DE1014590B - Anordnung zur Erzeugung eines Rasterverschiebungsstromes aus dem Kipptransformator - Google Patents
Anordnung zur Erzeugung eines Rasterverschiebungsstromes aus dem KipptransformatorInfo
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- H04N3/10—Scanning details of television systems; Combination thereof with generation of supply voltages by means not exclusively optical-mechanical
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zur Erzeugung eines Rasterverschiebestromes aus dem
Kipptransformator, insbesondere für den Horizontalablenkstrom.
Bei den Spannungsrückgewinnungs-Kippschaltungen wird die magnetische Energie, die während des
Rücklaufs als elektrische Spannung frei wird, im ersten Teil des Hinlaufs über die Linearisierungsdiode
dem Diodenvorspannungskondensator zugeführt, gespeichert und dient während der restlichen Zeit des
Hinlaufs als zusätzliche treibende Spannung des Kippgerätes. Sie kann weiterhin als Aufladespannung
für das Vertikalkippgerät als auch als Voranodenspannung der Kathodenstrahlröhre usw. verwendet
werden. Die während des Rücklaufs frei werdende Spannung kann ebenfalls gleichgerichtet und als
Hochspannung für die Kathodenstrahlröhre verwendet werden. Sie kann weiter durch eine Zusatzwicklung
hochtransformiert werden, so daß die Erzeugung einer Hochspannung bis z. B. 18 kV in einer Stufe
möglich ist.
Bei dieser Hochtransformation spielt die Eigenschwingung der Hochspannungszusatzspule eine störende
Rolle. Die Eigenschwingungen übertragen sich über den Transformator auf den Ablenkkreis, überlagern
sich dem Ablenkstrom und erzeugen im Raster eine wellenförmige Liniensteuerung.
Um diese Störung zu vermeiden, wurde vorgeschlagen, den Spulenaufbau des Transformators so
zu wählen, daß die Streuinduktivität zwischen Zusatzspule und Diodenwicklung, an die die Linearisierungsdiode
angeschlossen ist, und auch die Streuinduktivität zwischen Ablenkspulen-Ankoppelspule und
Zusatzspule groß ist, die Streuinduktivität zwischen Ablenkspulen-Ankoppelspule und Diodenwicklung dagegen
möglichst klein ist. Dadurch wird eine Abschirmung der Ausgangswicklung gegen die Eigenschwingung
der Zusatzspule erreicht. An den Ablenkspulen liegt eine Spannung, die der Diodenspannung
ähnlich und daher nahezu frei von Schwingungen ist.
Um die Streuinduktivität zwischen Diodenwicklung und Ablenkspulen-Ankoppelspule einerseits und Hochspannungszusatzwicklung
andererseits groß, also die Kopplung lose zu machen, setzt man häufig die Hochspannungszusatzwicklung
auf einen anderen Schenkel des Kipptransformators als die Dioden- und Ausgangsspule.
Um die Kopplung zwischen Diodenwicklung und Ausgangs wicklung möglichst fest und die Streuung
zwischen beiden möglichst klein zu machen, verwendet man zweckmäßigerweise einen Spartransformator
und wickelt beide Wicklungen als Lagenwicklung möglichst dicht auf einen möglichst langen Schenkel
des Transformators.
Anordnung zur Erzeugung
eines Rasterverschiebungsstromes
aus dem Kipptransformator
Anmelder:
Fernseh G.m.b.H., Darmstadt,
Am Alten Bahnhof 6
Am Alten Bahnhof 6
Dipl.-Ing. Herbert Bähring, Darmstadt,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Ein Nachteil dieser Ausführungsform besteht jedoch darin, daß durch die Ablenkspulen kein Gleichstrom
zur Verschiebung des Rasters geführt werden kann, es sei denn, daß die Ablenkspulen einseitig am
gleichen Punkt des Transformators liegen wie die Diode und daß der Diodengleichstrom zur Verschiebung
ausgenutzt wird. Das hat aber den Nachteil, daß die Verschiebeeinrichtung auf hohem Wechselpotential
liegt. Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, zur Erzeugung des Verschiebestromes den Kippstrom
gleichzurichten. Das hat jedoch den Nachteil, daß der Gkichrichterinnenwiderstand auf die Kippkurvenform
eingeht, und da der Gleichrichterinnenwiderstand veränderlich ist, ergeben sich Verzerrungen im
Verlauf der Kippstromkurve.
Bei der erfindungsgemäßen Anordnung werden die vorerwähnten Nachteile vermieden.
Erfindungsgemäß wird bei einer Anordnung zur Erzeugung des Rasterverschiebestromes in den Ablenkspulen
elektromagnetisch abgelenkter Kathodenstrahlröhren ein Teil der Ablenkspannung an den
Spulen, vorzugsweise an einer Wicklung geringer Windungszahl des Ablenktransformators, abgenommen,
gleichgerichtet und unter Zuhilfenahme einer Regeleinrichtung so in den Ablenkkreis eingeschaltet, daß
die Ablenkspannung nur wenig größer oder gleich dem an den ohmschen Widerständen im Ablenkkreis
auftretenden Spannungsabfall ist. Durch die Verwendung einer Regeleinrichtung, die im Ausgangskreis
des Transformators liegt und zur Erzeugung des Ver-Schiebestromes eine Spannung benötigt, die gleich
oder nur wenig größer ist als der durch den Verschiebestrom erzeugte ohmsche Spannungsabfall im
Ablenkkreis selbst, ist die gesamte Verschiebestromleistung nur gering (0,5 Watt) und kann daher ohne
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schädliche Rückwirkung auf den Kippvorgang und die Hochspannungserzeugung dem Kipptransformator
entnommen werden, wodurch auch nur geringe Siebmittel zur Glättung des Gleichstromes erforderlich
werden.
Es ist günstig, die Regeleinrichtung an der Nieder-Spannungsseite des Kipptransformators, also an einem
wechselspannungsfreien Teil der Schaltung, in den Äblenkkreis einzuschalten, wober man alle Vorteile
der bisherigen Schaltungen vereinigt: Die Regeleinrichtung ist wechselspannungsfrei, die Hochspannungserzeugung
ist frei von Streuschwingungen, da fein streuungsarmer Spartransformator Verwendung
findet, und die Hochspannungserzeugung erfolgt mit . einer einzigen Diode. *5
Bei einem besonders bevorzugten Anwendungsbeispiel wird an die beiden Enden der zur Gewinnung
der Verschiebespannung dienenden Wicklung je ein Gleichrichter mit entgegengesetzter Durchlaßrichtung
angeschlossen und diese beiden Gleichrichter über ao einen Poterifiometerwiderständ verbunden, dessen :
verschiebbarer Abgriff mit den Ablenkspulen verbunden ist. Dabei soll zwischen den verschiebbaren
Potentiometerabgriff und den Abgriff der Wicklung ein Kondensator geschaltet werden, dessen Wechselstromwiderstand
bei der Betriebsfrequenz klein ist gegenüber dem der angeschlossenen Ablenkspulen.
Die Erfindung soll nun an Hand der Ausführungsbeispiele darstellenden Figuren näher beschrieben
werden, wobei einander entsprechende Teile in beiden Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen
sind.
Fig. 1 zeigt die -Endstufe eines Zeilenabknkgerätes,
das die Kippströme für die Horizontalablenkspulen liefert, wobei eine Verschiebung der Lage der Zeilen
durch die erfindungsgemäße Verschiebungseinrichtung möglich ist;
Fig. 2 zeigt eine Variante dieser Schaltung, bei der zur Verschiebung der Zeilenlage nur ein Potentiometer
benötigt wird.
In Fig. 1 ist 1 die Endröhre des Zeilenablenkgerätes, deren Steuergitter 2 negative Impulse, z. B.
Sägezahnimpulse, mit Horizontalfrequenz von den vorhergehenden Stufen des Gerätes zugeführt werden.
Im Anodenkreis dieser Röhre liegt der Zeilenausgangstransformator 3. An eine Anzapfung der Wicklung
dieses Transformators ist die Kathode der Linearisierungsdiode 4 angeschlossen, deren Anode
einerseits mit dem positiven Pol der Anodenspannungsquelle und andererseits mit dem Spannungsrückgewrinnungskondensator
5 verbunden ist. An eine zweite Anzapfung der Trafowicklung ist ein Ende der Ablenkspulen 6 angeschlossen. Bei den üblichen Schaltungen
ohne Verschiebeeinrichtung ist das zweite Ende der Ablenkspulen direkt mit dem Anfang der
Transformatorwicklung verbunden, so daß die Ablenkspulen 6 nur vom sägezahnförmigen Wechselstrom
durchflossen werden. Zur Gewinnung des Verschiebestromes befindet sich am Zeilenausgangstransformator
eine weitere Wicklung 7 mit geringer Windungszahl. Die in dieser Wicklung induzierte
Spannung wird durch einen Gleichrichter 8 gleichgerichtet und die erhaltene Gleichspannung durch den
Kondensator 9 geglättet. Diese Gleichspannung wird zur Erzeugung des Verschiebestromes benutzt und
speist die beiden parallel geschalteten, miteinander verkoppelten Potentiometer 10 und 11. Der Schleifer
eines Potentiometers ist nun mit dem Anfang der Transformatorwicklung, der Schleifer des zweiten
Potentiometers mit einem Pol der Ablenkspulen verbunden. Durch einen Kondensator 12 kann der sägezahnförmige
Wechselstrom direkt vom Transformator zu den Ablenkspulen 6 fließen und braucht nicht dein
Weg über die Potentiometer zu nehmen, so daß eine Schwächung und Verzerrung des Ablenkstromes vermieden
wird. Durch gegensinnige gleichzeitige Verstellung der Schleifer der beiden Potentiometer läßt
sich nun dem sägezahnförmigen Ablenkstrom ein Gleichstrom in der einen oder anderen Richtung überlagern
und dadurch eine Verschiebung des Zeilenrasters nach jeder der beiden Seiten vornehmen.
Die Zeilenstufe ist gleichzeitig zur Gewinnung der Hochspannung für die Kathodenstrahlröhre eingerichtet. Hierzu ist am Ausgangstransformator, noch
eine Zusatzwicklung 13 vorgesehen, und die am Ende dieser Wicklung während des Rücklaufs auftretenden
Spannungsspitzen werden über den Röhrengleichrichter 14, der seine Heizung aus einer weiteren am
Transformator aufgebrachten Wicklung 15 erhalt, gleichgerichtet und durch den Kondensator 16 ge*
glättet. An der Klemme 17 steht die Hochspannung, z. B. in der Höhe von 18 kV, zur Verfügung. : ;
Die Schaltung der Fig. 2 unterscheidet sich von der der Fig. 1 dadurch, daß an Stelle des Gleichrichters 8
der Fig. 1 zwei Gleichrichter 18 und 19 vorgesehen sind, die am Anfang und an eine Anzapfung de?,
Zeilentransformators 3 angeschlossen sind. Die am Glättungskondensator 20 von 1 μΈ verfügbare Gleic'hr
spannung speist ein Potentiometer 21 von 50 Ω, dessen
Schleifer an ein Ende der Ablenkspulen 6 (Induktivität 6 mHy) angeschlossen ist. Das zweite Ende der
Ablenkspulen 6 ist an eine Anzapfung der Wicklung des Zeilenablenktransformators 3 angeschlossen. ,Der
Kondensator 22 von 25 μΈ dient ähnlich wie der !Kondensator 12 in Fig. 1 dazu, einen Weg für die Abr
lenkströme vom Transformator zu den Ablenkspulen herzustellen. Er liegt zwischen dem Ende der AHenJbspulen
und einer Anzapfung der Wicklung des Zeilenausgangstransformators zwischen den Anschlüssen
der Gleichrichter 18 und 19.
Die in Fig. 2 beschriebene Schaltung hat den Vorteil, daß nur ein Potentiometer notwendig ist. Es ist
vorteilhaft, die verwendeten Gleichrichter (in den Ausführungsbeispielen die Gleichrichter 8 bzw. 18
und 19) derart zu schalten, daß sie während des Hinlaufs geöffnet sind.
Claims (5)
1. Anordnung zur Erzeugung des Rasterverschiebestromes
in den Ablenkspulen elektromagnetisch abgelenkter Kathodenstrahlröhren, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Teil der Ablenkspannung an den Spulen, vorzugsweise an einer Wicklung
geringer Windungszahl des Horizontalablenktransformators, abgenommen und gleichgerichtet
wird und unter Zuhilfenahme einer Regeleinrichtung so in den Ablenkkreis eingeschaltet wird, daß
sie nur wenig größer oder gleich dem an den ohmschen Widerständen des Ablenkkreises maximal
auftretenden Spannungsabfall ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschiebestrom aus einem
Teil der Ablenkspannung in einer Energierückgewinnungskippschaltung mit Spannungsrückerzeugung
und Ausgangsspartransformator gewonnen wird, bei der der Rückgewinnungskondetlsator
einseitig an einem wechselspannungsireie*!!
Punkt der Schaltung liegt. : ι ^>:#ί
3. Anordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an die beiden Enden der zur
Gewinnung der Verschiebespannung dienenden Wicklung je ein Gleichrichter (18, 19) mit entgegengesetzter
Durchlaßrichtung angeschlossen ist und diese beiden Gleichrichter über den Widerstand
eines Potentiometers (21) mit den Ablenkspulen (6) verbunden sind.
4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den verschiebbaren
Potentiometerabgriff und den Abgriff der Wicklung ein Kondensator (22) geschaltet ist, dessen
Wechselstromwiderstand bei der Betriebsfrequenz klein ist gegenüber dem der angeschlossenen Ablenkspulen.
5. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Transformatorwicklung
abgewendeten Pole der beiden Gleichrichter (18, 19) über einen Kondensator (20) verbunden
sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF18955A DE1014590B (de) | 1955-11-30 | 1955-11-30 | Anordnung zur Erzeugung eines Rasterverschiebungsstromes aus dem Kipptransformator |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEF18955A DE1014590B (de) | 1955-11-30 | 1955-11-30 | Anordnung zur Erzeugung eines Rasterverschiebungsstromes aus dem Kipptransformator |
Publications (1)
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|---|---|
| DE1014590B true DE1014590B (de) | 1957-08-29 |
Family
ID=7089140
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DEF18955A Pending DE1014590B (de) | 1955-11-30 | 1955-11-30 | Anordnung zur Erzeugung eines Rasterverschiebungsstromes aus dem Kipptransformator |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1014590B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19627201C2 (de) * | 1995-07-07 | 2002-02-07 | Lg Electronics Inc | Stromversorgung für eine Rasterzentriersteuereinrichtung für ein Videoanzeigegerät |
-
1955
- 1955-11-30 DE DEF18955A patent/DE1014590B/de active Pending
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| DE19627201C2 (de) * | 1995-07-07 | 2002-02-07 | Lg Electronics Inc | Stromversorgung für eine Rasterzentriersteuereinrichtung für ein Videoanzeigegerät |
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