DE1014177B - Verfahren zur Abstimmung eines Klystrons auf eine feste Frequenz durch plastische Verformung eines Konstruktionsteiles - Google Patents
Verfahren zur Abstimmung eines Klystrons auf eine feste Frequenz durch plastische Verformung eines KonstruktionsteilesInfo
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- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J25/00—Transit-time tubes, e.g. klystrons, travelling-wave tubes, magnetrons
- H01J25/02—Tubes with electron stream modulated in velocity or density in a modulator zone and thereafter giving up energy in an inducing zone, the zones being associated with one or more resonators
- H01J25/10—Klystrons, i.e. tubes having two or more resonators, without reflection of the electron stream, and in which the stream is modulated mainly by velocity in the zone of the input resonator
- H01J25/12—Klystrons, i.e. tubes having two or more resonators, without reflection of the electron stream, and in which the stream is modulated mainly by velocity in the zone of the input resonator with pencil-like electron stream in the axis of the resonators
Landscapes
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Abstimmung eines Klystrons auf eine feste Oszillatorfrequenz,
wobei die Frequenz des Eingangshohlraumresonators ungeändert gelassen und die Frequenz des
Ausgangshohlraumresonators nachgeregelt wird.
Die bekannten Klystrons haben im allgemeinen einen massiven mittleren Teil, in dem der Laufraum
und die beiden Hohlraumresonatoren ausgespart sind. Die Elektronenspritze und die Kollektorelektrode sind
an dem massiven mittleren Teil mit biegsamen Wänden befestigt, welche die Außenwand des Modulator- bzw.
des Indüktorhohlraumes bilden. Die gegenseitige Lage der Elektronenspritze, des massiven Mittelteiles und
der Auffangelektrode wird durch einen Abstimmmechanismus bestimmt, der diese drei Einzelteile im
wesentlichen in axialer Richtung- gegeneinander bewegen kann. Auf diese Weise können nicht nur die
Frequenzen des Eingangs- oder Modulatorhohlraumes und des Ausgangs- oder Induktorhohlraumes einander
gleich gemacht werden, sondern das Klystron kann auch über einen bestimmten Frequenzbereich verstimmt
werden.
Ein Nachteil dieser bekannten Klystrons ist der, daß in den erzeugten Schwingungen ein sehr starkes
Rauschen auftritt, das auf einen Mikrophoneffekt der bewegten Teile zurückzuführen ist.
Die Erfindung bezweckt, ein Verfahren zur Abstimmung eines Klystrons auf eine feste Frequenz in
der Weise zu schaffen, daß der Mikrophoneffekt auf ein Mindestmaß herabgesetzt ist.
Bei einem Verfahren zur Abstimmung eines Klystrons auf eine feste Oszillatorfrequenz durch plastische
Verformung eines Konstruktionsteiles werden gemäß der Erfindung für den Induktor hohl raum und
den Modulatorhohlraum periphere Außenwände solcher Steifigkeit verwendet, daß sie während des Betriebes
des Klystrons nicht zu Mikrophonie Veranlassung geben können, und die plastische Verformung wird
allein an der der Auffangelektrode benachbarten Stirnseite des Induktorhohlraumes vorgenommen, und diese
Wand wird, während die Betriebsspannungen dem Klystron zugeführt werden, derart verformt, daß unter
Berücksichtigung der elastischen Verformung das Maximum der Ausgangsenergie als Funktion der
Verformung so weit überschritten wird, daß nach Beheben der äußeren Kraft die Wand in die gewünschte
Lage zurückkehrt.
Es ist bereits bekannt, in einer Röhre mit hauptsächlich flachen Elektroden den Abstand Kathode —
Gitter dadurch einstellbar zu machen, daß die Kathode auf einem Zylinder montiert wird, welcher in einen
anderen Zylinder geschoben werden kann und eine oder mehrere ringsherum laufende Sicken aufweist,
die durch bleibende Verformung fachgedrückt oder Verfahren zur Abstimmung
eines Klystrons auf eine feste Frequenz durch plastische Verformung
eines Konstruktionsteiles
Anmelder:
N. V. Philips' Gloeilampenfabrieken,
Eindhoven (Niederlande)
Eindhoven (Niederlande)
Vertreter: Dr. rer. nat. P. Roßbach, Patentanwalt,
Hamburg 1, Mönckebergstr. 7
Hamburg 1, Mönckebergstr. 7
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 19. November 1954
V. St. v. Amerika vom 19. November 1954
Roger Anthony la Plante, Irvington, N. Y. (V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
vertieft werden können, wodurch die Lage des Zylinders geändert wird. Zufolge des großen Abstandes
des Zylinders von der Kathode und der Schiebmöglichkeit kann leicht Mikrophonie auftreten.
Es ist auch bereits bekannt, zur Änderung eines Hohlraumrohres mit teilweise außerhalb des Vakuums
angeordnetem Hohlraum Leiter ineinander zu verschieben, damit die Abstimmung sich ändert, wobei
auch der sich ausdehnende Leiter von elastischen Elementen umgeben sein kann. Auch hierbei kann noch
Mikrophonie auftreten, während die Konstruktion für Zentimeterwellen, wo der ganze Hohlraum im Vakuum
angeordnet sein soll, ungeeignet ist.
Bei dem Verfahren nach der Erfindung wird der Induktorschlitz vorzugsweise 10 bis 50% zu groß gewählt,
so daß die Außenwand des Induktorhohlraumes unter plastischer Verformung eingedrückt werden
kann. Es ist dabei erforderlich, die Außenwand so weit hineinzudrücken, daß unter Berücksichtigung der
elastischen Verformung, das Maximum der Ausgangsenergie als Funktion des Eindrückens überschritten
wird, in der Weise, daß nach Wegfall der Druckkraft die Wand in die gewünschte Lage zurückkehrt. Einer
der Vorteile ist der, daß die abgestimmte Röhre nicht mehr mit einem Einstellmechanismus versehen zu sein
braucht, wodurch die Anwendung von Wasserkühlung und konzentrierenden Magnetfeldern wesentlich erleichtert
wird.
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Durch die Anwendung steifer peripherer Mittelwände erhält man Klystrons, die zwar nicht nachstimmbar
sind, aber ein sehr geringes Rauschen verursachen.
Das Verfahren nach der Erfindung wird an Hand der beiliegenden Zeichnung eines Klystrons erläutert.
Das Klystron nach der Zeichnung enthält eine Elektronenspritze 10 mit einem Kathodenheizfaden 11
und einem Kathodenkörper 12. Eine Fokussierungselektrode 13 dient dazu, ein homogenes Elektronenbündel
zu bilden.
Die Zuführungsdrähte sind mit 14 bezeichnet: Sie sind, im Glaskolben 16 untergebracht, der einen Teil
der luftdichten Hülle bildet.
Der Glaskolben 16 ist mittels eines Fernico-Ringes 18 am mittleren Teil 20 befestigt. Der mittlere Teil
20 besteht aus einem massiven Kupferkörper 21, in dem zwei Schwingungshohlräume 22 und 23 ausgespart
sind. Diese Hohlräume sind durch ein Kopplungsloch 24 miteinander verbunden. Die Außenwand
des Modulatorhohlraumes 22 wird durch eine massive Platte 26 verschlossen, die am Kupferblock 21 festgelötet
ist. Die Außenwand des Induktorhohlraumes 23 wird durch die massive Platte 27 verschlossen.
Durch die Mitten der Platten 26 und 27 und des Blockes 21 sind Öffnungen 28 zum Durchlassen des
Elektronenbündels vorgesehen.
Die Steuerung der Elektronen des Elektronenbündels durch die Schwingungen des Modulatorhohlraumes
22 findet in dem Modulator 31 statt, worauf das Elektronenbündel den Triftraum 32 durchläuft
und darauf in dem Induktorschlitz 33 auf den Ausgangshohlraum 23 Energie überträgt.
Die Kopplungsöffnung 24 dient zum Aufrechterhalten selbsterregter Schwingungen.
Ein Wellenleiter 35 mit rechtwinkligem Querschnitt dient als Auskopplungsleitung, die durch ein Glimmerfenster
36 verschlossen ist, das mittels Pulverglas im Chromeisendecke! 37 befestigt ist. Am Chromeisendeckel
37 können Wellenleiter angeschlossen werden.
Nach dem Durchgang durch den Induktorschlitz 33 wird das Elektronenbündel im Innern der Kollektorelektrode
30 aufgefangen.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, wird die Größe des Modulatorschlitzes durch den Abstand des
Triftraumes 32 von dem verstärkten, mittleren Teil 40 der Hohlraumwand 41 bedingt. Die Frequenz des
Eingangshohlraumes ist also festgelegt. Damit das Klystron Schwingungen erzeugen kann, muß der Ausgangshohlraum
entsprechend abgestimmt werden. Dazu wird der Teil 42 der Endwand 27 in geringerer Stärke
gewählt, wodurch dieser Teil plastisch verformbar ist, ohne daß das Klystron als Ganzes verformt wird; die
Wand ist jedoch nicht so dünn, daß beim normalen Betrieb der Röhren mechanische Schwingungen auftreten
können. Da es nicht möglich ist, die Einzelteile des Klystrons so genau herzustellen, daß nach dem
Zusammenlöten der verschiedenen Teile beide Hohlräume die richtige Frequenz haben, wird der Modulatorhohlraum
möglichst genau gemäß den Anforderungen hergestellt, und der Induktorschlitz weicht
derart von dem richtigen Wert ab, vorzugsweise wird er zu lang gemacht, daß nur durch plastische Verformung
der Wand 42 der richtige Wert erzielt werden kann. Wenn die Röhre entlüftet worden ist,
werden die Betriebsspannungen angelegt, und die Kollektorelektrode wird so weit nach innen gedrückt,
daß die Röhre ihre optimale Wirkung hat: Darauf wird die Druckkraft behoben, wobei ein gewisses
Zurückfedern auftritt, welches berücksichtigt werden muß.
Um tatsächlich unter Betriebsbedingungen abstimmen zu können, muß die Wasserkühlung der
Kollektorelektrode bei der Abstimmung wirksam sein. Dazu ist die Wand 27 mit einer zylindrischen Verlängerung
45 mit einem wasserdichten Deckel 46 und einem Wasseranschluß 47 versehen. In der Mitte des
Deckels 46 befindet sich eine biegsame Blende 48, durch die ein massiver Stift 55 hervorragt.
Der Abstimmechanismus ist mit 50 bezeichnet und gestrichelt dargestellt. Er enthält ein Joch 51, das am
Rand 52 des Klotzes 21 angreift. Im Gehäuse 53 ist ein Übersetzungsmechanismus untergebracht, der auf
der Außenseite einen Knopf 54 besitzt. Dieser Knopf wird im Verhältnis von 1 :25 gegenüber der Schraube
gedreht, die mit einer Steigung von 0,25 mm den Stift 55 eindrückt.
Selbstverständlich hängt die Frequenz des Klystrons noch von den angewandten Strömen und Spannungen
ab.
In einem bestimmten Fall war der Durchmesser des dünnen Wandteiles 42 gleich 16 mm, und die Kupferauffangelektrode
hatte eine Länge von 22,5 mm, einen Außendurchmesser von 8 mm und einen Innendurchmesser
von 2,2 mm; eine Wandstärke von 2 mm für den dünnen Teil 42 ist ausreichend, um Mikrophonie
zu verhüten und ermöglicht außerdem eine plastische Verformung ohne allzu großen Kraftaufwand.
Claims (2)
1. Verfahren zur Abstimmung eines Klystrons auf eine feste Oszillatorfrequenz durch plastische
Verformung eines Konstruktionsteiles, dadurch gekennzeichnet, daß für den Induktorhohlraum und
den Modulatorhohlraum periphere Außenwände solcher Steifigkeit verwendet werden, daß sie während
des Betriebes des Klystrons nicht zu Mikrophonie Veranlassung geben können, und daß die
plastische Verformung allein an der der Auffangelektrode benachbarten Stirnseite des Induktorhohlraumes
vorgenommen wird und diese Wand, während die Betriebsspannungen dem Klystron zugeführt werden, derart verformt wird, daß zunächst
unter Berücksichtigung der elastischen Verformung das Maximum der Ausgangsenergie als
Funktion der Verformung so weit überschritten wird, daß nach Beheben der äußeren Kraft die
Wand in die gewünschte Lage zurückkehrt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von einem Induktorschlitz ausgegangen
wird, der 10 bis 500/o zu groß ist.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 867 890;
französische Patentschriften Nr. 893 109, 949 975.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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