dem Fußteil 26 und
den von diesem getragenen Gestellen erteilt werden, welche normalerweise durch die
Druckböcke 31 parallel zu dem Ring 22 gehalten werden, wobei der Stempel im Augenblick
seines Ansetzens gekippt wird, um z. B, eine zu dem Boden 41 senkrechte Lage einzunehmen.
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Hierfür sind die Verbindungsplatten 48 mit Anschlägen 91 versehen,
und die Wiege ist mit Scheiben 92 ausgerüstet, welche gegebenenfalls an ihr einstellbar
sind und koaxial zu den Achsen 51 liegen, welche Anschläge 93 tragen, welche durch
ihre Berührung mit den Anschlägen 91 die Drehung der den Stempel tragenden Wiege
genau begrenzen.
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Das mit Rädern versehene Gestell trägt zwischen seinen Längsträgern
in verschiedenen in Fig.1 schematisch. durch Diagonalen dargestellten Abteilungen
Teile für die Verteilung und den Anchluß bei 94. die die Druckböcke speisende hydraulische
Pumpe bei 95 mit ihrem Motor bei 96 und bei 97 einen Motor zum Verfahren der Vorrichtung
und seine Schleppwinde bei 98, wobei alle diese Teile eine bekannte Bauart aufweisen,
so daß ihre Verteilung nur beispielshalber in großen Zügen angegeben ist.
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Die Arbeitsweise der Vorrichtung unter verschiedenen Umständen ist
schematisch in Fig. 6, 7, 8 und 9 angegeben.
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In Fig. 6 und 7 ist das Arbeitsgestell vollständig aus dem Gestell
38 ausgefahren, so daß der Stempel so weit von der Maschine All angesetzt
werden kann, daß Hindernisse überschritten werden können, welche z. B. durch den
Förderer D1 gebildet werden.
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Nachdem in Fig.6 der Stempel Ei so angesetzt wurde, wird der Stempel
E2 in der Nähe des Abbaustoßes angesetzt, worauf gemäß Fig. 7 nach seitlicher Verschiebung
der Maschine von Ml nach M2 sowie der des Förderers von D1 nach D2 das Ansetzen
eines weiteren Stempels bei E3 erfolgt, usf.
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Fig. 8 und 9 zeigen die Möglichkeiten der Maschine bei verkleinerter
Länge, wenn das Arbeitsgestell 39 vollständig in das Gestell 38 eingefahren ist,
wie in Fig. 1 und 2 dargestellt. Es kann dann die Anbringun.g eines vollständigenAusbaues
mit Stempeln E4, E5 erfolgen, welche nahe genug beieinanderliegen und Kappen B unmittelbar
vor und hinter der nach 11'13, z. B. vor den letzten Stempel E2, gebrachten Maschine
abstützen.
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Bei der Ansetzung eines Stempels auf der anderen Seite des Förderers
wird folgendermaßen vorgegangen: DasArbeitsgeste1139 wird parallel zu dem Förderer
und zu den Rädern 2 des Apparates eingestellt, worauf der metallische Stempel in
die Wiege 52 gelegt wird. Das Arbeitsgestell 39 wird dann mit den Gestellen 38,
30 und dem Fußteil 26 durch Drehung des Teiles 22 um 21 gedreht. Die Stellung des
Fußteiles 26 wird gegebenenfalls durch eine geeignete Gleitverstellung von 38 gegenüber
26 berichtigt. Die Schräglage des Fußteiles 26 wird in Übereinstimmung mit den Schräglagen,
welche der angesetzte Stempel haben soll, mit Hilfe der Schräglage des Kastens 6
durch Gleiten seiner zylindrischen Teile 4 in den zylindrischen Ausnehmungen 3 und
der Schrägstellung des schwenkbaren Halters 4 mittels der auf der konkaven zylindrischen
Fläche 7 von 6 gleitenden zylindrischen Sohle 13 festgelegt.
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Diese Schräglagen werden durch Einsetzen der Stifte 9 bzw. 18 in die
geeigneten Löcher der Sektoren 8 bzw. 16 hergestellt.
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Hierauf wird das Arbeitsgestell aus dem Gestell 38 ausgefahren und
durch die Laschen 77 befestigt.
Hierauf werden die Zylinder 87 unter
Druck gesetzt, so daß sich die Zahnstangen 86 mit ihnen rückwärts bewegen und die
Drehung der Zahnräder 85 und hierdurch die der Zahnräder 84, 82, 81 und 78 bewirken,
wodurch die Trommeln 69 in Umdrehung versetzt und die Ketten68 angetrieben werden,
welche die den Stempel tragende Wiege 52 nach den Enden 50 der Führungen 45 ziehen,
ohne daß sich die Wiege zunächst dreht, wie oben erläutert wurde.
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Von einer gewissen Stellung an kann die auf dem Ende 74 des Blechs
72 gleitende Wiege 52 sich unter der Einwirkung der Ketten 68 auf die Kurbelarme
54 um die Achse 51 der Rollen 46 drehen, so daß sie schließlich eine zu dem zentralen
Boden 41 senkrechte oder nahezu senkrechte Lage einnimmt, welche genau mit dem gewünschten
Winkel entsprechend dem Gefälle mittels der von 48 und 92 getragenen Ansätze 91
und 93 festgelegt wird, welche gegeneinanderstoßen, wobei die Winkelstellung von
92 auf der um die Achse 51 drehbaren Wiege einstellbar ist.
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Wenn die den Stempel tragende Wiege 52 in dieser Stellung angekommen
ist (wobei die Schwenkbewegung durch Aufrechterhaltung des Zuges der Galleschen
Ketten erhalten wird), werden die beiden Zylinder 61 dem hydraulischen Druck ausgesetzt,
wodurch über die Kolbenstangen 62 die bewegliche Traverse 63 nach oben verschoben
wird, wobei der von den Nocken 64 festgeklemmte Oberstempel 59 mitgenommen wird.
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Sobald der Kopf des Stempels entweder mit einem Ansatz oder mit seiner
Fläche mit dem Hangenden oder der Fuß des Stempels mit dem Boden in Berührung kommt,
wirkt, da der Kopf und der Fuß des Stempels nicht gleichzeitig zur Anlage kommen
können, eine Kraft auf die Führungen 45 und die Gesamtanordnung der Gestelle der
Maschine.
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Damit eine derartige durch die Länge des durch die Führungen 45 gebildeten
Hebelarmes noch vergrößerte Kraft nicht die Maschine verstellt oder zerstört, greifen
die Druckböcke 31 ein und gestatten dank der Gelenke 24 und 28 die erforderliche
Schrägstellung der von 26 getragenen Anordnung gegenüber dem ringförmigen Kranz
22.
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Zur Einstellung des Schwenkpunktes der sich gegen 54 legenden Wiege
wurde das Blech 38 in den Führungen 73 in geeigneter Weise verstellt. Beim Ansetzen
von nahen Stempeln, wie schematisch in Fig. 8 und 9 dargestellt, wird in gleicher
Weise vorgegangen, wobei das Arbeitsgestell in die Stellung der Fig.2 gebracht und
in dieser Stellung befestigt wird, während das Blech 72 vollkommen in die Führungen
73 eingeschoben wird, wie in der gleichen Fig.2 dargestellt.
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Der Stempel wird noch zur Ausübung der Abstützkräfte unter Last gesetzt
und zur Aufrechterhaltung der Belastung durch den Schlüssel des Schlosses verriegelt.
In beiden Fällen gestattet eine geringe Rückwärtsbewegung des Arbeitsgestells die
Freigabe eines so angesetzten Stempels. Man sieht so, daß die Maschine das genaue
Ansetzen von Stempeln mit den verschiedensten Schräglagen gestattet, wobei die Stempel
nicht einfach an Ort und Stelle gebracht werden, sondern sofort bei ihrem Ansetzen
ebenso bedeutende Stützkräfte ausüben wie in ihrer endgültigen Stellung.
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Es ist selbstverständlich, daß die beispielsweise beschriebene Ausführungsform
abgewandelt werden kann, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen, wobei die Mittel
zur Schrägstellung und zur Verschiebung der Gestelle gegeneinander und gegenüber
dem Grundgestell anders als auf die beschriebene Weise ausgebildet werden können.