DE10137602A1 - Elektrisches Bremssystem - Google Patents
Elektrisches BremssystemInfo
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Abstract
Es wird ein elektrisches Bremssystem mit einem Bremspedal (1) beschrieben, bei dessen Betätigung eine Linearverschiebung eines Bremskolbens (2) bewirkt wird. Dabei wird der Hubweg des Bremskolbens (2) elektronisch über einen Wegsensor (9) erfasst, der eine parallel im Abstand zum Bremskolben (2) angeordnete, linear verschiebbare Sensorstange (10) aufweist, die mit dem Bremskolben (2) gekoppelt ist. Die Sensorstange (10) weist einen sich quer zur Verschieberichtung (VR) erstreckenden Mitnehmer (11) auf, während der Bremskolben (2) zwei sich quer zur Verschieberichtung (VR) erstreckende und gegeneinander verschiebbare Anschläge (4, 5) aufweist. Dabei ist der erste Anschlag (4) fest gegenüber dem Bremskolben (2) angeordnet, während der zweite Anschlag (5) verschiebbar gegenüber dem Bremskolben (2) ist und federelastisch gegen den ersten Anschlag (4) drückt. Der Mitnehmer (11) der Sensorstange (10) ist zwischen den beiden Anschlägen (4, 5) des Bremskolbens (2) eingeklemmt gehalten, so daß eine Verschiebung in Verschieberichtung (VR) des Bremskolbens zwangsweise auch eine Verschiebung der Sensorstange (10) bewirkt.
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf ein elektrisches Bremssystem mit einem Bremspedal, bei dessen Betätigung eine Linearverschiebung eines Bremskolbens bewirkt wird. Dabei wird der Hubweg des Bremskolbens elektronisch über einen Wegsensor erfasst, eine parallel im Abstand zum Bremskolben angeordnete, linear verschiebbare Sensorstange aufweist, die mit dem Bremskolben gekoppelt ist, so daß eine Verschiebung des Bremskolbens auch eine Verschiebung der Sensorstange bewirkt. Das von diesem Wegsensor abgeleitete Signal wird einer elektronischen Steuereinheit als Eingangssignal zugeführt, die daraus ein Ausgangssignal zur Aktivierung eines elektromechanischen Betätigungsorgans, das auf die Bremsen an den Rädern wirkt.
- Ein derartiges Bremssystem ist aus der DE 695 14 360 T2 bekannt. Die Art und Weise der Kopplung zwischen Sensorstange und Bremskolben ist dort jedoch nicht zu entnehmen. Dabei ist gerade diese Kopplung sehr problematisch, da der Bremskolben in der Praxis nicht nur den einen Bewegungsfreiheitsgrad (lineare Verschiebung in Verschieberichtung) aufweist, sondern in gewissen Toleranzgrenzen auch noch weitere Bewegungsfreiheitsgrade aufweist, nämlich Verschiebbarkeit in der Ebene quer zur Verschieberichtung, Verkippbarkeit gegenüber der Verschieberichtung und Drehung um die Achse der Verschieberichtung.
- Um einen ordnungsgemäßen Betrieb des linearen Wegaufnehmers zu gewährleisten, dürfen die Bewegungen des Bremskolbens, welche von der zu detektierenden linearen Verschiebung in Verschieberichtung abweichen, nicht auf die Sensorstange übertragen werden.
- Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Kopplung zwischen Bremskolben und Sensorstange eines linearen Wegsensors zu schaffen, bei der die Bewegungen des Bremskolbens, welche von der zu detektierenden linearen Verschiebung in Verschieberichtung abweichen, nicht auf die Sensorstange übertragen werden.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Bremskolben zwei sich quer zur Verschieberichtung erstreckende und gegeneinander verschiebbare Anschläge aufweist, wobei der erste Anschlag fest gegenüber dem Bremskolben angeordnet ist, während der zweite Anschlag verschiebbar gegenüber dem Bremskolben angeordnet ist und dabei federelastisch gegen den ersten Anschlag drückt. Zwischen diesen beiden Anschlägen des Bremskolbens ist nun ein sich quer zur Verschieberichtung erstreckender Mitnehmer der Sensorstange so eingeklemmt gehalten, daß eine Verschiebung in Verschieberichtung des Bremskolbens in gewünschter Weise eine Verschiebung der Sensorstange bewirkt. Allerdings ist der Mitnehmer zwischen den Anschlägen nicht vollkommen fest eingeklemmt, so daß eine Relativbewegung des Mitnehmers gegenüber den Anschlägen in der Ebene quer zur Verschieberichtung möglich ist. Durch die Möglichkeit dieser Relativbewegung werden toleranzbedingte Bewegungen des Bremskolbens in der Ebene quer zur Verschieberichtung nicht auf die Sensorstange übertragen. Die lineare Verschiebung des Bremskolbens wird über die beiden Anschläge formschlüssig auf den Mitnehmer der Sensorstange übertragen. Der Klemmsitz des Mitnehmers zwischen den beiden Anschlägen sorgt nur dafür, daß der Formschluß sowohl beim Drücken als auch beim Loslassen des Bremspedals spielfrei und ohne Hysterese erfolgt. Der Klemmsitz bewirkt jedoch nicht eine kraftschlüssige/reibschlüssige Verbindung des Mitnehmers zwischen den Anschlägen quer zur Verschieberichtung. Damit der Klemmsitz nicht zu einer kraftschlüssigen Verbindung führt, sind der Anpressdruck des zweiten Anschlags und die Oberflächen und Materialien der Anschläge und des Mitnehmers entsprechend gewählt.
- Selbstverständlich können die beiden Anschläge auch auf der Sensorstange angeordnet sein und der Mitnehmer auf dem Bremskolben.
- Anhand der beigefügten Zeichnungen soll die Erfindung näher erläutert werden. Es zeigt:
- Fig. 1 einen Schnitt durch den Bremskolben und die mit dem Bremskolben über eine Mitnehmer-Lochscheibe gekoppelte Sensorstange,
- Fig. 2 eine Ansicht der beiden Anschläge und des Mitnehmers, wobei der Außendurchmesser des zweiten als Lochscheibe ausgebildeten Anschlags kleiner ist als der Außendurchmesser des ersten Anschlags,
- Fig. 3 eine Ansicht der beiden Anschläge und des Mitnehmers, wobei der Außendurchmesser des zweiten als Lochscheibe ausgebildeten Anschlags größer ist als der Außendurchmesser des ersten Anschlags,
- Fig. 4 einen Schnitt durch den Bremskolben und die mit dem Bremskolben über einen Mitnehmer-Stift gekoppelte Sensorstange,
- In Fig. 1 ist das elektrische Bremssystem mit dem Bremspedal (1), dem Bremskolben sowie dem linearen Wegsensor (9) und dessen Sensorstange (10) dargestellt. Eine Betätigung (Drücken) des Bremspedals (1) bewirkt eine lineare Verschiebung des Bremskolbens (2) entgegen einer Rückstellkraft, die beim Loslassen des Bremspedals (1) den Bremskolben in seine Ausgangslage zurückschiebt. Der Hubweg des Bremskolbens wird elektronisch über den linearen Wegsensor (9) erfasst, dessen parallel im Abstand zum Bremskolben (2) angeordnete, linear verschiebbare Sensorstange (10) mit dem Bremskolben (2) gekoppelt ist. Eine Verschiebung des Bremskolbens (2) bewirkt somit auch eine Verschiebung der Sensorstange (10), die wiederum im Wegsensor (9) detektiert wird. Der Wegsensor ist vorzugsweise als induktiv arbeitender Sensor ausgebildet. Es ist jedoch auch ein potentiometrisch über einen Schleifkontakt arbeitender Sensor, ein optischer Sensor oder ein magnetisch arbeitender Sensor möglich.
- Zur Koppelung zwischen der Sensorstange (10) und dem Bremskolben (2) weist die Sensorstange (10) einen sich quer zur Verschieberichtung erstreckenden Mitnehmer (11) auf. Korrespondierend dazu weist der Bremskolben (2) zwei sich quer zur Verschieberichtung erstreckende und gegeneinander verschiebbare Anschläge (4, 5) auf, wobei der erste Anschlag (4) fest gegenüber dem Bremskolben (2) angeordnet ist, während der zweite Anschlag (5) verschiebbar gegenüber dem Bremskolben angeordnet ist und mittels einer Druckfeder (7) gegen den ersten Anschlag (4) drückt. Der Mitnehmer (11) der Sensorstange (10) ist nun zwischen den beiden Anschlägen (4, 5) des Bremskolbens (2) eingeklemmt gehalten ist, so daß eine Verschiebung in Verschieberichtung des Bremskolbens (2) zwangsweise auch eine Verschiebung der Sensorstange (10) bewirkt. Die Druckfeder (7) ist zwischen dem zweiten Anschlag (5) und einem sich quer zur Verschieberichtung am Bremskolben (2) erstreckendem Abstützelement (8) angeordnet und unter Spannung gehalten.
- Ohne den Mitnehmer (11) liegen die beiden Anschläge (4, 5) direkt aneinander an. Um den Mitnehmer (11) in Eingriff zwischen die beiden Anschläge (4, 5) zu bringen, wird der zweite, verschiebbare Anschläge (5) zum Beispiel manuell gegen die Kraft der Druckfeder vom ersten Anschlag (4) wegbewegt. In den dabei entstehenden Spalt wird nun der Mitnehmer (11) seitlich eingeführt. Wird nun der zweite Anschlag (5) wieder losgelassen, so drückt dieser gegen den Mitnehmer (11) und sorgt dafür, daß dieser zwischen den beiden Anschlägen (4, 5) eingeklemmt wird.
- Bei einer Betätigung (Drücken) des Bremspedals (1) wird der Bremskolben (2) in Richtung des Pfeils "A" verschoben. Dabei wird der Mitnehmer (11) über den feststehenden, ersten Anschlag (4) formschlüssig mitgenommen. Da der Mitnehmer über den zweiten Anschlag (5) unmittelbar an den ersten Anschlag (4) gedrückt wird, erfolgt diese Mitnahme ohne Verzögerung. Da der Mitnehmer (11) seinerseits nun wiederum fest auf der Sensorstange (10) angeordnet ist, wird diese ebenfalls verzögerungsfrei mitverschoben. Beim Loslassen des Bremspedals (1) wird der Bremskolben (2) über die Rückstellkraft in Richtung des Pfeils "B" zurückverschoben. In diesem Fall wird der Mitnehmer (11) über den federbeaufschlagten zweiten Anschlag (5) formschlüssig mitgenommen. Dabei kann es zu einer gewissen Einfederung der Druckfeder (7) kommen, die eine geringfügige zeitliche Verzögerung bewirkt. Bei entsprechender Dimensionierung der Feder kann diese Einfederung jedoch minimiert werden.
- Die lineare Verschiebung des Bremskolbens (2) wird über die beiden Anschläge (4, 5) somit jeweils formschlüssig auf den Mitnehmer (11) der Sensorstange (10) übertragen. Der Klemmsitz bewirkt jedoch nicht eine kraftschlüssige/reibschlüssige Verbindung des Mitnehmers (11) zwischen den Anschlägen (4, 5), welche die für eine einwandfreie Kopplung notwendige Relativbewegung zwischen den Anschlägen (4, 5) und dem Mitnehmer (11) quer zur Verschieberichtung verhindern würde. Damit der Klemmsitz nicht zu einer kraftschlüssigen Verbindung führt, sind die Druckfeder (7) und die Oberflächen und Materialien der Anschläge (4, 5) und des Mitnehmers (11) entsprechend gewählt.
- Damit die Relativbewegung zwischen den Anschlägen (4, 5) und dem Mitnehmer (11) quer zur Verschieberichtung außerdem nicht behindert wird, sind der Abstand (A) zwischen der Sensorstange (10) und dem Bremskolben (2) und/oder die Abmessungen der radial sich erstreckenden Überstände des Mitnehmers (11) und/oder der Anschläge (4, 5) so dimensioniert sind, daß der Eingriff des Mitnehmers (11) in den Raum zwischen den Anschlägen (4, 5) unter Freilassung eines Freiraums (14) nur bis zu einem bestimmten Bereich erfolgt.
- In einer vorteilhaften Ausführungsform ist eine zylindrische Hülse (3) vorgesehen, welche die beiden Anschläge (4, 5), die Druckfeder (7) und das Abstützelement (6) umfasst. Diese zylindrische Hülse (3) wird fest auf dem Bremskolben (2) montiert. Die Verwendung einer solchen Hülse (3) hat den Vorteil, daß an dem Bremskolben (2) selbst für die Realisierung der erfindungsgemäßen Kopplung zwischen Bremskolben (2) und Sensorstange (10) nichts verändert werden muß. Um die zylindrische Hülse (3) fest auf dem Bremskolben (2) anzuordnen, kann der Fachmann sich verschiedener Verfahren bedienen, beispielsweise: Schweißen, Kleben, Verklemmen oder Verschrauben. Im Fall der Verschraubung weist der Bremskolben (2) ein Außengewinde und die Hülse (3) ein Innengewinde auf. Dabei kann über die Verschraubung der Hülse (3) auch eine Justage (Einstellung der Wegsensor-Nullposition) erfolgen, da beim Aufschrauben der Hülse (3) auf dem Außengewinde des Bremskolbens (2) die Hülse (3) in Verschieberichtung bewegt wird. In der eingestellten Nullposition wird die Hülse (3) dann zum Beispiel über eine Kontermutter arretiert. Zusätzlich kann diese Schraubverbindung auch noch über einen Sicherungslack in der arretierten Stellung gesichert werden.
- Falls eine zylindrische Hülse (3) verwendet wird, so ist der erste Anschlag (4) vorzugsweise als die Hülse (3) radial überragender Kragen einstückig mit dieser ausgebildet. Der zweite Anschlag ist als Lochscheibe (5) ausgebildet, dessen Innendurchmesser geringfügig größer ist als der Außendurchmesser der Hülse (3), damit die Lochscheibe (5) gegenüber der Hülse (3) und damit gegenüber dem Bremskolben (2) verschiebbar ist.
- In vorteilhafter Weise ist der Außendurchmesser der Lochscheibe (5) geringfügig größer als die Radialerstreckung des ersten Anschlags (4). Auf diese Weise kann die Lochscheibe (5) in einfacher Weise ergriffen werden, um sie von dem ersten Anschlag (4) wegzuziehen, damit der Mitnehmer (11) eingeführt werden kann.
- Das Abstützelement ist vorzugsweise als Sprengring (6) ausgebildet, der in einer umlaufenden Nut (8) der Hülse befestigt ist.
- Der auf der Sensorstange (10) angeordnete Mitnehmer (11) ist vorzugsweise als Lochscheibe ausgebildet (vgl. Fig. 1), die ein Innengewinde aufweist, mit dem die Mitnehmer- Lochscheibe (11) auf ein Außengewinde (13) der Sensorstange (10) aufgeschraubt wird. Das Außengewinde (13) ist dem freien Ende der Sensorstange zugewandt. Dabei kann über die Verschraubung der Mitnehmer-Lochscheibe (11) auch eine Justage (Einstellung der Wegsensor-Nullposition) erfolgen, da beim Aufschrauben der Mitnehmer-Lochscheibe (11) auf das Außengewinde (13) der Sensorstange (10) diese in Verschieberichtung (VR) bewegt wird. Dabei kann die Justagegenauigkeit durch die Verwendung eines Feingewindes erhöht werden. In der eingestellten Nullposition wird die Mitnehmer-Lochscheibe (11) dann zum Beispiel über eine Kontermutter (12) arretiert. Zusätzlich oder alternativ zur Kontermutter kann diese Schraubverbindung auch noch über einen Sicherungslack in der arretierten Stellung gesichert werden.
- Um die Griffigkeit der Mitnehmer-Lochscheibe (11) für die Justage-Drehungen zu erhöhen, ist die Mitnehmer-Lochscheibe (11) auf ihrem umlaufenden Rand vorzugsweise mit einer Rändelung versehen.
- In der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform ist der Mitnehmer (11) lediglich als ein an einer Mutter (12) angeformter Stift ausgebildet, der zwischen die Anschläge (4, 5) des Bremskolbens (2) eingreift.
- Hinsichtlich der Justage ist die Verwendung der vorstehend beschriebenen Mitnehmer- Lochscheibe allerdings gegenüber der Verwendung eines Mitnehmer-Stifts günstiger. Zur Justage wird der Mitnehmer (11) solange auf die Sensorstange (10) aufgeschraubt, bis die gewünschte Nullposition erreicht ist, in der der Mitnehmer (11) dann durch die Kontermutter (12) und ggf. durch Sicherungslack fixiert wird. Dabei wird der Mitnehmer (11) bei dieser Art der Justage bis zum Erreichen der Arretierungsposition zwangsweise gedreht. In der Arretierungsposition befindet sich der Mitnehmer (11) dann auch in einer bestimmten Drehposition. Bei Verwendung eines Mitnehmer-Stiftes kann es passieren, daß der Stift (11) in der Arretierungsstellung nicht oder nur noch geringfügig zwischen den Anschlägen (4, 5) angeordnet ist, d. h. der Mitnehmer-Stift (11) hat sich dann während der Justage/Montage aus den Anschlägen (4, 5) herausgedreht. Dies kann bei Verwendung einer Mitnehmer- Lochscheibe (11) nicht passieren, da die wirksam zwischen den Anschlägen (4, 5) in Eingriff stehende Fläche der Mitnehmer-Lochscheibe (11) bei einer Drehung der Mitnehmer- Lochscheibe (11) immer gleich bleibt.
- Für die Art der Befestigung des Mitnehmers (11) auf der Sensorstange (10) kann der Fachmann auch andere Möglichkeiten als eine Verschraubung vorsehen.
- Die zylindrische Hülse (3), die Anschläge (4, 5) und der Mitnehmer (11) bestehen vorzugsweise aus Metall. In einer alternativen Ausführungsform ist jedoch auch vorgesehen, diese Komponenten aus Kunststoff zu fertigen. Dabei weist die Mitnehmer-Lochscheibe (11) dann im Zentrum eine Metallhülse mit einem Innengewinde auf.
- In einer vorteilhaften Ausführungsform (nicht dargestellt) sind das Abstützelement, die Druckfeder und der zweite Anschlag einstückig ausgebildet, wodurch die Anzahl der Bauteile reduziert und die Montage erheblich vereinfacht wird.
- Abschließend soll noch einmal angemerkt werden, daß das System auch umgekehrt aufgebaut sein kann, indem die beiden Anschläge auf der Sensorstange angeordnet sein und der Mitnehmer auf dem Bremskolben. Die vorstehend gemachten Ausführungen sind auch auf diesen Fall zu übertragen, wobei dann die Begriffe Sensorstange und Bremskolben jeweils auszutauschen sind. Bezugszeichenliste 1 Bremspedal
2 Bremskolben
3 Zylindrische Hülse auf dem Bremskolben
4 Erster Anschlag auf dem Bremskolben (feststehend)
5 Zweiter Anschlag auf dem Bremskolben (verschiebbar)
6 Sprengring als Abstützelement für die Druckfeder
7 Druckfeder
8 Nut für den Sprengring
9 Wegsensor
10 Sensorstange
11 Mitnehmer-Lochscheibe (Fig. 1), Stift (Fig. 4)
12 Kontermutter für den Mitnehmer
13 Außengewinde auf der Sensorstange
14 Eingriff-Freiraum für den Mitnehmer zwischen den Anschlägen
A Abstand zwischen Bremskolben und Sensorstange
Claims (22)
1. Elektrisches Bremssystem mit einem Bremspedal (1), bei dessen Betätigung eine
Linearverschiebung eines Bremskolbens (2) bewirkt wird, wobei
der Hubweg des Bremskolbens (2) elektronisch über einen Wegsensor (9) erfasst wird,
der Wegsensor (9) eine parallel im Abstand zum Bremskolben (2) angeordnete, linear verschiebbare Sensorstange (10) aufweist, die mit dem Bremskolben (2) gekoppelt ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Sensorstange (10) einen sich quer zur Verschieberichtung (VR) erstreckenden Mitnehmer (11) aufweist,
der Bremskolben (2) zwei sich quer zur Verschieberichtung (VR) erstreckende und gegeneinander verschiebbare Anschläge (4, 5) aufweist, wobei der erste Anschlag (4) fest gegenüber dem Bremskolben (2) angeordnet ist, während der zweite Anschlag (5) verschiebbar gegenüber dem Bremskolben (2) ist und federelastisch gegen den ersten Anschlag (4) drückt,
der Mitnehmer (11) der Sensorstange (10) zwischen den beiden Anschlägen (4, 5) des Bremskolbens (2) eingeklemmt gehalten ist, so daß eine Verschiebung in Verschieberichtung (VR) des Bremskolbens zwangsweise auch eine Verschiebung der Sensorstange (10) bewirkt.
der Hubweg des Bremskolbens (2) elektronisch über einen Wegsensor (9) erfasst wird,
der Wegsensor (9) eine parallel im Abstand zum Bremskolben (2) angeordnete, linear verschiebbare Sensorstange (10) aufweist, die mit dem Bremskolben (2) gekoppelt ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Sensorstange (10) einen sich quer zur Verschieberichtung (VR) erstreckenden Mitnehmer (11) aufweist,
der Bremskolben (2) zwei sich quer zur Verschieberichtung (VR) erstreckende und gegeneinander verschiebbare Anschläge (4, 5) aufweist, wobei der erste Anschlag (4) fest gegenüber dem Bremskolben (2) angeordnet ist, während der zweite Anschlag (5) verschiebbar gegenüber dem Bremskolben (2) ist und federelastisch gegen den ersten Anschlag (4) drückt,
der Mitnehmer (11) der Sensorstange (10) zwischen den beiden Anschlägen (4, 5) des Bremskolbens (2) eingeklemmt gehalten ist, so daß eine Verschiebung in Verschieberichtung (VR) des Bremskolbens zwangsweise auch eine Verschiebung der Sensorstange (10) bewirkt.
2. Elektrisches Bremssystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Bremskolben (2) ein sich quer zur Verschieberichtung erstreckendes Abstützelement (6)
zur Abstützung einer Druckfeder (7) aufweist, die zwischen dem Abstützelement (6) und dem
verschiebbaren Anschlag (5) unter Vorspannung angeordnet ist.
3. Elektrisches Bremssystem nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
dasselbe eine zylindrische Hülse (3) aufweist, welche fest auf dem Bremskolben (2)
anbringbar ist, wobei die zylindrische Hülse (3) die beiden Anschläge (4, 5), die Druckfeder
(7) und das Abstützelement (6) umfasst.
4. Elektrisches Bremssystem nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
der erste Anschlag (4) als die Hülse (3) radial überragender Kragen einstückig mit der Hülse
ausgebildet ist.
5. Elektrisches Bremssystem nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
der zweite Anschlag (5) als Lochscheibe ausgebildet ist, dessen Innendurchmesser
geringfügig größer ist als der Außendurchmesser der Hülse (3).
6. Elektrisches Bremssystem nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Außendurchmesser der Lochscheibe (5) geringfügig größer ist als die Radialerstreckung
des ersten Anschlags (4).
7. Elektrisches Bremssystem nach einem der Ansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Abstützelement als Sprengring (6) ausgebildet ist, der in einer umlaufenden Nut (8) der
Hülse (3) befestigt ist.
8. Elektrisches Bremssystem nach einem der Ansprüche 3 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
die zylindrische Hülse (3) mit dem Bremskolben (2) fest verschweißt ist.
9. Elektrisches Bremssystem nach einem der Ansprüche 3 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
die zylindrische Hülse (3) mit dem Bremskolben (2) fest verklebt ist.
10. Elektrisches Bremssystem nach einem der Ansprüche 3 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
die zylindrische Hülse (3) mit dem Bremskolben (2) fest verschraubt ist.
11. Elektrisches Bremssystem nach einem der Ansprüche 3 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
die zylindrische Hülse (3) mit dem Bremskolben (2) im Klemmsitz fest verbunden ist.
12. Elektrisches Bremssystem nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Mitnehmer (11) der Sensorstange (10) eine Lochscheibe ist.
13. Elektrisches Bremssystem nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Sensorstange (10) an ihrem freien Ende ein Außengewinde (12) aufweist, auf das die
Mitnehmer-Lochscheibe (11) aufgeschraubt wird.
14. Elektrisches Bremssystem nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Mitnehmer-Lochscheibe (11) über eine Kontermutter (13) arretiert wird.
15. Elektrisches Bremssystem nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Schraubverbindung über einen Sicherungslack zusätzlich fixiert wird.
16. Elektrisches Bremssystem nach einem der Ansprüche 13 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Mitnehmer-Lochscheibe (11) auf ihrem umlaufenden Rand eine Rändelung zur Erhöhung
der Griffigkeit für eine Justage-Drehung der Mitnehmer-Lochscheibe aufweist.
17. Elektrisches Bremssystem nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Anpressdruck des zweiten Anschlags (5) und die Oberflächen und Materialien der
Anschläge (4, 5) und des Mitnehmers (11) derart gewählt sind, daß eine Relativbewegung des
Mitnehmers (11) gegenüber den Anschlägen (4, 5) in der Ebene quer zur Verschieberichtung
möglich ist.
18. Elektrisches Bremssystem nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Abstand (A) zwischen der Sensorstange (10) und dem Bremskolben (2) und/oder die
Abmessungen der radial sich erstreckenden Überstände des Mitnehmers (11) und/oder der
Anschläge (4, 5) so dimensioniert sind, daß eine Relativbewegung des Mitnehmers (11)
gegenüber den Anschlägen (4, 5) quer zur Verschieberichtung des Bremskolbens (2) möglich
ist.
19. Elektrisches Bremssystem nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
die zylindrische Hülse (3) mit dem ersten Anschlag (4), der zweite Lochscheiben-Anschlag
(5) und die Mitnehmer-Lochscheibe (11) aus Kunststoff sind.
20. Elektrisches Bremssystem nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Mitnehmer-Lochscheibe (11) im Zentrum eine Metallhülse mit einem Innengewinde
aufweist.
21. Elektrisches Bremssystem nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Abstützelement, die Druckfeder und der zweite Anschlag einstückig ausgebildet sind.
22. Elektrisches Bremssystem mit einem Bremspedal (1), bei dessen Betätigung eine
Linearverschiebung eines Bremskolbens (2) bewirkt wird, wobei
der Hubweg des Bremskolbens (2) elektronisch über einen Wegsensor (9) erfasst wird,
der Wegsensor (9) eine parallel im Abstand zum Bremskolben (2) angeordnete, linear verschiebbare Sensorstange (10) aufweist, die mit dem Bremskolben (2) gekoppelt ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Bremskolben einen sich quer zur Verschieberichtung erstreckenden Mitnehmer aufweist,
die Sensorstange zwei sich quer zur Verschieberichtung erstreckende und gegeneinander verschiebbare Anschläge aufweist, wobei der erste Anschlag fest gegenüber der Sensorstange angeordnet ist, während der zweite Anschlag verschiebbar gegenüber der Sensorstange ist und federelastisch gegen den ersten Anschlag drückt,
der Mitnehmer des Bremskolbens zwischen den beiden Anschlägen der Sensorstange eingeklemmt gehalten ist, so daß eine Verschiebung des Bremskolbens zwangsweise auch eine Verschiebung der Sensorstange bewirkt.
der Hubweg des Bremskolbens (2) elektronisch über einen Wegsensor (9) erfasst wird,
der Wegsensor (9) eine parallel im Abstand zum Bremskolben (2) angeordnete, linear verschiebbare Sensorstange (10) aufweist, die mit dem Bremskolben (2) gekoppelt ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Bremskolben einen sich quer zur Verschieberichtung erstreckenden Mitnehmer aufweist,
die Sensorstange zwei sich quer zur Verschieberichtung erstreckende und gegeneinander verschiebbare Anschläge aufweist, wobei der erste Anschlag fest gegenüber der Sensorstange angeordnet ist, während der zweite Anschlag verschiebbar gegenüber der Sensorstange ist und federelastisch gegen den ersten Anschlag drückt,
der Mitnehmer des Bremskolbens zwischen den beiden Anschlägen der Sensorstange eingeklemmt gehalten ist, so daß eine Verschiebung des Bremskolbens zwangsweise auch eine Verschiebung der Sensorstange bewirkt.
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