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DE1014161B - Verfahren zur UEbertragung von Farbfernsehsignalen - Google Patents

Verfahren zur UEbertragung von Farbfernsehsignalen

Info

Publication number
DE1014161B
DE1014161B DED21373A DED0021373A DE1014161B DE 1014161 B DE1014161 B DE 1014161B DE D21373 A DED21373 A DE D21373A DE D0021373 A DED0021373 A DE D0021373A DE 1014161 B DE1014161 B DE 1014161B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
color
carrier
transmission
sound
black
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED21373A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Karl-Otto Schmidt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Deutsche Telekom AG
Original Assignee
Deutsche Telekom AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Deutsche Telekom AG filed Critical Deutsche Telekom AG
Priority to DED21373A priority Critical patent/DE1014161B/de
Publication of DE1014161B publication Critical patent/DE1014161B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04NPICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
    • H04N11/00Colour television systems
    • H04N11/06Transmission systems characterised by the manner in which the individual colour picture signal components are combined
    • H04N11/12Transmission systems characterised by the manner in which the individual colour picture signal components are combined using simultaneous signals only

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Color Television Systems (AREA)

Description

  • Verfahren zur Ubertragung von Farbfernsehsignalen Die Erfindung betrifft ein System zur Übertragung von Farbfernsehdarbietungen. Für die Übertragung von Farbfernsehdarbietungen sind verschiedene Gesichtspunkte technischer und wirtschaftlicher Art zu beachten.
  • Die Forderung nach hoher Bildqualität verlangt ein breites Frequenzband (7,5 MHz bei der Schwarzweißübertragung des 625-Zeilen-Bildes und ziusätzliche rund 3,5 MHz für die Übertragung des Tonträgers und von drei Farbkomponenten). Der Übertragungsweg muß zur Erzielung einer ausreichenden Kontrastgüte sehr amplitudengetreu sein. Außerdem soll eine vollkommene Sicherheit gegen Interferenzerscheinungen erreicht werden.
  • Die Anforderungen an den Übertragungsweg in bezug auf Frequenzbandbreite, Phasenlinearität und Geräuschabstand sollen für das verwendete System aus wirtschaftlichen Gründen jedoch nicht zu hoch sein. Auch auf der Empfangsseite soll ein möglichst kleiner Aufwand getrieben werden, um einen niedrigen Preis der Empfänger zu ermöglichen. Die beidem letzten Bedingungen haben die Anwendung einer vereinfachten Technik im Gefolge.
  • Eine unumgängliche Forderung für jedes Farbfernsehsystem stellt die Compatibilität, d. h. die gegenseitige Aufnahmefähigkeit des Schwarzweißbildes dar. Im einzelnen soll dabei mit dem einfachen Schwarzweißhild-Fernsehempfänger die Farbfernsehdarbietung auch als Schwarzweißbild empfangen werden können. Andererseits soll jedoch auch die Möglichkeit bestehen., mit dem teuren Farbfernsehempfänger normale Schwarzweißprogramme zu empfangen.
  • Die bekannten Übertragungssysteme können diese. Forderungen nur zum Teil erfüllen. Es sind bis jetzt zwei Farbfernsehsysteme praktisch angewendet worden. Das amerikanische Farbfernsehen arbeitet vorwiegend nach dem NTSC-System (National Television System Committee eolor system), in Holland wurde das TSC-System entwickelt. Beide Systeme nutzen zur Übertragung der Farbkomponente eine »Frequenzlücke« im übertragenen Schwarzweißbild aus. Beim amerikanischen System werden zwei Farbkomponenten (Rot und Blau) als voneinander unabhängige Seitenbänder eines Trägers in einer Frequenzlücke übertragen. Beim holländischen System wird ein Farbträger (Rot) in einer Frequenzlücke übermittelt. Die zweite Farbkomponente (Grün) wird außerhalb des Frequenzbandes des Schwarzweißbildes auf einem Unterträger übertragen. Die fehlende Farbkomponente wird bei diesem Verfahren jeweils als Differenzwert aus dem Weißwert gewonnen. Beiden Systemen haftet der Nachteil der Interferenzmöglichkeit des in das Schwarzweißbild eingeblendeten Farbträgers an. Dieser Nachteil wird um so spürbarer, je länger der Übertragungsweg, d. h. je größer die Zahl der-Zwischenverstärker ist.
  • Ferner ist bekannt, daß es bei den. beschriebenen Farbfernsehsystemen zur Erzielung einwandfreier Farbbilder genügt, die Farbkomponenten mit gegenüber dem Schwarzweißbild geringerer Bildauflösung zu übertragen.
  • Auf der Erkenntnis aufbauend, daß die Einsparung an Frequenzbandbreite bei der Nachrichtenübermittlung auf sehr kurzen Wellen nicht mehr eine primäre, sondern eine sekundäre, d. h. weniger wichtige Forderung ist, werden die Mängel der bekannten Farbfernsehverfahren durch eine derartige spektrale Verteilung der einzelnen Informationen des gesamten Farbfernsehsignals behoben, daß auf den die Bildhelligkeit beinhaltenden Frequenzbereich in Richtung auf steigende Frequenzen derjenige für den Begleitton und dann diejenigen für die drei Farbinformationen folgen und daß nach Maßgabe der in den Einzelstrecken der gesamten Übertragungsstrecke jeweils zur Verfügung stehenden Frequenzbandbreite der am weitesten von dem Helligkeitssignal entfernt liegende Frequenzbereich für eine der Farbinformationen, vorzugsweise für Blau, unterdrückt wird oder nicht.
  • Durch die Erfindung werden die eingangs erwähnten Anforderungen in einer wirtschaftlich günstigen Weise erfüllt, wobei vor allem Wert auf einen billigen Farbfernsehempfänger, die Möglichkeit des beiderseitigen Schwarzweißbildempfanges (mit einfachem Empfänger und mit Farbfernsehempfänger) und auf die Betriebssicherheit (d. h. Betriebsvereinfachung ) auf dem Übertragungswege gelegt wurde.
  • Bedenken wegen der bei dem erfindungsgemäßen Verfahren gegenüber den bekannten Verfahren benötigten größeren Frequenzbandbreite können nicht aufrechterhalten werden, da durch die kommende Einführung der Wanderfeldröhre die Möglichkeit geschaffen wurde, Bandbreiten bis 1000 MHz im GHz-Bereich zu übertragen. Benötigt wird für das Farbfernsehbild von 625 Zeilen mit hoher Bildqualität jedoch nur ein Nutzband von rund 12 MHz. Diesem entspricht bei Zweiseitenbandmodulation und 25",'o Abstand der höchsten Übertragungsfrequenz von der Grenzfrequenz ein Übertragungsband von rund 30 MHz. Hieraus geht hervor, daß es sogar möglich ist, etwa sechs Farbfernsehdarbi-etungen gleichzeitig und mit sehr geringen Verzerrungen über nur einen dreistufigen Wanderf eldröhren-Zwischenverstärker mit einer Bandbreite von 200 MHz zu übertragen.
  • Auch die heutige Koaxialkabeltechnik vermag größere Bandbreiten technisch zu bewältigen, wie aus dem amerikanischen L-3-System hervorgeht, das eine Bandbreite von 8 MHz besitzt.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren kann, beispielsweise wie folgt durchgeführt werden: Das als Grundlage dienende und die Bildschärfe bestimmende Schwarzweißbild erhält bei einem Keilfaktor = 1 (d. h. bei annähernd gleicher horizontaler und vertikaler Auflösung- des 625-Zeilen-Bildes) eine Nutzbandbreite von 7,5 MHz zugebilligt. Dazu kommt der Tonträger bei etwa 8 MHz. Diese Bandbreite genügt zur Übertragung von Schwarzweißbildern höchster Qualität zusammen. mit dem Ton. Für die Übertragung der drei Farbkomponenten Rot, Grün und Blau kommen nun nach drei Farbträger hinzu, die etwa auf die Frequenzen 9, 10 und 11 MHz gelegt werden. Dies ist möglich; da die Farbinformation nur gering ist und man mit einer Bandbreite von 1 MHz je Farbträger auskommt. Die Bildschärfe wird ja bereits durch das Schwarzweißbild mit seiner Videobandbreite von 7,5 MHz gewährleistet. Man könnte auch den dritten Farbträger (Blau) weglassen, da sich die dritte Farbe als die Differenz zwischen dem Weißbild und den. beiden anderen Farben ermitteln läßt. Die Sicherheit und Farbechtheit der Übertragung wird jedoch wesentlich erhöht, wenn die dritte Farbe durch einen eigenen Farbträger mit übermittelt wird, da durch diese Überbestimmung Farbfehler sicher ausgemerzt werden können. Ferner wird der Aufbau des Farbfernsehempfängers bei der Übertragung aller drei Farbträger vereinfacht.
  • Ein zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeigneter Empfänger kann. neben den Fernsehprogrammen des Zentimeterwellenbereiches auch mit entsprechenden, zusätzlich eingebauten Schwingungskreisen für das Dezimeter- und das Meterband die in diesen Bereichen heute gebotenen Schwarzweißdarbietungen mit Bandbreiten von 7,5 oder auch nur 5 MHz wiedergeben. Für den Tonträger ist eine umschaltbare Transponierungseinrichtung vorgesehen. Damit ist für diesen Empfänger die Anforderung der Compatibilität erfüllt.
  • Ein einfacher Fernsehempfänger für die Schwarzweißbildwiedergabe kann mit den entsprechenden Hochfrequenzzusätzen für die zu emfangenen Wellenbereiche infolge seiner Bandbegrenzung auf etwa 8,5 MHz alle Schwarzweißbild- und Farbbilddarbietungen als Schwarzweißbilder wiedergeben. Damit ist auch für diese Empfängerart die Bedingung S der Compatibilität des Bildes erfüllt. Allerdings mühte ein Zusatz für die Verlagerung des Tonträgers von 8 auf 5,5 MHz Abstand vom Bildträger vorgesehen werden.
  • Die heute bereits vorhandenen Schwarzweißfernsehempfänger können in den Bereichen I und III auch weiterhin die Schwarzweißbilder ihres Bereiches empfangen. Durch den sowieso notwendigen Einbau zusätzlicher Hochfrequenzkreise für die anderen Bereiche IV und V und später VI und VII im Zentimeterwellenbereich sind sie dann in der Lage, die Schwarzweiß- oder Farbbilder dieser Bereiche als Schwarzweißbilder zu empfangen. Dabei muß dann auch der Tonträger von 8 MHz auf 5,5 MHz Trägerabstand umschaltbar gemacht werden. Die Bilder der Bereiche IV und V sowie VI und VII werden eine größere Schärfe besitzen, die auch zum Ausdruck kommt, wenn die Schwarzweißbildempfänger für eine etwas größere Bandbreite (8,5 MHz) mit Tonträger bei etwa 8 MHz neu gebaut werden. Damit ist auch für diese Empfängerart die Forderung der Compatibilität erfüllt.
  • Der Aufbau der Empfänger wird in jedem Falle einfacher, wenn die Farbträger oberhalb des Tonträgers gelegt werden und diese so durch verhältnismäßig einfache Filter getrennt werden können. Auch die Trennung der Schwarzweißbildwiedergabe von der Farbbildwiedergabe ist auf diese Weise leicht und ohne großen Aufwand möglich.
  • Für die Übertragungswege sind die Phasenbedingungen bei drei völlig getrennten Farbträgern viel leichter einzuhalten als bei Einblendung von ein oder zwei Farbträgern in eine Frequenzlücke der Schwarzweißbildübertragung.
  • Durch das erfindungsgemäße Verfahren ergibt sich als weiterer Vorteil, daß die dabei benutzte spektrale Verteilung der einzelnen Informationen des gesamten Farbfernsehsignals dessen Zerlegung mit geringen technischem Aufwand zuläßt. Dieser Tatsache kommt vor allem dann eine besondere Bedeutung zu; wenn der Übertragungsweg für das Farbfernsehsignal, z. B: im Rahmen eines noch nicht vollständig aufgebauten Verteilungssystems, einzelne Strecken enthält, in denen die für die Übermittlung des gesamten Farbfernsehsignals benötigte Frequenzbandbreite nicht in einem Kanal zur Verfügung steht. Dieser Fall kann z. B. bei Koaxialkabelstrecken auftreten. Unter dieses Umständen kann der obere Farbträger, d. h. derjenige, der frequenzmäßig am weitesten vom Heiligkeitssignal entfernt liegt, und der Tonträger weggelassen werden und die beiden Farbkomponenten auf nur einem Farbträger als voneinander unabhängige Seitenbänder übertragen werden. Der Tonträger kann dann auf einem anderen Übertragungsweg, z. B. im Rundfunkleitungsnetz oder auch zusammen mit den Farbinformationen, übermittelt werden.
  • Je nach den von Fall zu Fall zur Verfügung stehenden Übertragungsmitteln kann z. B. bei Koaxialkabeln auf einer Tube nur das Schwarzweißbild und auf einer anderen der Tonträger und die drei Farbträger übertragen werden. Diese Aufteilung ist besonders einfach durchzuführen. Sie gewährleistet außerdem die Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens, daß nämlich die Farbechtheit der Übertragung, die sich: durch die Überbestimmung des Farbfernsehsignals ergibt, auch über sehr große Strecken hinweg erhalten bleibt.
  • Die vorstehend für frequenzbegrenzte Strecken angegebenen Übertragungsmöglichkeiten, die in den Ansprüchen 2 bis 4 niederzelegt sind, sollen nur ge-' schützt sein, wenn sie zusammen mit einem übertragungsverfahren nach Anspruch 1 zur Anwendung gelangen.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Übertragung von Farbfernsehsignalen, bei dem neben dem einem Hauptträger aufmodulierten Helligkeitssignal Hilfsträgern aufmodulierte Farbsignale und der Begleitton übertragen werden, gekennzeichnet durch eine derartige spektrale Verteilung der einzelnen Informationen des gesamten Farbfernsehsignals, daß auf den die Bildhelligkeit beinhaltenden Frequenzbereich in Richtung auf steigende Frequenzen derjenige für den Begleitton und dann diejenigen für die drei Farbinformationen folgen und daß nach Maßgabe der in den Einzelstrecken der gesamten Übertragungsstrecke jeweils zur Verfügung stehenden Frequenzbandbreite der am weitesten von dem Helligkeitssignal entfernt liegende Frequenzbereich für eine der Farbinformation, vorzugsweise für Blau, unterdrückt wird oder nicht.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Wahl eines anderen Wellenbereiches im Empfänger - z. B. beim Übergang vom Zentimeter- auf den Meterbereich - der Abstand des Tonträgers vom Bildträger mit umschaltbar ist.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an frequenzbeschränkten Strecken des Übertragungsweges - z. B. in Koaxialkabelstrecken - der Tonträger und der obere Farbträger weggelassen wird und die beiden anderen Farbkomponenten auf nur einem Farbträger als voneinander unabhängige Seitenbänder übertragen werden, während der Tonträger auf einem anderen Übertragungsweg, z. B. dem Rundfunkleitungsnetz oder zusammen mit den Farbinformationen, übermittelt werden.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Übertragung auf Koaxialkabeln auf einer Tube nur das Schwarzweißbild und auf einer anderen der Tonträger und die drei Farbträger übertragen werden. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 535 552; schweizerische Patentschrift Nr. 267 827; Proceedings of the IRE, Oct. 1951, S. 1325.
DED21373A 1955-09-27 1955-09-27 Verfahren zur UEbertragung von Farbfernsehsignalen Pending DE1014161B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1104371B (de) * 1958-08-08 1961-04-06 Benckiser Gmbh Joh A Schmiermittel fuer Transportketten in Getraenke abfuellenden Betrieben

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH267827A (de) * 1946-10-30 1950-04-15 Rca Corp Einrichtung zum Erzeugen und Übertragen von wenigstens zwei je eine Komponente eines zu übertragende Bildes darstellenden Signalen.

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