DE10136157A1 - Kraftstoffinjektor - Google Patents
KraftstoffinjektorInfo
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Abstract
Es wird ein Kraftstoffinjektor zum Einspritzen von unter hohem Druck vorgehaltenem Kraftstoff in den Brennraum einer Brennkraftmaschine beschrieben. Der Kraftstoffinjektor umfasst ein Injektorgehäuse (201), ein über einen in dem Injektorgehäuse (201) vorgesehenen Hochdruckkanal (207) mit dem einzuspritzenden Kraftstoff beaufschlagtes Einspritzventil (205, 206) und einen Druckanschluss (229), an welchem der Kraftstoff von einem Kraftstoffvorrat dem Kraftstoffinjektor (200) unter hohem Druck zugeführt wird. An dem Kraftstoffinjektor (200) ist ein Kraftstoffspeicher (227) angeordnet, welcher mit dem den Kraftstoff dem Einspritzventil (205, 206) zuführenden Hochdruckkanal (207) in Verbindung steht und in welchem der einzuspritzende Kraftstoff unter hohem Druck vorgehalten wird. Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, dass der Kraftstoffspeicher (227) ein durch Feingießen hergestelltes einstückiges Bauteil ist.
Description
Die Erfindung betrifft einen Kraftstoffinjektor zum Einspritzen von unter hohem Druck
vorgehaltenem Kraftstoff in den Brennraum einer Brennkraftmaschine, wie er im
Oberbegriff des Anspruchs 1 vorausgesetzt ist.
Ein solcher Kraftstoffinjektor umfasst ein Injektorgehäuse und ein Einspritzventil, das über
einen in dem Injektorgehäuse vorgesehenen Hochdruckkanal mit dem einzuspritzenden
Kraftstoff beaufschlagbar ist. Dem Kraftstoffinjektor wird der Kraftstoff von einem
Kraftstoffvorrat unter hohem Druck an einem Druckanschluss zugeführt. Weiterhin ist an
dem Kraftstoffinjektor ein Kraftstoffspeicher angeordnet, welcher mit dem den Kraftstoff
dem Einspritzventil zuführenden Hochdruckkanal in Verbindung steht und in welchen der
einzuspritzende Kraftstoff unter hohem Druck vorgehalten wird.
Der Kraftstoffspeicher dient als ein ölelastischer Speicher, dessen Kraftstoffvolumen
ausreichend ist, um den bei einem jeweiligen Einspritzvorgang einzuspritzenden Kraftstoff
unter ausreichendem Druck für den jeweiligen Kraftstoffinjektor einzelnen zur Verfügung
zu stellen, im Gegensatz zu einem Common-Rail-Kraftstoffeinspritzsystem, bei dem
mehrere Kraftstoffinjektoren aus einem gemeinsamen ölelastischen Speicher in Form
einer Common-Rail-Schiene mit dem einzuspritzenden Kraftstoff versorgt werden.
Ein Nachteil von bekannten derartigen Kraftstoffinjektoren ist es, dass der
Kraftstoffspeicher wegen der zu beherrschenden hohen Kraftstoffdrücke (typischerweise
1500 bar, vorzugsweise über 1800 bar) aus Festigkeitsgründen nur als sperrige Bauteile
und mit hohem Aufwand herstellbar sind.
Aus der DE 199 17 190 A1 ist ein Kraftstoffinjektor zum Einspritzen von unter hohem
Druck vorgehaltenem Kraftstoff in den Brennraum einer Brennkraftmaschine bekannt, bei
welchem ein Kraftstoffspeicher, in welchem der einzuspritzende Kraftstoff unter hohem
Druck vorgehalten wird, unmittelbar an dem Injektorgehäuse vorgesehen ist. Über die Art
der Ausbildung des Kraftstoffspeichers sind jedoch keine näheren Angaben gemacht.
Aus der DE 196 47 049 A1 ist ein Kraftstoffeinspritzsystem zum Einspritzen von unter
hohem Druck vorgehaltenem Kraftstoff in den Brennraum einer Brennkraftmaschine
bekannt, bei dem ein Kraftstoffspeicher, in welchem der einzuspritzende Kraftstoff für
mehrere Kraftstoffinjektoren unter hohem Druck vorgehalten wird, in Form einer Hohlkugel
dargestellt ist, die aus zwei geschmiedeten hohlen Halbkugeln zusammengeschweißt ist.
Aus der CH 669 822 A5 ist ein Kraftstoffinjektor zum Einspritzen von unter hohem Druck
vorgehaltenem Kraftstoff in den Brennraum einer Brennkraftmaschine bekannt, bei
welchem ein Kraftstoffspeicher an der Rückseite des Injektorgehäuses vorgesehen ist, in
welchem der einzuspritzende Kraftstoff unter hohem Druck vorgehalten wird.
Schließlich ist auch aus der US 4 712 582 ein Kraftstoffeinspritzsystem mit einem
Kraftstoffinjektor zum Einspritzen von unter hohem Druck vorgehaltenem Kraftstoff in den
Brennraum einer Brennkraftmaschine bekannt, bei welchem am rückwärtigen Ende des
Kraftstoffinjektors innerhalb des Injektorgehäuses ein Kraftstoffspeicher vorgesehen ist, in
welchem der einzuspritzende Kraftstoff unter hohem Druck vorgehalten wird.
Die Aufgabe der Erfindung ist es somit, einen Kraftstoffinjektor der vorausgesetzten Art
mit einem Kraftstoffspeicher in kompakter Bauweise zu schaffen.
Diese Aufgabe wird durch einen Kraftstoffinjektor mit den Merkmalen des Anspruchs 1
gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Kraftstoffinjektors sind in den
Unteransprüchen gekennzeichnet.
Durch die Erfindung wird ein Kraftstoffinjektor zum Einspritzen von unter hohem Druck
vorgehaltenem Kraftstoff in den Brennraum einer Brennkraftmaschine geschaffen. Der
Kraftstoffinjektor umfasst ein Injektorgehäuse, ein über einen in dem Injektorgehäuse
vorgesehenen Hochdruckkanal mit dem einzuspritzenden Kraftstoff beaufschlagtes
Einspritzventil und einen Druckanschluss, an welchem der Kraftstoff von einem
Kraftstoffvorrat dem Kraftstoffinjektor unter hohem Druck zugeführt wird. An dem
Kraftstoffinjektor ist ein Kraftstoffspeicher angeordneten, welcher mit dem den Kraftstoff
dem Einspritzventil zuführenden Hochdruckkanal in Verbindung steht und in welchem der
einzuspritzende Kraftstoff unter hohem Druck vorgehalten wird. Erfindungsgemäß ist es
vorgesehen, dass der Kraftstoffspeicher ein durch Feingießen hergestelltes einstückiges
Bauteil ist.
Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Kraftstoffinjektors ist sein kompakte
Bauweise, da die Herstellung des Kraftstoffspeichers durch Feingießen kompaktere
Abmessungen des Kraftstoffspeichers gestattet, als es herkömmlich möglich ist. Nur
durch Feingießen wird es überhaupt möglich, auch bei geringem zur Verfügung stehenden
Platz, den Kraftstoffspeicher direkt am Kraftstoffinjektor vorzusehen. Auf separate
Einzelspeicher, die entfernt vom Injektor liegen, kann verzichtet werden.
Gemäß einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist das
Speichervolumen des Kraftstoffspeichers im wesentlichen kugelförmig. Dies ist in Hinblick
auf eine hohe Festigkeit des Kraftstoffspeichers von Vorteil.
Gemäß einem alternativen Ausführungsbeispiel ist das Speichervolumen des
Kraftstoffspeichers im wesentlichen zylinderförmig.
Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Kraftstoffinjektors
ist es vorgesehen, dass der Kraftstoffspeicher zentrisch bezüglich der Achse des
Injektorgehäuses an dessen Rückseite angeordnet ist.
Vorteilhafterweise ist hierbei der den Kraftstoffspeicher mit dem Injektorgehäuse
verbindende Hochdruckkanal zentrisch bezüglich der Achse des Injektorgehäuses in
dessen rückwärtiger Verlängerung verlaufend ausgebildet.
Gemäß einem anderen vorteilhaften Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Kraftstoffinjektors ist es vorgesehen, dass der Kraftstoffspeicher seitlich zum
Injektorgehäuse versetzt an dessen Rückseite angeordnet ist.
Vorteilhafterweise ist hierbei der den Hochdruckspeicher mit dem Injektorgehäuse
verbindende Hochdruckkanal quer von dem Kraftstoffspeicher zur Achse des
Injektorgehäuses verlaufend ausgebildet und geht in einem 90°-Bogen in die Richtung der
Injektorgehäuseachse über.
Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel mündet der Hochdruckkanal tangential in
das Speichervolumen des Kraftstoffspeichers.
Vorzugsweise ist der Kraftstoffspeicher ein von dem Injektorgehäuse separat hergestelltes
Bauteil, und es sind Verbindungsmittel zur Verbindung des Kraftstoffspeichers mit dem
Injektorgehäuse vorgesehen, welche eine druckfeste Verbindung des das
Speichervolumen mit dem Kraftstoffinjektor verbindenden Hochdruckkanals beinhalten.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfassen die Verbindungsmittel hierbei ein an
einem von dem Kraftstoffspeicher und dem Injektorgehäuse vorgesehenes
Schraubengewinde und ein damit zusammenwirkendes, an dem anderen von dem
Kraftstoffspeicher und dem Injektorgehäuse vorgesehenes Mutterngewinde.
Gemäß einer alternativen Ausführungsform umfassen die Verbindungsmittel einen an dem
Injektorgehäuse vorgesehenen ersten Flansch und einen mit diesen zusammenwirkenden,
an dem Kraftstoffspeicher vorgesehenen zweiten Flansch und Schrauben zur Verbindung
der beiden Flansche miteinander.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Kraftstoffinjektors
dienen die Verbindungsmittel zusätzlich zur Befestigung des Kraftstoffinjektors am
Zylinderkopf der Brennkraftmaschine.
Vorzugsweise ist der Kraftstoffspeicher aus einem Vergütungsstahl mit einer Dehngrenze
von 750 MPa oder mehr hergestellt ist.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Kraftstoffinjektors
anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine vereinfachte Schnittdarstellung eines Kraftstoffinjektors gemäß einem ersten
Ausführungsbeispiel der Erfindung; und
Fig. 2 eine vereinfachte Schnittdarstellung eines Kraftstoffinjektors gemäß einem zweiten
Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Bei den in Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispielen der Erfindung bedeutet das
Bezugszeichen 100 bzw. 200 insgesamt einen Kraftstoffinjektor, der zum Einspritzen von
unter hohem Druck vorgehaltenem Kraftstoff in den Brennraum einer Brennkraftmaschine
dient. Der Kraftstoffinjektor umfasst ein Injektorgehäuse 101; 201, an dessen
brennraumseitigem Ende ein Einspritzventil durch eine Düsennadel 105; 205 und einen mit
dieser zusammenwirkenden Ventilsitz 106; 206 ausgebildet ist. Das Einspritzventil 105,
106; 205, 206 wird über einen in dem Injektorgehäuse 101; 201 vorgesehenen
Hochdruckkanal 107; 207, von welchem nur ein Teil dargestellt ist, mit dem
einzuspritzenden Kraftstoff beaufschlagt. Der Kraftstoff wird dem Kraftstoffinjektor 100;
200 von einem Kraftstoffvorrat unter hohem Druck mittels einer (in der Figur nicht
gezeigten) Hochdruckpumpe zugeführt. An dem Kraftstoffinjektor 100; 200 ist ein
Kraftstoffspeicher 127; 227 in Form eines Einzelspeichers angeordnet, welcher mit dem
den Kraftstoff dem Einspritzventil 105, 106; 205, 206 zuführenden Hochdruckkanal 107;
207 in Verbindung steht und in welchem der einzuspritzende Kraftstoff unter hohem Druck
vorgehalten wird. Weiterhin enthält der Kraftstoffspeicher einen Betätigungsmechanismus
zum Öffnen und Schließen des Einspritzventils 105, 106; 205, 206 in Ansprache auf von
außen zugeführte Steuersignale, welcher an sich dem Stande der Technik bekannt und in
der Figur nicht eigens dargestellt ist.
Der Kraftstoffspeicher 127; 227 ist ein durch Feingießen hergestelltes einstückiges
Bauteil. Durch das Feingießen ist es möglich den Kraftstoffspeicher 127; 227 als ein
besonders kompaktes, einstückiges Bauteil mit einer relativ geringen Wandstärke
herzustellen, welches in der Lage ist, dem anstehenden hohen Kraftstoffdrücken von
typischerweise 1500 bar, vorzugsweise über 1800 bar standzuhalten. Beim Feingießen
kann beispielsweise ein Vakuumformverfahren angewandt werden.
Das Speichervolumen 150; 250 des Kraftstoffspeichers 127; 227 ist im wesentlichen
kugelförmig, wie bei den beiden in Fig. 1 und Fig. 2 dargestellten
Ausführungsbeispielen. Alternativ kann das Speichervolumen des Kraftstoffspeichers auch
in einer Zylinderform dargestellt sein.
Bei dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Kraftstoffspeicher 127 zentrisch
bezüglich der Achse des Injektorgehäuses 101 an dessen Rückseite angeordnet, wobei
auch der den Kraftstoffspeicher 127 mit dem Injektorgehäuse 101 bzw. mit dem in diesem
vorgesehenen Einspritzventil 105, 106 verbindende Hochdruckkanal 107 zentrisch
bezüglich der Achse des Injektorgehäuses 101 in dessen rückwärtiger Verlängerung
verlaufend ausgebildet ist.
Bei dem in Fig. 2 gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Kraftstoffspeicher 227 seitlich zu
dem Injektorgehäuse 201 versetzt an dessen Rückseite angeordnet. Der den
Kraftstoffspeicher 227 mit dem Injektorgehäuse 201 bzw. mit dem Einspritzventil 205,
206 verbindende Hochdruckkanal 207 verläuft von dem Kraftstoffspeicher 227 quer zu der
Achse des Injektorgehäuses 201 und geht dann in einem 90°-Bogen in die Richtung der
Injektorgehäuseachse über, von wo er weiter zu dem Einspritzventil 205, 206 verläuft (in
der Figur nicht dargestellt).
Der Hochdruckkanal 107; 207 hat bei den beiden in Fig. 1 und Fig. 2 dargestellten
Ausführungsbeispielen einen verhältnismäßig großen Durchmesser, um keine
Drosselwirkung auf den beim Einspritzvorgang von dem Kraftstoffspeicher 127; 227
abgegebenen Kraftstoff auszuüben. Ein solcher, einen großen Durchmesser aufweisender
Hochdruckkanal 107; 207 kann einen Teil des gesamten Speichervolumens bilden, in
welchem der einzuspritzende Kraftstoff unter hohem Druck vorgehalten wird.
Im Hochdruckkanal kann in Strömungsrichtung nach dem Hochdruckanschluss 129,229
ein Durchflussmengenbegrenzungsventil integriert sein, das jedoch nicht dargestellt ist.
Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel mündet der Hochdruckkanal 207
tangential in das Speichervolumen 250 des Kraftstoffspeichers 227. Hierdurch wird eine
hohe Festigkeit der durch den Kraftstoffspeicher 227 und den Hochdruckkanal 207
gebildeten Einheit bei gleichzeitig kompakter Bauweise erreicht.
Bei den beiden in Fig. 1 und Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispielen ist der
Kraftstoffspeicher 127; 227 ein von dem Injektorgehäuse 101; 201 separat hergestelltes
Bauteil, wobei allgemein gesprochen Verbindungsmittel zur Verbindung des
Kraftstoffspeichers mit dem Injektorgehäuse vorgesehen sind, welche auch eine
druckfeste Verbindung des Hochdruckkanals 107; 207 beinhalten.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel umfassen diese Verbindungsmittel
ein Schraubengewinde 141, welches an dem Injektorgehäuse 101 vorgesehen ist, und ein
damit zusammenwirkendes Mutterngewinde 142, welches an dem Kraftstoffspeicher 127
vorgesehen ist.
Bei dem in Fig. 2 dargestellten zweiten Ausführungsbeispiel umfassen die
Verbindungsmittel einen an dem Injektorgehäuse 201 vorgesehenen ersten Flansch 243
und einen mit diesem zusammenwirkenden, an dem Kraftstoffspeicher 227 vorgesehenen
zweiten Flansch 244 und Schrauben 245, 246 zur Verbindung der beiden Flansche 243,
244 miteinander. Im Durchgang ist vorzugsweise ein Doppelkonusteil angeordnet, gegen
dessen Flächen das Injektorgehäuse 201 und der Kraftstoffspeicher 227 mit
entsprechenden Gegenflächen verspannt angeordnet sind. Die Spannkraft wird von den
Schrauben 245, 246 aufgebracht. Dichtungen in den Flächen sorgen für eine gute
Abdichtung.
Die Schrauben, welche den Hochdruckspeicher 127; 227 mit dem Injektorgehäuse 101;
201 verbinden, können zusätzlich auch zur Befestigung des Kraftstoffinjektors 100; 200
selbst am Zylinderkopf der Brennkraftmaschine dienen.
Das Speichervolumen 150; 250 des Kraftstoffspeichers 127; 227 beträgt zum Beispiel
ungefähr zwischen 100 und 200 ml. Bei den beiden in Fig. 1 und Fig. 2 dargestellten
Ausführungsbeispielen beträgt das Speichervolumen 150; 250 ungefähr 150 ml. Dies
bedeutet, dass der Innendurchmesser des kugelförmigen Speichervolumens 150; 250
ungefähr 66 mm beträgt.
Der Kraftstoffspeicher 127; 227 ist aus einem Vergütungsstahl mit einer Dehngrenze von
750 MPa oder mehr durch Feingießen hergestellt. Der verwendete Vergütungsstahl kann
z. B. 42CrMo4 sein. Bei Verwendung eines Vergütungsstahls der genannten Festigkeit
können Wandstärken des Kraftstoffspeichers 127; 227 im Verhältnis zum
Speichervolumen minimiert werden, wenn das Feingießen mit hoher Qualität und Güte
erfolgt. Insbesondere sind höchste Anforderungen an Homogenität des Werkstoffgefüges
(Lunker) und an die Qualität der inneren Oberflächen in Hinblick auf Fehlstellen, Poren,
Risse und Rauhigkeit zu stellen.
100
;
200
Kraftstoffinjektor
101
;
201
Injektorgehäuse
105
;
205
Düsennadel
106
;
206
Ventilsitz
107
;
207
Hochdruckkanal
127
;
227
Kraftstoffspeicher
129
;
229
Druckanschluss
141
Schraubengewinde
142
Mutterngewinde
243
erster Flansch
244
zweiter Flansch
245
;
246
Schrauben
150
;
250
Speichervolumen
Claims (13)
1. Kraftstoffinjektor zum Einspritzen von unter hohem Druck vorgehaltenem Kraftstoff
in den Brennraum einer Brennkraftmaschine, mit einem Injektorgehäuse (101; 201), einem
über einen in dem Injektorgehäuse (102; 201) vorgesehenen Hochdruckkanal (107; 207)
mit dem einzuspritzenden Kraftstoff beaufschlagten Einspritzventil (105, 106; 205, 206)
und mit einem Druckanschluss (129; 229), an welchem der Kraftstoff von einem
Kraftstoffvorrat dem Kraftstoffinjektor (100; 200) unter hohem Druck zugeführt wird, sowie
mit einem an dem Kraftstoffinjektor (100; 200) angeordneten mit dem den Kraftstoff dem
Einspritzventil (105, 106; 205, 206) zuführenden Hochdruckkanal (107; 207) in Verbindung
stehenden Kraftstoffspeicher (127; 227), in welchem der einzuspritzende Kraftstoff unter
hohem Druck vorgehalten wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Kraftstoffspeicher (127;
227) ein durch Feingießen hergestelltes einstückiges Bauteil ist.
2. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das
Speichervolumen (150; 250) des Kraftstoffspeichers (127; 227) im wesentlichen
kugelförmig ist.
3. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das
Speichervolumen des Kraftstoffspeichers im wesentlichen zylinderförmig ist.
4. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der
Kraftstoffspeicher (127) zentrisch bezüglich der Achse des Injektorgehäuses (101) an
dessen Rückseite angeordnet ist.
5. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der den
Kraftstoffspeicher (127) mit dem Injektorgehäuse (101) verbindende Hochdruckkanal
(107) zentrisch bezüglich der Achse des Injektorgehäuses (101) in dessen rückwärtiger
Verlängerung verlaufend ausgebildet ist.
6. Kraftstoffinjektor nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass
der Kraftstoffspeicher (227) seitlich zum Injektorgehäuse (201) versetzt an dessen
Rückseite angeordnet ist.
7. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der den
Kraftstoffspeicher (227) mit dem Injektorgehäuse (101) verbindende Hochdruckkanal
(207) quer von dem Kraftstoffspeicher (227) zur Achse des Injektorgehäuses (201)
verlaufend ausgebildet ist und in einem 90°-Bogen in die Richtung der
Injektorgehäuseachse übergeht.
8. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der
Hochdruckkanal (207) tangential in das Speichervolumen (250) des Kraftstoffspeichers
(227) mündet.
9. Kraftstoffinjektor nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass
der Kraftstoffspeicher (127; 227) ein von dem Injektorgehäuse (101; 201) separat
hergestelltes Bauteil ist, und dass Verbindungsmittel (141, 142; 243, 244, 245, 246) zur
Verbindung des Kraftstoffspeichers (127; 227) mit dem Injektorgehäuse (101; 201)
vorgesehen sind, welche eine hochdruckfeste Verbindung des Hochdruckkanals (107; 207)
beinhaltet.
10. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die
Verbindungsmittel ein an einem von dem Kraftstoffspeicher (127) und dem
Injektorgehäuse (101) vorgesehenes Schraubengewinde (141) und ein damit
zusammenwirkendes, an dem anderen von dem Kraftstoffspeicher (127) und dem
Injektorgehäuse (101) vorgesehenes Mutterngewinde (142) umfasst.
11. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die
Verbindungsmittel einen an dem Injektorgehäuse (201) vorgesehenen ersten Flansch
(243) und einen mit diesem zusammenwirkenden, an dem Kraftstoffspeicher (227)
vorgesehenen zweiten Flansch (244) und Schrauben (245, 246) zur Verbindung der beiden
Flansche (243, 244) miteinander umfasst.
12. Kraftstoffspeicher nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
dass die Verbindungsmittel (141, 142; 243, 244, 245, 246) zusätzlich zur Befestigung des
Kraftstoffinjektors (100; 200) am Zylinderkopf der Brennkraftmaschine dienen.
13. Kraftstoffinjektor nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
dass der Kraftstoffspeicher (127; 227) aus einem Vergütungsstahl mit einer Dehngrenze
von 750 MPa oder mehr hergestellt ist.
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