DE10122256A1 - Kraftstoff-Einspritzvorrichtung für Brennkraftmaschinen, insbesondere Common-Rail-Injektor, sowie Kraftstoffsystem und Brennkraftmaschine - Google Patents
Kraftstoff-Einspritzvorrichtung für Brennkraftmaschinen, insbesondere Common-Rail-Injektor, sowie Kraftstoffsystem und BrennkraftmaschineInfo
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Abstract
Eine Kraftstoff-Einspritzvorrichtung (10) wird in Brennkraftmaschinen (94) verwendet. Sie umfasst ein Gehäuse (12) mit einem Einspritz-Ende (18). In dem Gehäuse (12) verläuft eine Ausnehmung (20). In der Ausnehmung (20) ist ein axial bewegliches Ventilelement (24) angeordnet, welches mit einem Ventilsitz zusammenarbeitet und eine vom Einspritz-Ende (18) abgewandte Druckfläche (36) aufweist, welche einen Steuerraum (38) axial begrenzt. Ferner ist ein Hülsenteil (40) vorgesehen, welches den Steuerraum (38) radial begrenzt. Eine Einrichtung (55) setzt das Hülsenteil (40) gegen einen ersten Gehäuseabschnitt (16) und das Ventilelement (24) in Richtung auf das Einspritz-Ende (18) unter Vorspannung. Um die Präzision im Betrieb der Kraftstoff-Einspritzvorrichtung (10) zu verbessern, wird vorgeschlagen, dass die Einrichtung (55) separate Vorspanneinrichtungen (46, 50) umfasst, wobei jeweils eine Vorspanneinrichtung (50) das Ventilelement (24) und eine andere Vorspanneinrichtung (46) das Hülsenteil (40) beaufschlagt.
Description
Die Erfindung betrifft eine Kraftstoff-Einspritzvorrichtung
für Brennkraftmaschinen, insbesondere Common-Rail-Injektor,
mit einem Gehäuse mit einem Einspritz-Ende, mit einer in
dem Gehäuse verlaufenden Ausnehmung, mit mindestens einem
axial beweglichen Ventilelement, das in der Ausnehmung
angeordnet ist, mit einem Ventilsitz zusammenarbeitet und
eine vom Einspritz-Ende abgewandte Druckfläche aufweist,
welche einen Steuerraum axial begrenzt, mit einem
Hülsenteil, welches den Steuerraum radial begrenzt, und mit
mindestens einer Einrichtung, welche das Hülsenteil gegen
einen ersten Gehäuseabschnitt und das Ventilelement in
Richtung auf das Einspritz-Ende beaufschlagt.
Eine derartige Kraftstoff-Einspritzvorrichtung ist vom
Markt her bekannt. Bei ihr handelt es sich um einen Common-
Rail-Injektor. Bei diesem wird der Steuerraum durch eine
axiale Endfläche einer Ventilnadel begrenzt. Radial wird
der Steuerraum durch ein Hülsenteil begrenzt, in dessen
Wand eine Zulaufdrossel vorhanden ist. Auf der der
Ventilnadel gegenüberliegenden Seite wird der Steuerraum
durch ein Gehäuseteil begrenzt, in dem eine Ablauf-Drossel
vorhanden ist. Die Zulauf-Drossel ist mit einem
Hochdruckzulauf verbunden, wohingegen die Ablauf-Drossel
über ein Steuerventil mit einem Niederdruckbereich
verbunden ist. Die Drosselwirkung der Zulauf-Drossel ist
stärker als jene der Ablauf-Drossel.
Zwischen dem Hülsenteil und einem ringförmigen Absatz der
Ventilnadel ist eine Druckfeder verspannt. Durch diese wird
einerseits die Ventilnadel gegen einen Ventilsitz im
Bereich des Einspritz-Endes beaufschlagt, und andererseits
wird das Hülsenteil gegen das Gehäuseteil beaufschlagt. Um
die Ventilnadel von ihrem Ventilsitz im Bereich des
Einspritz-Endes abzuheben, wird der Druck im Steuerraum
abgesenkt. An einer Druckfläche der Ventilnadel liegt
weiterhin der normale Hochdruck an. Bei einer ausreichenden
Druckdifferenz wird die Schließkraft der Druckfeder
überwunden, so dass sich die Ventilnadel bewegt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, eine Kraftstoff-
Einspritzvorrichtung der eingangs genannten Art so
weiterzubilden, dass mit ihr der Kraftstoff noch präziser
eingespritzt werden kann.
Diese Aufgabe wird bei einer Kraftstoff-
Einspritzvorrichtung der eingangs genannten Art dadurch
gelöst, dass die Einrichtung, welche das Hülsenteil gegen
einen ersten Gehäuseabschnitt und das Ventilelement in
Richtung auf das Einspritz-Ende unter Vorspannung setzt,
separate Vorspanneinrichtungen umfasst, wobei jeweils eine
Vorspanneinrichtung das Ventilelement und eine andere
Vorspanneinrichtung das Hülsenteil beaufschlagt.
Erfindungsgemäß wurde erkannt, dass Undichtigkeiten
zwischen dem Hülsenteil und dem ersten Gehäuseabschnitt
äquivalent sind zu einem vergrößerten Querschnitt der
Zulauf-Drossel. Bei einer vorhandenen Undichtigkeit
zwischen dem Hülsenteil und dem ersten Gehäuseabschnitt
kann daher bei einem eingeleiteten Druckabfall im
Steuerraum der Kraftstoff schneller als gewünscht in den
Steuerraum nachströmen, so dass der Druck im Steuerraum zu
schnell wieder ansteigt. Dies führt zu einem vorzeitigen
Schließen des Ventilelements. Eine derartige Undichtigkeit
zwischen dem Hülsenteil und dem ersten Gehäuseabschnitt
wird bei der erfindungsgemäßen Kraftstoff-
Einspritzvorrichtung vermieden.
Dies erfolgt dadurch, dass die Kraft, mit welcher das
Hülsenteil gegen den ersten Gehäuseabschnitt beaufschlagt
wird, ausreichend hoch gewählt werden kann, so dass eine
optimale Abdichtung zwischen Hülsenteil und erstem
Gehäuseabschnitt vorliegt. Eine derartig hohe Anpresskraft
ist jedoch nur dadurch möglich, dass einerseits für das
Hülsenteil und andererseits für das Ventilelement jeweils
separate Vorspanneinrichtungen vorgesehen sind.
Um die für die notwendige Abdichtung zwischen Hülsenteil
und erstem Gehäuseabschnitt notwendige Anpresskraft
bereitstellen zu können, ist nämlich eine sehr steife Feder
erforderlich. Um andererseits eine Öffnungsbewegung des
Ventilelements bereits bei einem geringen Druckabfall im
Steuerraum bewirken zu können, muss die
Vorspanneinrichtung, welche das Ventilelement beaufschlagt,
relativ weich sein. Derartige individuelle Ausgestaltungen
der entsprechenden Vorspanneinrichtungen sind bei der
erfindungsgemäßen Kraftstoff-Einspritzvorrichtung möglich.
Die erfindungsgemäße Kraftstoff-Einspritzvorrichtung
gestattet somit auf äußerst preiswerte und einfache Art und
Weise eine optimale Abdichtung zwischen Hülsenteil und
erstem Gehäuseabschnitt, was einen präzisen und
reproduzierbaren Druckverlauf im Steuerraum ermöglicht.
Dies wiederum ermöglicht ein präzises Öffnen und Schließen
der Kraftstoff-Einspritzvorrichtung.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in
Unteransprüchen angegeben.
In einer ersten Weiterbildung ist genannt, dass sich die
Vorspanneinrichtung, welche das Hülsenteil beaufschlagt, an
einem zweiten und stationären Gehäuseabschnitt abstützt.
Mit einer solchen Abstützung können die für eine gute
Abdichtung zwischen Hülsenteil und erstem Gehäuseabschnitt
notwendigen Kräfte gut aufgenommen werden.
Die Abdichtung kann zusätzlich auch dadurch verbessert
werden, dass das Hülsenteil eine umlaufende scharfe Kante
aufweist, mit der es an dem ersten Gehäuseabschnitt
anliegt.
Vorteilhafterweise ist in der Wand des Hülsenteils eine
Öffnung vorhanden, welche eine Zulauf-Strömungsdrossel für
den Steuerraum bildet. Eine solche Zulauf-Strömungsdrossel
ist in das Hülsenteil auf einfache Art und Weise und mit
höchster Präzision einbringbar.
Ferner ist es möglich, dass sich die Vorspanneinrichtung,
welche das Hülsenteil beaufschlagt, an einem Absatz der
Ausnehmung im Gehäuse abstützt. Da die Ausnehmung im
Gehäuse, in welcher das Ventilelement angeordnet ist, im
Allgemeinen sowieso als Stufenbohrung ausgebildet ist, kann
ein derartiger Absatz ohne großen Mehraufwand vorgesehen
werden.
Eine vorteilhafte Möglichkeit zur Ausgestaltung der
Vorspanneinrichtung für das Hülsenteil besteht darin, dass
die Vorspanneinrichtung eine Scheibenfeder mit einer
Öffnung umfasst, durch welche sich das Ventilelement
hindurcherstreckt. Derartige Scheibenfedern, welche
gegebenenfalls auch als Federpaket angeordnet werden
können, weisen eine sehr große Steifigkeit auf. Mit ihnen
können somit hohe Anpresskräfte zwischen dem Hülsenteil und
dem ersten Gehäuseabschnitt realisiert werden, was für die
gewünschte Abdichtung vorteilhaft ist. Darüber hinaus bauen
derartige Scheibenfedern sehr kompakt.
Bei einer Weiterbildung ist in der Scheibenfeder im Bereich
des radial äußeren Randes mindestens eine Ausnehmung
vorhanden. In diesem Fall kann der Raum, in dem die
Scheibenfeder angeordnet ist, auch für die Strömungsführung
des Kraftstoffes verwendet werden. Der Kraftstoff kann in
diesem Fall durch die Ausnehmung hindurchströmen.
Alternativ kann die Vorspanneinrichtung, welche das
Hülsenteil beaufschlagt, eine Federhülse umfassen. Eine
solche Federhülse hat im Allgemeinen die Form eines
Zylinders und ermöglicht eine Abstützung in einer axial vom
Hülsenteil entfernten Stelle.
Dabei wird bevorzugt, wenn in der Wand der Federhülse
mindestens eine Öffnung vorhanden ist. In diesem Fall kann
der Raum, in dem die Federhülse angeordnet ist, ebenfalls
als Strömungskanal für den Kraftstoff verwendet werden.
Besonders bevorzugt ist dabei, wenn in der Wand der
Federhülse eine Zulauf-Strömungsdrossel vorhanden ist. Eine
derartige Öffnung mit einem bestimmten Querschnitt kann
leicht und preiswert in die Federhülse eingebracht werden,
ohne deren Steifigkeit oder Lebensdauer nachteilig zu
beeinflussen.
Möglich ist auch, dass die Vorspanneinrichtung, welche das
Hülsenteil beaufschlagt, ein Federelement mit einem
Stützabschnitt und mindestens zwei axial verlaufenden
Federabschnitten umfasst. Auch bei einem solchen
Federelement kann die Abstützung axial vom Hülsenteil
entfernt erfolgen. Da das Federelement einzelne
Federabschnitte umfasst, zwischen denen Zwischenräume
vorhanden sind, ist die Strömung durch den Raum, in dem das
Federelement angeordnet ist, nicht oder nur gering
beeinträchtigt.
Die Erfindung betrifft auch ein Kraftstoffsystem mit einer
Kraftstoff-Einspritzvorrichtung, welche den Kraftstoff
direkt in den Brennraum einer Brennkraftmaschine
einspritzt, mit mindestens einer Hochdruck-Kraftstoffpumpe,
und mit einer Kraftstoff-Sammelleitung, an die die
Kraftstoff-Einspritzvorrichtung angeschlossen ist.
Um bei einem solchen Kraftstoffsystem die Präzision der
durchgeführten Einspritzungen zu verbessern, wird
vorgeschlagen, dass die Kraftstoff-Einspritzvorrichtung
nach der oben genannten Art ausgebildet ist.
Ferner betrifft die Erfindung noch eine Brennkraftmaschine
mit mindestens einem Brennraum, in den der Kraftstoff
direkt eingespritzt wird.
Um den Betrieb dieser Brennkraftmaschine im Hinblick auf
den Kraftstoffverbrauch und die Emissionen zu optimieren,
wird vorgeschlagen, dass die Brennkraftmaschine ein
Kraftstoffsystem der oben genannten Art aufweist. Da mit
diesem Kraftstoffsystem die Zumessung des Kraftstoffs in
den Brennraum sehr präzise erfolgt, können die Emissionen
niedrig und der Kraftstoffverbrauch gering gehalten werden.
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung unter
Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung im Detail
erläutert. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 einen teilweisen Längsschnitt durch ein erstes
Ausführungsbeispiel einer Kraftstoff-
Einspritzvorrichtung für Brennkraftmaschinen, mit
einer Vorspanneinrichtung für ein Hülsenteil;
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Vorspanneinrichtung vn
Fig. 1;
Fig. 3 einen teilweisen Längsschnitt durch einen Bereich
eines zweiten Ausführungsbeispiels einer
Kraftstoff-Einspritzvorrichtung für
Brennkraftmaschinen, mit einer
Vorspanneinrichtung für ein Hülsenteil;
Fig. 4 eine perspektivische Darstellung der
Vorspanneinrichtung von Fig. 3;
Fig. 5 eine Abwandlung der Vorspanneinrichtung von Fig.
4;
Fig. 6 eine Ansicht ähnlich Fig. 1 eines dritten
Ausführungsbeispiels einer Kraftstoff-
Einspritzvorrichtung für Brennkraftmaschinen, mit
einer Vorspanneinrichtung für ein Hülsenteil;
Fig. 7 eine perspektivische Darstellung der
Vorspanneinrichtung von Fig. 6; und
Fig. 8 eine Prinzipdarstellung einer Brennkraftmaschine
mit einem Kraftstoffsystem und mehreren
Kraftstoff-Einspritzvorrichtungen entsprechend
Fig. 1.
In Fig. 1 trägt eine Kraftstoff-Einspritzvorrichtung
insgesamt das Bezugszeichen 10. Bei ihr handelt es sich um
einen Common-Rail-Injektor, welcher für die direkte
Einspritzung hochverdichteten Kraftstoffs in den Brennraum
einer Brennkraftmaschine verwendet wird. Der Injektor 10
umfasst ein mehrteiliges Gehäuse 12. Das Gehäuse 12 umfasst
einen Düsenkörper 14 und eine Zwischenscheibe 16. Der
Düsenkörper 14 und die Zwischenscheibe 16 sind über eine in
der Zeichnung nicht dargestellte Düsenspannmutter
gegeneinander verspannt.
Das in Fig. 1 untere Ende des Düsenkörpers 14 ist als
Einspritz-Ende 18 ausgebildet. Im Düsenkörper 14 verläuft
in dessen Längsrichtung eine Ausnehmung 20. Diese hat die
Form einer Stufenbohrung und endet im Einspritz-Ende 18. Am
Einspritz-Ende 18 sind mehrere über den Umfang des
Einspritz-Endes 18 verteilt angeordnete Kraftstoff-
Austrittsöffnungen 22 vorhanden. In der Ausnehmung 20 im
Düsenkörper 14 ist ein Ventilelemnet 24 angeordnet. Bei ihm
handelt es sich um eine Ventilnadel, welche koaxial zur
Ausnehmung 20 verläuft und axial beweglich ist. Die
Ventilnadel 24 arbeitet mit einem Ventilsitz (ohne
Bezugszeichen) im Bereich des Einspritz-Endes 18 zusammen.
Die Ventilnadel 24 weist mehrere Abschnitte mit
unterschiedlichem Durchmesser auf: Zwischen einem Abschnitt
26 mit kleinerem Durchmesser und einem Abschnitt 28 mit
größerem Durchmesser ist eine schräge Druckfläche 30
vorhanden. Oberhalb des Abschnitts 28 ist ein Abschnitt 32
vorhanden, der kleineren Durchmesser hat als der Abschnitt
28. Oberhalb des Abschnitts 32 wiederum weist die
Ventilnadel 24 einen Endabschnitt 34 auf, dessen
Durchmesser etwas größer ist als der des Abschnitts 32. Der
Endabschnitt 34 wird axial nach oben durch eine Druckfläche
36 begrenzt.
Die Druckfläche 36 begrenzt wiederum axial einen Steuerraum
38. Radial wird der Steuerraum 38 durch ein Hülsenteil 40
begrenzt, welches sich nach unten bis etwa auf Höhe des
Übergangs zwischen dem Endabschnitt 34 und dem Abschnitt 32
der Ventilnadel 24 erstreckt. Der Endabschnitt 34 ist in
dem Hülsenteil 40 dicht geführt. Der obere Rand des
Hülsenteils 40 weist eine konische Schräge auf, so dass
eine schneidenartige Beißkante 44 gebildet wird, mit
welcher das Hülsenteil 40 an der Zwischenscheibe 16
anliegt. Die Zwischenscheibe 16 begrenzt den Steuerraum 38
nach oben.
Unterhalb des Hülsenteils 40 ist eine Zwischenscheibe 42
angeordnet, durch deren Öffnung der Abschnitt 32 der
Ventilnadel 24 mit etwas Spiel hindurchtritt. Die
Zwischenscheibe wird von einer ringförmigen Scheibenfeder
46 nach oben beaufschlagt. Mit ihrem radial äußeren Rand
stützt sich die Scheibenfeder 46 an einem Absatz 48 der
Ausnehmung 20 ab. Der Abschnitt 32 der Ventilnadel 24 tritt
durch eine mittige Öffnung 47 der Scheibenfeder 46
hindurch.
An der Scheibenfeder 46 wiederum stützt sich eine
Schrauben-Druckfeder 50 ab. Die Schrauben-Druckfeder 50 ist
koaxial zur Ventilnadel 24 angeordnet. Nach unten hin
stützt sich die Schrauben-Druckfeder 50 an einem Ringkragen
52 einer Führungshülse 54 ab. Die Scheibenfeder 46 und die
Schrauben-Druckfeder 50 sind Teil einer
Beaufschlagungseinrichtung 55. Der Innendurchmesser der
Führungshülse 54 ist etwas kleiner als der Außendurchmesser
des Abschnitts 28 der Ventilnadel 24. Die Führungshülse 54
stützt sich daher an dem zwischen dem Abschnitt 28 und dem
Abschnitt 32 der Ventilnadel 24 gebildeten Absatz ab.
Zwischen dem Hülsenteil 40, der Zwischenscheibe 42 und der
Führungshülse 54 einerseits und der Wand der Ausnehmung 20
im Düsenkörper 14 andererseits ist ein Ringraum 56
vorhanden. Dieser ist über einen Strömungskanal 58 mit
einer Hochdruck-Sammelleitung 60 verbunden. In die Wand des
Hülsenteils 40 ist in deren oberen Bereich eine Bohrung
eingebracht, welche eine Zulauf-Drossel 62 bildet.
In der Zwischenscheibe 16 ist in deren radialer Mitte eine
Durchgangsbohrung 64 vorhanden, welche einen Abschnitt mit
einem geringen Durchmesser aufweist, der eine Ablauf-
Drossel 66 bildet. Der Durchmesser der Zulauf-Drossel 62
ist kleiner als jener der Ablauf-Drossel 66. Über die
Durchgangsbohrung 64 mit der Ablauf-Drossel 66 ist der
Steuerraum 38 mit einem Schaltventil 68 verbunden. Dieses
ist auslassseitig wiederum an einen Niederdruckbereich
(ohne Bezugszeichen) angeschlossen.
Der Ringraum 56 ist durch axiale Kanäle im Düsenkörper 14,
welche in die Wand der Ausnehmung 20 eingebracht sind, mit
einem ringförmigen Druckraum 70 verbunden, welcher in der
Ausnehmung 20 auf Höhe der Druckfläche 30 vorhanden ist.
Vom Druckraum 70 führt ein weiterer Ringraum 72, bei
geöffneter Ventilnadel 24, bis zu den Kraftstoff-
Austrittsöffnungen 22. In den äußeren Rand der
Scheibenfeder 46 sind über den Umfang verteilt mehrere
halbkreisförmige Ausnehmungen 74 eingebracht. Durch diese
ist der Bereich des Ringraums 56 oberhalb der Scheibenfeder
46 mit dem Bereich unterhalb der Scheibenfeder 46
verbunden. Zur Ausbildung der Ausnehmungen 74 in der
Scheibenfeder 46 wird auf Fig. 2 verwiesen.
Der in Fig. 1 dargestellte Injektor 10 arbeitet
folgendermaßen:
Bei geschlossenem Injektor 10 ist das Schaltventil 68 geschlossen. In diesem Fall herrscht im Steuerraum 38 der volle Systemdruck, welcher auch in der Hochdruck- Sammelleitung 60, im Strömungskanal 58, in der Zulauf- Drossel 62 und im Ringraum 56 herrscht. Dieser Druck wirkt auf die Druckfläche 36 am oberen Ende der Ventilnadel 24. Hierdurch und durch die Wirkung der Schrauben-Druckfeder 50 wird die Ventilnadel 24 gegen das Einspritzende 18 des Düsenkörpers 14 gedrückt. Die Kraftstoff-Austrittsöffnungen 22 sind somit vom Ringraum 72 getrennt, so dass kein Kraftstoff austreten kann.
Bei geschlossenem Injektor 10 ist das Schaltventil 68 geschlossen. In diesem Fall herrscht im Steuerraum 38 der volle Systemdruck, welcher auch in der Hochdruck- Sammelleitung 60, im Strömungskanal 58, in der Zulauf- Drossel 62 und im Ringraum 56 herrscht. Dieser Druck wirkt auf die Druckfläche 36 am oberen Ende der Ventilnadel 24. Hierdurch und durch die Wirkung der Schrauben-Druckfeder 50 wird die Ventilnadel 24 gegen das Einspritzende 18 des Düsenkörpers 14 gedrückt. Die Kraftstoff-Austrittsöffnungen 22 sind somit vom Ringraum 72 getrennt, so dass kein Kraftstoff austreten kann.
Um mit dem Injektor 10 eine Einspritzung durchzuführen,
wird das Schaltventil 68 geöffnet. Da der Durchmesser der
Ablauf-Drossel 66 größer ist als jener der Zulauf-Drossel
62, strömt mehr Kraftstoff aus dem Steuerraum 38 zum
Niederdruckbereich ab als durch die Zulauf-Drossel 62
wieder zuströmt. Somit sinkt der Druck im Steuerraum 38.
Gleichzeitig liegt im Druckraum 70 der volle Systemdruck an
und wirkt auf die Druckfläche 30 an der Ventilnadel 24.
Wenn die entsprechende resultierende Kraft an der
Druckfläche 30 die Schließkraft durch die Schrauben-
Druckfeder 50 und die von der Druckfläche 36 ausgehende
Kraft übersteigt, hebt die Ventilnadel 14 vom Ventilsitz im
Bereich des Einspritz-Endes 18 ab und gibt die Kraftstoff-
Austrittsöffnungen 22 frei.
Um eine Einspritzung zu beenden, wird das Schaltventil 68
wieder geschlossen. Durch die Zulauf-Drossel 62 strömt
weiterhin Kraftstoff in den Steuerraum 38 zu, bis im
Steuerraum 38 der gleiche Druck herrscht wie im Ringraum 56
und an allen anderen Stellen innerhalb des Injektors 10.
Durch den Druck auf die Druckfläche 36 der Ventilnadel 24
und aufgrund der Kraft, welche von der Schrauben-Druckfeder
50 auf die Ventilnadel 24 ausgeübt wird, wird die
Ventilnadel 24 wieder in Richtung auf das Einspritz-Ende 18
bewegt und die Verbindung zwischen den Kraftstoff-
Austrittsöffnungen 22 und dem Ringraum 72 unterbrochen.
Damit der Schließzeitpunkt der Ventilnadel 24 möglichst
exakt dem gewünschten Wert entspricht, muss der
Druckverlauf im Steuerraum 38 ebenfalls möglichst exakt dem
gewünschten Verlauf entsprechen. Der gewünschte Verlauf
wird wiederum durch eine exakte Dimensionierung einerseits
der Zulauf-Drossel 62 und andererseits der Ablauf-Drossel
66 beeinflusst.
Um zu verhindern, dass Kraftstoff vom Ringraum 56 durch
einen Spalt zwischen dem Hülsenteil 40 und der
Zwischenscheibe 16 in den Steuerraum 38 gelangt (dies
entspräche einem größeren Durchmesser der Zulaufdrossel
62), ist die Scheibenfeder 46 sehr steif ausgebildet.
Hierdurch wird die Beißkante 44 mit sehr hoher Anpresskraft
gegen die Wand der Zwischenscheibe 16 gedrückt, was eine
optimale Abdichtung schafft. Gleichzeitig ist die
Schrauben-Druckfeder 50 jedoch so weich, dass der
Öffnungsvorgang der Ventilnadel 24 nicht beeinträchtigt
wird.
In Fig. 3 ist ein zweites Ausführungsbeispiel eines
Injektors 10 dargestellt. Solche Teile, welche
funktionsäquivalent sind zu Teilen, die bereits im
Zusammenhang mit den Fig. 1 und 2 beschrieben worden sind,
tragen die gleichen Bezugszeichen. Auf sie wird nicht
nochmals im Detail eingegangen.
Die wesentlichen Unterschiede betreffen die Ausgestaltung
der Vorspanneinrichtung, welche das Hülsenteil 40 gegen die
Zwischenscheibe 16 beaufschlagt. Anstelle einer
Scheibenfeder ist bei dem in Fig. 3 dargestellten Injektor
eine Federhülse 46 vorgesehen. Diese besteht im
Wesentlichen aus einem Hohlzylinder (vgl. Fig. 4), in
dessen Wand in azimutaler Richtung längliche Öffnungen 74
vorhanden sind.
Der obere Rand der Federhülse 46 stützt sich an der
Zwischenscheibe 42 ab. Der untere Rand der Federhülse 46
stützt sich an einem Absatz 76 ab, welcher zwischen einem
Bereich 78 der Ausnehmung 20 mit größerem Durchmesser und
einem Bereich 80 der Ausnehmung 20 mit kleinerem
Durchmesser gebildet ist. Durch die Ausnehmungen 74 in der
Federhülse 46 kann Krafttoff hindurchtreten.
Eine Variante einer solchen Federhülse ist in Fig. 5
dargestellt. Diese Federhülse 46 weist nur eine einzige
Öffnung in ihrer Wand auf, welche eine Zulauf-Drossel 62
bildet. Ferner sind bei dieser Federhülse 46 zwei relativ
steife Abschnitte 82 und 84 vorhanden, zwischen denen ein
in Ziehharmonikaform ausgebildeter Federabschnitt 86
angeordnet ist.
In Fig. 6 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines
Injektors 10 dargestellt. Auch hier gilt, dass solche
Teile, welche äquivalente Funktionen zu Teilen aufweisen,
die im Zusammenhang mit den Fig. 1-5 beschrieben wurden,
die gleichen Bezugszeichen tragen und hier nicht nochmals
im Detail erläutert sind.
Im Unterschied zu dem in Fig. 1 dargestellten Injektor 10
ist bei dem in Fig. 6 dargestellten Injektor 10 anstelle
einer Scheibenfeder ein Federelement 46 vorgesehen. Dieses
weist einen ringförmigen Stützabschnitt 88 auf, an den zwei
axial verlaufende Federabschnitte 90 angeformt sind. In die
Federabschnitte 90 ist im Bereich ihres in Fig. 6 unteren
Endes, jedoch etwas von diesem beabstandet, jeweils eine
halbkreisförmige Ausbuchtung 92 eingebogen (vgl. auch Fig.
7), die jeweils eine Biegefeder bildet.
In Fig. 8 ist schematisch eine Brennkraftmaschine 94
dargestellt. Sie umfasst ein Kraftstoffsystem 96. Dieses
weist wiederum einen Kraftstoffbehälter 98 auf, aus dem
eine elektrische Niederdruck-Kraftstoffpumpe 100 den
Kraftstoff zu einer motorgetriebenen Hochdruckpumpe 102
fördert. Von dieser gelangt der Kraftstoff in eine
Kraftstoff-Sammelleitung 104, welche gemeinhin auch als
"Rail" bezeichnet wird. An die Kraftstoff-Sammelleitung 104
sind mehrere Injektoren 10 angeschlossen, die entsprechend
Fig. 1, Fig. 3 oder Fig. 6 ausgebildet sind. Die Injektoren
10 spritzen jeweils den Kraftstoff (Diesel oder Benzin)
direkt in Brennräume 106 ein.
Es sei noch darauf hingewiesen, dass die Begriffe "oben"
und "unten" in der obigen Beschreibung sich ausschließlich
auf die Figuren beziehen. Grundsätzlich kann die
Vorrichtung 10 auch in einer anderen Lage als der in den
Figuren dargestellten angeordnet werden.
Claims (13)
1. Kraftstoff-Einspritzvorrichtung (10) für
Brennkraftmaschinen (94), insbesondere Common-Rail-
Injektor, mit einem Gehäuse (12) mit einem Einspritz-Ende
(18), mit einer in dem Gehäuse (12) verlaufenden Ausnehmung
(20), mit mindestens einem axial beweglichen Ventilelement
(24), das in der Ausnehmung (20) angeordnet ist, mit einem
Ventilsitz zusammenarbeitet und eine vom Einspritz-Ende
(18) abgewandte Druckfläche (36) aufweist, welche einen
Steuerraum (38) axial begrenzt, mit einem Hülsenteil (40),
welches den Steuerraum radial begrenzt, und mit mindestens
einer Einrichtung (55), welche das Hülsenteil (40) gegen
einen ersten Gehäuseabschnitt (16) und das Ventilelement
(24) in Richtung auf das Einspritz-Ende (18) beaufschlagt,
dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (55) separate
Vorspanneinrichtungen (46, 50) umfasst, wobei jeweils eine
Vorspanneinrichtung (50) das Ventilelement (24) und eine
andere Vorspanneinrichtung (46) das Hülsenteil (40)
beaufschlagt.
2. Kraftstoff-Einspritzvorrichtung (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass sich die Vorspanneinrichtung
(46), welche das Hülsenteil (40) beaufschlagt, an einem
zweiten und stationären Gehäuseabschnitt (14) abstützt.
3. Kraftstoff-Einspritzvorrichtung (10) nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich
die Vorspanneinrichtung (46), welche das Hülsenteil (40)
beaufschlagt, an einem Absatz (48) der Ausnehmung (20) im
Gehäuse (12) abstützt.
4. Kraftstoff-Einspritzvorrichtung (10) nach einem der
Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das
Hülsenteil (40) eine umlaufende scharfe Kante (44)
aufweist, mit der es an dem ersten Gehäuseabschnitt (16)
anliegt.
5. Kraftstoff-Einspritzvorrichtung (10) nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in
der Wand des Hülsenteils (40) eine Öffnung vorhanden ist,
welche eine Zulauf-Strömungsdrossel (62) für den Steuerraum
(38) bildet.
6. Kraftstoff-Einspritzvorrichtung (10) nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die
Vorspanneinrichtung, welche das Hülsenteil (40)
beaufschlagt, eine Scheibenfeder (46) mit einer Öffnung
umfasst, durch welche sich das Ventilelement (24)
hindurcherstreckt.
7. Kraftstoff-Einspritzvorrichtung (10) nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass in der Scheibenfeder (46) im
Bereich des radial äußeren Randes mindestens eine
Ausnehmung (74) vorhanden ist.
8. Kraftstoff-Einspritzvorrichtung (10) nach einem der
Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die
Vorspanneinrichtung, welche das Hülsenteil (40)
beaufschlagt, eine Federhülse (46) umfasst.
9. Kraftstoff-Einspritzvorrichtung (10) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass in der Wand der Federhülse
(46) mindestens eine Öffnung (74) vorhanden ist.
10. Kraftstoff-Einspritzvorrichtung (10) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass in der Wand der Federhülse
(46) eine Zulauf-Strömungsdrossel (62) vorhanden ist.
11. Kraftstoff-Einspritzvorrichtung (10) nach einem der
Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die
Vorspanneinrichtung, welche das Hülsenteil (40)
beaufschlagt, ein Federelement (46) mit einem
Stützabschnitt (88) und mindestens zwei axial verlaufenden
Federabschnitten (90) umfasst.
12. Kraftstoffsystem (96) mit einem Kraftstoffbehälter
(98), mit mindestens einer Kraftstoff-Einspritzvorrichtung
(10), welche den Kraftstoff direkt in den Brennraum (106)
einer Brennkraftmaschine (94) einspritzt, mit mindestens
einer Hochdruck-Kraftstoffpumpe (102), und mit einer
Kraftstoff-Sammelleitung (104), an die die Kraftstoff-
Einspritzvorrichtung (10) angeschlossen ist, dadurch
gekennzeichnet, dass die Kraftstoff-Einspritzvorrichtung
(10) nach einem der Ansprüche 1 bis 11 ausgebildet ist.
13. Brennkraftmaschine (94) mit mindestens einem Brennraum
(106), in den der Kraftstoff direkt eingespritzt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Kraftstoffsystem (96)
nach Anspruch 12 aufweist.
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