DE10135511C1 - Vorrichtung und Verfahren zum Verstellen von Komponenten eines optischen oder mechanischen Systems - Google Patents
Vorrichtung und Verfahren zum Verstellen von Komponenten eines optischen oder mechanischen SystemsInfo
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Abstract
Der Erfindung liegt eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Verstellen von Komponenten (2) eines optischen oder mechanischen Systems (1; 20) zugrunde, wobei die Komponenten (2) eine Verstelleinrichtung (3) aufweisen. Ein elektrischer Stellmotor (5) ist an die Verstelleinrichtung (3) der Komponenten (2) ankoppelbar. Ein elektrischer Generator (8) wird oder ist mit dem Stellmotor (5) elektrisch verbunden. Mit Hilfe eines Bedienelements (9) kann der Generator (8) manuell bedient werden, wodurch eine Verstellung der Komponente (2) bewirkt wird. Dadurch können mit einfachen, kostengünstigen Mitteln und ohne äußere elektrische Spannungsversorgung die Komponenten (2) schnell und bequem eingestellt oder justiert werden.
Description
Der Erfindung liegt eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Verstellen von
Komponenten eines optischen oder mechanischen Systems zugrunde, wobei die
Komponenten eine Verstelleinrichtung aufweisen.
In jedem optischen System wie z. B. einem Mikroskop oder einem optischen
Meß- oder Inspektionssystem gibt es eine Vielzahl von Komponenten, die
insbesondere zum Zweck der Lichtstrahlführung verstellbar oder justierbar sind.
Solche Komponenten sind optische und mechanische Elemente wie z. B.
einzelne Linsen, Linsengruppen, Prismen, Spiegel, optische Filter, Lichtleiter,
Lampen oder auch Spalte, Blenden, Objektivrevolver, Kamerahalterungen oder
Mikroskoptische. Alle Komponenten müssen zueinander ausgerichtet sein, um
einen entsprechenden Strahlengang und damit auch eine entsprechende
optische Leistung des optischen Systems zu gewährleisten. Deshalb ist
normalerweise eine Justierung der Komponenten vor Inbetriebnahme des
optischen Systems erforderlich, die je nach Komponente sehr präzise erfolgen
muss. Aber auch während des Betriebs kann nach bestimmten Betriebsdauern
eine Nachjustierung erforderlich sein.
Im allgemeinen erfolgt die Justierung durch manuelle Bedienung direkt an den zu
justierenden Komponenten. Die Komponenten sind gegenüber ihrer Befestigung
mechanisch verschiebbar oder/und drehbar gelagert. Die Längsverschiebung
oder die Drehbewegung der Komponente kann im einfachsten Fall mit Hilfe von
geradlinigen oder gebogenen Langlöchern durch Gleiten erfolgen. Bei hohen
Anforderungen werden entsprechend präzise Führungsschienen,
Drehvorrichtungen oder präzise Kugellager verwendet. Mechanische
Werkzeuge, die gegebenenfalls speziell für die Justierung bestimmter
Baugruppen hergestellt sind, werden direkt an die Komponenten angesetzt und
diese in ihrer räumlichen Position und/oder in ihrer Drehlage verstellt.
Im Falle eines Mikroskops als optischem System kann die Justierung während
der Montage einerseits mittels einfacher Sichtkontrolle der Komponente erfolgen.
Meistens wird aber die Justierung unter Betriebsbedingungen am Mikroskop
vorgenommen. Durch Einblick in das Okular des Mikroskops wird ein Objekt
unter dem Mikroskop laufend beobachtet. Oder das Objekt wird von einer auf
dem Mikroskop montierten elektronischen Kamera aufgenommen und sein Bild
auf einem Monitor online beobachtet. Zugleich wird die betreffende Komponente
mit Justierwerkzeugen manuell eingestellt.
Der oftmals eingeschränkte Zugang zu den Komponenten macht allerdings den
Justiervorgang umständlich und unbequem. Vor allem wenn die einzelnen
Komponenten von einander räumlich weit entfernt liegen, ist die Justierung
beschwerlich, da z. B. der Tubus des Mikroskops nicht eingesehen werden kann
oder der Monitor jeweils entsprechend gedreht werden muss, um ihn während
der Justiereinstellung beobachten zu können. Diese Vorgehensweise ist zudem
zeitaufwendig.
Ähnliches gilt auch für die Verstellung von Komponenten für andere Zwecke, die
nicht der Justierung dienen, sondern mit denen Parameter des Mikroskops
während des Betriebs verändert werden können. Je nach Mikroskopmodus oder
Anforderung durch die Beobachtungs- oder Messaufgabe sollen die optische
Elemente oder mechanische Baugruppen mechanisch verstellt werden, um für
den jeweiligen Mikroskopmodus optimal angeordnet zu sein. Beispielsweise ist
die Lage von Blenden, Filtern oder Spiegeln im Strahlengang zu verändern, das
Offset-Linsensystem eines Autofokus-Systems zwecks Wahl der Fokusebene zu
verstellen, oder es ist die Breite von Spalten oder die Ausrichtung der
Beleuchtung zu verändern, um eine Optimierung des Mikroskops oder des Meß-
oder Inspektionssystems für eine spezielle Aufgabe zu erreichen. Sofern diese
Verstellungen nicht automatisiert sind, muss der Benutzer die Verstellungen
direkt an den Baugruppen selbst vornehmen. Auch in diesem Fall sind aufgrund
des Gesamtaufbaus des Mikroskops nicht alle Baugruppen gleich gut erreichbar
und die Einstellungen sind nicht immer ergonomisch durchführbar.
Insbesondere liegen bei größeren mechanischen oder optischen Aufbauten wie
z. B. bei Mess- und Inspektionsgeräten für die Halbleiterindustrie zum
Untersuchen von Wafern mechanische und optische Baugruppen oft weit
auseinander und sind für eine Verstellung während des Betriebs oder für eine
Justierung nur schwer erreichbar. Solche Mess- und Inspektionsgeräte enthalten
neben optischen Baugruppen auch eine Vielzahl rein mechanischer Baugruppen
wie eine Eingangsstation für Kassetten, die mit zu untersuchenden Wafern oder
Masken bestückt sind, und Vorrichtungen zur Entnahme der einzelnen Wafer
oder Masken aus den Kassetten und zu deren Transport zum Mikroskoptisch.
Diese mechanischen Handlingsysteme und auch eventuelle elektronische oder
optoelektronische Kontrollelemente müssen für eine präzise Funktion
mechanisch entsprechend gut justiert sein. Hierbei ist der Zugang zu den zu
justierenden oder zu verstellenden Komponenten und deren Bedienbarkeit für
eine kontrollierte Einstellung aufgrund der großen Gesamtanordnung der Geräte
besonders schwierig.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung und ein Verfahren zum
Verstellen von Komponenten eines optischen oder mechanischen Systems
anzugeben, mit denen die Komponenten schnell und von der Bedienung her
leicht, bequem und kontrollierbar verstellt werden können und zudem die
Vorrichtung kostengünstig ist.
Die Aufgabe wird durch eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art gelöst
durch
- - mindestens einen elektrischen Stellmotor (5), der an der Verstelleinrichtung (3) der Komponenten (2) vorgesehen ist, und
- - mindestens einen elektrischen Generator (8), wobei mit der im Generator (8) erzeugten elektrischen Energie der Stellmotor (5) antreibbar ist.
Die Aufgabe wird zudem durch das Kennzeichen des Verfahrensanspruchs 11
gelöst.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung und dem erfindungsgemäßen Verfahren
ist eine Ferneinstellung oder eine Fernjustage von mechanischen und optischen
Komponenten eines optischen oder mechanischen Systems möglich.
In einer ersten Ausführung wird der elektrische Stellmotor lösbar mit der zu
verstellenden Komponente verbunden. Die Ankopplung des Stellmotors an die
Komponente kann direkt durch die Antriebswelle des Stellmotors erfolgen. Dabei
weist das Ende der Antriebswelle eine bestimmte Form auf oder es ist ein
Formstück auf der Antriebswelle angebracht und das passende Gegenstück ist
in der zu verstellenden Komponente integriert. Dadurch ist der Stellmotor auf die
Komponente aufsteckbar und kann nach dem Verstellen der Komponente wieder
von dieser durch Abziehen gelöst werden. Somit wird ein schnelles, einfaches
und leichtes Ankoppeln des Stellmotors an die Komponente und ebenso
Abkoppeln von der Komponente ermöglicht.
Selbstverständlich kann an der Antriebswelle des Stellmotors oder an der
Komponente ein Getriebe vorgesehen sein, so dass die An- und Abkopplung von
Stellmotor und Komponente über das Getriebe erfolgt.
Der Stellmotor wird mit einem elektrischen Generator mit Hilfe von flexiblen
elektrischen Leitungen verbunden. Die elektrischen Leitungen sind
vorteilhafterweise am Stellmotor oder/und am Generator steckbar
anzuschließen und ihre Länge kann vom Benutzer gewählt werden. Natürlich
kann die elektrische Verbindungsleitung am Stellmotor oder/und Generator
auch fest angebracht sein, wodurch sich eine maximale Entfernung zwischen
Stellmotor und Generator ergibt. Diese durch die Leitungslänge bedingte
Entfernung ist auf die Größe des optischen oder mechanischen Systems
abgestimmt, so dass alle einzustellenden Komponenten bequem erreichbar sind.
Mit Hilfe des elektrischen Generators wird elektrische Energie erzeugt und damit
der Stellmotor angetrieben. Der elektrische Generator kann ein elektrischer
Motor sein, der im Generatorbetrieb betrieben wird. Mit Hilfe eines
Bedienelements, z. B. eines auf der Achse des Generators aufgesteckten
Drehknopfes, kann ein Benutzer den Generator bedienen. Gegebenfalls kann
ein entsprechendes Getriebe dazwischengeschaltet sein. Beim Betätigen des
Drehknopfes wird im Generator eine Spannung erzeugt und es kann ein Strom
über die elektrischen Leitungen durch den Stellmotor fließen. Der Stellmotor
bewegt die mit ihr verbundene Komponente. Je nach dem in welche Richtung
der Generator gedreht wird, dreht sich der Stellmotor vorwärts oder rückwärts
und bewegt dadurch die Komponente in eine Richtung oder zurück. Somit wird
eine manuell ausgeführte Bewegung am Generator auf die entfernt liegende
Komponente übertragen, so dass diese in ihrer räumlichen Position oder in ihrer
Winkellage verstellt werden kann. Anstelle einer mit einem Werkzeugschlüssel
direkt an der Komponente durchgeführten mechanischen Verstellung wird die
Komponente also per Fernsteuerung über die Zwischenschaltung der
erfindungsgemäßen Vorrichtung verstellt oder justiert.
Da beim Betätigen des Generators durch den Benutzer elektrische Energie
erzeugt wird, die für die Bewegung des Stellmotors sorgt, ist die Verstellung der
Komponente im optischen oder mechanischen System unabhängig von einer
elektrischen Energiezufuhr von außen. Es ist also kein Stromanschluss, Netzteil
oder sonstige Stromversorgung mittels einer elektronischen Schaltung oder
Batterie notwendig. Somit besitzt die erfindungsgemäße Vorrichtung den
zusätzlichen Vorteil, dass sie netz- und energieunabhängig ist.
Der Generator - gegebenenfalls mit einem angeschlossenen oder integrierten
Getriebe - kann in einem als Steuerpult dienenden ortsveränderlichen Gehäuse
montiert sein. Das Steuerpult kann aufgrund der flexiblen elektrischen Leitungen
zwischen Generator und Stellmotor leicht an für den Benutzer bequem zu
bedienende Stellen gebracht werden. Ist z. B. während der Verstellung der
Komponente ein Einblick in ein Mikroskop notwendig, um die aus der Verstellung
resultierenden optischen Änderungen beobachten zu können, so kann das
Steuerpult neben das Mikroskop in günstiger Reichweite für die Bedienung
gestellt werden. Ist der Benutzer ein Linkshänder, so kann er das Steuerpult auf
die linke Seite des Mikroskops stellen.
Sollen andererseits die Ergebnisse der Verstellung der Komponente auf einem
Monitor verfolgt werden, so kann das Steuerpult in die Nähe des Monitors
gestellt werden. Der Benutzer kann unter ständiger Beobachtung der
Monitordarstellung eine Verstellung oder Justierung der Komponente
vornehmen. Auf dem Monitor können sowohl Bildaufnahmen von Objekten unter
dem Mikroskop oder anderweitige eingespiegelte Bilder als auch
Messergebnisse in Zahlenform oder als Graphik dargestellt sein, die auf eine
bestimmte Einstellung der Komponente schließen lassen.
Auf diese Weise kann z. B. die Beleuchtungseinrichtung des Mikroskops justiert
werden. Da die Beleuchtungseinrichtung aus Temperaturgründen meistens an
der Rückseite des Mikroskops angebracht ist, erleichtert die erfindungsgemäße
Vorrichtung den Justiervorgang der Beleuchtungseinrichtung erheblich. Durch
Betrachten eines Objekts unter dem Mikroskop über das Mikroskopokular oder
über einen Monitor kann die Justierung der Beleuchtungseinrichtung
ferngesteuert und somit ohne Mühe und ohne eventuelle Hilfe durch eine weitere
Person vorgenommen werden. Es braucht vorher nur der Stellmotor an eine
entsprechend dafür vorgesehene Verstelleinrichtung an der
Beleuchtungseinrichtung angekoppelt und mit dem Steuerpult elektrisch
verbunden zu werden. Die Justierung der Komponente kann also konzentriert
und präzise und nur durch eine Person vorgenommen werden.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung können auf diese Art und Weise alle
einstellbaren Komponenten bedient werden. Der Stellmotor wird an die jeweilige
Komponente angekoppelt und durch Betätigen des Generators wird die
Komponente verstellt. Natürlich muss hierbei der Ankoppelmechanismus jeder
Komponente gleich sein, so dass der Stellmotor nacheinander an alle
Komponenten angekoppelt werden kann.
Die Komponenten enthalten eine Verstelleinrichtung, mit deren Hilfe sie verstellt
werden können. Der Verstellmechanismus kann dabei je nach Anforderung an
die Präzision oder die Art der Verstellung unterschiedlich ausgeprägt sein. Es
werden beispielsweise Gleitlager, Führungsschienen oder präzise Führungen mit
Kugellager verwendet. Die Verstellung kann linear in nur eine Richtung oder
auch in mehrere Richtungen erfolgen. Ebenso kann alleine oder zusätzlich eine
Winkelverstellung in einem oder mehreren Winkeln vorgesehen sein. Der
Stellmotor wird dabei entweder für jeden dieser Verstellungs-Freiheitsgrade
jeweils separat angekoppelt oder es existiert ein entsprechendes umschaltbares
Getriebe an der Komponente zum Umschalten für alle gegebenen
Freiheitsgrade, so dass der Stellmotor nur einmal angekoppelt werden muss.
Alternativ dazu können auch mehrere Stellmotore für die Freiheitsgrade
gleichzeitig ankoppelbar sein, wie es weiter unten näher erläutert wird.
Zusätzlich zu den leichteren Justiermöglichkeiten kann die erfindungsgemäße
Vorrichtung und das zugehörige Verfahren auch während des normalen
Einsatzes des optischen Systems für eine gezielte Verstellung einer Komponente
genutzt werden. Bestimmte optische Inspektions- oder Messaufgaben können
besser und genauer durchgeführt werden. Es ist beispielsweise möglich, die
Beleuchtungseinrichtung eines Mikroskops gezielt zu verstellen, um spezielle
Beleuchtungseffekte zu erzeugen. Auf diese Weise kann eine schiefe
Ausleuchtung eines Objektes (Teilpupillenausleuchtung) eingestellt werden.
Oder die Beleuchtung kann bei sehr genauen Beobachtungen oder Messungen
mit dem Mikroskop je nach Mikroskopmodus (z. B. Hellfeld- oder
Dunkelfeldbeleuchtung) durch eine jeweilige veränderte Einstellung der
Beleuchtungseinrichtung verfeinert und optimiert werden.
Für derartige Zwecke der Verstellung von Komponenten für verschiedene
Untersuchungsarten kann es zweckdienlich sein, anstelle der ortsveränderlichen
Variante des Generators diesen in ein bereits vorhandenes Gehäuse ortsfest
einzubauen, beispielsweise in das Mikroskopgehäuse oder in das Gehäuse
eines anderen vorhandenen Bedienelementes. Dies ist eine zweite
Ausführungsvariante des Erfindungsgegenstandes, in der natürlich auch der
Stellmotor mit der zu verstellenden Komponente fest eingebaut werden kann.
Dadurch ist die Komponente jederzeit nachjustierbar oder kann für bestimmte
Untersuchungsvarianten verändert eingestellt werden, ohne dass Maßnahmen
für eine Ankopplung des Stellmotors notwendig sind.
Selbstverständlich können bei dieser Variante des Erfindungsgegenstandes alle
zu verändernden oder zu justierenden Komponenten jeweils mit einem
Stellmotor versehen und mit einem Generator fest verbunden werden. Die
Komponenten sind in diesem Fall jede für sich stets veränderbar. Eine
zusätzliche Vorrichtung zum Abdecken oder zum Arretieren der Generator-
Bedienelemente verhindert ein versehentliches Betätigen der Generatoren und
bewirkt eine fixierte Komponenteneinstellung. Ein elektrischer Schalter zur
Unterbrechung der Stromkreise zwischen den Generatoren und Stellmotoren
kann dafür auch dienen.
In einer weiteren Ausgestaltung werden mehrere Komponenten mit den
entsprechenden Stellmotoren aber mit nur einem Generator angesteuert und
verstellt. Hierzu ist eine Umschaltvorrichtung notwendig, die den Generator mit
dem jeweiligen Stellmotor und der zugehörigen Komponente verbindet. Im
einfachsten Fall kann die Umschaltvorrichtung aus mehreren einzelnen
elektrischen Schaltern bestehen. Es kann auch ein Mehrfachschalter eingesetzt
werden, mit dem die elektrische Verbindung zwischen dem anzuwählendem
Stellmotor und dem Generator hergestellt werden kann, so dass der Benutzer
nur zwei Bedienelemente, den Mehrfachschalter und den Generator, für die
Einstellung mehrerer Komponenten benötigt.
In speziellen Fällen kann sogar der Generator mit zwei oder mehreren
Stellmotoren gleichzeitig verbunden sein, so dass die Stellmotore gleichzeitig
verfahren. Dadurch sind Bewegungen der Komponente in Raumdiagonalen
möglich. Außerdem ist die gleichzeitige Verstellung in mehreren Achsen für
bestimmte Verstelleinrichtungen (z. B. 3-Punkt-Verstellung) von Vorteil, wie in der
Figurenbeschreibung ausführlicher dargelegt wird.
Die Umschaltvorrichtung kann sowohl auf die im optischen oder mechanischen
System integrierte Variante der erfindungsgemäßen Vorrichtung als auch auf die
ortsveränderliche Variante angewandt werden. Bei der ortsveränderlichen
Variante ist die Umschaltvorrichtung zusammen mit dem Generator im
Steuerpult integriert und die Stellmotoren können einzeln an die zugehörigen
Komponenten angekoppelt werden. Sind hierbei mehrere Komponenten räumlich
nahe beieinander angeordnet, so ist es vorteilhaft, die Stellmotoren auf eine
Basisplatte zu montieren und dadurch mit nur einem Aufsteckvorgang alle
Stellmotoren gleichzeitig an die zugehörigen Komponenten anzukoppeln. Dies ist
zeitsparend und einfach durchzuführen und führt nicht zu Verwechslungen von
zugehörigen Stellmotoren und Komponenten, sofern diese nicht von vornherein
mit unterschiedlich kodierten Ankopplungselementen versehen sind.
Eine derartige Anordnung mehrerer Stellmotoren auf einer Basisplatte kann
beispielsweise für die bereits oben genannte Beleuchtungseinrichtung eingesetzt
werden. Innerhalb der Beleuchtungseinrichtung können mehrere Komponenten
unabhängig voneinander justiert oder verstellt werden. Diese Komponenten sind
Leuchtmittel (Halogenlampe, Entladungslampe, Laser etc.), Kondensor,
rückwärtiger Reflektor und gegebenenfalls mehrere Blenden. Es kann
vorgesehen sein, dass jede dieser Komponenten in verschiedene
Raumrichtungen oder/und Raumwinkel verstellbar ist. Dementsprechend
werden die Stellmotore auf der Basisplatte angeordnet und können dadurch mit
nur einem Handgriff an die Beleuchtungseinrichtung angekoppelt werden.
Hinsichtlich der Verschaltungsmöglichkeiten zwischen den Generatoren und
Stellmotoren kann ein Stellmotor auch mit zwei oder mehreren Generatoren
verbunden werden. Insbesondere wenn größere Verfahrwege gegeben sind
kann der eine Generator für eine Grobverstellung und ein anderer Generator für
die Feinverstellung der Komponente sorgen. Natürlich kann hierfür ein Generator
auch mit einem umschaltbaren Getriebe ausgestattet sein, um unterschiedlich
feine Einstellungen durchführen zu können.
Als weiterer Vorteil der Erfindung ist neben einer hohen Robustheit und
Ausfallsicherheit auch die sehr schnelle, einfache und direkte Bedienbarkeit zu
nennen. Im Gegensatz zu elektronisch und per Software gesteuerten
Komponenten wird keine Elektronik oder Software benötigt. Ein Öffnen einer
Vielzahl von Software-Menüs zum Finden und Einstellen des richtigen
Parameters entfällt.
Die Einfachheit, Kostengünstigkeit und vor allem auch die sehr verschiedenen
Einsatzmöglichkeiten der Erfindung drücken sich dadurch aus, dass keine
Motorsteuerung mit Spannungsversorgung, Regelkreis und Verstärker mit
Endstufe benötigt wird. Auch bei Stromausfall oder bei Nicht-Vorhandensein
einer Stromversorgung können die Komponenten verstellt werden. Dies kann bei
Sicherheitseinrichtungen relevant sein. So können Sicherheitsklappen, die bei
bestimmten Ereignissen schließen sollen, noch ferngesteuert bedient werden.
Auch Ventile für Druckluft und Vakuum oder Hydraulikventile können bei
Stromausfall noch bedient werden. Ebenso kann die Sollwertvorgabe bei
Regelventilen mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung vorgenommen werden.
Die aufgezeigten Beispiele sind selbstverständlich nicht abschließend.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiele näher erläutert. Die Zeichnung zeigt schematisch in:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung mit einem Generator und einem
Stellmotor zum Verstellen einer Komponente in einem Mikroskop,
Fig. 2 eine Detailansicht einer Ausführungsmöglichkeit für eine Ankopplung des
Stellmotors an die Komponente,
Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel mit einem optischen Mess- und Inspektionsgerät,
Fig. 4 eine 3-Punkt-Lagerung mit einer Transformation in rechtwinklige
Raumachsen zur Entflechtung von Justageachsen und
Fig. 5 eine Anordnung zur Entflechtung von 2 Justageachsen.
Die Fig. 1 zeigt als ein erstes erfindungsgemäßes Anwendungsbeispiel in
schematischer Weise ein Mikroskop 1 mit einer darin zu verstellenden
Komponente 2. Zu ihrer Verstellung weist die Komponente 2 eine
Verstelleinrichtung 3 auf, an die ein Stellmotor 5 angebracht werden kann. In
einer ersten Variante ist der Stellmotor 5 an die Verstelleinrichtung 3
ankoppelbar, d. h. dass er auch wieder von der Verstelleinrichtung 3 lösbar ist
und nach der Verstellung der Komponente 2 für die Verstellung einer weiteren
Komponente 2 zur Verfügung steht. Die Ankopplung kann über eine Kupplung 4
erfolgen.
Über eine elektrische Leitung 6 wird der Stellmotor 5 mit einem elektrischen
Generator 8 elektrisch verbunden. Dabei kann die elektrische Leitung 6 eine
separate Leitung mit Steckverbinder sein, wobei der Stellmotor 5 und der
Generator 8 entsprechende elektrische Kupplungen zum Anschluss der Leitung
6 aufweisen. Ist der Generator 8 in einem Steuerpult 7 montiert, wie es das
Ausführungsbeispiel in Fig. 1 zeigt, so ist die Steckverbindung vorzugsweise am
Gehäuse des Steuerpults 7 vorgesehen. Anstelle einer Steckverbindung kann
die elektrische Leitung 6 natürlich auch mit dem Stellmotor 5 oder/und dem
Generator 8 fest verdrahtet sein und von vornherein eine entsprechende
elektrische Einheit bilden.
Am Generator 8 ist ein Bedienelement 9 angebracht, mit dem der Generator 8
bedient werden kann. Das Bedienelement 9 kann als Drehknopf ausgebildet sein
und ist mit der Achse des Generators 8 verbunden. Als Generator 8 wird
vorzugsweise ein Gleichstrommotor eingesetzt. Durch Drehen des
Bedienelements 9 wird der Läufer des Gleichstrommotors in Drehbewegung
versetzt und erzeugt dadurch eine Spannung (Generatorprinzip), so dass ein
Strom durch die Leitung 6 und durch den Stellmotor 5 fließen und den Stellmotor
5 antreiben kann.
Für den Stellmotor 5 und auch für den Generator 8 können eine Vielzahl käuflich
erwerbbarer elektrischer Motortypen verwendet werden. Als Generator 8 kann
insbesondere ein permanentmagneterregter Gleichstrommotor mit
Bürstenkommutierung verwendet werden, z. B. ein eisenloser
Glockenankermotore. Zum vereinfachten Aufbau der erfindungsgemäßen
Vorrichtung kann ein Motor gleicher Bauart für den Generator 8 und den
Stellmotor 5 eingesetzt werden.
Zudem kann als vorteilhafte Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes ein
Getriebe 12a, 12b sowohl für den Generator 8 als auch den Stellmotor 5
vorgesehen werden. Dadurch lässt sich eine gute Anpassung zwischen dem
Drehen des Bedienelements 9, der notwendigen elektrischen Energieerzeugung
im Generator 8, der Drehung des Stellmotors 5 und der Bewegung der
Komponente 2 erreichen. Bei entsprechender Abstimmung dieser Bauteile
aufeinander kann die Komponente 2 feinfühlig verstellt werden.
Das Getriebe 12a, b bestimmt neben der Stärke des Stellmotors 5 auch die
Kraft, die auf die Verstelleinrichtung 3 wirkt und kann entsprechend auch in
dieser Hinsicht ausgelegt werden. Um die Verstelleinrichtung 3 an den
Begrenzungen ihres Verfahrweges zu sichern, können mechanische Anschläge
oder Endschalter vorgesehen sein, gegebenenfalls auch eine Rutschkupplung
zur Drehmomentbegrenzung. Im Falle eines Endschalters ist eine dazu parallel
geschaltete Diode vorteilhaft, so dass bei geöffnetem Endschalter an der
Begrenzung des Verfahrweges der Strom durch die Verbindungsleitung 6 nur
noch in eine Richtung durch den Stellmotor 5 fließen kann, so dass sich die
Verstelleinrichtung 3 wieder von der Begrenzung wegbewegt.
Als Antrieb für die erfindungsgemäße Vorrichtung und Verwendung hat sich ein
eisenloser Glockenankermotor mit angesetztem Untersetzungsgetriebe bewährt,
wobei das Getriebe bei manuell angetriebenem Motor (Generatorbetrieb) als
Übersetzung wirkt. Der eisenlose Glockenankermotor weist eine geringe
Anlaufspannung und eine sehr gute Linearität der Spannungs-/
Drehzahlkennlinie auf. Zudem erreicht er hohe Wirkungsgrade, denn es gibt
keine Energieverluste im Eisen, da dieses nicht vorhanden ist im Gegensatz zu
anderen Motorarten.
Mit einem derartigen Antrieb wird mittels der Verstelleinrichtung 3 die
Komponente 2 verstellt. Je nach Ausgestaltung der Verstelleinrichtung 3 kann
die Komponente 2 linear in eine Richtung oder in zwei oder in alle drei
Raumrichtungen x, y, z eines rechtwinkligen Koordinatensystems verstellt
werden. Die Verstelleinrichtung 3 kann auch für eine Kippung der Komponente 2
vorgesehen sein, gegebenenfalls sogar für alle drei Raumwinkel. Mit einer
entsprechenden Konstruktion der Verstelleinrichtung 3 können Linear- und
Winkelverstellungen natürlich auch kombiniert werden.
Als Beispiel für die Verstellung einer Komponente 2 sei ein optischer Kondensor
erwähnt, der im allgemeinen aus mehreren Linsen aufgebaut ist und zur
Beleuchtung eines Objektes unter dem Mikroskop 1 dient. Anstelle des
Mikroskops 1 kann übrigens auch ein Makroskop stehen, mit dem die Oberfläche
großer Gegenstände vergrößert beobachtet werden kann. Der
Erfindungsgegenstand ist selbstverständlich auch bei einem Makroskop als
optischem System einsetzbar. Für eine optimale Beleuchtung ist eine gute
Zentrierung des Kondensors im Beleuchtungsstrahlengang erforderlich. Durch
Verstellen des Kondensors insbesondere in der horizontalen Ebene x, y wird die
Beleuchtung des Objektes optimiert. Die Verstellung kann mit nur einem
Stellmotor 5 separat für jede Richtung erfolgen. Vorteilhafterweise werden
jedoch zwei Stellmotore 2 auf einer Montageplatte 11 (Fig. 2) montiert und
werden mit einem Handgriff an die Verstelleinheit 3 des Kondensors
angekoppelt, was eine Justierung bzw. Verstellung des Kondensors in der x-y-
Ebene ohne Unterbrechung ermöglicht.
In Fig. 2 ist beispielhaft eine einfache Ausführungsart einer Kupplung 4 im Detail
dargestellt. Sie besteht aus einem auf der Achse 5a des Stellmotors 5 sitzenden
Sechskant-Kupplungselement 4a (Mitnehmer) und einem dazu passenden
Innen-Sechskant-Kupplungselement 4b. Das Sechskant-Kupplungselement 4a
wird kraftschlüssig in das Innen-Sechskant-Kupplungselement 4b gesteckt, so
dass bei drehendem Stellmotor 5 eine Verstellschraube 3a gedreht und dadurch
die Komponente 2, also der Kondensor linear in eine Richtung x bewegt wird. In
analoger Weise wird der Kondensor auch in die andere Koordinatenrichtung y
bewegt, wobei ein Aufbau mit einem Schwenkhebel genutzt werden kann, um
von der Bewegung in x-Richtung unabhängig zu sein. Es versteht sich von
selbst, dass die Verstelleinrichtung 3 je nach Verwendungszweck und
Anforderung in vielen verschiedenen, dem Fachmann geläufigen Arten
aufgebaut sein kann.
Durch die Betätigung des Generators 8 über das Bedienelement 9 erfolgt also
eine ferngesteuerte Verstellung des Kondensors in den beiden Richtungen x und
y. Die Verstellung in der x- und y-Richtung kann dabei gleichzeitig erfolgen,
wenn jeder Stellmotor 5 mit einem eigenen Generator 8 verbunden ist. Ferner ist
ein Synchronbetrieb auch mit nur einem Generator 8 möglich, wobei durch
gleichpoligen oder wechselpoligen Anschluss der beiden Stellmotore 5
Diagonalbewegungen möglich sind.
Erfordert die Aufgabenstellung jedoch keinen Synchronbetrieb, so kann der
Kondensor in beide Richtungen x, y durch wechselseitiges Umschalten auch nur
mit einem Generator 8 angetrieben werden. Die Umschaltung kann über einen
elektrischen Umschalter 10 erfolgen. Je nach Stellung des Umschalters 10 wird
mit der Betätigung des Generators 8 der entsprechende Stellmotor 5
angetrieben und der Kondensor in die entsprechende Richtung verfahren. Wie
Fig. 1 zeigt, sind der Umschalter 10 und der Generator 8 zusammen im
Steuerpult 7 angeordnet.
Die Wirkungen der Lageänderung des Kondensors auf den
Beleuchtungsstrahlengang können online beobachtet werden. Hierzu wird ein
Objekt unter dem Mikroskop 1 direkt über einen Mikroskopeinblick 1a des
Mikroskops 1 oder bei einer angeschlossenen Kamera auf einem Bildschirm
oder auch mit Hilfe eines in einem Teil des Mikroskopstrahlengangs befindlichen
Messinstrumentes beobachtet und seine Beleuchtung während der
Lageänderung des Kondensors verfolgt. Dadurch kann der Kondensor bei
Inbetriebnahme des Mikroskops 1 oder bei Notwendigkeit schnell, bequem und
genau justiert werden. Justiergenauigkeiten von 1 µm und besser sind ohne
besonderen Aufwand erreichbar.
Soll anstelle einer normalen Justierung eine Verstellung des Kondensors für
spezielle Beleuchtungszwecke (z. B. für eine schiefe Ausleuchtung)
vorgenommen werden, so kann dafür ebenfalls die erfindungsgemäße
Vorrichtung verwendet werden.
Nach der Justierung oder Verstellung des Kondensors wird der Stellmotor 5
entfernt, z. B. einfach durch Abziehen des Stellmotors 5 vom Kondensor, so daß
die Kupplungselemente 4a, 4b wieder getrennt sind (Fig. 2). Die
erfindungsgemäße Vorrichtung kann dann für die Verstellung einer anderen
Komponente 2 verwendet werden. Z. B. kann die komplette
Beleuchtungseinrichtung des Mikroskops 1, deren Einzelteile oder Blenden,
Spalte oder alle anderen verstellbaren mechanischen und optischen Elemente
des Mikroskops 1 mit Hilfe des Erfindungsgegenstandes verstellt werden.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann für alle mechanischen und optischen
Aufbauten eingesetzt werden. Als weiteres Ausführungsbeispiel zeigt Fig. 3 ein
Inspektions- und Meßsystem 20, mit dem Wafer oder Masken für die
Halbleiterindustrie inspiziert und vermessen werden können. Die Wafer werden
in Kassetten in das Inspektionssystem 20 eingebracht. Ein Kassettenlift 21
verfährt die Kassette für die Entnahme der Wafer, wobei er exakte Verfahrwege
einhalten muss. Eine entsprechende Justierung des Kassettenlifts 21 als Beispiel
eines mechanischen Systems kann vorteilhaft mit dem Erfindungsgegenstand
durchgeführt werden. Der Kassettenlift 21 kann dabei sowohl in seiner
Verfahrrichtung als auch in seiner Neigung justiert werden. Ebenso können auch
ein mechanischer Wafertauscher 22 oder opto-elektronische
Überwachungsorgane 23 für die Waferbewegungen innerhalb des
Inspektionssystems 20 justiert oder auf andere Wafergrößen verstellt werden.
Ein oder mehrere Stellmotore 5 werden dabei jeweils an den Kassettenlift 21,
Wafertauscher 22 oder die Überwachungsorgane 23 zur Justierung angekoppelt
und über die Leitungen 6 mit dem Steuerpult 7 und einem oder mehreren
Generatoren 8 und gegebenenfalls Umschaltern 10 elektrisch verbunden. Somit
lassen sich über das Steuerpult 7 eine Vielzahl von Achsen fern bedienen und
die zugehörigen Komponenten verstellen.
Gegebenenfalls können die Stellmotore 5 und Generatoren 8 in den optischen
und mechanischen Systemen auch integriert und fest installiert sein.
Aufgrund der Vielzahl der verfügbaren Motor-Getriebekombinationen ist die
Fernjustage oder Fernverstellung von Komponenten 2 leicht an vielfältige andere
Verstell- und Justieranwendungen anzupassen. Da die erfindungsgemäße
Vorrichtung zur Fernsteuerung der Komponenten 2 weder eine Elektronik noch
eine Stromversorgung benötigt, ist sie preiswert und ihre Zuverlässig ist sehr
hoch.
Eine weitere Anwendung der Erfindung besteht in der einfachen Entflechtung
von Justageachsen A, B, C (3-Punkt-Lagerung) und nicht damit
übereinstimmenden Raumachsen x, y, z eines rechtwinkligen
Koordinatensystems.
Die Justageachsen A, B, C sind gegeben durch die mechanische Ausführung der
Verstellelemente und Lagerung an der zu justierenden Komponente 2. In Fig. 4a
und b sind die Justageachsen A, B, C parallel zueinander ausgeführt. Hingegen
stehen die Raumachsen x, y, z rechtwinklig zueinander und sind z. B. auf die
optische Achse z eines hier nicht dargestellten optischen Systems ausgerichtet.
Fig. 4a und b zeigt als Beispiel die Justage einer Bogenlampe 30. Fig. 4a zeigt
einen Schnitt in der x-z-Ebene des Koordinatensystems und Fig. 4b einen
Schnitt in der y-z-Ebene. Ein Lampensockel 31 ist durch drei, um je 120 Grad
versetzte Justierschrauben 32a, b, c einstellbar. Die Justierschrauben 32a, b, c
werden in Richtung der mit ihnen verknüpften parallelen Justageachsen A, B, C
verstellt. Einer Verstellung jeweils einer Justierschraube 32a, b, c bedeutet eine
Kippung des Lampensockels 31 und somit eine entsprechend veränderte
Position des Lichtbogens 33 der Bogenlampe 30. Der Lichtbogen 33 befindet
sich in einer gewissen Entfernung oberhalb des Lampensockels 31. Das
abgestrahlte Licht der Bogenlampe wird mit einer Kollektorlinse 34 gesammelt,
die sich auf der optischen Achse z befindet.
Diese Art der Lagerung ist zwar kostengünstig und bietet eine gute
Reproduzierbarkeit und Stabilität der Lampenposition im Gebrauch. Jedoch
besteht ein Nachteil dieser mechanischen Ausführung darin, dass die parallelen
Justageachsen A, B, C nicht mit den rechtwinkligen Raumachsen x, y, z
übereinstimmen und somit auch nicht mit der optischen Achse z gekoppelt sind.
Deshalb sind bei manueller Justage mit einer der Justierschrauben 32a, b, c
mindestens zwei der Raumachsen x, y, z betroffen. Die Raumachsen x, y, z
können nicht isoliert verstellt werden und es ist für den Anwender schwierig,
während der Justage der Bogenlampe 30 die räumlichen Veränderungen des
Lichtbogens 33 im Bildfeld eines Mikroskops 1 zu verfolgen.
In diesem Fall wird jede der drei Justageachsen A, B, C mit einem eigenen
Stellmotor 5 versehen. Es sind ein Generator 8 und ein Umschalter 10 mit
wenigstens drei Schalterstellungen zur Realisierung von drei verschiedenen
elektrischen Verschaltungen der Stellmotore 5 vorgesehen. Durch die
entsprechenden elektrischen Verbindungen der Stellmotore 5 mit dem Generator
8 lassen sich nun die drei Justageachsen A, B, C hinsichtlich der Lage des
Lichtbogens 33 der Bogenlampe 30 nahezu rückwirkungsfrei auf die
Raumachsen x, y, z wie folgt transformieren:
- 1. Eine Parallelschaltung aller drei Stellmotore 5 mit gleichem Drehsinn führt zur einer Bewegung des Lichtbogens 33 der Bogenlampe 30 (und ebenso der Sockelplatte 31) in die Richtung der y-Raumachse.
- 2. Wird der Stellmotor 5 der Justageachse A so angesteuert, dass er in umgekehrtem Drehsinn zu den Stellmotoren 5 der Justageachsen B und C dreht, wobei die Stellmotore 5 der Justageachsen B und C zur Reduzierung der Geschwindigkeit nicht parallel geschaltet sondern gleichsinnig in Serie geschaltet sind, so führt diese Verschaltung der Stellmotore 5 zu einer Bewegung des Lichtbogens 33 näherungsweise in die Richtung der x- Raumachse.
- 3. Werden die Stellmotore 5 der Justageachsen B und C gegenläufig verschaltet und der Stellmotor 5 der Justageachse A nicht angetrieben, so bewegt sich der Lichtbogen 33 näherungsweise in die Richtung der z- Raumachse.
Durch diese verschiedenen, einstellbaren Verschaltungsarten der Stellmotore 5
erfolgt also bei entsprechender Einstellung des Umschalters 10 und bei
Betätigung des Generators 8 eine Verstellung des Lichtbogens 33 der
Bogenlampe 30 in die jeweilige Raumachse x, y, z. Die Verstellung in die y-
Raumachse erfolgt hierbei exakt, während die x- und z-Verstellung in
Abhängigkeit der Entfernung des Lichtbogens 33 zur Sockelplatte 31 und des
Verstellweges entsprechend angenähert erfolgt.
Fig. 5 zeigt ein weiteres Beispiel zur Entflechtung von Justageachsen A, B und
nicht damit übereinstimmende Raumachsen X, Y eines zweidimensionalen
rechtwinkligen Koordinatensystems am Beispiel einer Zentriereinheit für ein
optisches Linsensystem.
Die Justageachsen A, B, sind gegeben durch die mechanische Ausführung der
Verstelleinrichtung 3. In Fig. 5 sind die Justageachsen A, B, um 120 Grad
versetzt gegenüber einem federnd gelagerten Druckstift 36 ausgeführt.
Hingegen stehen die Raumachsen X, Y rechtwinklig zueinander und sind z. B.
auf die optische Achse Z des in der Mitte angebrachten optischen Linsensystems
37 ausgerichtet.
In diesem Fall wird jede der zwei Justageachsen A, B mit einem eigenen
Stellmotor 5 versehen. Es sind ein Generator 8 und ein Umschalter 10 mit
wenigstens zwei Schalterstellungen zur Realisierung von zwei verschiedenen
elektrischen Verschaltungen der Stellmotore 5 vorgesehen. Durch die
entsprechenden elektrischen Verbindungen der Stellmotore 5 mit dem Generator
8 lassen sich nun die zwei Justageachsen A, B hinsichtlich der Lage des
optischen Linsensystems 37 nahezu rückwirkungsfrei auf die Raumachsen X, Y
wie folgt transformieren:
- 1. Eine Parallelschaltung beider Stellmotore 5 mit gleichem Drehsinn führt zur einer Bewegung des optischen Linsensystems 37 in die Richtung der Y- Raumachse.
- 2. Eine Parallelschaltung beider Stellmotore 5 mit gegenläufigem Drehsinn führt zur einer Bewegung des optischen Linsensystems 37 in die Richtung der X- Raumachse.
Der aufgrund von Motortoleranzen und geometrischer Abweichungen
entstehende Linearitätsfehler kann im Rahmen der beschriebenen Anwendung
vernachlässigt werden.
Alle bisher genannten Ausführungsarten können dergestalt und in
abgewandelten Formen für alle verstellbaren mechanischen und optischen
Komponenten 2 eingesetzt werden. Stellvertretend für viele Anwendungen sei
hier noch die Einstellung von Apertur- und Leuchtfeldblenden während des
Betriebs eines optischen Systems genannt. Anstelle von aufwendigen
mechanischen Konstruktionen mit Seilzug und Rändelrädern bedeutet der
Einsatz der erfindungsgemäßen Vorrichtung eine größere Freiheit für den
Konstrukteur und einen geringeren und kostengünstigeren Fertigungsaufwand.
Eine genaue Lage der Rändelräder muss nicht mehr beachtet werden. Ebenso
kann die erfindungsgemäße Vorrichtung für das Einschwenken oder
Verschieben von Verlaufsfiltern in schwer zugänglichen optischen
Strahlengängen zur Abschwächung der Lichtintensität z. B. von UV-Licht genutzt
werden. Auch Kameraverstellungen (Zoom, Autofokus, Achsenlage) können
damit durchgeführt werden.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist auch aufgrund der geringen Kosten
vorteilhaft einsetzbar, da teuere elektronische Mikroprozessorsteuerungen nicht
benötigt werden. Dies macht sich insbesondere bei nicht vollautomatisierten,
kostengünstigeren mechanischen und optischen Systemen bemerkbar.
1
Mikroskop
1
a Mikroskopeinblick
2
Komponente
3
Verstelleinrichtung
3
a Verstellschraube
4
Kupplung
4a, b Kupplungselement
4a, b Kupplungselement
5
elektrischer Stellmotor
5
a Achse des Stellmotors
6
elektrische Leitung
7
Steuerpult
8
elektrischer Generator
9
Bedienelement
10
elektrischer Umschalter
11
Montageplatte
12a, b Getriebe
12a, b Getriebe
20
optisches Mess- oder
Inspektionssystem
21
Kassettenlift
22
Wafertauscher
23
opto-elektronische
Überwachungsorgane
30
Bogenlampe
31
Lampensockel
32a, b, c Justierschrauben
32a, b, c Justierschrauben
33
Lichtbogen
34
Kollektorlinse
35
Grundplatte
36
Druckstift, federnd gelagert
37
optisches Linsensystem
A, B, C Justageachsen
x, y, z Raumachsen eines rechtwinkligen Koordinatensystems
A, B, C Justageachsen
x, y, z Raumachsen eines rechtwinkligen Koordinatensystems
Claims (11)
1. Vorrichtung zum Verstellen von Komponenten (2) eines optischen oder
mechanischen Systems (1; 20), wobei die Komponenten (2) eine
Verstelleinrichtung (3) aufweisen, gekennzeichnet durch
mindestens einen elektrischen Stellmotor (5), der an der Verstelleinrichtung (3) der Komponenten (2) vorgesehen ist, und
mindestens einen elektrischen Generator (8), wobei mit der im Generator (8) erzeugten elektrischen Energie der Stellmotor (5) antreibbar ist.
mindestens einen elektrischen Stellmotor (5), der an der Verstelleinrichtung (3) der Komponenten (2) vorgesehen ist, und
mindestens einen elektrischen Generator (8), wobei mit der im Generator (8) erzeugten elektrischen Energie der Stellmotor (5) antreibbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der
Stellmotor (5) an die Verstelleinrichtung (3) der Komponenten (2)
ankoppelbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der
Stellmotor (5) mit Verstelleinrichtung (3) der Komponenten (2) fest verbunden
ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass der Generator (8) mit dem Stellmotor (5) elektrisch
verbindbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass der Generator (8) mit dem Stellmotor (5) elektrisch fest verbunden ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass ein Getriebe (12a, b) für den Stellmotor (5) oder 1 und
den Generator (8) vorgesehen ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass ein Bedienelement (9) zum manuellen Bedienen des
Generators (8) vorgesehen ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass mehrere Stellmotoren (5) unter Zwischenschaltung
mindestens eines elektrischen Umschalters (10) mit einem Generator (8)
elektrisch verbunden sind.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass ein oder mehrere Stellmotoren (5) für die Verstellung
der Komponente (2) in drei Raumrichtungen x, y, z oder/und in drei
Raumwinkeln vorgesehen sind.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass das optische oder mechanische System ein
Mikroskop (1) oder ein Mess- oder Inspektionssystem (20) ist.
11. Verfahren zum Verstellen von Komponenten (2) eines optischen Systems (1;
20), wobei die Komponenten (2) eine Verstelleinrichtung (3) aufweisen,
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
- - Ankoppeln mindestens eines elektrischen Stellmotors (5) an die Verstelleinrichtung (3) der Komponente (2),
- - elektrisches Verbinden des Stellmotors (5) mit mindestens einem elektrischen Generator (8);
- - Bedienen des Generators (8) mittels eines Bedienelements (9) durch einen Benutzer, wodurch mit der im Generator (8) erzeugten elektrischen Energie der Stellmotor (5) angetrieben und die Verstellung der Komponente (2) bewirkt wird.
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| DE10135511A DE10135511C1 (de) | 2001-07-20 | 2001-07-20 | Vorrichtung und Verfahren zum Verstellen von Komponenten eines optischen oder mechanischen Systems |
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|---|---|---|---|
| DE10135511A DE10135511C1 (de) | 2001-07-20 | 2001-07-20 | Vorrichtung und Verfahren zum Verstellen von Komponenten eines optischen oder mechanischen Systems |
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