DE1014409B - Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von starrem Material mittels fluessigen, fluechtigen, organischen Loesungsmitteln - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von starrem Material mittels fluessigen, fluechtigen, organischen LoesungsmittelnInfo
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- C23G—CLEANING OR DE-GREASING OF METALLIC MATERIAL BY CHEMICAL METHODS OTHER THAN ELECTROLYSIS
- C23G5/00—Cleaning or de-greasing metallic material by other methods; Apparatus for cleaning or de-greasing metallic material with organic solvents
- C23G5/02—Cleaning or de-greasing metallic material by other methods; Apparatus for cleaning or de-greasing metallic material with organic solvents using organic solvents
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Description
Die Reinigung von starrem Material, insbesondere aus Metall, erfolgt außer mit wäßriger Lösung vor
allem auch mit flüchtigen, organischen Lösungsmitteln, insbesondere mit Chlorkohlenwasserstoffen, wie Trichloräthylen,
Perchloräthylen u. dgl. In der Technik werden hierfür offene oder geschlossene Vorrichtungen
verwendet, bei denen verschiedene Forderungen gestellt werden, nämlich große Leistung an gereinigten
Gegenständen, einfache Bedienung und vor allem geringe Lösungsmittelverluste. Diese Bedingungen
werden von der im folgenden beschriebenen Erfindung weitgehendst erfüllt.
Das Verfahren gemäß der Erfindung zum Reinigen von starrem Material, vorzugsweise aus Metall, mittels
flüssiger, flüchtiger, organischer Lösungsmittel, vornehmlich
Chlorkohlenwasserstoffen, wie Trichloräthylen oder Perchloräthylen, in mehreren Arbeitsgängen, z. B. Beschicken mit Reinigungsgut und Entleeren,
Füllen mit Lösungsmitteln, Trocknen usw., besteht im wesentlichen darin, daß die Arbeitsgänge
in mehreren beweglichen Behandlungsbehältern der Reihe nach durch ein Steuerorgan geregelt werden,
welches durch Drehen der horizontal kreisförmig bewegten Behandlungsbehälter betätigt wird. Dabei wird
die Reinigungsflüssigkeit in bekannter Weise in die Behandlungsbehälter aus einem darunter angeordneten
Vorratsbehälter durch den Druck von Lösungsmitteldampf gefördert. Die beim Füllen der Behandlungsbehälter mit der Reinigungsflüssigkeit aus diesen verdrängte
Luft sowie die zum Trocknen des lösemittelfeuchten Reinigungsgutes dienende Luft wird zum
Zweck der Wiedergewinnung des Lösungsmittels durch einen Kühler ins Freie geleitet.
Die Bedienung der Vorrichtung ist auf Grund des Verfahrens gemäß der Erfindung sehr vereinfacht, da
sie nur für die Füllung und Entleerung der Reinigungsbehälter mit dem zu reinigenden Gut zu sorgen
hat, die an derselben Stelle erfolgt, so daß die Arbeitskraft ihren Platz nicht verlassen muß. Die übrigen
Arbeitsgänge, wie Vorreinigung mit einem unreinen Lösungsmittel, Nachreinigen mit reinem Lösungsmittel
sowie Trocknen des Reinigungsgutes, erfolgenvöllig automatisch, lediglich durch Drehen der sternförmig
angeordneten Behandlungsbehälter, wodurch" die Bewegung des Reinigungsmittels, die Einwirkung
der Trockenluft usw. gesteuert wird.
Zur Ausübung des Verfahrens bedient man sich einer A^orrichtung, von der eine Ausführungsform im
folgenden beschrieben ist. Auf einer ortsfesten Scheibe 1 liegt eine drehbare Scheibe 2, welche drei
sternförmig angeordnete Behandlungsbehälter 3, 4 und 5 trägt, die gegeneinander um 120° versetzt sind.
Durch Drehen der Scheibe gelangt jeder Behandlungsbehälter der Reihe nach in die mit I, II und III be-Verfahren
und Vorrichtung
zum Reinigen von starrem Material
mittels flüssigen, flüchtigen, organischen
Lösungsmitteln
Anmelder:
Wacker-Chemie G.m.b.H.,
München 22, Prinzregentenstr. 20
München 22, Prinzregentenstr. 20
Georg Edhofer, München,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
zeichneten Arbeitsstellungen. Für jeden Behandlungsbehälter sind zwei öffnungen in der drehbaren Scheibe
vorgesehen, die mit den Behandlungsbehältern in Verbindung stehen. Die Leitungen 3 a, 4 α und 5 α sind für
Flüssigkeit, die Leitungen 3b, 4b und Sb für Gase
bestimmt. Den öffnungen in der Scheibe 2 entsprechen gleiche in der unteren Scheibe 1, so daß bei der
Drehung der Scheibe 2 jeweils um 120° die öffnungen der Scheibe 2 mit solchen in Scheibe 1 in Verbindung
stehen.
Die Scheibe 1 besitzt folgende Verbindungsleitungen:
In Arbeitsstellung I führt die Leitung 5 d ins Freie, Leitung 5 c zum Kühler 9, der in ein Absauggebläse 8
mündet. In Arbeitsstellung II geht eine Leitung 3 c zum Lösungsmittelvorratsbehälter 6, der schon etwas
verschmutztes Lösungsmittel enthält. Die Leitung 10 stellt die Verbindung mit dem Kühler 11, mit dem
Dreiweghahn 12 und über die Leitung 17 mit dem Dampfentwickler 13 her.
Auch in Arbeitsstellung III besteht eine Verbindung mit Leiung 10, ferner taucht die Leitung 4 c
in den Lösungsmittelvorratsbehälter 7, der reines Lösungsmittel enthält. Vom Gasraum der Lösungs-"fnittelvorratsbehälter
6 und 7 führt eine Leitung 16 zum Dreiweghahn 12, ferner ist der Vorratsbehälter 6
durch Leitung 15 mit dem unteren Teil des Lösemitteldampfentwicklers 13 und der Behälter 7 über
Leitung 18 mit dem Kühler 11 verbunden.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende:
In Arbeitsstellung I wird der Reinigungsbehälter 5 mit Rekiigungsgut gefüllt und dann geschlossen. Durch
Drehung um 120° gelangt der Reinigungsbehälter in Arbeitsstellung II. Der Dreiweghahn 12 wird so gestellt,
daß der Gasraum des Lösemittelverdampfers 13
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über die Leitungen 14 und 16 mit dem Gasraum des Vorratsbehälters 6 und 7 verbunden ist. Dadurch wird -'
das Lösungsmittel aus dem Behälter 6 durch die Leitung 3 c und 3 α in den Behandlungsbehälter 3 gedrückt.
Nach Beendigung des Reinigungsvorganges wird durch" Drehen des Dreiweghahnes 12 eine. Verbindung
der Leitung 16 mit dem Kühler 11 hergestellt. Dadurch strömt der Lösemitteldampf aus den Behältern
6 und: 7 in :den -Kühler 11,' 'wo er niedergeschlagen
wird. Das Kondensat fließt durch die Leitung 18 in den Vorratsbehälter 7 zurück. Infolge
Aufhebung des Druckes kann die Reinigungsflüssigkeit - aus· dem Reinigungsbehälter 3 iff den Vorratsbehälter
6 zurückfließen. .. .......
Der gleiche Vorgang findet auch in Arbeitsstellung III statt, bei dem der Reinigungsbehälter 4 zuerst
durch die Leitungen 4 c und 4 α mit reinem Lösungsmittel
aus dem Behälter 7 gespeist und dann wieder entleert wird. Der Behälter 7 enthält reines Lösungsmittel,
da ihm das Kondensat aus den Kühlern 11 und 9 über die Leitungen 19 und 18 zufließt. Nach Drehung
der Reinigungsbehälter um 120° in Arbeitsstellung I ist der Reinigungsbehälter durch Leitungen 5 d und 5 b
mit der Freiluft, durch Leitungen 5 α und 5 c mit dem
Kühler 9 und Absauggebläse 8 verbunden. Der abgesaugte Lösungsmitteldampf wird im Kühler 9 niedergeschlagen.
Das Kondensat läuft über Leitung 19 und 18 in den Vorratsbehälter 7 zurück. Hierauf wird
der Reinigungsbehälter 5 geöffnet und das Reinigungsgut entnommen. Er wird dann wieder mit Reinigungs-
gut gefüllt, geschlossen und durch Drehung jeweils um 120° in die oben angegebenen Arbeitsstellungen II,
III und dann wieder in I gebracht.
Der Überlauf aus dem Behälter 6 wird durch die Leitung 15, das in der Leitung 10 sich sammelnde
Lösungsmittel durch die Leitung 17 dem Verdampfer 13 zugeführt.
Claims (8)
1. Verfahren zum kontinuierlichen Reinigen von starrem Material mittels flüchtiger, flüssiger,
organischer Lösungsmittel in mehreren Arbeitsgängen, z. B. Beschicken mittels Reinigungsgut
und Entleeren, Füllen mit Lösungsmitteln und Entleeren und Trocknen, wobei das benötigte
flüssige Lösungsmittel in den oder die entsprechenden Behandlungsbehälter aus einem darunter befindlichen
geschlossenen Behälter durch den Druck von Lösungsmitteldampf gefördert wird, dadurch
gekennzeichnet, daß mehrere sternförmig auf einem scheibenförmig ausgebildeten Drehschieber angeordnete
Reinigungsbehälter horizontal, kreisförmig und absatzweise so bewegt werden, daß diese
während des Stillstandes jeweils gleichzeitig durch den die Verbindung mit den Zu- und Ableitungen
zu den Behandlungsmitteln herstellenden Dreh- - schieber mit diesen jeweils entsprechenden Mitteln
gefüllt bzw. entleert werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beim Füllen der Reinigungsbehälter und die zum Trocknen des Reinigungsgutes dienende Luft zum Zweck der Rückgewinnung
des Lösungsmittels über einen Kühler ins Freie geleitet wird.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Betätigung der Arbeitsgänge zwei waagerechte, konzentrisch aufeinander gleitende
Scheiben angeordnet sind mit in regelmäßigen Abständen aufeinanderpassenden öffnungen, in die
Gas- oder Flüssigkeitsleitungen münden, wobei die untere Scheibe (1) ortsfest, die obere (2) drehbar
und mit sternförmig angeordneten Reinigungsbehältern (3, 4 und 5) fest verbunden ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch 'gekennzeichnet,
daß unter der Scheibe (1) zwei in einem luftdicht abgeschlossenen Behälter angeord^
nete Lösungsmittelbäder (6,7) angeordnet sind', die durch je zwei Zuleitungen (3c, 3a und 4c, 4a)
mit zwei Reinigungsbehältern (3,4) und durch
zwei Leitungen (14,16) vom gemeinsamen Gasraum aus über einen Dreiweghahn (12) mit dem
Dampfraum eines Lösungsmitteldampfentwicklers (13) in Verbindung stehen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß über die Scheibe (2) die
Reinigungsbehälter (3, 4) über die Leitungen (3 b bzw. 4ö und 10) zum Reinigen der lösungsmittelhaltigen,
aus den Behältern (3,4) gegebenenfalls verdrängten Luft mit der Kühlvorrichtung (11)
verbunden sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Behandlungsbehälter (5)
über eine Freiluftzuführung (5 d, 5 b), durch eine Leitung (5 a, 5 c) mit einer Kühlvorrichtung (9)
und darauffolgend mit einem Absauggebläse (8) verbunden ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zum Rückfluß des anfallenden
Kondensates die Kühler (9 und 11) über die Leitungen (19 und 18) mit dem Behälter (7) verbunden
sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Rückführung des Überlaufes
aus dem Behälter (6) und des in der Leitung (10) sich sammelnden Lösungsmittels aus den entsprechenden
Verbindungsleitungen die Leitungen (15 und 17) mit dem Verdampfer (13) verbunden
sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 479 389.
Deutsche Patentschrift Nr. 479 389.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709 658/374 8.57
Priority Applications (6)
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|---|---|---|---|
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| CH330498D CH330498A (de) | 1954-04-02 | 1954-11-19 | Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von Gegenständen aus starrem Material mittels flüssigen, flüchtigen, organischen Lösungsmitteln |
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Family Applications (2)
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Family Applications After (1)
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Families Citing this family (2)
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| DE479389C (de) * | 1927-09-21 | 1929-07-15 | Alexander Wacker Dr | Vorrichtung zum Reinigen und Entfetten von Metallgegenstaenden |
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-
1955
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-
1958
- 1958-01-24 DE DEW22635A patent/DE1059260B/de active Pending
- 1958-12-20 CH CH6753658A patent/CH369641A/de unknown
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE479389C (de) * | 1927-09-21 | 1929-07-15 | Alexander Wacker Dr | Vorrichtung zum Reinigen und Entfetten von Metallgegenstaenden |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH330498A (de) | 1958-06-15 |
| FR1135251A (fr) | 1957-04-26 |
| CH369641A (de) | 1963-05-31 |
| DE1059260B (de) | 1959-06-11 |
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