DE1014237B - Anordnung zur Ankopplung einer Hochfrequenzleitung an die Wendelleitung einer Lauffeldroehre - Google Patents
Anordnung zur Ankopplung einer Hochfrequenzleitung an die Wendelleitung einer LauffeldroehreInfo
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Description
Die Erfindung betrifft die vorteilhafte Weiterbildung der im Hauptpatent 936 882 vorgeschlagenen
Ankopplungsvorrichtung im ausgangsseitigen, den Elektronenauffänger enthaltenden Teil einer Lauffeldröhre.
Gemäß dem Hauptpatent kann die Ankopplungsvorrichtung für eine am Ein- und/oder Ausgang einer
Lauffeldwendelröhre anzukoppelnde Hochfrequenzleitung in der Weise ausgebildet sein, daß ein
(erstes) Metallgebilde, welches die Wendelleitung der Lauffeldröhre am Wendelende in geringem Abstand
und über eine bestimmte Länge umfaßt, und ein weiteres, mit dem Ende des Wendelleiters galvanisch
verbundenes (zweites) Metallgebilde die Verbindung von dem ein Einleitersystem darstellenden Wendelleiter
zu der jeweils anzukoppelnden Hochfrequenzleitung, beispielsweise einer konzentrischen Leitung
oder einer Hohlrohrleitung, herstellen.
Bei einer derartigen Ausführung der Ankopplungsvorrichtungen einer Lauffeldröhre ist zwischen dem so
Wendelende und dem Elektronenauffänger ein sogenannter Auskoppelraum eingefügt. Dieser Raum ist
insofern störend, als zur Bündelung des Elektronenstrahles der Lauffeldröhre eine konzentrisch zum
Strahl angeordnete Magnetspule erforderlich ist, die sich bei einer so ausgebildeten Lauffeldröhre nur über
den Raum zwischen der eingangsseitigen und der ausgangsseitigen Ankopplungsvorrichtung erstrecken
kann. Das hat zur Folge, daß im Bereich des Wendelendes und der Ankopplungsvorrichtung der Elektronenstrahl
infolge seiner verhältnismäßig hohen Stromdichte auseinanderspreizt, so daß ein Teil des
Elektronenstrahles nicht auf den Elektronenauffänger, der bei den bekannten Röhren hinter der ausgangsseitigen
Ankopplungsvorrichtung liegt, sondern auf Teile der Ankopplungsvorrichtung bzw. auf die
Wendel auftrifft.
Zur Vermeidung dieser störenden Strahlaufspreizung ist es bekannt, im Bereich des Elektronenauffängers
eine weitere Magnetspule vorzusehen, welche eine zusätzliche Konzentration des Elektronenstrahles
im Bereich vor dem Elektronenauffänger bewirkt. Der hierfür erforderliche Aufwand ist jedoch
so groß, daß es wünschenswert erscheint, eine einfachere Lösung für die Beseitigung der Strahlaufspreizung
im Bereich des Wendelendes und der Ankopplungsvorrichtung zu finden.
Aus der französischen Patentschrift 1 023 956 ist es bekannt, den Elektronenauffänger einer Lauffeldröhre
aus ferromagnetiscbem Material auszubilden und gleichzeitig als Polschuh für den permanenten
Fokussiermagneten zu benutzen. Das Ende der Wendelleitung ist elektrisch leitend mit dem
Elektronenauffänger verbunden. Das der Erfindung Anordnung zur Ankopplung
einer Hochfrequenzleitung
an die Wendelleitung
einer Lauffeldröhre
Zusatz zum Patent 936 882
Anmelder:
Telefunken G. m. b. H.r
Berlin NW 87, Sickingenstr. 71
Berlin NW 87, Sickingenstr. 71
Anton Lauer, Ulm/Donau,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
zugrunde liegende Problem ist bei der bekannten Anordnung nicht gegeben, da dort der permanente Fokussierungsmagnet
die eingangs- und ausgangsseitigen Ankopplungsvorrichtungen umfaßt.
Bei einer Anordnung der- vorbeschriebenen Art, bei der gemäß dem Hauptpatent zwei mit Durchtrittsöffnungen
für den Elektronenstrahl versehene und in Strahlrichtung einander gegenüberstehende Metallgebilde
verwendet werden,,die mit der Hochfrequenzleitung zumindest hochfrequenzmäßig verbunden sind,
und bei der das eine (erste) Metallgebilde das Wendelende in geringem Abstand und über eine bestimmte
Länge umgibt, während das andere (zweite) Metallgebilde mit dem Ende des Wendelleiters, der
zwischen den beiden Metallgebilden vorzugsweise geradlinig und parallel zur Wendelachse verläuft, galvanisch
verbunden ist, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß das zweite, dem becherförmigen
Elektronenauffänger benachbarte Metallgebilde aus ferromagnetischem Material besteht und der Elektronenauffänger
in oder teilweise vor der Durchtrittsöffnung für den Elektronenstrahl in diesem Metallgebilde
angeordnet und gegenüber dem Metallgebilde gleichstrommäßig isoliert ist.
Nachstehend wird die Erfindung an Hand von einigen Ausführungsbeispielen näher erklärt.
Abb. 1 zeigt im Längsschnitt eine Übersicht über eine Verstärkeranordnung mit einer Lauffeldröhre.
Die zu verstärkenden Wellen werden über eine Hochfrequenzleitung 1 dem Eingang der Lauffeldröhre zugeführt,
wo sie sich dann entlang der Wendelleitung 2 fortpflanzen. Durch die Wendelleitung 2 wird ein von
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dem Elektronenstrahlerzeugungssystem 3 ausgehender
Strahl 4 verhältnismäßig hoher Stromdichte, beispielsweise 5 A/cm2, hindurchgeschossen, der auf den
erfindungsgemäß angeordneten Elektronenauffanger 5 auftrifft. Längs seines Weges durch die Verzögerungsleitung
2 wird der Strahl mittels eines von der konzentrisch zum Strahl angeordneten Magnetspule 6
erzeugten Magnetfeldes gebündelt geführt. Infolge des für die Ankopplungsvorrichtung erforderlichen
Raumes 11 kann die Magnetspule 6 nicht bis zum Elektronenauffanger 5 hin erstreckt werden, was, wie
aus der Abb. 1 a ersichtlich, ein erhebliches Absinken der magnetischen Induktion in diesem Raum zur
Folge haben würde (Kurve a), wenn nicht, wie erfindungsgemäß
vorgeschlagen, das eine (zweite) Metallgebilde 7 der ausgangsseitigen Ankopplungsvorrichtung
aus ferromagnetischem Material wäre (Kurve b). Durch dieses Gebilde wird eine Anhebung
der magnetischen Induktion im Bereich der Ankopplungsvorrichtung erzielt, und zwar mittels der ao
sammelnden Wirkung des ferromagnetischen Metallgebildes für die Feldlinien des Magnetfeldes. Der
Elektronenauffanger ist innerhalb der Elektronendurchtrittsöffnung
in dem Metallgebilde 7 angeordnet. Durch die erfindungsgemäße Anordnungsweise bleibt
der Elektronenstrahl bis zu seinem Eintritt in die öffnung des Elektronenauffängers gebündelt, und die
unerwünschte Stromübernahme durch Teile der Ankoppelvorrichtung wird vermieden. Da eine vorzeitige
Aufspreizung des Elektronenstrahles nicht eintritt, braucht der Elektronenauffanger nur einen relativ geringen
Durchmesser zu haben.
Des weiteren ist zweckmäßigerweise die Magnetspule in an sich bekannter Weise nach ihren Enden
hin mehrfach unterteilt und derart gespeist und bemessen, daß das Magnetfeld, das üblicherweise am
Ende der Spule ja nur etwa 5O°/o seines Wertes im mittleren Bereich der Spule beträgt, in der gewünschten
Weise angehoben wird. Dies ist zwar nicht unbedingt erforderlich, bringt jedoch eine noch stärkere
Bündelung in dem fraglichen Bereich.
Zum besseren Verständnis der Erfindung ist in Abb. 2 die ausgangsseitige Ankoppelvorrichtung der
Lauffeldröhre stark schematisiert nochmals dargestellt. Die Bezeichnungen sind entsprechend der
Abb. 1 gewählt. Das Metallgebilde 7, welches den Elektronenauffanger 5 umschließt, ist, wie erfindungsgemäß
vorgeschlagen, aus ferromagnetischem Material. Der Elektronenauffanger ist gleichstrommäßig, jedoch
nicht hochfrequenzmäßig von dem Metallgebilde 7 isoliert. Er besteht aus nichtferromagnetischem Material
und ist in der Elektronendurchtrittsöffnung dieses Metallgebildes derart angeordnet, daß er mit einem
Teil über das ferromagnetische Metallgebilde 7 nach dem weiteren Metallgebilde 12 hin gerichtet herausragt.
Dies bringt den weiteren Vorteil, 'daß dann das Magnetfeld nahezu sprunghaft vom Metallgebilde 7
angehoben wird. Zwischen dem ferromagnetischen Metallgebilde und dem Elektronenauffanger ist ein
isolierender Luftzwischenraum, der beispielsweise auch mit festem Isoliermaterial, wie Keramik, ausgefüllt
sein kann, vorgesehen. Ferner ist der Elektronenauffanger 5 über seinen gesamten aus dem ferromagnetischen
Metallgebilde 7 heraus ragenden Abschnitt von einem nichtferromagnetischen Metallzylinder
10 umgeben und gegenüber diesem Metallzylinder ebenfalls gleichstrommäßig isoliert. Der
Metallring 10 selbst ist leitend mit dem ferromagnetischen Metallgebilde verbunden und ist seinerseits
mit dem Ende des Wendelleiters 8 leitend verbunden.
Dadurch wird es ermöglicht, sowohl den Elektronenauffanger 5 als auch das ferromagnetische Metallgebilde
7 an diesem Ende der Röhre anschlußmäßig herauszuführen (vgl. Abb. 1) und gegebenenfalls die
Betriebsspannungen für die Wendel 2 und den Elektronenauffanger 5 auf diese Weise zuzuführen,
was sich besonders einfach gestaltet. Es bildet sich zwischen dem ferromagnetischen Metallgebilde 7 und
dem weiteren, die Wendel umgebenden Metallgebilde 12 ein Stück Hohlrohrleitung aus, in welche
das Ende des Wendelleiters hineinragt. Außerhalb des Glaskolbens der Lauffeldröhre sind an die beiden
Metallgebilde entsprechend dem Hauptpatent die Seitenwände einer Hohlrohrleitung angeschlossen
(vgl. Abb. 1).
Ein wesentlicher Vorteil der in den Abb. 1 und 2 erläuterten Ausführungsformen erfindungsgemäßer
Anordnungen besteht darin, daß der aus dem ferromagnetischen Metallgebilde hervorragende kurze
Metallzylinder eine wesentliche Verbesserung der Anpassung bezüglich der Frequenzabhängigkeit bewirkt.
Dies beruht darauf, daß mit dieser Ausbildung der Ankopplung eine Annäherung an die sogenannte
»doorknob-Kopplung« erreicht ist. Diese Ankopplungsart ist zwar an sich bekannt, vgl. die Zeitschrift
»Proceedings of the I.R. Ε.«, September 1947, S. 920 bis 926, jedoch wurde sie bisher bei Lauffeldröhren
nicht angewendet.
Es sei jedoch erwähnt, daß dieses ansatzmäßige Vorstehen des den Elektronenauffanger 5 umgebenden
Metallzylinders 10 nicht unbedingt erforderlich ist, sondern daß es nur darauf ankommt, beispielsweise,
wie in Abb. 3 dargestellt, den Elektronenauffanger 5, der vorzugsweise aus nichtferromagnetischem Material
besteht, an einer Stelle anzuordnen, an welcher der Elektronenstrahl durch das Magnetfeld noch hinreichend
gebündelt ist und an der der Elektronenaufänger die Anpassung nicht wesentlich stört.
Claims (3)
1. Anordnung zur Ankopplung einer Hochfrequenzleitung an die Wendelleitung einer Lauffeldröhre
nach Patent 936 882, bei der zwei mit Durchtrittsöffnungen für den Elektronenstrahl
versehene und in Strahlrichtung einander gegenüberstehende Metallgebilde verwendet werden, die
mit der Hochfrequenzleitung zumindest hochfrequenzmäßig verbunden sind, und bei der das
eine (erste) Metallgebilde das Wendelende in geringem Abstand und über eine bestimmte Länge
umgibt, während das andere (zweite) Metallgebilde mit dem Ende des Wendelleiters, der zwischen
den beiden Metallgebilden vorzugsweise geradlinig und parallel zur Wendelachse verläuft,
galvanisch verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite, dem becherförmigen Elektronenauffanger benachbarte Metallgebilde aus ferromagnetischem
Material besteht und der Elektronenauffanger in oder teilweise vor der Durchtrittsöffnung
für den Elektronenstrahl in diesem Metallgebilde angeordnet und gegenüber dem Metallgebilde gleichstrommäßig isoliert ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektronenauffanger aus
nichtferromagnetischem Material besteht.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2 mit teilweise vor der Durchtrittsöffnung in dem ferromagnetischen
Metallgebilde angeordnetem Elektronenauffanger, dadurch gekennzeichnet, daß der
Elektronenauffanger über seine gesamte Länge vor
dem Metallgebilde von einem hohlzylindrischen Teil aus nichtmagnetischem Material umgeben ist,
der mit dem ferromagnetiechen Metallgebilde leitend verbunden ist, und daß vorzugsweise sowohl
der Elektronenauffänger als auch das ferromagnetische Metallgebilde an diesem Ende der Röhre als
Betriebsspannungszuführungen herausgeführt sind.
In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 1 023 956.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET7774A DE1014237B (de) | 1953-04-30 | 1953-04-30 | Anordnung zur Ankopplung einer Hochfrequenzleitung an die Wendelleitung einer Lauffeldroehre |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET7774A DE1014237B (de) | 1953-04-30 | 1953-04-30 | Anordnung zur Ankopplung einer Hochfrequenzleitung an die Wendelleitung einer Lauffeldroehre |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1014237B true DE1014237B (de) | 1957-08-22 |
Family
ID=7545681
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET7774A Pending DE1014237B (de) | 1953-04-30 | 1953-04-30 | Anordnung zur Ankopplung einer Hochfrequenzleitung an die Wendelleitung einer Lauffeldroehre |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1014237B (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR1023956A (fr) * | 1949-08-12 | 1953-03-26 | Int Standard Electric Corp | Perfectionnements aux dispositifs à décharge électronique |
-
1953
- 1953-04-30 DE DET7774A patent/DE1014237B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR1023956A (fr) * | 1949-08-12 | 1953-03-26 | Int Standard Electric Corp | Perfectionnements aux dispositifs à décharge électronique |
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